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Finanzen - Lasst uns über Geld reden

Klingt jetzt vllt spießig, ich bin 22 und mach mir dennoch Gedanken.
Der Grund, warum man früh anfangen sollte, ist der Zinseszinseffekt. Das Geld vermehrt sich quasi nach einigen Jahren von selbst.
Je länger man investiert, desto länger verzinst sich das Geld selbst. Es gibt viele Optionen, regelmäßig Geld zu investieren, ohne “reich” zu sein. ETF-Sparpläne gehen ab 25 €/Monat und da du in den ganzen Markt investierst, verteilst du das Risiko gut. Du wettest nicht in den Erfolg eines einzelnen Unternehmens, sondern in die gesamte Wirtschaft, die über mehrere Jahrzehnte hinweg insgesamt betrachtet nur zugelegt hat.

Man muss wirklich nicht reich oder wohlhabend sein oder nen guten Job haben dafür. Meine Eltern waren/sind auch nicht wirklich wohlhabend und haben mir eher vorgelebt, wie man es nicht macht und sind auch heute sehr skeptisch. War hart zu sehen, wie alle früh ein iPhone und Markenklamotten o.ä. hatten. Irgendwann findet man sich aber damit ab und Freunde, denen sowas wichtig ist, will man eh nicht haben.

Du kannst ja mal anfangen, in Richtung Zinseszins, ETF, etc. zu recherchieren. Es gibt auch sehr gute Videos auf YouTube und Bücher. The Intelligent Investor ist ein Klassiker, aber nicht die leichteste Kost am Anfang.

Ich war mal bei einem Vortrag zu dem Thema finanzielle Freiheit, da gab es auch die Grafik hier

Zusammenfassung

, die einem zu denken gibt.

Den größten Fehler, den du machen kannst ist, entweder Geld bar rumliegen zu haben (da verlierst du jährlich ca. 2% wegen Inflation) oder alles in eine Aktie zu stecken, weil du das Unternehmen “sympathisch” findest und beim kleinsten Einbruch sofort zu verkaufen. Mit ETF fährst du als Kleinanleger sehr breit gestreut und langfristig hast du auch Erfolgsaussicht. Viele nehmen gern einen, der den MSCI World (also weltweit) abbildet am Anfang, da gibts aber auch andere Möglichkeiten:) Erstmal klein anfangen mit 25€ und dann langsam steigern.

Ich wollte damit keinesfalls andeuten, das ich Leute wie dich, die sich darüber Gedanken machen, spießig finde oder so :)
Das ist ja jedem selbst überlassen ^^
Es ist nur einfach so, das es mich Grundlegend nicht interessiert xD
Also warum das gemacht wird und alles kann ich schon Nachvollziehen und vielleicht fange ich irgendwann ja auch damit an.
Aber aktuell habe ich einfach nicht das Interesse, mich mit diesem Thema zu beschäftigen, das ist teilweise so komplex und wie gesagt, ob sich mein Geld nun vermehrt oder nicht ist mir relativ schnuppe sofern ich ein paar Rücklagen habe. :woman_shrugging: :joy:

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Ich kann deine Einstellung sehr gut nachvollziehen, da es mir lange auch so ging. Das Problem daran ist, dass diese Strategie nur funktioniert, solange man in der Lage und Willens ist zu arbeiten. Ist man das irgendwann nicht mehr, weil man bspw. alt ist und in Rente gehen möchte, hat man ein Problem.
Ich habe basierend auf meinem aktuellen Gehalt (Vollzeit Volontariat netto 1482€) mal meine Rente ausgerechnet, wenn ich mit 67 Jahren, also in 37 Jahren, in Rente gehe (dafür gibt’s Rechner im Internet). Inflation und Gehaltserhöhung eingerechnet beträgt sie glorreiche 675€, brutto… Nicht mit eingerechnet ist da das stetig sinkende Rentenniveau, womit aber zu rechnen ist, einfach weil unsere Demographie das nahelegt.
Auch wenn ich nach dem Volo vermutlich deutlich mehr verdiene, wird meine gesetzliche Rente nie und nimmer ausreichen, um meinen Lebensstandard im Alter zu halten (und der ist jetzt nicht exorbitant hoch). Daher muss ich mir frühzeitig Gedanken darum machen, wie ich mein Geld vermehren kann. Und gerade wünschte ich mir, dass ich das schon vor 10 Jahren angegangen wäre und nicht erst jetzt.

Davon habe ich tatsächlich noch nie gehört. Magst du vielleicht kurz Tipps geben, wo man sich übersichtlich darüber informieren kann? (Infoempfehlungen einzuholen ist meist effizienter als rumgoogeln. XD)

Ich versuche gerade mir Wissen über ETFs aufzubauen und habe mir dafür “Souverän investieren mit Indexfonds & ETFs” von Gerd Kommer zugelegt. Bisher finde ich es sehr informativ, bin allerdings noch in den Angfangskapiteln. Kennt das Buch jemand?

