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Bin ich ein guter Zeichner?

Das Thema habe ich noch gar nicht gesehen, wie interessant mal ein paar der Selbsteinschätzungen zu lesen, ich finde das immer wahnsinnig schwer.
Ich bin jedenfalls eine mit der Mehrheit.

Hier mal meine Gedanken zum Thema:
In meinen Augen ist ein guter Zeichner/Künstler/Maler (wie auch immer man sich selber auch bezeichnen möchte) jemand der immer darauf bedacht ist das möglichste seiner Fähigkeiten auszuschöpfen und auch mal an seine Grenzen zu kommen und vielleicht zu versuchen sich über diese hinweg zu setzen.
Der in seine Bilder Herzblut, Liebe, Leidenschaft steckt und nicht nur schnell, schnell mach.
Jemand der seine eigenen Werke selbstkritisch beäugen kann und auch zu seinen Fehlern stehen kann und auch offen für Kritik ist, egal von wem sie kommt und sie auch annehmen kann und versucht sie umzusetzen.
Der aber auch nach seinem Bauchgefühl geht.
Jemand der mit seinen Bildern und in seinem Tun aufgehen kann.

Ich finde es oft Schade wenn man beginnt für die Masse zu Zeichnen und seinen eigenen Charakter verliert.
Wer aber die Kurve kratzt und dabei seinen Charakter und Charme behält, dem gebührt mein voller Respekt. :)
Man sollte sich die Treue halten(innerhalb seiner Bilder), das ist mMn sehr wichtig.

Ich selbst würde für mich sagen, ich bin ein relativ guter Zeichner, ich bin (für mich) zufrieden.
Ich übe jedoch jede freie Minute mich in allen Schwachpunkten zu verbessern und versuche alle Kritikpunkte zu sammeln die mir zugetragen werden und zu filtern was jetzt objektiv oder subjektiv ist und ziehe mir heraus was ich davon gebrauchen kann um mich weiter zu entwickeln, denn es heißt ja so schön, man lernt nie aus.

Es gibt einfach Punkte in denen man eher schwächer ist und andere in denen man eher stärker ist und bis man alle perfektioniert hat vergehen einfach Jahre und manche erreichen halt ihre Zeile schneller andere langsamer und es gibt Dinge die fallen einem unterschiedlich leicht oder schwer. :)

Oh ja, ich finde, dass das ein wichtiger Punkt ist. Sobald man anfängt ausschließlich Gefälliges für die Masse zu zeichnen, bezweifle ich, dass man sich in seinem Können noch groß weiterentwickeln wird, wenn man immer nur denselben Geschmack bedient. Allerdings gehört auch Selbstvertrauen und Mut dazu, seinen Fans mal etwas Neues/Anderes zu präsentieren auf die Gefahr hin, dass es ihnen vielleicht nicht gefällt.

Also ich bin im Großen und Ganzen zufrieden mit meiner Arbeit. Man hat halt seine Hochs und Tiefs, so ist das immer. Aber alleine wenn ich zum Anfang meiner KAKAO-Karten Galerie schaue und mir jetzt die letzten Karten ansehe, bin ich schon merkbar besser geworden. Das motiviert.
Zu Motivationszwecken spare ich auch alte Skizzen von mir auf. Ich habe sogar noch ganz alte Zeichnungen von mir aus der Grundschule.
Es passiert natürlich schon oft, dass mir einfach nichts gelingen will, weil ich unkonzentriert bin oder einfach nur uninspiriert. Das ist natürlich dann sehr frustrierend, aber für mich kein Grund aufzugeben. Manchmal übe ich dann irgendwas, was ich noch nicht so kann, Hände oder Füße zum Beispiel, oder ich versuche eine bestimmte Pose nachzuzeichnen.
Das schöne an der Kunst ist schließlich, dass es so viele Möglichkeiten gibt :-) Materialien, Stile, alles so schön variabel :-)

Ich bin zufrieden mit meinen Zeichnungen, möchte mich aber verbessern.

Ich denke, dass ist ein guter Standpunkt. Man darf sich selbst nicht ausbremsen, indem man sagt, dass seine Arbeit schlecht ist, denn das wirkt auf andere so, als würde man nur Lob und Bestätigung hören wollen (Ähnlich, wie wenn jemand sagt, dass er hässlich sei)
Doch sich zu sehr in den Himmel loben sollte man auch nicht. Wahrscheinlich wirkt man dann auf andere überheblich und bremst sich damit selbst aus, da man sich ja scheinbar nicht verbessern muss, da man ja bereits so gut ist.

