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Verteilungsmethoden der STA-Starter

die liebe Petey sprach das Thema in einem anderen Thread an und hat den Vorschlag gemacht ein eigenes Thema hierzu zu öffnen, ich hoffe sie ist mir nicht böse, wenn ich ihr das ganze jetzt mal einfach frech vor der Nase wegschnappe und das Thema starte, aber ich fand es auch sehr interessant und wollte zugleich meinen Senf dazugeben ^^"

Wie man der Überschrift gut entnehmen kann, geht es um die unterschiedlichen Verteilungsmethoden der Aktionsleiter.

Ich habe nun ganz aktuell meine erste große STA mit 25 Teilnehmern hinter mir und da stellte sich mir natürlich auch die Frage, wie verteile ich die Karten denn nun? Die Einfachste Variante wäre das Zulosen, aber da ich ein großer Fan von Kommentaren bin habe ich meine Gewichtung bei der Verteilung hierauf gelegt.

Ich habe mir in Excel eine Tabelle angelegt, die so ein bisschen nach Schiffe-versenken ^^" aussah, oben von rechts nach links in jeder Spalte der Nickname und nochmal von oben nach unten der Nickname, darunter drei zeilen frei für die drei Karten usw. Danach habe ich mir jede Karte einzeln vorgenommen und sämtliche Kommentare durchgelesen und nach meinem Ermessen eine Bewertung von 0-10 eingetragen wobei 0 für nicht gut und 10 für sehr gut stand, ich habe damit bewertet, wie gut dem User der den Kommentar verfasst hat die Karte wohl gefällt außerdem gab es Extrapunkte für besonders auführliche hilfreiche und konstruktive Kommentare.
Mit ein paar Excel-Formel habe ich mir dann immer den Kommentar mit der höchsten Punktzahl auf einer Karte rot markiert.
Nachdem alle Kommentare gelesen und Bewertet waren, habe ich die “Punktzahl” jedes einzelnen zusamengezählt - so bin ich dann auf eine Reihenfolge gekommen von wenig nach vielen Punkten.

Punktzahl User
350 User-chan
200 Userlein
100 Userly

Dann habe ich von oben nach unten begonnen jedem User eine erste Karte zuzuweisen, und zwar natürlich eine Karte die er besonders favorisiert bzw. gut kommentiert hatte, in dieser Runde hat jeder eine Karte bekommen die er mit mindestens 5 Punkten kommentiert hatte - natürlich hatten die User die weiter oben in der Liste standen mehr Chancen auf heiß begehrte Favo-Karten

In der zweiten Runde und dritten Runde habe ich das soweit es eben ging weitergeführt, das funktionierte natürlich bei Runde drei nichtmehr ganz so gut, da es eben auch immer einige Karten gibt, die kaum kommentiert wurden, diese habe ich dann versucht nach dem Geschmack (anhand seiner Kommis und Profil) des Users zu verteilen, zuerst wollte ich sogar die 3. karte komplett zulosen, aber das habe ich dann seinlassen…

Ich kann aber sagen, dass die Methode sehr aufwendig und sehr sehr Zeitintensiv ist… vielleicht hat ja jemand eine einfachere und sinnvollere Methode entwickelt?

ABER, ich denke meine Teilnehmer waren alle zufrieden mit Ihrer Ausbeute ^^

Zunächst mal muss ich aus eigener Erfahrung sagen, dass große STAs von der Verteilung her ein ganz anderes Kaliber als Mini-STAs sind. Bei letzteren habe ich relativ locker mit den Karten auf dem Schreibtisch und einem Blatt Papier vor der Nase verteilen können, was bei großen STAs alleine vom Umfang der Karten und der Kommentare einfach nicht möglich wäre.

Klar, die einfachste Methode wäre, einfach jedem drei Karten zuzulosen – und manchmal würde ich das auch gerne, wenn ich mir anhöre, wie manche Teilnehmer am rummeckern sind, weil sie aufgrund eines gewissen Anspruchdenkens keine drei Favoritenkarten bekommen haben. Man muss aber mal deutlich sagen: Die Verteilung nach Kommentaren ist ein Service. Einer, der den Starter wirklich viele viele Stunden und viel Mühe kostet, aber am Ende trotzdem nicht jeden glücklich machen kann. Aber wenn ich damit wenigstens einen Großteil meiner Teilnehmer froh stimmen kann, dann mache ich das auch gerne. :)

Und auch mal einen Einblick in meine Verteilmethode zu geben:

Ich mache es ähnlich wie du, lemontree. Ich habe eine Exceltabelle , bei der ich auf der X-Achse die Namen aller Teilnehmer (alphabetisch sortiert, zur besseren Übersicht) eintrage, und auf der Y-Achse die drei Karten aller Teilnehmer, und zwar benannt nach dem Schema “MariaMuster 1, MariaMuster 2, MariaMuster 3”.

