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Der Mensch - "Gottes größte Schöpfung" oder absolute Fehlkonstruktion?

Ich habe mir heute nach langer Zeit mal wieder Juressic Park 2 angeguckt. Da geht es ja wieder mal um die Ausbeutung der Natur und der Tiere von einem total unbelehrbaren, geldgierigen Kerl, der trotz der Gefahren unbedingt einen T-Rex fangen und unter die Menschen als Attraktion bringen will - bekanntlich geht das alles nach hinten los.
Dieses Verhalten des besagten Typen hat mich mal wieder auf die Frage gebracht: Wäre es besser gewesen, wenn der Mensch nie geboren worden wäre, weil er durch seine Habgier und seinen Neid alles zerstört und an sich reißt oder ist er eine großartige Schöpfung? Ich persönlich bin der Meinung, dass der Mensch mehr kaputt macht (ich spreche hier nicht von einzelnen Individuuen, sondern von der “Rasse” Mensch), als das er mit der Natur z.B. im Einklang lebt zumindestens in der heutigen Zeit. Das er andere Völker und Arten ausrottet, um sich selbst zu bereichern ist ja nicht erst in den letzten Jahren bekannt. Es gibt natürlich immer wieder Ausnahmen, in positiver wie auch negativer Hinsicht, aber ich würde mal behaupten, dass ein Großteil der Menschheit (sei es schon vergangene wie auch noch lebende) viele negative Eigenschaften in sich vereint. Und es mag mir jetzt bitte keiner erzählen, dass er solche Gefühle wie Neid, Hass, “Habsucht” (im weitesten) Sinne oder weiteres nicht empfindet.
Was denkt ihr? Wäre es besser, wenn wir nicht existierten oder denkt ihr es ist schon gut so wie es ist?

Handelt es sich bei Menschen nicht um eine “Art”, anstatt einer Rasse?

Was den Planeten angeht, da sehe ich durch den Menschen kein Problem, der Planet wird sich erholen, auch wenn wir schon längst ausgestorben sind.
Klar wird dabei einiges verändert, Tierarten werden aussterben, wir vielleicht auch, aber irgendwas neues wird über die Millionen Jahre entstehen.

“Gut” ist unsere Lebensweise sicher nicht, jedenfalls nicht aus menschlich-moralischer Sicht. Wir haben uns viel zu viel vermehrt und sind zu einer richtigen Plage für uns selbst geworden ;) Unser Verhalten ähnelt dem der Tiere, nur das wir durch unser Denken eigentlich in der Lage sein müssten, anders zu handeln.
Um unser selbst willen sollten wir endlich mehr unseren Verstand benutzen, als alles kaputt zu machen. Allein die Dinge, die Menschen anderen Menschen antun… es ist einfach krank.

Bevor hier die Beispiele kommen mit “ein Löwe jagt nur das was er essen muss und wir halten die Tiere in Massen” - stimmt, aber glaubt ihr wirklich ein Löwe würde seine Energie verschwenden um zu jagen, wenn er die Möglichkeit hätte sein Futter vor Ort zu halten?
Tiere sind auch nicht die Engel in Person (Beispiel: Drei Rotkehlchen fetzen sich bis auf’s Blut, anstatt an der Futterstelle zu fressen wo genug für alle da ist), sie haben nur nicht die Möglichkeiten wie der Mensch.