Eine Mitte aus beiden ist sicher gesünder und auch realistischer. Man ist nie “schlecht”, immerhin ist es Geschmackssache und Kunst, aber man auch auch nie perfekt sein.
So sehe ich das und so ist nun mal das Leben ;)

Ich sowas von unzufrieden mit meinen Zeichnungen. Ich weiß nicht warum, ist halt so. Ich versuche mich andauernd zu verbessern. Bei Langerweile in der Schule schreibe ich immer an meine rGeschicht und versuche sie zuhause umzusetzen. In meinen finde ich einfach keine Verbesserungen. Das demotiviert mich total.

Ich kenne, dass auch das Gefühl nie besser zuwerden egal was man macht und immer unzufrieden ist. Mhm, den einizigen Tipp, denn man dann geben kann ist, üben, üben, abzeichnen und aus seiner Comfortzone raus zukommen.

Und nicht den Fehler machen, wie ich seine Bilder, die einem nicht mehr gefallen, wegzuschmeisen. Sondern zuschauen wie man sich verbessern kann.

Ich bezeichne mich nicht gut, aus dem einfachen Grund, dass ich nicht die Erfahrung und das Niveau dazu habe mich als gut zubezeichnen. Ich versuche im moment einen Stil zufinden, der anders ist als, dass was die meisten Mangazeichner und Comiczeichner zeichnen, etwas das halt noch nicht da ist. Deshalb herscht in meiner Galerie mehr oder weniger Chaos, da ich keine direkte Linie habe, an das ich mich halte, sondern, dass mache wie ich will und oft Stiländerungen vornehmen und nur die aktuellsten Karten meinen aktuellen Zeichenstand entsprechen.
Und meine Comfortzone hab ich echt schon oft verlassen, ich bin gespannt wie es sich weiter entwickelt, mir wird immer nur gesagt, dass ich mich stark steigere, aber dies passiert nur durch Übung :)

Ich halte mich für einen ziemlich chaotischen und wankelmütigen Zeichner. Gut? Eher selten. Ab und an passiert es mir dass ich eine Karte zeichne bei der ich denke: “WTF, die hab ich gezeichnet?!”. Das sind dann Momente, die mir Hoffnung machen und mir einen Ansporn geben, es weiter zu versuchen. Auch wenn mir im Nachhinein noch Dinge auffallen, die mir nicht so gefallen. Aber ich denke dass geht vielen so - die eigenen Fehler kommen einem öfters ziemlich schwerwiegend vor.

Hauptsächlich zeichne ich, weil es mir Spaß macht. Weil ich das Gefühl mag eine Karte fertig zu bekommen die mir selbst auch gefällt. Und weil es gegen meinen Reizhusten hilft oo".

Immer wenn ich hier so reinles, möcht ich laut rufen: “Ey, werdet mal locker!”

Ich kanns gar nicht oft genug sagen, aber wer nicht lernt sich selbst zu akzeptieren und seinen aufs Blatt ergossenen Hirnrotz zu lieben, wird nie, nie, niemals! In irgend einer Weise sagen können “ich bin stolz auf mich und was ich kann!”.
Natürlich im gesunden Maß, Selbstüberschätzung ist auch ungünstig.

Ich hab all den Stress hinter mir gelassen besser sein zu wollen und seither gehts mir viel besser.
Natürlich klingt das aus meinem Mund bestimmt komisch, weil ich bezeichne mich mit Fug und Recht als gute Zeichnerin. Nicht überragend, aber es reicht scheints für eine Nelia-Fanbase.
Aber ich hab auch nicht von Anfang an so gemalt wie heute. Ich hab mit 14 echt übel schlimmes Zeug produziert und war stolz wie bolle xD
Bis das Internet kam und ich “gelernt” habe, dass sich selber gut finden verpönt ist. Und dass man sich kontinuierluch verbessern muss. Dieser Zwang blockiert. Ständiges Vergleichen mit anderen frustriert und das Anders sein kommt von ganz allein.

Und jetzt hab ich vergessen, was ich noch schreiben wollte.
Findets gut oder findet euren eigenen Weg. Aber mit Frust wird das nix.

