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Eigene Stilfindung (?!)

Ich denke, dass man erst mit der Zeit einen eigenen Stil entwickelt, was aber nicht ausschlißet, dass es Wunderkinder gibt, die von Anfang an ihren eigenen, vielleicht sogar beeindruckenden Stil haben.
Da ich noch nie wirklich mehrere Monate oder sogar Jahre “durchgezeichnet” habe, sondern immer wieder ein bisschen, schauts bezüglich eigenem Stil bei mir gaaanz schlecht aus. ^^
Ich könnte mir auch vorstellen, dass einige von euch, die behaupten keinen zu haben sehr wohl einen eigenen Stil besitzen, es nur selbst nicht erkennen…aus welchem Grund auch immer :)

Liebe Grüße
-Ina

Also ich glaube, das man mit der Zeit auf jeden Fall einen eigenen Stil entwickelt, auch wenn man viel abzeichnet oder sich an der Arbeit anderer orientiert. Natürlich nicht im Sinne von “ich muss UNBEDINGT so zeichnen wie XY!”. Aber es schadet ja nicht, mal über den eigegen Tellerrand zu gucken und z.B. als Shonen-Fan mal Schojo oder einen realistischen Stil auszuprobieren ;)

Was mich angeht… Ich bin mir nicht wirklich sicher, ob ich schon einen eigenen Stil habe, ich glaube, dafür zeichne ich zu unregelmäßig xD Allerdings meinte eine Freundin vor kurzem, meine Bilder hätten schon einen typischen Charakter @_@ Vielleicht hat _Butterfly wirklich recht und man bemerkt seien eigegen Stil (zumindest am Anfang) gar nicht…

Ich glaube, der eigene Stil entwickelt sich von alleine.
Klar, er wird nicht unmaßgeblich von Vorbildern beeinflusst, aber egal wie man sich anstrengt, jemanden zu kopieren, der eigene Stil scheint irgendwie meistens durch, finde ich.
Wie meine Vorgänger schon sagten, es lohnt sich andere Dinge auszuprobieren, als nur eine Stilrichtung, denn das formt und kann einem unheimlich viel für den eigenen Stil bringen. :3 Aber das muss ich ja nicht nochmal wiederholen, wenn andere es schon erklärt haben. xD

Mir wird in letzter Zeit immer häufiger gesagt, dass mein Stil interessant wäre. Jch war mir bisher nichtmal bewusst, dass ich so etwas wie einen eigenen Stil bereits entwickelt haben könnte. Jahrelang habe ich mir Mühe gegeben und versucht einen eigenen Stil zu bekommen und jetzt, wo ich es vor gut einem jahr aufgegeben habe und mich einfach in Experimente und Spaßkritzeleien vertieft habe, kommen mir Leute mit “dein Stil”. :D Verrückte Welt.
Aber es freut mich sehr. Obwohl ich finde, es ändert sich zu viel, um schon als Stil bezeichnet zu werden.
Das wäre aber wieder die Frage, ab wann etwas ein Stil ist.
Es ist alles so verwirrend!

Naja, aber all das hat mich gelehrt, dass es nicht gut ist, zu verbissen einen Stil entwickeln zu wollen. Spaß zu haben und Dinge auszuprobieren, Sachen malen, die man nie gemalt hat, Medien testen, die man noch nie hatte, gehört alles dazu und bringt einen schneller voran, als der blanke Stress, den man sich selbst bereitet. :3

Ich hab eigentlich nie darauf geachtet einen gewissen Stil einzuhalten und dachte oft, dass ich gar keinen hab. Aber mittlerweile kann ich in meinen Zeichnungen Dinge erkennen, die meinen Stil repräsentieren. Kommt eben bei mir auch auf das Material an.