Ich verwende ein relativ grobgliedriges Bewertungssystem für die Kommentare, mit welchem ich jedem Kommentar eine Zahl von 1 bis 5 zuteile. Die Zahlen bedeuten:

1 = Der Teilnehmer hat die Karte kommentiert, hat allerdings deutlich gemacht, dass sie ihm nicht gefällt und er sich auch nicht über sie freuen würde.
2 = Der Kommentar war verhalten, hat aber neben Kritik auch positive Aspekte herausgehoben.
3 = Der Kommentar war positiv, wenn auch nicht überschwänglich. Ich kann diese Karte dem Kommentierer dennoch sicherlich ohne Bedenken zuteilen.
4 = Der Kommentar ist außerordentlich positiv und es wird deutlich, dass der Kommentierer sich über diese Karte sehr freuen würde.
5 = Der Kommentar drückt überschwänglich und ausführlich aus, dass diese Karte ein STA-Favorit des Teilnehmers ist. Triggerwörter sind manchmal “Favorit”, “Lieblingskarte” oder ähnliches.

Dieses Bewertungssystem beruht natürlich zu weiten Teilen auf meiner persönlichen Einschätzung der Kommentare und die Grenzen sind oft hauchdünn. Ich hatte beispielsweise schon Fälle, wo ich einen Kommentar als “4” eingeschätzt und dem Teilnehmer auch zugeteilt habe, aber er/sie mir hinterher schrieb “Ich wollte diese Karte eigentlich gar nicht, ich wollte nur nett sein, eigentlich hasse ich Motiv XY!”. Nun, in die Köpfe der Leute schauen kann man natürlich nicht. Aber eigentlich hatte ich bislang größtenteils gute Erfahrungen mit diesem Modell.

Die Verteilung erfolgt dann, wenn alle Kommentare eine Bewertung haben und die Tabelle komplett ist. Dann gehe ich folgendermaßen vor:

 * Ich schaue in die Spalten mit den Teilnehmernamen und suche diejenigen Teilnehmer heraus, die nur eine einzige Karte mit einem "5"-Kommentar versehen haben. Spricht nichts dagegen, dann bekommen diese Teilnehmer diese Karte.
 * Anschließend gehe ich erstmal jede Kartenzeile durch und schaue, wieviele Teilnehmer diese Karte mit einer 5 bewertet haben. Ist es nur ein Teilnehmer, so bekommt dieser die Karte.
 * Jetzt sind schon einige beliebte Karten vergeben und ich wiederhole Schritt 1 so häufig, bis der Großteil der Teilnehmer mindestens eine Favoritenkarte bekommen hat.
 * Dasselbe wiederhole ich mit den Karten, die mit einer "4" bewertet wurden, und anschließend mit Karten, die mit einer "3" bewertet wurden.
 * Jetzt haben viele Teilnehmer bereits ein Set aus 3 von ihnen gut bewerteten Karten – das sind meist diejenigen Teilnehmer, die viel kommentiert haben und ein breites Spektrum von Karten angegeben haben, die ihnen gefallen.
 * Dies ist der Punkt, den ich am wenigsten mag – die Tabelle zeigt mir jetzt auf der einen Seite größtenteils noch Karten an, die sehr spärlich, gar nicht oder überwiegend negativ kommentiert wurden. Auf der anderen Seite habe ich jungfräulich unberührte Tabellenspalten von Usern, die bei der Aktion nur wenig oder gar nicht kommentiert haben. Hier versuche ich, jedem Teilnehmer trotzdem ein möglichst ausgewogenes Kartenset zuzuteilen, auch wenn ich keinerlei Anhaltspunkte mehr habe. 

