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Umweltschutz

Das Problem bei Windkraft ist auch eher nicht, dass es zu wenig gibt,… sondern eher das es keine Speichermöglichkeiten gibt. Es gibt eigentlich schon viel zu viele Windkrafträder. Hier stehen die regelmäßig bei Wind still, weil die einfach zuviel Strom produzieren und der nicht weitergeleitet oder gespeichert werden kann. Das weiß ich auch aus einer Internen Quelle.

Fakt ist jedoch, dass weiterhin fleißig die Dinger hingestellt werden und Geld kassiert wird. Was die Lärmbelästigung angeht:
Es ist was anderes wenn Autos an einen vorbeifahren, oder das ständige Summen der Anlagen. Es ist ein Ton der nicht zu beschreiben ist, der aber extrem unangenehm und störend ist. Mein Onkel wohnt 1 km von einem der neuen großen Windräder und es ist ein leiser aber stetiger Lärm, der mir schon nach 2 Stunden Kopfschmerzen bereitet hat.

Wo wir grade das Thema haben hust
https://www.welt.de/wirtschaft/article176699938/Windkraft-TUEV-sieht-in-den-Anlagen-tickende-Zeitbomben.html

Ich dachte eigentlich immer, dass es für die Anlagen eine Prüfungspflicht geben würde. Bei den Bildern wird mir übel…

Huh. Ja ich wäre jetzt eigentlich auch davon ausgegangen, dass es bei Kraftwerken egal welcher Art entsprechende Prüfauflagen gibt.

Zum Thema Lärm: Konstanter Verkehrslärm und konstanter Lärm durch Windräder sind denke ich sicherliche vergleichbar. Wenn man an einer Hauptverkehrsstraße wohnt ist es ja auch nicht mal ein Auto das vorbeifährt - und in beiden Fällen kann Lärm natürlich schädlich sein. Letztlich sind denke ich die Mindestabstände zu Wohngebieten bei Windrädern zu kurz bemessen und das geht natürlich nicht.

Und das Problem mit den nicht vorhandenen Speichermöglichkeiten: Ja, das ist definitiv ein negativer Punkt. Vor allem weil, soweit ich weiß, in einigen Gegenden in denen ein Überschuss produziert wird an umliegende Länder * bezahlt * werden muss damit die den Strom abnehmen. Das ist eindeutig nicht Sinn der Sache.

Generell ist das insgesamt aber nicht ein Problem mit der Stromerzeugung aus Wind Energie an sich, sonder wie mit dem Thema von den Betreiberfirmen umgegangen wird - nämlich mal wieder wenig zweckmäßig und unverantwortlich.

Wegen des Stromüberschuss: Naja, wenn das Stromnetz mal mehr ausgebaut werden würde, könnte man das Problem abdämpfen. Siehe Handelsblatt
Problem der erneuerbaren Energien ist ja hauptsächlich unser Stromnetz. :I

Noch was anderes zum Thema Umweltschutz allgemein:
Ich bemühe mich möglichst auf tierische Produkte zu verzichten. Soja wird ja gern als Futtermittel in der Fleischproduktion etc. erwendet. Dafür gibts natürlich riesige Monokulturen in Südamerika usw. für die Regenwald gerodet werden muss… und was davon einmal weg ist, kommt nicht mehr wirklich wieder. Ob man jetzt statt Wurst lieber sich Avocado auf die Stulle packt, ist jetzt auch nochmal so ne Sache. Auch als Vegetarier/Veganer kann man ungewollt ne Menge Umweltschäden unterstützen. :/

Ist glaub ich aus der Sicht wieder egal ob man Fleisch oder Gemüse isst,… irgendwo wird immer etwas sein. Kokos ist ja auch so ein Regenwaldkiller nach Soja. Und jetzt wo der Markt da ist, wird bestimmt zugunsten von diesen ganzen anderen neumodischen Getreidesorten wie Chia und Flohsamen und so weiter, weiter gerodet, damit das schön neben dem Soja wachsen kann.

