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Deutsche Mangas => Zukunft?

@häufigkeit

Könntest du ein Beispiel dafür geben, warum für dich Korea gegenüber Japan einen eigenen Stil haben soll, aber die Deutschen nicht? Wen ahmen dann die Deutschen nach?

Gut eine nähere Erleuterung.

Die Amerikaner haben den sehr maskulin erscheinenden Stil.

Die Japaner halt den typsichen Mangastil.

Die Koreaner haben auch eine Art Mangastil diesen finde ich jedoch sensibler und zarter als den der Japaner.

Franzosen haben diesen verspielten Stil meiner Meinung nach.

Bei den Deutschen kann ich jedoch keinen festen Stil ausmachen.
Ich finde das Deutschland da sehr gespalten ist. Die einen sind für den amerikanischen Stil, die anderen für Manwha, ein ziemlich großer Teil für Manga und ein kleiner
Prozentsatz schauen sich den Stil der Franzosen an.

Was heißt direkt nachahmen. Sie orientieren sich daran und versuchen ihre eigenen Sachen draus zu machen meist bekommt man es aber mit wem sie nahe sind vom ihrem Stil her. Nichts ist verwerflich daran. Nicht dass ihr das in den falschen Hals bekommt.

kann ich grossteils unterstreichen. aber nicht komplett.

den amerikanischen stil würde ich nicht als maskulin bezeichnen, maskulin sind shonen mangas auch. realistisch wäre das treffendere wort mmn.

der französische stil ist für mich eine mischung aus verniedlichung des amerikanischen stils und coloriertem manga. aber schon ein eigener, direkt erkennbarer stil. die meisten onlinecomics richten sich danach, zumindest nach dem was ich so sehe. auch wenn einige das gern colorierte mangas nennen.

der unterschied zwischen den japanischen mangas und den koreanischen mahnwas ist durchaus gegeben, aber subtiler.
zarter würde ich es aber nicht nennen, zumindest nicht verallgemeinernt.
mahnwas für mädchen sind wie die shoujo-mangas der japaner gern zart und filigran, ja. aber doch zu unterscheiden. lässt sich schwer beschreiben. gleiches gilt für die action mahnwas und die shonen-mangas. die sind ähnlich aufgebaut, aber den unterschied sieht man trotzdem.
generell finde ich das mahnwas, ob jetzt für mädels oder für jungs, zwar einen ähnlichen stil haben, aber realistischer sind als mangas, wenn auch nicht so realistisch wie us-comics. und mahnwas sind zu 90% weit dedaillierter als mangas. man findet wenig hintergrundfreie panels, wenn überhaupt.

Und wenn der deutsche Stil diese Knollnasen-Teile die politische Themen kritisieren sind oder so nen kinderscheiß á la Titöff ist, dann soll es bitte aussterben.
Karrikaturen meinst du. Und die haben durchaus auch ihre Berechtigung, schließlich werden sie in ganz anderen Bereichen eingesetzt. Ein Statement über das Weltgeschehen im Chibi-Manga Stil fände *ich* wiederum albern. Und "Kinderscheiße" soll aussterben?! Auch junge Leser möchten vielleicht Comics lesen die *sie* interessieren? Was passiert wenn man gewisse Zielgruppen außen vor lässt sieht man doch an den Manga! Diesen Kommentar finde ich ganz schön intollerant gegenüber Leuten, die einfach andere Ansprüche und Geschmäcker haben. [/quote]

Nein, Karrikaturen meine ich eben nicht, weil ich weiß wie wichtig und richtig die sind. Ich meine solche Comics die sich über viele Panels und je geradezu über Seiten hinweg nur mit solchen “wichtigen” Themen beschäftigen. Und ich habe nichts gegen anderen Stil aber diese ständigen Knollnasen sind mir zu wieder weil sie wirklich überall auftauchen und ich sie einfach unglaublich häßlich find,e es gibt auch schöne nicht-manga Zeichner, die einfach etwas näher an die menschliche Anatomie gehen oder dieses große-Nasen-ding zu mindest nicht aufnehmen. Wenns ein odeer zwei Zewichner sich zum Stil gemacht haben von mir aus, aber abgesehen von deutschen Mangakas bekomme ich das Gefühl jeder andere deutsceh Zeichner macht die.
Und Kinderrscheiß an sich finde ich ähm ja, sagen wir okay für die Altersgruppe, aber ich meinte eher etwas so extremverblödendes wie Titöff, sorry, aber dieses Zeug kann ich nunmal nicht ab und jaa, von mir aus kann es wegbleiben, ich darf meine Meinung äußern und dann bin ich in der Sparte halt intollerant, aber ich darf eben Dinge mögen und nicht mögen, dass nennt man Meinung.
Und wenn man etwas nicht mag, dann sagt man natürlich, dass man es am liebsten aus der Welt schaffen würde, ich zettele deswegen doch keine Organisation an, das ist so typisch wenn man hier mal ne spezielle Meinung vertritt, man ist intollerant -.-. Von mir aus.

