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Bin ich ein guter Zeichner?

Dem kann ich in den meisten Punkten (wenn nicht allen) einfach 100%ig zustimmen.

Mir geht es bei den meisten meiner Bilder sowieso im die “Message”, also im den Inhalt, und weniger um die technische Perfektion. Diese ist natürlich schön, wenn sie da ist. Ich mag es nämlich gar nicht, wenn ich eine Idee technisch einfach nicht zufriedenstellend umsetzen kann…

Ob ich ein guter Zeichner bin … könnte ich jetzt gar nicht so einfach beantworten. Das hängt wirklich auch vom Standpunkt der Betrachtung ab - wie misst man “gutes Zeichnen”. Wenn man es daran misst, ob ich perfekte, fotorealistische, Naturstudien machen kann, dann wohl eher nicht. Dazu fehlt mir die Geduld.
Aber alles was über fotorealismus hinaus geht ist meiner Meinung nach total schwer zu messen. Wer setzt dafür die Maßstäbe?

Ich selber würde mich nicht als “gute Zeichnerin” bezeichnen. Einzig aus dem Grund, dass ich nicht das Bedürfnis habe so über mich zu urteilen (gut/schlecht/mäßig). Das überlasse ich dann den anderen, die meine Bilder betrachten.

Also - bin ich eine gute Zeichnerin? :P

Ich find, diese Frage hat auch wieder fürchterlich mit dem Selbstbewusstsein und Selbstwert zu tun. Wer ein starkes Selbstwertgefühl hat und genug von Außen hört, dass er gut ist, glaubt das irgendwann und kann das auch nach Außen hin ausstrahlen. Pauschalisiert und übertrieben gesagt.

Ich würd mich übrigens nicht mal als Künstler bezeichnen. Ich bin Hobbiist. Das ist für mich ein gewaltiger Unterschied.
Aber ich mag, was ich tue, auch wenn es manchmal nicht so klingt, und ich bilde mir was auf meine Fähigkeiten ein, weil mir oft genug gesagt wurde, dass ich toll malen kann und mitlerweile bin ich sogar bereit das zu glauben.
Aber toll =/= perfekt und ich möchte anmerken, dass es kein Ziel von mir ist, irgendwas zu perfektionieren.
Ich find, “ich muss besser werden” und bla~ inzwischen derart heuchlerisch, dass ich laut kreischen möchte, wenn ich es schon wieder überall lese oder höre. Nein, man muss als Hobbiist nicht perfekt sein. Man soll Spaß an der Sache haben. Klar, Fortschritt bzw. erweiterte Fähigkeiten bringen größere Zufriedenheit mit sich, aber dieses krampfhafte “ich muss unbedingt besser werden weil wegen der Schwerkraft” geht mir mittlerweise so dermaßen auf den Zeiger, dass es nicht mehr feierlich ist.
Ich selber dachte ebenfalls lange Zeit so, und erst als ich von dieser dummen Prämisse, diesem ZWANG losließ und einfach malte, weil ich Spaß hatte - da gings ganz von allein. Klassisches selbst im Weg stehen.

Also Nein, ich bin noch nicht mal Künstler, ich bin einfach ein mehr oder minder glücklicher Hobbiist.

Wow hier wird ja wirklich heftig diskutiert und ich kann vielen zustimmen, besonders @Nelia

Ich würde mich auch nicht als Künstler bezeichnen und auch noch nicht als gut… (das hat wie man schon richtig sagte auch viel mit dem selbstvertrauen und der Umgebung zu tun)
Ich verstehe auch, dass viele durch den Zwnag den sie sich machen “ich muss besser werden” sich selbst blockieren udn ich kann diese Einstellung bei hobbisten nicht wirklich verstehen…
Ich kämpfe sehr hart darum besser zu werden und imemr neues auszuprobieren, weil ich auch beruflich malen möchte als Illustrator etc. Doch selbst ich merke, dass man unter diesem Druck nicht immer gut vorran kommt!
Ich fände es ziemlich schlimm, wenn Hobbiisten letztendlich besser wären als die Leute die das Profisionell machen, schließlich müssen die davon leben können…

Jetzt aber mal zu einem anderen Thema, ich habe am Anfang oft gelesen, dass ein guter Künstler für euch jemand ist der gute Techniken beherscht sowie die Anatomie etc.
Mir ist das föllig egal… ich finde es eher wichtig das Künstler ihren ganz eigenen Stil finden und einem egal mit was, sei es nun mit etwas was leute als hässlich oder schön bezeichnen würden verzaubern kann… ich schätze Künstler gleichermaßen die einen in eine Welt voll Schmarz als auch in eine rosa-rote welt ziehen können…

ehrlich gesagt finde ich es etwas schade, dass oft nur die Sachen als gut befunden werden oder mehr Beachtung bekommen, die sehr niedlich oder sehr real sind.

