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Umgang mit Kritik

Naja… Ich baue mmeine kritik in einem kommentar meist so auf, wie in meinem letzten beitrag bereits erwaehnt.

Aaber ich finde schon, dass ihr recht habt, dass man auch kritik eines ‘schlechteren’ zeichners ebenso annehmen kann.

ich kenn das ja von mir selbst auch zur genuege - ab und zu seh ich hier und dort mal ein bild von wem, wo mir sofort was ins auge huepft, (vllt ein fehler, den ich auch oefters mache?), und ich versuche den/die kuenstlerIn darauf aufmerksam zu machen, undversuche zu erklaeren, wie man es besser machen koennte. Muuss ja nicht unbedingt heißen, dass ich das so umsetzen kann, wie ich es vorschlage, aber vllt kann ja jmd anderes was mit meinem tip anfangen. ;) (ich ngebe meine ratschlaege gerne weiter. ^^)

Ich finde, bei Kritik ist es immer wichtig, nicht nur das Negative anzusprechen, sondern auch positive Askpekte des Bildes hervorzuheben. Auch wenn einem das Gesamtbild nicht zusagt, findet mit Sicherheit jeder IRGENDETWAS, was ihm daran gut gefällt ^^ Wie hieß es in der Schule immer so schön: So, und jetzt sagt mal eure Meinung. Vllt erstmal etwas positives, bevor ihr sagt, was ihr nicht so gut fandet!

Und dann, wenn man etwas Negatives genannt hat, sollte man dieses negative Argument mit einem positiven wieder ein wenig mildern. So verfälscht man nichts, aber es klingt auch nicht so hart.

@INyappy: Sehe ich genauso. Das hilft, die kritik auch anzunehmen.

So, und nun zum Thema allgemein:

Nicht jeder kann gut zeichnen, aber das heißt nicht, dass er/sie nicht ein sehr gutes Auge für sowas haben kann. Ich bin auch weiß Gott nciht so gut wie die Superzeichner, aber ich bilde mir ein, ihnen trotzdem hilfreiche Tipps geben zu können. Klar, es hapert bei mir selbst stark an der Umsetzung; aber ich weiß, wie es aussehen sollte. Und eben weil ich es noch nicht perfekt kann, kann ich manche Fehler auch sehr gut nachvollziehen und vielleicht so ein paar bessere Lösungsvorschläge machen, als wenn ich nur einfach sage “Da und da stimmt was nicht”. Ich sage dann lieber “Da ist was nicht so optimal, versuch mal das und das und das, dann wird das so und so und du kannst diese und jene Sache besser rüberbringen.”
Was ehrlich gesagt auch die Kritik ist, die ich am liebsten höre. Das hilft mir immer am meisten, weil ich so auch sehe, warum dieses und jenes merkwürdig aussieht und wie man das umgehen kann.

Und natürlich ist Höflichkeit und ein angemessener Tonfall das A und O bei der Kritik. Man sollte den Zeichner nie angreifen; wer nimmt schon kritik an, wenn er sich in die Defensive gedrängt fühlt? Dann fängt man an, sich zu verteidigen, statt mal drüber nachzudenken. Und ich finde es auch immer gut, wenn jemand offen zugibt, dass er mit gewissen Punkten selbst Schwierigkeiten hat und eben darum diese Kritik gibt. Das wirkt nun mal viel aufrichtiger, als wenn jemand alle Kritikpunkte aufzählt, als wäre er weiß Gott was für ein Genie, aber selber nur Gekrakel zustande bringt. Das kann nämlich schon gan zschön anmaßend wirken ^^°.

Also, der Tonfall machts, und manche Kritik ist einfach nur unangemessen udn nicht im mindesten hilfreich, viele andere aber schon. Darum ahbe ich oben auch “ich akzeptiere die kommentare” gewählt. In dieser konstellation kann sich so vieles abspielen von konstruktiv bis beleidigend. Aber meiner Erfahrung nach war solche Kritik bis jetzt meist sehr wohl gerechtfertigt und hilfreich. Und ich finds jedes Mal toll, egal ob die Kritik von mir kam oder ich sie bekommen habe, wenn sich dadurch dan nein Gespräch entspinnt und man Tipps austauscht, das bringt einen auch weiter.