Mist, jetzt muss ich mich ja doch einmischen xD
Und zwar, weil neben Manga hier auch noch über französische, amerikanische und deutsche Comics diskutiert wird ;)

Zunächst zum deutschen Manga:
Ich finde, es gibt auf dem Markt durchaus sehr gute deutsche Manga, die nicht unbedingt japanische Schulszenerien haben oder in Japan spielen… Ich will jetzt keine nennen, da es sonst nach Werbung klingt, aber es gibt mindestens zwei :P
Problem hierbei ist wohl hauptsächlich, dass die deutschen Manga schwerer zu finden sind, da in der Unterzahl^^"

Zu den französischen Comics:
Ich finde nicht, dass sie eine Mischung aus verniedlichtem amerikanischen Stil und Manga sind, da sie erstens komplett anders aufgebaut sind und aufgrund der Thematik gar nicht verglichen werden können. Man schaue sich nur mal “Asterix und Obelix” an (der von MissCockatoo angesprochene Knollennasenstil xD) oder “Tim und Struppi” (ein komplett eigener Stil).

Die amerikanischen Comics lasse ich mal weg, ich denke, da kann sich so ziemlich jeder ein Bild machen xD

Aber zu den deutschen hätte ich einiges zu sagen:
Zunächst mal haben die deutschen durchaus einen eigenen Stil, allerdings sind die Comics nicht so verbreitet, vor allem, weil man die Comics oftmals nicht lesen kann, ohne darüber nachzudenken (eben wie bei Karikaturen). Der “typische deutsche Stil” ist meiner Meinung nach ein etwas grober Zeichenstil, der an Tief- bzw. Hochdruckverfahren erinnert und manchmal auch auf solchen Platten entstanden ist (ja, gibt es hierzulande durchaus xD).
Typische deutsche Sachen sind die Karikaturen im Simplicissimus (oft in Geschichtsbüchern abgedruckt g) oder zB die Geschichten um “Vater und Sohn”…hoffentlich kennt die jemand, sonst ist das Beispiel nutzlos ;)
Dann gibts da auch noch so Sachen wie “Falk, Ritter ohne Fehl und Tadel”, der im Gegensatz zu manchen anderen deutschen Comics farbig ist, allerdings auch diesen groben Stil hat^^

Und zuletzt muss ich auf etwas hinweisen, was mir gerade beim Nachdenken über die deutschen Comics aufgefallen ist:
Es gibt einen Cartoonist namens Art Spiegelmann aus Stockholm (also eigentlich Schwede), der einen zweibändigen Comic über die Erlebnisse seines Vaters im KZ gemacht hat (schon wieder so schwerer Stoff) und das durchaus sehr gut rüberbringt. Allerdings steht er unter Wikipedia als “amerikanischer Cartoonist” und hier sieht man etwas, was ich sehr schade finden… wenn ein Ausländer ins Ami-land zieht und dort etwas veröffentlicht, reißen es sich diese als “Ihres” unter den Nagel.
Original amerikanische Kunst kommt nämlich von den Indianern, aber wer liest das schon? Alles andere wurde mehr oder weniger irgendwann aus aller Welt importiert.

Hach ja, das Stil-Vorurteil. :3 Ich kram dafür mal eine alte Umfrage raus, die ich zu dem Zweck angelegt und schon an verschiedensten Stellen vorgestellt hatte. Wer es sich zutraut kann per PN an mich gerne selbst mal versuchen, ob er alles erkennt. Ihr bekommt dann anschließend von mir auch die Auflösung was was ist, sowie die grafische Auswertung der bisherigen Ergebnisse (schöne Tortendiagramme und so ;) ).

Originaltext (die Umfrage hatte auf einer internationalen Seite verlinkt):
According to some people, all ‘manga’ styled comics from countries other than Japan are instantly recognizable based on their drawings alone. But is this really true?
Try it yourself. This survey will show you 45 sample pages of manga from Germany, Japan, Korea and the United States. We want to know how much readers can differentiate without knowing who the artists are.
We invite you to choose the countries you think these pages originate from. Please be honest and state if you knew any of the artists beforehand. Don’t be fooled: The numbers of pages from each country within this survey aren’t equal. ;)

Beantwortet bitte nach dem folgenden Muster “Block 1, Bild 1 = Antwort”. Antwortmöglichkeiten sind, wie gesagt, “Deutschland”, “Japan”, “Korea”, “USA” und “Kenne ich”. Ist leider etwas umständlich, aber die Originalumfrage war leicht anders aufgebaut. ^^

