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Auslandsversand in Aktionen

Es ist doch völlig egal, warum ein Aktionsleiter Leute ausschließt.

In dem Moment in dem er sie ausschließt und die Leute sich dadurch unfair behandelt fühlen, ist der Aktionsleiter schuld daran, dass diese Leute sich unfair behandelt fühlen. Weil der Aktionsleiter bewusst und aktiv bestimmte Teilnehmer ausgeschlossen hat.

Der Aktionsleiter ist NICHT schuld daran, dass Ariana in Österreich wohnt und das Porto dahin mehr kostet. Aber daran, dass er sie von seiner Aktion ausschließt ist er sehr wohl Schuld.

Weil dazu hat ihn keiner gezwungen. Das hat er ganz freiwillig getan.

Und wenn ein Brief in der Post verloren geht, dann ist das doof und natürlich ist er da nicht schuld, aber ein ganz anderes Thema.

Wenn ein Brief “verloren geht” weil der aktionsleiter ihn verschwinden lässt weil er die Karten gerne selber behalten will, ist er auch schuld und wahrscheinlich der treffendere Vergleich weil auch hier hat er sich bewusst dazu entschieden.

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Der Aktionsleiter ist NICHT schuld daran, dass Ariana in Österreich wohnt und das Porto dahin mehr kostet. Aber daran, dass er sie von seiner Aktion ausschließt ist er sehr wohl Schuld.
Weil dazu hat ihn keiner gezwungen. Das hat er ganz freiwillig getan.

Also nochmal. Der Aktionsleiter hat Ariana gerade NICHT aktiv ausgeschlossen, sondern es der logischen Konsequenz von Geografie und Zufall überlassen. Sie kann schon teilnehmen, aber wen willst du dazu zwingen das Zusatzporto zu zahlen, wenn niemand gesagt hat er würde es freiwillig übernehmen? Wenn jemand sagt er übernimmt das Porto nicht, wird ausgelost es zu übernehmen und springt deswegen dann ab, wurde der dann “ausgeschlossen”?
Ich fände es unfair von vorneherein ausändische Teilnehmer auszuschließen, OHNE die Option überhaupt zu lassen, dass sich andere Teilnehmer bereit erklären. Aber das ist nicht taktvoll, weil das den Fakt bloßstellt, dass sich Dinge logisch bedingen, obwohl es nicht fair ist.
Manchmal sind Dinge unfair und scheiße und es ist niemand schuld.

Wenn Ariana nicht in Österreich, sondern in Korea leben würde, müsste der Aktionsleiter sie immer noch teilnehmen lassen? Ab wie viel extra Portokosten wäre es ok, wenn der Aktionsleiter diese Haftung nicht mehr übernimmt?

Also ich finde ehrlich gesagt schon dass man einen Aktionsleiter der z.B. nicht bereit ist sich mit dem Thema auseinander zu setzen als “unfair” bezeichnen kann. Dadurch ist er ja kein schlechter Mensch. Aber wenn man eine Regel trifft aus welchen Gründen auch immer obwohl es durchaus Alternativen gäbe, sollte man finde ich auch dazu stehen dass man in diesem Punkt vielleicht nicht ganz fair ist.

Edit: Btw ist NIEMAND immer und absolut fair in allen Bereichen. Ich habe Freundeschon unfair behandelt und Freunde haben mich auch schon unfair behandelt. Wir mögen uns trotzdem und versuchen dann einfach Lösungen zu finden mit denen alle Betroffenen leben können.

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  1. Ob man sich fair oder unfair verhält muss nichts mit persönlicher Sym- oder Antipathie zu tun haben. Wenn ich in einer STA eine Karte von User A mit Begründung X ablehne und dann aber 3 Tage später eine Karte von User B, die genau dasselbe Problem hat (und keine anderen Gründe, warum sie trotzdem zulässig ist), zulasse weil ich eine Migräne habe und keinen Bock habe, zu diskutieren, dann kann sich User A berechtigt beschweren, dass das aber unfair ist. Und das, auch wenn ich weder gegenüber User A noch User B irgendwelche persönlichen Sympathien hätte.

  2. Manchmal gibt es in einer Situation keine für alle faire Lösung. Dann muss man eine Entscheidung treffen, die für jemanden unfair ist. Diese Person darf sich dann trotzdem beschweren, dass das unfair ist und darf mich auch dafür verantwortlich machen, dass ich eine Entscheidung getroffen habe, die für sie unfair ist.

