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Polychromos - wieviele braucht man?

Bevor ich angefangen habe, mit Prismacolor zu arbeiten habe ich mit 12 Polychromos, also dem Grundset gearbeitet. Ich muss sagen, ich habe da sehr viel über sie gelernt.
Die Karten (alle drei ausschließlich mit Polychromos) :
https://www.kakao-karten.de/karten/194854?sort=benutzer
https://www.kakao-karten.de/karten/195628?sort=benutzer
https://www.kakao-karten.de/karten/196895?sort=benutzer

Eine reine Prismacolorkarte:
https://www.kakao-karten.de/karten/247239?sort=benutzer

Ich muss sagen, bei Polychromos hatte ich das Problem mit dem Versiegeln noch nie, wohl aber bei Prismacolor. Da hab ich rausgefunden, möglichst wenig aufzudrücken und dann da langsam Stück für Stick weiterarbeiten. Da es aber sein kann, dass die Farbe zu blass ist, weil man so dünn aufträgt, wäre es gut, mit Aquarell/Markern zu grundieren und dann den Rest mit den Buntstiften auszuarbeiten.

Hochgeladen habe ich glaube ich nur diese eine Karte, die eigentlich ausschließlich mit Polys entstanden ist;

Sonst male ich ja generell damit eher Portraits. Ansonsten habe ich hier noch brandaktuell meinen Bärli, der auch nur mit Polys entstanden ist;

http://41.media.tumblr.com/503ac393508b64f9411d6d1f3f877ece/tumblr_o1u7u91G8d1uliyrfo1_1280.jpg

Das wichtigste ist meiner Meinung nach ein sehr glattes Papier mit wenig Struktur, wie zb das Hahnemühle Nostalgie, was wie für Polychromos gemacht ist. Das ist aber Ansichtssache.
Und natürlich ein guter Blender. Sehr gut funktionieren bei den Polychromos tatsächlich diese Papierblender in Grau, die man für 50ct überall bekommt oder für den Anfang auch Wattestäbchen. Damit kann man die Pigmente suuuper ins Papier einarbeiten. Versiegeln tu ich es persönlich gar nicht, höchstens mit Fixativ - aber ich mag auch matte Farben.

Schaefchen udn Daria, eure Karten sind super! :D
Und der Bär ist toll! :D

Ich habe u.a. diese Karten mit Polys gemacht:

Oben ist die Neueste, mit verschiedenen Schichten übereinander. Das Einzige, was nicht Polys ist, sind die weißen Reflexe. Im Vergleich zu den anderen Karten, sieht man, dass ich hier einen Blender genutzt habe. (Von Derwent, da gibts son Set mit zwei Blendern und zwei Burnishern) und viel mit weiß verblendet hab. Dann geht der körnige Effekt weg. Als Papier nehme ich einen 250g Block von Boesner mit nicht reinweißem Papier.

Edit:

Mal eine ganz andere Frage… benutzt ihr auch Lösemittel mit den Buntstiften? Ich hab gelesen, dass das geht, aber selber noch nie probiert. Und wenn ja, was genau nehmt ihr da?

Mit Lösungsmitteln meinst du Mittel zum Vermalen, oder? Ich kenn eine, die nutzt Terpentin für Prismacolors zum Blenden. Soll super funktionieren. Selber hab ichs noch nie probiert, da ich bei Ölfarbe mit Leinöl arbeite o.O

Ich bin mit den Vermalsachen nicht so zufrieden, was Polychromos angeht. Ich habe bisher nur ein Mittel gefunden, das die alten FC classic vermalt, die aber nicht mehr hergestellt werden. Aber wenn ich “vermalen” sage, dann erwarte ich ein Ergebnis wie mit Albrecht Dürer + Wasser.

Von mir auch ein paar wenige Polychromokarten:



Polychromos in blau + prismacolor weiß auf schwarzem Papier


hellbraun hier prismacolor, solche Farben gibts leider nicht als polychromo

Die meisten anderen buntikarten in meiner Gallerie sind FC classic. Die liegen in meiner Schublade Uni/arbeit, für Pausen.