“Neid, Hass, Habsucht, Zerstörung” wird im Prinzip allein vom Menschen als negativ angesehen, da es nichts anderes auf der Erde gibt (außer vielleicht Menschenaffen, eventuell, aber ich will auf was anderes aus) um das genauso wahrzunehmen.
Die Natur ist nicht intelligent und einen personellen Gott gibt es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eh nicht, der sich darüber stören würde.
Das was der Mensch macht ist ebenfalls natürlich und gehört zu seinen natürlichen Verhaltensweisen. Menschen können sich bis zu einem bestimmten Zeitraum vorstellen was passiert, aber nicht sehr viel weiter als ihre eigene Lebensspanne; mehr war früher, als die Art Mensch entstanden ist (durch ebenfalls blind verlaufende Evolution) nicht mehr Vorrausschauung erforderlich war.
Warum der Mensch meint, dass Zerstörung, Habsucht usw. etwas negaties ist, liegt wahrscheinlich daran, dass der Mensch eine soziale und mitfühlene Tierart ist, bei denen solche Verhaltensweisen sich nicht gut innerhalb einer Gruppe machen, außerhalb der Gruppe aber eher schon. Stichwort “Fremdenfeindlichkeit”.

Bevor hier die Beispiele kommen mit "ein Löwe jagt nur das was er essen muss und wir halten die Tiere in Massen" - stimmt, aber glaubt ihr wirklich ein Löwe würde seine Energie verschwenden um zu jagen, wenn er die Möglichkeit hätte sein Futter vor Ort zu halten?
Ja sicher, denk mal an die ganzen Haushunde, die täglich ihr Futter kriegen aber trotzdem hinter Hasen herlaufen, weil man den Jagdtrieb nur durch gutes Training unter Kontrolle bekommt. Der Mensch hat sich noch nicht in die Richtung entwickelt, dass er vorrausschauender und sozialer gegenüber Fremden wird und wird es vielleicht auch nie. Wenn die Evolution des Menschen in die Richtung gehen würde, wäre eventuell das Resultat aber kein Homo sapiens mehr, sondern eine andere Homo-Art.

Erstens Mal: Danke Fanghafte, dass du den Mensch als Tierart bezeichnest, denn das ist mehr meiner Meinung nach auch. Mit Leuten, die sagen, “der Mensch ist kein Tier”, kann ich einfach nicht übereinstimmen. Vielleicht sind wir weiter entwickelt, doch keinesfalls zu irgendwas höherem berufen!

Zweitens: Ich bin zwar nicht der Meinung, ohne den Menschen wäre die Erde besser dran (Erde als Gesamtsystem; da gebe ich Clownteil recht, die erholt sich von uns). Jedoch denke ich, ohne den Menschen gäbs weniger Leid. Leid und Schmerzen untereinander (Ausbeutung in Afrika, zahlreiche sinnlose Kriege und Intrigen, Holocaust…) sondern auch gegenüber den Tieren und Pflanzen (Massentierhaltung, Abholzung des Regenwalds, Großwilderei, Ausrottung von Tierarten…). Es gibt wirklich unendlich viele Beispiele! Meiner Meinung nach ist das Problem, dass die falschen Leute zu viel Macht haben. Es stimmt nicht ganz, dass man sagt, “alleine kann man eh nichts bewirken”. Viele Menschen sind umweltbewusster geworden (Öko-strom, Vegetarier (aus Gründen, dass sie es verabscheuen, Fleisch zu essen, dass grausam hergestellt wird und von dem am Ende des Tages eh die Hälfte weggeschmissen wird, weils nicht ganz aufgekauft wird - also sinnloses Schlachten von Tieren. Das ist nicht meine Ansicht, aber ich kenne durchaus ein paar Leute, die aus deisem Grund Vegetarier geworden sind). Aber das reicht NOCH LANGE nicht! Ich bin auch der Meinung, das, was wir angerichtet haben, können wir nicht mehr gut machen.

@Jacaj: Auch andere Filme weisen auf sowas hin. Sogar “Avatar - Aufbruch nach Pandora” ;]! Das ist eigentlich das Gleiche - Menschen wollen eine andere Rasse und Natur auf dem fremden Planeten zerstören, nur um an wertvolles Mineral zu kommen.

Allen , die sich für das Thema ““Gottes größte Schöpfung” oder absolute Fehlkonstruktion?” interessieren, denen würde ich ans Herz legen, Ismael von Daniel Quinn zu lesen! Das Buch ist großartig und dort wird genau das thematisiert.