  3. Den Vergleich mit dem Brief halte ich nicht für zulässig. Wenn die Post den Brief verschlampt, dann gibt es auch jemanden, der dafür verantwortlich ist - die Post. Es ist ja nicht so, als hätte der Aktionsleiter eine Quote an Briefen die verloren gehen muss und sich entschieden, dass es meiner sein muss (in welchem Fall ich es sehr wohl legitim fände, sich beim Aktionsleiter zu beschweren, auch wenn es vielleicht keine für alle faire Lösung gegeben hätte). Aber wie Wüste gesagt hat, hier hat der Aktionsleiter eine Entscheidung getroffen - eine der Konsequenzen von selbiger ist, dass ich die Entscheidung als unfair empfinde und das auch sage.

Und das ist meiner Ansicht nach auch der Krux der Sache: Ja, der Aktionsleiter hat das Recht, diese Entscheidung zu treffen. Aber ich empfinde die Entscheidung als unfair und habe (meiner Ansicht nach) das Recht, dieses Empfinden auch zu kommunizieren. Denn diese Entscheidung hat Konsequenzen für mich… da sollte man dann mit der Konsequenz leben können, mitgeteilt zu bekommen, was ich von selbiger Entscheidung und ihren Konsequenzen halte.

Und ich sage dir als betroffene Person, dass ich das immer noch als fairer empfinde, als mich einem Referendum aussetzen zu müssen, ob meine Teilnahme wenigstens einer einzigen Person ein paar Euro wert ist.

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Wenn man immer nach dem Motto “akzeptiere die Regeln wie sie sind, und wenn sie dir nicht passen, nimm nicht teil” leben würde und nie über irgendwas diskutieren würde, dann würde alles immer bleiben wie es ist und es würde sich nie was verbessern.

Und vielleicht gibt’s manche regeln ja nur weil sich Leute noch nie darüber Gedanken gemacht haben, ob der schaden größer ist als der nutzen.

Ich kann ehrlich gesagt nicht erkennen, was an diesem thread hier traurig sein soll?
Das hat doch nichts mit “es soll sich bitte alle nur um mich drehen” zu tun

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Was meinst du mit “auseinandersetzen”?
Es sollte sich jeder den Gedanken gemacht haben und überlegen ob man für das Auslandsporto haften möchte. Aber man darf ja zum Schluss kommt, das möchte man nicht. Dann schließt man entweder alle ausländischen Teilnehmer von vorneherein aus oder überlässt die Entscheidung den anderen Teilnehmern. Ich habe jetzt glaub ich verstanden, warum diese Teilnehmer-entscheiden Sache so verletzend ist, obwohl sie mehr Möglichkeiten zur Teilnahme bietet und in nahezu 100% der Fällen wohl auch dazu führt dass sich mindestens einer findet. Aber es ist wahrscheinlich ein echt blödes Gefühl dieser Willkür ausgesetzt zu sein.

Also wie vorher schon gesagt denke ich hat die Diskussion ihr Ziel eigentlich erreicht. In dem Meerjungfrauen WaPa war es ja tatsächlich nicht nötig ausländische Teilnehmer diesem Referendum auszusetzen, weil FireCave auch schon gesagt hat dass sie grundsätzlich kein Problem damit hat es selbst zu zahlen. Den Gedanken sollte sich zukünftige WaPa-Leiter vorher machen und nur in die Regeln das Teilnehmer-Referendum schreiben, wenn sie tatsächlich selbst nicht für das Porto aufkommen möchten (oder dann direkt ausländische Teilnehmer komplett ausschließen, um das Element der Willkür rauszunehmen).

Ich finde die Diskussion war auf jeden Fall gut zu haben, auch wenn sie mehr emotionen-geladen war als nötig vielleicht.

Mit auseinandersetzen meine ich insbesondere die “Lösung” Teilnehmer wegen Auslandsversand von vornherein auszuschließen - sei es weil man den Konflikt mit den Teilnehmern nicht möchte oder eben auch selbst den Versand nicht übernehmen möchte und dann eben zu dem Schluss kommt “Keine Teilnehmer aus dem Ausland”.

Das ist Diskriminierung - und das finde ich eben unfair und ich bin da vollkommen bei Ariana dass man das auch benennen sollen dürfte.

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Aber gerade das hat ja Ariana erklärt ist noch besser als den Teilnehmer einer öffentlichen Abstimmung auszusetzen ob er teilnehmen darf.