Mich würde das Bondora auch interessieren. Generell bin ich völlig überfordert was das Thema Finanzen angeht. Zu viele Möglichkeiten, zu viele Fachbegriffe und zu wenig Vertrauen in Banken.
Selber habe ich nur Girokonto und ein Sparbuch. Das Sparbuch dient halt nur dazu Geld beiseite zu legen so dass ich es nicht ausversehen ausgebe. Am Ende dient es hauptsächlich dazu abzusichern sollte mein Hund krank werden. Ich selber habe ja ein geringes Einkommen so dass ich meinen Hund auch mit einer OP Versicherung absichert habe.

Falls du das ändern möchtest, kann ich dir das Buch “Madame Moneypenny” sehr ans Herz legen. Es liefert einen sehr niedrigschwelligen Zugang zum Thema Finanzen, weil es eben genau bei “ich habe keine Ahnung und bin überfordert” ansetzt. Danach wirst du kein/e Finanzexperte/in sein, aber du wirst dir einen Plan machen können, worüber du dich noch informieren und was du angehen willst (was egtl schon das schwierigste an der ganzen Finanzthematik ist). Mir hat es jedenfalls sehr geholfen, einen verständlich Zugang zum Thema Finanzen zu finden. :)

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Danke für die Empfehlung, aber es scheint kein “richtiges” Sachbuch zu sein sondern eine Geschichte(?). Dann gehöre ich nicht wirklich zu der Zielgruppe mit wäre ein richtiges Sachbuch lieber. ^^"

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Ich habe angefixt durch diesen Thread heute angefangen das Hörbuch zu hören - das gibts auf Spotify kostenlos :) Und es ist keine Geschichte sondern gebündelter Denkanstoß/Information (so wie ich das nach den ersten Folgen sehen würde)

Ah danke. Den Bewertungen auf Amazon klang es so als ob alles in eine Geschichte verpackt wäre die langweilig wäre und die Charaktere flach geschrieben. :see_no_evil:

Ich kann dir auch nicht sagen ob das Buch dem Inhalt auf Spotify entspricht - aber falls du mal reinschnuppern willst, ist es sicher nicht verkehrt mal bei Spotify reinzuhören - kost’ ja nix ;D

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Habe es schon auf Spotify gefunden :blush:
Danke dafür!

Ja, schon irgendwie. XD
Die Erklärungen zum Thema Finanzen werden tatsächlich in der Form dargebracht, dass die Autorin ihrer Familie, insbesondere ihrer Schwester, bei einem Grillabend den ganzen Kram erklärt. Ich vermute mal, dass das größtenteils fiktiv ist. Die Situation der Schwester wird halt hier als anschauliches Beispiel verwendet, um es möglichst einfach zu erklären. Und ja, die Personen kommen in der Tat etwas flach rüber, sodass es es definitiv nicht das beste Leseerlebnis ist, das man sich vorstellen kann. XD Aber darum geht es dem Buch auch gar nicht. Es will absichtlich möglichst simpel sein, damit man es versteht. Es ist tatsächlich so simpel, dass ich es an zwei Abenden durchlesen konnte.
Ich fand die vermittelten Inhalte jedenfalls so interessant und verständlich erklärt, dass die sehr banale Verpackung mich nicht gestört hat.

Bondora ist eine P2P-Plattform. P2P steht für Peer-to-Peer und steht für Kredite. Dementsprechend gibt man als Privatperson Kredite an andere Personen. Wenn man Geld verleiht, fallen dementsprechend Zinsen an, die einem gutgeschrieben werden. Es gibt viele Plattformen, da muss man die selbst managen, also einschätzen, welcher Person man einen Kredit vergibt, etc., aber es gibt auch Konzepte wie Bondora’s Go & Grow. Bondora macht dementsprechend alles automatisch, sorgt sich dafür, ein diversifiziertes Portfolio aufzubauen und man selbst muss sich mit der Thematik gar nicht befassen.
Natürlich ist es so, dass Bondora sich als Plattform für diese Leistung bisschen was abzieht, denn falls die schlecht managen, haben die ein Problem und sie müssen ihren Go & Grow-Kunden, dennoch die Rendite von 6,75% im Jahr sicherstellen. Also ist der tatsächliche Zins höher als den, den man ausgezahlt bekommt. Ich finde das aber auch ok, denn wie gesagt, ich muss mich um nichts kümmern und selbst in einer sehr großen Krise (Corona) konnte mir Bondora meine Zinsen sicher stellen.
Die hatten zwar paar Sicherheitsmechanismen drin, wie, dass man nicht mehr als 400€ investieren kann, aber das ist auch in Ordnung.
Theoretisch könnte man das dort auch selbst managen und mehr Rendite abstauben, aber man hat dann auch ein höheres Risiko. Dementsprechend ist mir eine Renditeminderung es wert, mit täglichen Zinsen zu rechnen.