Das klingt jetzt alles bestimmt ein wenig wirr, weil es auch schwer zu erklären ist. Im Prinzip gehe ich aber streng nach Zahlen vor, um allen gerecht zu werden. Und wenn man konzentriert arbeitet und sich in Ruhe die Zeit nimmt, ist es auch eigentlich gar nicht kompliziert. ;) Mir helfen auch farbige Markierungen in Excel sehr weiter.

Damit man mal sieht, wie das bei mir aussieht, habe ich einen Screenshot von einer Tabelle einer meiner letzten STAs gemacht (Namen verpixelt). Weiß nicht, ob das irgendwem weiterhilft, aber so sieht das im Prinzip aus:

http://i263.photobucket.com/albums/ii149/NewtieNewt/th_verteilung_zpsbac50c41.jpg
Wall of Text Ende. ;D

Hmm, ich glaub, ich weiß, welche Spalte meine ist =D

Ich glaub, bei deiner Methode ist die Sache mit dem ‘in Köpfe gucken können’ nochmal hervorzuheben.
Bisher handhabte ich es so, Karten, die mir aus versch. Gründen nicht zusagen, dennoch positiv zu kommentieren, dann aber auch deutlich zu machen, was mein Motiv mit dem Kommentar ist. Dann kam eine STA, in der eben dieses Kommentarverhalten nciht erwünscht war…und jetzt steht man da :(

(Nein, deine Spalte ist nicht dabei, Taku. |D )

Ja, ich verstehe, was du meinst. Mir geht es immer ähnlich, wenn ich selbst Teilnehmer irgendwo bin: Einerseits will man natürlich nett sein und jede Karte im Kommentar angemessen für die Mühe, die drinsteckt, würdigen, aber andererseits gibt es einfach Karten, die den persönlichen Geschmack dennoch nicht treffen. Viele trauen sich dann auch einfach nicht zu sagen “Schön gemacht, aber jemand anderes hätte sicherlich mehr Spaß an der Karte” oder es ist, wie du angedeutet hattest, manchmal verpönt, solche Aussagen zu machen.

Deswegen schreibe ich seit einiger Zeit immer einen kleinen Absatz in meine Aktionstexte und auch nochmal zu Anfang jeder Kommentarphase, damit die Teilnehmer wissen, woran sie sind und worauf ich bei den Kommentaren achte.

Übrigens gibt es das Phänomen auch umgekehrt: Viele trauen sich nicht, eine Karte offen als ihren Favoriten zu bezeichnen, weil sie meinen, das wäre unbescheiden oder würde gierig rüberkommen. Dabei finde ich sowas bei der Auswertung von Kommentaren wirklich ausgesprochen hilfreich und weise auch darauf hin, dass man solche Triggerworte gerne benutzen soll.

Meine Verteilung läuft in etwa so wie die von Newt. In meiner Excel-Liste versuche ich einzuschätzen, wie sehr ein Teilnehmer eine Karte mag und vergebe Punkte von 0 bis 4.

0 ist meine Markierung für User, die diese Karte auf keinen Fall bekommen, weil sie sie negativ oder so kommentiert haben, dass ich anstelle des Zeichners nicht wollen würde, dass die Person diese Karte bekommt.
Außerdem gibt es manchmal noch andere Gründe: z.B. User hasst den Zeichner, User ist mit dem Zeichner eng befreundet und die beiden haben schon zig Karten vom jeweils anderen, etc…
1 bedeutet, dass die Karte neutral kommentiert wurde.
2 bedeutet, dass der Teilnehmer die Karte positiv kommentiert hat.
3 bedeutet, dass der Teilnehmer die Karte sehr schön findet und glücklich wäre sie zu bekommen.
4 bedeutet, die Karte ist ein absoluter Favorit.
5 bedeutet, dass ich mir schon beim Erfassen der Kommentare zu 99% sicher bin, dass die Karte an diese eine Person gehen wird und dass etwas Wichtiges dagegen sprechen muss, damit ich das nochmal ändere.

Daneben notiere ich mir noch andere Dinge : War ein User besonders höflich/unhöflich zu anderen Usern? Hat er sich mit den eigenen Karten Mühe gegeben, oder den einfachsten Weg gewählt, um gerade noch die Regeln zu erfüllen? Hat er viele qualitativ hochwertige Kommentare verfasst? (Das Kommentieren kostet immerhin auch einige Stunden Zeit, wenn man sich wirklich Mühe gibt.)