Hey ;-)
ich bin genau der gleichen Meinung wie ihr
ich persönlich krige gerne Kritik
ich möchte mich schließlich verbessern
nur um Kritik an zu nehmen darf man sich selbst nicht so ernst nehmen
und muss sich selbst objektiv einschätzen
Wer sich für perfekt hält kann natürlich keine Kritik annehmen

Da ich zum Glück nicht perfekt bin und gerne lerne
höre ich sehr gerne fundierte Kritik
klar mag ichs auch nicht wenn aus der Luft gegriffen ist
.es sollte schon hand und Fuß haben

Hey Leute, :)

ich kann mich euch nur anschließen. Ich kriege gerne Kritik, auch wenn ich es manchmal im ersten Moment nicht so gerne habe, sieht man doch später ein, dass es stimmt, was der andere sagt. Egal von wem es kommt. Gerade andere können Fehler entdecken, die man selbst nicht so sieht, ob der andere gut oder schlecht ist dabei egal.

Allerdings finde ich, dass immer weniger kritisiert wird. Meist sind die Kommentare doch eher im Stil von “Oh, wie süß =^.^=, colo schön, gefällt mir gut”, da noch ein paar Absätze und Smilys zwischen und gut ist. Und egal auf welcher Seite man ist, man findet es immer wieder. Mich nervt es teilweise echt, wenn nur gute Bilder Kommentare bekommen und Anfänger leer aus gehen. Ich finde, dass gerade Anfänger Kritik und Lob brauchen. Gute Künstler zwar auch, aber wer liest sich bitte gerne zwanzig Kommentare im Stil von “Oh wie süzz!!!1111” durch?!

lg

Ich seh das genauso ich bin aus anderen Foren viel mehr Kritik gewohnt.
Aber gute Kritik ist viel Arbeit und wird nicht immer so geschätzt
ich denke allein das es eine Rubrik gibt die sich mit dem Umgang auseinander setzt
sagt einiges.
Ich schreibe und lese gerne Kritik aber Kunst von Anderen zu bewerten ist schwer

Ich würde gerne eine Frage stellen:
Nach welchen Kriterien bewertet man KaKao?
Wie macht ihr das?

LG Yra

Ich glaube, dass da ein gewaltiger Unterschied zwischen Handwerk und Kunst besteht. Achte mal darauf, wenn du Kritiken liest, was genau kritisiert wird und was nicht.

Ich würde gerne eine Frage stellen: Nach welchen Kriterien bewertet man KaKao? Wie macht ihr das?

Ich gebe nur Kritik, wenn mir ein Bild mindestens in seinen Grundzügen gefällt und ich Ansätze sehe, wie man es mit minimalem Aufwand noch besser machen könnte. Zunächst ist ja immer eine Bildidee vorhanden, die man als Betrachter erkennt oder nicht.
Zum Beispiel eine romantische Liebesszene. Wurde die Idee überzeugend umgesetzt? Und wenn nicht, warum? Ist es der bekiffte Blick des einen? Die klauenartige Sonnenblumenhand des anderen? Das sind keine Bilder einer romantischen Liebesszene.

Oder ganz beliebt: sexy, halbnackter Typ. Mit Wabbelarmen und komischen Hängetitten, während die Vorstellung des Zeichners von der dargestellten Figur eigentlich eine ganz andere war.

Also geht man hin, sagt z.B. der Blick des einen sollte etwas heller sein oder weniger schielend, und die Fingerspitzen der Hand weniger spitz. Und der sexy Typ braucht weniger Striche an der Brust und klarer herausgearbeitete Muskulatur, hier ein Beispielbild… etc.
Allerdings liste ich nicht jedes i-Tüpfelchen auf, wenn es nicht unbedingt sein muss. Wenn ein Arm zu lang ist, es aber das Gesamtbild nicht stört, ist es mir egal. Das Bild ist letztlich trotzdem gut.

Ich wüsste jetzt nicht, was all das mit Kunst zu tun hätte.

Ouuhh, du möchtest doch sicher nicht darüber streiten was ‘Kunst’ ist oder? O.o Also das mag deine Perspektive sein, aber im Grunde genommen ist sogar ne Anfänger-Karte Kunst, wenn man denn so will…

