Bisher hab ich ja einfach nur mitgelesen und finde es interessant was da nicht alles zusammen kommt, wenn man auch noch die religiös/kulturellen Belange mit einbeziehen will.
Da jetzt schon diskutiert wird über die Bedürfnisse von Geschlechtern, Sicherheit, Religionen und Kulturen sind ja drei große Bereiche abgedeckt, dann kommen noch alle Menschen mit “Behinderungen” hinzu (worunter ich aus bautechnischer Sicht auch Personen zähle, die mit Kinderwagen oder Haustieren unterwegs sind oder mit “mehr” Körpermasse -von Natur aus oder dran operiert what ever, also alle, die nicht die physischen und psychischen Bewegungsfreiheiten haben wie ein Durchschnittsmensch ohne jede Beeinträchtigungen.)
Wie genau soll denn da am Ende das “Stille Örtchen” in der Öffentlichkeit noch aussehen?
Ich persönlich wäre nicht abgeneigt gegen die Mini Badezimmer Variante, wo ich beim Wechseln auch direkt die Hände waschen kann ohne dafür raus zu den Waschbecken rennen zu müssen und nach gewissen Vorkommnissen hier in der Gegend wäre es mir auch allzurecht, wenn alle Spanner gar nicht erst durch die erste Tür kämen. Aber letztendlich frage ich mich wie viel Raum in cbm gesehen es geben soll, um es allen recht zu machen.
Letztendlich lande ich dann nicht mehr bei einem Toilettenraum sondern einem eigenständigen Gebäude.
Und das nur um die Sicherheit zu haben, dass ich alle Bedürfnisse jeder Person abdecke.
In dem Fall muss ich dann doch wieder sagen, dass ich da wirklich eher praktisch orientiert bin und es mir ausreicht wenn die Standartgrundbedürfnisse abgedeckt sind. Also Sicherheit, dass ich meine Hinterlassenschaften loswerden kann und dass ich mich danach auch säubern kann. Dann hab ich bei großen Gebäuden mit viel Publikum auch nichts dagegen, dass noch die häufigsten Behinderungen berücksichtigt werden, sprich eine sehr große Kabine wo auch noch ein Rollstuhl und ein Helfer reinpassen und den Wickeltisch. Der vielleicht auch einfach im Vorraum oder in einem extra Raum sein darf. Ich lande grob gesagt bei dem was man hierzulande dann doch wieder häufig vorfinden kann.
Aber um es auf die beiden Varianten Unisex oder 2-geschlechtertrennung herunterzubrechen: das hängt aus meiner Sicht sehr stark vom Publikum und der Umgebung ab. Auf irgendeinem Bahnhof, Autobahnparkplatz oder im Einkaufszentrum möchte ich bitte wirklich eine Geschlechtertrennung. Da kommt wirklich jeder hin und es gibt keinerlei Kontrolle von außen,die einen schützt.
Hier in unserem Gemeinschaftsbüro mit vielen kleinen Firmen wo man sich aber halbwegs kennt oder in der Uni wo das Publikum aus Angestellten und Studierenden besteht wäre die Unisex Variante für mich auch okay.
Übrigens das Thema, dass es auf einigen Toiletten auch Automaten für Tampons gibt habe ich schon häufiger gehört, aber noch nie gefunden. Es gab da nur dieses eine Kino hier in Deutschland, was ich nicht näher benennen möchte, wo ich mal dachte ich hätte einen gefunden. Beim genaueren hinschauen ist mir dann aufgefallen, dass ich mich geirrt habe und etwas in derselben Form und Größe angeboten wurde, was ich aus jugendschutz Gründen nicht sagen werde… Ja es war ein normales Kino!
Was mich übrigens viel mehr aufregt sind die “Rosa”-Varianten bei allen möglichen Produkten.
Ich bin mittlerweile über 30, meine beiden kleinen Brüder sind genau 30 oder kurz davor. Letztes Ostern waren wir zusammen bei den Eltern und unser Vater hat uns vom Einkaufen ÜEier mitgebracht. Vom Prinzip her lustig, aber ich wurde von meinen Brüdern ausgelacht und war auch selbst enttäuscht, dass ich als Tochter ein doofes rosa Ei bekommen habe. Gut wir sind alle alt genug, dass das Spielzeug am nächsten Tag entsorgt wurde, aber in dem Moment hatten meine Brüder irgendwas Spannendes zum Spielen und ich irgendeine pinke Prinzessin q.q menno
Da kann ich froh sein, dass sein Geschmack, als ich noch klein war, besser war und ich von ihm noch Autos bekommen habe.


