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Talent

Ich weiss dass du damit nur deine Theorien klarstellen willst und deswegen wohl übertriebene Beispiele nimmst, aber denk mal drüber nach was du für reale Situationen du erlebt hast bei denen du diesen “Wow, Talent!” Gedanken hattest. Meinetwegen die heftigsten Beispiele. Oder waren die zwei die du aufgezählt hast am Ende doch aus Erfahrung? xD

Sowas ist meiner Meinung nach, wie bereits erklärt, dann eine Mischung aus Überraschung und subjektivem Empfinden desjenigen der die meinetwegen durchaus beachtliche Leistung sieht und überwältigt ist.

Es ist nicht so als wolle ich nichts von Talent hören - im Gegenteil, so hab ich die Gelegenheit es wegzuargumentieren und die Leute selbst zum Nachdenken zu bringen. XD

Hmmmm ich glaube nicht das sich Talent wegagumentieren lässt. Sicher kann man viel mit Fleiß erreichen, auch gute/hervorragende Ergebnisse. Das ändert aber nichts an der Tatsache, das mir zB sehen von Proportionen, aufnehmen von Form etc von anfang an leichter gefallen ist als zB meiner Freundin. Das bedeutet nicht das sie nicht in der Lage dazu war, das nicht auch zu lernen, sondern einfach nur das es länger dauert.
Genau wie ich, obwohl ich groß bin, sehr lange brauchen würde um ein guter Basketballspieler zu werden, denn ich bin absolut talentlos im Bällefangen und müsste dafür viel mehr üben als ein Mensch mit Talent.
Das hinterher das gleiche Ergebnis dabei herauskommen kann will ich nicht leugnen. Aber die grundvoraussetzung ist eine andere.

Ja, ja, zum genaueren Nachdenken über meine Argumentation hast du mich schon gebracht, keine Frage^^ Aber katrinkleeblatts Aussage kann ich doch komplett zustimmen. Letztlich ist es ja so, dass eine

auch nicht einfach so entsteht, ohne vorherige Übung oder eben das Talent, das ich so unterstütze. Dinge, die bei dem einen auf Anhieb klappen, der andere sie aber parotut nciht hinkriegen will, haben einfach (fast) immer etwas mit Talent zu tun. Gäbe es kein Talent, so müssten wir ja letztlich alle gleichermaßen gut/schlecht in allen Dingen sein, wenn wir sie zum ersten Mal machen (und zugespitzt: sogar noch dann alle gleich gut/schlecht, wenn wir sie gleich oft gemacht haben). Dem ist aber nun einmal nicht so.

auf die Gefahr hin dass ich mir Feinde mache wenn ich das jetzt so begründe weil es etwas radikal klingt:
Aber grade beim zeichnen bin ich der Meinung dass das sehr viel mit optischer Intelligenz und räumlichem Vorstellungsvermögen zu tun hat. Das ist jetzt keine Frage ob jemand dumm oder klug ist, manche haben eben eher diese Art von Intelligenz, während bei anderen halt beispielsweise die logische Intelligenz stärker ausgeprägt ist.

Wiegesagt, möglicherweise fand die “Übung” einfach in einer Form statt in der man sie gar nicht als solche wahrgenommen hat.
Es ist ja nicht so als würde z.B das zeichnen eine Fähigkeit sein die nur in Reinform existiert und nicht durch andere Fähigkeiten bestimmt würde die man im Laufe des Lebens mehr oder weniger gut poliert hat. Die oben genannte räumliche Intelligenz wäre da zu nennen, damit verbunden auch die Art etwas genau zu beobachten und zu analysieren, die Feinmotorik beim Umgang mit dem Handwerkszeug und so weiter.

Ich weiss ich wiederhole mich hier teilweise, aber fürchte mich etwas schlecht ausgedrückt zu haben vorhin - jetzt vielleicht wieder, wer weiss? xD Ich will nur verständlich machen warum für mich die Aussage “Das ist so, das ist halt Talent” an sich unsinnig ist wenn man annimmt dass Talent etwas absolutes ist was einem in die Wiege gelegt wurde.