Ich würde bei einer Kritik immer nur recht oberflächlich rangehen, das hört sich jetzt doof an, aber ich erkläre gleich was ich meine.
Also bevor ich wie du zB sage, dass die Finger zu spitzt sind, schaue ich mir das Bild im grundlegenden an, denn man muss ja weitesgehend einen leichten Stil herauserkennen bevor man Kritik übt. Es ist nämlich ein Unterschied ob man zB. jemanden kritisiert der etwas realistischer zeichnet, im Shonen-stil zeichnet oder eher chibi-shojo-mäßig zeichnet. Beispielsweise wäre ein Arm X für einen Shonen-zeichner zu dünn während er für Chibi-Shojo-zeichner ganz normal ist, selbiges gilt für Augen und ja sogar wie Spitz die Finger sein dürfen (ich gehe mal nicht von Eiszapfen aus xD). Und auch wenn jeder seinen eigenen Stil hat, was mir sicher jemand vorwerfen wird sobald ich ‘Shojo’ oder ‘Shonen’ benutze, so lehnt sich jeder an irgendeinen Stil an, und dann wird automatisch in den Köpfen verglichen. Wenn das nämlich NICHT so wäre, wäre mindestens jede 2. Nase viel zu klein und jedes 3. Auge zu groß. Man kann hier sagen “sowas ist geschmackssache” aber sobald man das sagt (und gleichzeitig behauptet jeder habe seinen eigenen Stil) ist ALLES am Bild geschmackssache, damit dies nicht so ist und man überhaupt Kritik ansetzen kann muss man also Richtlinien finden, die dann der Stilrichtung entsprechen.

Da also jeder nen leicht anderen Stil hat und nicht jede Stilrichtung gleich ist, sollte man nur oberflächlich kritisieren. Man kann ja nicht einem Shonen-zeichner vorwerfen er habe die Augen und Wimpern nicht genug ausgearbeitet, weil man das eben so findet oder einem Shojo-zeichner die Männer sähen alle aus wie schlacksige Jungen mit Babyface, weil das ‘realistischer’ ist aber so gar nicht dem Shojo-genre entspricht.

Bei Anfängern kritisiere ich aber immer die grundlegende Anatomie und beachte die Stilrichtung nur 2. rangig. Ich denke nämlich, dass man erst argumentieren kann, dass ein langgezogener Körper ‘absichtlich’ so ist und dem eigenen Stil entspricht sobald man die grundlegende Anatomie + dem Stil dem man sich anlehnen möchte recht gut beherrscht. Das würde die Frage beantworten “Warum wird eine schlichte Katze beim Anfänger kritisiert und beim Profi nicht?” Er kann es, macht es aber nicht, der Anfänger sollte es erst lernen bevor er es extra macht.
Selbiges gilt dann für Umsetzung von Licht/Schatten, Räumlichkeit und anderen Darstellungen von zB. Steinen/Pflanzen/Himmerl…

Erst dann sehe ich mir die Umsetzung vom Motiv an, also wie Kageko sagte ob ein Liebespaar auch romantisch guckt und ob die Atmosphäre drum herum es auch unterstützt und ob das was der Zeichner wollte (sofern man es erfährt) erreicht wurde.

@MissCockatoo

Ich weiß nicht, warum du jetzt auf dem Kunstbegriff herumreitest. Wenn auch Anfängerkarten Kunst sein können, was ich nicht abstreite, dann brauchen wir uns doch gar nicht mehr darüber unterhalten, weil man “Kunst” nicht kritisiert.

Die Umsetzung eines Bildes ganz stark abhängig vom Bildmotiv/Inhalt. Bei Anfängern mag alles gleich aussehen, aber bei Fortgeschrittenen sieht man, dass in einem dramatischen Bild die Strichführung z.B. krakeliger wird, während ruhige Szenen vielleicht akkurat gezeichnet sind. Insofern hat es keinen Sinn, erst zu gucken, ob gekrakelt wurde und dann, welches Motiv entstanden ist…
Zeichnen ist nämlich immer noch keine Kunst, sondern ein erlernbares Handwerk und Ausdrucksmittel.

Als Zeichner hat man die Idee und diese möchte man anderen verständlich machen (es sei denn, man ist Künstler). Und als Betrachter ist es anders herum: Wir sehen die Botschaften und interpretieren die Idee.
Das Kritisieren eines Bildes hat nur dann einen Sinn für den Zeichner, wenn er durch diese seine Idee besser verständlich machen kann.

Nach da hab ich ja was los getreten :O
aber ihr zwei stellt sehr gut das Dilemma da, das ich habe.

