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Preise für Karten?

Ich muss jetzt leider meinen Dampf ablassen, den ich die letzten Tage durch diesen Thread bekommen habe.

Absolut jedem steht es frei, was er mit seiner Kunst macht. Wenn jemand nur verkaufen möchte oder nur Aufträge annimmt, dann ist das seine Entscheidung.
Man muss auch nicht ständig hinterfragen warum sich jemand dafür entscheidet.
„Schnelles Geld durch Kakaos“. Wenn ich solche und ähnliche Floskeln schon höre. Damit unterstellt man gleich mal allen Verkäufern Habgier.

Ich hatte früher auch eine andere Einstellung zu Kakaokarten. Bestimmt könnte man diesen Thread auch zurückblättern und meine engstirnige Meinung nachlesen, aber in den acht Jahren, in welchen ich Kontakt zu anderen Künstlern hatte (sei es Kakaoler oder nicht, Deutsche oder Ausländer) kriegt man durchaus mit, wie es gerade im Bereich von freischaffenden Künstlern abgeht.

Eine Tauschkarte bezahlt einem kein Essen, eine Teilnahme an einer STA nicht die Miete.
Nicht jeder der hier angemeldet ist, ist Schüler mit zu viel Freizeit. Manche müssen Rechnungen bezahlen, manche wollen Rechnungen bezahlen. Es ist absolut nicht verwerflich, dass jemand z.B. durch seine Kunst seine Zeichenmaterialien finanzieren möchte.
Manche machen ein Studium in Richtung Kunst und sehen Aufträge als Übung für den späteren Arbeitsmarkt, können/wollen aber keine Energie in Täusche stecken, weil sie durch die Uni genug wichtigere Arbeit haben.

Wenn man eine Galerie/ein Profil sieht, welche/s nur auf Geldbasis arbeitet, dann macht die Seite zu und geht zum Nächsten. Kein Grund verwerfliche oder arrogante Meinungen über die Person zu äußern (oder zu denken). Man ist einfach nicht die Zielgruppe. Basta.

Und bezüglich zu hoher Preis. Oder „30Euro für ne Karte, wo nach weniger aussieht.“
Hier muss ich einfach mal einen Dozenten von der Kunstuni zitieren, bzw seine Erklärung erläutern, welche mir auch die Augen geöffnet hatte.
Einige Künstler stecken Herzblut in ihre Karten. Energie, Gedanken, Gefühle. Dinge, die ihnen wichtig sind. Sie möchten nicht, dass es für „billiges“ Geld an jemanden geht, der das Bild einfach nur „hübsch“ findet.
Sie wollen, dass das Bild an jemanden geht, bei dem der Anblick des Motivs Gefühle auslöst. Gefühle die der Maler selbst hatte.
Und wenn ein Käufer so ein Bild gefunden hat, ein Bild, welches zu seiner Seele spricht, dann ist er auf gewillt mehr Geld auszugeben. Weil er genau DAS Bild für sich gefunden hat.
Durch die hohen Preise werden Leute die „einfach nur“ sammeln ausgesiebt und zurück bleiben die Personen, welche wirklich etwas mit dem Motiv verbinden.

Und gerade bei so einer Person, möchten manche ihre Karten/Bilder viel lieber haben.

Edit: Und die Preispolitik von 2007 kann man unmöglich auf die heutige Zeit anwenden. Mittlerweile ist der Euro einiges weniger Wert, gerade wenn es um Freizeitangebote geht. Vergleicht alleine die Preise für Kinotickets von damals zu heute. Und wenn Leute mit Kakaos ihre anderen Hobbies finanzieren, können sie das schlecht 1 zu 1 so wie früher machen.

Gerade fällt mir eine andere Rechnung ein, die aber vllt. etwas überteuert klingt. Sagen wir mal ein Künstler braucht 6 Stunden pro Kunstwerk. Der Mindestlohn in Deutschland liegt bei 8,50 €. Das heißt, wir hätten dann 8,50€*6=51€.
Das müsste man eigentlich mindestens für eine Karte bekommen, wenn man die Stunden einrechnet, die man investiert. Es gibt allerdings auch Künstler, von denen las ich hier (kann mich an keine Namen erinnern), dass sie 20 h in eine Karte investieren. Wenn sie die Karte verkaufen würden, so könnten sie nach Mindestlohn 170 € für eine Karte verlangen.
Einige investieren auch 40 h, das macht dann 340€. Wer aber zahlt 170 € oder 340 € für eine Karte? Die teuerste Karte, die ich hier gefunden hab, war von koko, die spaßeshalber mal 999,99 € verlangt hat ( eine Zusatzkarte, also schon vergeben). Aber nur spaßeshalber. Ich hab auch gesehen, dass eine Künstlerin 150 € für eine Karte verlangt hat, sowie einer 500 €. Klingt erstmal viel. 150 € klingt realistisch, wenn die Künstlerin nach Mindestlohn 17 Stunden Arbeit in die Karte investiert hätte. Ob es wirklich so ist, das weiß ich nicht.
Ich glaube nicht, dass jemand hier bereit wäre, diese “Monsterpreise” zu zahlen. Eigentlich wären sie aber angemessen, wenn man den Mindestlohn nimmt. Das müsste man eigentlich mindestens für die Karte bekommen. Der Preis bildet sich aber eben anders. Nicht durch den Mindestlohn. Da sind 30 € schon viel. Eine 5-Minuten-Karte hätte demnach einen Wert von 70 ct. Ich weiß nicht, ob jemand 70 ct für eine 5 Minuten Karte ausgeben will, auch wenns wenig klingt. Eine 90 Minuten Karte wäre bereits schon 15 € wert, ungefähr…Im Preissegment 40-100 € findet man schon nichts mehr… Das heißt, dann darf man, wenn man nur nach Mindestlohn bezahlt werden will, maximal 4 1/2 h an einer Karte arbeiten, wenn man sie verkaufen will. Ansonsten wär der Preis überhöht…
Demnach gibt es eigentlich keine hohen Preise, wenn man nach dem Mindestlohn geht. Aber nur eigentlich. Materiakosten gibt es auch noch. Was die Menschen tatsächlich zahlen, das ist eine andere Klasse.