Block 1
Block 2
Block 3
Block 4


Zu MissCockatoo:

Ich meine solche Comics die sich über viele Panels und je geradezu über Seiten hinweg nur mit solchen "wichtigen" Themen beschäftigen.
Ich hab ehrlich gesagt keine Ahnung was du meinst. Dementsprechen ist mir auch noch nicht aufgefallen, dass die überall auftauchen würden. Hast du Beispiele die du verlinken kannst?
es gibt auch schöne nicht-manga Zeichner, die einfach etwas näher an die menschliche Anatomie gehen oder dieses große-Nasen-ding zu mindest nicht aufnehmen
Bleib doch einfach beim Manga, wenn dir unidealisierte Darstellungen nicht gefallen, was hindert dich daran über die anderen Sachen einfach hinwegzusehen? Ich versteh nicht, warum du gegen so etwas wettern musst, wenn andere Teile der Bevölkerung die "hässliche Darstellungen" anscheinend nicht stören, bzw. sich ja deiner Aussage nach sogar einer gewissen Beliebtheit erfreuen.

Deine eigene Meinung kannst du vertreten, niemand schreibt dir vor was du mögen oder nicht mögen sollst. Aber die Art und Weise wie du deine Meinung kund tust, finde ich nicht angemessen. Deine Meinungsfreiheit wird in keinster Weise beschnitten in dem du einfach schreibst, dass du es nicht magst, anstatt vom gewünschten Aussterben zu sprechen. Denn nein, solche Sätze zu benutzen nur weil man etwas nicht mag, halte ich nicht für natürlich.

Deine eigenen Vorlieben werden durch die anderen Stile doch nicht “bedroht”, daher sehe ich es weder als notwendig noch als passend an, solche Formulierungen zu benutzen wie du es getan hast. ** Intolerant ist nicht die Tatsache, dass du eine eigene Meinung hast, sondern die Art wie du sie vertrittst! **

Zum ersten Punkt:

Habe ich nicht eben geschrieben,. dass ich auch deutsche NICHT-manga zeichner gut finde die sich der menschlichen Anatnomie MEHR annähern als diese typischen Knollnasen-dinger? NICHT-manga, ja? Ich habe mich doch NUR über diese typischen riesen-knoll-nasen-dinger aufgeregt. Und Astreix udn Obelix nehme ich da nicht mal darunter wie Saphir meinte. Es ist nur so, dass ich es nicht mag, dass die meisten deutschen Zeichner diese überdiemensionalen Riesenknollnasen benutezn die fats die Hälfte des Gesichtes abdecken. Sowas extrem überzogenes mag ich nicht ( und nein, auch diese riesenüberzogenen Mangaaugen mag ich auch nicht wenn jetzt jemand damit komt -.-). Und irgendwie begenen sie mir immer wieder und ich frage mich warum das so sein muss, warum nicht mal ein andere Stil? Ich weiß jetzt nicht ob die von einem Deutschen sind, aber die Nicht-Lustig-Bücher finde ich zB. sehr toll, weil ich fidne, dass zu mindest die Anatomie sich vom gesicht her etwas annähert und weil amn da nicht so viel Nachdenken muss, sowas werde ich sicher nicht so schnell in einem Pädagogik-Buch entdecken.

Oooh und tut mir Leid, dass ich etwas überspitzt geredet habe, aber du tust ja geradezu so als ob ich offiziel dazu aufrufe es zu boykottieren und jeden befürworter als niederes Wesen degradiere.

Ich mag es nicht und es ist mir eben egal ob es nun weg ist oder nicht. Ich muss nicht nur weil ich deutch bin gaaanz vorsichtig mit meinen Worten umgehen und bloooß niemandne auhc nur ansatzweise diskrimminieren. Ich beleidige niemanden. Ich diskrimminiere die Befürworte in keinster Weise. Ich velange nicht, dass man meine Meinung teilt. Ich bin kein Aktivist in dieser Sache. Ich toleriere dieses zeug (ja, das wort kommt von ‘ertragen’ und das tue ich, ich muss es weder mögen noch schön reden) aber wenn ich es eben gut finden würde, dass es aussterben würde, dann kann ich es so sagen.
Muss ich etwa lügen und meinen Satz deswegen verharnlosen? Nein.
Ich denke genau das was ich geschrieben habe und entschuldige mich nicht weiter dafür. Ich habe niemanden angegriffen oder diskrimminiert also ist meine Meinung nicht unbedingt ‘untolerant’.
Toleranz findet anderswo statt, aber nicht in meiner Aussage.