Wer es da genau wissen will, der muss sich sein Zeug schon selber in den Garten pflanzen

Soja wird nicht nur in Regenwaldgebieten, sondern auch in der EU angebaut.
Soja aus den gerodeten Regenwaldgebieten landet tatsächlich größtenteils im Tierfutter der Fleischproduktion.
Ich bin allerdings kein Vegetarier/Veganer und habe es auch nicht vor.
Sojaprodukte mag ich sehr gern,wenn sie keinen abgestandenen Nachgeschmack haben.

Aber grundsätzlich stimmt das schon, gerade was Quinoa und Co. angeht: was gehyped wird, wird angebaut. Ohne Rücksicht auf Verluste.

Ich finde dieses Thema total wichtig! Und bin der Meinung jeder sollte sich damit auseinander setzen und eine Meinung bilden, es geht nun mal um unsere gemeinsame Welt. Toll, dass der Thread geöffnet wurde^^
Ich denke ich werde einiges wiederholen, dennoch möchte ich auflisten, was ich so mache:

  1. Nur kaufen, was ich brauche. Ich mache mir immer eine Liste und plane verderbliche Lebensmittel in meinen Alltag ein, damit nicht viele Lebensmittel weggeschmissen werden müssen. Es klappt nicht immer, wenn sich ganz hinten im Kühlschrank was versteckt hat, aber ich habe das Gefühl weniger wegzuschmeißen, als früher.

  2. Stoffbeutel griffbereit. Ich habe immer einen Korb (aus Plastik, weil klappbar :/ ) und Stoffbeutel beim Einkaufen dabei. So brauche ich keine Plastiktüten kaufen und die Stoffbeutel sind nicht nur reißfester, sondern auch waschbar, wenn mal was beim Transport kaputt geht und ausläuft etc. Meine Mutter hat die Dinger immer gepredigt und ich habe beim Auszug einen Haufen der alten Dinger mitgenommen. Sehr schön^^

  3. Lebensmittel möglichst ohne Verpackung (Obst/Gemüse) oder in Papierverpackung (Nudeln, Reis, etc.). Papier ist natürlich auch kein optimaler Rohstoff, um ihn haufenweise in Verpackungen rauszuhauen, aber besser als Plastik. Wenn ich nachdenke, wie ich früher Bananen zusammenhängend in eine von diesen Plastiktütchen für lau reingepackt habe, um dann auf die Tüte das Etikett zu kleben…

  4. Regional kaufen. Ich kaufe meist beim Rewe und die haben eine recht große Auswahl aus der Region bei uns. Ich habe letztens gesehen, dass Zwiebeln aus Neuseeland im Angebot waren und mir an den Kopf gepackt, dass etwas, was ganz easy in Deutschland angebaut werden kann, extra einen so weiten Importweg hinter sich bringen muss. Das ist so blödsinnig und ich kann mir kaum vorstellen, dass die Zwiebeln besonders schmecken.

  5. Kosmetik ohne Mikroplastik. Ich habe die praktische App Codecheck. Das wird Mikroplastik immer angezeigt. Die App ist übrigens kostenlos und nebenbei gibt es da fast täglich Artikel zum Thema Umwelt und Nachhaltigkeit :) Es gibt so viele Alternativen, auch im niedrigen Preislevel, dass keiner mehr Mikroplastik-Kosmetik kaufen muss. Ich habe bei meiner Umstellung rigoros alles weggeschmissen. Natürlich mit Mülltrennung ;)

  6. Mülltrennung. Ich trenne sogar bei z.B. Käseverpackungen von der Frischetheke die Papier- von der Plastikschicht. Das dauert nur einen kleinen Moment und ich habe dann ein besseres Gefühl dabei.

