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Umweltschutz

Na ja, gerade in der Plastiktüte fängt es doch an zu stinken, im Wetbag nicht. :)

Einige Stoffbinden kann an auch kochen. Das hängt alles vom Material ab. Manche dürfen in den Trockner, manche nicht. Ich bin mal gespannt, ob meine Tasse noch nach der Schwangerschaft bzw. Stillzeit passt. grübe Aber jetzt freue ich mich erst mal, dass ich locker zwei Jahre meine Ruhe haben werde. :D

Mein Problem bei der Sache Menstasse & Stoffbinde wäre, dass ich keine Zeit hätte, bei passender Gelegenheit den ganzen Kram mitzunehmen. Heimlich nen dicken Beutel mit zum Klo nehmen ist unmöglich und ich möchte es lieber diskret behandeln, wenn es schon sein muss.
Auch das auswaschen auf dem Klo mit mitgebrachter Wasserflasche funktioniert weder spontan noch schnell…
Was ich mir vorstellen könnte, wären zwei so Tassen und dann im Wechsel. Das wäre eine Möglichkeit. Sofern man solche Menstassen auch bei sportlicher Aktivität bzw. in “Schräglage” nutzen kann.
Ich denke das schafft zu 100% leider nur der herkömmliche Tampon ganz sicher, oder? Wäre interessant wenn da jemand eine Erfahrung zu hätte.

Ich habe selber kein Kind, habe daher keine besonders große Ahnung, was Windeln angeht, aber meine Eltern hatten bei meiner Schwester und mir damals vor über 20 Jahren auch schon Stoffwindeln genutzt und schwören darauf. Es wäre so einfach sie zu nutzen, platzsparend, weil wiederverwertbar etc…
Also ich denke mal, das ist eine gute Alternative zu den herkömmlichen Windeln.

Jona, wie ich schon geschrieben habe, benutze ich für die Tasse nichts, was ich mit zum Klo schleppe. Und die ist in Schräglage und auch beim Sport dicht. Man kann sowohl pennen als auch rumhüpfen.
Das Einzige, wo ich nicht genau weiß, obs auch geht, sind starke Beckenbodensportarten wie Poledancing in Kombination mit weichen Tassen. Für solche Leute werden aber eh die härtesten Tassen empfohlen.
Oh, und Schwimmen weiß ich auch nix drüber, da ich nicht schwimme. Aber Fuß ins Meer halten geht ;P

Die Tasse ist absolut dicht wenn sie in der richtigen Größe und Härte gekauft und korrekt eingesetzt wurde.
Ich war mit der Tasse auch schon schwimmen, geht problemlos.

Beim Wechsel gehe ich wie Major vor.
Hände waschen vorm Betreten der Kabine ist halt ein Muss, aber das sollte es auch sein wenn man Tampons benutzt.

Nicht jede Frau benutzt die Tasse aus Umweltschutzgründen, wobei man sicherlich ordentlich Ressourcen sparen kann.

Ich denke, bei waschbaren Klopapier ist meine Schmerzgrenze überschritten.

Ich denke, bei waschbaren Klopapier ist meine Schmerzgrenze überschritten.

Lappen am Stock wie die ollen Römer? ;)
Ich hab zumindest von anderen gehört, dass es Länder gibt, wo man das Klopapier in einen Eimer werfen muss, weil die Rohre/ Kanalisation kein Klopapier vertragen (oder wegen irgendetwas anderem). Das käme dem doch schon nahe, denke ich. xD

@Jona

Die Tassen passen locker in die geschlossene Faust und sind dicht. Geleckt hat sie eigentlich nur, wenn sie im Innern nicht richtig aufging, also einfach Anwendungsfehler meinerseits. Selbst konnte ich die Tasse auch locker 12h tragen (hatte sie tatsächlich vergessen "xD), ohne dass etwas passiert; war damit normal auf Arbeit (viel Stehen, Gehen, Tragen).

Hier mal ein schöner Bericht über unsere Gewässer:
https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2018-06/gewaesser-deutschland-nitrat-stickstoff-badestellen
Ganz toll finde ich die Aussage, dass kleine Flusskraftwerke mehr Schaden anrichten, als dass sie mit dem Energiegewinn gut machen können. Egal was man macht, es ist falsch D:>
Übrigens finde ich es schön, dass im Moment relativ viel Geld für Renaturalisierungsmaßnahmen ausgegeben wird. Ist auch an vielen Stellen bitter nötig.