Dem ist tatsächlich so. Zumindest, wenn ich meiner Deutschlehrerin folge, die auch Kunstlehrerin ist. Sei meinte, dass Kunst nicht Können im Sinne von “fähig, perfekte Kopien zu schaffen” ist. Sondern, dass Kunst Stil ist. Und Stil entwickelt sich mit der Zeit – und ist erlernbar. In dem Sinne gibt es auch kein Talent, sondern ist alles eine Frage der Übung.
Im Grunde geht diese Einstellung ganz gut mit dem Sturm&Drang einher, denke ich. Nur ohne dieses Gottgegebene (also dem Talent) und dem Gottgleichen. Künstler sind auch nur Menschen, die auf ihre ganz eigene Art und Weise etwas erschaffen, das so und nicht anders kein anderer erschaffen kann, und die etwas im Rezipienten zum Klingen bringen.

In dem Sinne müsse ich mich aufs Mittelalter berufen, da ich einfach kein Originalgenie bin sondern mich lieber auf Vorlagen stütze, die schon da waren… und sein es Fotos… ich brauch iwie immer eine Vorlage!

Ohne externe Anregungen kommt bei mir iwie nichts zu Stande! Ich tu mich auch mit frei zeichnen immer noch ganz schwer… besonders wenns üm Bewegung, Körperhaltung und Farbgebung geht… Menschen sind so eine absolute Schwachstelle bei mir…

Aber ich versuch mich langsam davon zu lösen meine nächsten Vorlagen sollen Inhalte mittelalterlicher Texte werden zu denen ich meine Fantasie zum umsetzen gebrauchen muss… Ich hab zwar Bilder im Kopf aber kann sie meist einfach nicht umsetzen …

Was ihr hier diskutiert, ist ob man ein guter Künstler ist. Darum geht es aber laut Titel eher weniger. Die Frage ist ja, ob man ein guter Zeichner ist. Ich würde nämlich zwischen Zeichner sein und Künstler sein unterscheiden.
Für mich bedeutet Zeichner sein eher das Handwerkliche und Künstler sein eher das Kreative und Freie…
Deshalb kann man meiner Meinung nach ein guter Künstler sein, auch wenn man kein guter Zeichner ist und auch andersherum. Ich würde beide Sachen aber nicht in einen Topf schmeißen.
Natürlich geht beides miteinander einher, weil man bestimmte Grundvoraussetzungen und -fähigkeiten braucht um seine Ideen zu verewigen und auch Ideen braucht um überhaupt zu zeichnen/malen/basteln/whatever…
Trotzdem muss man es, meiner Meinung nach, getrennt betrachten, weil es 2 vollkommen verschiedene Aspekte behandelt.

Im Grunde genommen stufe ich also nach dem handwerklichen Können ab, was für ein Zeichner jemand ist, ob gut oder schlecht oder irgendwo dazwischen… Was einen guten Künstler ausmacht, steht für mich auf einem ganz anderem Blatt.

Demnach sehe ich die ganze Sache positiv: Ein guter Zeichner kann jeder werden, weil es “nur” Übung, Fleiß und Zeit braucht um besser zu werden. ^^

Wow, einige Beiträge sind so ausführlich, davon könnte man ja gleich ein Buch drucken. o:
Meiner wird wahrscheinlich sehr kurz, aber egal.

Was ich wichtig finde, sind auf jeden Fall Ideen. Ein Künstler, der kaum Ideen hat, aber diese, wenn er sie nun hätte, umsetzen könnte, ist vielleicht in der Praxis gut, aber nicht in der Theorie.

Künstler, die eine blühende Fantasie haben, und diese (wenn auch nicht perfekt) mit Herzblut umsetzen, sind für mich bewundernswert. Denn deren Zeichnungen bringen einfach mehr zum Ausdruck.

Natürlich ist jedes Talent auf seine Art und Weise etwas besonderes, aber Ideen sollte man eben schon haben. :)

Mir geht es genau so und Personen, die besser werden, die versuchen das auch. Oft gelingt mir immer die Person gut und beim Hintergrund habe ich, dann keine Idee. Habt ihr Ideen was ich tun kann um mich zu verbessern. Aber ich habe mich auch verbessert beim Zeichnen von Personen.