  7. Keine Kunststoffschwämme für den Abwasch. Die meisten Dinge waschen wir eh im Geschirrspüler, wenn dieser komplett voll ist wird er erst angemacht. Für Töpfe, Pfannen und Herd/Spüle nutzen wir einen Luffa-Schwamm. Das Teil ist brillant! Man kann diesen langen Schwamm in runde Scheiben schneiden und dann wie die Kunststoffschwämme nutzen. Ohne Kratzer bekommt man alles sauber geschrubbt (wirklich alles, wenn man ganz fies angebranntes einweicht). Wenn sich was ablöst, dann ist es organisch und unbedenklich fürs Wasser. Wenn der Schwamm irgendwann total sauig ist oder anfängt zu muffen, kann man ihn einfach mal mit in den Geschirrspüler packen. Nach einer Runde riecht er wieder gut und ist total sauber. Wenn er dann trocknet, wird er wieder komplett hart und ist bereit, wieder genutzt zu werden :)
    Die Idee kam auch von der App.

  8. Teebeutel loswerden. Ich habe noch Restbestände, die ich verbrauche. Der Tee ist komplett in Papierverpackung und teilweise fair trade. Daher möchte ich ihn nicht wegschmeißen. Nach und nach tausche ich meinen Bestand aus. Teesieb und Teeei funktionieren super und sind dabei auch super wiederzuverwenden^^

  9. Zu Fuß oder mit dem Rad. Da ich näher zur Arbeit gezogen bin, kann ich nun Rad fahren oder zu Fuß gehen. Ich spare dabei nicht nur Sprit, sondern auch Abgase ein. Ein gutes Gefühl und ich bekomme dabei noch Bewegung.

  10. Möglichst frisch kochen. Wir haben kaum abgepacktes Fertigzeug im Kühlschrank. Musste meinen Freund in der Hinsicht erstmal ein bisschen umerziehen, aber es schmeckt ihm mittlerweile auch besser, wenn wir frisch kochen. Man muss sich halt erst den an viel Salz, Fett und Geschmacksverstärker/-Stoffe gewöhnten Gaumen abtrainieren.

  11. Kompostieren. Bei der Mietwohnung momentan nicht möglich, weil wir keinen Garten dabei haben. Aber im Elternhaus konnte ich es umsetzen und die machen das immernoch. Der Müll im Haus stinkt im Sommer nicht mehr so und man bekommt für den eigenen Gemüseanbau gratis-Dünger. Also totale Win-Win-Situation^^
    Das werde ich in naher Zukunft im eigenen Haus auch wieder einführen, wenn es geht.

  12. Glasbehälter. Fast vergessen, sollte weiter nach oben :) Ich hole Joghurt nur noch in Pappbehältern oder noch besser und am liebsten von Landliebe oder Almighurt (weil lecker und ohne Gentechnik) im 500g Glas. Bekommen wir zu zweit an zwei Tagen weg ohne was wegschmeißen zu müssen und man bekommt den Pfand fürs Glas zurück.
    Ich versuche auch bei Konserven eher die Variante im Glas zu nehmen, als in einer Blechdose.

Das ist erstmal das, was mir morgens um halb 5 einfällt :)
Muss mir mal in Ruhe die Beiträge durchlesen. Da ist mit Sicherheit die eine oder andere Idee bei, die ich noch umsetzen kann^^

LG Jona :3

In Abfallwirtschaft hatten wir mal das Thema Hauskompost. Die sind eigentlich garnicht so gut, weil da oft oft was ausläuft und das dann ins Grundwasser gelangt. Außerdem haben vor allem ältere Leute auch noch die Angewohnheit auch gekochte Sachen in den Kompost zu machen, was u.a. wegen der Salze sehr schlecht. Umwelttechnisch wäre wohl die Biotonne mit anschließender, professioneller Verwertung am besten. Aber auf der anderen Seite müsste man dann für den Kompost abzuholen teilweise richtig weite Strecken fahren und noch extra Geld bezahlen…
Und zudem bin ich der festen Überzeugung, dass man mit einer ordentlichen Tonne und bewusstem Kompostieren sehr umweltbewusst handelt.