Das waren die drei Optionen, die ich gesehen habe. Wenn man weder 1 noch 2 machen soll, dann würde das heißen, dass Aktionsleiter die nicht zu 3 gewillt sind keine WaPa leiten sollten. “Dürften” sie aber trotzdem nach eurer Meinung?
Zwischen “Ausländische Teilnehmer dürfen (evtl) nicht teilnehmen)” und “Niemand kann teilnehmen, weil die Aktion nicht stattfindet” gibt es nur eine “faire” Option.
Dann kämen wir tatsächlich zu dem Punkt hier:

Natürlich dürfen sie. Sie müssen halt eventuell mit Kritik leben. Das ist dann für sie die Konsequenz ihrer Entscheidung. So wie die Konsequenz für mich ist, nicht mitzumachen.

Deswegen hab ich “dürfen” in Anführungszeichen gesetzt. Die Kritik in diesem Fall wäre also, dass die Aktionsleiter nicht selbst für das Porto aufkommen möchten?
Oder ist die Kritik, dass sie eine Aktion anderen Usern anbieten, obwohl sie die Aktion für Auslands-Teilnehmer nicht anbieten können/möchten? Und das damit unfair ist.

Für Ariana ja - ich weiß aber auch nicht wie es anderen ausländischen Teilnehmern damit geht? Ich fände das auch interessant da noch mehr verschiedene Standpunkte zu hören.

Fakt ist einfach dass ein Auschluss ausländischer Teilnehmer - egal aus welchem Grund - für einige Personen die Konsequenz hat an einer Aktion an der sie eventuell sehr gerne teilnehmen möchten nicht teilzunehmen zu dürfen. Und ich finde es legitim und gerechtfertigt sich deswegen Gedanken zu machen, auch wenn man am Schluss vielleicht keine 100% perfekte Lösung findet.

@anon39534931
Btw empfinde ich diese Diskussion als wichtig und lehrreich und finde auch nicht dass hier “unnötig Stunk” gemacht wird, auch wenn es an einigen Stellen vielleicht lebhafter und hitziger zuging. Wenn man nicht mitdiskutieren möchte sollte man das vielleicht einfach nicht tun. Es wurde auf eine existierende Problematik hingewiesen und das ist vollkommen in Ordnung.

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Hängt von der Situation ab. Aber ganz ehrlich: als Aktionsleiter muss ich damit rechnen, dass meine Entscheidungen (berechtigt oder nicht) kritisiert werden.

Wenn ich eine STA leite, setze ich mich dem Risiko aus, dass ein Teilnehmer sich über die Verteilung beschwert.

Wenn ich eine Karte ablehne, setze ich mich dem Risiko aus, dass der Zeichner das als unfair empfindet und sich beschwert.

Wenn ich eine nicht-positive Bewertung gebe, gehe ich das Risiko ein, dass die Person sich beschwert (und eventuell die Bewertung anficht/eine Rachebewertung gibt).

Wenn ich nicht mit dem Risiko (fair oder unfair) kritisiert zu werden leben kann, dann sollte ich vielleicht überdenken, Aktionen zu leiten. Nicht, weil ich nicht “darf”, sonern weil es mit hoher Wahrscheinlickeit irgendwann passieren wird und ich dann damit leben muss.

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Ich befürchte auch, dass es hier keine perfekte Lösung gibt. Arianas Kritik ist aus ihrer Sicht legitim und verständlich, aber ich würde mich in der Konsequenz nicht anschließen und die Aktionsleiter mit-kritisieren.
Diejenigen, die sich das tatsächlich zu Herzen nehmen würden dann konsequenterweise die WaPa-Aktion nicht führen, wodurch schlichtweg KEINER an der Aktion mehr teilnehmen kann, auch wenn einige Leute eventuell sehr gerne teilnehmen möchten.
Vielleicht beschließen wir tatsächlich WaPa-Aktionen komplett einzustellen (oder runterzufahren), weil wie ja schon erwähnt die gleichen Themen auch als STA geführt werden kann und diese fairer gestaltet werden können.

Ja, Aktionsleiter werden kritisiert, fair oder unfair. Sie werden es überleben. Aber als Mensch hast DU ja hoffentlich das Ziel nur faire Kritik auszuteilen. Ich stelle infrage ob deine Kritik den Aktionsleitern gegenüber fair ist. Und wer kritisiert, muss auch damit rechnen zurückkritisiert zu werden.

