Ich habe zwar kein Haus, habe es aber bei Freunden mitbekommen :) Du brauchst initial definitiv ein Polster weil du eventuelle Maklergebühren und irgendwelche Steuern sofort zahlen musst und nicht finanzieren kannst. Und das sind einige tausend Euro je nach Grundstückspreis. Und auch für die Finanzierung dürfte es definitiv nicht verkehrt sein.
Ob ein Bausparvertrag sich atm lohnt weiss ich aber leider nicht.
Von den Zinsen her lohnt sich ein Bausparvertrag nicht, aber es geht auch eher um den zugesicherten Kredit, den man in der Höhe anders wahrscheinlich nicht bekommen würde. Ich zumindest nicht bei meiner Bank…
Grundkapital sollte man auf jeden Fall haben. Es kann immer zu unvorhergesehenen Kosten kommen. Und Markler und Grundbucheintrag kosten ziemlich viel Geld.
Das ganze Drumherum ist so teuer, dass sich heute kaum noch einer ein Haus kauft.
Grundgebühr frisst einen total auf. Makler, Grundgebühr und der ganze Klumpatsch haben 30.000€ gekostet bei keine Ahnung wie hoch der Hauspreis war bei wem wo ichs direkt mitbekommen habe. Die mussten sofort gezahlt werden. Und dann möchte die Bank auch gerne, dass du bei einer Finanzierung mit einer gewissen Summe startest, einfach so aus Prinzip, um zu zeigen, dass du liquide bist.
Und dann gibt es noch lauter “Berater” bei der Bank, die dir auch Kredite verkaufen, die du dir nicht leisen kannst. Ich würd dir den Beitrag ausm Fernsehen verlinken, aber ich finde ihn nicht mehr. Es gibt aber viele Finanzyoutuber, die zu dem Thema einiges gemacht haben. Leider ist auch da viel Blödsinn bei.
EDIT: gefunden: https://www.youtube.com/watch?v=GY1g7H2cNxc&t=1721s
Ich will Hauskaufen jetzt nicht tot reden, aber ich finde die Tests mit den Banken an dem Beitrag sehr eindrucksvoll und das sollte man gesehen haben.
Ein Haus ist eine Lebensentscheidung, die gut durchdacht werden will. Diverse Finanzyoutuber reden Häuser tot, weil viele das Eigenheim als Wertanlage missverstehen. Es ist so lange keine Wertanlage, wie man aktiv darin wohnt. Das Veräußern ist dann der Punkt, wo es Wert haben kann - oder eben auch nicht. Ich finde am Thema Eigenheim viel wichtiger, das Thema wie ein Autokauf anzugehen (Weil Autos einfach nie eine Wertsteigerung haben ;)): “Ich WILL aber, weil es mir unglaublich wichtig ist.” Und mit dem Grundsatz schaut man, wie man es mit seinem eigenen Leben möglich macht, mit seinen Finanzen und sonstigen Lebensplanungen.
Wir haben uns dieses Jahr ein Haus gekauft und ohne ein finanzielles Polster, könnte ich das nicht ruhigen Gewissens empfehlen. Die Banken bieten teilweise auch Kredite über 100% an (d. h. Kaufpreis und Nebenkosten werden finanziert), aber dann sind die Konditionen nicht besonders gut und man bezahlt sehr viele Zinsen.
Wir haben uns online viele Häuser angeschaut und auch “aus Spaß” ein paar Besichtigungen gemacht, einfach um ein Gefühl zu bekommen, was man für sein Geld in der Gegend bekommt.
Die Nebenkosten sollte man wirklich nicht unterschätzen, da kommt einiges in relativ kurzer Zeit zusammen:
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Maklergebühren 3 - 7% vom Kaufpreis (hatten wir zum Glück nicht)
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Notar ca. 1 %
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Grundbucheintrag ca. 1 %
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Grunderwerbssteuer je nach Bundesland 3,5 - 6,5 %
Online gibt es ganz brauchbare Rechner, um die Nebenkosten zu schätzen oder auch um verschiedene Kreditszenarien durchzuspielen. Da könnt ihr euch ja schon einmal überlegen wie hoch ihr die Rate legen wollt und das Geld (- Kaltmiete der Wohnung) monatlich beiseite legen. So könnt ihr schonmal testen, ob die Rate gut gewählt ist oder man sich zu sehr einschränken müsste.
