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Deutsche Mangas => Zukunft?

hmm… Naja, ich finde schon, dass du recht hast. :o eine Abnnahme waere mir jetzt auch nicht unbedingt aufgefallen. Ich wwohne zwar in oesterreich, aber so abgekapselt bin ich nun auch nicht wirklich. Wenn ich oesterreich so mit deutschland vergleiche, finde ich beu euch ohnehin viiiiel mehr anime- und manga-fans, ich denke ja zB auch, dass es daran liegt, dass iin deutschland viel mehr events stattfinden, wo man ‘anhaenger’ finden kann xD bei uns in oesterreich gibt es kaum cosplayer, die genug mumm haben, das outfit oeffentlich zu tragen, da es bei uns fast keine veraanstaltungen gibt. :/ (zumindest waeren mir keine groeßeren aufgefallen, die es hier und dort in oesterreich gibt. :o)
aber genug davon, ich glaube ich schweife ab ^^’’>

zu den animes: da kann ich nur zustimmen. Wenn ich mir zB rtl2 von frueher mit dem rtl2 von heute vergleiche, dann hat die ausstrahlung deutlich abgenommen. Und auch die anime-dvd’s die’s auf deutsch in den laeden zu kaufen gibt, haben nicht nur von der auswahlbreite abgenommen, sondern auch preislich absolut voll ueberteuert zugenommen.
ich weiß niccht,wie sicher ich mir mit dieser meinung sein kann, da es nur wenige gibt, die mir in der hinsicht mit den dvd’s zustimmen koennen. :o und das mit rtl2 war ja auch nur ein kleines beispiel ^^’’

Meiner Meinung nach, hat der Beruf Mangaka in Deutschland keine Chancen. Selbst in Japan haben nur die wenigsten Erfolg, geschweigedenn können von diesem Beruf leben. Hierzulande gibt es eh nur einen Bruchteil der Manga, die es in Japan gibt. Ich glaube, ich habe mal von 1 oder 2 deutschen Manga gehört, mehr aber auch nicht :/

[/quote]

Naja, in japan gibt es ja ganz andere prioritaeten, kulturen usw… Das kann man mit uns gar nicht vergleichen. ;) klar, dass es ddort mehr gibt, immerhin ist es jaauch das herkunftsland. :o
aber ich haba uch nur ganz wenig von richtig deutschen mangas gehoert >.<
einen davon hab ich mir gekauft… Die sind gar nicht mal so schlecht, finde ich ^^
allerdings ist es tatsaechlich, wie du schon sagtest, so, dass man wirklich kaum davon leben kann, undd um ehrlich zu sein, finde ich das sehr schade :o

Also mal zu den deutschen Mangaka:

Natürlich kann man nicht davon leben und ich denke auch nicht, dass man es in naher Zukunft irgendwann mal können wird.
Allerdings bin ich der Ansicht, dass es durchaus ein paar richtig geniale, deutsche Manga gibt (nur das die meisten davon leider nicht in Buch- oder Comicläden stehen).
Beispiele von meiner Seite (was ICH persönlich ziemlich gut finde):
Orcus Star von Gina Wetzel (Einzelband)
Grablicht von Daniela “FuXx” Winkler (zwei Bände erschienen, dritter in Vorbereitung)
Personal Paradise von Melanie Schober (dürfte mittlerweile 5 Bände geben)

Die aufgezählte finde ich zB echt gut, es gibt sicher noch mehr, aber man muss gut suchen, da sie eben kaum in irgendwelchen Regalen stehen (was ich persönlich sehr schade finde…)

Zum Thema “Abnahme”:

Das kommt mir LEIDER irgendwie bekannt vor ;(
Früher war die Mangaabteilung in unserem örtlichen Thalia noch recht üppig. Da gab es 2 Drehständer und ein Regal. Irgendwann gab es nur noch ein Regal. Und jetzt gibt es 1 Drehständer und das vorherige Regal wir überwiegend von Comics wie Asterix und Obelix oder Tim und Struppi etc.
Manche Manga sind gänzlich aus der Auswahl verschwunden :( Nana zum Beispiel ist dort nicht mehr aufzufinden…jaaaa…also zumindest vor Ort merke ich das .__.’
Natürlich sind aber alle Bücher noch über die Onlinebestellung zu erhalten ^^ Aber so ein mulmiges Gefühl hatte ich da zeitweise auch schon…

