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Umweltschutz

Ich habe gerade einen Artikel gelesen, dass ab 2020 eine Pflicht zur Belegausgabe besteht, das heißt wohl grob gesagt, dass der Kassenzettel immer gedruckt werden muss, um Steuerhinterziehungen zu verhindern. Zwar ist die Form nicht festgeschrieben, aber ich glaube die wenigsten nutzen die Möglichkeit sich den Beleg digital “geben” zu lassen bzw. kenne ich das auch nicht aus dem Alltag. Demnach würde ja einiges mehr an Thermopapier in Umlauf geraten.

Was haltet ihr davon? Nehmt ihr bisher eure Bons immer mit? Gerade beim Bäcker oder Fleischer habe ich noch nie einen Kassenbon bekommen, bei Supermärkten werden sie eh meistens automatisch ausgedruckt und sofort weggeschmissen, was ich auch schon sehr verschwenderisch fand.

So ganz bin ich noch nicht dahinter gekommen, wie der Beleg in Papierform vor Steuerbetrug schützen soll. Wenn man die bisherigen Kassen wohl manipulieren konnte, was ändert dann ein Beleg, der wahrscheinlich eh im Müll landet?

Ich bin echt gespannt, ob sich das sofort durchsetzt und man dann leider überall einen Beleg in die Hand gedrüct bekommt.

Ugh… Thermopapier ist eh so ne Sache.
Ich verstehe auch nicht wie das helfen soll. Und mit digitalen Belegen kenne ich mich auch nur wenig aus. Bei Amazon erhalte ich die Rechnungen manchmal nur als PDF, was okay ist, aber wie soll das bei Bäcker funktionieren? Da kann man oft noch garnicht mit Karte oder Handy zahlen.
Meiner Meinung nach kostet das ganze nur Geld (= Brötchen werden teurer, Einzelhandel wird noch mehr benachteiligt) und produziert Müll. Ich frage mich, wem die damit eins reinwürgen woll, oder ob es den Leuten einfach nur langweilig ist. Bei den ganzen Umweltdebatten ist das einfach nur unpassend. Und wie du gesagt hast, die meisten werfen den Beleg daheim einfach weg, bzw. nehmen ihn garnicht erst mit. Oft landen die Dinger schon bei der Kasse im Müll. Ich hebe die Dinger auch nur auf, wenn ich etwas bei der Steuer absetzen kann oder wenn etwas Garantie hat.

Ich finde es ist eher ein Rückschritt, wenn jetzt alles wieder auf Papier umgestellt würde. Andererseits bin ich auch kein Fan davon, wenn alle meine Einkäufe irgendwie digital erfasst würden und ich für jedes Brötchen eine Mail oder sonstige Info bekomme. Wer weiß was dann auch mit den Daten passiert, die ganze Werbung ist ja schon beim Onlineshopping so nervig. Mir wäre es lieber, wenn der Kassenbon wirklich nur für Garantiefälle und Co. ausgedruckt werden würde.

Irgendwie Schade, dass der Umweltgedanke bei solchen Entscheidungen anscheinend überhaupt nicht mit reinspielt. Klar, auf das gesamte Müllvolumen der Welt sind die Kassenzettel aus Deutschland nur ein kleiner Teil. Trotzdem bin ich der Meinung, dass jeder kleine Schritt in die richtige Richtung zählt, sonst können wir uns ja nie bessern.

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Oha, hier steht noch was von gesundheitsschädigenden Substanzen in der Beschichtung der Kassenzettel:

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Gut finde ich das jetzt auch nicht, aber zur Frage “Warum” weiß ich dass viele Buchungssysteme Verkäufe eben erst fest buchen, wenn eine Rechnung gedruckt wird. Erst dann ist im System erfasst, dass X Betrag an USt eingenommen und entsprechend wieder abgeführt wird. Das Erstellen der Rechnung macht den Verkauf also erst offiziell und danach kann er auch nicht mehr einfach so geändert werden. Dann müsste wieder über das Buchungssystem Stornorechnung erstellt werden etc.
Steuerhinterziehung ist ja in vielen Restaurants sehr üblich, oder überall anders wo man keinen Kassenzettel bekommt. Es hängt schon miteinander zusammen. Bei diesen kleinen iZettle und sumup Kartenlesegeräten kann der Beleg auch entweder ausgedruckt oder per E-Mail/sms geschickt werden. Aber erst wenn eins davon geschieht ist garantiert, dass der Verkauf im System übernommen wurde. Sonst könnte ich als Verkäufer einfach Geld annehmen, Ware übergeben, aber den Verkauf beim Finanzamt verschweigen, weil nirgendwo nachgewiesen werden kann, dass er stattfand. Das passiert tatsächlich auch sehr viel.