Mir ist aber ein Satz aufgefallen:
[quote author=MissCockatoo link=topic=671.msg354347#msg354347
“Warum wird eine schlichte Katze beim Anfänger kritisiert und beim Profi nicht?”
[/quote]
ich frage mich woran ich an der schlichten Katze sehe das sie von einem Profi ist?
Ich denke auch das man vor allem die Technik kritisieren kann
und wirklich Anatomie schwerwiegende Fehler sind klar.
aber etwas anderes ist noch das mir einige Bilder auf Grund der unpassenden
Atmosphäre nicht gefallen. Aber ich weis selbst nicht wie man die verbessert
da sind dann so subtile Fehler die ich nicht beschreiben kann…
ich kann gar nicht erfassen warum das Bild nicht so gut ist wie ein technisch
schlechteres, bei dem aber die Atmosphäre stimmt.

ich fands sehr interessant :)
http://de.wikihow.com/Kritik-akzeptieren

Ich akzeptiere nur Kritik von anderen Künstlern wenn diese wissen wovon sie sprechen und diese berechtigt ist.Wenns dafür aber kein offensichtlich erkennbares oder Grund gibt, geb ich ned viel auf sowas das von “trollen” kommt.Bin offen dafür wenns wirklich sinnvolle Verbesserungen sind und mir sagen kann,warum sie das so empfindet.Es ist auch eine Frage der Art wie die Person mir sagt das ich da Bockmist gemalt habe,ich kann damit leben aber man muss ja nciht gleich verletztend werden,was einige jüngere aber leider auch längst erwachsene Zeichner nicht ganz drauf haben, mit dem Taktgefühl.
Ich lass mir natürlich eher was sagen von jemandem der Jahrelang als 3D Grafiker fürn Job arbeitet als jemand der zur hin wieder nen Mangafigürchen auf ne Karte malt und recht lieblos gestaltet ( das ist nur Beispielhaft und keine echte Person gemeint damit).Frage auch gerne mal völlig neutrale personen was ihnen komisch auffällt oder postiv gut wirkt.Man selber erkennt Fehler im zeichnenprozess erst ,wenn einem ein ander drauf hinweist

Ich muss sagen, ich bekomme von anderen Zeichnern eher wenig Kritik – viele trauen sich ja nur, wenn man explizit darum bittet und, na ja, so oft frag ich auch nicht danach.

Wer mir allerdings gerne Feedback gibt, ist mein Freund. Kein Stück künstlerisch erfahren oder begabt (es sei denn, das Horten von süßen Mangamädchen-Bildern zählt) und auch sprachlich eher ungeschickt… also kein „Das ist gut und hier kannst du das und das so besser machen.“, sondern entweder „Die ist putzig!“ oder „Na ja, an deinen Nasen könntest du mal was machen. Du machst die immer so komisch. zeigt drauf
Manchmal ärgert das im ersten Moment, weil er ja keine Ahnung hat und ich bei meinen Nasen doch bisher gar kein Problem gesehen hab – aber wenn man das Sacken lässt und mit etwas Abstand betrachtet… dann ist es doch oft hilfreich.

Ich mein, klar, man sollte auch einen Schlussstrich ziehen können und sich nicht von jedem “Troll” reinreden lassen, aber von vornherein abzublocken und zu denken “Der kann’s nicht besser, auf den hör ich schon mal gar nicht”, finde ich falsch.

Ich finde nicht, dass es bei Kritik darauf ankommt, was der Kritiker selbst tut oder nicht tut. Die Kritik sollte fundiert und gut geschrieben sein.
Letztendlich ist es nämlich egal, was der Kritiker tut, er bekommt das eh immer um die Ohren geschlagen, wenn dem Kritisierten die Kritik nicht passt.
Der Kritiker ist ein top Zeichner. Kritisierter: “Ey, Hochnase, du schaust auch nur deinen eigenen Kram an!!”
Der Kritiker ist ein schlechter Zeichner. Kritisierer: “Von so einem Krakeler wie dir lass ich mir gar nichts sagen!”
Der Kritiker hat gar keine Zeichnungen vorzuweisen. Kritisierter:“Schaff erst mal selber was, bevor du den Mund aufmachst!”

Sehr gute Kritiker sind auch gerne mal Leute, die nichts vorzuweisen haben. Weil sie einen anderen Blick auf die Sache haben und keine Routine einstudiert haben, die Scheuklappen mit sich bringen kann. Wenn er dazu analytisches Denken und wissenschaftliches Schreiben beherrscht, kann das ein außerordentlich guter Kritiker sein, auch wenn seine Gallerie leer ist.