Und wenn du immer noch darauf bestehst, dass ich kleiner Flegel einen so untoleranten Satz gebraucht habe, dann bin das eben, das hats du zwar nicht zu enstcheiden aber mir ist es zum Glück egal. Ich tue niemandem weh und diskrimmieniere niemanden, also finde ich mich tolerant.
Im Endeffekt ist jedes Posting subjektiv. Toleriert doch meine sehr harte und untolerante Meinungsäußerung. Ich bin ein Troll, oder nicht? :/

Und jetzt mal zur Stilfrage:
Ich glaube nicht, dass es einen Stil für jedes land gibt, wenn überhaupt, dann den eher asiatischen Stil (mangas) udn den westlcihen Stil wie bei Comics wie Garfiel etc. Ansosnten hat eben jeder Zeichner seinen Stil. Man kann ja nicht sagen, dass Tim und Struppi und Asterix udn Obelix den gleichen französichen Stil haben oder die Zeichner der Marvel Comics und South Park einen amerikanischen oder so.

Ich glaube wenn man Comics Ländern zuordnen kann, dann anhand des Inhalts der zB. Bezug nimmt auf die Einstellung des Landes, der Probleme oder Mentalität. Die amerikanischen Comics werden zu mindest stellenweise den ähnlichen Humor haben wie den Patriotismus oder so. Und die deutschen haben auch ihren eigenen ernsten Humor.

Ich bin zu diesem Thema off.

Glaube ich auch nicht. Es gibt viele Stilrichtungen, die man anhand bestimmter Kriterien zuordnen kann. Aber sobald sich ein Künstler dieser Stilrichtung angenommen hat, bringt er natürlich auch etwas von sich selbst rein. Und was ist dieses “indidivuelle” eigentlich? Woher kommt es?

Ich denke, wenn man etwas einer Nationalität oder, besser gesagt, einem Kulturraum zuordnen kann, muss man sich in der Regel das Gesamtwerk ansehen, weil ja nicht nur Glupschaugen und Punktnasen “typisch” japanisch sind, das kann jeder nachmachen, sondern vor allem auch der Kontext. Ich bezweifle, dass schlechte Deutsche Manga wie durch ein Wunder gut werden, wenn man einen japanischen Namen draufschreibt. Und gute deutsche Mangas werden m.M.n. dadurch auch nicht besser.

Ich für meinen Teil mag deutsche Mangas, wenn sie eine gute Geschichte haben. Ich find’s schön, wenn Geschichten aus meinem Kulturraum erzählt werden von Leuten, die sich damit auskennen (sollten). Das braucht aber eine größere Zielgruppe, sonst lohnt sich das für die Verlage nicht.

Was mich wundert, ist, dass nach all den Jahren der Vertrag beim Verlag immer noch so hoch gewertet wird von den Hobbyzeichnern. Wenn jemand eine Geschichte erzählen möchte, etwa im Mangastil, und das gedruckt haben möchte, warum druckt er dann nicht einfach selbst für diejenigen, die das wollen? Einige manchen das ja, aber andere widerum weinen nur, weil ihr Manga beim Verlag nicht angenommen wurde.

“Deutsche Manga => Zukunft?”
Ich finde schon, sofern sich manche Leute mal vom “Ruhm&Ehre”-Gedanken freimachen, den sie mit Japan assoziieren. Ansonsten kann sich meiner Meinung nach keine “eigene” Mangakultur in Deutschland entwickeln.

Auch das glaube ich nicht - wenn man alleine Vertigo und Marvel miteinander vergleicht haben die veröffentlichten Comicsdieser beiden Verlage kaum Gemeinsamkeiten.

In der Anfangszeit der “deutschen Manga” konnte man deutsch von japanisch meiner Meinung nach immer sehr gut am Einsatz von Rasterfolie unterscheiden - das ist mittlerweile auch nicht mehr gegeben.

Man kann generell bei Comics nicht auf die Nationalität schließen - mal davon abgesehen, dass zwar die Verlage in einem bestimmten Land sitzen, die Zeichner aber von ganz woanders herkommen. Noch nicht mal in ein und der selben Serie mancher Comics kann man vom Stil irgendwelche Rückschlüsse ziehen - ich denke da an Sandman, wo jedes Kapitel von einem anderen Zeichner stammt.

Bei Zeichentrickserien ist es aber auch nicht immer eindeutig - es gab besonders in den 80ern einige französische Produktionen, die sehr Anime-mäßig aussahen, das ist bei einigen aktuellen amerikanischen Serien ähnlich.

Ich lese generell keine deutschen Manga (hatte aber schon ein paar - allerdings weniger von den großen Verlagen sondern eher von Schwarzer Turm und Co.) - was aber daran liegt dass ich in der letzten Zeit allgemein kaum noch Manga lese, egal von wo, deshalb kann ich über die Themen die behandelt werden nicht äußern - was ist eigentlich derzeit an “deutschen Manga” auf dem Markt?

