kakao-karten.de Forum

Umweltschutz

Ich habe mich jetzt auch ein wenig durch die Beiträge gelesen und habe auch schon viele interessante Anstöße mitnehmen können :) danke also erstmal

das ein oder andere hatte ich noch garnicht so richtig auf dem Schirm wenn ich ehrlich bin.

Was ich zum Thema noch sagen kann, ich benutzt sehr viele Produkte von ProWin diese Produkte bekommt man ähnlich wie Tupper auf Homepartys, zuerst dachte ich “oh mein Gott… nicht noch so nen scheiß” aber meine Mama benutzt die Produkte schon seit der Gründung und ich muss sagen, sie bieten bei vielen Sachen ne echt gute und umweltfreundliche Alternative. Es gibt dort supertolle Pump- und Dosierflaschen welche sehr sparsam mit Seife, Shampoo etc. funktionieren. 95 % der Flasche wird mit Wasser gefüllt und der Rest mit dem Shampoo der Spülung, der Seife oder sonst was. Wenn man oben draufdrückt kommt direkt Schaum raus der sich dann super verarbeiten lässt. Seitdem kaufe ich (obwohl ich sehr lange Haare hab) mehr als die Hälfte an Duschzeug wie zuvor. Die Produkte sind außerdem im Gegensatz zu anderen Produkten sehr umweltfreundlich, als “Spülmittel” benutze ich nurnoch Orangenkonzentrat. Das Zeug ist nicht unbedingt günstig aber da es ewig hält durch die geringe Dosierung komme ich total gut damit klar.

Das mit der Menstasse werde ich mir nun auch mal durch den Kopf gehen lassen.

Meine Haare wasche ich in der Regel 2 mal die Woche, im Sommer auch schon mal 3 mal die Woche aber öfter nicht und es tut meinen Haaren und meiner Kopfhaut total gut. Meine Mutter ist jetzt fast 60 Jahre alt und hat immernoch langes blondes Haar bis fast an den Hintern :) total dick und gesund - sie braucht nur eine Haarwäsche in der Woche und die Haare sehen kein bisschen fettig aus. Ich denke die Kopfhaut und auch die Haare brauchen einfach nur Zeit um sich daran zu gewöhnen. Ich finde es einfach ziemlich übertrieben und auch nicht gut für die Haut jeden Tag zu duschen oder sich die Haare zu waschen. Im Sommer hüpfe ich öfter mal unter die Dusche aber dort bleibt es dann auch meistens bei einem abduschen. Nur nach dem Sport wird etwas länger geduscht.

Bei den Haaren mach ich das auch oft so wie Jona; an kritischen Tagen tut es auch Puder, eine Flechtfrisur oder ein hoher Zopf.

Melly, ich komme aus der Waschmiddelindustrie und kann dir gerne bei Seife für die Hände helfen. Was benutzt du denn derzeit, was für dich funktioniert (also komplett mit Markenname, ich schau dann in die Inhaltsstoffe)? Es gibt nämlich auch Syndetstücke, die ohne Plastikmüll auskommen. Ich benutze sowas aus Sulfosuccinat für mein Gesicht.

Kastanien für die Waschmaschine halte ich jedoch für nicht förderlich, weil:

  • Waschmaschine ist ein geschlossenes System, Kastanien schäumen aber. Wir brauchen schaumarme Systeme
  • Es ist kein Härtestabilisator dabei. In Ostfriesland geht das, aber in den meisten anderen Gebieten gibts dann Probleme mit Kalk in der Wäsche
  • Wo gehen die Feststoffe hin? Das Tensid muss ja extrahiert werden und das geht am besten im gemahlenen Zustand, das Kastanienmehl sollte aber nicht in die Maschine

Ich bin da für kurzkettigere Zuckertenside und Phosphonsäuren oder Acrylaten… wobei es für Acrylate noch keinen natürlichen Prozess gibt, aber sie wirken halt echt klasse. Die sind z.b. auch in den calgon-dingern.