Gäbe es kein Talent, so müssten wir ja letztlich alle gleichermaßen gut/schlecht in allen Dingen sein, wenn wir sie zum ersten Mal machen (und zugespitzt: sogar noch dann alle gleich gut/schlecht, wenn wir sie gleich oft gemacht haben). Dem ist aber nun einmal nicht so.

Ich glaube warum ich hier mit “Nein, stimmt nicht” antworten müsste erklärt sich aus meinem Absatz weiter oben schon, oder zumindest hoffe ich das. Jeder Mensch wächst unterschiedlich auf, entwickelt seinen vollkommen individuellen Charakter, seine eigene Einstellung zu etwas und entscheidet darüber wie motiviert er für etwas ist.
Das alles führt dann meiner Meinung nach dazu zusammen dass man in einigen Dingen beim ersten Versuch halt besser sein kann als jemand anders. Oder auch nicht - erste Versuche sind eh überbewertet, was wenn jemand an dem Tag des ersten (und ab da vielleicht auch einzigen) Versuches mal nicht ganz so sauber tickt weil er übermüdet oder aufgewühlt ist?
Dafür könnte ich, wenn ich nach dem misslungenen ersten Versuch nicht aufgebe weil ich ja offensichtlich kein Talent habe, mich stattdessen ziemlich schnell und stark im entsprechenden Gebiet entwickeln wenn es eigentlich schon zu meinen Fähigkeiten passt und ich auch viel dafür aufbringe.

Dass zwei verschiedene Menschen mit gleich viel Übung auch gleiche Erfolge erzielen halte ich wie du dir wohl denken kannst für absoluten Quatsch.
Der Vergleich ist extrem beschränkt, das geht nicht mit zwei Individuen. Der eine lernt halt nach jedem neuen Fehler was neues dazu, der andere vielleicht erst nachdem er den gleichen Fehler immer wieder macht - und dann machts so heftig klick dass auf einmal eine starke Verbesserung eintritt.

Kurzum, ich denke dass alles mehr oder weniger stark und mehr oder weniger bewusst erlernt ist. Auch die Voraussetzungen bestimmte Sachen wiederum zu erlernen, ich hoffe man versteht was ich meine.
“Talent” ist meiner Meinung nach eine subjektive Bewertung einer Fähigkeit wenn sie scheinbar zum ersten Mal (bewusst, oder sichtbar für andere) ausgeführt wird.

…oh, ich merke grade die Diskussion driftet etwas von dem ab was im Eingangspost eigentlich gefragt wurde, aber der Titel ist so allgemein gehalten dass ich hoffe dass das jetzt noch okay ist? X,D

Ach ja, ich würde eigentlich auch gerne etwas zu dem Thema Talent schreiben, aber hier sind alle so schnell im Schreiben, darum ist mein Beitrag leider etwas außerhalb der aktuellen Diskussion, Tschuldigung.^^

Gibt es Talent?
Mir fällt es immer sehr schwer meine Meinung zu dieser Frage in die richtigen Worte zu fassen, es ist einfach ein Thema, wo es immer sehr schnell zu Missverständnissen kommt, vermutlich weil man sich so leicht persönlich angegriffen fühlen kann.
Ich finde, wenn man nun auf der Suche ist, ob es dieses ominöse Etwas namens Talent gibt, oder denn doch nicht, dann muss man nicht bei den Leuten gucken, die gut sind und wunderschöne Bilder zeichnen, aber auch nicht bei denen, die unter diese Bilder teilweise neidisch schreiben „Man, hast du ein Talent, möchte ich auch können.“
Wo man das Talent am leichtesten erkennen kann, ist (wie auch schon erwähnt) bei den Leuten, die zwar gut zeichnen können, es aber nicht sonderlich mögen und auch so gut wie gar nicht machen und daher auch nicht dafür üben.
Ich bin persönlich der festen Meinung, dass es so etwas wie Talent gibt, ob man es nun so nennt, oder schnelle Auffassungsgabe, oder ganz anders. (Wasser bleibt ja auch Wasser, auch wenn man es als H2O, oder sogar als DHMO ;-) bezeichnet). Ich finde, es gibt nun einmal etwas, was Menschen voneinander unterscheidet, unterschiedliche Voraussetzungen sozusagen, aber das ist ja auch nicht schlimm. Wenn alle Menschen gleich wären, wäre die Welt ja fürchterlich.