Was mir in letzter Zeit vermehrt aufgefallen ist:
Richtig gute (deutsche) Mangaka scheinen Probleme zu haben, ihre Manga in die Regale zu bekommen. Sei es wie bei “Grablicht”, weil es Probleme mit dem Verlag gab oder bei anderen (die ich zB auf Animexx aktiv verfolge), deren Mangas es nur in speziellen Online-Shops zu kaufen gibt. Und so Leid es mir tut, die einzigen Online-Shops denen ich vertraue sind nun mal Amazon und Ebay, aber dort bekommt man besagt Manga nicht -.-

Andere (ebenfalls deutsche) Mangaka hingegen, die weder gut zeichnen, noch eine gute Story schreiben können, finde ich immer wieder in Comic-Läden vor… Erst vor kurzem habe ich in unserer örtlichen Bibliothek einen Manga von einem deutschen Zeichner gefunden, dessen Stil ich wirklich super finde, aber der Manga hatte meiner Meinung nach kaum bis keine Story. Wird aber ordentlich gedruckt (so wie es im Comic-Laden meines Vertrauens aussah).

Sowas gibts leider in Deutschland (vermutlich aber auch andernorts) nicht nur bei Manga. Auch in Sachen Romane werden aus ungeklärten Gründen immer mehr wirklich schlechte - stilistisch plump, inhaltlich stupide und wiedergekäut - Geschichten veröffentlich, bei denen man sich manchmal fragt, wie um Gottes Willen es dazu kommen konnte. Scheint das gleiche Phänomen zu sein :/

Mir scheint das nicht so unerklärlich…leider…
Die Leute wollen einfach Geld verdienen und sowohl im Manga als auch in allen anderen Bereichen gilt: Es wird veröffentlicht, was sich gut verkauft.
Im Falle der Mangasparte sind das momentan (so scheints mir zumindest) Lovestories die sich an 12-15 Jährige richten und nach Möglichkeit nicht viel Tiefgang haben und schnell beendet sind. Genommen werden dann natürlich auch Zeichner, die auch nur annähernd das aufweisen, was sonst auch gekauft wird. Sprich: Malt man große Augen im Shojostil (und zum Teil scheints mir, dass auch zu viel Rasterfolie modern scheint… Kann aber auch an mir liegen und ich pick das falsce raus) und hat dann auch noch eine Story im Ärmel die schon mal (ähnlich) funktioniert hat, dann hat mans eigentlich schon im Sack.
Bei Büchern dürfte es wohl so ziemlich das gleiche sein. Kaum einer hat heute noch Lust sich durch lange Sätze zu lesen, die dann möglicherweise auch noch Wörter enthalten, die nicht ihrem aktuellen Wortschatz entsprechen.
Anders kann ich mir beides nicht erklären. Das muss am Geld liegen, denn an der Quali bestimmt nicht.

Im übrigen kann ich SaPhir mit ihren Manga"emfehlungen" ziemlich Recht geben. Das sind auch die einzigen, die mir positiv im Gedächtnis geblieben sind (aber zugegebenermaßen auch schwer zufinden).