Also, wenn man davon ausgeht, dass uns ein Gott geschaffen hat, müsste man schon sagen, dass es ihm irgendwie nicht so gelungen ist. Zumindest, wenn er vorhatte ein Wesen zu schaffen, das sozusagen als sein Platzhalter auf Erden dienen soll.

Eigentlich waren die Menschen ja schon immer so. Schon in der Antike haben die auf der Suche nach Feuerholz so viele Wälder kleingehauen, dass fast gar nichts mehr übrig war. Und Kriege und so weiter hat es ebenfalls seit jeher geeben. Blöderweise wächst mit der Zahl der technischen Möglichkeiten auch der Zerstörungsradius, den die Menschen haben, und so zerstören wir mittlerweile (wenn auch nicht erklärtermaßen absichtlich) unsere eigene Biosphäre und die Umwelt.
Ich schiebe das nicht immer auf eine grundlegende Bösartigkeit des Menschen (die es sicher auch bei einige, leider oft denen mit Macht, gibt), sondern darauf, dass viele einfach zu sehr auf ihren eigenen Horizont beschränkt sind. Man merkt eben nicht unmittelbar, was für eine Wirkung es nun auf das Klima hat, wenn man sich in sein Auto setzt. Wenn der Stall mit den armen gequälten Kühen oder Hühnern direkt neben der McDonald’s-Filiale wäre, würden sich viele es dreimal überlegen, ob sie da essen wollen, aber so sind viele Dinge einfach viel zu weit weg. Da muss man schon sehr aufmerksam sein und sich viel informieren, um zu sehen, was man mit diversen kleinen Gesten wie dem Einkauf schon alles evtl. anrichtet.

Ich glaube eigentlich schon an das Gute im Menschen, nur leider ist er dennoch oft zu beschränkt, um die Ausmaße seines eigenen Handelns zu erkennen und zu merken, dass er sich in eine Sackgasse manövriert. Zumindest ist das bei den meisten so.

Jitsch*

Mist, erwischt ;) Trotzdem würde ich dir an dieser Stelle nur halb zustimmen. Mit zwei Dackeln in der Familie haben wir genau dieses “Problem”, allerdings rennt mein Hund als Beispiel einer Katze nur hinterher solange sie wegläuft, sobald die Katze stehen bleibt ist der Dackel komplett überfordert. Zudem kann man Haustiere, denen diese Eigenschaft angezüchtet wurde, meiner Ansicht nach nicht mit wilden Tieren vergleichen.
Klar, Wildtiere bleiben auch in Gefangenschaft “wild”, aber sie werden bequemer. Der Mensche hatte aber auch nicht von heute auf morgen sein Essen ohne zu jagen, diese Bequemlichkeit hat sich mit der Zeit entwickelt.

Ansonsten stimme ich deinem Beitrag voll und ganz zu.

Also, wenn man davon ausgeht, dass uns ein Gott geschaffen hat, müsste man schon sagen, dass es ihm irgendwie nicht so gelungen ist. Zumindest, wenn er vorhatte ein Wesen zu schaffen, das sozusagen als sein Platzhalter auf Erden dienen soll.

Da ich nicht an einen Gott glaube, kann ich davon nicht ausgehen ;) Und selbst wenn man an Gott glaubt: wer weiß schon, was dieser vorhat?

Absolute Fehlkonstruktion.

Der Mensch hat ein Privileg, mit dem er umgehen soll, andern falls reißt er sich mitsamt der Umwelt in den Untergang, und das scheint zur Zeit der Fall zu sein, mehr denn je, die einzigen, die dagegenzuhalten vermochten, waren die Ureinwohner. Dort wurde die Natur als heilig angesehen, sie haben genau das erreicht, wovon jede Hochkultur oder Zivilisation träumt: Ewig zu währen. Klingt zwar nihilistisch, ist aber so; Was nicht da ist, kann nicht zerstört werden. Die amerikanischen Ureinwohner zum Beispiel leben seit über 30.000 Jahren auf die selbe Weise. Die Ägypter sind nach wenigen Tausenden zusammengefallen.