Dank euch schonmal für eure Bilder und Tips. Ich habe gleich schon wieder Inspiration gesammelt :D

Es gibt noch Zest-it, Orangenzeste. Vermalt die erste Schicht Null, aber der weitere Farbauftrag wird satter und den kann man dann auch vermalen.

Nachdem ich das gelesen habe, bin ich mal in meinen Lieblingsladen spaziert und habe mir das mal angeguckt. Und dann gleich einen Block gekauft und zuhaus getestet. Das ist wirklich super super super das Papier! :D Danke für den Tipp.

Ich hab mal ne Frage an die Buntikünstler hier :3 Hat zwar weniger mit dem “Wie viele braucht man”-Thema zu tun (das Thema ist für mich weniger interessant, da ich ohnehin das gesamte Poly-Sortiment besitze hat sich das letztes Jahr nach und nach zusammengekauft), dafür allerdings speziell mit den Polychromos, deswegen hoffe ich, dass ich hier an der richtigen Adresse bin.

Also…Ich habe mir in letzter Zeit bedingt durch meine Aquarellmalerei (und auch durch meine Verwendung von Copics) sehr viele Kopfschmerzen zum Thema Lichtechtheit gemacht - bekanntlich sind ja Aquarellfarben stets durch eine Art Bewertungssystem (z.B. durch Sternchen) ausgezeichnet und einige Farben sind eben länger auf dem Papier haltbar als andere. Bei Aquarell ist es mir also durchaus verständlich, dass die Farben nach einiger Zeit zwangsläufig anfangen zu verblassen, auch wenn das Bild nicht direktem Sonnenlicht augesetzt ist - aber da ja auch Polychromos das System mit den Sternen auf allen Stiften besitzen, frage ich mich nun: wie ist das mit Buntstiftcolos? Kann es passieren, dass ich irgendwann in zwanzig Jahren in meinen Ordner schaue und ein Bild “nicht mehr da” ist? Ist es abhängig vom Farbauftrag? Also werden Stellen an denen mehr Pigment war eher noch sichtbar sein, andere mit dünnerer Pigmentschicht aber nicht?
Und wie steht es mit den sehr flüchtigen Farben?
Mir kamen all jene Fragen in den Sinn, da ich grade einmal wieder an einem A5 Buntibild arbeite auf dem ich eine pfirsichfarbene Nuancen eines Sonnenuntergangs mische, indem ich vorwiegend mit Lichtgelb lasierend (104, drei Sterne) arbeite, aber auch mit diversen Rosatönen. Unter andere habe ich eben einen “gefährlichen” Ton wie Magenta hell (119) eingebracht, der nur einen Stern hat. Diese Farbe wird also höchstwahrscheinlich früher verblassen und irgendwann wird dort dann nur noch das gelb über sein, richtig?

So viele Fragen auf einmal lacht Verzeiht dies bitte - und ich hoffe, ich klinge nicht zu wirr xD; Ich mache mir einfach Sorgen um meine Bilder und möchte ja immerhin möglichst lange meine Freude daran haben.
Ich bin für jede Meinung und Antwort dankbar <3

Ich zähle mich zwar nicht unbedingt zu den Buntstiftkünstlern, kann aber trotzdem antworten xD

Die Lichtechtheit hat an sich nicht viel mit dem Medium zu tun sondern ist vom verwendeten Pigment abhängig. In manchen Medien die quasi “Schutzschichten” um die Pigmente bilden (Acryl, Öl) ist die Lichtechtheit etwas höher als in Aquarell & Co. Deswegen sind natürlich auch Buntstifte (die ja aus Pigment und Öl/Wachszeug hergestellt werden) dessen unterworfen, du kannst das Sternchensystem zumindest bei den Polychromos genauso behandeln wie das bei Aquarell.