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Eine Option, die noch nicht besprochen wurde, ist das Ausgleichen der Kostendifferenz zB per Überweisung. Sprich: wenn sich der ausländische Teilnehmer bereiterklärt sowohl die zusätzlich entstehenden Kosten auf dem Hinweg zu ihm als auch die üblichen Kosten zum Weiterversand zu übernehmen, dürfe doch eigentlich finanziell nichts mehr dagegen sprechen. Dann ist es wie bei STAs.
Vorteil: komplette Kontrolle beim Teilnehmer selbst, kein Ausschluss
Nachteil: ausländischer Teilnehmer wird finanziell mehr belastet als bisher, Organisationsaufwand für Überweisung o.ä. (könnte aber selbstständig unter den Teilnehmern erfolgen ohne den Leiter zu belasten)

Um die ausländischen Teilnehmer nicht finanziell so sehr zu belasten, könnte man auch nach Spendern (ähnlich zu Nachrückern) fragen, die dann die Differenz oder einen Teil davon übernehmen und statt dem ausländischem Teilnehmer überweisen.

Eigentlich hatte ich bisher den Eindruck, dass die Community hier sowieso so lieb und selbstständig ist und viele gerne für andere geben, dass sich das auch per “Spenden” lösen lassen sollte; könnten Teilnehmer vielleicht sogar selbstständig ohne große Kontrolle vom Leiter organisieren und als Notfall hätte man als ausländischer Teilnehmer selbst die Chance den Betrag zu übernehmen.

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Ich frage mich gerade, warum das die Konsequenz ist. Es gibt ja offensichtlich Aktionsleiter, die kein Problem mit alternativen Lösungen haben. Und man kann ja auch, wenn man kritisiert wurde, die Aktion trotzdem weiterführen. Es gab schon genug Aktionen, die trotz Kritik durchgeführt wurden (mit besseren und schlechteren Ergebnissen). Ich glaube da ehrlich nicht an das Szenario, dass jetzt alle großen Aktionsleiter geschlossen “dann halt gar nicht” sagen.

Und ich halte die Kritik für fair. Es ist meiner Ansicht nach fair, in einer Situation in der von mehreren Optionen die gewählt wurde, die mich persönlich benachteiligt, diese Entscheidung zu kritisieren. Wenn ich sage, dass ab sofort nur noch teilnehmen darf, wer kein Problem mit Paketversand ins Ausland hat und dann meldet sich jemand, der sich den nicht leisten kann und enttäuscht ist, nicht mitmachen zu können, dann empfinde ich die Kritik auch als fair. Weil meine Entscheidung in diesem Fall unfair gegenüber dieser Person ist. Das darf auch kritisiert werden.

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Ich sage nicht dass das die notgedrungene Konsequenz für jeden WaPa-Aktionsleiter sein wird. Aber ich denke je härter dieser Kritikpunkt gefahren wird (und je mehr Leute dem zustimmen), desto mehr werden sich die umsichtigen Leiter, diese Kritik zu Herzen nehmen und im Zweifelsfall dieses Fettnäpfchen in Zukunft komplett umgehen. Es wird WENIGER WaPa Aktionen geben, weil diese jetzt vergleichsmäßig schwieriger und teurer geworden sind. Das betrifft ausschließlich das Subset von Aktionsleiter die 1. planen evtl ein WaPa zu leiten, 2. nicht gewillt sind den Auslandsversand zu übernehmen und 3. deine Kritik zu Herzen nehmen. Das werden natürlich nicht alle sein, aber welcher Anteil auch immer die ausmachen, der Anteil wird in zukünftigen Aktionen fehlen.

Wenn man das so sieht, müsste man das Spenden-Konzept auf die Differenz vom Hinweg zum ausländischen Teilnehmer und zum Weiterversand anwenden. Wenn sich dann dafür nicht genug gesammelte Spenden (inklusive dem was der ausländische Teilnehmer selbst gibt) finden, geht es halt leider wirklich nicht, weil nicht genug Finanzen da sind. Sonst scheint mir das aber ein Ausweg (wenn auch mit zusätzlichem Aufwand unter den Teilnehmern selbst).

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Ich verfolge diesen Thread jetzt seit gestern Abend und hatte zwischendurch den Eindruck, dass der wesentliche Punkt komplett außer Acht gelassen wurde.
Auf die Gefahr hin, mich in meinen Satzbauten zu verirren und abzuschweifen und am Thema vorbei zu schreiben, hier meine Meinung dazu:

Ich kann persönlich nur aus eigener Erfahrung sprechen, da ich bereits zwei riesige Wanderpakete geleitet habe und mich zudem jetzt hauptsächlich nur noch um WaPas kümmern will. Deswegen gehe ich auch nur darauf ein und auf keine andere Art von Aktionen.