Vllt. klingt dieser Beitrag zu meinen anderen paradox, aber das ist nur ein Gedanke, der mir gerade einfiel.

Hm, für mich fallen Karten in die Kategorie “du kriegst das dafür, was andere bereit sind zu zahlen”. Wenn du allerdings wirklich Preise an harten Fakten festlegen willst, würde ich eher die Herstellkosten (ohne “Entgeld”) berechnen. Also in erster Linie die Materialkosten, die ich habe, für ein Stück runter brechen, und entsprechend umlegen auf die Karte, die ich gemacht habe, vll. noch pauschal etwas für Strom und Wasser dazu oder das Porto (einfach) bzw. Versandkosten mit einberechnen. So könnte man sich zumindest das Geld für die reinen Materialien wieder zurück holen.

Naja, aber wenn man wirklich davon lebt und einem die Karten den Külschrank füllen, dann kommt man mit nur Materialkosten nicht sehr weit…
Ist halt echt jedem selbst überlassen wie er das sieht und ich denk Domeh hat da schon recht, wems zu teuer ist kann ja einfach wieder auf schließen klicken.
Ich find die 8,50€ Pauschale auch echt nicht zu weit hergeholt.
Wenn man die Zeit für die Gedanken um die Karte/Skizze mitrechnen würde könnte das eh keiner mehr bezahlen, aber es ist theoretisch alles Aufwand der mit einfließt, also finde ich die direkte Arbeitszeit schon entlohnenswert.
Natürlich kommts auch drauf an wie das Endprodukt aussieht, weil jeder kann theoretisch stundenlang an einer Karte sitzten nur um des Zeitfaktors Willen, aber wenns ne Auftragsarbeit ist kann der Käufer ja auch den Preis den er zu investieren bereit ist angeben und dementsprechend fertigt der Künstler eine Karte die in dem Rahmen liegt.
Mehr Details, Fullbody, Pose, etc. das kostet dann eben mehr…

Sry, aber wer leben will, sollte sich eine andere Arbeit suchen als “nur” KaKAO-Karten, das wird nix. Als Schriftsteller kann ich nicht auch nur von Kurzgeschichten oder Gedichten (noch schlimmer) leben.

Ich lese auch des Öfteren folgendes bei Karten: Da steht: Zu kaufen oder tauschen - 30 € Das hält mich persönlich von beidem ab. Vom Kauf als auch vom Tausch. Vom Tausch hält mich das in sofern ab, dass das heißen würde, dass ich eine Karte zeichnen müsste, die ich selber auch als für 30 € einschätze und auch für das Geld verkaufen würde.
Mir geht es da ehrlich gesagt genauso. Ich verstehe die Rechfertigung dafür sehr gut, 30€ für eine Karte zu nehmen. Wenn man an der Karte 5 Stunden gesessen hat, ist das eh schon ein mickiger Stundenlohn.

Trotzdem kommt mir 30€ sehr teuer vor- was an der “Preispolitik von 2007” liegt, die Domeh erwähnt hat. Ich selber verkaufe (in der Regel) keine Karten. Das Geld, das man für Karten bekommt, war damals bei 5€ pro Karte genauso mickrig wie heute bei 30€. Realistisch ist der Stundenlohn in beiden Fällen nicht, wenn es eine vernünftige Karte ist.
Das heißt, was als “akzeptabler Preis” angesehen wird, hängt davon ab, welche Preise in der Community üblich sind.
30€ sind derzeit noch eher unüblich, soweit ich es einschätzen kann. Dabei will ich nicht sagen, dass der Preis nicht gerechtfertigt ist- er ist einfach (noch) etwas höher als der Durchschnitt.

Wenn ich nun also eine Karte sehe, die “zum Tausch oder Verkauf” steht und bei der der Kaufpreis 30€ beträgt, dann denke ich: Oha, die Person verlangt mehr als der Durchschnitt, also schätzt sie ihre Fähigkeiten auch als etwas höher als der Durchschnitt ein.
Ich bin hier schon sehr lange Mitglied und habe die Erfahrung gemacht, dass User, die ihre Fähigkeiten als überdurchschnittlich einschätzen, oft sehr anstrengende Tauschpartner sind:
Die einen sind wirklich überdurchschnittlich - da habe ich Angst nicht genug zu leisten, plus das Gefühl, immer mehr tun zu müssen als ich kann.
Die anderen glauben nur überdurchschnittlich zu sein, sind es aber nicht. Letztere Gruppe nölt bei einem Tausch besonders viel herum, lässt einen dreimal eine neue Skizze zeichnen und meldet sich am Ende nicht mehr.
Daher würde ich sehr wahrscheinlich nicht nach einem Tausch fragen, wenn jemand eine Karte für 30€ zum Kauf anbietet. Sicher wäre es was anderes, wenn 30€ derzeit der Durchschnittspreis pro Karte wäre.

Was ein “akzeptabler Preis” für eine Karte wäre, kann ich nicht sagen, weil ich eben nur selten was verkaufe und daher kein Gefühl dafür habe, was geht und was nicht.
Kürzlich hat mich jemand gefragt, ob ich eine Commission von ihr annehmen würde und sie hat mir 10€ geboten, weil sie das wohl üblicherweise für eine Auftragskarte zahlt. Wenn das tatsächlich der normale Preis momentan ist, dann wird das wohl so sein ôo Es klang als würde sie sehr oft Karten kaufen, also hatte sie wohl Erfahrung.