Also ich selbst habe in meinem Regal eigentlich überwiegend japanische Mangas liegen, aber ich sortiere nicht danach aus,
ich habe auch schon einge von deutschen Mangakas gelesen, Judith Park ist mir als begabte Mangaka im Gedächtnis geblieben, die Zeichnungen sind wunderschön aber Storymäßig konnt es mich nicht ganz überzeugen und das war meistens das Probs bei den deutschen Mangas, die Story hat mich enfach nie gefesselt

Also ich denke eine Zukunft ist schon da, denn zeichnerisches Potential ist vorhanden, ob es sich allerdings langfristig halten kann, weiß ich nicht,

denn die “jugend- und kindertrends sehr extrem kurzlebig”
es gab diese Yu gi Oh, Beyblade-zeit in der wirklch jedes kind total begeistert von animes und mangas war aber ich habe auch das gefühl, diese Anfangseuphorie ist schon etwas verflogen, jetzt ist es eben mal nur wieder der “harte Kern” der wirklich noch interesse daran hat, oder eben schon vor dieser Euphorie interesse daran hatte, so wie die meisten die hier so herumwuseln, die mit Sailor moon beispielsweise groß geworden sind.

Ich stand den ersten deutschen Manga, von denen ich gehört habe (Judith Park und Nina Werner) sehr skeptisch gegenüber. Das war für mich genauso, wie für andere Cinema Bizarre (na kennt die noch jemand? xD). PSEUDO.
Inzwischen denke ich ganz anders. Ich meine…es sind ja auch nichts weiter als FANS, die es irgendwie geschafft haben, ihren Traum zu verwirklichen. Sei es nun einen Manga zu zeichnen oder ein STÜCK (Betonung bitte auf STÜCK x’D) Visual Kei auf den deutschen Markt zu bringen.

Ich mag den Manga von Nina Werner (leider ist mir der Name entfallen O__O Da gehts um ein Mädchen und noch ein Mädchen und um 2 Jungs und noch ein Mädchen und um eine “Hexe”…ich will nicht spoilern xD), kanns grad nicht im Regal nachgucken, weil ich nicht zu Hause bin -.-
Aber ich mag die Story und auch die Zeichnungen echt gerne ^^ Ich meine…es fehlt irgendwo dieser gewisse Flair, den japanische Manga ausstrahlen, aber dennoch sind sie nicht zu verachten. Und wenn ich die Dojinshi auf Animexx sehe…da sind ein paar dabei, da bin ich echt schon Fan von x//D
Und immer mehr von den Zeichnern hören auf, ihre Werke auf Mexx zu veröffentlichen, weil sie unter Vertrag genommen werden. Aber ja, man sieht leider nicht so viel davon im Endeffekt. Ich glaube, ich würde ausrasten, wenn ich mal im Geschäft einen Manga in den Händen halten würde, den ich vor ein paar Monaten noch auf Animexx gelesen habe und mit dessen Zeichner ich dann vllt sogar noch GB Einträge getauscht hätte xD groupy

Ich muss sagen, ich habe schon ziemlich viele Manga von deutschen Zeichnern im Regal stehen. Da ich selbst auch zeichnerische Ambitionen habe, finde ich es immer interessant, zu gucken, auf welchem Niveau denn andere so sind.

Und ja, natürlich gibt es bessere und schlechtere Manga. Gerade bei den Serien, die in der Daisuki veröffentlicht wurden, war viel Schlechtes dabei. Der einzige Manga, den ich da bisher richtig gut fand, war “Idol” von Stella Brandner. Der Stil war zwar noch ein bisschen unausgereift, aber sie konnte super erzählen, es war lustig und die Zeichnungen haben mit viel SD und Soundwörtern einfach gepasst.
Viele andere der Daisuki-Veröffentlichungen war für mich nicht so gut. Es gab welche, die sahen gut aus, hatten aber in meinen Augen keine richtig gute Story, weil die meisten Stories für fünf Bände entweder zu kurz oder zu lang waren.

Aber ich habe schon wirklich vieles gelesen, das ich gut fand, gerade weil es nicht so stark in Richtung Manga ging. Ich mag es, wenn deutsche Zeichner ihr eigenes Ding machen und nicht versuchen, irgendeinen japanischen Stil nachzuahmen. Ich mag es auch sehr, wenn Stories nicht in Japan oder irgendwelchen Fantasiewelten, sondern direkt in Deutschland spielen (was leider noch zu selten ist). Da kann man sich viel besser mit identifizieren und ich finde es gut, dass es bei den meisten deutschen Zeichnern eben auch möglich ist, denen über Animexx o.Ä. seine Meinung zu deren Werken zu übermitteln oder auf Messen Autogramme zu bekommen.
Klar kommen auf Messen auch japanische Zeichner, aber mit denen kann man dann entweder eh nicht reden (fehlende Japanischkenntnisse) oder sie werden so belagert, dass man kaum an sie rankommt.