Bei Buntstiften

  • ich verwende so gut wie nie Outlines und viele Farbverläufe bzw. viele verschiedene Farbabstufungen
  • ich mag Details

Bleistift

  • Möglichst photorealistisch (jedenfalls versuch ichs…)

Copics

  • Noch kein Plan, einfach drauf los, aber ebenso Farbverläufe, also möglichs nichts einfarbiges

Manche Bilder von anderen erkenne ich mittlerweile am Stil, bei vielen fällt mir das aber noch sehr schwer, vor allem im Manga-bereich, weil sich in meinen Augen alles so ähnlich sieht…

Ich denke auch, dass der eigene Stil etwas ist, worüber man sich nicht zu viele Gedanken machen sollte. Das ist natürlich leicht gesagt…

Mir hat man inzwischen auch was von “meinem Stil” erzählt, obwohl ich den als solchen kaum erkennen kann. Wahrscheinlich ist es einfach die Gesamtausstrahlung. Wie es Kageko schon gesagt hat, der Zeichenstil ist auch nicht anders als ein Kleidungsstil oder die Handschrift. Und meine Handschrift ist auch echt unregelmäßig und wird von Leuten, die mich gut kennen, trotzdem sofort erkannt.
Das hat sicher alles einen bestimmten Charakter, den man selbst nicht unbedingt sieht. Was das Schreiben angeht, ist das auch so.

Für mich ist es wichtig, einfach Dinge auszuprobieren. Sich nur an einem Vorbild zu orientieren und genauso zeichnen zu wollen, halte ich für nicht besonders ratsam - und genau so wird es eh nie.
Häufig passiert das auch unbewusst, dass man etwas sieht, was einem gefällt und das für’s nächste Bild übernimmt, wenn auch in abgewandelter Form.

Aber egal, was die Einflussfaktoren sind… irgendwo hat ja jeder seinen persönlichen Charakter, seine Einstellung und Meinung… und das zeigt sich auch. Ich meine, das ist es doch irgendwo, was Kunst ausmacht. Und wenn man seinen Charakter nicht von heute auf morgen komplett ändert (was ich für unwahrscheinlich halte), kommt es so zu einer individuellen Note.
Das geht natürlich nur, wenn man sich nicht an besagtem Vorbild festklammert und z.B. den Zeichenstil der Lieblingsmangaka analysiert und kopiert. Also, wenn man das immer macht.

Ich zeichne erst eineinhalb Jahre, weswegen ich von mir noch nicht wirklich behaupte, dass ich meinen ganz eigenen Stil schon gefunden habe. Ich denke, dass es einfach Zeit braucht, bis man den gefunden hat. Ich probiere einfach immer was neues aus und wenn mir das gefällt behalte ich es bis ich wieder etwas besseres gefunden habe und dann, irgendwann, kann man dann aufatmen und sagen, dass man es geschafft hat, dass mein seinen eigenen Stil gefunden hat.
Natürlich lasse ich mich auch mal von anderen Zeichner inspirieren und versuche Elemente in abgewandelter Form nach Vorlagen zu zeichnen.
Ich denke, dass man da nicht viel nachdenken braucht. Einfach schauen, was einem gefällt und mit jedem weiteren Bild verinnerlicht man das dann immer mehr.

Also bei mir ist das so: Ich denke schon oder bilde mir ein einen eigenen Stil zu haben. Meiner Meinung nach ist sowas aber niemals endgültig - man lernt ja nie aus.

Im allgemeinen läuft das so, dass ich Zeichner finde deren Bilder mir gut gefallen. Dann versuche ich den Stil nachzuahmen. Und nach ein paar Übungen oder auch KaKAO-Karten kann man dann anfangen einzelne Elemente in den eigenen Stil zu integrieren oder wenn man noch keinen Stil hat versucht man Elemente anderer Stile zu integrieren die einem gut gefallen.

Man muss eben ausprobieren und experimentieren. Je mehr Stile man testet umso besser, das schult Hand und Auge.
Und erweitert das eigen Repertoire.

:wiiii:

So das war mein Senf zu dem Thema… lol

Ich belebe das ganze hier mal wieder …

Ich hab momentan ein Problem und zwar bin ich mit meinem Stil gar nicht mehr zufrieden .. Also so absolut nicht mehr :/ ich weiß aber auch nicht was ich anders machen möchte bzw wie ich es machen möchte :/ Tipps anyone? ..