Vielleicht würde eine Umfrage im Forum helfen: “Wie viel Geld erhältst du durchschnittlich, wenn du eine Karte verkaufst, die deinem durchschnittlichen Niveau und Aufwand entspricht?”
(Die müsste Umfrage müsste man nur alle 2 Jahre erneuern, um sie an die Preisänderungen im ‘Reallife’ anzupassen.)

Ich denke, niemand versucht, sich nur über Kakaos zu finanzieren. Das wäre wirklich… nicht zielführend.
Aber wenn die Nachfrage da ist, **auch ** Karten anzubieten, warum sollte man das nicht tun? Und warum sollte man weniger verlangen, wenn es “nur Karten” sind, als bei anderen Leistungen… wenn jemand wirklich ernst genommen werden will als kreative Person, bzw. ernsthaft davon leben will, sollte man seinen üblichen Stundensatz nicht drücken, nur weil jemand sagt: “Ach, aber das ist doch eher Hobby und macht Spaß.”
Wenn ich sehe, jemand sitzt 6h an einem Bild und verlangt dann 10 € dafür… na ja, das kann ich dann nicht ernst nehmen. Ist gut für den Käufer aber schlecht für den Markt, wenn die Leute dann denken, solche Dumping Preise wären ja üblich und normal. :(

Und @Stundenlohn: wer einen angemessenen Lohn will und trotzdem keine Horrorpreise verlangen will, muss wohl selbstbewusster werden und schneller zeichnen.
Das hat jetzt kaum noch was mit Kakaos zu tun, aber ich denke, Profi-Illustratoren und Grafikdesigner kommen nur auf ihre Löhne, wenn sie effizient arbeiten, und 16h-Kakaokarten sind das in dem Zusammenhang nicht.
Es ist nicht schlimm, wenn man lange braucht und auf Fleißarbeit Wert legt, aber diese Sorte Zeichner kann beim Verkaufen nur unglücklich werden, finde ich. Ich finds total vernünftig, dann zu sagen: “Nee, ich tausche nur, hab ich mehr davon.”

(Freitagabend-Gelaber… ich hoffe, das ist nicht zu wirr. >_>)

Um, ich will mich nochmal einschalten, weil ich das Gefühl habe an mindestens zwei Stellen falsch verstanden worden zu sein.

Kurz mal zum Hintergrund: Als ich den Beitrag geschrieben habe, vor über einem Jahr, gab es einen Trend der viele Mitglieder sehr frustriert hat. Angeregt durch die relativ neue Versteigerungsfunktion haben viele erfahrene Mitglieder, sowie auch ganz Neue damit angefangen vermehrt Karten zum Verkauf anzubieten. Es gab auch eine neue Welle von Accounts, die nur verkauft haben. Die Leute sind aber sehr schnell sehr enttäuscht worden, weil es ein Überangebot gab und Viele ihre Preise einfach nicht richtig eingeschätzt haben. Da gab es einige sehr niedergeschlagene Stimmen, die dachten, ihre Karten seien in “Wirklichkeit” (also in harten €) gar nichts wert. Die Meisten waren im Preischaos aber einfach hilflos weil keiner mehr wusste ob und wieviel Geld er überhaupt für seine Karten verlangen kann.
Mein Post hat versucht, diese Situation ein bisschen zu analysieren. Ich kam zu dem Schluss, dass Leute, die schon länger dabei waren und auch mal bei Aktionen mitgemacht und mehrmals getauscht hatten, einfach ein besseres Gefühl für Arbeitsaufwand und eine Art Vertrauensbasis bekommen. Diese sind dann beim Verkaufen oft erfolgreicher, als solche, die sich hier registrieren und gleich die erste Karte für Bares (oftmals unter Wert und erfolglos) an den Mann bringen wollten.
Ich bin deshalb dafür eingetreten einen Schätzthread für Karten ins Leben zu rufen, in dem man sich feedback holen kann, bevor man durch falsche Erwartungen enttäuscht wird. Das Ganze hat sich inzwischen aber wahrscheinlich erledigt.

Zum Thema “man muss erst tauschen und darf dann verkaufen” oder “wer verkauft muss auch kaufen” kann ich nur sagen: Es steht absolut Jedem frei, was er wie und wann mit seinen Karten macht und auch, wie viel er für seine Karten verlangt. Und ich stehe hinter Jedem Künstler, der sich seine Arbeit (in seinen Augen) angemessen bezahlen lässt. Stundenlohn und Materialkosten, damit kann man einfach nicht rechnen, im Endeffekt bestimmen Angebot und Nachfrage den Preis. Und solange die Nachfrage steigt, steigen auch die Preise. WAS sie mit dem Geld machen, geht auch niemanden was an, ob sie jetzt die Kohle unter der Matratze verstecken oder sich 30 Kugeln Eis kaufen, egal!
Ich persönlich kauf mir von meinen Aufträgen inzwischen übrigens selbst Kunst in verschiedenen Formaten, oder Zeichenmaterial.

Nochwas: Auch auf die Gefahr hin, jetzt großkotzig zu klingen. Das Problem, dass sich Tauschpartner durch hohe Preise unter Druck gesetzt fühlen, hab ich aber am eigenen Leib schmerzhaft erfahren. Mir sind im letzten 3/4 Jahr 2 Tauschpartner deswegen abgesprungen. Beides waren talentierte Künstlerinnen, aber sie waren am Ende überfordert, weil sie dachten, sie müssten jetzt auch Karten produzieren, für die auf dem “freien Markt” 20-25€ rausspringen. Das ist natürlich völliger Quatsch und bitter für mich weil ich auf zwei halb fertigen Fan Art Karten sitze. Nur, was macht man da?