Hey Leute,
ich hab meine Stimme jetzt geändern. Vor einigen Jahren hab ich für “ok, aber besser werden pflicht” abgestimmt, aber nun find ich das Besserwerden total unwichtig. Ich habe keine Zeit zu Zeichnen und bin froh, falls ich mal überhaupt einen Stift in der Hand halte (sei es auch nur um den Einkaufszettel zu schreiben X_X). Meine Kakaokarten, die ich noch besitze bzw. als letztes gemalt habe, bekamen so einen unglaublichen Wert und ich bin richtig stolz auf meine ganzen Karten. Ich find jetzt jede Karte schön und freue mich, wenn ich sie angucke bzw. tauschen kann. Denn das wichtigste dabei ist: ICH habe sie gemalt und fertig bekommen, so wie ich das zu dem Zeitpunkt der Erstellung wollte. Deswegen bin ich jetzt so unheimlich froh, so viele Karten gezeichnet zu haben, als ich dazu die Gelegenheit dazu hatte.
Und vielleicht regelt sich mein Alltag in den nächsten Monaten und ich schaffe es doch 2-3 h Zeit zu finden um etwas neues zu Zeichnen… Oder ich bekomme eventuell einen Auftrag, der mir bei der Zeitfindung helfen würde… nie aufgeb :wiiii:

Hab grad keinen Plan, ob ich hier überhaupt schon geschrieben hab. ö_ö

Aber ernsthaft, wenn ich hier Zeichner sehe, die noch so unheimlich jung dabei sind, die sich schon fertig machen… na prost Mahlzeit. Wie Nelia schon sagte, keiner zeichnet von heute auf morgen wie ein Ultrapro.

Überhaupt ist “ultrapro” auch Ansichtssache! Sicher möchte man zu den Guten gehören, aber Zeichnen ist ein Handwerk. Sowas entwickelt sich mit der Zeit und mit viel Übung und jeder braucht unterschiedlich lang, bis er einen gewissen Stand erreicht hat, mit dem er selbst auch zufrieden ist. Und das schließt zeichnerische Perfektion sowieso von vornherein aus, die gibt es nämlich nicht. Man selbst ist sich sowieso immer der schärfste Kritiker - gilt btw generell für alles, was man so macht.
Manchmal stellt sich auch heraus, dass Zeichnen einfach nicht das Hobby für einen ist. Und auch das ist in Ordnung.

Ich halte mich auch nicht für sonderlich megageil, aber das muss ich auch gar nicht sein. Wer meine Sachen nicht mag, bitte. Ich mag auch nicht jedermanns Sachen, das kann am zeichnerischen Können oder auch am Stil liegen. Total normal.

Bis zu dem Punkt habe ich auch lange gebraucht und manchmal breche ich ein. Völlig normal, wenn ihr mich fragt. Aber deswegen lasse ich mir mein Hobby nicht madig machen, noch lasse ich mir erzählen, dass ich dieses oder jenes muss, um “gut” zu sein.

Ich mag, was ich zeichne und ich bin mit vielem auch sehr zufrieden. Ich mache viel Verschiedenes und kann eigentlich inzwischen alles darstellen, was ich darstellen möchte.
Natürlich kann ich nicht den Stil von Ultraprozeichner XXX sofort nachstellen, aber will ich das auch?

Ich habe einigen Leuten hinterhergeschnüffelt, die früher die gleichen Fanarts mit immer gleichem Kram gemalt haben wie ich. Die sind inzwischen alle super krass, haben eine echt gute Technik in ihrem einen Malmedium. Deutlich besser als ich. Aber ich möchte nicht mit ihnen tauschen, denn ich halte ihre Bilder auch heute für genau so leer wie unsere alle damals waren. Meine Bilder halte ich nicht für leer, auch wenn sie technisch deutlich drunter liegen.
Mir sind Komposition und Bildinhalt wichtiger. Und das macht mich glücklich, ein Bild anzuschauen und nicht nur die technische Leistung darin zu sehen.

Man kann sich natürlich in allem verbessern. Aber ich mach das lieber, indem ich irgendwas Neues ausprobiere. Ich habe noch nie ein Glas gemalt? Dann jetzt! Ich habe noch nie mit einem bestimmten Medium gemalt? Dann jetzt! usw… Direktes üben langweilt mich und bisher hat sich dadurch noch nie etwas zeichnerisch bei mir gebessert.