Seit ich mein Aquarium habe bin ich auch aufmerksamer geworden, was Wasserqualität angeht. Jede Renaturierungsmaßnahme kann nicht aufwiegen, was wir an Stoffen ins Wasser bringen. Seien es Medikamente, Waschmittel* oder eben Industriedünger. (Oder Pestizide/ Biozide. Habe gerade heute selbst Biozid sprühen müssen, weil ich den Blattläusen auf meinem Balkon anders nicht Herr geworden bin.)

  • Gerade bei Waschmitteln habe ich bisher noch keine Lösung gefunden. Nur weil bio draufsteht, ist das noch lange nicht gut fürs Wasser. In der Regel heißt es nur, dass die Herstellung “bio” ist, aber das Waschmittel selbst ist genauso schädlich wie alle herkömmlichen Mittel. (Und ätherische Öle in selbstgemachter Seife sind auch nicht ohne; siehe Umweltbundesamt.) Ich hatte dann mal angefangen, mich durch die Listen vom Blauen Engel zu arbeiten… aber selbst der zeichnet ja nicht alles aus sondern nur Teile und am Ende hat man immer noch wasserbelastendes Zeug.

Vielleicht wären Waschnüsse ja was für dich?

Waschnüsse sind kaum eine Alternative. Die erhöhte Nachfrage in der westlichen Welt führte dazu, dass die armen exportierenden Länder wie Indien kaum noch Waschnüsse für den eigenen Bedarf hatten und diese auch zu teuer für die eigene, ärmliche Bevölkerung wurden. Die dann widerrum auf synthetische Mittel zurückgriffen. Und in Ländern wie Indien ist die Wasseraufbereitung nun nicht wirklich mit der unserigen zu vergleichen…

Ich persönlich wasche konservativ Wäsche, aber nur mit einem Bruchteil der empfohlenen Menge, die reicht meist locker aus.

Mich würde interessieren. wie gut einheimische Pflanzen funktionieren würden. Das Seifenkraut heißt ja nicht umsonst so!? Im Mittelalter war das wohl eine genutzte Methode.

Stimmt, auf Grund des Transportwegs und der Situation in Indien finde ich Waschnüsse auch nicht so toll. :/ Alternativ sollen auch Rosskastanien gehen. Und dann hab ich wieder gelesen, dass Saponine giftig für Fische sind. xD Und jetzt weiß ich auch nicht. Ich beschäftige mich aber auch noch nicht so lange damit, dass ich da irgendeinen Durchblick hätte. ^^" Vielleicht taugt auch erstmal Gallseife? Seifenkraut ist auch für mich neu, muss ich mal nachschauen. :)

Ich finde Waschnüsse nicht so toll, muss ich ehrlich gestehen. Sie riechen komisch (ist mir egal ob auf der Packung geruchsneutral steht, ich rieche was anderes) und zumindest hier habe ich sie nur in Plastik verpackt gefunden. Mein normales Waschmittel bekomme ich auch in Karton verpackt.

Worauf ich achte ist, dass kein Mikroplastik im Waschzeug ist und Weichspüler benutze ich auch keinen.
Vielleicht wäre es auch mal ne Überlegung wert den Hygienezwang in der Gesellschaft wieder runter zu schrauben. Ich hab mal gelesen, dass es wohl am gesündesten wäre, wenn man sich einmal in der Woche richtig waschen würde und ansonsten nur mit Wasser abreibt. Aber sowas kann man heute nicht mehr bringen.
Seit ich mal berufsbedingt angefangen habe mich jeden Tag statt jeden zweiten zu duschen, kann ich auch nicht mehr anders, weil meine Haare innerhalb kürzester Zeit total zufetten und ungepflegt aussehen will ich nicht.

Weil du das mit den Haaren erwähnst… Als ich mal arbeitssuchend war, habe ich mir den Spaß gegönnt und wollte darauf umsteigen, meine Haare nur einmal in der Woche zu waschen. (Soll halt auch besser für lange Haare sein, hab ich gelesen.) Hab mir auch so eine Bürste mit Naturborsten gekauft, die ein super Kämmgefühl gibt. Allerdings hat das mit dem Umstellen nicht wirklich geklappt. Meine Kopfhaut hat ständig gejuckt und das Tragegefühl war auch eher eklig. Also bin ich wieder umgestiegen.