Er erklärt das hier ganz gut und zeigt auch, wie das aussieht: Bondora Go and Grow: +6,75% Rendite mit Tagesgeld Alternative? | Bondora Go & Grow Erfahrung - YouTube

Die Plattform ist jetzt schon 13 Jahre alt bzw. wird 13 dieses Jahr und dementsprechend auch kein Newcomer. Ich finds gut, dass sie mich mit Newslettern regelmäßig auf dem Laufenden halten und auf der Website alles, was mich interessiert, klar kommuniziert wird. Ich hatte bisschen Angst wegen Corona, weil andere Plattformen, wie Mintos, darunter pleite gegangen sind, aber Bondora hat das als Unternehmen super gemeistert meiner Meinung nach und tun das immer noch.

Steuerlich sieht es so aus, dass man erst welche bezahlt, sobald man das Geld von Bondora abbucht und muss dementsprechend auch nicht in der Steuererklärung angegeben werden. Außer man bucht das Geld wie gesagt ab und liegt über dem Freibetrag von 800€.

Was ich festgestellt habe, dass pro 50€, die auf dem Bondora-Konto sind, bekommt man einen Cent am Tag. Hat man also 1000 € auf dem Konto (samt Zinsen), dann bekommt man 1000/50 = 20 Cent täglich. Dementsprechend profitiert man dort am meisten, wenn man zu Beginn eine “Startsumme” einzahlt, sonst dauert das länger, bis man auf seine ersten 50€ kommt. Ich hab ohne Startsumme angefangen, ging auch, aber dauert halt länger :D

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Danke für die Erklärung. Das wäre interessant wenn man selber auf etwas gezielt sparen möchte. Werde mir mal das Video dazu anschauen.

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Oh vielen Dank, ich hatte mir die Seite angesehen und wollte mich langsam durch die Flut kämpfen, aber du hast mir fast alle Fragen beantwortet.
Besonders das lange bestehen hab ich nicht rauslesen können, was es für mich sehr viel attraktiver macht.

Wie ist das mit der Investitionsgrenze, 400€ Monatlich oder insgesamt 400€ und dann nur Mehrung durch Rendite?

400€ monatliche Einzahlung maximal. Das heißt du kannst im Januar 400 überweisen und im Februar usw. auch jeweils 400€. Früher war das unbegrenzt.
Das gesamte Geld im „Depot“ ist nicht begrenzt. Da kann sich so viel Geld ansammeln, wie du kannst :sweat_smile:

Zeitschriftenabos, es wird immer dreister:

+++ Wenn Du online auf Shopping-Tour gehst, bekommst Du nach dem Einkauf oft die Möglichkeit, ein Gratis-Abo einer Zeitschrift abzuschließen – als sogenanntes Dankeschön. Dahinter steckt aber häufig eine Kostenfalle: Denn bei vielen Angeboten ist nicht ersichtlich, dass sich ein teures Zeitungsabo anschließt. Dabei gilt: Nur wenn der Bestellbutton eine eindeutige Formulierung wie „Zahlungspflichtig bestellen“ enthält, kommt ein gültiger Vertrag zustande. Anderenfalls kannst Du der Zahlungsforderung widersprechen. Die Verbraucherzentrale Hamburg hilft dabei. +++

Quelle: Finanztip Newsletter

Ich finde die tausenden newsletter und werbungen per mail schon immer schlimm. ich klick immer an dass ich sie nicht will und krieg sie trotzdem. Aber das… eine neue Stufe.
Ich habe eine gewisse Historie mit Abzock-Abos, deswegen sind meine Sinne da besonders geschärft.

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Oh ja, die Angebote sind die Pest. Hab mir das einmal angeschaut (also AGB gelesen) und seitdem klicke ich die immer weg.

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Ich hab einmal wo bestellt, war fertig mit bestellen und dann “Als Dankeschön dürfen Sie sich einen Gutschein von einem unserer 100 Partner aussuchen!” Da war allerhand Bekanntes und Unbekanntes bei. Aber alles so unnütze Kackgutscheine, was soll ich damit. “Sparen Sie 5€! Bei einer Bestellung im Wert von 100€, Versand müssen Sie auch noch zahlen.”
Also hab ich es mit dem X weggeklickt. Aber nein, “Wir haben noch mehr Partner, Sie haben noch nicht alle gesehen! Sie sollten sich wirklich einen aussuchen!”
Ich hab dann den ganzen Browser geschlossen.
Was zum… :sweat_smile:
Manche verkaufen echt verzweifelt.