Das was ich dir als einziges vorschlagen kann ist, dir erst die Kulisse zurechtzulegen und dann zu überlegen, welche Rolle die Person bei dieser Kulisse spielen soll. Vielleicht helfen als Inspiration? Auf Schnappschüssen kommen ja manchmal echt sehr gute Motive zusammen. Oder dur arbeitest gänzlich ohne Kulisse - wenn dein Augenmerk auf die Personen liegt, kannst du das doch bestimmt sehr gut zu deinem Markenzeichen machen :)

Wie steht ihr zu euren Werken? Was ist euch wichtig? Richtet ihr euch hauptsächlich nach dem Geschmack der Leute oder habt ihr eigene Ziele? Was ist euch wichtig, wenn ihr andere Werke anseht? Bevorzugt ihr eine konstante Qualität und drückt bei ewig gleichen Bildern ein Auge zu, oder ist es interessanter, wenn ein Zeichner ausprobiert und dafür auch einmal eine weniger gute Karte präsentiert?

Wie steh ich zu meinen eigenen Werken?
Hm, es stinkt ja immer nach Eigenlob, aber ich denke, wenn ich meine Karten nicht mögen würde, wären sie auch nicht hochgeladen worden, und ich hatte jedenfalls Spaß dabei…

Was ist mir wichtig?
Bei meinen eigenen Karten möchte ich gerne etwas rundum stimmiges, egal ob abstrakt, gegenständlich oder gemustert. Es steckt immer Herzblut drin, wirklich gut finde ich meine Karten dann, wenn ich sie eigentlich nicht hergeben möchte…xD!

Richtet ihr euch hauptsächlich nach dem Geschmack der Leute oder habt ihr eigene Ziele?
Das kommt darauf an. Wenn ich freie Karten zeichne, mache ich, was ich will, bei Wunschtäuschen richtet man sich natürlich auch nach den Wünschen des Tauschpartners, bei STAs hält man sich an die Themen.

Was ist euch wichtig, wenn ihr andere Werke anseht?
Dass man merkt, dass da Liebe und Herzblut drin stecken, und vielleicht sogar eine kleine Geschichte. Natürlich, dass die Karte sauber gearbeitet und geschnitten ist.

Bevorzugt ihr eine konstante Qualität und drückt bei ewig gleichen Bildern ein Auge zu, oder ist es interessanter, wenn ein Zeichner ausprobiert und dafür auch einmal eine weniger gute karte präsentiert?
Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Zeichner glücklich damit ist immer das gleiche zu machen, dass merke ich auch schon, wenn sich ähnliche bis gleiche Tauschwünsche häufen.
Natürlich übt sich etwas, je öfter man es ausführt, aber ich denke, dass sich jeder gerne weiter entwickeln und neues ausprobieren wird. Komischerweise sind es bei mir oft die experimentellen oder mal nicht so ernsten Karten die, die am schnellsten vertauscht werden…^^))

Generell finde ich es schwer, eine Karte als gut oder nicht so gut zu qualifizieren, ich kann nur beurteilen, ob ich sie mag , ob sie mich anspringt, oder ob sie mich kalt lässt, gut, ein bisschen Bildaufbau, Sauberkeit bei den Lines, Licht und Schatten kann man schon beurteilen, aber manchmal stimmt alles nicht, und es ist trotzdem (deswegen?) großartig…

Hm, also bei mir ist es meist unterschiedlich… ich bin mit meiner arbeit im großen und ganzen zufrieden, möchte aber besser werden… wie eigentlich jeder ;) andererseits richte ich mich auch an die leute, denen es gefallen soll. naja, da kommt es aber auch wieder drauf an, ob ich jetzt schon tage dran saß oder halt nur so paar stunden ^^ hört sich komisch an, aber nach ner zeit mache ich eh alles nur noch schlimmer, und wenn dann noch meine mutti sagt, ja, da ist der arm zu dünn und ihr das erst natürlich am ende auffällt dann sage ich natürlich auch nö und richte mich nicht mehr danach… hm. ich bin sehr kompliziert :)

Bin mit meiner Arbeit im groß und ganzen zufrieden.

@ Takami:
Nur so kannst du doch aber was ändern. Wenn du immer nur bei deinem aktuellen Stand bleibst, nie etwas änderst, dann kommt nie die erwartete Verbesserung. Gerade, weil du daran etwas änderst, übst du ja weiterhin. Und wenn du es verhunzt, ja, mein Gott, dann hast du es verhunzt und weißt, dass du beim nächsten Mal es anders machen solltest. Hätte man damals alles beim Alten gelassen, hätten wir heute keine Autos, keine Computer oder anderes. Nur durch Veränderungen, Versuche und Experimente kam doch das alles zustande, was jetzt ist. Und genauso musst du das auch machen.

Ich stehe zu meinen Karten, ob sie nun gelungen sind oder eher misslungen. Dafür weiß ich bei misslungenen, was ich später anders machen sollte. Klar gibt es den ein oder andeern Zeichner, da möcht ich gleich mein Zeichenzeug in die Ecke werfen. Aber hey, dann muss ich eben mehr üben.