Das Thema hatten wir vor ein paar Seiten. Zitrussäure ist wohl auch nicht besonders umweltfreundlich und die Kläranlagen kriegen sie nicht ganz raus. Zudem kann die ständige Verwendung zum Auftreten von Allergien führen.
Mir juckt auch seit einiger Zeit die Haut, wenn ich was mit Zitrus verwende. Dabei rieche ich die Sachen sehr gerne :/
Keine Ahnung ob das Orangenkonzentrat jetzt auch so problematisch ist.

Hier ist der Link von Splitterwerk:
https://www.umweltbundesamt.de/presse/pressemitteilungen/zitronen-gehandelt-nicht-jeder-naturstoff-in

@Major:
ich benutze die handwaschseife von “Sodasan” (der ganze Name der Handwaschseife ist “Sodasan Cosmetics liquid sensitive”. Es ist ohne Duftstoffe und mit Bio-Olivenöl. Meine Haut verträgt es besser als die normale Seife(die Hände reißen dadurch zumindest nicht noch mehr auf). Inhaltsstoffe sind: aqua, helianthus annus seed oil saponified (potassium salts), potassium olivate, alcohol denat, glycerine, potassium citrate.
Dass es bei der Kastanienlösung dann Kalkprobleme gibt, wusste ich gar nicht. Wir haben sehr Kalkhaltiges Wasser. Zuckertenside und Acrylate sagen mir leider auch nichts, was würdest du denn empfehlen, Calgon? :3 Ich suche im Prinzip gute umweltfreundliche Produkte (für Wäsche, Geschirr und Körperpflege), die weder viel Verpackungsmüll machen, noch die Kläranlagen mit den Inhaltsstoffen belasten. Ich kenne mich in der Materie aber leider nicht so aus, deshalb habe ich Katanien anfangs als gute Alternative gesehen :’) Man kann scheinbar viel falsch machen, auch wenn man es noch so gut meint, so geht es mir zumindest.

So geht es nicht nur dir, Mellymiew. Ich hab auch schon oft Sachen benutzt, bei denen ich ein gutes Gefühl hatte, weil die Produkte auch so angepriesen wurden und am Ende kam heraus, dass es totaler Mist war. Siehe Produkte mit Zitrusölen XD
Ich gebe zu ich hab sie mir nicht wegen der Umwelt geholt, sondern weil ich den Duft mag, aber ich wäre nie auf die Idee gekommen, dass sie umweltschädlich sind.

da weiss man langsam echt garichtmehr was man noch ruhigen Gewissens verwenden darf …
danke für den link

Ne, irgendwie ist alles schlecht :/

Ich benutze zum Scheuern Omas-Putzstein (inzwischen Omas-Bio-Putzstein, aber ich bezweifle, dass sie was an der Rezeptur geändert haben), bin mir aber nach der ganzen Aufklärung hier garnicht mehr so sicher, ob das eine umweltfreundliche Lösung ist. Hier mal der Link:
http://www.omas-bio-putzstein.de/zusammensetzung.html
Ich kann mir der angegebenen Zusammensetzung garnichts anfagen. Auf der Packung selbst steht, soweit ich es in Erinnerung habe, auch nicht viel mehr.

Noch was anders:
https://www.umweltbundesamt.de/themen/schulstart-dem-blauen-engel
Benutzt ihr Skizzenpapier /-bücher aus Recyclingpapier? Bzw. kennt ihr Hersteller, die sowas produzieren?

@Mellymiew

Ich kann mir auch vorstellen, dass deine Haut nicht sensitiv ist sondern besonders trocken und daher mehr Fett braucht als bei anderen Menschen. Mir kam der Gedanke, weil du meinst, dass die Seife mit Öl erst hilft. Nimmst du denn Handcreme? Gehts dir sonst auch gut? Veilleicht hast du auch einen Nährstoffmangel.