Vor allem die europäische Gesellschaft seit der Globalisierung baut viel Scheiße, viel lebensverformende Scheiße, wer zum Teufel braucht Sachen wie Monsanto, PayPal, McDonalds, einen Supersportwagen vor jeder Haustür …

Schaut euch das mal an:

http://www.youtube.com/watch?v=ZPWH5TlbloU# :)

Hm, zunächst mal finde ich den Thread-Namen ein wenig irritierend. Auch wenn du ihn in “” gesetzt hast, jedem der im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte ist sollte ja bekannt sein dass der Mensch nicht plötzlich einfach da war, weil irgend ein Gott mit dem Finger geschnippt hat. Aber das nur am Rande. :)

Persönlich halte ich den Menschen nicht für eine “Fehlkonstruktion”, wobei man wohl eher den Begriff “Fehl-evolution” nutzen sollte. Auch wenn sich sicher darüber streiten lässt, ob die Richtung in die sich der Mensch entwickelt ‘richtig’ oder ‘falsch’ ist.
Der Mensch ist eine, aber bekanntermassen nicht die einzige hochintelligente Tierart (ich tituliere das jetzt mit Absicht so) auf diesem Planeten. Nehmen wir mal an der Mensch schafft es tatsächlich irgend wann sich selbst zu zerstöhren: wer sagt uns denn das die dadurch entstandene Lücke an der Spitze der Evolution nicht durch eine andere Art ausgefüllt wird, die sich nach einigen Jahrtausenden der Evolution genauso verhält?
Ganz utopisch gesehen, (weil ja schon so schön Jurassic Park angesprochen wurde) was wäre passiert wären damals die Dinosaurier nicht ausgestorben? Es ist ja inzwischen nachgewiesen das einige Arten ebenfalls hoch intelligent waren und ein primitves sozialverhalten und eine sprache hatten, die mit den ersten Urmenschen vergleichbar ist. Nur mal als Denkanstoss.

Der Mensch ist eine intelligente und soziale Spezies, die durchaus das Potenzial hat sich in eine Richtung zu entwickeln, in der sie in der Lage ist mit der Natur wieder im Einklang zu leben ohne ihren technischen Standart aufzugeben. Die Tendenz geht ja bereits dorthin, siehe alternative Energien usw.
Das unser System einfach momentan noch nicht so weit ist steht ausser Frage. Solange die Gesellschaft so viel Wert auf selbstbereicherung und Konsum legt, wird es schwer diesen Punkt zu erreichen. Wenn man den Menschen nicht die Chance gibt diese Möglichkeiten zu nutzen, einfach weil z.B. Biostrom derzeit einfach noch viel teurer ist als ‘normaler’ Atomstrom etc, und sich die wenigsten Normalbürger Solarzellen auf ihren Häusern leisten können, haben wir noch einen sehr sehr weiten Weg vor uns. Und das ist nur einer von vielen Punkten.
Die Frage ist nur ob die Menschheit es noch rechtzeitig schafft, bevor sie sich selbst ausrottet.

Und seinen wir mal ganz ehrlich: Gefühlsregungen und Charakterzüge wie ‘Neid’ und ‘Egoismus’ sind nicht nur den Menschen vorbehalten. Zuerst einmal an das eigene Überleben zu denken ist ein Urinstinkt jeder empfindungsfähigen Lebensform. ‘Egoismus’ ist nur ein neumodisches Wort dafür.

