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Geschlechterrollen und Labels? - Nicht jeder will sich festlegen

Ich möchte mal ein paar offizielle Zahlen in die Runde bringen. Auf der Website des Bundeskriminalamtes kann man die Statistiken zu allen erfassten Straftaten anschauen. Soweit ich sehe sind die Zahlen für 2018 noch nicht raus, aber man kann ja mal in 2017 reinschauen.

Dort wurden insgesamt 25.429 Opfer von Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung erfasst. Davon sind 23.620 weiblich und 1.809 männlich. Das heißt der überwiegende Anteil (92,9%) sind Frauen.

Dem Gegenüber stehen auf der Seite der Tatverdächtigen bei Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung 37.762 männliche (94,8%) und 2.067 weibliche Tatverdächtige (5,2%).

Anhand der Zahlen sieht man schon ein deutliches Ungleichgewicht bei den gemeldeten Straftaten. Ich mein über 90% der Opfer sind weiblich, aber nur ca. 5% der Täter sind auch Frauen. Das heißt ja vereinfacht gesagt im Umkehrschluss, dass die meisten angezeigten Straftaten von Männern gegen Frauen verübt wurden.

Man muss natürlich noch mit einkalkulieren, dass es da auf jeden Fall eine Dunkelziffer gibt, sowohl bei den Männern, als auch bei den Frauen. Ich wage aber mal zu behaupten, dass diese Dunkelziffern das extreme Ungleichgewicht nicht wett machen.

Das heißt natürlich nicht, dass Männer generell gewalttätig sind und Frauen generell die Schwachen. Das will ich damit gar nicht sagen (ich bin ein großer Fan von Differenzierung und Hinterfragen ;P). Man muss finde ich nur aufpassen, dass man sich nicht einlullen lässt von diesem “ja aber die Frauen können auch böse Sachen machen…”, weils irgendwie die Realität verharmlost. Und die heutige Realität ist halt nun mal so, dass Männer wesentlich mehr Straftaten begehen als Frauen (kann man ebenso nachlesen). Woran das jetzt liegt, ist ja ne ganz andere Sache und ich bezweifle sehr sehr stark, dass das in der “Natur” liegt und “dass Männer nun mal so sind”. Ich bin der Meinung das hat auch sehr viel mit Erziehung und Rollenbildern zu tun…

Quelle: BKA - PKS 2017
Jahrbuch Band 2 Opfer, Seite 10 und Jahrbuch Band 4 einzelne Straftaten, Seite 18
(Kann man sich als PDF runterladen. :smiley:)

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Danke für die Zahlen!
Ich hatte im Kopf, dass es irgendwo statistiken gab, aber ich bin vorhin nicht auf die Bundeskriminalamt Seite gekommen XD

Worauf ich ursprünglich hinauswollte waren an sich nicht Vergewaltigungen (also in meine vorletztn Post glaub war das) Sondern, dass Männer eben die “Rolle” des Triebtäters zugesprochen bekommt. Was ich mich dann jetzt frage: Sind Männer so, weil die Gesellschaft sie so sieht, oder sieht die Gesellschaft sie so, weil sie so sind?

Ich persönlich vermute, das es von beidem etwas ist und sich dass im Laufe der Jahrhunderte potenziert hat (vorallem mit den stark patriarchisch geprägten Phasen unserer Geschichte)

Und daraus gibt sich dann wieder die Frage: Was kann man dagegen tun? Und gibt es in anderen Bereichen auch solche “berechtigten Vorurteile” ohne, dass wir es merken?

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Eigentlich wollte ich auch noch was dazu schreiben, aber alles, was ich noch über Vergewaltigung weiß, habe ich aus dem Fernsehn oder aus Zeitschriften und da ich den Medien insgesamt nicht wirklich traue und auch keine handfesten Beweise liefern kann, wäre es quatsch das hier zu schreiben. Ich möchte jetzt auch keinen Blödsinn schreiben, der nachher vielleicht eh nicht wirklich stimmt.

Aber die Zahlen und Fakten haben schon mehr Aufklärung geliefert.
Falls es wirklich mit der Erziehung zusammenhängen sollte, würde mir jetzt aber kein direktes Beispiel einfallen, weil man bringt den Kindern oder auch Jugentlichen ja nicht bei, dass es OK ist als Mann Frauen zu vergewaltigen (jedenfalls nicht in Deutschland XDD). Ich könnte mir das in dem Fall höchstens mit den Rollen erklären, dass die Männer von dem Denken geprägt sind (aufgrund der Rollen), dass sie der Frau überlegen sind und sich daher einfach das Recht rausnehmen sie gegen ihren Willen sexuell zu nötigen. Wobei…dann hat das ja doch wieder was mit der Erziehung zu tun, weil in der Gesellschaft, in den Medien oder auch von den eigenen Eltern wird es den Kindern ja beigebracht, dass Jungs stärker seien als Mädchen und dann fühlen sich die Jungs aufgrunddessen dem weiblichen Geschlecht überlegen °w°…ARRRRGH! Es ist so verwirrend °XD!

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Fernsehn oder aus Zeitschriften und da ich den Medien insgesamt nicht wirklich traue und auch keine handfesten Beweise liefern kann, wäre es quatsch das hier zu schreiben. Ich möchte jetzt auch keinen Blödsinn schreiben, der nachher vielleicht eh nicht wirklich stimmt.

Ich würd nicht pauschalisieren, dass man “den Medien” nicht trauen kann. Medien kann alles sein. Ich würd nicht jedem Journalisten unterstellen wollen, dass dessen Fakten falsch sind. (Dennoch sollte man seine News nicht aus FB & Co. beziehen.)

Ich könnte mir das in dem Fall höchstens mit den Rollen erklären, dass die Männer von dem Denken geprägt sind (aufgrund der Rollen), dass sie der Frau überlegen sind und sich daher einfach das Recht rausnehmen sie gegen ihren Willen sexuell zu nötigen.

Puh, ich glaube die wenigsten Männer nehmen sich “das Recht raus”, Frauen sexuell zu nötigen. Ich denke aber auch, dass das was mit einem Überlegenheitsgefühl und Machtdemonstration zu tun hat - aber das muss nicht damit zusammenhängen, dass die Jungs von den Eltern eingetrichtert bekommen haben, dass sie das starke Geschlecht sind. Es gibt z.B. Straftäter, welche im Job sich unterdrückt gefühlt haben und somit Rache gesucht haben, indem sie jemand anderen unterdrücken. M.E. spielt sicherlich auch das Umfeld eine entscheidende Rolle, das die Eltern kaum beeinflussen können.