Knifflige Frage - um diese zu beantworten müsste man vielleicht erst mal wissen, was genau an deinem Stil dir nicht mehr gefällt? Welcher gefällt dir denn gut bzw. was ist dein Ziel. Realistischer, comichafter, abstrakter …

Ob du vielleicht einfach nur eine Weile ne “Auszeit” davon nehmen solltest und was ganz anderes zeichnen oder malen - also mal große Bilder, vielleicht sogar auf Leinwand, einfach auf was du Lust hast ohne Vorzeichnung.Rumpantschen. ^^ Und wenn du das eine Weile gemacht hast, bekommst du vielleicht einen anderen Blick auf deinen aktuellen Stil.

Das Problem ist das mir so gut wie nichts mehr an meinem Stil gefällt, die Augen, der Körperbau, die Haare… Alles in allem mag ich es irgendwie realistischer haben aber trotzdem auch irgendwie comichaft .. Kompliziert sowas ..

Ich finds persönlich schwierig, bei “alles ist Mist” (überspitzt gesagt ;)) einen Punkt zum Anfangen zu finden.

Vielleicht wirklich mal eine Weile was ganz anderes zeichnen/malen. Wie es aussieht, geht’s dir ja wohl nur um die menschlichen Motive, oder? Versuchs mir Stilleben oder Landschaften oder Blumen oder Tiere oder oder oder.

Ich würde mir mal ein Teil dessen vornehmen, was ich ändern will. Zum Beispiel Augen. Und einfach mal drauf los kritzeln und verschiedenen Augenformen zeichnen. Ich hab letztens so viele einzelne, sinnlos auf dem Papier rumfliegende Lippen gezeichnet und auf einmal merkte ich: “Hey, so und so sehen die gut aus, das mach ich jetzt immer so!”

Für den Körperbau vielleicht einfach mal Referenzen nehmen und nur die Körper abzeichnen? zB mit Hilfe von Posemaniacs?

Es muss ja nicht immer alles ein “richtiges” Bild werden oder eine KaKAO. Es ist sehr befriedigend, wenn man was, was Mist aussieht, einfach mal zerknüllen und wegwerfen kann und es nicht dauernd “vor Augen” haben zu müssen, wenn es in irgendeiner Galerie hochgeladen ist.

Das ist ne gute simple Idee auf die ich selber gar nicht gekommen bin xD

Ja ich glaub so mach ich das mal ^^
Danke, dass hilft mir auf jeden Fall schon mal einen Anfang zu finden :)

Semi-Realismus? Schwer, da wollt ich auch mal hin und jetzt bin ich wieder bei niedlichen Mädchen mit Kindchenschema.

Wie Hopes sagt, evtl ist es sinnvoll einzelne Elemente isoliert zu üben und zu kombinieren.

Allerdings, und sei jetzt bitte nicht böse, klingt es, wenn man weiß, dass du schon lange mit dir, deinem Stil und der Resonanz darauf haderst, wirklich eher so, als bräuchtest du Abstand.
Hatte jeder schon mal und mir half striktes Zeichenverbot (unterstützt davon, dass ich bei der Familie meines Verlobten war, 400km weg von meinem Zeug).
Ablenkung, Abwechslung. Sich drauf zu verkrampfen wirds dir nur noch madiger machen.

Und wenn du dann wieder anfängst, mach Übungen. Such dir Fotos von Menschen, deren Posen/Gesichter dir gefallen, druck sie dir s/w aus und versuche sie nachzuempfinden (Buntstifte^^). Erst die Kòrperachsen, dann die verschiedenen Körpervolumina, dann die Umrisslinien - das gibt dir ein besseres Gefühl für die Proportionen. Die Übung mag stumpf erscheinen, hat mir im Kunst-LK damals viel gebracht. Dasselbe kannst du auch mit Gesichtern machen.
Und wenn du dich sicher fühlst, kannst du anfangen, zu variieren, zu abstrahieren.
Man muss das auch nicht bis zum Umfallen machen, aber es hilft bzw half mir ungemein, einige Dinge besser zu verstehen.