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Ok hi erstmal, ich möchte euch auch ein wenig von meinem “Finanzkram” erzählen. Dazu aber auch ein paar Dinge mehr die aber im Zusammenhang stehen. Ich bin 15 und lebe bei meinen Großeltern väterlicherseits aufgrund schlechter Familiärer Verhältnisse. Mein Taschengeld beläuft sich auf 20 (eigentlich 25€ allerdings Schulde ich meiner Oma 40€ die sie mir in Monatlichen Raten abzieht)Euro, von denen ich seit März 5-10€ Monatlich spare/beiseite lege. Durch Corona konnte ich ebenfalls knappe 80€ Geburtstags und Weihnachtsgeld ansparen da die Geschäfte dicht sind und ich den Onlinehandel nicht nochmehr boosten möchte. Ich hatte eigentlich 150€, die ich für Bücher, einem kleinen “Picknick” oder für dinge draufgegangen sind die ich so neu brauchte. Wie gesagt sind jetzt 80(+30) über. Da ich kein eigenes Konto besitze kann ich mir auch kein Geld via Kakao verkäufen hier oder zum beispiel auf Etsy
verdienen. Könnte ich schon jedoch möchte ich nicht das Konto meiner Großeltern dafür nutzen. Mein Vater verdient ungefähr 4000€ im Monat und es ist für ihn völligst in Ordnung wenn ich frage ob ich das und das haben kann. Da ich es kenne mein Geld nicht für irgendn Krempel auszugeben und ich bei dieser Gelegenheit nicht gleich reinhaue liegt die Bestellsumme bei mir ungefähr bei 40-60€ um die 2-3 Mal im Jahr. Das letzte mal wo ich mir was bestellt hatte war im Februar für ca. 52€. Ich möchte ja auch nicht das sowas überhand gewinnt. Ich finde Corona wirkt sich auf mein Geldbetrag positiv aus da mein Ganzes Geburtstagsgeld spätestens mitte April für alles mögliche verdonnert wäre und ich so einen insgesamten Notgroschen von 110-120€ habe den ich ganz langsam für das ein oder andere mit bedacht ausgebe.

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Hallo Lara, schön deine Situation zu hören.
Du kannst dir aber ein eigenes Konto machen, für Minderjährige sind die kostenfrei.
https://www.finanztip.de/girokonto/kinderkonto/
Und es gibt sogar Banken, die ein “JuniorDepot” anbieten.

Mit solch einem Konto könntest du dann online Geld verdienen wie von dir vorgeschlagen Kakaokarten zu verkaufen.
Ich hab damals auch ein Kinderkonto gehabt und ab einem gewissen Alter hat meine Mutter mir angeboten, mein Taschengeld auf das Konto zu überweisen statt bar zu geben. Gelockt hat sie mich damit dass es per Überweisung mehr gibt. Damit ich lerne, mit Kontoführung umzugehen.
Vielleicht kannst du auch ein paar gebrauchte Dinge über ebay verkaufen? Ich hab das damals jedenfalls gemacht. Ich weiß noch, wie ich mit 16 oder so im Auftrag ein billiges Motorrad ersteigert habe (mein Vater kauft gerne günstige Unfallmaschinen, bastelt die heile und dann muss er sie wieder verkaufen, denn heile maschinen sind nach 3 mal fahren langweilig) und ein anderer bieter mich voll anfuhr, weil ich schneller bieten konnte als er XD Das geht heute zum Glück nicht mehr.
Aber ich hab viel Kinderspielzeug von mir und meiner Schwester da verkauft.

Du kannst das ja mal mit deinen Großeltern besprechen. Mit 15 ist ein gutes Alter, Kontoführung im Umgang zu lernen. Denn die Arbeitgeber werden einem auch nichts bar zahlen.
Ich wollte mal 2 Monate “Bankobdachlos” sein, aber das war nicht möglich. Dann hätte es einfach kein Geld gegeben.

Und um das abzuschließen:
Bankobdachlos entstand daraus, dass mein Kinderkonto irgendwann so kostspielig wurde, dass die 9€/Monat von mir wollten. Da hab ich dann hals über Kopf gekündigt. Heute habe ich ein kostenloses Konto bei einer anderen Bank. Also schau dir am besten mehrere Banken an, achte darauf dass sie kostenlos bleiben oder mit deinem Zukunftsmodell kostenlos bleiben könnten. Oder wenigens sehr sehr günstig sind.

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