Bezüglich öffentliche Toiletten: Ich bin da jetzt nicht so ein Fan davon, dass da Pissoirs neben den anderen Toiletten ohne Kabine drum rum stehen. Mir wäre das viel zu unangenehm, wenn ich auf Toilette gehe, und ich müsste an urinierenden Männern vorbei. Wäre ne Kabine um die Pissoir außenrum, wäre das nicht so schlimm, aber da wären wir wieder bei geschlechtsunterschiedlichen Toiletten. Betrifft aber insbesondere nur Unisex-Multi-Toiletten. Wenns am Ende wie im Zug einfach nur eine Toilette für beide gibt, find ich das nicht schlimm, solang ich nicht an anderen Menschen, die auf Toilette sind, vorbei muss.

Hm, wegen Kleidung. Da hab ich mich tatsächlich noch nie in irgendeiner Weise diskriminiert gefühlt. Gibt dank Internet Auswahl ohne Ende. Kommt natürlich auch drauf an, welchen Stil man bevorzugt, aber gerade T-Shirts werden öfters mal in zwei Schnitten angeboten. Einmal Frauen und einmal Herrenschnitt. Gleiches Motiv, nur für Frauen etwas angenehmer geschnitten. Oder Jacken. Mützen kann man auch mal welche für Herren nehmen, die für Frauen sind mir meist eh zu klein.

Im Job kann ich aber ein Lied von singen. Ich arbeite in der Softwarebranche, da herrscht in der Entwicklung Frauen-Mangel. Die paar Frauen dürfen sich regelmäßig Dinge anhören, wie dass man das eh nicht versteht und gerne wenden sich manche lieber mal an die männlichen Kollegen wenn es um in ihren Augen “nicht ganz so triviale” Zusammenhänge geht. Es sind nicht viele, die so denken, aber dennoch, das Phänomen “Frauen & Technik” gibt es noch. Da muss man sich am Anfang (und später auch) bisschen Respekt erarbeiten und dann wird das auch besser.

In der Schule/Uni find ich diese Vorurteile aber deutlich stärker als im Job. In meinem Studiengang sind wir nur drei Frauen unter 40 Männern. Da gibts öfter mal Kommentare. Ich bins leid, aber ich glaube, dass allgemein technische Studiengänge einfach nicht attraktiv genug gemacht werden. Wie viele Leute ich doch kenne, die denken, wenn man “irgendwas mit Informatik” macht, dass man den ganzen Tag nur mit Exceltabellen und Powerpointfolien herumhantiert. Und die andere Fraktion, die PC-Probleme hat. “Du kennst dich doch mit Computern aus…”
In meinem Informatikkurs waren wir zu zehnt. Ich als einzige Frau. Und mich hat kein Mensch Ernst genommen. Mein Informatiklehrer dachte am Anfang, ich kopier mir bloß die Hausaufgaben. Irgendwann hat er aber doch geschnallt, dass nicht jede Frau so inkompetent ist, wie er dachte. Viele haben auch immer gesagt, ich nimm doch kein Informatik, das ist doch nur für Männer. Vielleicht fühlen sich manche auch eingeschüchtert. Aber da es ja solche Initiativen gibt wie Django-Girls oder Konferenzen, die weibliche Speaker fördert, ist das immerhin mal ein gutes Zeichen, dass man das Problem erkannt hat.
Ich denk, wenn unsere Generation das allmählich mal kapiert, dass Männer und Frauen die gleichen Begabungen haben können, unabhängig vom Geschlecht und wir das auch so der nächsten Generation vermitteln, kann es nur besser werden. Also euren kleinen (und großen) Schwestern, Cousins, Cousinen, Töchtern, Söhnen immer gut zureden und selbst ein gutes Vorbild sein. Und nicht wie einige Generationen vor uns mit Sprüchen kommen wie “Mathe ist doch nichts für Mädchen!” Doch, ist es.

Dass wir aber noch lang nicht so weit sind, zeigt folgende Grafik:


Quelle: https://www.zeit.de/karriere/2014-03/hausarbeit-frauen-international-vergleich

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Ich denke dabei noch in eine etwas andere Richtung, weswegen ich geschrieben habe, dass ich den Medien oft nicht traue. Es muss natürlich nicht sein, dass die Journalisten absichtlich falsche Fakten schreiben, aber es kann ja durchaus auch mal sein, dass die Person/en, von denen sie die Informationen her haben, schon nicht ganz die Wahrheit gesagt haben bzw. sogar etwas gelogen haben, um bestimmte Themen auszuschmucken und/oder harmloser darzustellen. Ich wollte damit natürlich auch nicht sagen, dass in den Medien alles bloß gelogen ist (es ist mir schon klar, dass nicht alles Lüge sein kann), aber weil eben doch recht viel gelogen wird und man daher nie wirklich weiß, wen und was man vertrauen kann, habe ich auch kein vollstädiges Vertrauen mehr in den Medien und bin da lediglich vorsichtiger geworden. Mit Medien meine ich beispielsweise sowas wie Fernsehn, Zeitschriften, Radio und sowas in der Art. Ich habe in Zeitschriften und im Fernsehn schon so viele, angebliche Wahrheiten gelesen und gesehen, die angeblich auch aus vertrauenswürdige Quellen stammen sollten, aber wo sich letztendlich doch herrausstelle, dass es teilweise oder sogar ganz gelogen war, weil falsche Informationen weitergegeben wurden.

Es kommt auch darauf an, wie man das mit dem “sich das Recht rausnehmen Frauen zu vergewaltigen” versteht. Wenn ein Mann beispielswiese auf diese Weise versucht sein Überlegenheitsgefühl und seine Macht gegenüber der Frau auszudrücken, ist das für mich das Recht rausnehmen Frauen zu vergewaltigen. Denn es ist ja nicht das Recht des Mannes, eine Frau sexuell zu nötigen (jedenfalls nicht in Deutschland), daher nimmt er sich für mein Verständnis das Recht raus die Frau zu vergewaltigen, auch wenn er eigentlich weiß, dass es verboten ist. Vielleicht verstehe ich den Satz “sich das Recht rausnehmen” auch falsch, aber das ist meine persönliche Auffassung davon. Es ist natürlich klar, dass sich kein Mann grundlos das Recht rausnimmt eine Frau zu vergewaltigen, falls du dachtest ich hätte es so gemeint. Nichts geschieht einfach so ohne Grund.
Natürlich kann es an vielen Gründen liegen, warum Männer mehr zu sexuellen Übergriffen neigen als Frauen, was ich genannt haben war nur ein Beispiel von vielen. Ich denke letztendlich wird niemand von uns die ganze Wahrheit dahinter rausfinden, weil einfach zu viele Dinge damit eine Rolle spielen.