Also, ich habe das Gefühl, das (wenige), was in letzter Zeit auf den deutschen Markt kommt, ist gut. Ne Zeit lang haben die Verlage auch mittelmäßigen Zeichnern Chancen gegeben in der Hoffnung, dass die mal besser werden, aber ich habe den Eindruck, dass gerade das bei vielen Leuten den Eindruck verfestigt hat, dass es keine guten deutschen Manga gibt.
In letzter Zeit kommt definitiv weniger als früher (in der Zeit so um 2003 gab es recht viel, hatte ich den Eindruck), aber dafür dann auch Sachen, bei denen wirklich darauf geachtet wird, dass es keine schlechten Sachen sind.

Auch was Genre angeht, wird es ja breiter. Tokyopop bringt dieses Jahr Rotkäppchen (wenn ihr mich fragt ne Mischung aus Action, Hentai und Horror) und 78 Tage auf der Straße des Hasses (Action, wenn auch ziemlich blutig-markaber) von David Füleki raus, Nightmare Hunter Nemo von Martin Geier (wird denke ich ein typischer Shonen-Manga, was auf dem deutschen Markt ja bisher kaum vertreten ist / war) oder auch Alpha Girl von Inga Steinmetz (Erotik).

Also, wer da noch ankommt und meint, es wäre alles nur Shojo für 13-Jährige und Shonen-Ai, sollte sich vielleicht noch mal genauer umgucken ;)

Also mir ist es egal, woher der Manga kommt. Hab allerdings auch schon festgestellt, dass ich mit manchen Mangas aus anderen Kulturen nichts anfangen kann, weil darin Dinge vorkommen die ich unlogisch /sinnlos finde. Es sind eben andere Dinge, die man als deutscher nicht ohne Nachforschungen verstehen kann. Aber wie gesagt, wenn ich mir einen Comic oder Manga kaufe, dann schau ich nie darauf woher der kommt.
Und dass ich mir einen kaufe kommt sehr selten vor. Mich interessieren die Graphik Novels, die da immer so schön im Regal stehen, aber die sind alle mit Folie umwickelt, damit man nicht reinschauen kann :-(
Mir muss der Zeichnestil zusagen (bei mir eher realistisch) und die Story (für mich gesehen sehr unrealistisch eine zu finden, die mir gefällt)

Wenn ich in einen Buchladen / Zeitschriftenladen rein gehe finde ich:
Dragonball (alle gelesen und gesehen)
One Piece (sehe ich den Anime)
Undefinierbares Schulzeugs / Liebeszeugs / Stories ohne Hintergrund, was mich fast nie interessiert

Super, dass beide erstgenannteren noch da sind. Aber sonnst kommt einfach nichts neues. Jedenfalls finde ich nichts. Also wirklich neues, keine zum hundertsten mal wieder gekaute Geschichte. Wo sind die neuen Geschichten? Abgelehnt? Oder vielleicht einfach nur abgelehnt vom Laden und einfach nicht in den Regalen und doch existierend? Ich weiß es nicht, ich bekomme nicht mit, wenn ein Verlag oder ein Laden eine gute Geschichte ablehnt. Werden die überhaupt noch geschrieben?