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Danke für die Info. Mir war das garnicht klar und ich hab das bisher auch nirgens gelesen. Aber das macht die Regelung immerhin verständlich. Danke für die Aufklärung :)

Ja darüber wie man durch das Weglassen des Beleges Steuern hinterziehen kann gab es schon ganze Sendungen im TV.
So gesehen ist der Gedanke alles zu belegen nicht völlig falsch.
Auch wenn ich es beim Bäcker und Co. tatsächlich extrem unhandlich finde.

Aber tatsächlich nehme ich Belege immer mit wenn ich einen bekommen kann.
Bäcker jetzt nicht unbedingt, aber Supermarkt, Kaufhaus etc pp.

  1. Weil ich Haushaltsbuch führe und den Zettel als Erinnerung nutze und
  2. Damit ich den Beleg habe, dass ich die Ware gekauft und nicht geklaut habe.
    Selbst wenn die Eigenmarke vom einen Laden draufsteht, können die im anderen Laden deshalb rumzicken wie sonst was. Mit den Zetteln erspar ich mir diverse Diskussionen.

Was die bei den Belegen aber durchaus verbieten dürften wäre die Werbung, die über die Öffnungszeiten des Ladens hinaus gehen.
Ernsthaft. Da kauft man zwei Artikel und der Bon ist fast nen halben Meter lang weil ja das Tierfutter runter gesetzt ist und für nen Haartrockner Werbung gemacht werden muss und unbedingt erläutert werden muss wie viele Payback Punkte ich habe verstreichen lassen.

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Naja, wenn es am Buchen liegt: Wie wäre es dann vorzuschreiben, dass Kassensysteme solche Vorgänge gleich buchen? Das ist dann ein Problem auf der Business-Seite und nicht das Problem vom Kunden. Was soll der Kunde auch mit dem Beleg? Wenn das Restaurante hinterzieht, wendet sich das Finanzamt dann an mich als Gast und verlangt von mir, den Bon vorzulegen? xD Außerdem halte ich die Erklärung auch für fragwürdig: Die einzigen Geldströme, die nicht sofort gebucht werden (bzw. werden sie, glaube ich, als erstmal als Forderungen gebucht und später als Geldeingang), sind Kreditkartenzahlungen und EC-Kartenzahlungen, weil die Firma da erstmal warten muss dass die Banken das Geld überweisen, das wird nicht in Echtzeit gemacht. Alles andere geht sofort ins System bzw. werden auch Vermerke für die Kartenzahlungen gemacht. Wenn also Steuerhinterziehung, dann gilt das eher für analoge Kassensysteme (= analoge/ teil-analoge Buchführung), nicht für digitale.

Ich sehe beim Bonzwang auch sehr viel Probleme für bspw. Messen. Stellt euch mal vor, ihr geht zur LBM/ MCC und müsst digitale Kassen mitnehmen, um Bons zu drucken. Wie dumm ist das denn. Oder müsst ihr dann für jeden verkauften Button mit mechanischer Kasse zwei Bons für euch und den Kunden drucken – wo kann man das denn nicht türken? O.o Mal völlig abgesehen davon, dass das ultraviel Zeit kostet.
Die Regelung ist doch vorn und hinten nicht durchdacht und völlig realitätsfremd. Bestimmt ein Einfall von CDU/ CSU, um ihre Zombiewähler glücklich zu machen, die noch vorm digitalen Zeitalter feststecken.

Aber das Beste: Thermopapier ist mal völlig fürn Popo, was Haltbarkeit angeht. Oft ist das schon nach Wochen verblasst. Heißt also: Bons müssen nicht nur gedruckt sondern auch nochmal irgendwie kopiert werden, weil in drei Wochen kann man eh nicht mehr lesen, was drauf steht. (Wobei es auch Kassen gibt, die nicht auf Thermo drucken sondern mit Tinte. Aber wie fälschungssicher ist das? …) Ach ja, und hab ich schon gesagt, dass große Firmen tausende von Kunden am Tag haben? Und dass bei Kartenzahlungen eh bereits Belege für die Firmen gedruckt werden, eben weil das später gebucht wird, wenn der Geldstrom tatsächlich durch ist? Alles irre.