@Colutea: Ich hoffe du hast meine Antworten auf deine Nachricht jetzt nicht falsch aufgefasst. Es geht mir selbstverständlich nicht darum, deine Aussagen zu entkräftigen. Du hast ebenso recht in dem was du schreibst. Ich wollte meine Gedanken zu dem Thema nur noch mal etwas deutlicher zum Ausdruck bringen, mehr nicht ^^.

Jetzt aber wieder ganz allgemein: Daletzt, also vor ein paar Tagen, kamen zwei Versicherungsvertreter (beide männlich) zu mir auf Arbeit, da unsere Chefin wollte, dass wir Angestellten uns mal anhören, was sie uns zu einer Altervorsogeversicherung zu sagen haben. Meine Chefin arbeitet mit dieser Versicherungsfirma zusammen, also sie lässt die Altersvorsorgeversicherungen für ihre Angestellten immer dort machen, weil sie Vertrauen zu dieser Versicherung hat. Aber wir sollten es uns wie gesagt nur mal anhören und nur wer wollte, hat dann eben die Versicherung abgeschlossen.
Als ich dann an der Reihe war mit den beiden Versicherungsvertretern über diese Versicherung zu reden, kamen sie mit dem Argument, dass es für eine Frau gut wäre eine Altersvorsorgeversicherung abzuschließen, weil viele Frauen ja oft weniger Geld verdienen als Männer und wenn sie ein Kind haben auch oft diejenigen sind, die dann zuhause bleiben um auf das Kind aufzupassen und somit nicht mehr richtig in den Arbeitsalltag reinkommen - sprich dann auch weniger Stunden arbeiten als vorher (eben wegen dem Kind). Demnach hätten Frauen auch viel weniger Rente als Männer. Dann habe ich einfach mal in die Runde gefragt, warum denn nicht die Männer auch mal mehr auf die Kinder aufpassen können. Darauf hin meinte der jüngere der beiden Versicherungsvertreter, dass es nur logisch sei, dass sich die Frau mehr um das Kind kümmert, weil sie ja auch diejenige ist, die es bekommt und seine Frau hätte seid Kurzem selber ein Baby zur Welt gebracht. Er meinte auch noch, dass er davor großen Respekt habe, dass Frauen die Kinder bekommen, er selber würde diese Schmerzen bei der Geburt wohl gar nicht aushalten und er respektiert auch die Arbeiten, die seine Frau im Haushalt macht (weil sie ja nunmal diejenige ist, die jetzt zuhause ist und sich um das Kind sowie den Haushalt kümmert). Er findet es auch schade, dass die Arbeiten einer Frau bei der Kindererziehung und im Haushalt nicht richtig angerechnet werden, weil diese Arbeiten ja auch anstrengend seien. Soweit so gut, aber ist es denn wirklich logischer, dass eine Frau diejenige ist, die sich um das Kind kümmern soll, nur weil sie es zur Welt bringt? Rein theoretisch könnte sie ja auch wieder ganz normal arbeiten gehen, nachdem sie sich ausgeruht hat und die Geburtswunden vollständig verheilt sind und der Mann kann sich ebenso sehr um das Kind kümmern wie die Frau. Jedenfalls denke ich so. Zählt es nicht also eigentlich auch zur Diskriminierung, wenn man sagt, Frauen müssen auf die Kinder aufpassen, nur weil sie die Kinder bekommen? Ist nur mal so eine Überlegung.
Dieser Versicherungsvertreter empfand es als eine gerechte Arbeitsaufteilung, wenn seine Frau zuhause bleibt um auf das Kind aufzupassen und demnach auch den Haushalt führt, während er als Mann der Hauptverdiener der Familie ist und das Geld nach hause bringt. Aber ist es wirklich eine gerechnet Arbeitsaufteilung? Wenn seine Frau gerne auf das Kind aufpasst, weil es ihr so gefällt, vielleicht schon, aber nicht, wenn sie selber auch gerne mehr arbeiten gehen würde. Natürlich kenne ich seine Verhältnisse in der Familie nicht, ich meine nur mal. Das ist aber auch ein klassiches Beispiel von Rollendenken, daher wollte ich es hier einfach mal erwähnen. Ob man es nun gut oder schlecht empfindet ist ja jeden seine Sache.

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Das stimm ich dir total zu. Ich find das auch nicht logisch. Schließlich haben sich im Idealfall beide Eltern gemeinsam entschlossen ein Kind zu bekommen. Von daher finde ich es sehr bedenklich, wenn man diese Rollenverteilung als natürlich gegeben annimmt.

Oft ist der Entschluss wer zu Hause bleibt ja aber finanziell begründet. Das heißt der Partner, der mehr verdient wird auch weiter arbeiten gehen. Bei meinen Eltern war das damals tatsächlich meine Mama. Ich denke aber bei vielen wird stattdessen der Vater weiter arbeiten, weil er vielleicht den besser bezahlten Job hat. Das ist natürlich super schade und viele Väter wünschen es sich bestimmt anders und viele Mütter wollen bestimmt auch schnell zurück in den Job, können aber nicht. Die beste Situation wäre natürlich, dass das Auskommen der Familie in beiden Fällen sicher gestellt ist, sodass man sich tatsächlich einfach aussuchen kann wer wie lange arbeiten geht. Den Luxus haben die meisten leider nicht. :confused: Liegt bestimmt auch wieder daran, dass Frauen oft in schlechter bezahlten Berufen arbeiten und an der gender pay gap generell.

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@Bonsai: Ja, genau so sehe ich das auch. Dieser Versicherungsvertreter war auch nur einer von Vielen, andere Männer hätten das sicher wieder anders gesehen. Vielleicht hat er mit diesen “Argument”, dass Frauen meistens diejenigen sind, die zu hause bleiben und auf das Kind aufpassen, auch nur versucht mir die Versicherung anzudrehen, damit ich ja sage XD. Aber für mich ist das kein Argument, eine Altersvorsorgeversicherung abzuschließen XDD.