Zu Beginn einmal kurz meine persönliche Definition eines Manga. Das ist für ich ein Comic, der in Japan verlegt wird und von einem japanischen Staatsangehörigen gezeichnet wurde. Punkt. Ein in Deutschland entstandener Comic, der sich zeichnerisch an den populäreren japanischen Genres bedient (z.B. Shojo) ist für mich auch genau das: ein deutscher Comic, sich zeichnerisch an eine populäre japanische Zeichenrichtung anlehnt.
Das ganze gilt auch für alle anderen Comicsparten, die auf der lieben weiten Welt so rumgeistern. Ein “typischer” Superheldencomic ist für mich ein Superheldencomic, wenn da Leute in lustigen gefärbten Strumpfhosen durch das Panel springen - ob die jeweiligen Zeichner nun superrealistisch, eher verfremdet oder sich eventuell auch Anleihen von japanischen Comics holen, ist mir eigentlich gleich.

Es gibt für mich nicht DEN Stil einer Nation. Woran sollte man das festmachen? Bei den franko-belgischen an Asterix und Obelix und bei den Manga Sailor Moon? Und wer wäre wohl ausschlaggebend in den USA? Superman oder Micky Mouse? Oder sollen wir die beiden zusammenrechnen und einen Querschnitt bilden? Das Ergebnis ist dann typischer amerikanischer Comic? Das Ergebnis wäre wahrscheinlich: beide wurden auf Papier gezeichnet und man hat für die Outlines schwarze Tinte verwendet. ;-)
Und daneben ignoriert man hunderte/tausende von Einzelbänden und Serien, die sich nicht an diese “Nationalen Klischees” halten.

Soll heißen, mir persönlich ist es egal, woher ein Comic kommt. Hauptsache Geschichte und die Umsetzung sprechen mich an. Und da kann es sein, das einige Stilelemente besser funktionieren als andere. Sailor Moon im Stil von Sandman wäre sicher ein interessantes Erlebnis, aber ob es den Manga so populär gemacht hätte wie er heute ist, mag ich zu bezweifeln.

Und back to topic: Der große Boom ist sicher vorbei. Einige Leute wechseln Trends schneller als ihre Frisur. Die jüngeren vom Anfang, die noch treu dabei sind, werden einfach wählerischer. Und da ist auf dem deutschen Markt zur Zeit nur bedingt etwas zu holen. Aber bis jetzt haben die deutschen Verlage vor allem mit Shojo und yaoi kräftig verdient.

Aber ein Verlag ist nun einmal ein Unternehmen. Und Unternehmen existieren um Gewinne zu generieren. Wenn man sich die Verkaufscharts ansieht, laufen diese beiden Genres einfach am besten. Und die meisten Unternehmen gehen lieber kein Risiko ein, wenn sie sehen, dass sich Titel an eine ältere Zielgruppe einfach schlechter verkauft haben in der Vergangenheit. Unternehmen sind keine Stiftungen/(Vereine, die nur zu dem Zweck existieren z.B. die japanische Kultur in Deutschland zu fördern.
Leider haben Unternehmen die Neigung sich ihren eigenen Markt irgendwann zu vernichten. Sie füttern den Markt mit immer mehr Angebot, aber die Kaufkraft ist ab einem gewissen Punkt begrenzt. Und dann beginnen die Gewinne zu sinken, denn sie verteilen sich auf zu viele Titel. Ich denke, wir sind gerade am Beginn dieser Phase und hoffe, dass es nur zu einer kleinen Marktbereinigung kommt und nicht zu einem vollkommenen Zusammenbruch.

Es gibt für mich nicht DEN Stil einer Nation. Woran sollte man das festmachen? Bei den franko-belgischen an Asterix und Obelix und bei den Manga Sailor Moon? Und wer wäre wohl ausschlaggebend in den USA? Superman oder Micky Mouse? Oder sollen wir die beiden zusammenrechnen und einen Querschnitt bilden? Das Ergebnis ist dann typischer amerikanischer Comic? Das Ergebnis wäre wahrscheinlich: beide wurden auf Papier gezeichnet und man hat für die Outlines schwarze Tinte verwendet. ;-) Und daneben ignoriert man hunderte/tausende von Einzelbänden und Serien, die sich nicht an diese "Nationalen Klischees" halten.

also, ich bilde mir ein, in 70% der fälle, wenn ich nen comic in händen halte bestimmen zu können, woher der kommt.
dafür les ich einfach schon zu lange comics verschiedenster machart.
ich kann die belgier manchmal nich von den franzosen unterscheiden…
irgendwie haben dann doch grad comics, die es aus anderen ländern zu uns schaffen, meist irgendwelche merkmale, die comics die aus anderen ländern zu uns kamen nicht haben.