Fürs Geld anlegen an sich habe ich keinen guten Tipp, Zinsen bekommt man leider kaum noch. Viele empfehlen ja Fonds bzw. ETFs über einen längeren Anlegehorizont, das war uns aber zu unsicher. Man weiß ja nie wann einem ein Haus oder ein gutes Grundstück über den Weg läuft und wenn die Börse dann gerade im Keller ist, hat man auch nichts gekonnt. Deswegen hatten wir einfach ein Tagesgeldkonto extra für das Haus angelegt, wo wir monatlich eine feste Rate eingezahlt haben und alle zusätzlichen Sachen, wie Weihnachtsgeld oder Steuerrückerstattungen.
Da gebe ich dir eindeutig recht. Ein Haus kann man nicht als reine Geldanlage betrachten, wenn man es selbst nutzt. Man muss sich einfach bewusst sein, dass man immer wieder Geld investieren muss, der Garten will gepflegt sein und meistens ist die (Putz- ;)) Fläche auch größer als in einer Wohnung. Wenn man sich es aber wirklich wünscht, gibt es auch nichts schöneres als die eigenen 4 Wände 
Wäre es dann nicht auch klug, ein Haus zu mieten?
Wenn man recht frei in der Wohnortwahl ist, lohnt es sich auch, denke ich, nach zu versteigernden Häusern zu schauen. Ist vielleicht etwas mies, Gewinn aus der Misere eines anderen zu schlagen, aber so kommt man vielleicht auch günstiger an ein Haus als alles selbst zu machen.
Kommt drauf an, welche Vorstellungen man hat. Beim Eigentum reizt mich besonders, dass man alles nach den eigenen Wünschen gestalten kann. Man kann (je nach Statik natürlich) einfach Wände rausreißen oder das Bad fließen wie man möchte, ohne jemanden zu fragen. Bei uns in der Umgebung stehen aber auch kaum Häuser zur Vermietung zur Verfügung und wenn dann so teuer, dass ich für das Geld lieber ein eigenes Haus abbezahle.
Natürlich muss man beim Eigentum aber immer die Rücklagen noch mit einrechnen, das ist sicher ein fianzieller Vorteil, wenn man mietet.
Wir haben damals recht “früh” auf unser Haus hingearbeitet, also schon in der Ausbildung ein bisschen was beiseite gelegt und relativ früh und ohne Druck angefangen zu suchen.
Wir haben dabei ganz genau geschaut, was wir uns leisten können, dabei war uns wichtig, das wir das auch abbezahlen können wenn einer vorrübergehend seinen Job verliert, Kinder ins Spiel kommen, etc.
Daraus ergab sich dann quasi unser Budget.
Etwa 20% davon wollten wir mindestens als Eigenkapital haben, eben für so kram wie Maklergebühren, Grundbuch etc. Was halt so drumherum alles anfällt (hat uns damals auch jeder empfohlen, das wir zumindest den Kram direkt selbst auf dem Konto haben)
Mehr ist natürlich immer besser!
Den Rest haben wir über Banken finanziert, wobei wir das große Glück haben, das wir über den Arbeitgeber meines Mannes eine gewisse Summe bekommen haben, die wir Zinsfrei zurückzahlen können und die Zinsen damals auch bei den Banken sehr niedrig waren.
Das Unterschreibe ich genau so :D
Haus mieten wäre für uns nicht in Frage gekommen, weil unser Ziel unter anderem war, irgendwann eben keine Miete mehr zahlen zu müssen, zumal die meisten Häuser hier in der Gegend so viel Miete kosten, was wir jetzt abbezahlen.
Außerdem, Hitomi schon schrieb, kann man beim Eigentum quasi machen was man will, ohne Fragen zu müssen. Wir haben jetzt z.B. Fenster und Haustür austauschen lassen und ich bin mir sehr sicher, das ein Vermieter uns das so nicht erlaubt hätte, weil das Haus jetzt dunkler und “älter” wirkt, als mit hellen Fenstern, aber genau das war ja das, war wir (gut, ehrlicherweise ich xD) so gerne wollte.
Bevor so ein Haus Zwangsversteigert wird, muss man schon eine ganze Weile ziemlich tief im Mist stecken, ich glaube, da braucht man eher kein schlechtes Gewissen haben (habs bei einer entfernten Bekannten mitbekommen, das ging über Jahre und sie war absolut nicht Unschuldig daran)
Zudem ist sowas mit vorsicht zu genießen, nicht jeder, dessen Haus Zwangsversteigert wurde, räumt sein Haus auch freiwillig…
(wir haben seinerzeit drüber nachgedacht, aber nachdem wir uns ein bisschen umgehört hatten, ganz schnell wieder die Finger davon gelassen und höchstes mal bei einem geschaut, das eh schon leer steht)
Vielen Dank für eure Antworten 
In nächster Zeit würde ich das sowieso nicht angehen lassen, da ich jetzt nur mein Ausbildungsgehalt habe und erst am nächsten Sommer dann “normal” verdiene.
