Ich hätte gerne mehr als eine Antwortmöglichkeit gehabt, aber daher habe ich mich auf “Ich akzeptiere diese Kommentare” beschränkt, obwohl ich gerne noch “Ich lasse mich nicht beeinflussen” hinzugefügt hätte.
Ich bin zB, was meine Bilder anbelangt, recht eigensinnig. Wenn ich mir Kritik in Bezug auf Technik o. Ä. wünsche, dann frage ich explizit danach (deshalb sind mir Kommentare an sich auch nicht so mega wichtig). Und ich finde, es ist auch ein Unterschied, man mir jemand schreibt, was für einen allgemein Eindruck er von meinem Bild hat, als jemand, der nur systematisch analysiert und zerpflückt. Manche sagen vielleicht, diese Haltung sei unter Kritikunfähigkeit zu verbuchen, das sehe ich allerdings anders. Ich stelle meine Werke in erster Linie nicht online, damit ich Verbesserungsvorschläge kriege, sondern einfach um meine Kunst zu teilen. Ich bin losgelöst von diesem “Ich muss BESSER werden Wahn”, weil es für mich darauf nicht ankommt, ““gut”” zu sein (was mMn nach ein sehr unpauschalisierbarer Begriff ist und daher im Kunstmillieu nicht wirklich was zu suchen hat).
Also, zusammenfassend: Ich finde es zwar okay, wenn jemand meint, eins meiner Bilder “technisch analysieren” zu müssen, allerdings interessiert es mich nicht wirklich, ich sage höflich danke und damit hat sich die Sache. Ich finde es ehrlich gesagt sogar etwas dreist, zu erwarten, wenn man ein Bild kritisiert, dass der Zeichner alles genauso umsetzen will, wie eine Person meint, dass es gehört… Wenn MIR eben etwas so unvollkommen gefällt, dann ist das so.
Kritik sind auch nur Vorschläge und kein Zwang, etwas so tun zu müssen. Wenn ich das, was man mir schreibt umsetzen möchte, tu ich es und wenn nicht - dann halt nicht. So einfach ist das.
Ich bin ein unvollkommener Mensch und deshalb dürfen auch meine Bilder unvollkommen sein, damit kann ich leben und ganz ehrlich - ich hatte es auch schon anders (früher hab ich mich ständig nur mit anderen verglichen, wollte besser sein und bin dadurch so unglücklich geworden, dass ich das Zeichnen eine Weile, Jahre sogar komplett an den Nagel gehängt hatte), und so wie es jetzt ist, ist es ein viel schöneres und befreiteres Malen. Ich bin glücklich damit, weil ich mich verwirklichen kann - wenn meine Bilder jemandem gefallen, freut mich das natürlich mega, wenn sie jemandem nicht gefallen - dann ist das halt so und ich bin auch nicht beleidigt.
Und abschließend: Kunst ist nach wie vor Geschmackssache. Und zwar ausnahmslos.