in den meisten fällen kann man deutsche auch ganz gut von japanischen ( ich sag das jetzt mal so) mangas unterscheiden.
irgendwie sind die deutschen wohl mehr auf dicke strichführung und große augen ausgelegt und meist wirkt der ganze stil im großen und ganzen weicher.
kann ich schwer erklären.

ich denke schon, dass wenn ich comics aus japan erwähne, dann denken wohl die meisten gleich an otomo, sailor moon oder ( insert here- bin einfach ne andere generation, bei neueren mangas geb ich auf- hab da keinen plan von XD), rede ich von frankreich, denkt man an asterix oder spirou ( ja gut, frankreich, belgien), sag ich amerika, werden die meisten an supermann, das marveluniversum oder eben micky maus denken.

woran denkt man, wenn ich deutschland sag?
spontan denk ich da ans kleine arschloch oder werner.

und zum thema an sich: ich merke schon, dass die mangaregale bei gandalf schrumpfen und auch weiland hat kaum noch mehr als 7 titel im angebot- egal, wo die manga herkommen. ich schätze, ne gewisse übersättigung setzt ein.
der animeanteil im fernsehen ist ja auch inzwischen auf ein minimum zusammengeschrumpft.
naja, und reich konnt man in deutschland mit comiczeichnen eh nur in selteneren fällen werden, schätz ich mal so…

Es geht nicht darum etwas zu beweisen. Ich weiß schlicht und ergreifend nicht von welchen Knollennasen-Comics du da sprichst. Von daher fällt es mir schwer deine Argumente nachzuvollziehen.

Habe ich nicht eben geschrieben,. dass ich auch deutsche NICHT-manga zeichner gut finde die sich der menschlichen Anatnomie MEHR annähern als diese typischen Knollnasen-dinger? NICHT-manga, ja?
Ich hab nirgendwo geschrieben oder gemeint, dass du alles außer Manga ablehnst. Das mit dem "beim Manga" bleiben war eher exemplarisch gemeint, weil das ein konkret benanntes Beispiel für das war, was dir gefällt. Von mir aus dann eher "bleib doch bei den Stilen die dir zusagen und schau über die anderen hinweg".
Oooh und tut mir Leid, dass ich etwas überspitzt geredet habe, aber du tust ja geradezu so als ob ich offiziel dazu aufrufe es zu boykottieren und jeden befürworter als niederes Wesen degradiere.
Erstmal wäre es schön, wenn du dich vom Ton her etwas mäßigen könntest. Trotz Meinungsfreiheit und all dem legen wir auch auf einen gewissen Umgangston hier im Forum wert. Und wie schon mal geschrieben, geht es mir grad hauptsächlich um die Art und den Ton deiner Argumentation, nicht um das Argument an sich (also auch nicht darum, ob du damit zu irgendwas aufrufst). Intoleranz entsteht auch schon da, wo man den Geschmack und die Meinung anderer heruntersetz.

Hallo erstmal :wiiii:

Interessante Frage, die ich mir auch immer gestellt habe^^
(Achtung, was jetzt folgt ist nur meine eigene Meinung und keinesfalls allgemeingültig :öhh: )

Ob deutsche Mangas eine Zukunft haben? Gute Frage, ich würde es nicht ausschließen, allerdings muß ich gestehen, ich gehöre eher zu der Faktion “ich halte mich von deutschen Produkten fern” und das aus drei Gründen: Der erste: Der Stil und/oder die Story sprechen mich nicht an. Der zweite Grund: Bei den deutschen Mangakas habe ich bisher die leidige Erfahrung gemacht, daß entweder es abgebrochen wurde (Without Identy, oder weiß jemand, ob die Reihe weitergeführt wurde?), oder plötzlich und ohne Vorwarnung die Story abgewürgt wurde und man ein dämmliches Ende vorgesetzt bekommt:/
Der dritte Grund liegt in meiner Abneigung gegenüber Lobpreisung. Mag sein, daß ich nicht fair gegenüber die deutschen Mangakas bin (die können nix dafür, daß sie so vermarktet werden), aber wenn ich alá “der neue Star am Mangahimmel” lese, obwohl die Leutchen meistens nie über einen Band kommen, geschweige denn eine Reihe, dann hat es sich für mich erledigt.