Rad fahren ist an sich ne nette Sache, aber mir geht es oft so, dass ich im Straßenverkehr ne Heidenangst habe, weil ich keine besonders sichere Fahrerin bin. Ich stürze immer mal wieder… Und meinem rechten Knie tut es auch nicht gut, wenn ich bergauf fahre. Ich war schon am Überlegen, ob ich mir nicht ein Elektrorad zulegen soll, aber das ist mir dann doch zu teuer, da wegen meiner Angst ne hohe Wahrscheinlichkeit besteht, dass es die meiste Zeit nur zu Hause rumsteht. Es fehlen einfach an vielen Stellen die Radwege.
Kennt das Problem noch jemand?

@Jona: Wo hast du denn diesen Luffa-Schwamm gekauft?

Bei der luffa gurke interessiert mich eher, wie man damit in enge Gläser kommen soll.
Ich hatte luffa Gurken bisher nur für die haut und die wurden auch bei Kontakt mit Wasser nicht weich genug um so was zu bewerkstelligen.

Ich wasche gezwungenermaßen nur per Hand ab und habe deshalb einen inflationär hohen Verbrauch der blöden Kunststoff Schwämme.

@firecloud
Also den Luffaschwamm habe ich mal geschenkt bekommen und eigentlich eher zum entfernen von Fliegen vom Auto genutzt. Das geht ganz gut und ohne Kratzer :)
Ich denke, man kann die Gurke in Bioläden oder vielleicht sogar bei DM oder so kaufen. Aber das müsste ich jetzt selbst nachschauen.

@Arvensis
Diese ganze Gurke an sich bleibt mit ihrer Struktur auch ziemlich fest. Ich habe da eine ca. 1cm (lieber ein paar mm mehr) dicke Scheiben abgeschnitten. Da braucht man am besten ein gutes Brotmesser, ist gar nicht so leicht. Und wenn man diese dünnere runde Scheibe dann gut nass macht und ein zwei mal benutzt hat, geht das ziemlich gut. Also ich kann sie auch biegen und falten. Sie wird ziemlich flexibel, fast genau wie ein Schwamm aus Kunststoff :)
Ich hoffe das war verständlich^^

Für Gläser hab ich eine Spülbürste von IKEA. Die ist zwar aus Plastik, aber die wird locker 5-10 Jahre alt.

Ich habe sogar Luffa da, danke für den Tipp :)
Mikrobiologisch teile ich dein “total sauber” nach der Spülmaschine zwar nicht, Jona, aber ich habe sonst noch andere Mittel, die Keime auf dem Ding wieder zu reduzieren. Auskochen, Desi etc.

Vielen Dank für das tolle Thema!

Vor vier Jahren fing ich mit der ersten Veränderung an: ich habe die Flüssigseife durch Seifenstücke ersetzt. Das spart nicht nur unnötig Erdöl und Produkt, sondern es hat auch meine Haut deutlich verbessert. Handcreme ist seither Geschichte.

Danach ist erst einmal lange nichts passiert, bis auf die Tatsache, dass ich sehr lange keinen Führerschein hatte und viel zu Fuß erledigt habe. Mittlerweile habe ich einen, weil ich von der Stadt ins Dorf gezogen bin. Auch hier erledige ich noch viel zu Fuß, habe aber (noch) ein Auto auf Erdgas. Noch, weil wir bald, aufgrund des dritten Kindes, ein größeres Auto brauchen. Wenn das Angebot und Geld da ist, bevorzugen wir hier natürlich wieder ein Gasauto.

In den letzten 1-2 Jahren hat sich dann immer mehr bei uns verändert. So kaufen wir zum Beispiel Öl, Essig und Milch nur noch in Glasflaschen. Wasser kaufen wir keines, da wir einen Soda Streamer haben. Das Ding ist bestimmt schon 15 Jahre alt und am liebsten möchte ich es durch ein Neueres ersetzen. Mir geht es tierisch auf den Keks, dass die Flaschen aus Plastik sind und diese alle zwei Jahre ersetzt werden müssen. Zumal sich im Deckel super gerne und schnell Schimmel bildet. :( Kaffee und Tee ist bei uns lose und wird mit der Frenchpress bzw. dem Teeei getrunken.

