Ich muss mal wieder meinen Senf hierzu geben. :-D
Ich habe jetzt eine wunderbare Reihe gelesen, die ich einfach bis zum aktuellen Band durchgesuchtet habe. (Und meinem halben Freundeskreis geht es genauso).
The Dresden Files (zu deutsch: Die dunklen Fälle des Harry Dresden) von Jim Butcher
Harry Dresden ist Privatdetektiv und der einzige Zauberer mit Eintrag in den Gelben Seiten. Die normale Welt, so wie wir sie kennen ist nämlich durchsetzt von allerhand Magischem. Hexen und Zauberer, Feenwesen, Werwölfe, Vampire etc. Nur wissen das natürlich die wenigsten Normalsterblichen. Auch das White Council, der Rat der Zauberer versucht das Wissen um die übernatürliche Parallelgesellschaft geheim zu halten, es würde die meisten unbedarften Menschen ja nur in Angst versetzen.
Da sticht Harry natürlich raus, was ihm auch diverse Konflikte mit seinen quasi-Vorgesetzten einbringt…
Also Urban Fantasy vom Feinsten. Die Geschichten spielen primär im Chicago der Jetztzeit. Harry darf aus der Ich-Perspektive erzählen und durch die Handlung führen. Das ganze wird gewürzt mit seinen Kommentaren und Gedanken, die eine ordentliche Portion Sarkasmus und Zynismus enthalten und nicht nur seine Feinde zur Weißglut treiben können. Oder wie er von sich selber sagt: “Ich weiß halt nie, wann ich die Klappe zu halten habe.”
Der Author schafft es Geschichten zu schreiben, die ein hohes Spannungsniveau halten bzw. er setzt immer noch eins drauf. Dabei bedient er sich bekannten Motiven und setzt sie zu etwas neuem zusammen, das man so gar nicht erwartet hat.
Ein weiterer Vorteil des Erzählstils ist, dass man nur die Sicht des Hauptcharakters hat. Das gezielte Voranthalten von Informationen, dadurch, dass Harry nichts davon wissen kann, lässt einen als Leser auch gerne an seinen Fällen knobeln.
Momentan gibt es 16 Bände der Dresden Files, wobei einer davon ein Kurzgeschichtenband ist. Alle Bände bauen chronologisch aufeinander auf, wobei die enthaltenen Geschichten in sich abgeschlossen sind.
Der erste Band heißt Strom Front