Noch schnell zur Menstasse: Sollte ich wohl doch mal ausprobieren, aber ohne Auslaufschutz traue ich mich dann doch nicht ´:D

@Splitterwerk
Ich habe meine Haare früher alle zwei Tage gewaschen und bin dann umgestiegen auf alle drei und das ziehe ich auch genauso durch.
Ich trage die Haare immer am “Waschtag” und Tags drauf offen und am kritischen dritten Tag zum hohen Zopf. Damit kann man auch gaaaanz leicht fettige Haare recht gut überspielen oder man holt sich, wenn es doch mal zu viel ist, ein bisschen Puder ins Haus. Ich mache dann den hohen Zopf, puder oberflächlich ein bisschen ab und föhne dann nach ein paar Minuten aus. Klappt eigentlich immer. Und meine Kopfhaut hat sich da gut dran gewöhnt, meine Haare fangen erst am dritten Tag an ein bisschen zu fetten.
Gegen juckende Kopfhaut hilft Teebaumöl. Das könnte dir vielleicht helfen bei der Umstellung. Das vermische ich immer in der Dusche mit dem Shampoo und massiere es in die Kopfhaut ein. Das macht auch einen tollen Duft, wenn man es mag^^
Ich habe eine Holzbürste, aber mit Holzborsten. Die ist etwas gröber, aber ich mag die Naturborsten nicht. Die sind bei meinen Haaren nicht ordentlich durchgekommen und haben ein fettiges Gefühl hinterlassen und zwar auch direkt nach dem Waschen.

@firecloud
Ich dusche zwar fast jeden Tag (ansonsten Waschlappen ;)), aber nutze dann auch nicht immer Duschgel und wenn dann nur recht wenig. Ich habe mal gelesen, dass dabei eigentlich auch Achseln, Rücken, Intimbereich und Füße ausreichen würden. Dem gehe ich aber nicht nach. Wenn ich schon unter der Brause stehe, dann will ich mich auch richtig rein fühlen, man muss es ja nicht übertreiben…
Ich hatte mal einen Arbeitskollegen, der hat wegen der Arbeit und Sport teilweise zweimal am Tag geduscht und hatte immer juckende Haut überall, weil das heiße Wasser in Verbindung mit aggressivem Duschgel die Haut eben massiv austrocknet…total überflüssig und tut einem nicht gut. Von der Umwelt mal ganz abgesehen :/

Ich wünschte mehr Leute würden sich interessieren und solche nur-zweimal-pro-Woche-duschen-Theorien nicht sofort als Öko-Spinnerei abtun -.-

Nur alle drei Tage Haare waschen, dass wäre ein Traum.
Die Umstellung auf alle zwei Tage habe ich auch mal probiert.
Ist leider daran gescheitert, dass ich,während ich schlafe, am Kopf stark schwitze und zusätzlich noch wühle.
Wenn ich die Nacht durchmache ist alles gut und ich kann auch mal nen Tag auslassen, aber wehe ich wage es zu schlafen.
Das sieht sofort aus als hätte ich mir seit ner Woche nicht die Haare gewaschen.
Selbst wenn ich mich mal mitten am Tag hinlege.

Ich habe mich inzwischen mit täglich Haare waschen abgefunden. Schade, die Zeit würde ich morgens lieber mit schlafen verbringen x,D
Wobei der morgendliche Gang unter die Dusche immerhin meinen Kreislauf in Schwung bringt…

Ich dusche meistens Abends. Aber wenn ich einen Tag waschen auslasse sehe ich total ungepflegt aus. Bei meinem Mann ist es noch schlimmer.
Zum Waschen nehme ich schon immer Seife und Waschlappen. Mit Duschgels komme ich nicht klar. Da brauche ich immer gefühlt ne halbe Flasche und fühle mich dann immer noch nicht sauber ^^°
Am Wochenende lasse ich gerne mal einen Tag aus, wenn ich nirgendwo hingehe.

Übrigens wäre es auch extrem umweltfreundlich, wenn in die Müllgebühren auch die Entsorgung von Sondermüll fließen würde. Die extra Gebühren halten nämlich einige davon ab die Sachen wegzufahren und verbrennen sie dann lieber.