Den Fehler, den die meisten deutschen Mangakas machen, ist, daß sie krampfhaft versuchen japanischer zu zeichnen als ein Japaner (Zeichentechnisch) und das geht nicht. Selbst wenn man einige Zeit in Japan verbracht hat und sich einiges angewohnt hat (Schuhe im Flur ausziehen, mit Stäbchen essen usw.) bleibt man immer noch ein Deutscher. Wäre es nicht besser, seinen eigenen Stil zu
entwickeln, wo man zwar den Einfluß von Mangas sieht, aber trotz allem als etwas eigenständiges stehen kann? Einige Amerikaner
haben es auch geschafft (Adam Warren, Ben Dunn), also warum sollen es unsere Leutchen auch nicht schaffen? ;)
Ein weiterer Fehler, der auch leider anscheinend typisch deutsch ist: Gerne Klischee verbraten bis keiner es mehr sehen kann (ist nicht nur in der Mangaszene zu beobachten :bäh: )
Das kann man gut die hier veröfftlichen Mangareihen beobachten. Entweder Zucker Shojo oder Shonen-ai und dann meistens die abgenudelten Dinger.
Aber es scheint ein leichte Besserung auf dem Markt zu geben^^ … oder ich bilde es mir ein^^°

Also Without Identity gehört für mich ehrlich gesagt zu den wenigen deutschen Serien, bei denen ich nicht wirklich traurig bin, dass da nichts mehr kam. Schade finde ich es hingegen bei solchen Werken wie Gott Gauss, wobei die Serie soweit ich weiß zumindest offiziell nicht eingestellt ist.
Es gibt aber auch inzwischen auch mehrbändige Reihen ohne abrupte Enden, z.B. Personal Paradise, bei dem ja eh jeder Band für sich stehen kann, oder auch Life Trees Guardian.

aber wenn ich alá "der neue Star am Mangahimmel" lese
Weißt du noch bei welchem Verlag/bei welcher Serie so was vorkam? Würde mich interessieren.
Den Fehler, den die meisten deutschen Mangakas machen, ist, daß sie krampfhaft versuchen japanischer zu zeichnen als ein Japaner (Zeichentechnisch) und das geht nicht. Selbst wenn man einige Zeit in Japan verbracht hat und sich einiges angewohnt hat (Schuhe im Flur ausziehen, mit Stäbchen essen usw.) bleibt man immer noch ein Deutscher.
Das Thema ist bei den Verlagen schon längst kalter Kaffee und die Mehrheit der Zeichner geht durchaus eigene Wege. Hab ich hier aber im Thread auch schon erwähnt... kann natürlich sein, dass du was die deutschen Veröffentlichungen angeht noch auf dem Stand von Without Identity bist (ist das einzge Werk was du namentlich genannt hast). ;) Sollte das der Fall sein, verwundert es weniger, dass du die Entwicklungen der letzten Jahre nicht vor Augen hast. Da empfiehlt sich dann aber auf jeden Fall mal ein Blick in die aktuellen Verlagsprogramme. In denen findest du hier und da übrigens auch noch andere Genres als Shojo oder Shonen-Ai.

Das man als Leser im Unklaren gelassen wird ob nun die Serie fortgesetzt wird oder nicht, nerv auch tierisch. Mir hat WI schon gefallen (zugeb^^) auch wenn es bißler verwirrend war (wurde es eigendlich offiziel eingestellt? Ich habe nie was im I-net gefunden). Gott Gauss und Personal Paradise können sich wirklich sehen lassen, aber mich sprechen die Stories nicht so an. Bei Life Tree´s Guadian sind die Zeichnungen, die mir nicht zusagen, sorry :/

aber wenn ich alá "der neue Star am Mangahimmel" lese
Weißt du noch bei welchem Verlag/bei welcher Serie so was vorkam? Würde mich interessieren. [/quote]

Ich glaube, das war in der Daisuke, aber beschwören könnte ich es nicht:/

Den Fehler, den die meisten deutschen Mangakas machen, ist, daß sie krampfhaft versuchen japanischer zu zeichnen als ein Japaner (Zeichentechnisch) und das geht nicht. Selbst wenn man einige Zeit in Japan verbracht hat und sich einiges angewohnt hat (Schuhe im Flur ausziehen, mit Stäbchen essen usw.) bleibt man immer noch ein Deutscher.
Das Thema ist bei den Verlagen schon längst kalter Kaffee und die Mehrheit der Zeichner geht durchaus eigene Wege. Hab ich hier aber im Thread auch schon erwähnt... kann natürlich sein, dass du was die deutschen Veröffentlichungen angeht noch auf dem Stand von Without Identity bist (ist das einzge Werk was du namentlich genannt hast). ;) Sollte das der Fall sein, verwundert es weniger, dass du die Entwicklungen der letzten Jahre nicht vor Augen hast. Da empfiehlt sich dann aber auf jeden Fall mal ein Blick in die aktuellen Verlagsprogramme. In denen findest du hier und da übrigens auch noch andere Genres als Shojo oder Shonen-Ai. [/quote]