Ich kann jetzt nur von mir selber sprechen, aber so lange ich denken kann liebe ich Bilder, ich liebe Kunst. Ich habe als kleines Kind (wie wahrscheinlich viele hier^^) alles was mir nur unter die Finger kam vollgezeichnet, bis… ja bis mir irgendwann klar wurde, dass ich - noch sehr nett ausgedrückt- einfach schlecht bin. Meine beste Freundin aus dem Kindergarten und der Grundschule konnte dagegen alles mühelos zeichnen und es sah einfach toll aus. Ich habe am Anfang sehr viel geübt, sehr sehr viel, weil ich einfach auch so etwas schönes erschaffen wollte, aber es hat nie richtig funktioniert. Ich war immer sehr neidisch auf meine Freundin. Nein, nicht alleine deswegen, weil sie besser war, sondern weil sie zeichnen konnte, aber es nicht sonderlich mochte und auch kaum machte. Ich habe mir immer gewünscht so viel Talent (ja, ja, da ist das Wort^^) wie sie zu haben.
Mit den Jahren habe ich dann immer seltener gezeichnet, auch weil mir immer zwei Sorten von Menschen begegnet sind. Diejenigen, die sagten, warum möchtest du zeichnen, wenn du es nicht kannst, das ist doch verschwendete Energie, aber auch diejenigen, die sagten, dann musst du halt mehr üben, wenn du so zeichnen können willst. Beides hat mir immer sehr weh getan, das eine weil es mir die Hoffnung nahm und das andere weil es gewissermaßen aussagte, bist halt selber schuld und gar nicht anerkannte, wie schwer es teilweise für mich war.
Aber mit den Jahren kommt ja bekanntlich die Weisheit hust. Mittlerweile möchte ich mir darüber eigentlich gar keine Gedanken mehr machen. Ich weiß, dass mir Sachen zeichnerisch umzusetzen sehr schwer fällt, ich weiß auch, dass ich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nie im klassischen Sinne gut zeichnen können werde, aber! ich weiß auch, dass es mich nicht davon abhalten kann etwas schönes zu erschaffen, etwas, was mir (und auch anderen) gefallen kann. Meiner heutigen Meinung nach kann fehlendes Talent einen nur davon abhalten besser zu werden, wenn man sich darin versteift, genauso so werden zu wollen, wie all die tollen Zeichner die man bewundert. Wenn man dagegen versucht sich auf seine eigenen Stärken zu besinnen und für sich selbst einen Weg zu finden, dann kann man zumindest etwas erschaffen, von dem man es selbst vorher nie für machbar gehalten hätte. (Mein allerschönstes Kompliment, das ich bekommen habe wäre für die meisten hier wahrscheinlich eine halbe Beleidung… Meine Mutter, als ich ihr meine erste Kakaokarte gezeigt habe: „DAS hast DU gezeichnet?“)

Ich habe ehrlich gesagt nicht so recht Ahnung, was genau im ersten Post stand, aber der Titel allein lässt eine solche Diskussion schon zu, oder?
Davon einmal abgesehen will ich die jetzt eh nicht weiter ausbreiten. Du machst deinen Standpunkt wirklich deutlich- und das gut. Aber wir werden hier nicht mehr auf einen Nenner kommen, das ist mal 'ne Tatsache. Und deswegen antworte ich dir in ein paar letzten Sätzen, was ich als unser Missverständnis ansehe:

Das war wir Talent nennen, umschreibst du mit tausend anderen Worten. Jetzt gerade ist es “optische Intelligenz”. Letztlich bleiben all diese dinge aber naturgegebene Veranlagungen-> Begabungen-> Talente.

Ja klar, weil es ja eben auf das sogenannte Talent ankommt woraus sich das zusammensetzt. :)

Letztlich bleiben all diese dinge aber naturgegebene Veranlagungen-> Begabungen-> Talente.