Der grundlegende Knackpunkt, den Ari hier wohl auch so “auf die Palme bringt”, ist doch folgender:
Ein Aktionsleiter lässt zunächst alle Teilnehmer zu, sagt aber im nächsten Atemzug: “Sorry, falls sich hier niemand findet, der Auslandsporto bezahlen will, dann sind Teilnehmer X, Y und Z leider ausgeschlossen.”
Natürlich liegt die Entscheidung allein beim Aktionsleiter, wie er verfahren will, aber aus eigener Erfahrung heraus, weiß ich, dass es

  1. immer jemanden geben wird, der bereit dazu ist das erhöhte Porto zu bezahlen
  2. diese Community so sozial ist, dass sollte es tatsächlich niemanden geben, der allein dazu bereit wäre, gemeinsam eine Lösung gefunden werden kann.
    (Ich erinnere mich an mein erstes WaPa, wo ich als Leiter den Teilnehmern Extras schicken wollte, weil ich nicht hinterherkam und dann feststellen musste, dass das Porto mir tatsächlich ein riesen Loch in den Geldbeutel reißen würde und tadaa: Ich habe es offen gelegt und habe von den Teilnehmern dankenswerterweise fast 2/3 des Portos gespendet bekommen. So what, anderes Thema.)

Die Formulierung des Ausschlussgrundes für ausländische Teilnehmer ist hier viel mehr der Störfaktor. So empfinde ich.

Ich bin per se nicht für ein generelles Gebot von Opt-in oder Opt-out (Gott, ich musste erst mal Googlen was das heißt, Schande über mein Haupt). Ich persönlich handhabe es in meinen WaPas wie folgt:
Im Anmeldetext frage ich nach, wer keinen Auslandsversand übernehmen möchte. Gründe sind mir egal. Hätte es sich herausgestellt, dass kein einziger Teilnehmer im Stande ist, diesen erhöhten Obolus zu zahlen, dann hätte ich dies mit dem Teilnehmer, der ins Ausland versenden müsste persönlich geklärt und ja, das verlange ich von keiner meiner Aktionsleiter-Kolleginnen, hätte die Differenz tatsächlich selbst getragen, denn ich sehe es in meiner Aufgabe als Aktionsleiter als (nur für mich) selbstverständlich an, jedem Teilnehmer die Chance und die Möglichkeit zu geben, an meinen Aktionen teilzunehmen.

Wie gesagt, es ist nur meine persönliche Einstellung und nichts, was ich von anderen erwarte oder verlange.

Ich kann Ari sehr gut verstehen. Wenn sich kein einziger Teilnehmer bereiterklärt einen höheren Portobeitrag zu leisten kann es unter Umständen dazu führen, dass einer bis mehrere Teilnehmer nicht teilnehmen könnten. Das ist natürlich unfair den potenziellen Teilnehmern gegenüber.
(Wir dürfen auch nicht vergessen, die Teilnehmer tragen die Aktionen, wir Leiter sind nur die kleinen Organisatoren und Aufpasser, dass nichts schief läuft und alles seine Richtigkeit hat. Auch wieder nur meine persönliche Einstellung.)

Ich sehe es auch nicht als sehr großen Mehraufwand, die Teilnehmer darum zu bitten in der Anmeldung eben diese eine Frage wertungsfrei vor mir zu beantworten. Wie gesagt, es ist kein Grund erforderlich und ich werte niemanden anhand der Antwort auf oder ab.

Die Formulierung des besagten Passus in der betreffenden Aktion ist mMn einfach sehr unglücklich gewählt und hätte mit der freiwilligen Angabe in der Anmeldung und dem nicht grundsätzlichen Ausschluss von Teilnehmern, sollte die Frage durchweg negativ beantwortet worden sein, nicht zu diesem “Aufreger” geführt.

Trotzdem finde ich es wichtig, dass wir in unserer Community auch dieses Thema besprechen und diskutieren.

Als Lösung sehe ich hier kein Schwarz oder Weiß. Der Mittelweg mit einer für die anderen Teilnehmer anonymen Abfrage, unter der Voraussetzung der neutralen und wertungsfreien Entgegennahme und Behandlung der Information des entsprechenden Leiters, sowie eine situationsabhängige Entscheidung des Leiters, wie in eben jenem Fall bei kompletter “Verweigerung” zu verfahren ist. (Sorry für diese bürokratische Beamten-Schreibweise und die vielen verschachtelten Sätze.)
Soll heißen, es sollte grundsätzlich niemand von vorneherein durch eine Aussage im Aktionstext ausgeschlossen werden bzw. man macht es von vorneherein klar und deutlich, wer sich anmelden darf und wer nicht. Aber eine im Nachhinein korrekt angemeldete Person nur aufgrund der nicht-existenten Bereitschaft der anderen Teilnehmer auszuschließen, würde ich vermeiden wollen.