Also ich finde nen vernünftigen Stundenlohn kann man auch rechnen, und wenn man dann nicht so teuer werden will dass es keiner kauft muss man halt gucken dass man schneller arbeitet.
Zumindest wenn man hier was verkaufen will dass einerseits dennoch halbwegs dem Wert der Karte entspricht ohne dabei potentielle Interessenten zu vergraulen.

Ich persönlich hab’s lieber wenn selbst bei Tausch oder Verkauf der Preis dabei steht einfach damit ich eben weiss “könnte ich mir die Karte evtl. kaufen oder muss ich davon ausgehen dass jemand anderes sie bekommt weil ich eh keine Zeit für ne Tauschkarte habe?”
Ob die eigene Tauschkarte dann dem Wert entspricht oder nicht kann dann halt nur der Verkäufer sagen.
Da ist doch nicht wirklich ein Unterschied ob man sich nicht traut einen Tausch anzufragen weil man denkt der andere sei weit über dem eigenen Niveau oder ob man denkt die eigene Karte sei nicht X euro wert.
Und allgemein haben Wunschmotive einen höheren Wert einfach weil da sicherer ist, dass es auch gefällt.

Für mich wäre ein Preis zumindest auch eher an persönlichem Wert gerechnet so à la “wenn Du das willst aber mir keine Tauschkarte geben willst/kannst muss es Dir schon wirklich was wert sein, sonst warte ich lieber auf jemand anderes der mir ne schöne Karte anbietet”
Aufträge zum Verkauf sind dann nochmal was anderes, die sähe ich eher als Gelegenheit für Karten mit spezifischen Motiven etc die man ansonsten vllt. eher nicht machen würde oder wenn einem der Stil der anderen Person wirklich nicht zusagt und ein Tausch dadurch keine Option ist.
Oder halt Leuten die Möglichkeit geben die eigenen Karten zu erwerben, die selber vllt. gar nicht zeichnen.

KA wie das mit dem Wert berechnen anhand der “Mühe die man sich gegeben hat” funktionieren soll, weil Mühe ja nix bringt wenn das Resultat trotzdem doof aussieht. Wenn ich in 5 Minuten was hinbekomme das gut aussieht why not, und wenn ich das gegen ne 20-Stunden Karte tausche solange der Tauschpartner meine Karte gut genug findet dass er seine hergeben mag warum nicht?
Ich hab dann vllt. nur 5Minuten für die Karte gebraucht, aber vielleicht 5 Jahre mehr Erfahrung als derjenige also im Gesamt trotzdem mehr Zeit und Mühe investiert(und Geld für diejenigen die studiert haben).

Ich habe bis jetzt nur durch Zufall 2 Karten verkauft, für je 10 € aber nur weil die Käufer auf mich zu kamen (ich wollte nicht mit denjenigen tauschen).
So bin ich der Meinung, mein Zeug will keiner kaufen. Noch dazu brauche ich das Geld nicht, weil ich arbeiten gehe. Kann aber verstehen, wenn sich jemand dadurch etwas Taschengeld verdienen will, das habe ich in der Schule auch, aber nicht durch Kakao Karten.

Allgemein sage ich immer: Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis. Wenn ein bestimmter Zeichner sehr gefragt ist und die Leute bereit sind 30€ zu bezahlen… warum nicht?

  • Jeder darf verkaufen wie und für wie viel er mag, schließlich fallen Kakaos unter ATC **und ** ACEOs.

  • Ja, der Mindestlohn ist eine Richtlinie, ist aber mit Vorsicht zu betrachten. Ein Anfänger braucht 5 Stunden für eine Karte, für die ein geübter Zeichner vielleicht nur 1 Stunde braucht und dessen Karte dann auch noch “besser” ist. Ehrlich, wer würde da für die “schlechtere” Karte mehr Geld bezahlen? Oder 8 Euro für die “Profi”-Karte angemessen finden?

Jupp, so isses! Auf Kakao sind viele Jüngere unterwegs, viele Hobbysammler, da liegt die “Schmerzgrenze” beim Preis deutlich unter anderen Plattformen mit ganz anderem Publikum.

Hallo :)

Ich hoffe es nimmt mir niemand übel dass ich diesen ewig langen Thread wieder hervorkrame.

Ich bezweifle ganz stark dass ich jemals irgendeine Kakao Karte verkaufen würde aber da ich grad nach ner Preisliste für Commissions gefragt wurde hab ich mir aus Neugierde mal angeschaut was andere so verlangen.

Ich versteh schon, dass wenn jemand freie Karten hat und wenn die nicht ertauscht werden diese dann vllt. günstig hergibt, weil is ja doch besser als sie im eigenen Ordner verstauben zu lassen.
Und ich versteh auch wenn junge Zeichner ihre Karten günstig anbieten, weil die ja wenig Erfahrung haben was Zeit wert ist und das Material zahlen vermutlich eh die Eltern.

Aber dann sehen ich, dass viele ältere richtig gute Zeichner 10-20€ Commissions anbieten.
Da ich im Grafikdesign und Film arbeite weiß ich was ein realistischer Preis für sowas wäre(obwohls in allen freien Branchen ja bissi Preisdumping gibt ^^") und selbst wenn man hier vermutlich nicht versteuert, sind die Preise ja praktisch geschenkt? Das würde mich als potentieller Käufer auch etwas abschrecken, wenn ich mir vorstelle dass die Leute da stundenlang an meinem Bild arbeiten und dann gibt man ihnen halt nen minimalen Betrag als kleines Dankeschön. Ich würd mich da nicht fühlen als würde ich wirklich für das Werk bezahlen sondern eher als hätte mir der Zeichner einen Gefallen getan.