Auch Aquarell verblasst “nicht zwangsläufig einfach so”, sondern unter Einfluss von UV-Licht, daher wird ein Bild im dunklen Ordner im Regelfall auch nach vielen Jahren keine verblassten Farben haben. An der Wand hingegen schon, je nachdem wieviel Licht es abbekommt schneller oder langsamer. Wenn das anders wäre würden wir ja keine >100 Jahre alten Aquarelle in den Museen haben ;) (Leider werden die aufgrund der verwendeten nicht-lichtechten Pigmente nur sehr selten im Ausstellungsraum gezeigt…)

Bezüglich der Schichtdicke: meistens ist es so dass mehr Schichten = mehr Pigmente “übereinander”, also dauert es länger bis es verblasst, allerdings gibt es zumindest in Aquarell einige Farben die in sehr verdünnten Schichten halten, aber im “Masstone” (also dicker Farbauftrag) verblassen.

Zum Magenta hell: jap, wenn das Bild zuviel Licht abbekommt wird genau das passieren. Wenn das Bild im Ordner bleibt und wenig Licht abbekommt sollte es aber genauso gut und besser halten als Marker :D Ich kann dir da empfehlen dir die Luminance-Stifte von Caran d’Ache mal anzuschauen - ziemlich teuer, aber das komplette Sortiment besteht aus den höchsten beiden Lichtechtheitsstufen und ggf. kannst du damit die problematischen Farben ersetzen.

Hey Yasao, da hatten wir wohl den gleichen Gedanken. Ich habe gestern meine Polychromos auf ne Kakao geschmiert und mich ebenfalls gefragt, ob ich das Aquarellsystem der Sterne zur Lichtechtechtheit auf die Polychromos anwenden kann. XD

Cynea, danke dir auch von mir für die tolle Aufklärung!
Wenn ich richtig verstanden habe, so könnte ich die Aquarellschichten durch das Intensiveren der Farbe mit dem Polychromo “schützen”?!
Soll jetzt nicht klingen, dass es dann ewig hält xD aber im Prinzip decke/vermische ich doch die Pigmente von Aquarell nicht nur mit den Polychromopigmenten, sondern auch mit dem Öl (bei Prismacolor mit dem Wachs), stimmt das? Bzw. kann man davon ausgehen?

Hmm, ich glaube nicht wirklich - also klar, die Schicht wird dann dicker und falls (!) das Pigment im Buntstift durch das Öl/Wachsmedium eine leicht erhöhte Lichtechtheit hat sollte es geringfügig besser sein. Aber ehrlich gesagt wird der Unterschied in der Lichtechtheit so minimal sein dass du das nur tun solltest wenn du das Aussehen von Poly auf Aquarell in der Fläche lieber magst als das reine Aquarell - der Aussehensunterschied ist nämlich deutlich sichtbarer.

Wenn du den UV-Schutz der Aquarellbilder erhöhen willst nimm lieber ein gutes nicht-gilbendes Marken-UV-Fixativ für Aquarell, Schmincke z.B. bietet eins an. Da gibts auch keine Farbveränderung wie bei Buntstiften.

Es gäbe auch fürs Rahmen UV-Glas, das kann noch zusätzlich schützen, aber meist ist es deutlich einfacher und kostengünstiger einfach mit lichtechten Farben zu malen oder es zu scannen und drucken zu lassen ;)

Bekommen die Pablos einen Waxbloom?

Ich bin kein Experte, aber nachdem was ich online find…
Die Pablos haben wohl nen geringen Wachsanteil, sollten also nicht sehr anfaellig fuer Wax Bloom sein, zumal wir hier ja auch kein Klima haben, das die Entstehung beguenstigt.
Wenn man aber ganz sicher gehen will, hilft n geeignetes Fixativ. Letztlich ist Wax Bloom halt nur oxidiertes Wachs und kann daher verhindert werden, indem man verhindert dass Luft an das Wachs der Stifte kommt.