Ich steh Kritik zwiegespalten gegenüber.
Die meisten, die laut danach krakeelen, wollen nämlich eigentlich gar keine Kritik, sondern nur Aufmerksamkeit und Bauchpinselei und werden SEHR böse, wenn man wagt etwas anzumerken und Tipps zu geben.
Außerdem halte ich Kritik bei fertigen Einzelbildern für sinnlos. Erst der Blick auf mehrere fertige Bilder eröffnet allgemeine “Fehler” oder Auffälligkeiten. Anders ist das bei WIP-Bildern, da ist es durchaus sinnvoll, grobe Schnitzer frühzeitig zu erkennen.
Und dass eine Hand zu viele Finger hat oder ein Bein zu lang wirkt oder die Perspektive nicht stimmt, dass kann jeder feststellen - nicht nur Künstler.

Ansonsten stimme ich Major vollkommen zu.

Was Kritik an meinen Bildern angeht… eigentlich nur, wenn ich drum gebeten habe. Ich darf mich zu den überaus glücklichen Menschen zählen, die sich nicht nach 3 Tagen für das in Grund und Boden schämen, was sie fabriziert haben, sondern einen gewissen Stolz mit sich tragen und toll finden, was sie können. Klingt evtl seltsam, weil Künstler ja eigentlich NIE mit sich selbst zufrieden sind - es war auch schwer dahin zu kommen. Ich habe akzeptiert, dass das mein Hobby ist und im Hobby muss überhaupt nichts - und schon gar nicht perfekt sein.
Daher bin ich nie begeistert, wenn mir irgendwer meine Fehler am fertigen Bild aufzählt - meist kenn ich die nämlich schon. Andererseits hab ich über die Jahre gelernt, dass Kritik ein Geschenk ist - und Geschenke muss man nicht annehmen. Man darf sich drüber freuen oder dankend ablehnen. Und man muss sich nicht rechtfertigen, wenn man (ungefragter Weise) kritisiert wird.
Und jetzt hab ich vergessen, was ich noch schreiben wollte.

Achso, unfertige Bilder.
Da nehme ich sehr gerne Rat von anderen an, auch von Nichtkünstlern, wenn ich mir unsicher bin. Manchmal haben Nichtkünstler auch noch mal einen ganz anderen Blick auf die Sache.

Ich sehe es so wie die meisten - für mich ist unerheblich, wie viel “Skill” der Kritisierende hat. Ich bin da ähnlich wie DBee und frage meistens meine bessere Hälfte mit 0 künstlerischem Hintergrund und meist trifft er den Nagel tatsächlich auf den Kopf. Gerade, wenn ich selber nicht weiß, was mich stört, hilft das extrem weiter.

Eine ähnliche Diskussion hatte ich mit Mädels aus einer Gesangsgruppe, wo wir auch relativ bald einer Meinung waren: Man muss nicht singen können um zu hören, dass jemand keine Töne trifft, schiefe Harmonien singt oder aus dem Takt ist. Das hört jeder raus und darf es dann auch sagen. Und selbst wenn jemand nicht genau formulieren kann, was ihn stört, reicht es meistens schon, wenn er es rudimentär umschreibt (Intonation sitzt irgendwie nicht/ist zu hart wurde z.B. mal umschrieben mit “Es klingt als würde sie die Töne mit einem Holzhammer treffen - sie trifft, es klingt nur sehr steif”). Und ich finde, ähnlich kann man es auf Zeichnerei übertragen. EIn Laie sieht, dass beispielsweise Mundmitte, Nase und Kinn nicht auf Achse sind - dann darf er das auch sagen, selbst wenn er selber 5 Stunden herumradieren muss um es selber zu schaffen.
Ich muss auch zugeben, dass mir häufig schon die Kritik von Außen die Augen geöffnet und mir ein Aha-Erlebnis beschert hat (beispielsweise bei dem "Auf-Achse Problem). Finde ich gut und dabei ist mir der Wissenstand/Leistungsstand des Kritisierenden erstmal egal.

Die meisten, die laut danach krakeelen, wollen nämlich eigentlich gar keine Kritik, sondern nur Aufmerksamkeit und Bauchpinselei und werden SEHR böse, wenn man wagt etwas anzumerken und Tipps zu geben.
Die gabs früher schon im Kunstunterricht...Marke "Mein BIld ist sooo schlecht" nur um dann zu hören, wie toll sie es doch gemacht haben. Ich bin noch nicht lang genug hier, um beurteilen zu Können, ob und bei welchen Mitgliedern das so ist - im Notfall kann man sich ja auch immer noch einen Überblick in der Galerie verschaffen - ob und wie derjenige mit zuvor gegebener Kritik umgegangen ist.