Deswegen so aus Interesse an die Commissions anbietenden:
Was ist denn euer Anreiz dafür?
Zeichnet ihr dann nur Motive die ihr sowieso gerne macht? A la würd ich ja sowieso zeichnen, dann kann ich das dann auch für wenig Geld hergeben.
Nehmt ihr alle Aufträge an oder tendenziell von Freunden/Leuten die ihr kennt? Sehr ihr das ganze dann immer noch als Hobby?
Falls ihr Illustrationen auch beruflich macht, wie trennt ihr da Kakao-Preise und reale Preise? Und wie kommt ihr überhaupt auf eure Preise?

Würd mich freuen zu hören was da so die Beweggründe sind, weil ichs echt nett find dass das hier auch angeboten wird :)

Liebe Grüße,
Ginko

Interessante Fragen, die du da stellst, Ginko :) Ich mag mal versuchen, sie dir aus meiner persönlichen Perspektive zu beantworten.

Mein Anreiz: ich habe schon immer davon geträumt, als Illustratorin zu arbeiten, aber noch hat sich mein Traum nicht verwirklicht - ich weiß auch, dass sowas nicht von heute auf morgen klappt und man nicht sofort davon leben kann. Die Commissions waren deswegens anfangs (bzw. sind es irgendwie auch noch immer) eine Art “Probelauf” für mich, eben zu sehen, wie es ist die Ideen und Gedanken einer anderen Person umzusetzen und dafür bezahlt zu werden, auch um den Umgang mit Kunden zu erlernen (inklusive dem Umgang mit Problemen, z.B. wenn ein Kunde plötzlich vom Auftrag zurück treten will oder meint nicht zahlen zu können.).
Um ganz ehrlich zu sein kam mein allererster Aufrag aber noch bevor ich überhaupt den Mut hatte, meine Bilder anzupreisen - ich weiß noch, wie aufgeregt ich war, als zum allerersten Mal jemand auf mich zu kam und bereit war, mich für meine Arbeit zu bezahlen. Das hat mir gezeigt, dass mein Traum meine Leidenschaft zum Beruf zu machen nicht ganz so abwegig ist :)

Und ob ich nur Motive zeichne, die ich gerne habe? Ein ganz klares: nein. Natürlich macht es mir am allermeisten Spaß wenn mein Kunde sich etwas aus meiner Komfortzone (heißt: Fantasy, vorzugsweise Elfen) wünscht, aber ich versuche mich auch an Themen zu wagen, die mir nicht so liegen. Beispielsweise hat eine liebe Kakaolerin hier mich aktuell beauftragt einen Science Fiction Chara zu zeichnen und das liegt nun wirklich nicht innerhalb meines liebsten Themenbereichs. Aber wie gesagt, ich versuche mein bestes :)
Das einzige was ich prinzipiell NICHT im Zuge eines Auftrags zeichne ist Fanart. Würde natürlich Spaß machen, solche Themen zu zeichnen die ich mag und dafür auch noch entlohnt zu werden, aber nein. Das finde ich schlichtweg falsch :/

Commissions von Freunden/Leuten die ich kenne nehme ich übrigens auch an, ja :) Die handhabe ich genau wie alle anderen Aufträge (mit der kleinen Ausnahme dass Freunde natürlich ab und an auch mal einen kleinen Rabatt bekommen X3). Denn meine Commissions sind schlichtweg KEIN Hobby. Ich hab ja bereits erwähnt, dass ich versuche meine Kunst zum Beruf zu machen - und Freunde, die mir Aufträge aufgeben, machen das dann bewusst um mich darin zu unterstützen.

Noch habe ich ja leider nicht die Gelegenheit meine Bilder beruflich anzubieten, aber doch, ich trenne bereits Kakao-Preise von Preisen für z.B. größeren Illustrationen. Da jene bei mir aber Wochen, wenn nicht gar Monate brauchen, biete ich sie nur auf besondere Nachfrage an - zu entsprechend höheren Preisen.
Meine Preise für Kakaokarten liegen im übrigen deutlich überalb des 10-20€ Bereichs, den du angesprochen hast Ginko, aber ich denke das ist verständlich, wenn man weiß, wie viele Tage Arbeit bei mir selbst in einer kleinen Kartestecken.
Verglichen zu einem normalen Stundenlohn sind selbst meine Preise allerdings noch “niedrig” - aber wer wäre schon willens, einem dreistellige Beträge für etwas so kleines zu zahlen, nicht wahr?

Abschließend muss ich noch sagen, dass ich es recht traurig finde, dass sich viele Künstler unter Wert verkaufen :/ Ebenso finde ich auch die aktuelle “Flut” an Leuten die Commissions anbieten erschreckend. Natürlich hat jeder Zeichner das Recht für sich zu entscheiden, Aufträge anzubieten, was auch vollkommen legitim ist, aber…Irgendwie schadet es natürlich dem (ich nenne es mal) “Markt”, wenn grade Jungkünstler ihre Karten zu Schleuderpreise (z.B. für 5€) anbieten. Wenn jeder Kunde sieht, dass er seine Sachen woanders “billiger” bekommt (ohne jetzt mal die Qualität jener günstigeren Angebote ansprechen zu wollen), scheut er sich natürlich dann Künstler vernünftig zu entlohnen - denn wieso sollte man z.B. 30€ für etwas zahlen, was man woanders für nen Bruchteil bekommt?
Ja, Schleuderpreise schaden wirklich ALLEN Künstlern :/

Erstmal ein ganz großes Danke für deine ausführliche Antwort Yasao! Es ist immer ganz spannend zu hören wie unterschiedlich die Motivationen hier sind, besonders eben weil die Seite auf Tauschhandel von etwas sehr subjektiven basiert.