Was den Gender Pay Gap betrifft: Ich muss offen gestehen, dass ich bei der ganzen Sache immer noch nicht so richtig durchsehe ^^". Ist es denn tatsächlich so, dass die gut bezahlten Berufe wirklich hauptsächlich Männerberufe sind? Und sich die Frauen daher nicht trauen, diese Berufe auszuüben, weil sie denken, dass sie eh keine Chance hätten einen Job in diese Richtung zu finden (zum Beispiel auch, weil sie aufgrund von Diskriminierung gar nicht erst in die Brance gelassen werden)? Oder suchen sich Frauen absichtlich unterbezahlte Berufe aus, die aber nicht unbedingt immer klassiche Frauenberufe sind? Aber wieso sollten sich denn so viele Frauen absichtlich unterbezahlte Berufe aussuchen, wenn sie doch auch einen gut bezahlten Beruf haben könnten? Kann mich da mal einer aufklären °XD? Ich selber denke leider gar nicht typisch weiblich (wenn es überhaupt typisch weibliches Denken gibt), da ich mich auch selber weder richtig weiblich noch männlich fühle, von daher kann ich es leider einfach nicht nachvollziehen ^^". Ich versteh ja nicht mal die Rollenaufteilung in den Berufen zwischen männlich und weiblich. Für mich macht es einfach alles gar keinen Sinn und wenn mich jemand diskriminiert und sagt “ich sei ja eine Frau und könne daher Beruf XY nicht” bin ich immer total verwundert, wie andere Menschen überhaupt so denken können (und fühle mich diesbezüglich oft auch etwas angegriffen, weil es mich in meinem Selbst beleidigt, da ich ja nunmal einen weiblichen Körper habe, auch wenn ich mich nicht direkt weiblich fühle). Ich habe mir eigentlich noch nie darüber Gedanken gemacht, dass ich als Frau nicht auch die gleichen Berufe machen könnte wie ein Mann, weil für mich schon immer klar war, dass jeder Mensch seine eigenen Fähigkeiten und Tallente hat, ganz unabhängig vom Geschlecht. Ich habe daher auch noch nie irgendwas in Geschlechterrollen aufgeteilt (jedenfalls nicht bewusst, wenn dann unterbewusst) und meine Eltern haben mich auch nicht in irgendeine Geschlechterrolle erzogen. Ich konnte einfach sein wer ich wollte und Dinge tun, die hauptsächlich auch Jungs machen, ohne, dass meine Eltern etwas dagegen hatten. Für mich ist daher auch dieses “Frauen können nur dies und Männer können nur das” auch ziemlich abstraktes Denken. Vielleicht kann es ja tatsächlich so sein, dass Frauen und Männer sich in ihren Fähigkeiten etwas unterscheiden (vielleicht von ihren Hormonen her?) und mir ist es nur nie aufgefallen, aber für mich selber ist es einfach nicht wahr, weil ich ein ganz anderes Empfinden habe als die Menschen, die typisch weiblich oder typisch männlich denken und sich auch nach ihren Geschlecht fühlen ^^".

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Ich würde dir empfehlen dir das hier mal anzugucken:
https://statistik.arbeitsagentur.de/Statischer-Content/Arbeitsmarktberichte/Personengruppen/generische-Publikationen/Frauen-Maenner-Arbeitsmarkt.pdf
Das ist die Statistik der Bundesagentur für Arbeit für das Jahr 2017. Ich empfehle:
Seite 4 (Das Wichtigste in Kürze)
Seite 11 (Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte nach Branchen, Geschlecht und Arbeitszeit)

Darin steht genau aufgeschlüsselt in welchen Berufen Frauen und Männer zu welchen Anteilen vertreten sind. Dann kannst du dir vielleicht ein ungefähres Bild machen, was mit “Frauen- und Männerberufen” gemeint ist. :slight_smile:

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@StarChild93
Gender Pay Gap hat (soweit ich weiß) eher weniger mit typischen “Männer- und Frauenberufen” zu tun (auch wenn dieser in verschiedenen Berufsfeldern bestimmt unterschiedlich hoch ausfällt.
Der GPG beschreibt, dass Frauen mit annähernd gleicher Qualifikation in vielen Berufen allgemein weniger verdienen als Männer.

Hier ein Zitat von Wikipedia, was den Zusammenhang vielleicht etwas klarer macht:
“Der bereinigte GPG beträgt ca. 2–7 %. Dies
bedeutet, dass im Durchschnitt Frauen unter der Voraussetzung vergleichbarer Tätigkeit und gleicher Qualifikation pro Stunde 2–7 % weniger als Männer verdienten.”

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Habs schonmal hier geposted:

kurzusammenfassung des Videos ist:
GPG gibts zwei, der eine vergleicht durchschnitt Frauen mit Männer -> Da kommt dann das mit den “typisch Frauen Berufen” die schlechter bezahlt werden.
und der bereinigte GPG rechnet sowas wie Ausbildung qualifikation und so weiter raus, also das was @Glitzermond meinte.

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@Glitzermond und @MiniDrachin
Um es mal zusammen zu fassen: Ich habe eigentlich schon verstanden, was ein Gender Pay Gap ist, das Problem ist eher, dass ich es nicht verstehen kann, wieso man überhaupt in Männer und Frauen und dessen Aufgaben sowie Berufe unterteilt oder wieso man überhaupt erst Frauen mit einer vergleichbaren Qualifikation wie die eines Mannes unterbezahlt, sodass überhaupt erst ein GPG entsteht °xD. Für mich sind einfach alle Menschen gleich, egal welches Geschlecht, daher geht es mir einfach nicht in den Kopf, wieso sowas überhaupt sein kann O_o. DAS ist das, was mich verwirrt! Und daher denke ich auch, dass ich den Sinn hinter dem GPG nicht verstehe. Daher hinterfrage ich auch, ob diese Aufteilung zwischen Männern und Frauen überhaupt einen Sinn macht. Manche würden vielleicht ja sagen (also dass es Sinn macht) für mich aber nicht, weil ich mich weder wirklich zu den weiblichen oder männlichen Geschlecht zählen kann :woman_shrugging:.

EDIT: Auch verstehe ich nicht dieses angeblich typisch “weibliche” und “männliche” Denken, was Frauen und Männer ja angeblich haben sollen. Daher wunder ich mich auch, warum sich so viele Frauen selbst heutzutage noch dazu verpflichtet fühlen den Haushalt zu führen und auf die Kinder aufzupassen, während Männer sich oftmals dazu verpflichtet fühlen das Geld nach hause zu bringen, um für die Familie zu sorgen und sie zu ernähren. Vielleicht hängt das noch damit zusammen, weil die Menschen dieses Rollendenken immer noch nicht aus ihrem Kopf raus bekommen oder wegen den etwas unterschiedlichen Hormonen bzw. den Urgenen der beiden Gewschlechter. Aber ich bin da halt nicht so und verstehe es daher nicht ^^". Vielleicht gibt es ja nicht mal wirklich weibliches oder männliches Denken bzw. Verhalten, vielleicht ist das auch nur Einbildung unserer Gesellschaft, weil sie es gerne so hätte. Ich bin da einfach etwas überfragt.