@Splitterwerk:
ich habe seit meiner Kindheit Katzenhaarallergie (meine Katze ist die ein zige die ich vertraghe, da ich seit 19 Jahren mit ihr zusammen lebe, bin seit Jahre immun :3), Neurodermitis habe ich auch schon immer gehabt (damals schlimmer, aber immer noch da) und mein Hautarzt meinte, ich solle Tenside vermeiden. Ich vertrage viele Sachen nicht. Wenn es ganz schlimm ist, dann nehme ich eine cortisonhaltige Creme, die extra in der Aoptheke immer angerührt werden muss (gibt es auch nicht rezeptfrei, also ist richtig vom Arzt). Aber Cortison schädigt auch auf Dauer die Haut, weshalb ich das nur in äußersten Notfällen anwende. Wenn sich so trockene Stellen zeigen, versuche ich noch bevor es aufreißt, mit Fettcreme (Linola) zu behandeln. Ansonsten creme ich nicht viel, weil ich da das Gefühl habe, dass ich irgendwie nichts gut vertrage. Ansonsten fehlt mir nur Vitamin B12, Eisen und habe Blutarmut, aber ansosnten geht es mir gut. Die haben mir so viel Blut regelmäßig abgenommen, dass es ein Jahresvorrat an Nahrung für einen Vampir hätte sein könnte xD Also ich denke, dass es nicht an einem Nährstoffmangel liegt, eher an meiner Unverträglichkeit, aber dankeschön für den Hinweis auf eine mögliche Ursache, denn auf manche Sachen kommt man von alleine ja manchmal gar nicht :)

@firecloud: das mit der Zitrone hätte ich auch nicht gedacht, dabei klingt es doch so natürlich ö__ö Wie haben die Menschen denn vor der Wasch-/Spülmittelherstellung abgewaschen/ihre Sachen sauber bekommen? Die haben doch sicher auch irgendwelche (natürlichen) Zusätze benutzt, es muss ja irgendetwas geben - hoffe ich zumindest :3

Ich hoffe, du hast es mir nicht krumm genommen. ^^" Gut, dass du weißt, was los ist und was du brauchst. :D

Womit früher gewaschen wurde: Seifen aus Fett und Asche, und für die Wäsche Lauge aus Pottasche oder Seifenkraut (ordentlich kneten und walken nicht vergessen ;) ). Ob das “umweltfreundlicher” als künstliche Tenside ist, weiß ich gerade nicht. Vermutlich kann @Major was dazu sagen.
Und: Römer benutzten auch Urin zum Waschen…

Urin ist wegen dem Phosphor nicht gut fürs Wasser. Davon würde ich abraten :'D

Früher haben die Menschen ihre Kleidung nicht so oft gewaschen wie heute. Und es gab viel weniger Menschen. Da waren die kleinen Mengen an Schadstoffen sicher verträglich für die Umwelt.

Wie kommt man darauf, Urin zum Waschen zu nehmen? xD Okay dann fällt das schonmal wegen dem Phosphor weg - wie beruhigend :’) Irgendwie kommt es mir so vor, als würde unsere bloße Existenz den Planeten ruinieren (ist ja auch irgendwie so).

@Splitterwerk
keine Sorge, ich bin eher dankbar für Hinweise/Tipps, als dass ich beleidigt wäre :3
Asche stelle ich mir gerade bei weißer Wäsche nicht unbedingt vorteilhaft vor ö__ö Zumidnes tnicht die Asche, an die ich gerade denke. Ich bin aber auch ganz gespannt, was Major noch zu dem Thema sagen kann.