Putzmittel kaufe ich schon gar keine mehr, weil ich die meisten selbst herstelle. Wir haben hier große Mengen an Natron, Soda und Zitronensäure. Die schon erwähnte Zahnpasta aus Kokosöl hatten wir auch eine Zeitlang, aber die ist ganz schnell bei uns “rausgeflogen”. Für uns funktioniert das nicht, weil unsere Zähne laut Zahnarzt deutlich schlechter wurden. Dafür wasche ich meine Haare mit Roggenmehl. :D

Obst/ Gemüse kaufen wir nur unverpackt. Meist vom Wochenmarkt und wenn ich es dorthin nicht schaffe, kaufe ich im Laden ein. Was Lidl, Rewe und Co. nicht unverpackt haben, kaufe ich beim Obsthändler ein. Das ist zwar dann teilweise deutlich teurer, aber dafür ohne Müll. Sonst achten wir auf das, was hier auch schon erwähnt wurde: Nudeln in Pappe, Sauerkraut im Glas. etc. Stoffbeutel haben wir auch immer dabei.

Wir kochen auch täglich frisch. Ich kaufe nicht mal so Sachen wie passierte Tomaten oder Gemüsebrühe. Alles wird selbst und frisch gekocht.

Bekleidung upcycle ich auch sehr gerne. Dadurch bekommen sie ein neues Leben. Oder gute Bekleidung geht vom großen Kind, zum noch Jüngsten.

Kosmetika benutze ich auch kaum noch welche. Das was für mich gut funktioniert, kommt leider aus dem Internet. Dafür halten sie aber gut ein halbes Jahr. Ich kaufe bei Manna Gesichtsseife und reine Sheabutter als Gesichtscreme. Seither ist auch meine unreine Haut Schnee von gestern…

Hm, gibt es noch etwas, das ich vergaß zu erwähnen? Wir stellen langsam auf Stofftaschentücher um, und um ehrlich zu sein, überlege ich auch, auf waschbares Toilettenpapier zu wechseln. Derzeit benutzen wir Recyclingpapier und nein, das kratzt nicht. Die Frage kam ja auf. Wir benutzen mal das 3-lagige, mal das 4-lagige vom DM, je nach dem, was da ist. Auch die Damenhygieneartikel habe ich weites gehend aus dem Haus gebannt. Auch ich benutze eine Menstruationstasse.

Meine Mutter bezeichnet mich gerne als Öko… Statt Plastikspielzeug bekommen die Kinder bevorzugt welches aus Holz. Nur beim Großen ist es etwas schwierig, weil er gerne mit Lego spielt. grübel

Edit: Waschbare Spül- und Putzlappen benutzen wir auch nur noch. :)

@Major
Ja, mikrobiologisch wohl nicht sauber :D
Aber gegen alte Kaffeereste oder feuchten Mief hilft es gut. Auskochen tun wir das Teil auch immer mal wieder^^

@Shiizuna
Ich würde auch gerne auf Damenhygieneartikel verzichten, aber was ich so gehört habe, ist die Menstruationstasse nichts für mich. Die kann ich wenn ich arbeite nicht benutzen und das ist nunmal die meiste Zeit der Woche.

Dazu kann ich leider nichts sagen. Ich weiß nicht, was du beruflich machst. Mich persönlich stört sie nicht und ich kann bequem 6-8 Stunden ohne wechseln auskommen. Aber da ist ja jede Frau anders.

