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Umweltschutz

Ne, Papiertüten sind okay, solange sie (wie Nelia schon geschrieben hat) nicht beschichtet sind. Man darf die Biotonnen auch mit alten Zeitungen auslegen, damit unten nichts festschimmelt oder so. Von daher sollten die kein Problem darstellen.
Ich hab das Plastik nur in Klammern gesetzt, weils ja nicht wirklich Plastik ist. Die Bezeichnung fand ich schon immer irreführend.

Ich hab Bauingenieurwesen studiert. Das Fach wurde damals als Wahlfach angeboten und mich hats interessiert. Aber das gibt es, meines Wissens nach, nicht überall in dem Studiengang. Unsere Dozentin hatte ursprünglich Biologie studiert und sich dahingehend dann spezialisiert. Selten habe ich jemanden mit so einer Begeisterung über Müll reden hören.

Ich hab nichtmal nen Biomüll. Zitat Nachbarin: “So modern ist unsere Gemeinde noch nicht”.
Wenn ich Biomüll haben wollte, müsste ich mir ne Wurmkiste zulegen. Darüber habe ich tatsächlich schon öfter nachgedacht. Nur haben Haustiere ja grundsätzlich das Problem: Was ist wenn ich 3 Wochen weg bin? Und das passiert nunmal.
Und was mach ich mit der Erde, verklapp ich die nachher im Wald?

Wahrscheinlich wäre die Wurmkiste aber tatsächlich im Stande diese Tüten abzubauen. Nur würden sie hier nicht anfallen, weil die Paprikastrunke etc einfach direkt in der Wurmkiste landen.

Unser Kreis hat dieses Jahr als einer der letzten in Deutschland die Biotonne eingeführt. Gewohnheitsmäßig landet trotzdem noch einiges bei uns im Restmüll. Und das was vorher auf dem Kompost gelandet ist, das landet bei uns immer noch auf dem Kompost. Warum weit weg fahren für Kompost, den man selbst mitproduziert hat, und ihn abholen und heim schleppen, wenn man ihn weiterhin auch zu Hause produzieren kann?
In den Heimkompost dürfen allerdings weniger Sachen. Da soll z.B. kein Fleisch rein, kein gekochtes Essen und auch keine Zitrusfrüchte. Sonst verdirbt man sich den Boden.

Ich glaube, das mit dem Fleisch und gekochten Essen ist mehr wegen möglicher Ratten.

Wohnt ihr in (Eigentums-)Häusern, dass ihr noch keine Biomülltonnen hattet? Als Städter/ schon immer Blockbewohner hätte nicht unbedingt immer den Platz für eine eigene Wurmkiste gehabt. (Im Sommer nutze ich den Platz lieber für Pflanzen statt 'ner Wurmkiste. Wenn ich eine Kiste hätte, hätte ich zwar genug Erde, aber keinen Platz für Pflanzen. xD Ist halt blöd mit Balkon.)

Was die Tüten angeht: Einwegmaterial aus Maisstärke ist trotzdem immer noch besser als Kunststoffe, die dann verbrannt werden. Also, so mal allgemein, finde ich. (Und Zeitung als Alternative ist auch nicht schlecht. Das Papier ist halt so dünn, weil die Fasern durchs Recyceln schon so kurz sind, dass man eh nicht mehr viel rausholen kann, also kann Zeitung auch gleich verrotten lassen.)

Ich wusste gar nicht dass es Gebiete gibt, die keinen Biomüll haben, spannend. Ich nutze Zeitungen, die halten das eigentlich auch sehr gut aus. Hab das quasi von meinen Eltern übernommen, die das schon immer so machen. Diese nicht verottenden Biomülltüten sind ne unfassbare Sauerei…

Beim rohen Fleisch auf jeden Fall, aber beim gekochten Essen nicht unbedingt. Meine Mutter hat immer gekochtes Essen auf den Kompost getan und hatte nie Ratten. Allerdings ist der Salzgehalt vom Würzen schlecht für die Qualität des Komposts. Auch säurehaltige Sachen sind schlecht für den Kompost (deshalb sollen keine Zitrusfrüchte drauf). Wenn man das im Garten untergräbt verdirbt man sich leicht den Boden.

Aber natürlich kann gekochtes Essen auch Ratten anlocken. Auch die Stallhaltung von Tieren lockt Ratten an.
Einmal war ich auf ner Sortieranlage für Gelbe Säcke (bei uns Plastikmüll, k.A. ob das deutschlandweit gleich ist). Die hatten wohl auch zeitweise riesige Probleme mit Ratten. Unser… äh, Tourführer meinte aber, dass man es inzwischen mit den moderneren Reinigungs- und Sortieranlagen etwas mehr unter Kontrolle hätte. Aber dafür gab es draußen noch jede Menge Möwen, die sich am Müll erfreut haben.
Also, nicht nur Kompost lockt Tiere an.
Beim Plastikmüll finde ich es aber weitausproblematischer, weil die Tiere sicher nicht nur Essensreste schlucken.