Wenn ich Kritik gebe, versuche ich meistens nach dem Grund zu fragen oder mit meinem persönlichen Empfinden zu argumentieren. Eine Bekannte von mir hat ihre digitalen Zeichnungen immer mit sehr dicken Outlines versehen, auch ungeachtet der Körperpartie (ist ja z.B. oft Gang und Gebe, dass Outlines im Gesicht etwas schmaler gezogen werden). Ehe ich das kritisiert habe, habe ich gefragt, ob das Absicht ist, dass die Outlines so dick sind und dass es mir dadurch schwer fällt, das Bild “dreidimensional” wahrzunehmen - hätte ja auch sein können, dass sie Probleme bei der Einstellung des Pinsels hatte oder so…Da es aber Absicht war und ihrem ästhetischen Empfinden so entspricht, macht es da nicht viel Sinn dann noch Tipps zu geben, wenn dieser Effekt von ihr beabsichtigt und für hübsch gehalten wird. Ab da ist es für mich dann Geschmacksfrage über die sich nicht viel diskutieren lässt. Ähnlich ist es mit Anatomie/Verzerrungen etc - ist es Absicht, dass ein Arm so lang ist weil das z.B. die Dynamik verbessert oder hatte derjenige beim Zeichnen tatsächlich Probleme mit Perspektive un Proportionen? Wenn letzteres der Fall ist, kann man da gute Tipps geben.

Ich mag es recht gern, wenn Zeichner beispielsweise in den Beschreibungen ihrer Bilder schreiben, was ihnen an dem Bild gefällt und was nicht, was sie schwierig fanden und was nicht ganz so gelungen ist, wie sie es gewollt hätten. So lässt sich auf vielen Ebenen sachlich diskutieren und da habe ich auch ein gutes Gewissen Kritik zu geben, sowohl “gute” (Ach, ich finde gar nicht so schlimm, dass der Blauton etwas weiter ins Lila geht, das steht der Figur auch sehr gut.) als auch “schlechte” (“Ich stimme dir zu, dass die Perspektive etwas ungelenk geraten ist, aber das ist auch wirklich sehr schwer, daran hatte ich auch zu knabbern. Wenn es dir hilft, ich habe mal Tutorial xy gefunden, damit geht das super”).

Mir wurde mal gesagt, ich hätte die Zeichnungen anderer nicht zu kritisieren, weil ich kein Kunst studiert habe. Kam mir gleich als erstes in den Sinn, als ich mir die Umfrage durchgelesen habe ^^°

Wie heißt der Spruch noch gleich? Nur weil man kein Koch ist, kann man trotzdem schmecken ob die Suppe versalzen ist.
Das heißt, nur weil jemand selbst nicht gut zeichnet, ein Anfänger ist oder wegen mir auch gar nichts mit Zeichnen am Hut hat, kann er trotzdem Kritik geben. Hauptsache ist doch, dass die Kritik berechtigt ist und der Kritiker nicht totalen Stuss redet. Dass man Kritik höflich und respektvoll gegenüber den anderen formuliert, halte ich sowieso für selbstverständlich, auch in anderen Bereichen als dem Zeichnen.
Ich sehe auch keinen Grund, wieso ein Nicht-Zeichner keine Kritik geben sollen dürfte. Sein Lob nimmt man ja auch an ;) Also wieso das eine abweisen und das andere dafür nicht? Es wurde von euch anderen schon angesprochen: Nicht-Zeichner haben oft auch einen ganz anderen Blick, als wenn man selbst zeichnet. Ich merke es an mir, dass ich mich oft an technischen Sachen festhänge und dabei das Gesamtbild aus den Augen verliere.
Übrigens gibt es auch Zeichner, die beim Kritisieren Blödsinn reden. Ich musste mir mal ankreiden lassen, dass mein Comiczeichenstil (!) Outlines hat. Das wäre total falsch, weil es in der Realität sowas nicht gibt, sondern sich Grenzen aus Licht und Schatten ergeben. Das ist zwar richtig, aber dass ein Comicstil nicht realistisch ist - vorallem nicht photorealistisch - ist meiner Meinung nach selbsterklärend. Die Kritik kam und kommt mir noch heute vor, als hätte derjenige nicht verstanden, dass es verschiedene Zeichenstile gibt.

Wenn ich selbst Kritik verteile, achte ich darauf diese möglichst wohlwollend zu formulieren. Besonders im Internet kann negatives schnell falsch aufgefasst werden, weil Tonlage und Emotionen fehlen. Meine Kritik soll helfen und niemanden niedermachen. Ich gehe deshalb auch nicht auf jede winzige Kleinigkeit ein (außer ich werde konkret darum gebeten eine Zeichnung auseinanderzunehmen), sondern konzentriere mich auf das, was dem anderen wirklich hilft, sich zu verbessern und Fehler nicht zu wiederholen.