Wieso sollte ich dir wegen einem Tipp böse sein ò.o

Vllt bringt eine Auszeit oder mal was ganz anderes zeichnen ja wirklich was. Da ich jetzt anfange zu studieren ist das Vllt auch genau die richtige Zeit für eine Auszeit (auch wenn ich noch 2 STA karten fertig machen muss, aber da hab ich ja schon länger skizzen fertig ^^)

Auch das mit den Übungen wenn ich wieder anfange Menschen zu zeichnen werd ich mir mal abspeichern :)

Was vielleicht interessant sein könnte, wären “speedpaints” ich hab sie mal digital gemacht, lassen sich aber auch super für Zeichnungen anwenden.

Dazu nimmst du dir Handy mit Stopuhr und suchst ein Referenzbild,… dann gibts du dir eine Zeit vor,… sagen wir 30 min,… und in diesen 30 min versuchst du as bild so Detailreich wie möglich abzuzeichnen.

Man kann dabei super neue Techniken probieren und automatisch neueren Stil entwickeln. Klar ist es anfangs mehr “abmalen” aber man entwickelt da ja Gefühl und kann es dann für anderes verwenden :) Man bekommt vorallem ein Auge für besondere Perspektiven und Anatomie. Es gab da auch mal so Seiten, wo man Zeit und Motivwunsch einstellen konnte und dann sprang die Webseite immer automatisch nach der Zeit weiter zum nächsten Bild :) Hab die Adresse aber nicht hier, werd die bei Interesse nochmal suchen und reinsetzen

@elessar: Danke, du meinst bestimmt Posemaniacs oder? Damit üb ich schon immer ^^
Aber das hat mir bei der Stilfrage leider nicht geholfen damit zu üben :/ Klar für Anatomie ist es super und da brauch ich auch jede Menge Übung um meinen Stil zu entwickeln war es eher ungeeignet :/

hm ne,… ist was anderes was ich meine, das sind da einfach nur fotos von gegenständen, tieren, menschen usw. Das konnt man da mischen. Es warne halt ganz normale Bilder und nicht speziell für anatomie oder so ausgelegt.

Ansonsten find ich Stil-Frage ja immer nur Übungsfrage. hätte dann einfach immer was anderes ausprobiert, wie mal ohne outlines malen, keine vorskizzen, mal weniger schatten, mal starken schatten, viel kontrast, wenig kontrast XD probier mich auch so immer wieder mal durch.

Meinst du diese Seite?

http://artists.pixelovely.com/practice-tools/figure-drawing/

Ja, das ist eine davon :)

Und dann kenn ich noch eine wo man ne Zeit einstellen kann,… so das alle 15 min neues Bild kommt,… als Beispiel

Naja, je sicherer man mit den Basics ist umso leichter ist es, seinen Stil zu variieren und zu verändern.
Ist halt so.

Ich rutsche auch immer in meinen Stil zurück, egal was ich versuche, weil ich mich mit dem eben am sichersten fühle, da ich immernoch Defizite mit der Anatomie habe.
Und solang man eben nicht sicher ist wird man immer in die selben Fehler fallen, die gleichen Grundbausteine nutzen und sich am komfortabelsten fühlen mit dem was man kennt und was man bereits seit Jahren richtig oder falsch macht. Daher würde ich grad Posemaniacs oder andere Seiten/ Tutorials die einem die Grundlagen näher bringen nicht komplett ausschließen und sagen, dass sie einem nichts bringen.
Z.B. ist mir aufgefallen, dass du dazu neigst, die Arme zu kurz zu machen, da kann häufiges Üben der verschiedenen Armstellungen schon helfen und dann ergibt sich am Ende auch ein ganz anderes Gesamtbild bei deinen Bildern.