Auch wegen der Fortsetzungen, ich habe durchaus Bedenken meine Story bei einem Verlag einzureichen, einfach weil ich Angst hab, die wird irgendwann abgesetzt und das Ende wird nie erscheinen. War bei meiner Lieblingsserie so ähnlich (da wurde der Hauptstoryschreiber gefeuert und ersetzt, das war so offensichtlich ab welcher Folge der nicht mehr mitgeschrieben hat und das Ende war so mies, dabei hatte der Hauptstoryschreiber so ein tolles geplant, ich kenne die Originalstory wie sie geplant war und wie sie letztendlich leider erschienen ist…)
Aber auch die Entscheidungen von den Autoren. Alles wird vom Verlage zwangs-abgenommen. Bitte belehrt mich eines Besseren, aber dürfen Autoren den Titel noch selbst bestimmen? Das Cover? Das Buchlogo? Wenn ich eine Story schreibe und solche wichtigen Dinge würden mir „weggenommen“, das könnte ich nicht hinnehmen. Storyänderungen ala „Das können wir so nicht drucken, erst wenn du das und das änderst.“ Wenn die Änderungen aber schlecht sind und vom Autor nicht gewollt? Ein weiterer Grund warum vielleicht gute Storys gar nicht erst zu einem Verlag kommen?

Selbst wenn man einige Zeit in Japan verbracht hat und sich einiges angewohnt hat (Schuhe im Flur ausziehen, mit Stäbchen essen usw.) bleibt man immer noch ein Deutscher.

Dazu muss ich kurz meinen Senf geben ^_^ Auf meiner Grundschule (eine deutsche) musste man auch die Schuhe im Flur ausziehen, mit denen durfte man nicht ins Klassenzimmer und wenn ich heute in Deutschland beim Chinesen was kaufe, gibt mir der auch Stäbchen und ich esse damit. Ich finde das normal. Muss dazu sagen, ich hab keine Ahnung was typisch japanisch ist und was nicht, da ich eigentlich sehr wenig über diese Kultur weiß.

Zu den Deutschen Verlagen noch was. Ein Autor / Zeichner bekommt grad mal zwischen 5-10 % vom Verkauf, wenn überhaupt. (Manche verlangen ja schon was dafür…) Ich denke das ist einer der Hauptgründe, warum in Deutschland die Zukunft der Mangas oder überhaupt als Autor nicht so gut aussieht. Weiß aber auch nicht wie das im Ausland ist. Bekommen da die Erschaffer der Geschichte auch so wenig? Ich finde es eine Frechheit, wie sie hier teilweiße ausgebeutet werden.

Und zur angespochenen Qualität: Ich denke ein Grund, warum die so schlecht ist, auch bei Büchern, ist dass man eben als Erschaffer der Geschichte zu wenig Geld bekommt. Man muss mehr schreiben in kürzerer Zeit, damit man davon leben kann. Ein Autor darf sich nicht mehr drei Jahre Zeit lassen für ein Buch, um zu überleben müsste er schon mindestens 3 pro Jahr rausbringen. Weniger Zeit, weniger Ausarbeitung, schnelleres Arbeiten, das führt zu Kompromissen, weil keine Zeit zum Umschreiben von unlogischen Stellen oder Ausbessern von Fehlern da ist. Das führt letztenendes alles zu weniger Qualität…

@Sockenzombie
Das Problem in der Medienwelt ist nicht nur, dass es (zu) wenig Geld gibt, sondern dass die Konkurrenz und das Angebot zu groß ist. In der Regel bleibt dir, Geld mal außen vor, gar nicht die Zeit, dich lange mit etwas zu beschäftigen. Wenn du binnen weniger Monate nicht etwas Neues auf den Markt geworfen hast, hat sich die Hälfte deiner Leserschaft schon wieder umorientiert.

Die Sache mit dem Buchtitel und dem Cover lässt sich bis zu einem gewissen Grad im Voraus mit dem Verlag absprechen und gff. auch vertraglich festlegen. Auf der anderen Seite sind Cover, Titel, Logo wichtige Marketingwerkzeuge, weil das die Kunden in erster Linie lockt und einen Wiedererkennungswert im Buchregal hat. Wenn ein Verlag da nicht weiß, dass deine Ideen gut ankommen, wird er dir eher weniger Freiheiten lassen. Er ist ja kein Wohlfahrtsverein, sondern will/muss auch Geld verdienen.
Da muss man sich als Zeicher auch irgendwo einschätzen können: Entweder man nimmt sich selbst mal ein bisschen zurück und geht auf den Verlag (= Investor) zu, oder man dreht sein eigenes Ding auf eigene Kosten.