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Ich würde gern mal einen Youtube-Kanal empfehlen, der sich auch mit Sexismus und Geschlechterrollen und Stereotypen befasst anhand von Filmen:

Ich hab nicht alle Videos gesehen, aber was ich mir bisher so angeschaut hab, fand ich eigentlich ziemlich gut. :slight_smile:
Ich hab oft das Gefühl, dass durch den großen us-amerikanischen Einfluss in der Popkultur hierzulande Geschlechter-Probleme, die es in den USA vielleicht so gibt, hier überhaupt erst entstehen (?), bzw. sich Stereotype wieder einprägen, die bei uns eigentlich als aufgelöst galten? Ich kann meinen Finger nicht ganz drauf legen, was es jetzt genau ist… vielleicht hat ja wer anders ne Idee oder ein Beispiel… ^^

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Eigentlich ist das ein historisch gewachsenes Problem, das imho durch die Weltkriege und später durch die 69er-Bewegung/ die 70er ins Wanken kam. Erste Züge, die Ungleichbehandlung der Geschlechter aufzulösen, finden sich aber auch schon seit der Aufklärung (Französische Revoution ist da auch so ein Punkt). Dazu kannst du, wenn du magst, bei Wikipedia den Feminismus-Artikel lesen.

Zu denken, dass Männer und Frauen – und alle anderen Gender – gleichberechtigt und gleichwertig sind, ist eine recht junge Haltung in Europa. Zumindest in der Verbreitung wie heute, und vor allem, weil wir als Gesellschaft bewusst darüber reden und gemeinsam daran arbeiten. (Also, zumindest hoffe ich das. Bei manchen Politikern schlägt mein Chauvinismus-Radar doch ganz schön aus.)

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Dieser Artikel beschränkt sich zwar speziell auf Frauen, aber ich denke die Grundaussage lässt sich auch auf andere Fälle umlegen.

Wenn man “anders” ist hat man es immer etwas schwerer, als wenn man einfach, ohne sich zu ändern oder zu verstellen, ins Bild passt.

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Im Übrigen sorry, dass ich hier so viel reinschreibe ^^". Aber mich interessiert das Thema einfach, da kann ich nicht anders °xD.

Ich wollte eigentlich auch schon vor ein paar Tagen noch mal etwas zu dem Thema äußern, habe mir aber noch mal durch den Kopf gehen lassen, wie ich es am besten formuliere und bin mir selbst jetzt noch nicht sicher, ob ich es so auch verständlich rüberbringen werde ^^". Aber ich versuche es mal.

Und zwar habe ich das Gefühl, dass dieses Problem mit den Geschlechterrollen und die geschlechtertypischen Aufgaben, die damit in Verbindung stehen, sich auch auf die Psyche der Menschen selbst auswirken. Eigentlich logisch und auch kein großes Geheimnis, ich weiß. Nur das Problem dabei ist, dass dadurch die Männer und Frauen es irgendwie nicht schaffen aus diesem Geschlechterrollen-Kreislauf rauszukommen, weil sich immer noch viele Frauen die typischen Aufgaben der Männer nicht zutrauen und Männer dafür die typischen Aufgaben der Frauen nicht zutrauen oder wenn sie sich diese zutrauen schlichtweg nicht machen wollen, wodurch die Frauen dann diese wieder machen müssen. Ich bin jetzt keine Psychaterin bzw. Therapeutin, aber wenn ich mal mit meinen Freunden und Freundinnen über solche Themen geredet habe, eben Geschlechterrollen usw., haben mir viele meiner Freundinnen geantwortet: “Aber das sind doch nunmal Männeraufgaben, wir Frauen können das doch nicht so gut, wir sind doch nunmal etwas schwächlicher/haben nicht das typisch männliche Denken dazu.” Und meine männlichen Freunde haben zu dem Thema meistens sowas geantwortet: “Wieso macht du dir denn Sorgen über sowas? Das ist doch völlig normal, dass Frauen nunmal auf die Kinder aufpassen, weniger arbeiten gehen und dann dafür mehr zuhause bleiben, wenn eine Familie Kinder hat. Männer können doch auch in der Regel bessere Arbeit leisten, weil sie kräftiger sind und verdienen oft auch etwas mehr Geld als Frauen, daher ist es doch nur logisch, wenn die Frau zuhause bleibt und auf die Kinder aufpasst. Ach du meinst ich soll auch mal die Aufgaben von den Frauen übernehmen, damit ich mich da reinversetzen kann wie das ist? Also ich helfe auch mal im Haushalt mit und kümmer mich natürlich auch um die Kinder, wenn ich Zeit habe, aber das ist für mich halt eher Frauensache, daher möchte ich das einfach nicht so gerne machen. Hey, das ist nicht sexistisch gemeint, ja? Für mich ist das nur einfach logischer bzw. besser so.”
Natürlich denken nicht alle meiner weiblichen und männlichen Freunde so über dieses Thema Geschlechterrollen und dessen Aufgaben, aber leider doch ziemlich viele. Versteht ihr daher, worauf ich hinaus möchte? Schon alleine dieses Denken der Leute, dass Frauen und Männern nunmal unterschiedliche Aufgaben machen aus bestimmten Gründen, wirkt sich auf die Psyche der Menschen aus und daher machen viele Frauen erst gar nicht Männerarbeiten und Männer hingegen auch nicht viele Frauenarbeiten, mitunter auch, weil sie es sich nicht zutrauen oder eben einfach weil sie es nicht machen möchten. Aber ich finde es schade, denn ich würde es besser finden, wenn noch mehr Menschen versuchen würden die Aufgaben des anderen Geschlechtes zu übernehmen, damit in der Aufgabenverteilung mehr Ausgleich entsteht und dadurch irgendwann auch dieses Denken nach und nach verschwindet, dass Frauen und Männer unterschiedliche Aufgaben machen sollen. So würden Männer und Frauen vielleicht auch lernen sich gegenseitig besser zu verstehen und zu respektieren, wenn sie auch mal die Aufgaben sowie Arbeiten des anderen Geschlechtes machen bzw. in die Berufe des anderen Geschlechtes arbeiten. Klar kann man sowas nicht erzwingen, hat ja auch keiner gesagt, dass man das soll. Aber man könnte ja wenigstens versuchen mal darauf hinzuarbeiten. Denn ansonsten wird es sich wohl nie ändern :/. Man müsste es dann aber auch zulassen, dass Frauen und Männer mal die Aufgaben des anderen Geschlechtes übernehmen, wenn sie den Willen dazu haben und das machen möchten. Denn das ist ja auch so ein Problem, dass viele Frauen nicht in Männerberufe reingelassen werden und viele Männer wiederum auch nicht in Frauenberufe reingelassen werden, oder wenn werden die Frauen und Männer irgendwie aus den Berufen rausgeekelt.