Alternativ kannst du Damenbinden auch selber nähen. Es gibt verschiedene Saugmaterialien, wie bei Stoffwindeln, die die Flüssigkeit aufsaugen und alles schön hygienisch ist. :)

Über die Damenbinden oder auch Slipeinlagen gleicher Art habe ich auch schon mal nachgedacht. Aber so wirklich traue ich mich da nicht ran. Ich meine, wir kriege ich die sauber? Muss ich die vorher von Hand waschen? (In der WaMa wäre mir das zu unhygienisch.) Ich schätze mal, dass die dann auch am besten anschließend als Kochwäsche im Topf auf dem Herd desinfiziert werden, oder? Und wie mach ich das dann unterwegs? Ist ja schon eklig, benutzte Binden mit sich herunzutragen. ^^" So einen Cup kippe ich ja nur im Klo aus, spül ihn kurz ab und benutz ihn gleich wieder, da hab ich dann kein “Transportproblem” sozusagen. (Die gleichen Gedanken gelten dann natürlich auch für wiederverwendbare Windeln. Wobei es mich da noch mehr ekeln würde, weil es nicht nur Ausscheidungen sind sondern halt auch nochmal krass riechen soll.)

Urgh - an “wiederverwendbare” Damenhygiene trau ich mich auch nicht ran - ich meine, ein einziges Mal ne vermeidbare Infektion untenrum, die dann mit Antibiotika etc. behandelt werden muss, löscht den “Umweltvorteil” eh wieder aus. Mal ganz abgesehen davon, dass mir meine Gesundheit zu wichtig ist und die meisten “Alternativen” zu herkömmlichen Damenbinden definitiv nicht auf Kompatibilität mit Berufstätigkeit ausgelegt sind. Wer unter der Woche täglich 10-12 Stunden außer Haus ist, KANN nicht mit Menstruationstasse herumrennen… Und nein, ich will mir auch keine gebrauchten Stoffbinden in die Tasche stecken müssen. (Dafür leihen sich meine Kollegen zu häufig Stifte von mir aus. Das ist so NOPE!) Oder irgendwas in einer öffentlichen Toilette abspülen und mir dann wieder reinschieben. schauder (Mal abgesehen davon, dass das auch verdammt eklig wäre für alle anderen Personen, die das Waschbecken benutzen, von wegen Blutspuren. Ich mein ja nur… Ich würde mir NICHT wünschen, dass meine Kolleginnen das tun! Blut ist nicht nur “eklig”, sondern im Zweifelsfall auch infektiös, und ich will nicht das Äquivalent zu ungeschütztem Sex mitm halben Fachbereich… Oh, nopenopenope!!!) Solche Spleens kann man sich im Grunde nur als Vollzeit-Ökomutti erlauben.

Habe mir gerade eine Menstruationstasse sowie Stoffbinden zugelegt, daher melde ich mich mal dazu :D Zudem nutze ich für Töchterlein seit mittlerweile… fast zwei Jahren Stoffwindeln.

Bisher arbeite ich von zuhause, habe also nicht das Problem in öffentlichen Toiletten wechseln zu müssen, soweit ich gelesen habe soll das Auswaschen der Menstruationstasse aber wohl recht problemlos mit mitgenommener Wasserflasche und evtl. Klopapier zum Auswischen ohne Gang zum Waschbecken zwischendurch funktionieren. Damit ist auch die Waschbeckenbenutzung äquivalent zur Tampon-Benutzung. Viele schaffen es wohl auch nur morgens und abends zuhause zu wechseln und es in öffentlichen Toiletten erst gar nicht machen zu müssen - wäre bei mir wegen Regelstärke nicht möglich. Zumindest an den meisten Tagen nicht.

Stoffbinden habe ich mir jetzt zusätzlich als Backup zugelegt, wenn die Menstruationstasse richtig eingelegt ist sollte man die nicht unbedingt unterwegs wechseln müssen - die sollen (zumindest in Kombi mit Menstruationstasse) ja nur ein paar Tröpfen auffangen falls man zu lang wartet mit dem Wechseln der Tasse oder eben Fehler beim Einlegen macht und sie nicht ganz dicht ist. Der Transport benutzter Binden wäre allerdings auch recht easy - es gibt nen “Wetbag” was meistens direkt mitgeliefert wird und sowohl Auslaufen als auch Verschmutzung von anderen Sachen verhindert. Quasi das kleine Äquivalent zu den Wetbags für Stoffwindeln.