Danach läuft meine Verteilung wie bei lemontree: Im ersten Durchgang bekommt möglichst jeder eine Karte, die er mit einer 4 oder 5 bewertet hat. Nur in seltenen Fällen muss ich jemandem eine mit einer 3 geben.
Wenn sich mehrere User um eine Karte rangeln, dann gewinnt der User, der sich mit seinen Beiträgen die meiste Mühe gegeben hat (worauf ich von Anfang an hinweise ^^). Wenn es mal wirklich unmöglich zu entscheiden ist, weil 2-3 User die Karte gleichermaßen “verdient” hätten, dann lose ich. Aber die beiden, die ihren Favoriten nicht bekommen, werden bei der nächsten Verteilungsrunde bevorzugt.

Bei der zweiten Runde bekommt wieder möglichst jeder eine 4 oder 3. Manchmal kommt es vor, dass jemand nur fünf Kommentare geschrieben hatte und diese Karten jetzt alle weg sind. In dem Fall hat derjenige leider Pech gehabt und ich muss raten, was ihm gefallen könnte (anhand des Profils/ der vorhandenen Kommentare/ der eigenen Beiträge…).
Allerdings warne ich meine Teilnehmer gleich zu Beginn, dass das so ist. Wenn jemand trotzdem nur fünf Kommentare schreibt, müsste ihm das Risiko bewusst sein :(

Bei Runde 3 verteile ich dann die restlichen Karten, die nicht allzu beliebt waren. Dabei kann es tatsächlich vorkommen, dass ein Kommentar, den ich mit “1” bewertet habe, den Ausschlag dazu gibt, ob jemand die Karte bekommt. Bevor ich jemandem eine komplett unkommentierte Karte gebe, gebe ich ihm eben eine, die er nur “nett” fand, weil ich davon ausgehe, dass er sich darüber doch ein bisschen mehr freut ^^
Bei Runde 3 gucke ich dann auch ab und zu wirklich mal in die Steckbriefe nach Vorlieben, wenn ich jemandem etwas zuteile, das er nicht kommentiert hat :)

Wenn jemand gar keine Kommentare geschrieben hat, dann versuche ich ihm Karten zu geben, die seinem eigenen Stil und Farbschema ein bisschen ähneln… Es fällt mir schwer, aber natürlich versuche ich auch diesen Leuten Karten zu geben, die jemand anders vielleicht mit 3 oder 4 bewertet hat und gerne gehabt hätte. Immerhin verdienen die Nichtkommentierer ja auch eine vernünftige Ausbeute (auch wenn die Versuchung groß ist, ihnen einfach den ungeliebten Rest zu geben ^^"). In sehr seltenen Fällen frage ich bei solchen Teilnehmern einfach mal per PN nach, was ihre 5 Favokarten wären - ohne Garantie, dass sie eine davon bekommen.

Am Ende schaue ich nochmal über die Verteilung und versuche einzuschätzen, ob jeder eine akzeptable Mischung zurück bekommt, oder ob ein Rückbrief dabei ist, bei dem der Empfänger sich zu Recht benachteiligt fühlen könnte.

Viele trauen sich nicht, eine Karte offen als ihren Favoriten zu bezeichnen, weil sie meinen, das wäre unbescheiden oder würde gierig rüberkommen. Dabei finde ich sowas bei der Auswertung von Kommentaren wirklich ausgesprochen hilfreich und weise auch darauf hin, dass man solche Triggerworte gerne benutzen soll.
Als Teilnehmerin geht mir das leider auch oft so :( Aber ich weiß was du meinst, deshalb habe ich letztes mal meine Teilnehmer direkt dazu aufgefordert, bei 2-3 Karten zu schreiben, dass sie sie besonders mögen. Wenn der Starter es sich schon ausdrücklich wünscht, dann fühlt man sich als Teilnehmer (hoffentlich) weniger aufdringlich, wenn man sowas schreibt.