Also ich kenn von mir das ich mich selbst oft kritisiere und mit meinen Sachen erst einmal nicht zufrieden bin. Wenn ich eine Skizze habe die mir gar nicht gefällt, leg ich sie meist weg und schau paar Tage später wieder drauf.
Anfangs hab ich mir auch immer viel Stress gemacht wenn ich nach nem Jahr rein gar keine Besserung in den Zeichnungen gesehen habe. Doch das hat nur zu Zeichenblockaden geführt weil man sich etwas vorgenommen hat, was man nicht erreichen kann.
Da ich ja kaum Zeit zum zeichnen habe durch Arbeit und co. Ich hab mir seit vorletztes Jahr vorgenommen nur noch in dem Sinne für mich zu zeichnen,nicht dieses unbedingt perfekt sein immer vor Augen zu haben, weil man mit anderen Zeichnern mithalten möchte.
Ich stecke nun lieber meine Liebe zum Zeichnen rein, nutze es zum Abschalten vom Alltag.Natürlich motz ich hin und wieder auch über meine Bilder rum, wenn ich was verbockt habe und weiß das ich es eigentlich besser kann, aber den Stress perfekt sein zu müssen, will und tu ich mir nicht mehr an.

Für mich macht ein guter Zeichner nur eines aus. Das er Spass an dem hat was er tut und seine Gefühle über die Kunst zum Ausdruck bringen kann. Denn was nutzt ein perfekt gezeichnetes Bild, wenn es gefühlslos wirkt.

Aus aktuellem Anlass… Ich fühle mich gerade ziemlich schlecht.
Eigentlich war ich ziemlich zufrieden mit mir, aber meine Unsicherheit hat mir mal wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht.
Mein Problem: Ich mag eine Karte und hatte Spaß daran sie zu Zeichnen - und dann wissen Leute teilweise nicht mal, wie rum sie die Karte halten sollen. Und ich find die Karte eigentlich gut - in solchen Momenten frag ich mich, ob ich eine verquere Sichtweise hab. Und irgendwo nimmt es mir im Nachhinein dann auch ein bisschen den Spaß.
Und ich WILL positives Feedback. Ich möchte dass mir Leute sagen, dass sie toll finden was ich mache.
Was ziemlich sinnlos ist, da ich dann sowieso immer denke: “Die wollen doch nur nett sein.”
(Selbst wenn es Freunde sind, die die Karte sogar gerne selbst haben wollen würden.)
Das geht so weit dass ich nicht mal weiß, ob ich Leuten meine STA Karten überhaupt zumuten kann, da ich mir nicht so sicher bin ob ich meine eigenen Karten überhaupt beurteilen kann. Was ist wenn ich die gut finde, aber sie eigentlich doch sch***e sind?
Urgs… ich wünschte ich könnte behaupten, dass mir das am Allerwertesten vorbei geht.

Im Grund mag ich das, was ich mache sehr gern. Sonst würde ich es nicht zeichnen.
Ich zeichne aus Spaß an der Freude, ich liebe es die Farben zu mischen, zu sehen, wie Schritt für Schritt ein Bild immer mehr an Struktur erlangt und irgendwann fertig ist.
Mit meiner Leistung bin ich im ersten Moment dann sehr zufrieden. Ich schaue das Bild an und sage mir: Wow! Darauf solltest du jetzt echt stolz sein.

Und dann… ja, dann kommt das blöde Internet dazu. Es ist ein zweischneidiges Schwert. Es hat gute Seiten. Es hat schlechte Seiten. Ich mag meine FB-Seite. Ich poste gerne meine Sachen, ob nun Skizzen, WiPs oder fertige Bilder. Ich mag die Resonanz die ich bekomme. Es sind zwar immer die selben Leute, aber das ist mir egal, ich bekomme Feedback, was ich auf anderen Plattformen (leider auch hier) nicht bekomme. Aber ich sehe auch die Bilder von anderen Zeichnern. Leuten, die ich, nicht ganz vergöttere, aber doch zu denen ich aufschaue und dann schaue ich zurück auf mein Bild und da kommt es ganz langsam und leise: das Gefühl, einfach nicht gut zu sein.