Ebenso kann man bei jeder Art die ein Rudel- oder Sozialverhalten hat, und sei es noch so primitv, Revierkämpfe und eine unterdrückung schwächerer Rudelmitglieder erkennen. Also im Grunde nichts anderes als das was der Mensch auch praktiziert. Nur weil wir mit Hilfe von Technologie und über jahrtausende entwickelte Verhaltensweisen diese Handlungen ‘perfektioniert’ haben, ist der Grundgedanke mmn. der Gleiche.

Naja. Sobald die Welle erstmal entfesselt ist …

Menschen lieben den Schwachsinn, verachten die Natur, es wird nie was …

@Kasumi

Was meinst du mit “Privileg des Menschen”?
Privileg heißt Vorrecht, welches durch jemanden erteilt worden ist. Durch wen? Gott?

Du pauschalisierst. Worin besteht das Verachten der Natur, von der wir abhängig sind? Unsere Computer können wir nicht essen, unsere Fabriken produzieren kein Wasser, keine Luft zum Atmen. Der Mensch hat den Vorteil, dass er bis zu einem gewissen Grad die Zukunft vorraussagen kann. Wieviele Technologien haben wir aus der Not heraus entwickelt und nicht, um irgendetwas zu zerstören?

Sag mal, Kasumi, kann es sein, dass du ziemlich verbittert bist? Deine Weltanschauung erscheint mir sehr pessimistisch.

Der Mensch liebt nicht den Schwachsinn und er verachtet auch nicht die Natur. Die Schwäche, sozioökonomisch gesehen, die der Mensch hat ist, dass er absolut egoistisch ist. Dadurch kann so etwas wie der Kommunismus nicht funktionieren obwohl die Idee an sich nicht schlecht ist. Mit absolut egoistisch meine ich auch das, was Tieren zu eigen ist. Jedes Lebewesen ist egoistisch. Man nennt es auch Überlebenstrieb. Allerdings gibt es Unterschiede zwischen absolutem Egoismus und relativem. Bienen zum Beispiel sind relativ egoistisch. Sie tun alles für den Staat, zum Beispiel sich opfern. Auch Nackmulle sind relativ egoistisch. Sie tun alles für die Königin. Ein Wolfsclan ist in sich sowohl relativ als auch absolut egoistisch. Wölfe töten, um ihr eigenes Fortbestehen zu sichern, aber kein Wolf würde sich je opfern. Deswegen gibt es neben Rudeln immer wieder Einzelgängerwölfe. Aber sie kehren meistens zurück in die Gesellschaft, aus Egoismus. Sie brauchen den Schutz des Rudels. Der Mensch allerdings ist in seinem absoluten Egoismus perfekt. Das hat nichts mit seiner Natur zu tun, es hat mit der moralischen Entwicklung zu tun.
Gleichzeitig ist der Mensch in seinem Egoismus jedoch nicht weitsichtig. Ein egoistischer Mensch muss eigentlich weit in die Zukunft planen, um sich seinen Egoismus auch noch später leisten zu können. Allerdings ist der Mensch zumeist nicht bereit in der Gegenwart zu verzichten, um in der Zukunft zu haben.

Dennoch kann man den Menschen zweifellos als das intelligenteste Geschöpf bezeichnen, denn er kann eine Intelligenz entwickeln, die seine übersteigt. Ein Mensch kann keinen Computer perfekt programmieren, denn ein Mensch macht Fehler. Aber ein bestmöglich programmierter, immer noch fehlerhafter Computer kann eine KI, eine künstliche Intelligenz erschaffen, die fehlerfrei programmiert ist. Damit hat sich der Mensch über alles erhoben, was in er bekannten Welt als möglich gilt.

Ob der Mensch eine Fehlkonstruktion ist? Wie kommt ihr darauf? Vielleicht, weil er nicht so scharfe Zähne hat wie ein Wolf, nicht so gute Augen wie ein Adler und nicht so schnell laufen kann wie ein Strauß? Weil der Mensch … nicht an seinen Lebensraum angepasst ist?
Wozu sich an seinen Lebensraum anpassen, wenn man seinen Lebensraum an sich anpassen kann?