Interessant, was ihr so zu erzählen habt.
Momentan bin ich ja “nur” Mini-Aktionsleiter und darf noch nicht bei den “Großen” mitspielen, mache mir aber auch Gedanken um meine Verteilung. Bereits jetzt ist meine Prämisse, jedem Zeichner mindestens eine Favo-Karte zukommen zu lassen. Es tut dann meist nicht so arg weh, wenn eine nicht so be/geliebte Karte dabei ist, und man fühlt sich weniger ungerecht behandelt, als wenn man sieht, dass man quasi “den Rest” bekommen hat, und jemand anders 3 geile Schnitten absahnen konnte - also ähnlich wie bei Ermelin.
Ich hab mittlerweile auch mit Tabellen angefangen, bisher reicht es bei 6 Teilnehmern aber noch für ein Blatt Papier. Excel wird es, sofern ich mit der nächsten Bewerbung Glück habe, wohl bei mir auch werden.

Bisher vergebe ich folgende Symbole:
0 kein Kommentar

  • Karte so kommentiert, dass eindeutig klar ist, dass die Karte nicht bevorzugt wird, sei es wegen Motiv, Technik, Zeichner, etc.
  • “könnt ich grad so mit leben”
    ++ erwünschte Karte
    +++ Favorit
    Wobei sich die Sternchen auch mit 1-3 ersetzen lassen würden.
    Hat jemand einen Favoriten-Trigger gesetzt, wird das entsprechende Feld mit einem roten Herzchen markiert.

Favoriten verteile ich in der Regel als erstes und dann geht das “richtige” Verteilen los - bei 6 Teilnehmern ist die erste Runde Favoriten allerdings schnell und unkompliziert verteilt. Dabei gewichte ich ein wenig nach Anzahl der Kommentare, die jeder Teilnehmer verfasst hat und verzeiht, wenn das doof klingt - nach Mühe und Aufwendigkeit der eingereichten Karten. Ich find nichts unfairer als wenn man 3 hammerdetaillierte Szenenkarten einreicht und dann 3 mehr oder minder detaillierte Headshots zurückbekommt. Allerdings kann ich keine 3 Hammerdetaillierten Szenenkarten für den Rückbrief garantieren, aber das versteht eigentlich jeder. Ich kann nur verteilen, was eingereicht wurde.
Bei meinen M-STAs ging das bisher eigentlich immer super auf und es hat sich noch keiner ungerecht behandelt gefühlt - ich hoff, wenn ich große STA leiten darf, dass das so bleiben wird.

Apropos Favoriten-Trigger.
Es ist schon sehr lange her und ich weiß daher auch gar nicht mehr, wer oder bei welcher STA das war, aber es wurde vom Leiter explizit drauf hingewiesen, dass solche Trigger nicht erwünscht sind und dass sie komplett ignoriert werden und man eine Karte nicht bekommen würde, würde man es dennoch wagen. Ich war damals noch recht neu und mich hat das direkt verschreckt, weil ich nicht wusste, wie ich sonst kenntlich machen soll, dass ich die Karte haben wollen würde, wenn ich das nicht schreiben darf - ich bin leider kein Mensch großer Worte, ellenlange Kommentare kann ich nicht verfassen, zumindest nicht bei Karten von über 20 Teilnehmern. Daher find ich super, wenn man in Kommentaren triggern darf. Das erleichtert nämlich wirklich SEHR viel. Was mich daran erinnert, dass ich das noch in meinem STA-Text ergänzen muss xD

Deswegen warte ich z.b. mit meinen Kommentaren immer bis zum Ende der STA bzw der Zeichenzeit. Macht das kommentieren leider seeeehr stressig, aber man hat einen Überblick über das gesamte Feld und kann sich seine 1-3 Lieblinge raussuchen, um nicht, weil ganz zum schluss noch mehrere richtig geniale Beiträge dazukamen, vor einer kleinen Schatzkiste zu stehen und sich nicht entscheiden zu können. bei 1-3 (große STA) hab ich für mich persönlich keine Skrupel, das so offen zu kommunizieren, bei allem andern bin ich dann, denke ich, doch selbstkritisch genug, ob das den anderen Teilnehmern gegenüber nicht unfair wäre.

Meine Verteilungsmethode ist fast dieselbe wie Nelia sie auch nutzt.