Aber ich möchte auch ganz gerne früh anfangen und dann eben einfach jeden Monat ein kleines bisschen zur Seite legen.
Als Geldanlage betrachte ich ein Haus auch nicht, es sei denn, man hat z.B. Mietwohnungen darin, sodass es wieder Geld einbringt, aber das ist nichts , was ich möchte. Meine Motivation ist eben etwas Eigenes zu haben, um selbst bestimmen zu können, wie ich es gestalte, ohne jemand anderen (außer vllt die Baubehörde) um Erlaubnis bitten zu müssen 
Hast du dich schonmal informiert, ob dein Ausbildungsbetrieb Vermögenswirksame Leistungen zahlt? Da können über die Zeit auch ganz nette Summen zusammen kommen :) Ich habe zum Beispiel einen Fondssparplan laufen, wo ich jeden Monat 25€ einzahle und mein Arbeitgeber gibt noch 7€ dazu, da hat sich über die letzten Jahre auch schon etwas angesammelt. Vielleicht wäre aber bei dir auch ein Bausparer ganz sinnvoll, um sich die derzeitig günstigen Zinsen zu sichern.
Leider wollen die Banken einen oft etwas aufschwatzen, bei dem saftige Gebühren anfallen. Da muss man wirklich aufpassen und nicht sofort unterschreiben, sondern ausgiebig vergleichen.
Ich habe gerade mal nachgeschaut, was meine ETF so machen. Ich habe darüber jetzt schon 130€ Dividende erhalten. Sowas direkt sehen zu können ist schon irgendwie nett! Die werden nächste Woche reinvestiert, da wollte ich das ganze Restgeld, das ich auf das ETF Konto geschaufelt habe, mal wegschaffen.
Ich hab letzter Zeit beim Sparen das Ziel aus den Augen verloren, aber mal auf Dividenden zu schauen gibt einem wieder Linie.
Hier wurde schon so lange nichts mehr gepostet, dabei ist es doch so wichtig, über Geld zu reden. :) Also grab ich den Thread mal wieder aus.
Bisher hatte ich exakt null Ahnung von Finanzen und habe mir deshalb mal @Major s Buchempfehlungen “Madame Moneypenny” zugelegt. Und was soll ich sagen, ich fühle mich fast ein bisschen erleuchtet. X, D Ok, das ist übertrieben, aber wenn man so gar keine Ahnung hat, ist das Buch der perfekte Start und ich kann jetzt behaupten, dass ich wenigstens ein bisschen Ahnung von Finanzen habe und weiß, worüber ich mich als nächstes informieren möchte.
Da ich seit 2020 zum ersten Mal nennenswert mehr verdiene als ausgebe, hat mir das Buch sinnvolle Impulse gegeben, was ich denn mit dem angesparten Geld machen kann. (Wobei das keine gute Entschuldigung dafür ist, dass ich das Thema so lange habe Schleifen lassen.) Zunächst habe ich einen sehr großen Teil meiner Ersparnisse als Notgroschenstart aufs Tagesgeldkonto geschoben und einen Dauerauftrag eingerichtet, der diesen solange mit einem bestimmten Betrag füttert, bis ich 3 Nettogehälter erreicht habe. Zudem habe ich mir ein Haushaltsbuch angelegt, um Einnahmen und Ausgaben besser im Blick zu haben und zu schauen, wo ich noch sinnvoll etwas einsparen kann. Tatsächlich hatte ich das auch so schon ganz gut im Blick, aber eine Excel-Tabelle, wo man einfach alles auf einen Blick nachschauen kann, ist schon praktischer.
Ich habe zudem mal berechnet, wie viel Rente ich später vermutlich bekommen werde (auf Basis von Schätzwerten, ich habe aber auch noch eine Rentenauskunft angefordert) und joa… meine Rentenlücke wird nicht gerade klein ausfallen.
Daher steht als nächstes auf meiner To-do-Liste, mich bei der Verbraucherzentrale bezüglich eines Rentenplans beraten zu lassen - und ich werde mit Sicherheit nicht zu einem Versicherungsberater gehen. XD
Zudem möchte ich mich über ETF informieren (hab mir da bereits Literatur besorgt) und ein Musterdepot eröffnen, um das Ganze mal zu testen.