Übrigens sind von dem Egoismus beeindruckenderweise Mütter ausgenommen.

Einige Individuen taugen was, andere Individuen taugen weniger, ein paar gar nichts.
Wenn es einen Gott gibt, war der definitiv nicht nüchtern, als er uns zusammen geschraubt hat. Oder er hat kein Talent, was ich widerum bei der gut abgestimmten Natur nicht so ganz glauben kann.
Man merkt, Ich beurteile das Individuum, nicht die Menschheit an sich.
Für mich ist es keine Frage der Masse, sondern das Individuum, das sich behaupten muß, um den Schwung der Masse auszubremsen, zum Nachdenken anzuregen und eine Änderung herbei zu führen. Das Rudel braucht grundsätzlich eine richtige Führung, dann klappt das auch. Aber das Problem der richtigen Führung… ja. Ich denke, diejenigen, die nicht wollen wären am ehesten geeignet und deshalb sind sie auch nie dort, wo sie sein müssten.

Ein moralisches Urteil über eine Spezies als Gesamtes zu fällen ist mMn herzlich sinnlos - erst recht, wenn man selbst dazu gehört. Klar, die Menschheit insgesamt richtet einigen “Schaden” an (wobei allein schon der Begriff “Schaden” einzig und allein aus menschlicher Perspektive Sinn macht!), aber seien wir mal ehrlich: die Trilobiten damals waren nicht viel “netter”. Die haben auch alles gefressen, was ihnen unterkam, und dabei vermutlich auch die ein oder andere Art hopsgehen lassen… Und in geologischen Zeiträumen hat sich das alles als völlig bedeutungslos herausgestellt. XD Jeglicher “Schaden” am Planeten kann als kurzfristig angesehen werden. (Es sei denn, jemand schafft es, den gesamten Planeten zu sprengen - und in dem Fall hat sich das Problem ohnehin von selbst gelöst.) So, und jetzt hätte ich gern eine moralische Einordnung von Trilobiten. <3

Ein moralisches Urteil lässt sich glaube ich schon alleine deswegen nicht fällen, weil wir Teil einer speziellen Moralvorstellung sind. Wir hier in Mitteleuropa unterliegen der seit 2000 Jahre christlich geprägten Moral, die bestimmt nicht die schlechteste ist. In Indien ist seit mindestens, doppelt wenn nicht dreimal so langer Zeit der Hinduismus vorherrschend. Und so weiter und so fort. Man müsste jetzt ein rein theoretisch theologisches Modell aufbauen, ob man einen Menschen frei von moralischen Vorstellungen erziehen könnte, so dass dieser dann ein Urteil darüber fällen könnte. Oder wäre es vielleicht besser, ein Mensch wächst in allen moralisch kulturellen Kreisen auf und kann sich so sein bestes Bild zeichnen? Aber dann ist es immer noch nur eine Meinung, und eine Meinung ist kein logischer, chemischbiologischer Prozess, sondern eine unlogische, zufällig erscheinende Anordnung von Gehirnströmen, die aus Beobachtung, Erfahrung und Naivität resultieren. Bei den meisten menschen bin ich nämlich der festen Überzeugung, dass ihre Meinung nichts mit Nachdenken zu tun hat.

Naja, mit etwas Glück studiere ich ab nächstem Semester Vergleichende Kultur- und Religionswissenschaft, vielleicht weiß ich dann mehr xD

Das Privileg, die Umwelt zu verändern, und zwar drastisch: Atombomben, Planierraupen, Kraftwerke, … Und wir sehen alle, wohin das führt, wenn man das ausnutzt …

Hm, Kageko hat schon Recht. Privileg heißt, dass jemand der einzige ist, der etwas darf. Wer hat es ihm gegeben?
Außerdem muss man sich fragen: Hat der Mensch das Privileg, die Erlaubnis, die Welt zu zerstören, zu schalten und zu walten wie er will? Nur weil er kann? Klingt für mich nicht gut.