Das Problem liegt ja nicht am Kassensystem, sondern dass Verkäufe gar nicht erst ins System kommen eben. Ich geh essen, bekomm mit Kigelschreiber auf einem Zettel vorgerechnet was ich zu zahlen hab, bezahl das in bar, und geh heim. Auf Papier/im System war ich nicht da. Es gibt auch keine Möglichkeit zu überprüfen, ob dieses Restaurant im Monat 1000 oder 5000 Gäste hatte. Der Beleg (im wortwörtlichen Sinn) wird erstellt um den Vorgang zu belegen, ob jetzt digital oder analog.

Es würde sicherlich Ausnahmeregelungen für Kleinbeträge und/oder Kleinbetriebe geben. Ich denke Buttons auf Cons sind ja sowieso in den meisten Fällen gar nicht erst steuerflichtig wegen Kleinunternehmerregelung.

Ich habe heute (war on the road und schon zu lange von zu hause weg um was mitzunehmen) einen Burger gekauft an diesen “Zu goldenen Möwe” Terminals. Den einen Burger gabs belegt mit 2 riesig langen Bons und der An den Tisch Bringer hatte auch nochmal 15 cm Bon bei sich.

Das muss doch alles digitalisierbar sein! Wir arbeiten am papierlosen Büro aber an den Kassen startet der Papierwahnsinn.

Bei mir kann das Finanzamt überdies keine Bons mehr lesen. Ich habe ein Bontalent, der Bon erblasst vor Schreck schon nach wenigen Tagen. Wichtige Bons scanne ich ein.

Stimmt, bei Restaurants ist es natürlich einfacher, als im Supermarkt wo eh alles über den Scanner gejagt wird. Wir gehen mittags manchmal bei einem Imbiss essen, da merkt man auch, dass ein Großteil wohl gar nicht im System verbucht wird. Aber löst ein ausgedruckter Bon, das Problem? Wie du gesagt hast, hinterzieht man ja die Steuern am einfachsten indem man es nicht in die Kasse eingibt. Also tritt das Probem schon eher auf. Jetzt ist es doch auch schon gesetzlich geregelt, dass jeder Vorgang gebucht wird. Die Pflicht den Bon dem Kunden zu geben, wird die Betrüger sicher auch nicht aufhalten.

Naja, ich denke die Regel würde nicht irgendeinen gedruckten Zettel auf Thermopapier verlangen, sondern tatsächlich einen Beleg, dass der Vorgang gebucht wird. Dieser Beleg wird nur vom System rausgegeben, wenn der Verkauf gebucht wird. Zettel von irgendwelchen anderen Systemen, die nicht diese Regel haben, würden nicht als Beleg gelten.
Persönlich habe ich denk Verdacht, dass Steuerhinterziehung der einzige Grund ist, warum viele Restaurants nur Bargeld als Zahlungsart akzeptieren. Kartenzahlungen akzeptieren kostet wirklich nicht mehr so viel. Früher waren diese Kassensysteme noch viel teurer, aber die kleinen Bluetooth-Lesegeräte kosten fast gar nichts und die Transaktionskosten halten sich auch sehr im Rahmen.

Das Problem mit dem Digitalisieren ist ja der Datenschutz. Wie hier auch schon erwähnt wurde will nicht jeder seine E-Mail Adresse oder Handynummer hergeben um sich für seinen Burger den Beleg schicken zu lassen, ganz zu schweigen davon, dass es viel zu lange dauern würde das überall einzugeben.
Eine denkbare Lösung, die es spätestens dann bestimmt auch auf dem Markt geben wird, ist dass beim bargeldlosen Bezahlen durch Bankkarte oder Handy der Beleg direkt mitgegeben wird an den Käufer auf eine Kontaktmöglichkeit, die beim Bezahldienst (Bank, Visa, Paypal, Apple Pay, whatever) hinterlegt ist. Diese Systeme müssten dann zertifiziert so aufgebaut sein, dass diese Kontaktmöglichkeit nicht abgespeichert wird. Das geht beim Barzahlen dann halt nicht. Aber alles digitalisieren geht leider nicht so gut mit Anonymität einher.

Ich finde diese Regelung wirklich nicht so unsinnig. Wie man saubere Buchführung mit Umweltschutz vereint ist halt ein technisches Problem und kein gesetzliches.