Nach dem Lesen des Buchs, habe ich mir also einen Plan gemacht, was echt befreiend war. Gleichzeitig war ich aber schockiert, dass ich als erwachsener Mensch einige sehr grundlegende Dinge überhaupt nicht wusste. Natürlich hätte ich mich informieren können, aber das ist halt schwer, wenn man so gar keine Berührungspunkte zum Thema hat und sie auch nie angeboten bekommen hat. Da fällt es leichter die Thematik einfach vor sich herzuschieben.
Die schulische Bildung lässt essenzielle Bereiche der Lebensverwaltung ja generell aus, aber auch meine Eltern hielten es offenbar nie für nötig, mir mal irgendetwas in diese Richtung zu erklären. Wenn ich meinen Vater etwas spezifisches gefragt habe (bspw. was ich beim Mieten meiner ersten eigenen Wohnung beachten sollte), habe ich zwar eine Antwort bekommen, allerdings ist er halt leider auch nicht der Typ, der sich mit einem hinsetzt und mal alles wichtige durchgeht.
Meine Mutter ist in diesem Dingen leider absolut gar nicht informiert. Sie ist finanziell komplett von meinen Vater abhängig und es stört sie auch nicht, dass sie eigentlich überhaupt keine Ahnung von den gemeinsamen Finanzen hat… Sie ist leider insgesamt sehr in alten Rollenklischees gefangen, die sie selbst gut findet. :/
Manchmal bin ich mir aber nicht sicher, ob meine Eltern nicht nur noch aufgrund extremer gegenseitiger Abhängigkeit zusammen sind. Meine Mutter hätte ohne meinen Vater kein Geld und mein Vater wäre alleine nicht ansatzweise in der Lage, einen Haushalt zu führen… Das ist nüchtern betrachtet echt traurig und definitiv kein Zustand, den ich jemals erleben möchte - auch nicht für meinen Mann, der aktuell finanziell schlechter aufgestellt ist als ich. Also hab ich ihm das Buch direkt mal unter die Nase geschoben. XD
Welche Berührungspunkte wurden euch in eurem Leben zu Finanzen, Sparen, Aktien etc. angeboten? Oder ging es euch so wie mir?
Ich denke, seeeehr viele Wirtschaftszweige sind vor allem darauf aufgebaut, dass sehr viele Leute schlecht mit Geld umgehen können. Das könnte auch dazu führen, dass es ja eigentlich ganz toll ist, dass es diese Bildung nicht gibt. Sonst müsste man sein Geld ja ehrlich verdienen, das ist viel schwieriger als Abzochen :(
Ja, das ist echt traurig… So viele Menschen wären deutlich mündiger, wenn es in der Schule ein Fach namens Lebensverwaltung gäbe und man sich nicht alles selbst zusammensuchen oder eben auf die harte Tour lernen müsste…
(Hierzu ein schöner Verweis auf mein Gymnasium, auf dem in ich nicht einmal gelernt habe, wie man eigentlich wählt. Das ist kein Witz…)
Überweisungen ausstellen oder Versicherungen abschließen bringt einem auch keiner bei. Geschweigedenn sich selbstständig zu machen, sei es nur als Nebengewerbe. Ich finde Steuerrecht und so sollten auch unterrichtet werden…
Random Fact zu einem Buch über die Psychologie der Massen und Mündigkeit
Ich lese grade ein Buch von Gustav le Bon (1911), in dem es darum geht, dass Massen mit möglichst wenig umfangreichem Wissen halt den besten Nährboden dafür bieten, dass Entscheidungen anderer akzepiert werden. Im Vergleich zu allen möglichen anderen Epochen befinden wir uns allerdings schon seit dem 20JH in einer Zeit, in der die Meinung der Masse besonders viel zählt. > Entsprechend sei es notwendig, dass man da irgendwie Kontrolle drüber behält, da “die Massen (ohne Kontrolle als unbedachte Gemeinschaft) doch eher dazu neigen, die Gesellschaft in einen primitiven Kommunismus zurück zu führen, der vor dem Beginn der Kultur der normale Zustand der Menschheit war.”. (Anfang des Satzes kein 100% genauer Wortlaut, das mit dem Kommunismus schon. :D). Finde ich ganz spannend als Ansatz oder Theorie, damit das ganze System so funktioniert. Ich denke, da kann man jetzt aber auch Unmengen reininterpretieren und verschiedene Meinungen zu haben. Mir flog das Kapitel grade nur durch den Kopf und ich wollte das Buch hier mal einwerfen, falls sich jemand dahingehend interessiert, wenn das Thema der mangelnden wirtschaflichen Bildung hier schon angeschnitten wird. :D
Was ich aber eigentlich fragen wollte; Hält oder handelt jemand von euch mit Aktien, um damit den schwindenden Zinssatz der Banken beim sparen zu kompensieren?