Es gibt auch noch eine andere Sache, die ich mal ansprechen wollte.
Ich hatte mal einen Dokumentation gesehen, wo es um die Geschlechterunterschiede ging. In dieser Doku ging es darum Männer und Frauen verschiedene Aufgaben machen zu lassen, um sozusagen zu beweisen, dass Männer und Frauen in unterschiedlichen Dingen besser begabt sind. Zum Beispiel wurde getestet, ob Frauen wirklich nicht so motorisch begabt sind wie Männer und ob Männer wirklich nicht so gut mit Kinder umgehen können, wie es ja immer gesagt wird. Es wurden aber auch noch viele viele andere Teste gemacht, das waren nur zwei Beispiele davon. Ich erwähne mal noch dazu, dass dieser Test in den USA gemacht wurde und ins Deutsche übersetzt wurde, also der Test fand nicht in Deutschland statt.
Bei den Motorik-Test wurden Frauen und Männer in einem Bagger gesetzt und sie sollten ihn bedienen. Die Frauen hatten bis auf eine Einzige versagt und so wurde gesagt, dass Frauen wohl in der Regel wirklich nicht so motorisch begabt seien wie Männer…Da gibt es aber nur ein Problem…sie haben die Frauen und Männer einen Baumaschine bedienen lassen, eben einen Bagger, der demnach absolut in der Komfortzone der Männer liegt, weil Männer sich auch zutrauen mit sowas zu arbeiten und wohl auch schon öfters damit gearbeitet haben. Dann braucht man sich auch nicht wundern, dass die Frauen da versagt haben. Man hatte den Frauen auch schon angesehen, wie ängstlich sie in der Maschine saßen, weil sie es sich nicht zugetraut haben den Bagger zu bedienen. Sie hatten ganz zitterige Hände und haben alle paar Minuten nachgefragt, ob sie das denn auch richtig machen würden. Die Männer hingegen hatten kein Problem damit den Bagger zu bedienen, weil sie es sich auch zugetraut haben und haben ihn demnach auch nicht mit zitterigen Händen bedient. Die eine Frau, die den Motorik-Test mit dem Bagger bestanden hatte, meinte auch, dass sie selber öfters mit Maschinen arbeitet, schon alleine wegen ihres Berufes und es daher nichts Neues oder Besonderes für sie war. Daher hat sie sich auch zugetraut den Bagger zu bedienen und den Test logischer Weise auch bestanden. Ich bin mir daher ziemlich sicher, wenn man hätte die Männer und Frauen einen Motorik-Test machen lassen, wo es um eine typisch weibliche Aufgabe geht, hätten die Männer versagt, eben weil sie es nicht gewohnt sind dies zu machen. Man hätte für diesen Motorik-Test demnach eine Aufgabe nehmen sollen, die beide Geschlechter gewohnt sind zu machen. Denn so wurde der Test nunmal verfälscht, weil er nunmal defintiv in der Komfortzone der Männer lag.
Genau so war es auch bei dem Test, wo es darum ging ob Frauen wirklich besser mit Kinder umgehen können als Männer: Man hat die Leute Babies wickeln lassen…also mal ernsthaft! Wenn man Leute Babies wickeln lässt, beweist das dann automatisch, dass Frauen besser mit Kinder umgehen können O_o? Ich selber denke, dass dies nicht wirklich der Fall ist, aber OK. Jedenfalls hatten diesen Test wiederum die Männer versagt…na ja, dieser Test lag ja auch nunmal in der Komfortzone der Frauen, braucht man dazu noch irgendwas sagen? Nur ein Mann hatte diesen Test bestanden, weil er selber Erzieher war und demnach auch schon öfters Babies gewickelt hat. Nicht so wie die anderen Männer, die das noch nie gemacht hatten. Ich selber habe auch noch nie ein Baby gewickelt und würde daher den Test wohl auch nicht bestehen, obwohl ich laut meines äußerlichen Geschlechtes eine Frau bin.
Allgemein ALLE Tests, die dort gemacht wurden, um nachzuweisen, dass Frauen und Männer unterschiedliche Dinge sowie Aufgaben besser können, waren total in die Geschlechterrollen sowie Komfortzonen der jeweileigen Geschlechter eingeteilt. Wenn es darum ging, dass Männer etwas besser können als Frauen, war der Test in der Komfortzone des Mannes. Wenn es darum ging, dass Frauen etwas besser können als Männer, war der Test in der Komfortzone der Frau. So funktioniert das aber nicht! Wie ich es schon mal erwähnte müssen diese Tests in neutrale Aufgabengebiete unterteilt sein, die beide Geschlechter gewohnt sind zu machen, sonst verfälscht man doch alles! Aber ich glaube genau aus diesem Grund wurden auch so geschlechterspezifische Aufgabenfelder genutzt, die in den Komfortzonen der jeweilgen Geschlechter lagen, bei dem Test, damit es so aussehen sollte, dass Frauen und Männer tatsächlich unterschiedliche Dinge sowie Aufgaben besser können als das andere Geschlecht. Denn wenn man was Neutrales genommen hätte, wäre das Ergebnis vielleicht nicht so enstanden, sondern total durchmixt gewesen, eben weil in der Wirklichkeit jeder Mensch unterschiedliche Dinge besser kann, ganz unabhängig vom Geschlecht. Daran kann man aber auch erkennen, wie die Medien versuchen zu tricksen, um Menschen etwas Falsches glauben zu lassen und warum ich mal erwähnte, dass ich daher den Medien oft nicht vertraue (auch wenn ich natürlich weiß, dass nicht alles gelogen ist, was die Medien verbreiten). Diese Dokumentation hatte ich im Übrigen im Fernsehn gesehen.