Zur Menstasse: bin angenehm überrascht! Nachdem ich mit der ersten, die ich geholt hatte, nur Probleme hatte (habe anscheinend, auch wenn ich null Sport mache, für die MeLuna ne zu starke Beckenbodenmuskulatur), bin ich mit der zweiten jetzt unglaublich zufrieden. Nie wieder was anderes! Ich finde es auch vom Tragegefühl her wesentlich angenehmer, und den Dreh mit dem richtig Einsetzen hat man auch schnell raus. Zu dem Wechseln auf Arbeit kann ich nichts sagen, da das bei mir nicht nötig ist, ich habe tagsüber nicht so starke Blutungen. Aber dicht ist es wirklich, merke ich gerade nachts.

Und zum Haare waschen: ich habe sie mir früher jeden Tag waschen müssen, bin dann erst auf wenig Shampoo (nur am Ansatz halt) umgestiegen und habe es jetzt nach zwei Jahren geschafft, dass ich sie nur noch alle vier Tage waschen muss. Im Hochsommer, wenn ich viel schwitze, alle zwei-drei. Das Shampoo von meinem Freund ist auch super, damit kann ich immer noch einen Tag rausschlagen. Ist aber scheißteuer (Meeresalge von Rausch).
Duschen tue ich im Sommer trotzdem jeden Tag, oder nehme eben den Waschlappen für Katzenwäsche am Waschbecken.

Was Plasteverpackungen abgeht, bin ich etwas nachlässig geworden. Reis etc wird schon bevorzugt in großen Säcken gekauft (bei Reis z.B. 20-kg-Sack). Ich versuche mein Gemüse und Obst (von dem ich mich als Veganer hauptsächlich ernähre) möglichst lose zu kaufen, aber immer klappt das nicht. Markt ist leider keine Alternative, wenn man arm wie eine Kirchenmaus ist und ziemlich aufpassen muss, was jetzt günstiger ist ^^° … aber das ändert sich hoffentlich in ein, zwei Jahren.
Ansonsten versuche ich möglichst viel selbst zu backen/kochen/…, das hilft auch schon.

Außerdem gibt es bei mir immer irgendwo Blümchen für Wildbienen :).

@Teilchenzoo
Finde ich ja süß, dass du an die Bienen denkst, hätte ich ein Flachdach zur freien Verfügung, wäre es übersäht mit Wildblumenwiese! Leider haben wir aber nicht einmal einen Balkon, also auch leider keine Bienenunterstützung.
Ich sehen nur zu, dass ich sie immer ganz vorsichtig aus der Wohnung wieder raus setze :3

Alle vier Tage waschen wäre ja super. Gerade wenn ich morgens früh aufstehen muss, nutze ich jede Minute, die ich mehr habe zum schlafen :D
Vielleicht schaffe ich es ja auch mal irgendwann, aber mal einen Tag mit fettigen Haaren herumlaufen zum umgewöhnen wäre nur im Urlaub möglich und der ist für dieses Jahr erstmal vorbei…

Ich habe das Projekt verpackungsfrei gestartet. In Etappen, ansonsten ist man echt erschlagen.
In Monat 1 kaufe ich nur noch unverpacktes Obst + Gemüse.
In Monat 2 führe ich dann ein Mülltagebuch, um Pläne zu erstellen, wo man noch viel Müll sparen kann
Und weiter weiß ich noch nicht.

Was bisher sehr gut läuft: Brot + Brezel, allerhand Obst + Gemüse. Auch Reis, Tofu und Sojasoße bekomme ich ohne Verpackung, allerdings muss ich die dann immer bei meinem Freund vorbestellen, damit er es auf dem Nachhauseweg kaufen geht.

Was mir Kopfzerbrechen für Monat 3 macht: Mehle und Hülsenfrüchte. Der Unverpacktladen in Heidelberg ist wirklich weit weg und sehr doof gelegen. Ich weiß nicht, ob die Ökobilanz da extra hin zu fahren so gut aussieht oder ob ich lieber im Bioladen nach Papiertüten gucke. Die letzte Papiertüte war leider innen mit Plastik ausgekleidet =__="

Ja… und Schokolade gibts leider nicht ohne Verpackung. Aber da kann man erst einmal das geringere Übel aussuchen. Die 1x verpackte Tafel statt die Amicellibox mit jedem stick einzeln in Folie.