  • = gefällt gar nicht
    o = neutral/ nicht kommentiert
  • = gefällt
    ++ = gefällt sehr
    +++ = als favorit/lieblingskarte erwähnt

In der ersten Runde werte ich alle Kommentare auf alle Karten aus und schreibe beim jeweiligen Namen der Karte alle Teilnehmer dazu und wie sie die Karte kommentiert haben. Dann handhabe ich es wie viele andere und verteile als erstes die Favokarten, ehe der Rest dran kommt.
Ich habe in meiner ersten Mini darauf hingewiesen, dass das Kommentieren wichtig ist und fand es klasse, dass es dort eine Teilnehmerin gab, die erwähnte, dass ihr zwar die Karte gefiel, sie aber mit dem jeweiligen Charakter nichts anfangen könnte. So war es für mich einfacher, bei dieser Person zu verteilen.

und fand es klasse, dass es dort eine Teilnehmerin gab, die erwähnte, dass ihr zwar die Karte gefiel, sie aber mit dem jeweiligen Charakter nichts anfangen könnte.
Das kann tatsächlich hilfreich sein, wenn eine Teilnehmerin das *einmal* schreibt. Das finde ich voll in Ordnung, immerhin bin ich auch nicht Fan von jedem Chara in meiner Lieblingsserie.

Leider habe ich einmal als M-STA-Teilnehmerin eine andere Zeichnerin erlebt, die unter fast alle Karten bis auf ihre drei Favoriten einen Grund geschrieben hat, wieso diese Karten nicht ihrem Geschmack entsprachen. Die Gründe reichten von “Ich mag keine männlichen Charas” und “Ich mag das Farbschema nicht” bis hin zu abwertenden Kommentaren über die Mühe des Zeichners. Sie war da sehr kreativ und hat wohl gehofft, dass die Leiterin dann gezwungen ist, ihr ihre drei Lieblinge zu geben… Das fand ich total daneben, muss ich sagen.
Mit sowas würde man bei mir als Starterin auf Granit beißen und möglicherweise würde ich der Zeichnerin sogar nahe legen ihre Karten zurück zu ziehen, weil die Verteilung bestimmt nicht zu ihrer Zufriedenheit ausfallen würde.

Aber wie gesagt: Solange es sich in Grenzen hält, finde ich solche Kommentare durchaus gut und okay :)

Also ich verteile nicht nur nach Kommentaren… klar schau ich mir die auch an, aber ich versuche auch viele verschiedene Dinge zu beachten:

  • Vorlieben
  • eigene eingereichte Karten und deren Qualität
  • Benehmen der Teilnehmer
  • Auseinandersetzen mit dem Thema

aber auch eine gute Portion Zufall.

Ich mache mir eine Excelmatrix, dann öffne ich jede einzelne Karte und schaue sie mir und die Kommentare dazu genau an. Wenn ich das Gefühl habe, jemand will sie unbedingt haben oder sie könnte nach den obigen Kriterien zu der Person passen, teile ich sie zu. So mache ich das mit allen Karten, bis jeder drei Karten zugeteilt bekommen hat.
Danach schaue ich drüber und tausche, wenn ich finde, dass jemand keine passende Auswahl bekommen hat.
Das wiederhole ich ggf. noch mehrmals.
Wenn es dann ans Briefe packen geht, tausche ich ggf. nochmal, bis ich finde, dass jeder auch ein schönes Gesamtbild bekommt.

Ich mache mir also viel Mühe zu recherchieren, lasse aber auch Zufall mit einfließen.

Auch auf die Gefahr hin mich unbeliebt zu machen: Kommentare sind sehr wichtig und helfen auch mir, Vorlieben der Teilnehmer zu identifizieren… aber ich würde nie alleine danach verteilen.

Ich habe bisher auch nur Mini-STAs verteilt und stehe nun vor meinem ersten großen Verteilprojekt der Foto-STA. Speziell bei der habe ich von jedem 3-6 Karten zugelassen, was mathematisch eigentlich keinen Unterschied machen sollte.
Bin jetzt gespannt wie das läuft. Ganz ehrlich glaube ich nicht, dass ich mir das Großprojekt mit ausführlicher Tabelle antue, aber bisher habe ich auch noch nicht alle Karten und kann mir nicht wirklich vorstellen wie sich das anfühlt vor so einem Stapel zu sitzen. Kann also gut sein, dass ich dann doch darauf zurückgreife. XD

Im allgemeinen bin ich aber der Meinung, dass viele Teilnehmer durch diese beständigen Mühen der Leiter zu verwöhnt sind und wirklich eine geniale super geile Auswahl erwarten. Ich denke ich werde zumindest einen Teil auch zulosen.

