Yay, eins meiner liebsten Diskussionsthemen :)
Ich stehe gerade vor meiner resten Auswertung in einer M-STA, bin selbst STA-Teilnehmer und bekomme mehr Tauschanfragen, als ich annehmen kann :/
(und, da ich’s jetzt nicht als unwichtig sehe, bemerke ich, dass ich unter meinen STA-Karten oft lese, dass die Karte für viele ein Aktionsfavourit ist).
Erstmal aus Sicht des Kommentar-bekommens:
Ich finde es absolut nicht schlimm, im Gegenteil! Für mich ist ein großes Highlight einer STA am ende immer die Verteilung, ob meine Karten ihren Besitzern dann auch im Original gefallen. Natürlich schmeichelts mir, wenn ich dann lesen darf, dass sich jemand so sehr freut, weil er sich vorher vll. nicht getraut hat, mich so um einen Tausch zu bitten. Da wärs dann für mich eher traurig, wenn sie bei jemandem landet, der sie nicht mag, besonders, wenn er/sie das vorher auch angesprochen hat. Ich hab da kein Problem mit.
Das bringt mich direkt zu der Position des selber-Kommentierens:
Auch ich nutze diese Möglichkeit, beachte dabei aber wohl noch ein wenig deutlicher die Ausdrucksweise. Ich weiß, dass ich etwas sagen möchte, was, je nach Standpunkt, negativ aufgefasst werden KANN, deswegen verpack ichs so positiv wie möglich. Ich habe besonders in der Videospiele-STA viele Karten gesehen, die ich technisch großartig fand, sie aber eine so spezielle Zielgruppe angesprochen haben (alteingesessene Nerds z.B.), dass ich deutlich gesagt hab, dass ich mich zwar über die Karte freuen würde, sie aber definitiv jemandem zuteilen würd, der sie allein aus persönlichem Interesse noch mehr Wertschätzen kann als ich.
ALLERDINGS nutze ich diese Form des Kommentierens NICHT bei Karten, die aufgrund des Niveaus des Zeichners hinter anderen zurückbleiben, das finde ich persönlich unfair. Denn so könnt ich bei jeder schwachen Karte (oder solchen, die ich als dies empfinde) irgendwas hübsches schreiben udn dann drunter setzen, dass ich sie aber nicht will, und hätt mich ziemlich fies rausgemogelt. Da weiß ich dann halt, dass die Chance besteht, dass ich sie auf Grund des Verteilerprinzips erhalten kann und leb damit, sonst brauch ich nicht teilzunehmen.
Außerdem wird mir ein wenig flau im Magen, wenn ich überleg, wie es mir ginge, wäre ich ein totaler Anfänger und nur solche KOmmentare bekomme. Das fänd ich glaub ich noch demotivierender, wenn es sich dann am Ende so liest wie “nett dass du teilgenommen hast, hast dich bemüht, karte möcht ich nicht”.
Ich finde einfach, dass ich da in einer gewissen Verantwortung stehe, die schwächeren zeichner zu unterstützen, wenn sie sich doch auch Mühe geben.
Vielleicht würde ich das anders sehen, wenn ich nicht in der “glücklichen” Position wäre, dass meine Karten zum Glück recht gut ankommen.
Aus Sicht eines Aktionsleiters oder überhaupt “Außenstehenden” finde ich solche Kommentare hilfreich, wenn die Balance aus obigen Puntken gehalten wurde.
Ich möchte nicht, dass schwache Karten damit generell abgewertet werden, wenn ich aber sehe, dass die Teilnehmer wirklich fleißig kommentieren, schon aus Respekt der anderen Gegenüber, und dann so ein Kommentar dabei ist…why not?
Ich finde, dass man genauso herausheben darf, wenn man eine Karte eher ungern hätte wie man seine Favouriten deutlich benennt. Die Mischung machts. Und solang alles in angemessenem Tonfall geregelt wird (man kann so herrlich mit der Sprache spielen :D), ist es für mich vollkommen legitim.
Oder als abgeschwächte Variante gegen Spammer: "Wenn du einer Karte gar nichts Gutes abgewinnen kannst, kommentiere sie nicht."
DAS ist für mich immer die letzte Lösung als Kommentator. Generell versuche ich IMMER, etwas positives zu finden. Irgendwas. Klappt nur nicht immer und dann halt ich wirklich einfach den Rand.
Wen ich dann doch eine dieser Karten bekomme, zu denen ich mich bewusst zurückgehalten hab.. ja mei, und wenns die schöne Rückseite ist oder das Papier sich toll anfühlt oder ich sehe, dass der Zeichner erst 12 ist und sie super geschnitten hat. DAS bin ich ihm/ihr dann wirklich schuldig.