Und dieses Gefühl beschleicht mich leider viel zu oft. Zu jedem anderen sage ich immer: sei stolz auf dich und das, was du machst. Es ist vielleicht nicht perfekt, aber es ist ein Teil von dir. Komisch, dass ich mich dann selbst kaum an meine eigenen Worte halten kann.

Wenn ich in meine Galerie hier auf der Seite schaue, dann sehe ich eine wahnsinnig große Verbesserung. Posen, Anatomie , Colo - alles ist ein bisschen besser geworden.

Ehrlich gesagt, zeichne ich seit dem ich auf die Welt gekommen bin,
jeden Tag…und hab sogar immer eigene Zeiche-Übungstage gehabt (in meinen alten ordnern sogar noch einsehbar…hach ja welch einen Eifer ich damals als kleines Ding hatte XD) aber nach meiner 4 jährigen zeichen(und kakao)Pause…merke ich das ich mich natürlich gar nicht weiter entwickelt habe. Ok Perspektive fällt mir komischwerweise leichter, aber Anatomie und colorationen muss ich noch üben.

Eigentlich zeichne ich nur für mich und um anderen eine Freude zu machen. Ich hab es früher gehasst, wenn andere meine Bilder angeschaut habe, auch wenn ich mit Lob überhäuft worden bin, aber es war mir immer zu “privat”…wie ein tagebuch für andere eben. Deshalb war ich auch nie vorher im Internet bis vor kurzem damit. Ich will nicht damit enden meine Bestätigung und Liebe zu meinen Werken durch Feedback im willkürlichen Netz zu suchen, wie leider so viele Andere. Das zerstört einen…davon bin ich überzeugt. Es ist grundsätzlich nur frustrierend, weil man immer mehr will, als man bekommt. Immer. Zumindest wenn es einem zu wichtig wird.

Ein andere Effekt des Internets den ich aber immer gerne genutzt habe, ist mir die Arbeiten andere anzuschauen. Das ist unglaublich inspirierend und manchmal verlier ich mich darin…Auf der anderen Seite, frustriert es mich teils sehr, wenn mir ein Stil eines Künstlers oder ein einzelnes Bild sehr gut gefällt, welchem ich schlichtweg nicht das Wasser reichen kann. Momentan habe ich so eine Phase…Ich übe wie eine Wilde…wie damals vor der Pause.

Ich hasse meinen Zeichenstil beziehungsweise das ich in meinen Augen KEINEN habe. Das ist das schlimmste.
Nichts “wiedererkennbares” oder “besonderes” was ich so bei vielen anderen Zeichnern sehe. Das macht mich fertig.
Ich stelle mir die Frage wie es früher war?
Ich hab einfach gezeichnet ohne groß einen Gedanken daran zu verschwenden…
Und nun weiß ich nicht mehr ob sie ein Zeichenstil einfach entwickelt oder ob manche sich bewusst dafür entscheiden?
Wie ist es bei euch?

Ich meine, es gibt Stilrichtungen, die gefallen mir so gut, das ich am liebsten in diese Richtung üben würde, bis ich selbst so zeichne, aber dann fühle ich mich auch irgendwie wieder so “eingesperrt” weil ich ja auch nicht hin und her switchen will sondern schon bei “einer Sache bleiben”… Wisst ihr was ich meine? Hach man…

Mr- Ooh, ich glaub ich kann dich beruhigen, ich frag mich auch ständig, wie um Himmels Willen erkennen soll, dass etwas von mir ist, weil ich der festen Überzeugung bin, dass ich keinen Stil habe. Ich schaffs ja nicht mal ein Gesicht zwei mal halbwegs identisch zu malen xD Aber andere sagen mir immer wieder “ich hab sofort erkannt, dass das von dir ist”, weil viele Faktoren eine Rolle spielen. Lines, Coloration, Detailfülle, Abstraktionsgrad, Stimmung, Motive, etc.
Ich treffe hin und wieder bewusst die Entscheidung, dass ich etwas für meine Art zu malen adaptieren möchte. Manchmal klappt es, manchmal nicht, und manchmal verliere ich es nach kurzer Zeit auch wieder. Also ich denke, dass die Entwicklung eines Stils eine Mischung aus bewussten und unbewussten Entscheidungen ist.