Letztendlich liegt es bei jedem selbst, ob und von wem er Kritik annimmt oder nicht. Ich würde aber nicht von vorneherein Nichtkünstlern/Anfängern das Recht absprechen, ihre Meinung zu sagen.

Mein Beitrag zu diesem Thread ist schon recht alt und ich denke mittlerweile zwar nicht anders aber ich denke ich habe mich weiter entwickelt und auch mein Blick auf gewisse Dinge ist einfach breiter geworden. Ich bin vielleicht auch um etwas Lebenserfahrung reicher geworden. ^^

Kritik ist eine wichtige Hilfestellung bei der Entwicklung, egal welchen Levels
Kritik halte ich für wahnsinnig wichtig um zu wissen wo man steht und auch um sich zu verbessern, auch wenn man bereits schon auf einem hohen Level ist.

Kritik auf fertige Bilder **
Auch Kritik bei fertigen Bilder, da kann man die Fehler zwar nicht mehr ausbügeln, aber man kann es ja fürs nächste Bild mitnehmen und dort besser/anders machen.
**
Gefundene Fehler werten Bilder nicht ab

Gefundene Fehler (auch wenn man sie bereits selber alle kennt) werten ein Bild ja nicht ab. Kleine Fehler machen ein Bild mMn auch sympathisch/menschlich, wenn sie jetzt nicht zu gravierend sind.

Zu Fehlern stehen und differenzieren
Man sollte immer dazu stehen und sich auch gar nicht rechtfertigen. Kritik sollte man mMn annehmen und das für sich raus ziehen was einem weiter hilft und was nicht, einfach lassen, sonst blockiert einen das. Oftmals werden auch Geschmacksabhängige Dinge am Bild kritisiert, die nicht falsch, sondern lediglich nicht nach dem Geschmack des Betrachters sind. Das geht dann schon in so eine Wartungsebene rein, da sollte man mMn differenzieren, sowohl als konstruktiver Kritiker und als Kritisierter selbst.

**Sich wiederholende Kritik
** Die Kommentatoren/Kritiker wiederholen oft immer den gleichen Punkt bei unterschiedlichen Bildern, auch wenn es nervt, das immer wieder zu lesen, aber das ist dann ein Indikator dafür, dass sich ein Fehler immer wieder einschleicht. Am besten sich genau den Punkt mal durch den Kopf gehen lassen. Wenn es mehrere unabhängig voneinander sagen und das bei unterschiedlichen Bildern, dann muss da wohl etwas dran sein. Ich schaue mir den Punkt auf meinen Bildern dann genau an und versuche herauszufinden was ich genau falsch mache, wenn ich es nicht auf Anhieb selber sehe und es für mich nicht eindeutig in den Kommentaren ist.
Und wenn sich die Leute bei dem gleichen Bild wiederholen, könnte natürlich auch was dran sein, die K-Schreiber machen sich nicht die Mühe und lesen alle vorherigen Kommentare durch und oft auch nicht die Bildbeschreibung. ;)
**
Um Kritik bitten
** ich habe auch oft die Erfahrung gemacht, dass die, die um Kritik anfragen am wenigsten echte Kritik wollen. Ich selber schreibe es auch hin und wieder in die Bildbeschreibung, aber es kommt so gut wie nie etwas. Schade.
Ich setze Kritik, besnders zu Skizzen immer gern um, ich nehme zwar auch Stellung zur erhaltenen Kritik an Skizzen, aber nur damit die Hintergrundgedanken und Vorstellungen deutlich werden, damit man einfach ähnliche Vorstellungen für das Ziel eines Bildes hat, um besser Hilfestellung zu bekommen, wenn man eben präzise Hilfe möchte, da ich immer sehr klare Vorstellungen für ein Bild habe. :)
**
Wer darf/kann Kritik schreiben
** Jeder der zwei Augen hat und Lust dazu hat und dem etwas auffällt. Das Gehirn ist so empfindlich, ihm fällt als erstes auf wenn etwas nicht richtig ist und das ganz intuitiv, auch wenn etwas falsch platziert ist das wirkt auf uns sofort komisch, dazu muss man nicht zeichnen können. Dem, dem es nicht sofort auffällt ist der, der stunden selber drüber gebrütet hat. Uns Zeichnen fallen Fehler an den eigenen Bildern nicht mehr so leicht auf wie an den der anderen, weil das nicht unsere Bilder sind und wir nicht selber drüber gehockt haben. Das nennt man Betriebsblindheit! Zu sagen ich nehme nur Kritik an, von Leuten die selber zeichnen, oder schon ne gewisse Expertise haben ist absolut… weiß ich nicht, das klingt mir schon sehr herablassend, sorry. Hab ich schon mehrfach von verschiedenen Leuten gehört. Woher kommt denn sowas? oO

