So, da ich morgen meine nächste STA starten will, hab ich meine Verteilungsmethode auch mal genauer beschrieben, damit ich in meinen Aktionen immer schön hierher verlinken kann. ^^
Den Fokus bei meiner Verteilung lege ich auf eine gesunde Mischung verschiedener Bestandteile. Was zu welchem Anteil eingeht bzw. wie im Detail bepunktet wird, werde ich nicht dezidiert erläutern, denn ein bisschen Überraschung soll die Verteilung ja schon mit sich bringen. Sonst kann man ja gleich untereinander tauschen. ^^
Bewertungskriterien:
Abgegebene Kommentare
Kommentare bewerte ich nachdem was (und nicht wieviel) geschrieben wurde. Der ein oder andere schafft es innerhalb von drei Zeilen seine Bewunderung für eine Karte auszudrücken. Ein anderer braucht dafür die ein oder andere Zeile mehr. Konstruktive Kommentare fallen dabei natürlich stärker ins Gewicht als wenn man ausschließlich schreibt: „OMG, will ich haben.“
Bei mir kann man selbstverständlich Karten gerne offen als Favoriten bezeichnen. Dies ist jedoch kein Muss, wenn das jemandem unangenehm ist. Bisher habe ich in den meisten Fällen mit der Interpretation gegebener Kommentare richtig gelegen. Aber Achtung: was jemand genau über eine Karte denkt, kann ich nicht wissen. Ich sehe/ lese/ interpretiere, was geschrieben wurde. Deswegen helfen mir ausführliche Gedanken zu den entsprechenden Karten. Das erleichtert mir die Einschätzung der Vorlieben und was der Teilnehmer generell gut/ nicht so gut findet.
Ich bitte dabei jedoch um Fairness und Sachlichkeit. Ich möchte unter keiner Karte Sätze lesen, wie: “Diese Karte sieht schnell hingeschmiert aus.”, „Schöne Karte, aber mir gefällt sie nicht, ich hoffe sie bekommt jemand, dem sie gefällt“ oder ähnliches. Man sollte immer im Kopf behalten, was man gerne unter den eigenen Karten lesen möchte und was besser nicht. In solchen Fällen finde ich es besser, keinen Kommentar zu verfassen. Sollte jemandem eine Karte gar nicht gefallen und sonst auch keine Verbesserungsvorschläge für den Künstler haben, die unbedingt geschrieben werden wollen, ist das Weglassen eines Kommentares eher sinnvoll. Erstens um nicht den Zeichner zu verletzen. Zweitens läuft dann keiner Gefahr, weil so neutral wie möglich kommentiert wurde, ich interpretiere, dass ich die Karte demjenigen ruhig zuteilen kann. Sachlich formulierte, konstruktive Kritik kann ich jedoch im Normalfall davon unterscheiden, ob jemand die Karte mag oder eben nicht.
Es gibt natürlich auch diejenigen, die Kommentieren nicht so sehr mögen , das Gefühl haben, es liegt ihnen nicht oder schlichtweg nicht die Zeit dafür haben.
Teilnehmer, die zu diesen Wenigkommentierern gehören, brauchen sich bei mir bitte keine Sorgen machen, dass sie ausschließlich unkommentierte, wenig kommentierte oder Karten zurückbekommen, die nicht gefallen. In solchen Fällen ziehe ich die Galerie, das Album der erhaltenen Karten, Favoritenfunktion sowie Angaben im Steckbrief zu Rate, um eine Auswahl zusammenzustellen, die dem Teilnehmer meiner Einschätzung nach, gefällt.
Wer mit konstruktiver Kritik an seinen Werken nicht umgehen kann oder das nicht möchte, dem möchte ich ans Herz legen auf die Teilnahme einer STA generell zu verzichten. Im speziellen auf meine. Denn ich werde bei meinen Aktionen sicherlich auch zu der ein oder anderen Karte meine Gedanken hinterlassen. ;o)
Eigene Beiträge der Teilnehmer
Wie wurde sich mit dem Thema auseinandergesetzt? Wurden für die Beiträge 1 Stunde, 2 oder vielleicht sogar mehr als 10 Stunden verwendet? Entsprechen die Karten dem normalen Arbeitsniveau, hat der Teilnehmer sich gesteigert oder sich sogar selbst übertroffen? Wie gut kommen die Karten bei den anderen an?
Sinn dieser Einschätzung ist für mich, dass die Teilnehmer, die sich über alle Maßen für ihre eigenen Beiträge ins Zeug legen, bessere Chancen auf ebensolche Karten haben, als diejenigen, die ihre Karten im Eilverfahren fertigstellen. Denn ob und wie intensiv ich mich mit einem Thema auseinandersetze ist für mein Verständnis Niveau-unabhängig. Ich kann durch meine eigene Zeichen- und Bastelerfahrungen sehr gut anhand bisher erstellten Karten einschätzen, wieviel Mühe und Zeitaufwand in Karten steckt. Jemand, der z. B. Scherenschnitte am laufenden Band erstellt, kann in wesentlich kürzerer Zeit einen höherwertigen Scherenschnitt erstellen, als ein Anfänger. Das ist mir durchaus bewusst und wird von mir dementsprechend bei der Punktevergabe berücksichtigt. ^^
**Einhaltung der Regeln **
Hält sich der Teilnehmer an die aufgestellten Regeln für Kartengestaltung/ Briefgestaltung, etc.? Sind die Karten regelkonform nach dem Standard dieser Seite? Muss ich Karten ablehnen, weil sich nicht genau die Regeln durchgelesen wurden? Wie verhalten sich die Teilnehmer mir gegenüber? Sind sie bei Rückfragen erreichbar? Fragen sie um Hilfe, wenn sie sich unsicher sind oder versuchen sie erstmal ihr Glück und reichen Karten ein, bei denen sie von Anfang an nicht sicher gewesen sind, ob sie passen? Reichen sie diese sogar erst zum Abgabeschluss ein?