Ich denke, Urin in seiner Gesamtheit ist nicht schlimm. Kann man ja auch trinken, weil direkt ausm Harnleiter ist er steril. (Sollte man nur nicht zu oft machen, weil die Konzentrationen von Stoffen ansteigt.) Kommt immer darauf an, wie Stoffe wie Phosphor darin vorkommen. Ich glaube, das sind eher Verbindungen als reine Stoffe. Wenn man Urin stehen lässt, bildet sich Ammoniak, das sich zusammen mit dem Fett der dreckigen Wäsche zu Seife verbindet. Urin/ Ammoniak wurde darüber hinaus ja auch zum Färben und Gerben verwendet oder in der Metallgewinnung (müsste ich nochmal nachsehen, hatte da was bei Agricola gelesen). Ding ist halt nur, dass Ammoniak ätzend ist und Gerber/ Fullonen entsprechende Berufskrankheiten davon trugen. ^^"

Für die Leute mit Netflix: Vielleicht ist die Doku Cowspiracy interessant. :)
(Im deutschen: Cowspiracy: Das Geheimnis der Nachhaltigkeit)

Die Doku kommt leider etwas verschwörerisch daher und manches wird meiner Meinung nach zu vereinfacht und auch überspitzt dargestellt. Die Realität ist dann doch etwas komplizierter. Aber als Diskussionsansatz find ich sie gut und durchaus auch mal sehenswert.

Zu der Aschesache:
Ich weiß nicht, wie die das gemacht haben, aber wenn man nachforscht, wie Leute heute ihre echten Ascheseifen herstellen, ist da am Ende kein flockiger Kohlenstoff mehr drin ;)

Die Asche wird mit Wasser zu einer Lauge gekocht. Darin sind meistens Carbonate enthalten, welche beim Kochen auch Natronlauge entstehen lassen. Auch die Hydrogencarbonate werden so umgewandelt.
Danach wird diese Suspension über ein mehrschichtiges Sandbett gefiltert. Das dauert lange, aber man hat dann keine unangenehmen Schwebstoffe mehr drin.
Aus der gefilterten Lauge kann man dann mit Fett Seife kochen. Heute lässt sich die Lauge ja auch titrieren und anhand der gemessenen Alkalität und den Iodzahlen verschiedener Fette und Öle ganz genau einstellen, wie viel Fett man von was braucht und wie viel Restfett man noch übrig haben will. Für Haushaltsseife keine.
Bei Haushaltsseife wird etwas mehr Lauge verwendet und der Überschuss zusammen mit Glycerin etc durch Aussalzen wieder entfernt.

1 Like

Ich hab mal wieder einen interessanten Bericht gelesen. Das mit den kompostierbaren (Plastik-)Tüten wusste ich zwar schon, weil ich im Studium das Fach Abfallwirtschaft belegt habe, aber ich dachte vielleicht ist das für den ein oder anderen hier noch neu:

@firecloud Bezieht sich das nur auf die Plastiktüten? Weißt du wie das mit den Papiertüten aussieht? :) Die hab ich früher oft verwendet, jetzt meist in iwelchen Behältern, die ich danach auswasch, weil mir die Tüten auf Dauer zu teuer vorkamen.

Das Fach Abfallwirtschaft hört sich spannend an, dürft ich fragen was du studiert hast?

*hat dem Artikel schon gelesen *
Es geht um die Kunststofftüten, die extra als kompostierbare Bio-Müllbeutel vertrieben werden, was auch stimmen würde, wenn eine genügend große Zeitspanne zum Verrotten da wäre, gibt es aber in der Abfallwirtschaft nicht, weil dort Beschleunigungsverfahren eingesetzt werden (Für mehr Infos einfach lesen, der Artikel ist recht flott zu lesen).
Papiertüten kann man dagegen ohne Probleme verwenden, wenn sie nicht beschichtet sind.

Mir sind die meisten Fragen auch nachn Durchlesen gekommen :) spannende Thematik. Hätt mich nur interessiert ob zu den Papiertüten auch was extra hinzugefügt wird. Meine Recherche war wohl mit Grund ergebnislos xD vllt?

Ach entsschuldige, ich hab deine Frage falsch verstanden ^^’
Also so wie ich es verstanden habe, verrottet das Papier zusammen mit dem restlichen Biomüll auch unter Zugabe von Beschleunigern - ohne dieProbleme, die die Plastiktüten machen.