Ich zähle mich zwar nicht unbedingt zu den Buntstiftkünstlern, kann aber trotzdem antworten xD
Die Lichtechtheit hat an sich nicht viel mit dem Medium zu tun sondern ist vom verwendeten Pigment abhängig. In manchen Medien die quasi “Schutzschichten” um die Pigmente bilden (Acryl, Öl) ist die Lichtechtheit etwas höher als in Aquarell & Co. Deswegen sind natürlich auch Buntstifte (die ja aus Pigment und Öl/Wachszeug hergestellt werden) dessen unterworfen, du kannst das Sternchensystem zumindest bei den Polychromos genauso behandeln wie das bei Aquarell.
Auch Aquarell verblasst “nicht zwangsläufig einfach so”, sondern unter Einfluss von UV-Licht, daher wird ein Bild im dunklen Ordner im Regelfall auch nach vielen Jahren keine verblassten Farben haben. An der Wand hingegen schon, je nachdem wieviel Licht es abbekommt schneller oder langsamer. Wenn das anders wäre würden wir ja keine >100 Jahre alten Aquarelle in den Museen haben ;) (Leider werden die aufgrund der verwendeten nicht-lichtechten Pigmente nur sehr selten im Ausstellungsraum gezeigt…)
Bezüglich der Schichtdicke: meistens ist es so dass mehr Schichten = mehr Pigmente “übereinander”, also dauert es länger bis es verblasst, allerdings gibt es zumindest in Aquarell einige Farben die in sehr verdünnten Schichten halten, aber im “Masstone” (also dicker Farbauftrag) verblassen.
Zum Magenta hell: jap, wenn das Bild zuviel Licht abbekommt wird genau das passieren. Wenn das Bild im Ordner bleibt und wenig Licht abbekommt sollte es aber genauso gut und besser halten als Marker :D Ich kann dir da empfehlen dir die Luminance-Stifte von Caran d’Ache mal anzuschauen - ziemlich teuer, aber das komplette Sortiment besteht aus den höchsten beiden Lichtechtheitsstufen und ggf. kannst du damit die problematischen Farben ersetzen.