Sorry wegen des langen Textes ^^". Ich hoffe ich habe nicht zu viele Schreibfehler gemacht. Wenn man so viel schreibt verliert man nämlich auch leicht mal den Überblick und vertippt sich °xD.

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Ouh. Bei solchen Aussagen deiner Freunde kriege ich Schnappatmung und imaginäre Pusteln. xD Wobei ich dir schon zustimme, dass es manchen Menschen vermutlich schwerfällt, über das Thema wirklich nachzudenken und ihre Meinung zu ändern. Ist halt “bequem”, wenn es klar aufgeteilte Aufgaben für jeden gibt und man/ frau sich um manches nicht kümmern muss. Erfordert dann ja auch viel Kraft und Hirnschmalz, sich selbst zu positionieren und seinen Platz zu finden (und ihn gegenüber anderen zu halten), wenn man den traditionellen Rollenbildern nicht entsprechen will.
Andererseits finde ich es auch schwierig alles immer gleich aufs Geschlecht schieben zu wollen. Es gibt auch einfach persönliche Präferenzen, was jemand machen oder nicht machen will, die dann zufällig mit dem Geschlechterklischee korrelieren. Also, dass der Mann nicht viel mit den Kindern zu tun haben will. Das kann an der Erziehung liegen, oder einfach, dass er Kinder nicht mag (und dann auch eher keine will vermutlich, sicher aber von “der Gesellschaft^TM” gezwungen sieht, Nachkommen zu zeugen; weil, ist ja völlig abwegig, dass man/ frau keine Familie gründen will).

Ich denke, das Wichtigste wäre, dass man Kindern so einen Geschlechterquatsch nicht einredet. Wie dieser englische Versuch einer geschlechtsneutralen Klasse. (Hab ich aber selbst noch nicht zu Ende geguckt. Die Entwicklungen sind trotzdem interessant.)

Was deine Beschreibungen der Tests auf Komfortzonen angeht… Ist ja auch ein Vorurteil, dass Menschen nur des Geschlechts wegen etwas besser können als andere. Ich mein: Hallo? So ein Bagger ist eine schwere Baumaschine? Da würde ich von niemandem, der damit nicht beruflich zu tun hat, erwarten, dass er/ sie das Ding steuern kann. Dasselbe gilt für Babys. Wer keine eigenen Kinder hat oder kleinere Geschwister hatte und aushalf, wird ein Kind wahrscheinlich nicht wirklich wickeln können (kann man natürlich trotzdem zufällig, wenn man Hebamme ist oder meinetwegen Autor und soetwas rechierchen musste etc. pp.). Was war das denn für eine Sendung, die du da geguckt hast? Irgendwie klingt mir das nach Kaliber Galileo und Co und nicht nach Frauenhofer Insitut. ^^" Also, so gesehen ist die Auswahl der Tests und die Auswahl der Kandidaten, also der gesamte Versuchsaufbau etc. schon in Frage zu stellen und damit auch wie aussagekräftigt die Tests überhaupt sind.

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@Splitterwerk: Ich schätze, dass manche Menschen mitunter auch noch nie wirklich über solche Themen wie Geschlechterrollen nachgedacht haben. Manche oder vielleicht auch viele von ihnen werden wohl die Geschlechterrollen einfach so hinnehmen und sagen sich: “Ist halt so. Mann macht das und Frau macht dies.” Ich glaube auch, dass viele in meinem Freundeskreis sich noch keine Gedanken zu dem Thema gemacht haben und daher so stereotypisch eingestellt sind, einfach weil sie es so von der Gesellschaft gewohnt sind. Aber ich gebe dir da recht, dass sicher auch manche Menschen zu bequem sind ihre Meinung zum Thema Geschlechterrollen zu ändern, eben aus den Gründen, die du selber schon genannt hast.

Mir ist es allgemein etwas schwer gefallen über das Thema dieses Geschlechter-Testes zu schreiben, weil ich mir schon gedacht habe, dass manche das vielleicht etwas anders auffassen ^^".
Im Übrigen muss meine Aussgae zu dem Thema auch nicht stimmen, es ist ja nur meine persönliche Ansicht bzw. persönliche Meinung und jeder denkt halt anders über das Thema.
Also eigentlich bezieht sich meine Aussage vom Geschlechter-Test und was die Geschlechter demnach gut können oder auch nicht eher darauf, dass Frauen und Männer sich besteimmte Aufgaben sowie Arbeiten mehr zutrauen, die ihrem Geschlecht nachgesagt werden. Also haben sich die Männer im Allgemeinen daher mehr zugetraut mit dem Bagger zu arbeiten, weil man ja von Männern sagt, dass sie gut mit Maschinen umgehen können und solche Aussagen wirken sich nunmal auch auf die Psyche des Menschen aus. So ist es ja auch bei den Frauen, von Frauen wird ja oft gesagt, dass sie besser mit Kinder können und daher haben sie sich das Wickeln der Babies auch mehr zugetraut als die Männer. Verstehst du, worauf ich hinaus möchte? Die Frauen werden sich vielleicht gedacht haben, jedenfalls einige von ihnen, als sie den Bagger gesehen hatten: “Oh Schreck! Das ist doch etwas für Männer, da werde ich dann sicher nicht bestehen.” Und wenn man sich denkt, dass man etwas nicht kann, versagt man auch meistens, weil man sich nicht so viel Mühe gibt, als wenn man es sich zutrauen würde. Und die Männer werden sich vielleicht auch das Gleiche gedacht haben, als es um das Wickeln der Babies ging, nur eben umgekehrt auf die Frauen bezogen. Und ich mein, man kann ja nun nicht sagen, dass es nicht stimmt, dass man den Männern nachsagt, dass sie besser mit Maschinen umgehen können und dass man den Frauen nachsagt besser mit Kinder umgehen zu können. So denken ja leider viele Menschen und das wirkt sich daher auch auf die Psyche der Menschen aus und demnach auch, was sie sich zutrauen und was sie sich nicht zutrauen. Auch wenn beispielsweise du nicht so denkst und der Meinung bist, dass Nichts geschlechterspezifisch ist, denkt aber noch lange nicht die Allgemeinheit so. Ich selber glaube ja auch nicht, dass es wirklich geschlechterspezifische Arbeiten gibt, sondern, dass es sich die Gesellschaft eher einredet, weil sie es gerne so hätte. Aber durch meine Erfahrung mit Menschen denke ich schon, dass Männer meistens doch eher noch mehr mit Maschinen zu tun haben und Frauen eher mehr mit anderen Menschen oder Kindern, eben weil sie es so gewohnt sind diese geschlechterspezifischen Aufgaben zu tun und es nicht hinterfragen, ob das richtig oder falsch ist. Daher denke ich schon, dass Maschinen im Allgemeinen mehr in der Komfortzone der Männer liegen und solche Sachen mit Kindern oder Menschen allgemein mehr in der Komfortzone der Frauen, eben weil sie es gewohnt sind . Das meine ich nicht mal als Vorurteil, für mich ist es eher eine Tatsache ^^". Wie viele Frauen sieht man denn bitte auf dem Bau arbeiten und wie viele Männer sind Erzieher? Natürlich bezieht sich das selbstverständlich nicht auf alle Männer und Frauen, es gibt ja auch Männer und Frauen, die solche geschlechterspezifischen Sachen nicht machen. Ich meine ja nur, dass die Gesellschaft allgemein mehr dazu neigt, den Geschlechtern besteimmte Aufgaben nachzusagen und demnach auch zuzuteilen sowie zuzumuten. Ich hoffe du fässt meine Nachricht jetzt nicht böse auf. Ich habe in dieser Hinsicht nur eben meine ganz eigene Meinung und Ansicht. Es ist auch völlig OK, wenn du eine andere Meinung hast als ich, immerhin denkt jeder Mensch anders. Vielleicht bin ich auch einfach nicht gut genug darin richtig auszudrücken, wie ich etwas meine und stoße daher öfters auf Missverständnisse.
Ich weiß leider nicht mehr, was es genau für eine Sendung war, es ist nämlich schon ein paar Jahre her, seitdem ich es geschaut hatte. Aber die Sendung an sich hatte schon Galileo-Niveau und war auch so ähnlich aufgezogen wie bei Galileo, von daher würde ich dem eh nicht vertrauen, was dort präsentiert wurde °xD. Es war halt eine Sendung auf ProSieben oder RTL, irgendeiner dieser Sender.