Mir ist wichtig, dass man ehrlich zu mir ist. Wenn einem die Karte nicht gefällt, sollte man das auch sagen, aber dann auch benennen, was einem nicht gefällt. Und wenn einem die Karte gefällt, dann genau das gleiche. Wenn ich was verbessern kann, immer her damit.

Wenn es um eine Wunschkarte geht, dann richte ich mich schon nach dem Geschmach der-/demjenigen. Was bringt mir das, wenn sie/er es düster mag und ich ihr/ihm ein rosanes Häschen zeichne? Nichts.
Bei meinen Karten, die ich so zeichne, kommt es immer auf meine Laune an. Da zeichne ich das, was ich will.^^

Bei anderen Werken ist es mir wichtig, dass der/die Zeichner selbstkritisch sein sollte. Und wenn man schreibt, die Karte gefällt einem nicht und auch benennt was, dann sollte der Zeichner darüber nachdenken und nicht gleich auf 180 gehen und mit Beleidigungen oder Blacklist ankommen. Sowas ist Kindergarten. Ich meine, jeder hat seine eigene Meinung. Warum also nicht äußern dürfen?

Ich mag ausgefallenes. Also, Abwechslung sollte schon dabei sein. Und gerne auch Experimente. Wie ich bereits erwähnt habe, kann man nur durch Versuche herausfinden, was einem liegt und was nicht und so entwickelt sich eigentlich auch gleich der eigene Stil.

Ich würde mich ja nicht zu den top Zeichnern zählen. Ich bin gut, ja, mit manchen Sachen, die deutlich Verbesserungswürdig sind. Und wenn ich zufrieden bin, dann ist alles gut.^^

Am meisten habe ich probleme mit dem Hintergrung

Takami, ich möchte dir nicht zu nahe treten, aber hast du eigentlich verstanden was Gela da geschrieben, also den Sinn hinter ihrer Antwort? Irgendwie habe ich das Gefühl du hast es nicht erfasst…
Ihr Post ist nämlich recht hilfreich und wenn man dazu lernen will, ist es hilfreich auf solche Tipps zu hören.

Ja, aber oft gefallen mir meine Bilder besser, wenn es noch Skizzen sind als wenn ich sie mit einer colo versehen habe. Ja ich habe schon den Sinn von Gela verstanden und ich komme im Moment einfach nicht dazu es und ander Tipps umsetzen.

Tamiki, wenn du nicht übst, kannst du nicht besser werden. Du sagst, du willst deine fertigen Bilder nicht mehr verbessern, obwohl sie dir nicht gefallen? Also ich zerreiße (zum Leidwesen von Pink-Mink) für gewöhnlich Karten, die mir nicht gefallen, und mache sie neu. Auf die Art und Weise hab ich in eine Karte auch schon an die 30 Stunden Arbeitszeit gesteckt, aber ich würde nie eine Karte vertauschen, die mir nicht gefällt oder bei der ich das Gefühl habe, ich hätte mehr raus holen können.

Es ist nicht, dass sie mir nicht mehr gefallen, doch ich könnte es manchmal besser hinbekommen.

Für mich ist ein guter Zeichner jemand mit eigenem Stil, der abwechslungsreich zeichnen kann und eine gewisse subjektive Ästhetik in seinen Bildern hat.
Mir fällt bei vielen ‘guten’ Zeichnern auf, dass sie irgendwie immer nur das gleiche zeichnen. Ich finde man sollte sich selbst Herausforderungen stellen und nicht immer das gleiche malen nur weil man weiß, dass man dafür von anderen angehimmelt wird.
Allerdings bekommt man auch selten Kritik, mit der man was anfangen kann. Ist mir schon öfter passiert dass ich jemanden ein Bild gezeigt hatte, wo ich noch etwas vergessen hatte, die Person aber meinte “Sieht gut aus”, obwohl ich zum Beispiel vergessen hatte eine Kleinigkeit zu colorieren oder selbst wusste, dass ich etwas am Bild anatomisch total verhauen aber selbst nicht besser hinbekommen hatte.
Das finde ich allgemein echt schade, man bekommt kaum noch Kritik die einem bei den nächsten Bildern helfen.

Unter einem guten Zeichner verstehe ich jemanden der hinter dem was er tut auch stehen kann. Künstler die stets nach der Anerkennung anderer geifern kann und will ich nicht ernstnehmen, weil vom V.I.P-Syndrom schon so viele befallen sind. Ein ‘mittelmäßiger’ Zeichner der gute Ideen hat und deren Arbeiten Ausdruck und/oder eine Aussage haben sind mir tausendmal lieber als perfekte Kunstwerke die nur eines sind: tot.