Edit: Hier gibts ja schon was: https://www.anybill.de/

Mein Mann und ich waren mal in einem Restaurant essen, in dem wir schon öfter waren und wollten (wie immer) mit Karte bezahlen. Da hat uns die Bedienung doch tatsächlich erzählt, dass sie das nicht mehr machen. Den Bezahlservice mit Karte hätte wohl kaum einer genutzt und das wäre zu teuer gewesen. Selsamerweise bekamen wir da bisher immer einen kleinen, gedruckten Bon.
Damals war es aber trotzdem doof, da keiner von uns genug Bargeld hatte und ich noch zur Bank dackeln musste…

Das Problem mit dem digitalen ist auch, dass das nicht jeder will. Ich denke nicht, dass beispielsweise meine Eltern jemals direkt mit Karte gezahlt haben. Das tun die einfach nicht.
Bis sich das durchsetzt wird es noch eine Weile dauern.

Dem Restaurant würde ich dann mal so ein kleines Kartenlesegerät empfehlen ohne feste monatlichen Kosten. =)

Händler zahlen auch “Überweisungsgebühren” bei bargloser Zahlung. Bei Debitkarten ca. 0,2%, bei Kreditkarten bis 3% (oder mehr, und ausländische Kreditkarten kosten noch mehr) vom Umsatz. Das ist nicht nur die Miete vom Kartengerät oder eine Servicepauschale von dem, der das Gerät vermietet.

Allerdings denke ich eher, dass Restaurants nicht gern Karte nehmen, weil sich dann schlecht Trinkgeld berechnen lässt oder vielmehr die Leute kein Trinkgeld mehr geben.

Allerdings: Ich finde es verbissen, dass ihr euch so auf Restaurants versteift und gleich krumme Machenschaften unterstellt, nur weil sie keine Kartenzahlungen anbieten, oder ganz allgemein im Zuge der Diskussion um die Belege. Wir sollten auch nicht vergessen, dass Bargeld, zumindest im Deutschland, immer noch hoch im Kurs steht, und dass man kaum von einer Branche auf alle Unternehmen schließen kann. Für mich bleibt es Fakt, dass der Bonzwang mehr Arbeit und Ressourcen kostet als dass er irgendwie getürkte Buchführungen verhindern könnte. Die richtig guten Manipulationen spielen sich eh innerhalb der Buchführung ab, und hängen weniger davon ab, ob ihr eure Pizza bar bezahlt oder mit Karte.

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Ich will ehrlich sein, mir ist es furchtbar egal, ob die Restaurants Steuern hinterziehen und ich werde mich auch nicht an jeder Bratwurstbude hinstellen und meckern, wenn ich keinen Bon bekomme. Und ich denke vielen anderen geht es genauso. Es müsste also überall im großen Stil kontrolliert werden und dazu fehlt schlicht weg Personal.
Das wird jetzt aufgeblasen und am Ende gibt es wahrscheinlich doch genug Ausnahmeregelungen, damit nur wenige darunter leiden.
Mehr Müll entsteht natürlich trotzdem. An dieser Stelle wäre es vielleicht auch angebracht sich mal um neue Systeme Gedanken zu machen und diese Thermodrucker Schritt für Schritt abzuschaffen. Die sind ja nicht nur umweltschädlich sondern auch schlecht für die Gesundheit.
In vielen kleineren Läden habe ich schon alternative Drucksysteme gesehen. Da bekommt man normales Papier. Das lässt sich auch sicher besser recyclen.

Aber mal was anderes, muss Thermopapier eigentlich in den Restmüll? Ich hab mir darüber bisher sehr wenige Gedanken gemacht und die Bons immer in den Papiermüll geworfen.

Du hast vollkommen Recht. Ich habe einfach persönlich zu viele Freunde, wo ich gesehen habe dass sie ab 14 Jahre bis sie in eine andere Stadt umziehen quasi keine Freizeit haben, weil sie im Restaurant daheim arbeiten müssen. Die Buchführung ist da leider nur eine der Gebiete gewesen wo etwas getrickst wurde. Die Restaurants von diesen Eltern konnten/wollten auch kein anderes Personal finden, weil sie nur einen Stundenlohn von 4/5€ geboten haben und oftmals das Trinkgeld auch einbehalten haben.
Die besondere Feindseligkeit zu schludrig geführten Restaurants ist mein persönlicher Groll. Tatsächlich bietet es sich wohl auch in allen anderen Branchen an, wo nicht genau Inventur geführt werden kann, z.B. bei Dienstleistungen. Beim Handel ist es schon viel schwieriger zu tricksten, weil ja aufgezeichnet ist wie viel reinkommt, dann kann man nicht eine komplett andere Zahl als Verkauf melden. Natürlich sind nicht alle in solchen Branchen Steuerhinterzieher, die meisten machen es wahrscheinlich auch sauber. Aber ich denke das erklärt ein bisschen warum manche das Mittagsmenü für 4,90€ anbieten können und andere das nicht machen.