Das erinnert mich an diese Geschichte mit den Grundstücken auf dem Mond. Die Amerikaner betrachten den Grund und Boden auf dem Mond als ihr Eigentum. Alter?! Ich mein … ALTER?! Soll’n des? Da kann ja jeder kommen.

Aber genau so ist es leider. Da kann tatsächlich jeder kommen. Als die Menschen sesshaft geworden sind haben sie sich einfach unter den Nagel gerissen, was sie haben wollten.

Ihr kennt alle den Ausspruch Darwins “The Survival of the fittest.”? Im Deutschen fälschlicher Weise mit “Das Überleben der Stärksten” übersetzt. To fit (in) heißt aber hineinpassen. Angepasst sein, hat nichts mit stärke zu tun. Der Stärkste gewinnt nicht. Ein Eisbär kann noch so stark sein, die Kälte ist stärker. Der Wal kann noch so groß sein, der Ozean ist größer. … Versteht ihr? Es geht darum, angepasst zu sein.
Womit ich auf den Menschen zurück komme. Er passt nicht sich der Umwelt an, wie ein Tier, das sich einen Winterpelz wachsen lässt, er passt die Umwelt sich an, indem er Feuer verbrennt um sich daran zu wärmen. Er verändert einfach die Spielregeln zu seinen Gunsten.

wenn an daran denkt und ein gutherziger,naturfreund ist,denkt man “nein,wir sind monster,wir sollten nicht existieren”.
aber wenn man sich das so anschaut,findet man sowohl nachteile als auch ein paar vorteile.
schlecht ist es natürlich,was wir mit der umwelt anstellen.
na klar,wir züchten die tiere auf,aber ist das ein schönes leben für sie?
im medizinischen,organischen,gefährlichen,einfach nur ekligen,sonder- müll?
schon mal weltraumschrott gehört?
woher soll das kommen als von uns?
ich hab mir warly angeschaut,süß aber eine grauenhafte darstellung der zukunft.
leute,es könnt wirklich so sein!
einfach nur schimm.

wenn man sich die ** guten ** dinge anschaut,ist das wohl ein nu sehr schwacher trost.
aber immer hin.
manchen tieren geht es doch gut.
viele sind bedroht,aber denkt man an unsere hunde und katzenfreunde,leben die doch recht einfach,ohne jagen und so.
wir retten ja auch leben und zerstören sie nicht nur.
zählt mir noch ein paar dinge auf,mir fällt nichts mehr ein :(

@Bluecat11
Damit hast du bestimmt recht, aber was hat das mit der Frage nach einem Gott zu tun? Oder mit der Eingangsfrage, ob der Mensch besser nie hätte existieren sollen?

ich wollte damit sagen ob es anderen lebewesen und der welt denn besser geht mit uns.
das heißt,ich finde,es ist nicht gut das wir existtieren,vllt biegt sich das irgendwann in die richtige richtung.
wir sind alle kleine teufelchen muahahahaa :bäh:

Das was du geschrieben hast, ist aber sehr subjektiv. Das kannst du nicht auf alle Menschen übertragen. Es gibt Menschen (auch Nicht-Vegetarier darunter), die sich sehr wohl gut um Tiere kümmern und Nutztiere würdevoll aufziehen.
Der Mensch entwickelt außerdem immer wieder neue Technologien zur Müllverarbeitung oder auch zur Müllvermeidung. Beispielsweise Plastik aus Pflanzen anstatt aus Rohöl.
Wen stört Weltraumschrott? Das Weltall ist voll von “Schrott”.

Du definierst den Menschen über das Tier. Definierst du die Daseinsberechtigung des Tieres auch über den Menschen?