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So groß ist ne Wurmkiste nun auch nicht


Ich würde das Holz allerdings noch umfärben. Das ist nicht so einfach, da das Holz dann nicht wurmtoxisch sein darf, aber von findigen Biologen weiß ich, dass klassische weiße Wandfarbe immer geht. Im Biopraktikum werden damit die Fliegen getupft.

Das hier ist ein Mietshaus. Wir haben Restmüll, Glasmüll (wird bei jedem Haus einzeln abgeholt, keine Sammelbehälter irgendwo) und die Grüne Tonne Plus, die Papier und Plastik zusammen geworfen frisst.

Der “Wurmtee” ist übrigens ne Wunderwaffe, um Chilis schärfer zu machen. Regelmäßig die Chilipflanzen damit gießen und die produzieren dann mehr Schärfe als Fraßschutz.

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Die Bilder sehen unfassbar gut aus, aber bedenklich ist das trotzdem.


Noch ein ziemlich interessanter Artikel:

Besonders gut finde ich diese Aussage: In Deutschland erzeugen Holzöfen pro Jahr mehr Feinstaub als alle Pkw und Lkw zusammen.
Sie wird zwar nicht mit Zahlen belegt, aber ich kanns mir gut vorstellen. Zumal Holzöfen, zumindest in meinem Bekanntenkreis, in den letzten Jahren wieder an Beliebtheit gewonnen haben.

Joa. Wir haben einen Nachbarn der die gesamte Zeit von Frühherbst bis späten Frühling täglich seinen Holzofen befeuert. Wir wohnen an einem Hang und der Schornstein ist direkt auf Höhe meiner Fenster - ergo kann ich über ein halbes Jahr lang praktisch nie das Fenster öffnen weil ich hier halb ersticke. Ich will ehrlich gesagt gar nicht wissen was hier im Raum für Feinstaubwerte sind wenn ich das Fenster nur mal 5 Minuten öffne während der gute Mann heizt. Um diese Werte zu erreichen müsste ich mich wahrscheinlich in der nächst größeren Stadt ein paar Stunden an die am stärksten befahrene Kreuzung stellen.


In dem Artikel wird Plastik auch mit anderen Materialien verglichen und es wird aufgezeigt, wann eine Plastikverpackung sogar eine bessere Ökobilanz hat, als z.B. Glas, Papier und Verbundkartons. Den Teil finde ich besonders interessant.

Trotzdem ist es ein guter Ansatz Verpackungsmüll, egal welcher Art, zu reduzieren.

Ich wäre in diesem Bezug auch für eine CO2-Steuer. Regionale Produkte mit einem kürzeren Lieferweg brauchen nämlich keine Verpackung.

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Ja, das stimmt. Manchmal muss man auch gucken, welche Lebensmittel man zu sich nimmt. Avocado, Banane und Ananas sind lecker, wachsen aber nicht in Deutschland oder Europa. (Man möge mich korrigieren, wenn es Gewächshäuser gibt.) Oder Schnittblumen. Rosen werden in Afrika in Gewächshäusern gezüchtet und haben lange Wege und viele Ressourcen verbraucht ehe sie vom Laden zum Kunden nach Hause kommen. Valentinstag macht das alles nur schlimmer. Was ich sagen will: Als Verbraucher muss man sich fragen, ob das wirklich sein muss, und wenn ja, ob es das in den Mengen muss.

Bei den Verbundkartons war ich bisher auf dem Stand, dass sie eher schädlich sind, weil sich oft das Plastik innen schlecht vom Karton außen trennen lässt? :thinking:

Eigene Erfahrung: Lebensmittel von der Theke verderben schneller als abgepackte Ware. Das liegt einerseits daran, dass sie offen herumliegen (trotz Spuckschutz und Handschuhen der VerkäuferInnen, Luft kommt ja eh daran) und weil es schwierig ist, die Kühlkette aufrecht zu halten (auch hier wieder: offene Theke, dann der Weg nach Hause). Außerdem verpacken sie die Sachen auch wieder in Plastik wegen Lebensmittelbestimmungen. :/ Also auch nichts gekonnt.

Was ich mich auch frage: Wie umweltverträglich sind meine Kunstsachen? ^^" Eigentlich wollte ich mit Acryl anfangen, aber nachdem ich mir mal angeguckt habe, was da drin ist, bin ich auch nicht mehr sicher. xD Und jetzt stehen die Sachen hier herum und ich weiß nicht, ob ich wirklich damit anfangen will oder sie eher weiterverschenke.