Bin gespannt, wie sich das so macht. Noch ist der Müll zu Hause jedenfalls nicht reduziert, weil ich ja noch sehr viele klassische Sachen da habe, deren Verpackung ich entsorgen muss. Der eigentliche Start ging von der Faulheit aus, den Plastikmüll nach oben zu bringen XD Das muss doch anders gehen! Am besten noch ne Wurmkiste in den Garten, dann muss ich gar nicht mehr hochgehen.

Müll reduzieren hört sich gut an. Gerade nach Japan, dem Land der Plastikverpackungen, habe ich das Verlangen danach etwas zu machen.
Als ich mein Kapadorplüschtier entpackt habe ist mir aufgefallen, dass es gleich in zwei Tüten gewickelt war…

Manchmal ist das mit dem Verpackungsverzicht garnicht so einfach. Ich hab schonmal drum gebeten die äußerste Tüte weg zu lassen und die an der Theke meinte nur, dass sie das aus hygienegründen nicht dürfe. Ist auch super.
Ganz verzichten will ich nicht, da meine Treibstoffkosten sonst zu hoch werden (Der nächste Unverpackt-Laden ist über 30km weg, in der Stadt findet man keine kostenlosen Parkplätze, Bahn ist eine Zumutung.). Außerdem springt mein Mann jedes Mal im Dreieck, wenn ich Obst / Gemüse unverpackt aufs Band lege. Der findet das mega eklig. Aber immerhin bei dem Zeug, bei dem man sowieso die Haut / Schale entfernt, konnte ich ihm das einpacken abgewöhnen.

Eure Beiträge zu dem Thema sind wirklich interessant, ich habe großen Respekt davor, dass sich viele die Mühe machen, weiter entfernte Unverpackt-Läden aufzusuchen. Ich bin leider auch niemand, der gänzlich auf Müll verzichtet. Ich beschäftige mich viel mit dem Thema, gerade wenn man überall Müll sieht, der umher fliegt, wird man ja eigentlich täglich daran erinnert, wie schlecht es für die Umwelt sein muss…
Wenn ich etwas zugeschickt bekomme, versuche ich alles davon noch zu verwenden: Plastiktüten die um ein Objekt gewickelt waren, dienen nochmal der Aufbewahrung, wo ich z.B. Buttons reinmachen und somit sortieren kann, Luftpolsterumschläge werden aufgehoben und für weiteren Versand verwendet und bei großen Briefumschlägen benutze ich die unbeschriftete Seite für schnelle Skizzen. Geschenkpapier wird von mir auch immer ganz sauber gesammelt und wieder verbraucht. Mein Partner und ich haben hier ein Stück Papier, welches wir seit 4 Jahren immer wieder hin und her schenken zum Geburtstag, es lebt immer noch :’)
Nochmal zum Thema Unverpackt-Läden: ich finde das Geschäftsmodell sollte es nicht nur in bestimmten Läden geben, die vielleicht sogar 30 Minuten Fahrtweg benötigen (was wirklich weit ist, weil man da ja auch wieder irgendwie halbwegs umweltfreundlich hinkommen muss), sondern es sollte Bestandteil von größeren Läden sein. Es wäre schön, wenn alle Läden so aufgebaut wären, oder zumindest die Hälfte aller Läden. Ich könnte mir gut vorstellen, dass es viele Produkte gibt, bei denen das gut klappt, wo man dann einfach seine Behälter mitnimmt.
Beim Einkaufen gehe ich auch lieber in zwei Läden, wenn der eine das nur verpackt hat: Aldi Nord hatte bei uns z.B. immer nur Ingwer der sowohl in einer Plastikschale, als auch in Plastik gehüllt war: da bin ich eben zu Netto gegangen… Seit ein paar Wochen hat Aldi das aber zum Glück abgeschafft, die haben den Ingwer jetzt auch lose, was auch sinnvoller ist :) Ansonsten lege ich auch alles an Obst/Gemüse auf das Band.