Ich werde die Stoffbinde vermutlich per Hand am Waschbecken auswaschen und dann in der Waschmaschine mit 60° und Hygienespüler mit den Windeln waschen. Ich bin mir nicht sicher ob man sie abkochen sollte, ich glaube die die ich hab würden das nicht unbedingt aushalten. Muss man mit den Windeln allerdings auch nicht ^^

Habe allerdings auch noch nicht viele praktische Erfahrungen, die Menstasse hab ich erst seit Dienstag und die Stoffbinden seit heute XD

Erfahrungen zu Vollzeitarbeit mit Tasse:

Auswaschen im Waschbecken vorne tu ich nicht. Wie sähe das denn aus? Hose runter, Klopapier zwischen die Beine geklemmt, Hand blutfleckig XD Also irgendwo hörts auch auf.

Ich leere die sehr wohl auch in der Arbeitszeit aus, ansonsten läuft sie nämlich aus, wenn die Blutung gerade sehr stark ist. Das wäre mir zu riskant.
Das geht so: Rausnehmen, ausleeren, 2 mal mit Klopapier auswischen und wieder einsetzen. Hände mit Klopapier blutfrei tupfen und dann erst die Kabine verlassen.
Mit Wasserflasche hab ich auch mal probiert, aber das geht bei mir nur schief.

Als Mikrobiologe kann ich dazu sagen: Solange das Ding geschlossen ist (also drinne), fallen ausschließlich die Bakterien in die Tasse, die eh schon im Millieu sind und die sind in der Regel nicht infektiös. Wenn doch, seied ihr vorher schon krank. Andere Bakterien können nicht in ausreichender Menge eingeschleppt werden, weil die Plätze mit guten Bakterien ja bereits voll sind (der große Vorteil gegenüber Tampons ;)). Und wenn man die Grundhygiene beachtet ist das auch wirklich so: Hände waschen vor dem Klogang (mache ich immer bei Tassenwechsel) und Klopapier nur frisches verwenden, das man nicht vorher vom Boden aufgesammelt hat. Wer noch sicherer gehen will, desinfiziert die Hände nach dem Waschen. Wir haben Desi aufm Klo, aber ich tu das trotzdem nicht, die Schmutzfracht bei mir im Betrieb ist sehr gering.

Was es auch gibt, sind spezielle Tücher zum Auswischen oder manche nehmen auch feuchtes Klopapier. Halte ich nichts von, eher nehm ich eine kleine Sprühflasche Alkoholdesi mit und benutze das zusammen mit Klopapier. Feuchte Tücher sind meistens nicht nur umwelttechnisch bedenklich, sondern auch ein Graus für die Abwassertechnik im Klärwerk.

Ich benutze das so seit 5 Jahren und hatte damit bisher noch nie Probleme.

Wetbags, was es alles gibt. Ich hätte einfach eine Plastiktüte mit Zipverschluss genommen. ^^" Meine größte Sorge ist auch nicht unbedingt das Auslaufen sondern der Geruch. Gerade wenn es sehr warm ist, kann das echt übel werden.

Wetbags sind super xD Waschbar, wiederverwendbar und so :D Ich hab keine Ahnung, mit reiner Stoffbindenbenutzung hab ich mich noch nicht auseinander gesetzt, ich hab meine nur als Backup für die Tasse. Vielleicht hat da wer anders mehr Erfahrung… oder Google?

Stoffwindeln stinken übrigens erstaunlich wenig wenn man sie bis zur Wäsche geeignet lagert (entweder in Wasser eingelegt oder (wie wir es machen) trocken in einem offenen (!) Eimer. Keine Ahnung wieso, aber es funktioniert. Bei Blut kann das anders sein, damit hab ich keine Erfahrungen.

Edit: Google sagt es riecht wohl deutlich weniger weil atmungsaktiv und soll wohl mit Wegwerfbinden nicht zu vergleichen sein.