Ich hatte in der Uni einige BWL-Kurse und mache das seitdem ich mich danach knapp ein Jahr eingelesen hatte in einem sehr vorsichtigen Maß und mit breit gefächertem Portfolio. Da stehe da absolut hinter. (Ich glaube im letzten halben Jahr habe ich 22% des ursprünglich angelegten Geldes durch geschlossene Trades beiseite legen können.)
Natürlich ist das ganze mit großer Vorsicht zu genießen, da es rein spekulativ ist und bei unvorsichtigem Verhalten oder mit großen Summen auch gut nach hinten losgehen kann. Aber das würde mich sehr interessieren, ob das noch jemand als Alternative zum herkömmlichen sparen nutzt.
Oh je Koko, das was du über deine Eltern schreibst… das könnte echt von mir über meine Eltern kommen
Für mich wärs auch nichts und es ist teilweise schon erschreckend.
Ich hab auch letzten Mai mit Madame Moneypenny angefangen und bin sehr dankebar für den Tipp Major! Ich glaub, ich bin nämlich durch dich darauf gekommen. Es war ein großartiger Gedankenanstoß, um mich endlich mit meinen Finanzen zu beschäftigen aber auch für Gedankenanstöße im Bereich “Was ist meine Arbeitskraft wert” und “Frauen im Arbeitsleben” und überhaupt Mindsetthemen. Wirklich großartig und bereichernd!
Nach der Lektüre von Madame Moneypenny und ein bisschen Finanztip (auf YouTube, ich finds ganz gut) und ein bisschen anderes Quergelese habe ich mir dann auch ein ETF Depot erstellt, das nun monatlich wächst und gedeit. Aktien direkt kaufe ich keine, da fehlt mir einfach die Diversifizierung.
Edit: und ja, es ist echt erschreckend, dass die allermeisten Finanzprodukte davon profitieren, dass ganz viele Leute keine Ahnung haben…
Uff, ich habe es heute geschafft, mir einen Beratungstermin bei der Verbraucherzentrale in Bezug auf Altersversorge/private Rentenversicherung zu machen. Mir fehlt da einfach noch der Durchblick. Auch wenn die Beratung Geld kostet, ist es mir das Wert, mehr Überblick zu erhalten und erstmal zu erfahren, was ich denn alles noch nicht weiß, um später die richtigen Fragen stellen zu können.
Das steht auch auf meiner Liste. Wenn ich nach dem Volontariat fest übernommen werden sollte, will ich auf jeden Fall mein Gehalt ordentlich verhandeln können und mich auch von Totschlägerargumenten nicht aufhalten lassen. Eine Kollegin erzählte mir nämlich, dass ihr im Bewerbungsgespräch nach dem Volo auf eine Festanstellung gar nicht die Möglichkeit eingeräumt wurde, ihr Gehalt zu verhandeln. Sie hat das dann einfach akzeptiert. Das habe ich definitiv nicht vor.
Beim Nachdenken über das eigene Mindset zu Geld, wie es bei Madame Moneypenny angeregt wird, sind mir auch meine negativen Einstellungen zu Geld aufgefallen (Reichtum ist ungerecht, ein einzelner Mensch sollte nicht zu viel Geld haben, Geld macht nicht glücklich etc.)
Dabei ist mir auch aufgefallen, dass wir ja doch gerne mal mit dem angegeben, was wir gekauft haben, aber eher nicht mit dem, was wir gespart oder verdient haben. Wieso eigentlich nicht? Wieso gibt’s einen Shopping-Angebe-Thread aber keinen Gespart/Verdient-Angebe-Thread? 
Also gebe ich jetzt mal an xD
Ich habe es diesen Monat schon geschafft, 67€ zusätzlich durch Verkäufe auf ebay Kleinanzeigen zu verdienen. Zudem bekomme ich zusätzlich zu meinen Gehalt einen Zuschlag in Höhe von 228€, weil ich mich besonders oft für Sonntagsdienste habe einteilen lassen. (Das ist keine zusätzliche Arbeitszeit, man bekommt dafür einen Ausgleichstag. Also mehr Geld für die gleiche Arbeitszeit.)
Meine Sparrate im Januar lag bei 26%, für den Februar plane ich 30% und bin schon auf einem guten Weg dorthin. Ab März bekomme ich zudem mehr Gehalt (2. Volo Jahr), sodass ich meine Sparrate weiter erhöhen möchte, 35-40% wäre gut.
Wie hoch sind eure Sparraten? Habt ihr eine Gehaltserhöhung bekommen? Habt ihr euch was dazu verdient? Angeben erwünscht :D Man hat schließlich was geleistet/erreicht, also darf man sich dafür auch gut fühlen.