Noch was anderes: In einem Random-Video auf yT hatte sich jemand einen Spüllappen selbst gestrickt/ gehäkelt. Fand ich eine coole Idee. Da unser Spülschwamm (recycelt aus alten Sofateilen) auseinander fällt, wollte ich das mal probieren. Hat das jemand von euch schon mal gemacht? Taugen die was, und halten die lange? (Ich stell sie mir ein bisschen wie gehäkelte Topflappen vor und den würde ich jetzt nicht zutrauen, lange durchzuhalten.)

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Oja, das mit den Topflappen ist schwer. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass die lange halten, bei handelsüblicher Wolle. Und da müsste man auch drauf achten, dass man biologisch abbaubare Materialien nimmt, sonst kann man auch einfach welche kaufen.
Es ist sicher irgendwie machbar, aber ich wüsste jetzt nicht wie.

Das mit den Algen finde ich mega interessant. Generell finde ich Ideen toll, die dafür sorgen, dass man auch ohne Garten leckeres Gemüse daheim selbst anbauen kann.
Hat jemand von euch mit sowas Erfahrungen?


Wir haben eine Melamin-Bambusschüssel daheim, in der ich immer unseren Sauerteig ansetze… Dem Bericht nach hätte ich das wohl besser lassen sollen. Naja, die Menge macht das Gift.
Ich wusste diese ganzen Sachen bis eben übrigens garnicht. Mir war nicht klar, dass ich das Zeug nur bis 70°C verwenden darf. Muss ich mir merken.

Insgesamt bin ich ein wenig entsetzt wegen der Sache. Die Becher werden als Ersatz zu Einwegpappbechern verkauft und es scheint offenbar kein Geheimnis zu sein, dass das Material bei hohen Temperaturen Gift abgibt. Warum dürfen die Becher dann überhaupt so verkauft werden? Da gehören fette Warnhinweise drauf! Bei Gelegenheit muss ich mal schauen, ob überhaupt auf den Dingern irgendwas draufsteht. Das mit der Mikrowelle ist mir auch neu.

Eigentlich gehe ich immer davon aus, dass ich in etwas, das Spülmaschinenfest ist, auch heißes Essen oder Getränke reintun kann…

Hier ist auch noch eine spannende Reportage über Plastik und dem Trick der Industrie:
https://www.ndr.de/fernsehen/Die-Tricks-der-Plastikindustrie,dietricks116.html

Die Spülmaschine geht meistens nur von 55 - 70 °C, aaaber… Becher so zu verkaufen, dass man von der Form und Beschreibung her eigentlich 99°C heißes rein füllt, das aber nur bis 70 °C tun darf, ist fahrlässig. Dass Melamin eigentlich ziemlich madig ist, wusste ich auch nicht. Ich hab ne Müslischüssel, aus der ich manchmal yumyum esse.

Anderes Thema, aber Plastik.
Ich habe früher immer mein Mittagessen in der Plastikdose aufgewärmt, bis dann der Kollege mal sagte, die komischen Fraßränder in der Dose kommen vom Fett, das beim mikrowellen das Plastik schrottet. Und es kommt so auch ins Essen. Seitdem habe ich Glastupper für die Mikro oder füll auf nen Teller um.

Da das Thema Umwelt-/Klimaschutz ja allzeit aktuell ist, was haltet ihr von der FridaysForFuture- und generell den ForFuture-Bewegungen? Engagiert ihr euch vllt sogar?
Am kommenden Freitag, den 20.09. ist ja globaler Klimastreik. Wer geht hin? :slight_smile:
Dem Anlass entsprechend ein kleines Video zum Thema:

Ich finde es gut, dass es Fridays for Future gibt. Auch wenn es sicher einige gibt, die nur hingehen, um nicht zur Schule zu müssen XD
Aber generell finde ich es gut, dass dem Thema mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird und sich auch die ganz jungen auf einmal für Politik interessieren.

Ich selbst gehe da nicht hin und engagiere mich auch nicht. Wenns am Wochenende wäre, wärs was anderes. Aber so ist das für mich schlichtweg nicht umsetzbar.
Außerdem müsste ich wahrscheinlich mit dem Auto zum Streik fahren XD
Eher dämlich, wenns ums Klima geht…

Da gerade Kastanienzeit ist…

Ich probiers aus, morgen wird gesammelt. Ich weiß noch nicht wo, aber jetzt hab ich endlich wieder Ohrenwärmer und kann ordentlich Fahrrad fahren ^^

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Das muss ich unbedingt mal ausprobieren. Muss mich nur mal umschauen, wo bei uns noch Kastanienbäume stehen. Die beiden, die mir zuerst eingefallen sind, stehen leider nicht mehr ^^°