Oh je zu dem Thema kann ich auch ein Liedchen singen
Seit ich denken kann zeichne ich und sobald ich einigermaßen zufrieden bin mit meiner Kunst begehe ich einen großen Fehler:
Ich sehe mir die Bilder meiner Vorbilder an
Dann finde ich mich wieder grottenschlecht und früher hatte ich dann lange Phasen, in denen ich deswegen deprimiert war und aufgehört hatte zu zeichnen
Zum Glück fange ich immer wieder damit an
Ich meine ich bin jetzt vier Jahre hier bei KaKAO-Karten
Das erste Jahr hab ich voller Begeisterung gezeichnet, dann hatte ich so eine Depriphase und war ein volles Jahr nicht mehr online
Dann kam ich wieder zurück zu KaKAOs und habe festgestellt: Ich bin ja besser geworden!
Und schon konnte ich wieder zeichnen

Mittlerweile bin ich da weniger sprunghaft geworden, ich denke das liegt auch an meinem Studium, weil ich dem Zeichnen und Designen nicht mehr ausweichen kann
Ich bin auch Ehrgeiziger geworden, wenn ich jetzt ein Bild sehe, das besser ist als ich zeichnen kann denke ich mir nicht ´Oh Gott ich bin so schlecht´ sondern ´Das übertrumpfe ich jetzt, und wenn es das letzte ist was ich tue!!´
Aber dafür hab ich jetzt das Problem, dass ich selbst nicht mehr sehe, ob ich besser werde oder nicht
Zum Glück hab ich dafür jetzt Trampelpfote
Ich wohne mit ihr zusammen und zeige ihr alle meine Karten, da sie mir ehrlich ihre Kritik ins Gesicht klatscht
Und sie meinte auch, ich hab keinen Stil sondern ganz viele Stile XD
Weil meine Karten teils so extrem unterschiedlich sind, dass man meinen könnte, es waren verschiedene Zeichner (<- Zitat)

Ich denke einfach da man seine eigenen Bilder immer und lange sieht, sieht man sie einfach anders
Man erkennt Zusammenhänge teils schlechter weil man sich in Fehler und Details verbeißt (kommt mir so vor)
Deshalb bin ich der Meinung: Legt euch jemanden zu, der ehrlich ist, den ihr um Hilfe und Kritik bitten könnt
Alleine funktioniert das nicht auf Dauer, man braucht immer eine außenstehende Meinung
Sowohl zum Einschätzen als auch zum Helfen

Ich bin ganz zufrieden mit meinen Zeichnungen, klar, ich finde sehr vieles bei mir Verbesserungswürdig, aber dass kommt ja mit der Zeit :)
Solange ich Spaß am Zeichnen und Malen habe bin ich auch zufrieden, ich bin kein blutiger Anfänger mehr, eher so im Mittelfeld, aber wie schon gesagt, wenn ich Spaß an einem Bild habe, dann bin ich auch zufrieden :)

Oh DrGravedancer ich könnte dich abknutschen für diese Aussage
Der Spaß daran ist das wichtigste überhaupt, ich bin froh, dass es noch Leute gibt, die das so empfinden :wiiii:
(Auch wenn es bei mir eben vielleicht nicht so klang, ich liebe Zeichnen immer noch xD)

Halte ich mich für einen guten Zeichner?

Nach wie vor nein. ^^ Ich halte mich nicht für sonderlich gut oder herausstechend. Ich falle nicht auf in der Zeichnermasse.
Aber ich habe wirklich viel Spaß an dem was ich tue :)
Im Moment probiere ich auch gerne mal Sachen aus und versuche mich an verschiedenen Stimmungen und besonders auch Hautcolorationen. Ob ich Fortschritte mache oder nicht überlasse ich anderen zu beurteilen. ^^ Am wichtigsten sit mir aber, den Spaß nicht zu verlieren, denn sonst würde ich das Zeichnen einfach sein lassen.
Aktuell habe ich mich allerdings dafür entschieden, hier an keinen Aktionen mehr teilzunehmen. Das hat verschiedene Gründe, aber im Moment würde michd as nur frustrieren ^^" ich biete auch nur selten Tauschkarten an, wobei ich durchaus Wunschtausch mache. Ich selber traue mich nicht, andere zu fragen, einfach weil ich mich dann fühle, als würde ich anderen meine Karten aufdrängen.