Ok, von mir jetzt mal ein Nachtrag nachdem ich die erste große Verteilung hinter mir habe. =)
Bei der Foto-STA waren 20 Teilnehmer mit 108 Karten beteiligt.

Ich bin wie die meisten durch die Kommentare gegangen, um habe sie dann bepunktet nach Überschwänglichkeit. In meinem Fall 1-4. Diese hab ich dann in eine Tabelle eingetragen. pro Zeile werden dann die Gesamtpunkte pro Karte und danach für den Teilnehmer zusammengezählt. Also erhält jemand für die KArten, die er eingereicht hat ein “Feedback-Score”. Die Zahl quantifiziert dann ungefähr wie gut die Karten bei den anderen Teilnehmern ankamen. Speziell bei dieser STA wurde dann die Zahl nochmal durch Anzahl der Karten geteilt, wei ja unterschiedlich viele eingereicht wurden.
Dann summiere ich in jeder Spalte auf wie viele Kommentarpunkte jeder Teilnehmer vergeben hat. Das wird dann durch die Gesamtanzahl der Teilnehmer geteilt. Das ist dann der “Kommentar-Score”.
Diese beiden Scores zusammengezählt ist die insgesamte Punktzahl der einzelnen Teilnehmer in der STA und danach stelle ich dann eine Zugreihenfolge auf.
Angefangen oben auf der Liste steht der Teilnehmer, der die besten Karten eingereicht und am ausführlichsten Kommentiert hat. Durch seine Spalte gehe ich dann und suche eine Karte, die er mit der höchsten Punktzahl kommentiert hat und teile sie ihm dann zu. Wenn der Teilnehmer mehrere mit der höchsten Punktzahl kommentiert hat, dann suche ich zuerst die, die die niedrigere Gesamtkommipunktzahl hat (also die, um die weniger gestritten wird.)
Diejenigen haben also erste Wahl, die einerseits gute Karten eingereicht und andererseits auch fleißig andere Teilnehmer ermutigt haben.
Die Kommentarpunkte fallen meistens mehr ins Gewicht. Obwohl die theoretische maximale Punktzahl gleich ist (pro Karte pro anderer Teilnehmer 4 bei mir) hat man viel mehr Einfluss darauf wie viele gute Kommentare man selbst verfasst und kann sich da entweder komplett enthalten oder jede durchkommentieren. Kommentare auf eigene Karten halten sich abgesehen von ein paar Ausreißern im mittleren Rahmen.
Sobald eine Karte verteilt ist wird die Zeile versteckt. Meine Tabelle schrumpft also je mehr ich verteile.
Wenn ein Teilnehmer am Zug ist, der nichts kommentiert hat wird er übersprungen.
Am Ende habe ich also die unkommentierten Karten übrig (oder nur von Teilnehmern kommentiert, die aber schon fertig “beteilt” wurden) und die nicht kommentierenden Teilnehmer. Die werden dann einfach willkürlich verteilt. Einzige worauf ich achte ist, dass jeder von jedem anderen Teilnehmer höchstens eine Karte hat und seine eigene nicht wieder zurückbekommt.

Ich habe die Rückbriefe noch bei mir, weiß also nicht wie das Zufriedenheits-Ergebnis jetzt ist, aber an sich denke ich sollte sich da keiner beschweren können. =)

Interessanter Thread hier OuO

Ich will auch mal meine Methode erläutern :P

Hier bin ich zwar nur Mini-Leiter, hab aber auf Animexx schon deutlich größere STA organisiert. Die letzte richtig Große hatte am Ende gut 50 Teilnehmer bei 420 Karten x)

Bei regulären STA gehe ich nach Kommentaren.
Hier habe ich allerdings kein großes System. Am Tag der Verteilung mach ich mir entweder kleine Notizen zu den (genannten) Wünschen oder zumindest was infrage kommt.
Ist kein Kommentar gegeben, lasse ich die vorerst aus.
Fav-Karten gehen zuerst aus dem Stapel, dann wird gemischt und verteilt - mit der Rückseite zu mir, damit ich den Zeichner sehe und nicht falsch zuordne :P

Bei Super- und Giga STA gehe ich ganz anders vor - muss man auch, bei so vielen Leuten.
Zuerst Liste ich, wer mitmacht und mit wie vielen Karten (ist ja unterschiedlich).
Daneben kommen, dank geforderter Wunschlisten, die Favoriten - Charaktere oder Zeichner.
Dann gehe ich ans Fotos machen xD
Favoriten-Karten zuteilen wie bei STA bleibt gleich. Nur das es manchmal schwerer ist, wenn alle dasselbe wollen~
Und dann wird wieder gemischt und zugeteilt~