Aber ich frag mich gerad, ob hier ueberhaupt jemand schonmal wiederholt Probleme mit Wax Bloom hatte? Auch mit den richtig wachsigen Stiften?
Das typische Klima dafuer (warm und feucht) haben wir hier ja eigentlich nicht so und die meisten bewahren ihre Karten ja eh ziemlich abgeschottet in Huellen und Ordnern auf, kommt da ueberhaupt genug Luft dran?
Oder ist es so ein Einzelfall wie schimmelnde Aquarellfarbe?

@Cynea: Besser ich antworte spät als nie lacht Aber ich danke dir vielmals für dein Feedback :) Dass das UV-Licht die Uhrsache des Verblassen ist, ist mir zwar durchaus bewusst, aber ich habe mir halt dennoch Sorgen gemacht (alleine schon wenn man bedenkt, wie tief ins Meer z.B. das UV-Licht selbst in die tieferen Schichten des Wasser dringen kann, konnte ich mir halt auch vorstellen, dass es eventuell auch meine Bilder in ner Mappe gefährden könnte).
Doch nun bin ich beruhigt, dass ich noch viele Jahre lang Freude an meinen Buntibildern haben werde (zumal die allesamt einen mehrschichtigen Farbauftrag haben).
As for the Luminance-Stifte… Die müssen wohl noch lange Jahre ein unerfüllter Traum bleiben lacht Bin ja erst mal froh, dass ich überhaupt meine Polychromos zusammen bekommen habe. Aber eventuell schaue ich bei Gelegenheit mal dass ich eben die kritischen Farben ersetzt bekomm :3 Man kann ja ohnehin nie genug Farben haben, nicht wahr? :D

@Das Thema Wax Bloom: da musste ich erst mal googeln, as das überhaupt ist O.O Aber ich kann mit Sicherheit sagen, dass ich damit noch nie Probleme hatte. Dabei habe ich damals recht viel mit Buntstiften gearbeitet (Faber Castell Art Grip&Color Grip, bei denen ich mir aber nicht sicher bin ob sie überhaupt auf Wachsbasis sind) und es ist nie augetreten.

Vielleicht liegt es auch am Wachs? Wenn ich mich recht entsinne, benutzt Faber-Castell Bienenwachs. Genauso sind die billigen Wachsmalstifte von Stockmar auch aus Bienenwachs. Aus welchem Wachs Prismacolor sind, die mir jetzt bei Wax Blooming als erstes einfallen, weiß ich allerdings nicht.

Ich habe einen dunkelgrünen Polychromo, der nach 10 Jahren und ewiger Benutzung ein ganz sanftes waxblooming an der Mine hatte. Aber meine Bilder sind alle in Ordnung.

Danke für eure Antworten ;-).
Also meint ihr das die eher keinen Waxbloom bilden können?
Ich möchte mir von denen ein paar Stifte zur ergänzung holen.

Galten nicht eh eher Prismacolors und Derwents als “wachsig”? Faber-Castell hab ich in dem Zusammenhang eher nicht gelesen, aber wie gesagt… Kein Experte.

Ob die Pablos Wax Bloom bilden KÖNNEN kann ich nicht so beurteilen. Unter ungünstigen Umständen vielleicht, aber die liegen hier ja eher nicht vor. Ne Garantie kann ich natürlich nicht geben, aber es erscheint mir sehr unwahrscheinlich, dass du Probleme mit Wax Bloom haben wirst.
Falls es doch einmal eintreten sollte, dass der milchige Schleier aufm Bild auftaucht, ist das aber auch kein Riesenproblem. Man kann das mit einem trockenen Tuch ganz vorsichtig abwischen, weil es eben eine Schicht auf dem Bild ist. Wenn man das richtig macht, sollten die Pigmente drauf bleiben.

Ach, den kann ich einfach abwischen :wtf:. Wieder was gelernt, dann ist der Waxbloom halbwegs egal ;-).
Ich habe hier das 12er Set, ich könnte es mal morgen ausprobierne.
Ich habe eine Liste mit der Lichtechtheit der Pablos gefunden:
http://www.wetcanvas.com/Community/images/10-Jul-2011/151084-TestCP.JPG