Das mit dem Probelauf ist ein guter Ansatz, da du dir ja dabei bewusst bist dass es eine gute Übung ist. Tatsächlich Geld verdienen kann man heute ja fast nur noch wenn man Aufträge von Unternehmen annimmt.

Es ist schön zu hören, dass du hier einige Commissions bekommst und dieses Gefühl dass das hier eine tolle Community ist um Dinge zu erproben und auch genügend Unterstützung zu erhalten hab ich auch schon gewonnen obwohl ich noch nicht so lange hier aktiv bin!

Ja, das mit den Schleuderpreisen… Das traurige ist leider, dass die Leute die diese anbieten oft nicht wissen dass sie sich und anderen Künstlern nichts gutes tun. Ich hab gesehen das Preisdumping Problem würde hier im Thread ja schon von Anfang an diskutiert, aber hier scheinen hauptsächlich die Leute mitzureden die das Problem erkennen und selbst versuchen ordentliche Preise anzusetzen.

Aber da du die Qualität “angesprochen” hast, natürlich macht es einen Unterschied was den Preis angeht - da bei einem erfahrenen Künstler meiner Meinung nach ja auch das Studium/all die Zeit die man gebraucht hat um da anzukommen auch zum Preis gehört. Nur weil jemand der besser ist vielleicht schneller das selbe abliefern kann bleibt das Ergebnis und der Wert ja das selbe. Das wäre dann wieder ein Punkt wo man Preisunterschiede durchaus begründen kann, aber das sollte trotzdem keine zu niedrigen Preise promoten, denn eine gewisse Zeit und Arbeit hat dennoch ihren Wert.

Ich habe mir den Thread über “wie lange braucht ihr für eine Kakao” sowie eben ein paar Commissions Thread im Tausch&Verkauf Forum angeschaut und wenn man das dann in Relation betrachtet ist natürlich schon krass, vor allem wenn man bei manchen Leuten 10 Stunden + liest…

Jedenfalls alles Gute beim Verfolgen des Traumjobs! Ich wünsch dir dass du es schaffst, denn du scheinst wirklich viel Arbeit und Liebe rein zu stecken. :)

Sehr interessante Fragen, die ich auch gerne beantworten mag. Schließlich sind Kakaos eine der beliebtesten Formate aus meiner Liste :)

Was ist denn euer Anreiz dafür?
Ich gehe hier jetzt NUR auf den Verkauf von Kakaokarten ein. Denn wenn ich jetzt loslegen würde, was mir mein Beruf als Kinderbuchillustrator bedeutet und wie ich dazu kam und warum ich das immernoch mache…das würde den Rahmen sprengen ;)

Kakaokarten biete ich an, weil ich eine hohe Spannbreite in meiner Preisliste haben mag und sich somit (fast) jeder meine Kunst leisten kann. Meistens geht es den Leuten tatsächlich nur darum, sich selber, ihr Haus-/ oder Lieblingstier etc. in meinem Stil umgesetzt zu sehen, ohne gleich ein “großes” Format zu erstehen. Viele haben da auch gar nicht den Platz für, oder sammeln eh schon Kakaos. Ich bin tatsächlich auch eher geneigt, ne Kakao zu kaufen als ein A4-Poster. Eben einfach, weil ich Ersteres eher unterbringen könnte.

Zeichnet ihr dann nur Motive die ihr sowieso gerne macht? A la würd ich ja sowieso zeichnen, dann kann ich das dann auch für wenig Geld hergeben.

Ich finde es immer wichtig, dass man den Auftraggeber nicht belügt - ich sehe das gerade bei den frischen Kinderbuchillustratoren, die sich dann bei jedem Angebot melden und hinterher kommt raus: “Upps, das kann ich gar nicht.” und dementsprechend sieht dann auch das Ergebnis aus… Daher nehme ich auch nur Aufträge an, die mir liegen, nicht weil ich das “für wenig Geld” hergebe. Im Gegenteil. Der Kunde soll für sein Geld eine entsprechende Qualität bekommen, die ich ihm nur garantieren kann, wenn ich seinen Wunsch bereits umgesetzt habe.

Nehmt ihr alle Aufträge an oder tendenziell von Freunden/Leuten die ihr kennt? Sehr ihr das ganze dann immer noch als Hobby?

Ich nehme alles an, wenn es zu meinem Stil passt und wenn das Motiv stimmt. Leute, die mir von Anfang an suspekt vorkommen, wen sie z.B. über Preise diskutieren oder andere Vorstellungen haben, sage ich dankend ab. Um ehrlich zu sein, sehe ich mei Tätigkeiten schon lange nicht mehr als Hobby an. Nicht, dass ich da kein Spaß mehr dran hätte, aber dazu entstehen mittlerweile “zu viele” Zeichnungen kommerziell. Eigenes wird eher in den Hintergrund gedrängt.

Falls ihr Illustrationen auch beruflich macht, wie trennt ihr da Kakao-Preise und reale Preise? Und wie kommt ihr überhaupt auf eure Preise?