Ich denke nicht einmal, dass man die Menschen erreichen muss (denn wem Umwelt egal ist, dem wird es egal bleiben), sondern eher die Industrie. Praktisch an dem Punkt ansetzen, wo das Problem ursprünglich entsteht. Und die Regierung macht das viel zu langsam finde ich. Wann wollten die Plastiktüten verbieten? Ich glaube irgendwas in den 2020ern. Warum nicht schon jetzt? Alternativen wie zB Stofftragetaschen gibt es doch schon seit Jahren.
Ich habe auch manchmal so widerliche Menschen in der Umgebung, denen ich einfach nur an die Kehle gehen wollen würde, wenn man an der Kasse Sätze hört “So erstmal eine Plastiktüte holen - scheiß auf die Umwelt, das landet heute Abend in der Feuertonne”. Oder eine andere hat was auf den Boden geworfen, ich habe ihr gesagt, dass man das nicht macht, habe darum gebeten, dass sie es wieder aufhebt und es ordentlich entsorgt. Die hat mich nur doof angeguckt und ist dann weiter gegangen, was soll das? Warum existieren solche Menschen überhaupt…
Ich rege mich immer viel zu sehr auf, eigentlich stört mich jeder kleine Schnipsel den ich irgendwo außerhalb von Mülleimern sehe. Was ich auch schlimm finde: McDonalds auf der einen Straßenseite - McDonalds-Müll auf der anderen Straßenseite. Sogar da wo ich ursprünglich herkomme hatten wir Müll von besagter Marke, obwohl der nächste Laden 40 Minuten entfernt war ö__ö Die Fastfood-Restaurants wie KFC, Burgerking, und McDonalds stellen zwar immer die Frage “Möchten Sie hier essen” - aber es ist egal ob man mit ja oder nein antwortet, denn in beiden Fällen bekommt man Wegwerf-Verpackungen D: ich gehe aus diesem Grund auch nicht mehr in solche Geschäfte. Sollte auch per Gesetz verboten werden, immerhin kann man ja auch Geschirr nutzen, so wie die meisten billigen Imbiss-Buden es auch tun. Und für die To-Go-Lösung: ich finde die sollten normalen Trinkbecher “verleihen” (gegen Pfandgebühr) falls die Person nichts hat, um es zu transportieren. So können die es zumindest wieder zurück bringen. Ich selbst habe mir damals dafür extra so einen To-Go Becher aus Bambus geholt, der ist wirklich gut un d passt auch mal in meinen Rucksack.

Interessant finde ich übrigens auch Waschmittelherstellung: hat da jemand Erfahrungen gesammelt? Habe gehört, dass man das mit Kastanien machen kann.
Zum Thema Menstasse: die nutze ich auch seit mittlerweile 2 Jahren, das reduziert auch viel Müll. Ich sehe so viele Werbungen für Damehygieneartikel aber noch kein einziges Mal, war die Tasse Teil der Werbung, obwohl es besser für Gesundheit und Umwelt ist. Klar: die Industrie verdient nunmal nicht so viel an Dingen, die ein Mal gekauft werden und dann eine ganze Weile verwendet werden. An die, die es noch nicht ausprobiert haben weil sie vielleicht bedenken wegen der Kompatibilität mit der Arbeit haben: man kann es ja zumindest für die Nacht nutzen oder auch an freien Tagen daheim, dann kann man auch schon Müll reduzieren und kann das Produkt zumindest mal kennen lernen. Sogar unser Rossmann hatte die im Sortiment, da fiel es dann noch leichter, das mal zu kaufen und eine Chance zu geben :)
Noch ein großes Thema ist für mich Händewaschen: ich würde ja auch gerne auf Seifenstücke umsteigen, aber meine Hände reißen schon so immer wieder auf und kann die manchmal nichtmal zur Faust machen, weil das so unglaublich weh tut. Und das trotz Spezialseife, die extra für Unverträglichkeit gedacht ist. Vielleicht ist ja Seife auf Olivenölbasis gut verträglich (enthält zumindest keine Tenside, die aus Erdöl gewonnen wurden, hat man mir gesagt). Ich muss unbedingt das nächste Mal, wenn ich in der Nähe vom Bio-Laden bin schauen, ob die sowas haben. Oder vielleicht hat ja jemand ähnliche Probleme und hat eine Empfehlung für mich? :3

Es gibt so viel was mir zu diesem Thread einfällt und ich hätte noch viel mehr schreiben können, aber mir fällt es generell schwer, meine Beiträge kurzzuhalten, weshalb ich mir die wichtigsten Sachen rausgesucht habe. Ich hoffe niemand wurde von dem Text erschlagen und falls doch, komme ich persönlich mit einem Pflaster vorbei :'D