Ich selbst kaufe keine Mangas mehr, weil ich schon seit Jahren nichts mehr gefunden habe, was mich von der Geschichte her ansprechen würde. Geschichten für Erwachsene, die nichts mit Hentai oder Fantasy-Action-Metzelmord halbnacktem “Bishônen” zu tun haben. Und von den Zeichnungen her zielen unsere einheimischen Manga-Zeichner auch eher auf ein Publikum U14, die Shôta-Generation oder allseitsbeliebten Fäkalhumor ab.
Mal so einen richtig netten Krimi/Thriller sucht man hier vergebens… Ich lese auch gerne nette Fantasy-Geschichten, aber mich nervt es, dass die Standard-Schemen nie durchbrochen werden und immer dieselben Reißbrett-Charaktere erscheinen. Also weitgehend überraschungslos sind.

Ich hoffe ja immer noch, dass mal ein Deutscher (oder Deutschsprachiger) einen guten Onlinecomic im Mangastil zeichnen würde. Da würde ich lieber zwischendurch mal ein paar Cent/Euro spenden, wenn’s mir gefällt, anstatt in den Buchladen rennen und ein Mainstream-Produkt kaufen zu müssen, um irgendwelchen Verlagen zu signalisieren, dass Interesse an deutschen Produkten besteht.

Ich denke, dass es sich auf jeden Fall lohnt, Mangaka zu werden, oder zumindest welche zu zeichnen,weil man ja dann die Chance hat es zu verbreiten. Wenn es hier keiner machen würde, dann wären Mangas &Co ja auch total unbekannt.

Ich muss zugeben, dass ich mit Mangas nicht sehr viel anfangen kann.

Daran kann ich mich auch noch erinnern. Ist zwar schon ein paar Jahre her, aber den mochte ich. Obwohl ich zu der Zeit aber wirklich alles gelesen hab, was es so gab, vielleicht würde ich da inzwischen auch die Augen verdrehen… weiß nicht. Mit 14 war ich auch von der Personal Paradise - Reihe von Melanie Schober ziemlich begeistert…

Ich hab mit 15 irgendwann aufgehört Mangas zu lesen, weil ich nichts mehr gefunden habe, was mich wirklich angesprochen hat. Irgendwann hat man das Gefühl, alles schon mal so ähnlich gesehen und gelesen zu haben und bei mir ist es auch eine Geldfrage. Mir passt das Geld-Lesezeit Verhältnis einfach nicht. Gut, die amerikanischen Graphic Novels sind teurer und ich lese da auch nicht ewig dran, aber da finde ich eher was, was mich optisch und storytechnisch überzeugt.

Jedenfalls denke ich, dass es keine realistische Vorstellung ist, in Deutschland als Mangaka seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Die Konkurrenz ist groß, es gibt einige Online-Comics, die so viel besser sind als die veröffentlichten Sachen, weil viele Verlage eben doch lieber so lange Änderungen vornehmen, bis sie ein Mainstream-Produkt vorliegen haben…
Ich sehe das wie Kageko - da unterstütze ich lieber nen guten Web-Comic.

Ich finde es etwas schade, dass die Mangaecken in Buchläden immer kleiner werden. Als das anfing und mal in meinen “Standard”-Thaliashop in Dresden gegangen bin (war ab und zu zum Gucken nach Neuem dort), war ich extrem schockiert, dass es nur noch ein kleines, verschiebbares Regal gab, dass mir vielleicht gerade so bis zum Kopf reichte!! Und als ich vor ein paar Tagen in einem anderen Thaliageschäft in Zwickau war, hatten sie nicht mal die letzten beiden Bände von Kuroshitsuji |-(
Dafür ist Hugendubels Ecke noch ansehnlich, zumindest die in Dresden ;) Dort hole ich jetzt auch immer meine Mangas (okay, momentan nur Kuroshitsuji XD)

Was deutsche Mangas betrifft muss ich ehrlich sagen, dass ich keinen einzigen kenne. Sie begegnen mir irgendwie nicht wirklich, ich weiß auch nicht wirklich warum!?