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Oh, ich hab dich in keiner Weise kritisieren wollen. Tut mir Leid, wenn das so rüber kam.
Ich wollte nur einwenden, dass es IMHO nicht unbedingt nur an Genderklischees liegt, dass Menschen unsicher sind, wenn sie bestimmte Aufgaben angehen sollen. Ich denke, dass da auch sehr viel Erfahrung und Wissen mitreinspielt und auch der allgemeine Charakter oder eben die Erziehung.^1 Es gibt Menschen, die sind ängstlicher als andere, und es gibt welche, die sich ihrer Defizite bewusst sind und deswegen Aufgaben scheuen – oder sich auch gerade deswegen hineinstürzen. Mehr wollte ich nicht sagen. ^^

1: Exkurs: Genauso wie sich allgemein (Gender-)Klischees/ unsere Sicht auf die Welt aus diesen Bereichen speisen. Es ist das eine, wenn meine Eltern mir sagen, dass es nicht verwunderlich ist, dass ich schlecht in Mathe bin, eben weil ich ein Mädchen bin; und es ist ein anderes, wenn ich mich darüber hinwegsetze, Höhere Mathematik lernen will und ich irgendwann an meine Grenzen der Vorstellung komme. (Wobei ich persönlich in beiden Fällen nicht denke, dass ich Höhere Mathematik nicht kann, weil ich weiblich bin, sondern weil ich bei soetwas realtiv früh an meine Grenzen stoße und es mir momentan nicht Wert ist, da Zeit und Energie zu investieren, diese Grenzen überwinden. Da verbessere ich mich lieber in anderen Gebieten, die mir leichter fallen.) Genauso wies es, vermute ich mal, bei jedem Menschen irgendwann aussetzt, wenn wir uns die schiere Größe und Alter unseres Universums versuchen vorzustellen.

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Ich glaube ich zähle zu den Menschen, die sich ihrer Defizite bewusst sind und demnach bestimmte Aufgaben scheuen °xD, aus dem Grund, weil ich mich vor anderen Leuten nicht zum Affen machen möchte :'D. Und mir selber wäre die Zeit auch zu schade Mühe in etwas zu investieren, wo ich weiß, dass ich damit meine Probleme hätte, einfach weil man die Zeit auch für andere Dinge nutzen könnte. Für andere wäre soetwas gerade ein Anreiz sich zu verbessern, das stimmt ^^. Ich schätze da ist jeder Mensch sehr unterschiedlich.
Mathe ist auch so eine Sache für sich bei mir. Kopfrechnen fällt mir oft sehr schwer, aber so an sich Formeln auswendig lernen und sie mit einem Taschenrechner ausrechnen ist absolut kein Problem für mich. Mal so als Funfact: Bei mir in der Klasse waren die Mädchen im Allgemeinen immer besser in Mathe als die Jungs XD.

EDIT: @Splitterwerk: Ich weiß nicht, ob du das hier noch lesen wirst, aber ich wollte noch mal auf diesen Text eingehen:

Natürlich müssen bestimmte Neigungen und Vorlieben nicht immer mit dem Geschlecht zusammenhängen, das stimmt natürlich. Ich wollte mit dem Text eigentlich auch nicht sagen, dass jedes Hobby oder die Einstellung des Menschen oder was auch immer gleich mit dem Geschlecht zusammenhängt, nur weil das Hobby oder die Einstellung der Person gerade zufälligerweise zu dem Geschlecht passt. Ich beispielsweise mag ja auch gerne Rosa und Glitzer, aber auch nicht nur weil ich halt vom äußeren Geschlecht her ein Mädchen bin, sondern weil ich es einfach mag °XD. Gleichzeitig kann ich aber auch nicht gut mit Kinder, obwohl viele Menschen denken, dass Frauen gut mit Kinder umgehen können.

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Vielen Dank für das interessante Video^^
Ich hab’s schon fast durchgesehen und finde viele der angesprochenen Punkte wirklich interessant. 7 Jahre ist halt auch noch ein sehr gutes Alter, um andere Denkweisen kennenzulernen und zu übernehmen, wenn sie einem besser gefallen:D

Edit:


Ich hab’ auch gleich mal den 2. Teil gesehen. Ich denke, dass es definitiv sinnvoll wäre, zumindest in der Schule (wo wir ja schließlich alle viel Zeit verbringen / verbracht haben) darauf zu achten, keine Einschränkungen auf Grund von (nicht vorhandenen) Unterschieden zu machen, sondern möglichst individuell zu fördern - unabhängig von äußeren Faktoren wie dem Geschlecht oder ähnlichem.
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