Ich habe im Januar eine Preiserhöhung gehabt. Das hatte viele Faktoren und die habe ich gerade im Dezember zu spüren bekommen. Wer bei mir kauft, der zahlt auch für einen sehr umfassenden Service: Man bekommt eine Skizze zum Absichern, darf 3 x kostenfrei korrigieren lassen, hat einen digitalen Farbtest inklusive, bekommt dann einen Scan, den man für nichtkommerzielle Zwecke nutzen darf UND das Original per Post. Das alles rechne ich eben mit ein, auch bei Kakaos. Da ich bei denen aber deutlich fixer bin als bei einem A4-Bild, sind die eben entsprechend günstiger. Ich richte mich bei mein Preisen an das Format und Detail. Beispiel: Im Dezember hatte ich mal 2 und mal 10 Kaninchen umsetzen müssen. Das hat mich dann auf die Idee gebracht, dass es sinnvoll ist, nun eben auch die Option “mehr als 3 Tiere” anzubieten und geauer zu berechnen.

Btw. zum Thema “Jungkünstler bieten die Bilder unter Wert an” etc. Ich vertrete noch immer die Meinung, dass es ERST wirklich Sinn macht, seine Bilder anzubieten, wenn eben explizit danach gefragt wird. So kann man vorallem Enttäuschungen, wenn die Bilder dann doch nicht weggehen.

Bin gespannt auf andere Meinungen :)

Ich finde die Entwicklung dieses Threads sehr spannend. 2007 konnte man noch Aussagen wie “Ich pers. finde 1 euro ist genug,[…]” finden. Ein anderer schrieb, dass er/sie die Original-Karten für 0,50 € verkauft (hat) und 10 € wurden von vielen als “überteuert” angesehen. Auf den Diskussions-Seiten der letzten zwei Jahre sah man es zum Glück nicht mehr so. Ich weiß nicht wieso man etwas für 0,50 - 2€ verkaufen sollte, an dem man doch recht lange sitzt, bzw wieso es damals auf Empörung stieß, wenn jemand 10 € für eine Karte haben wollte.
Aussagen wie “Also mehr als 20 €, sollte niemand für eine Karte nehmen.”, halte ich für unnötig. Jeder sollte das am Ende bekommen (dürfen), womit er sich wohl fühlt. Selbst wenn es 200 € wären, ist es immer noch dem Verkäufer überlassen, denn für jeden hat Kunst einen anderen Wert. Kaufen muss man ja zum Glück nichts ;)
Das Argument, welches man hier öfters lesen konnte “jeder soll es sich leisten können, hier sind schließlich Schüler und Studenten, manche haben nur Taschengeld” zählt für mich nicht wirklich, denn a) es ist möglich sich Karten zu ertauschen, das ist ja das schöne an KaKAO karten und b) man sollte nicht mit dem Preis runtergehen, nur weil es sich sonst Zielgruppe xyz nicht leisten kann. Klar Verhandlungsspielraum sollte es geben, aber ich würde nicht eine Karte für 5€ verkaufen, wenn ich mich damit unwohl fühle, nur weil es sich die Person sonst nicht leisten kann. Ich kenne genug die regelmäßig und oft ins Kino gegangen sind (was auch teuer ist) und sehe nicht ein wieso Künstler sich unter Wert verkaufen sollten, nur damit der Käufer sich andere Luxusartikel leisten kann, die man ebenso wenig zum Leben benötigt, wie Zeichnungen. Letztendlich sind Zeichnungen nicht lebensnotwenig und eher Luxusartikel, man schadet hier keinem damit, wenn man es zu seinem Preis anbietet und niemand sollte sich unter Wert verkaufen, nur weil jemand sagt “das ist zu teuer”.
Es ist eure Lebenszeit die ihr dort investiert, jede Sekunde die ihr an einem Bild gesessen habt, bekommt ihr nie wieder zurück, das sollte jedem bewusst sein. Dafür sollte man schon etwas bekommen, was dem Wert ungefähr entspricht (sei es eine Tauschkarte oder Geld).

Ich verkaufe nicht viel, weil ich nicht viel anbiete, aber wenn ich Karten mal zum Kauf anbiete, dann für 10-25€. Ich zeichne allerdings nur 2-4 Karten pro Monat. Viele meiner Karten behalte ich selbst (weil ich mich meistens schwer davon trennen kann) und einige Karten hebe ich jetzt für einen Conbesuch auf, um sie zu tauschen :)
Bei Bastelkarten nehme ich durchaus mehr, je nachdem wie schwierig es für mich war, die Karte zu erstellen :3

Ich brauche für Karten zwischen 4-8 Stunden, bei mir sind z.B. 6-Stunden Karten manchmal günstiger als 4-Stunden Karten, weil mir die eine Karte mehr gefällt als die andere :)
Wie macht ihr das? geht ihr auch eher nach Gefühl, oder geht ihr da tatsächlich nach investierter Zeit?

Ich hoffe ich kam an manchen Stellen nicht unhöflich oder überheblich rüber :'D
Es ist nur meine Ansicht und wenn jemand anderer Meinung ist,
dann ist es natürlich vollkommen in Ordnung (,・ω・,)

Ich male Kakaokarten primär als Entspannung auf dem Sofa. Wenn sie dann jemand haben möchte, umso besser, das freut mich immens! Ich tausche zwar auch gerne, leider liegen viele Kakaokartenthemen hier im Bereich Manga/Anime, mit dem ich gar nichts anfangen kann, daher kommt es recht selten zum Tausch. Kaufen kann man meine Karten im Bereich von 8-15€. Mit der Preisspanne fühl ich mich wohl und ich halte sie auch (für meine Karten) für angemessen.

Kaufen tue ich bis 30€. Wobei 30€ dann schon ne ganz tolle Karte sein muss, die ich unbedingt will. In der Regel find ich 10-20€ für eine gute Karte okay.