Geldangeben ist tatsächlich eher verpönt. Aber die abstrakte Version versuche ich jetzt auch mal.
Letztes Jahr im Jan + Feb habe ich ca. 300€ mit eBay Kleinanzeigen gemacht.
Ich möchte damit auch wieder anfangen, aber gerade gehts mir wieder schlechter, deswegen besser nicht.
Meine Ausgaben sind ein bisschen verschleiert. Also ich führ ja Haushaltsbuch und die Sparrate ist in den Ausgaben mit drin. Ich war grad entsetzt “Waaas ich hab fast alles ausgegeben?!”
Meine Spar-Rate war letztes Jahr 50,4 %. Tuning selbstverständlich in den Ausgaben verbucht.
Vorletztes Jahr lässt sich nicht berechnen, da war die Spar-Rate wahrscheinlich negativ, weil ich mir ein Auto gekauft habe. Ich hab das mal ohne Auto berechnet, aber sinnvoll ist das nicht.
Ich habe eine Gehaltserhöhung erwirkt, die wurde seit letztem Monat auch schon gezahlt.
Mein MSCI World wurde von Comstage zu Lyxor umgeschrieben, das passierte automatisch.
Letztes Jahr hat mein Depot 340€ ausgeschüttet. Das Jahr davor 112€.
Das muss ich aber manuell wieder anlegen. Ab und an tu ich das auch, allerdings eher chaotisch. Zum Anfang ist die Ausschüttung ja auch eher psychologisch und soll vor allem die Inflation ausgleichen.
Bei mir sind jetzt endlich die Zeiten des festen Einkommens angebrochen, wenn auch erstmal “nur” Anwärterbezüge ( =Ausbildungsgehalt).
Aber damit kann ich endlich planen. Aktuell leb ich so sparsam wie es geht und schiebe den Rest, der am Monatsende übrig ist, auf ein Tagesgeldkonto. Gibt zwar keine Zinsen, ist aber sofort verfügbar, wenns dringend ist, aber aus dem Sinn im Tagesgeschäft.
Sollte ich nach der Ausbildung in meiner Heimat bleiben können, stehen schon ziemlich konkrete Pläne, ein Haus mit meinem Bruder ( und unseren jeweiligen Partnern) zu bauen. Er ist Bauingenieur, sitzt an der Quelle, ich werde dann hoffentlich irgendwann auf Lebenszeit verbeamtet.
Aktien sind mit als Geldanlage zu heikel, weil ich sie nicht verstehe, Lebensversicherungen bringen nix mehr, Wohnraum wird immer knapper. Private Altersvorsorge hat auch erstmal Zeit, da ich mit 30 Dienstjahren ganz okay’e Versorgungsbezüge erhalten kann.
Da der Finanzmarkt aber so schnelllebig und flexibel ist, werden wir in 5 Jahren nochmal schauen, was für Anlagekonzepte uns sonst noch zusagen. Ich möchte auf jeden Fall nicht draufzahlen müssen, weil ich zu viel Bargeldrücklagen habe und die Zinsen mies stehen.
Aktuell 200€ im Monat bei 1270€ Brutto Ausbildungsgehalt. Das schaffe ich so aber auch nur, weil ich die letzten Jahre mit SEHR wenig Geld klar kommen musste und keinen hohen Lebensstandard habe bzw mich mies fühle, wenn ich Geld ausgebe.
Gehaltserhöhung +25€ kommt im April. Wir haben als Anwärter 200€ Coronabonus bekommen, das ging direkt aufs Sparkonto. Gehaltsverhandlungen, aber auch Genderpaygap gibt es bei uns nicht. Das ist es mir wert, niemals so viel zu verdienen, wie in der freien Wirtschaft.
Mein Einkommen ist so um die 1200 € (Werkstudentengehalt + Kindergeld, Abzüge wie Krankenkasse nicht eingerechnet). Davon lege ich 200 € monatlich an und unregelmäßig investier ich noch nach in einzelne Aktien, wenn der Markt günstig steht.
Gehaltserhöhung hab ich dieses Jahr keine bekommen, ich investiere trotzdem seit einigen Jahren, aber die Sparrate stieg durch Corona an, weil sonstige Ausgaben wie Reisen oder Zugtickets für den Elternbesuch weggefallen sind. Bei Sparplänen kann man diese ja einfach anpassen.
Derzeit besteht mein Portfolio aus P2P (Bondora), ETF-Sparplänen und Einzelaktien. Einzelaktien kauf ich nur in Branchen, die ich gut kenne und die Entwicklungen abschätzen kann, nachdem ich mir aber eine kurze DD betrieben habe.