Würde man “naturgegeben” mit “erlernt” ersetzen würde ich dir da auch vollkommen zustimmen!
Ausser wir meinen jetzt das gleiche xD
Was mich an der Talent-definition eben so stört ist dass es normalerweise etwas absolutes, unverändliches (sagen wir mal schicksalhaftes) meint was einem in die Wiege gegeben ist und als Erklärung vorgeschoben wird wenn man nicht weiss warum jemand jetzt halt augenscheinlich begabt ist oder nicht. ;)

Gut, mit dem dreijährigen Kind, das zum absoluten Virtuosen am Musikinstrument mutiert, hast du mich jetzt. ^^
In dem Fall denke ich schon, dass man von Talent sprechen kann. Da kann ich das irgendwie einsehen. Das wird dann einfach die Fähigkeit sein, etwas Gehörtes ohne großartige Übung auf die Finger und dann auf das Instrument übertragen zu können.
Das ist aber so ein Phänomen, wie es wirklich nur selten vorkommt und wovon vielleicht zwei Hand voll Menschen (ich weiß, klingt komisch, kann ich aber nicht ander ausdrücken ^^) gibt. Vielleicht ist es aber auch nur für mich ein Talent, weil ich mich mit dem Spielen von Instrumenten außer Triangel und etwas Jugendchorgedöns nie auseinandergesetzt habe. :wiiii:
Dafür wird der Begriff Talent einfach viel zu inflationär genutzt. Heutzutage is alles, was ein wenig über dem Durchschnitt liegt, ein Talent.
Ich kann mir sogar vorstellen, dass sich jemand, der sich eine Fähigkeit hart erkämpft und erarbeitet hat, im ersten Moment beleidigt fühlt, weil einfach mal eben jahrelange Praxis und harte Arbeit unterschlagen werden, indem man ihm sagt, er hätte Talent.
Wie man es dreht und wendet, im Sinne von zeichnerischen Fähigkeiten ist es für mich eine Frage der Ausdauer, des Interesses und der Phantasie gepaart mit einer guten visuellen Vorstellungskraft.

@Terra
danke, du hast sozusagen kurz ausgedrückt was ich ellenlang erklären muss weil ich das nicht so schön kompakt kann xD

Terra hat ein Talent dafür =P

Ich glaube im Grunde meinen wir sehr ähnliche Dinge. Natürlich kann ich, wenn ich irgendwo einen Künstler sehe der gut malt/zeichnet, nicht sagen ob er nun Talent dazu hatte oder ob er es gelernt hat (als Diskussionsgegenstand könnte ich jetzt mal ganz wertefrei die Aussage meines Aktdozenten in den Raum stellen: Zeichnen kann man lernen, malen nicht).
Aber ich denke zB wie Tiefenwasser, das diese Intelligenz die Monkey beschreibt nur eine andere Umschreibung für das ist, was andere Talent nennen (oder eben kein Talent wenn diese Intelligenz nicht/oder nur minderwertig vorhanden ist). So wie viel soziale Intelligenz ist, gut mit Menschen umgehen zu können, was einige gut können und andere nicht (und so ein “Gebiet” lernt man nicht so offensichtlich in dem man sich hinsetzt und übt, obwohl man es natürlich lernen kann).

Ich frage mich auch wieso man auf eine derartige umschreibung kommen würde, hätte man nicht das Gefühl das so etwas existiert (ich lasse mich da gerne überzeugen - Götter sind schließlich auch erstmal eine Sache die Antworten für Naturphänomene gebracht haben als man sie noch nicht physikalisch/chemisch erklären konnte).?

Naja, man kann nicht jede Fähigkeit ausbauen, so schafft man es nämlich nie, überhaupt nur eine annähernd solide Basis zu schaffen.
Natürlich fällt einem das ein oder andere leichter, es soll ja sogar schon mit den Einflüssen im Mutterleib zusammenhängen, wie sich ein Kind später entwickelt (Musik, Ernährung, Suchtverhalten, …). Das Ding ist nur, dann hat jeder Mensch ein ganz besonderes Talent, weil jeder irgendwo sein Steckenpferd hat. Das klingt natürlich super toll und nach “Chacka, du schaffst es!”, aber da ist doch keine Besonderheit dran. Das rechtfertigt den Begriff “Talent” einfach nicht für mich. Oder ich stelle diesen Begriff auf einen zu hohen Sockel. Das kann natürlich auch sein. :wiiii:

So jetzt klinke ich mich auch mal ein ^^

Ich denke, dass das Wort Talent sowieso durch viele Dinge ausgedrückt werden kann, so kann meiner meinung nach auch Charme/soziale Kompetenz in die Talent-kategorie gewiesen werden. Für mich ist Talent etwas, das in einem gewissen Gebiet dem Betreffenden einen mehr oder weniger großen Vorteil anderen gegenüber verschafft. Jeder hat Grenzen, doch sind diese Grenzen durch das sogenannte Talent für mich gesetzt. Es gibt z.B. nun mal Leute, die Menschen um sich scharen können wie Heu und wiederum Menschen, die das nicht schaffen, wenn wir nun vom sozialen Aspekt ausgehen. Genauso wie einige Leute es einfach niemals gut singen können werden, egal wie viel sie üben und trainieren, genau wie wiederum anderen dieses musikalische Talent in die Wiege gelegt wurde. Hätten alle Menschen die gleichen Vorraussetzungen, gäbe es keine Elite, gäbe es keine Individuen, die aus der Masse herausstechen könnten. Doch dem ist nicht so. Jeder findet im Laufe des Lebens heraus, wo seine Stärken liegen. Wenn ich hier von Stärke rede, spreche ich von etwas, das jemand besser kann als der andere und auch leichter erlernen kann. Der eine kann eben besser handwerklich arbeiten, dafür hat wiederum jemand anderes eine herausragende logische Denkfähigkeit.
Was auch für mich zu Talent zählt ist Kreativität. Ich denke das ist wohl eines der besten Beispiele für Talent, denn Kreativität kann man nicht erlernen, man kann lernen, die Kreativität einzusetzen, aber nicht, sie zu erlangen. Talent, Bäm, da haben wir es.

Talent kann in vielen Formen und Arten auftreten, sei es im sozialen oder kulturellen Bereich. Die Grenze, die uns in den Bereichen des Lebens gesetzt werden, das ist Talent. Ich will niemanden entmutigen, aber einzusehen, dass die eigene Stärke vllt irgendwo anders liegt, das sollte jedem gelingen. Aber nur weil man eingesehen hat, dass die Stärke in dem oder jenem Bereich nicht liegt, heißt das nicht, dass man diese Tätigkeit aufgeben muss, solange man spaß daran findet.

Ich denke schon, dass es Talent gibt. Denn manche Dinge kann man nicht lernen, egal wie sehr man sich übt. Es gelingt kein Fortschritt. Andere wiederum lernen etwas unwahrscheinlich leicht. Das ist für mich Talent.
Und ich finde, zum Beispiel im künstlerischen Bereich merkt man oft, ob jemand “Talent” hat, also frei drauf los werkeln kann und es was wird, oder ob jemand sich Dinge hart erarbeitet. Denn dann wirkt es oft steril, “künstlich”. Es fehlt das Herz… zumindest geht es mir so.

@Sakaki
Ist nicht ganz unwahr, das merke ich an mir selbst. Wenn ich mich zu sehr verkrampfe, dann ist das Bild am Ende vielleicht technisch ganz gut, aber es fehlt das Herz dahinter. Dagegen haben Bilder, die man mal eben zwischendurch aufs Papier kritzelt, und die vielleicht nicht fehlerfrei sind, oft eine viel bessere Wirkung auf andere. Ich glaube das ist aber auch eine Einstellungsfrage. Wenn ich für mich zeichne, aus Freude am Zeichnen an sich, ist das Ergebnis hinterher auch immer besser, als wenn es mit dem Hintergedanken “das muss unbedingt allen gefallen” angefertigt wird. Wenn ich mich stresse, nehme ich mir den Spaß am eigenen Hobby, und das schlägt sich im Bild nieder. Dann ist es quasi schon vorprogrammiert, dass ich das Bild in den Sand setze.
Wenn ich den Gedanken weiterspinne (lol) würde ich sagen, auch wenn ich mir etwas hart erarbeite(n muss); solange ich Freude dran habe, und hart arbeite weil ich es WILL, wird sich das nicht negativ auf meine Arbeiten auswirken :D.

Wow, das hier hat echt was von ner Glaubensdiskussion. xD Ausserdem definiert wohl jeder “Talent” ein wenig anders wie mir scheint, das hört sich so alles sehr schwammig an. Deshalb seh ich jetzt auch wenig Grund da noch viel drüber zu diskutieren.