Ich bin generell ein Mensch, der gerne und viel Kunst kauft. Ich habe in meinem Leben sicherlich schon einige tausend Euro für Original Kunst ausgegeben. Das teuerste Bild (Größe ca. A3) war mir 800€ wert. Es hängt in meinem Wohnzimmer und ich liebe es und bereue keinen Cent. Wie schon gesagt: “Mir” war das Bild es wert. Das heißt nicht, dass das Bild in der Gesamtrechnung Stundenlohn + Material 800€ wert ist. Aber das macht auch gar nichts. Wenn ich ein Bild kaufe, egal welche Größe, von ACEO bis Leinwand, dann kaufe ich es, weil es mir gefällt und es mir das wert ist. Ich schätze die Idee, die Umsetzung oder die Maltechnik, im Idealfall alles zusammen. Ein großer Faktor bei mir ist auch die Sympathie zum Künstler. Wenn ich einen liebenswerten Menschen dahinter kennenlerne, gebe ich gerne etwas mehr aus, um ihn zu unterstützen. Ich kaufe auch besonders gerne von unbekannten Hobbykünstlern, so wie ich es einer bin. Diese freuen sich über mein Interesse, genauso wie ich mich über das Interesse anderer Leute an meiner Kunst freue. Es ist einfach ein Geben und Nehmen und das macht mir Spaß :)

Seit ich wieder Geld verdiene kaufe ich mir öfter mal ein schönes Bild. Übrigens nicht NUR KaKAOs, aber hauptsächlich. Im Urlaub habe ich in Florenz ein wirklich schönes für 40€ erstanden, was bei der Größe wirklich günstig war, wenn ich überlege wie viel ich schon für KaKAOs ausgegeben habe ^^°
Natürlich ist es traurig, wenn man sich etwas nicht leisten kann, aber ich muss Mellymiew zustimmen: Kunst ist ein Luxusgut. Und auch Künstler müssen ihren Alltag bestreiten können.

Ich selbst habe auch schon verkauft, allerdings mehr um zu sehen, wie viel die Leute für meine Karten ausgeben. Ein nettes Extrataschengeld wars in der Zeit auch, aber nichts das mich hätte über die Runden bringen können.

Generell finde ich, dass jeder das verlangen sollte, was er für richtig hält. Wenn jemand bereit ist 90€ für eine Karte auszugeben dann herzlichen Glückwunsch an den Künstler! Allerdings sollte man sich seines Levels bewusst sein und nicht utopische Summen für etwas verlangen, das dann am Ende keiner haben will.
Ist natürlich immer schwer einzuschätzen. Deshalb finde ich es ganz nett, wenn man Freunde oder Bekannte hat, die da ehrlich ihre Meinung sagen. Auch wenn die Meinungen vielleicht ganz weit auseinander liegen.

Ach ich fände es völlig in Ordnung wenn jemand für seine Karten utopische Preise verlangt, die niemand für seine Werke bereit ist auszugeben. Das müssen je nach Skilllevel und Beliebtheit ja nicht mal sonderlich hohe Preise sein. Besser zu hoch und dann nicht loswerden, als Karten zu einem Preis (und das kann man durchaus auch auf tauschkarten beziehen) verscherbeln mit dem man nicht glücklich wird.

Solange er/sie dann nicht rumjault, dass niemand die Karten für den Preis kaufen will, finde ich das völlig legitim.

Die Freunde/Bekannte/Familie fragen Variante halte ich für schlecht. unter anderem, aber nicht nur weil die Meinungen sehr weit auseinander gehen können und oft unbrauchbar sind.

Ich denke auch, dass es mit den eigenen Preis glücklich sein, das wichtigste ist. Nichts um einen Preis verkaufen, den man nachher bereut, da behält ma sich die Karten irgendwie doch lieber selbst :D so gehts zumindest mir.

Die Leute, die Karten für so megahohe Preise jenseits der 30/40 Euro wegbringen, verkaufen ja meist ein Fandom oder sich selbst als Marke. Also ein Zeichenstil der genau aussieht wie der von dem und den Künstler oder anderswertige Faszinationen. Auf einer Con sind solche Preise eben auch eher bei den Beliebten normal xD not me. Ich selbst hab mich auch mal ein klein wenig vorgetastet. Es funktioniert mit dem verkaufen, aber besonders auf Cons wird ma nicht reich damit ^^ ist auch ein wenig die falsche Zielgruppe. Habe beruflich mal ein paar kleine Illustrationen verkauft und da der Unterschied zu den Preisen für Kakaos… das sind Welten. Unter 100 Euro sollte da eigentlich nichts gehen! xD Aber ja, eben ein komplett anderes Umfeld und da finde ich es verständlich. Der Markt bestimmt was gekauft wird und der Künstler was die eigene Kunst ihm oder ihr wert ist. Ich bin auch der Meinung, dass 50 cent oder 1 Euro für ein Original viel zu wenig sind o_ô und begrüße es, dass das unser aktueller Konsens ist. 10-20 Euro find ich auch völlig okay für eine gute Karte die mir gefällt, vorallen das Original. Es ist der Anfang und ein einmal gesetzter Preis ist nicht für die Ewigkeit. Gute bekannte Künstler können sich klarerweise an den Markt anpassen und höhere Preise verlangen. Ich glaube da sollte man selbst etwas rumprobieren, Kartenpreise machen, vielleicht auch ein paar Auflagen zum Testen und man sieht dann ohnehin wohin es führt :) wenn einem die Bude eingerannt wird und es zuviel wird, Preise höher ansetzen. Wenn Kunden ausbleiben, nicht verzweifeln, vielleicht was günstigeres probieren und einfach mal schauen.

Fürs reich werden sucht man sich ohnehin was anderes als Kakaokarten zu verkaufen xD nen Job oder sowas.

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