Dauert, funktioniert aber XD

Interessant zu lesen, wie die anderen Starter die Verteilung angehen. :)
Ich mache es glaube ich nicht viel anders, daher mal kurz:

  • Bewertung der Kommentare nach dem Schema -; o; +; ++; <3++++omg!!!11!!!
  • Einbezug von Anzahl und Qualität der Kommentare (viele negative und wenig positive Kommentare sind ein absolutes no-go)
  • Einbezug der Kartenqualität
  • evtl. Einbezug von negativem Verhalten während der STA

Allerdings mache ich nur Minies, großes STAs würde ich zeitlich nicht schaffen.

hm. Fast alle gehen nach Kommentaren. Schade, das nimmt mir persönlich schon ein ganzes Stück der Spannung einer STA. Zumal man so mit !!! 111einself-Comments noch die besten Chancen auf seine Favoriten hat.
Weiß nicht…find ich halt schade…

Njein, genau DAS versuche ich eigentlich zu verhindern.
Wer nur wenig Kommentare schreibt oder viele “lala” und wenige “11!!!1!!” Kommentare, dessen Kommentare beziehe ich erst an zweiter Stelle ein- um den Überraschungseffekt zu gewährleisten und zu verhindern, dass die Leute nur ihre Lieblinge kommentieren.
Wenn du viele Karten kommentierst, dann kommen auch viele in die Auswahl wenn nach Kommentaren verteilt wird- und du kannst dich überraschen lassen. :)

Es kommt natürlich auch drauf an wie der Leiter die Kommentare bewertet. Man sollte halt weniger nach Menge der Ausrufezeichen gehen und mehr auf Qualität und Auseinandersetzung mit der Karte. Wenn sich einer viele Gedanken gemacht hat und in seinem Kommentar richtig auf die Karte eingeht, dem Zeichner also wirklich gutes konstruktives Feedback gibt, dann wird das für mich höher eingestuft als “!!!111einself”, egal wie lang und überschwänglich.

Und wer sich von seiner Auswahl wirklich überraschen will kann wie Clownteil vorgeschlagen entweder ganz viel kommentieren (was für die anderen Teilnehmer immer schön ist) oder eben gar nicht.

ja nur wenn man nicht kommentiert bekommt man durchaus auch nur das was über bleibt (bzw das Risiko besteht). Und viel Kommentare schreiben ist auch nicht jedermanns Sache/ nicht jeder kann gut Prosa verfassen oder will alles wiederholen, was andere vorher geschrieben haben… manche Karten werden bei größeren STAs auch einfach übersehen.
ich bin halt persönlich der Meinung, bevor ich ewig über eine Wertung von Kommentaren grüble, hilft mir oft ein Blick ins Profil oder die Galerie weiter. Aber kann ja jeder sehen wie er/sie will.

Da hast du natürlich nicht unrecht- gerade bei den großen STAs kann ich voll und ganz verstehen, wenn man nicht alles durch kommentieren kann.

In einem solchen Fall wäre ich als Leiter aber froh, wenn ich von dem Teilnehmer einfach entsprechend nett angeschrieben werde- dann weiß ich bescheid, dass ich bei ihm weniger Kommentare als Vorlieben mit einbeziehen soll und er aus xyz Gründen halt nicht alles kommentiert. (Solange es einige nicht aus Faulheit als Ausrede nutzen.)
Wenn jemand gar nichts sagt- gehe ich davon aus, es ist ihm egal. Ohne freundliches Feedback von den Teilnehmern kann man als Leiter sowas ja nicht riechen. ;)

Ich hatte auch schon Teilnehmer, die aus Zeitgründen oder PC Problemen nicht zu Kommentieren gekommen sind, und dann habe ich nach den im Profil angegebenen Vorlieben, der Galerie, dem Album und auch den eingereichten Karten geschaut, um in etwa zu wissen, was demjenigen gefallen könnte.
Wenn nun aber jemand nur seine 3 Favokarten kommentiert, dann ist klar, dass derjenige sicherlich nicht genau die 3 Karten bekommt.