Eine wichtige Ausnahme, die ich schon erfahren habe, und die auch die meiste Kritik anspricht, ist dass der Bonzwang nicht besteht, wenn man offene Kasse führt. Wenn man also gar kein System hat, das diese Belege rausgeben kann, dann muss man sich auch keins zulegen. Nur wenn man sowieso schon eins hat, dann muss man es auch gescheit benutzen. Die Bratwurstbude und der Buttonverkäufer auf der Con bleibt also wie gehabt.

Aus einer wirtschaftlichen Sicht finde ich 0,2% Transaktionskosten vollkommen tragbar, wenn man dadurch ein zusätzliches Kundensegment gewinnen kann. Ich wähle schon oft nach dem Prinzip den Stand/Laden aus, wo ich nicht mit Bargeld bezahlen muss, weil ich entweder keins dabei hab oder nicht mit den Münzen abkämpfen muss. Wenn mehr als 0,2% der Leute auch so entscheiden, dann haben sich die Transaktionskosten schon gelohnt.
Die Kreditkartenkosten sind schon viel höher. Da macht es mMn auch schon Sinn in bestimmten Fällen zu sagen a) wir nehmen keine Kreditkarten an, b) Kreditkartenzahlung kostet extra, c) Kreditkartenzahlung erst ab einem bestimmten Mindestumsatz. Alle drei Fälle trifft man ja auch oft an in der Realität.

Dieser Post ist so lang geworden und ich glaube ich muss auch aufhören mich in diese Diskussion so hineinzusteigern. Steuerhinterziehung und bargeldlose Gesellschaft ist ja nicht das Thema von diesem Thread. Ich wollte nur sagen, dass das alles natürlich kein Grund ist den umweltbelastenden Aspekt außer Acht zu lassen, sondern dass es eben eine Bonpflicht nicht komplett sinnlos und nur jetzt eingeführt wird, weil Politiker gaga im Hirn sind und Bäcker schikanieren wollen. Ob die zusätzlichen Steuereinnahmen die zusätzliche Umweltbelastung aufwiegen ist halt die Frage. Und wenn ja, ob diese zusätzlichen Einnahmen auch dafür eingesetzt werden natürlich. Beides fraglich.

Ich hab letztens gelesen, dass die Entsorgung von Elektromüll wohl ein großes Problem darstellt, da viele ihre Elektrosachen falsch entsorgen. Besonders Geräte mit Akkus können auf diese Weise wohl auch eine große Brandgefahr sein.

Irgendwie kann ich es auch etwas verstehen. Man will ja nicht wegen jedem kleinen Ladegerät oder Elektrospielzeug zum Wertstoffhof und alles daheim liegen lassen nimmt Platz weg. Viele wissen es vielleicht auch einfach nicht besser.

Ich selbst sammle immer und bringe es dann weg, wenn es sich lohnt. Da ich ein Stückchen fahren muss und ich nicht oft in die Richtung komme ist das für mich am sinnvollsten. Manchmal gebe ich die Sachen auch meinem Vater mit. Gerade Ladekabel sind ja etwas, das immer mal kaputt geht. Komischerwese aber nur die fürs Handy und alle andern nicht… Entweder habe ich dafür kein Händchen, oder die Dinger sind einfach für die Tonne.

Was ich ebenfalls gelesen habe ist, dass viele Elektrogeschäfte ihrer Rücknahmepflicht nicht nachkommen und die Annahme von Geräten verweigern. Hattet ihr damit schonmal Probleme? Ich zum Glück nicht, aber als wir unseren alten Trockner damals abgegeben haben, haben wir gleich einen neuen gekauft. Vielleicht liegt es daran ^^°

bei uns gibt es in der Stadt große container, wo man sein elektromüll entsorgen kann D: und wir sind nicht einmal eine große Stadt.

Das ist mega praktisch. Ich wäre ja dafür, dass man überall Elektrocontainer verteil, wie in manchen Kreisen auch Glascontainer, und die dann eingesammelt werden. Wobei da wahrscheinlich wieder (begründete) Sicherheitsbedenken aufkommen.