Ich bezog es auch auf Zeichentechnisch, nicht auf die Mentalität;)…okay, ich schätze mal, mein Beispiel mit den Deutschen in Japan hat den Eindruck erweckt, ich spiele auf letzteres an. Mein Fehler^^°
Mir kommen die Zeichnungen der meisten deutschen Mangakas irgendwie verkrampft rüber, ist aber nur mein Eindruck^^

Das mit dem Verlagsprogramme durchstöbern werde ich mal intensivieren (? der Satz klingt irgendwie merkwürdigt;_;)

@ verkrampfte Zeichnungen

Sieh es so, Parias… in Japan bekommen die Zeichner vom Verlag teilweise eigene Wohnungen, Assis, Material, etc gestellt. Das fehlt hier. ich binnicht auf dem aktuellen Stand über die Preise, aber ich erinnere mich an Zeiten, da hat das Zeichnen eines Mangas für den man ca. 9 Monate Zeit hatte, nicht zum Leben gereicht. Und noch jede Hilfe, die man sich zusätzlich geholt hat, ging von dem wenigen Geld ab. Um alles einhalten zu können, muss man dann bei einem 180-Seiten-Manga im Schnitt jeden Tag eine komplette Seite fertig stellen (also nicht nur skizzieren und die Assis machen den Rest, sondern selber schwärzen, Rastern, lettern…), dann noch Cover und Zwischenillustrationen. Und Absprachen, eventuelle Änderungen übernehmen, etc.
Deswegen beiben oft auch mal Hintergründe auf der Strecke; das persönlich fällt mir immer wieder mal auf.
Ich finde es schade, da so viel Potential nicht richtig genutzt werden kann.

Mhh… ich habe mir schon ewig keine Mangas mehr gekauft oder online gelesen…
Unsere Buchhandlung wurde von thalia aufgekauft und seitdem wurde das nur noch auf winzfläche angeboten … und auch nichts was mich interressiert…

Der einzige Manga der mir einfällt der deutsch war war Dramacon… den fand ich sehr lustig,
Die Zeichnungen waren schön, und die Story war acuh ok… auch mir Herzschmerzgedöns, aber nicht so oberschnulzig…

Ich habe da aber nie sonderlich drauf geachtet sondern um Laden den Zeichenstil beguckt, egal woher das kam
Gut einmal auch wegen eines niedlichen Drachen auf dem Einband (demon diary) , der garnicht drin vorkam wie ich später bemerke…
Und ich habe erst im letzten Buch bemerkt, das der Hauptchar nen Kerl war… der sah aus wie ein Mädchen(ok, ziemlich flach, aber Gesicht, lange Haare, etc…) :iik:

Inzwischen habe ich einfach keinen Platz… Wohnung zu klein… Aber wir suchen was neues, evtl dann wieder…
Mich reizen ja diese Mangas mit dieser Manga-APP, aber wie immer gibts sowas nur für Apple…
Wenn man bedenkt das Apple inzwischen nicht mehr der Einzige Smartphone Hersteller ist und android eigentlich schon mehr Marktanteile hat ist das ziemlich dämlich, aber das machen ja so gut wie alle… Aber darum gehts ja nicht

Gott Gauss und Personal Paradise können sich wirklich sehen lassen, aber mich sprechen die Stories nicht so an. Bei Life Tree´s Guadian sind die Zeichnungen, die mir nicht zusagen, sorry :/
Naja, ich hab ja auch nicht gesagt, dass du die kaufen solltest. Ich wollte nur darauf hinweisen, dass deine Erfahrungen mit abgebrochenen oder zusammengekürzten Enden nicht repräsentativ für alle deutschen Serien sind.
Der einzige Manga der mir einfällt der deutsch war war Dramacon
Dramacon ist ein amerikanischer Manga. ;)

echt… hmm, dann kenne ich doch keinen ^^

Also ich denke schon, dass der deutsche Mangamarkt Zukunft hat. Also dass es eine Abnahme gab, ist mir nicht aufgefallen, ich glaube sogar, dass wieder eine Zunahme ansteht (z.B. durch Sailor Moon).
Da würde ich mir eher sorgen um den Animemarkt machen, da im Fernsehn kaum noch Anime ausgestrahlt wird.

Meiner Meinung nach, hat der Beruf Mangaka in Deutschland keine Chancen. Selbst in Japan haben nur die wenigsten Erfolg, geschweigedenn können von diesem Beruf leben. Hierzulande gibt es eh nur einen Bruchteil der Manga, die es in Japan gibt. Ich glaube, ich habe mal von 1 oder 2 deutschen Manga gehört, mehr aber auch nicht :/