Für mich heisst Talent “Eine Fähigkeit die in die Wiege gelegt wurde, absolut und damit unverändlich ist.”
Für euch auch? Wenn nein redet man ja eh aneinander vorbei.

Und für die Existenz eines solchen Talents überzeugt mich keines der gegebenen Argumente, und Beweise scheint es schon mal gar nicht zu geben. Gut, ich denke so etwas ist auch extrem schwer zu beweisen, aber ich finde einfach nicht dass das Prinzip von Talent viel Rückhalt hat wenn man es mal genauer untersucht.

Wenn einige glücklicher damit sind sich selbst (mMn eingebildete) unüberwindliche Schranken aufzuerlegen, bitte.
Aber wenn man das für andere tut finde ich das ziemlich traurig.
Niemand sollte sich anmaßen über jemand anderen zu entscheiden ob er überhaupt die Fähigkeit hat selbst mit viel Einsatz irgendetwas bestimmtes zu erreichen oder nicht, oder ihm vorausbestimmen dass er ab einem gewissen Punkt aus unerklärlichen (!) Gründen nicht weiterkommen wird.

Wie dem auch sei - Talent, ob es existiert oder nicht, wird viel zu oft viel zu wichtig genommen.

Und um damit mal wieder auf das eigentliche Thema zurückzuführen:
Schliesslich wurde hier gefragt ob man nur oder lieber mit Leuten tauscht die “talentiert” sind.
Und?
Würde es euch bei einer Tauschanfrage interessieren ob derjenige Talent beim Zeichnen hätte wenn er… nun, sich offensichtlich trotz aller Fähigkeit keine Mühe gäbe, frech und unsympathisch daherkäme? Wohl kaum.

Meine Definition von Talent ist in der Tat ein bisschen anders:
“Talent ist eine Vorraussetzung die einem das Erlernen einer bestimmten Fähigkeit (stark) erleichtert”.

Insofern könnte ich, zum ursprünglichen Thema hin, nicht sagen ob die Person mit der ich tausche talentiert war, oder sich ihre Fähigkeit durch hartes Training erarbeitet hat. Das könnte ich nur wenn ich eine genaue Statistik über vergleichbare Künstler mit Alter und Übungsstunden die Woche ansetzen würde hust

Meine Definition von Talent ist in der Tat ein bisschen anders: "Talent ist eine Vorraussetzung die einem das Erlernen einer bestimmten Fähigkeit (stark) erleichtert".

Insofern könnte ich, zum ursprünglichen Thema hin, nicht sagen ob die Person mit der ich tausche talentiert war, oder sich ihre Fähigkeit durch hartes Training erarbeitet hat. Das könnte ich nur wenn ich eine genaue Statistik über vergleichbare Künstler mit Alter und Übungsstunden die Woche ansetzen würde hust

Diese Aussage unterschreibe ich voll und ganz. :-)

Also, ich schließe mich auch bei katrinkleeblatt an ^^

Mir geht’s be dem Tauschen nicht um den “Talent” , wie du es nennt, aber um die Mühe die einer in seine Karten steckt. Lieblose Karten kann ich echt nicht leiden <_<

ich hänge mich da ebenfalls dran :D
Ich persönlich muss immer extremstvielüben, um etwas hinzubekommen, dabei hab ich von beiden Seiten(Opa /mütterlicherseit, Landschaftsmaler und Vater, realistischer Zeichner) durchaus netteVorraussetzungen bekommen xD Ich habe denke ich mal,kein natürliches “Talent”,sondern ich bin einfach nur eine kreative Person,mit genug Zeit und Willen, mir Techniken anzueignen^^

Ich finde man “sieht” Talent ein bisschen, auch wenn der Stil einer Person noch nicht ganz ausgereift ist. So wirklich erklären kann ich es nicht, aber es gibt Zeichneranfänger, das sind ein paar Dinge noch etwas hakelig aber man sieht die Dynamik des Bildes schon, die Personen sind irgendwie lebhaft, es “stimmt” irgendwie.
Und meist ist es dann so dass sich diese Leute immens schnell entwickeln und dann nach kurzer Zeit richtig toll malen. ^^; (mit Übung natürlich, ohne Aufwand gehts nicht) Während man selbst noch auf dem Niveau dümpelt wie vor fünf Jahren xD