Ich plane alles jahrelang zu halten und rechne nicht mit Verkauf. Von kurzfristigem Trading halte ich nichts, dafür hab ich zu wenig Zeit. Außerdem kann man den Markt eh nicht vorhersehen, aber an die Unternehmen, in die ich investiere, glaube ich, dass diese in den nächsten Jahrzehnten noch existieren werden und weiter gut laufen. Und falls nicht, so hab ich genug andere Anteile, die das abfedern.
Bondora kann ich empfehlen. Damit hab ich überhaupt angefangen und hab das Konto seit Ende 2018 dort. Man bekommt täglich Zinsen ausgezahlt (6,75% p.a.) und falls man was abbuchen will, geht das auch ohne Probleme. Support erreicht man immer und selbst Corona haben die herausragend gemanaged. Es gibt zwar grad ein Investionslimit von Einzahlungen bis zu 400€/Monat, aber mich betrifft das nicht.
Das Geld wächst von selbst und irgendwann profitiert man vom Zinseszinseffekt und es wächst noch schneller. Wie Magie XD
Meine ETF & Aktien performen derzeit besser, aber Märkte können sich ändern. Der beste Tipp ist, schaut nie in euer Depot :D Ich hatte eine Aktie, die war beispielsweise ein halbes Jahr im Minus und jetzt ist die wieder stark im Plus, das wechselt ständig. Wenn man aber halten will, sollte man sich nicht beirren lassen. Keine Panikverkäufe, einfach abwarten.
Natürlich ist das viel langweiliger, weil man dann nicht bei so Geschichten wie GameStop mitmachen kann (bzw. nicht will), aber ich will investieren und kein Lotto spielen. Ist mir egal, ob ich über nacht reich werde oder es eben paar Jahrzehnte dauert.
Wenn man sich die Marktentwicklung über Jahrzehnte anschaut, werden langfristig auch Krisen überstanden. Deswegen einfach nicht beirren lassen.
Ich will als Rentner jedenfalls den gleichen Lebensstandard haben wie jetzt und das ist Motivation genug.
Tagesgeldkonto, Bausparvertrag, etc. habe ich nicht. Ich habe einiges angespart für den Fall der Fälle, was auf dem Girokonto rumliegt (Arbeitslosigkeit, etc.), womit ich paar Monate auskomme oder Kosten decken kann. Rest wird investiert. Ist irgendwie auch ein gutes Gefühl, wenn man so abgesichert ist, weil man einfach mal ohne schlechtes Gewissen ne große Ausgabe tätigen kann, weil man weiß, dass da noch genug anderes Geld vorhanden ist. Das war am Anfang als ich angefangen habe zu studieren anders, da ich grad mal 500 € auf dem Konto hatte und sonst auch kein Vermögen, da meine Eltern es nicht auf die Reihe bekommen haben, bisschen was für ihr Kind zurückzulegen, damit es nicht so viel arbeiten muss neben dem Studium.
Dementsprechend hab ich mir alles alleine durch harte Arbeit in den paar Jahren aufgebaut und das macht irgendwie stolz. Am Ende war der Fluch zu Beginn kein Bafög zu bekommen, wie alle anderen, dank den Eltern (die laut Amt genug Geld haben, aber die Realität dank Krediten anders aussieht), ein Segen, weil ich so recht viel arbeiten gehen konnte und somit auch verdienen und zurücklegen konnte, ohne Angst zu haben, dass ich Bafög zurückzahlen muss.
Ich muss aber sagen, dass mich mein Wirtschaftsinformatik-Studium für das Thema sehr sensibilisiert hab, weil ich dadurch ein recht gutes Verständnis über den Markt aufbauen konnte. Mehr aber auch nicht, weil Investment-Strategien und heiße Aktien-Tipps lernt man, wider Erwarten mancher Bekannten, an der Uni nicht :D
Ich muss gestehen, das alles mit dem anlegen und gar Aktien oder so ist für mich so völlig fern und ich hab das Gefühl, in dem Teil des erwachsen seins bin ich noch nicht angekommen… 
Vielleicht liegt es daran, das meine Mutter und ich nie einen sonderlich hohen standart an viele bereiche des Lebens hatten und ich glaube, sie hat sich mit sowas auch noch nie beschäftigt. Ist vielleicht also sozialisierung aber mich Interessiert es nicht wirklich, mein Geld irgendwie zu vermehren oder so, hauptsache ich habe ein paar Rücklagen für Notfälle.