Ich bestelle meine Mangas immer online, weil es in meinen bisherigen Wohnorten noch nie Buchhandlungen gab die Mangas geführt haben XD. Vielleicht bestellen andere auch einfach nur vermehrt online und es gibt gar nicht weniger Serien auf dem Markt?
Mir sind bisher nur 2 deutsche Mangas unter die Nase gekommen und die waren beide schlecht. Ich mein, ich mag ja selbst von den japanischen Mangas nur sehr wenige. Da ist es unwahrscheinlich, dass ein deutscher Mangaka daher kommt und mich nun genau mit seiner Geschichte umhaut, wo es 10x so viele Japaner nicht geschafft haben (und die find ich um Einiges kreativer) =P,
Ich denke wer zuviel Freizeit hat kann aus Spaß an der Freude Mangas zeichnen. Nen regelmäßiges Einkommen damit zu erwirtschaften (dauerhaft) dürfte in Deutschland wohl ne Utopie sein.

Selbst in Berlin gibt es einige Buchläden, in denen die Mangaecken schrumpfen oder
gar ganz angeschfft wurden! Aber bei den Preisen kann ichs verstehen…
so weit ich es mitbekommen habe, kriegt man kein Mangaband mehr unter 6 €…
Ich kann und will es mir längst nicht mehr leisten, mir regelmässig Mangas zu holen
die Verlage haben schon ne macke irgendwo

also die meisten Mangas im Ladenregal, die von deutschen gezeichnet wurden,
gefallen mir überhaupt nicht. Die einzige, die mich beeindruckt, ist Christina Plaka.

6€ finde ich jetzt auch nicht viel, wenn man bedenkt, wie lange der Künstler daran gearbeitet hat. Wie lange sitzt ihr an einer Kakao, 5 Stunden? Das jetzt mal 200 oder mehr…
Wie viel bezahlt ihr für eine Kakao-Auflagenkarte? 2€? 3€? Ein Manga ist ja auch nichts anderes als eine 200-Seitige (oder wie viel auch immer die haben) Auflage, nur dass die einzelnen Seiten dünner sind als ne Karte und das meiste von dem Geld der Verlag bekommt.
6€ (höchstens 60cent davon für den Künstler) für ein Jahr Arbeit ist nichts.

Wenn die Qualität stimmt und es eine gute Story ist, geb ich gerne mehr dafür aus, auch mal 10€ oder 15€. Ich denke dass gute Zeichner durchaus gefragt sind, auch hier in Deutschland. Nur kann man nicht davon leben, wenn ein Verlag ablehnt den eigenen Manga zu drucken oder es sich um eine 0815 Story handelt, die niemand mehr lesen mag. Den Autoren und Zeichnern müsste einfach mehr Zeit gegeben werden und sie sollten mehr vom Geld bekommen, damit sie davon leben können, dann würden bestimmt wieder mehr deutsche Mangas verkauft werden, weil sie besser sind und mehr Leute sie lesen wollen.

wenn du das Geld hast…
Das meiste stecken sich doch die Verlage ein.
Wenn nan die zum Teil grottigen Übersetzungen miteinbezieht, finde ich schon, dass ein wenig übertrieben wird.

Das Thema wird sich ja wahrscheinlich bald erledigen. Die EU will ja Animes und Mangas verbieten, da die Anime/Manga-Figuren sehr kindlich aussehen und deshalb als Kinderpornos angesehen werden. Meiner Meinung nach ist das totaler Schwachsinn , die sollen sich mal mit wichtigen Problemen auseinandersetzten. Ich glaube aber nicht dass dieses Gesetz beschlossen wird, ich fände es auch sehr schade obwohl ich keine Mangas lese aber ich weiß wie viele Leute ihren Spaß daran haben.
LG Alicia