Mit der Nichteinhaltung der Regeln und insbesondere dem damit verbundenen Ablehnen von Karten erschwert man mir unheimlich meine Arbeit. Ich persönlich finde es nur fair, dass sich beide Seiten gleichermaßen engagieren, oder nicht? ;o)
Es ist nicht schlimm, wenn jemand, so wie ich, ein Deadline-Worker ist und erst am Tag der Abgabe die Karten einreicht. Wenn man das bereits im Vorfeld weiß, wäre es schön mich im Vorfeld zu kontaktieren und die geplanten Ideen zu erläuterm. Dann kann ich bereits im Vorfeld reagieren und muss nicht am letzten Tag der Abgabe Karten ausschließen. Denn dass ich bei der Qualität der Karten auch am letzten Tag der Abgabe kein Auge zudrücke, weiß, wer schon bei mir an STAs teilgenommen hat.
Schlechtes Benehmen im Thread/ in den Kartenkommentaren, “Aktionsleiter spielen” und unnötiger Spam können nicht nur zum Rauswurf aus meiner Aktion (im Extremfall), sondern auch zu erheblichem Punktabzug für die Verteilung führen. Des Weiteren finde ich es nicht so super, wenn ich Dinge gefragt werde, die generelle STA-Regeln, im Anfangspost erläuterte Sachverhalte/ Regeln oder bereits beantwortete Fragen betreffen. Selbstverständlich erkläre ich gerne noch einmal diese Dinge. Allerdings führt auch dies zu Punktabzug in der Bewertung. Ich finde es nämlich sehr unschön, dass man aus eigener Faulheit heraus lieber einen anderen um die gesuchte Info bittet, die man eigentlich selbst ohne viel Aufwand hätte nachlesen können.
**Einschätzung der Vorlieben **
Hauptsächlich versuche ich über Kommentare festzustellen, was die Teilnehmer mögen. Fehlt mir diese Möglichkeit, ziehe ich eingereichten Karten, Galerie, Album erhaltener Karten, Favoritenfunktion sowie Angaben im Steckbrief zu Rate. Meist kann man mir auch Kategorien/ Serien/ Medien nennen, welche besonders gerne gemocht werden, was ich dann, nach Möglichkeit, bei der Verteilung berücksichtige.
Favoriten-Funktion
Die neue Favoriten-Funktion ziehe ich lediglich zu Rate, wenn ich mir unsicher bin. Sie wird bei der normalen Verteilung nicht ausschlaggebend sein.
Zufall
Spielt immer mit. Denn wenn ich mehrere Karten in meiner Liste zu stehen habe, die jemandem sehr gut oder gut gefallen, dann ist es immer auch ein wenig Zufall, welche davon derjenige schlussendlich bekommt. Genauso, wenn bereits alle Karten vergeben sind, die von demjenigen kommentiert wurde. Dann entscheide ich manchmal nach Zufall, welche Karte den Weg in den Rückbrief findet.
Verteilungsmethode:
All diese Dinge bepunkte ich und trage die Ergebnisse in Exceltabellen ein. In meiner Gesamtübersicht sehe ich dann, wer welche Karten eingereicht hat, welche Karten/ wie kommentiert wurden und wieviele Punkte der Teilnehmer erhalten hat. Anhand der Punkte erstelle ich mir eine Rangliste und beginne die Verteilung bei der Person mit der höchsten Punktzahl.
Ich verteile in 3 Stufen:
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Verteilung Favoriten
Ich schaue mir meine Notizen an, was der Teilnehmer mag und/ oder welche Karten als Favorit ausgesucht wurden. Bei mehreren Favoriten, schaue ich nach, ob vielleicht eine dabei ist, die der Teilnehmer besonders mag, andere jedoch nicht so sehr. Ansonsten ist es völliger Zufall, welche der Karten es wird.
So gehe ich bei jedem Teilnehmer vor. Gelange ich zu einem Teilnehmer, welcher kommentiert und Favoriten benannt hat, ich habe diese aber schon anderen zugeteilt, überprüfe ich, wo ich etwas verändern kann. So lange, dass zumindest jeder eine seiner Favoritenkarten bekommt. Insofern das irgendwie möglich ist.
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Verteilung Favoriten/ Karten, die der Teilnehmer mag
Gleiches Prinzip wie unter Punkt 1. Sind alle Favoritenkarten vergeben, schaue ich nach Karten, die dem Teilnehmer gut gefallen.
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Verteilung Favoriten/ Karten, die der Teilnehmer mag/ Zufall
Gleiches Prinzip wie unter Punkt 1 und 2. Sind alle Favoritenkarten/ Karten, die der Teilnehmer schön findet weg, geht’s nach Zufall.
Vor dem Verpacken der Briefe schaue ich nochmal über die Verteilung und versuche zu beurteilen, ob jeder eine ausgewogene Mischung zurückbekommt und alle Teilnehmer einen zufriedenstellenden Rückbrief erhalten. An diesem Punkt schaue ich noch einmal, ob ich überall fair verteilt habe, oder ob ich irgendwem im Vergleich zu seinen eingereichten Karten unbewusst übervorteilt oder benachteiligt habe.