Einfacher Trick sich selber zu testen: Das Bild spiegeln oder falsch herum gegen das Licht halten. Hauptsache, dass man es Spiegelverkehrt betrachtet, dann sieht man eigne Fehler. **

Kritik von Familie/Engen Freunden**
Niemals von Familie und engen Freunden Kritik zu ernst nehmen, es sei denn sie sind wirklich Bierernst. Im Normalfall sagen sie immer “du bist die beste Zeichnerin/der beste Zeichner auf der ganzen Welt, dich kann keiner toppen” … vergesst das bitte … Eure Familienangehörigen haben euch einfach gern und sie finden (im Normalfall) ganz toll was ihr macht und sie werden euch immer loben, weil sie euch lieben.
Nehmt lieber Kritik von Fremden an, auch wenn sie manchmal wirklich hart sein kann, aber sie bringt auch wirklich weiter.
Meine Familie hat mich auch immer gelobt und für meine Nichten bin ich immer noch Einstein und DaVinci in einer Person. ^^;
Aber die Kritik und der Vergleich ab 2003 auf Animexx und deviantART hat mich dann zu ersten wirklichen Fortschritten gebracht und das ist mein Ernst! Vorher hab ich keinen Vergleich mit anderen Zeichnern gehabt und keine Kritik von anderen, die auch gezeichnet haben und ich war so-so-SO schlecht. Aber für meine Familie war ich ein Künstler, ein Genie… XD

Tene Ende XD

Ich nehme Kritik immer gern an, auch wenn’s im ersten Moment vielleicht etwas hart ist, wenn man noch so stolz auf sich selbst ist, aber im Nachhinein sieht man es dann ein, dass man nie alles perfekt machen kann und weiß dann wenigstens, was man beim nächsten Mal besser machen könnte.

Mir ist dabei relativ egal, ob der andere auch zeichnet oder nicht, diejenigen die zeichnen können nur konkreter sagen, das nicht stimmt, während Laien ankommen und meinen “Hm da stimmt was nicht, ich weiß aber nicht was.” Einer der selbst zeichnen übt, kann vielleicht eher von sich auf andere schließen “Oh, du machst die Beine zu dünn, das ist mit auch schon passiert” oder so ähnlich.

Was ich aber nicht leiden kann ist Kritik, die sich nicht direkt auf mich bezieht, sondern zum Beispiel aufs Motiv. “Oh, der Charakter XY aus der Serie XZ ist doof, deswegen ist dein Bild auch doof!”, das bringt mir nicht wirklich viel und von solcher Kritik hab ich auch überhaupt nichts.

Was ich blöd finde, ist wenn andere Zeichner offensichtliche Anatomiefehler als “ihren Stil” abtun. Aber dagegen kann ich nichts tun, wenn sie eben der Ansicht sind, dass es “ihr Stil” ist, müssen sie eben so zurechtkommen. Ich finde es nur schade, weil sie es vielleicht besser machen könnten, aber dann ziemlich leicht an die Decke gehen und überreagieren. :püh:

Ich habe Kritik immer gerne!!

Man muss sie nur richtig formulieren, und einen Grund neben, und wenn dieser nur ein >>Ich stehe nicht auf diese Farbkombi weil sie mir zu hell ist << wäre, wenigstes ein Grund ^-^
Mir ist dabei egal ob die Kritik von Anfängern oder Profis kommt, sie alle können sehr gut wissen wovon sie reden.

Ich z.B. kann übers singen reden, obwohl ich nicht singe, mich aber trotzdem etwas damit auskenne.
Und genauso ist es eben bei Kunst und solange die Kritik nicht beleidigt oder anderes ist mir dieses auch egal.

Ich gebe auch selber viel Kritik, bekomme auch gerne welche zurück, freue mich sogar fast mehr über Kritik als über Lob.
Kritik sagt einem was man noch verbessern könnte, wenn etwas nicht kritisiert wird ist es also ok.
Lob hingegen zeigt ja “bloß” das etwas gut ist, und man es vielleicht weiter ausbauen könnte, trotzdem habe ich auch Lob sehr gerne, wer nicht?

LG Kiro