Ich habe kein Monatlich feststehendes Gehalt, da das immer darauf ankommt wie viel ich gearbeitet habe / eingesetzt werde. Ich habe einen “Hauptjob” in einer Kneipe in der ich pro Abend bezahlt werde, da die Stunden auch dadurch variieren wie lange ich sauber mache da ich dann immer die letzte bin und zuschließe. Da bekomme ich 85€ pro Schicht und abzüglich versicherungskram und der Krankenkasse für die meine AG die hälfte übernimmt kommen ca. 67€ davon bei mir an. Bei normal 4-6 Diensten bekomme ich da also so 270-400€ im Monat.
Ich werde aktuell auch weiterhin regulär bezahlt, da ja nicht absehbar ist wann wir wieder öffnen dürfen und meine Chefin mir nicht kündigen will damit ich zum Amt gehen kann (was ich angeboten habe!) nur um mich dann vielleicht zwei Monate später wieder einzustellen. Dabei bekomme ich auch 6 Dienste bezahlt, mehr als ich eigentlich dringend benötige aber nein sage ich da natürlich auch nicht xD
Zusätzlich hab ich noch einen Minijob in einem Supermarkt der je nachdem wie viele wir aktuell sind und wie oft ich eingesetzt werde (ich gehöre meist zu denen die am meisten Schichten haben, da ich besonders aktuell völlig frei verfügbar bin) so im Durchschnitt 350-440€ abwirft.
Das ist dann für viele vielleicht nicht so viel aber für mich reicht es grundsätzlich. Mit ca. 400€ sind meine Grundausgaben für Miete, Handy und Monatskarte gedeckt und wenn es blöd kommt sind halt keine großen extra-ausgaben dabei aber ich kann alles nötige bezahlen ohne ins minus zu fallen (vorher könnte ich mir aber im Notfall auch immer Geld von meiner Mutter oder meinen Großeltern leihen)
Seit letztem Jahr führe ich auch ein Haushaltsbuch. Das hing vor allem damit zusammen, das ich von Freunden gefragt wurde, ob ich mich ihrer Reisegruppe für den Herbst nach Japan anschließen würde und ich zwecks des Sparens etwas mehr übersicht über meine Ausgaben haben wollte.
Da hatte ich aber auch einen ganz guten Start für, da ich knapp 700€ für die Arbeit auf dem Weihnachtsmarkt bekommen hatte.
Ich habe es tatsächlich geschafft jeden Monat mindestens 150€ zur Seite zu legen und hatte im Oktober, wo die Reise gewesen wäre, die geschätzten Grundreisekosten von 1000€ zusammen, darauf bin ich ziemlich stolz. 
Da nicht absehbar ist, wann wir denn nun fahren können, habe ich mir ein einfaches Sparkonto zugelegt um das Geld etwas separat von meinem normalen zu haben. Dann sammle ich immer ein paar Monate und überweise immer mal wieder teile auf dieses Konto.
Das ist dann für die Japan-Reise, vielleicht um meine beste Freundin in Japan zu besuchen (sie macht da ab diesem Herbst hoffentlich ihr Auslandssemester) und für nötige teurere Anschaffungen oder absolute Notfälle.
Zusätzlich sind 200€ auf meinem Konto dauerhaft geblockt, damit ich ein paar euro auch spontan zur Hand hab, vor allem gedacht wenn der Katze mal etwas passiert.
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Ansonsten spare ich aber kein weiteres Geld an. Ich bin ein eher spontan veranlagter Mensch und sehe aktuell mit 21 nicht wirklich nen Grund, mir über Rente oder anlegen gedanken zu machen (ich hab ne Krankenkasse, das ist mehr als mein Bruder hat XD)
Wenn ich mir ab und zu mal etwas Zeichenkram oder Manga kaufen kann ohne exakt nachrechnen zu müssen und mehr Geld aufs Sparkonto wandert, reicht mir das eigentlich schon weil viel mehr benötige ich eigentlich auch nicht. ^^
Ich muss aber auch sagen, das meine Anstellung in der Kneipe mir auch letztes Jahr im ersten Lockdown unheimlich viel innere und finanzielle Sicherheit gegeben hat. Ich bin wahnsinnig froh, das ich diese Arbeit die mir dort wirklich spaß macht, tolle Kollegen und zwei tolle Chefs, gefunden habe. Zwar strebe ich immer noch etwas in richtung Ausbildung an (muss halt rausfinden, was überhaupt) aber sofern machbar werde ich dort auf jeden fall bleiben, da diese Kneipe ein Glücksgriff ist den ich nicht so schnell noch mal finden dürfte. 