Wie gesagt, ich empfinde diese Community als so unbeschreiblich sozial und kann mir nicht vorstellen, dass es niemanden gibt, der nicht bereit wäre mehr zu bezahlen, damit auch andere Teilnehmer an der entsprechenden Aktion teilnehmen können.
Der Mehraufwand des Führens einer Liste ist meines Erachtens so gering, dass es kaum erwähnenswert wäre. Das ganze drum herum um ein WaPa ist deutlich mehr Arbeit, da kommt es auf die kurze Liste nicht mehr an. Besonders, da es nach dem ersten Teilnehmer, der bereit wäre, es eh egal wäre, was die anderen sagen, denn dieser eine Teilnehmer öffnet für die ausländischen Teilnehmer die Tür zur Aktion.

Abschließend bin ich für kein generelles Opt-In/Opt-out sondern für die neutrale, wertungsfreie Abfrage in der Anmeldung, dem kleinen Mehraufwand für den Leiter und die damit verbundene fairste Variante jedem Teilnehmer die Chance an der Teilnahme zu ermöglichen.

Sollte es dann doch zu dem Fall kommen, dass kein einziger Teilnehmer bereit wäre, die Mehrkosten zu tragen, ist in meinen Augen der Aktionsleiter zur Findung einer gerechten Lösung verantwortlich. Sei es nun die öffentliche Abfrage nach einem Spendenpuffer für den Auslandsversand, die eigene Brieftasche oder eine andere Möglichkeit, wie zum Beispiel die Absprache zwischen ausländischem Teilnehmer und dem vorherigen Teilnehmer zur Teilung der Kosten, der Differenzübernahme etc.

Nur das generelle Ausschließen nach regelkonformer Anmeldung eines ausländischen Teilnehmers würde ich so nicht mehr im Aktionstext aufführen (es gibt wie oben beschreiben galantere Möglichkeiten ohne faden Beigeschmack).

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Ich habe eigentlich auch die Erfahrung gemacht dass die Community hier im großen und ganzen sehr sozial und hilfsbereit ist.

Ich fände über den Vorschlag von @Q-ni könnte man definitiv sprechen. Eine Möglichkeit wäre eine Art Moneypool um die Preisdifferenz ausgleichen zu können. Da jeder (auch Betroffene) User die Möglichkeit hätte etwas beizutragen, würde ich das auch nicht als “Almosen” oder “Großzügigkeit” empfinden - zumal man als Ausländischer Teilnehmer ja nicht weniger zahlen würde als inländische Teilnehmer. Es müssten halt Rahmenbedingungen geschaffen werden und ein (großer?) Aktionsleiter müsste sich bereit erklären das zu Verwalten. Der Moneypool könnte dann übergreifend für alle Wa-Pas verwendet werden.

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Wie gesagt ich bin etwas streng vielleicht gewesen, weil ich in der Vergangenheit sehr schlechte Erfahrungen gemacht habe. Deswegen habe ich ha erwähnt gehabt dass ich von einem Ausländischen Teilnehmer gerne das Porto übernehme. Aber für mehr geht es leider wirklich nicht. Vielleicht ist mir das von dem letzten Wanderpaket etwas hochgekommen. Da gab es so viele Extras so das das Porto der Briefe wo die anderen mir
Zugeschickt haben nicht ausgereicht hat. Da ich aber leider in der Reha war und keine Überweisungen entgegen nehmen konnte. Konnte ich schlussendlich alles bezahlen :see_no_evil: Und sowas ähnliches wie dieser Vorfall will ich ehrlich gesagt vermeiden :sweat_smile: Deswegen schreibte ich auch dass ich gerne helfe aber nicht dass ich am Ende wieder alles bezahlen kann :sweat_smile: Ich war wahrscheinlich auch zu nett gewesen eine Person hatte soziale Probleme gehabt und bräuchte eine Verlängerung, das hat jedoch dazu geführt dass mein ganzer Plan durcheinander gebracht hat. Ich konnte zu dem Zeitproblem aber auch schlecht Nein sagen weil es um einen Starter ging…

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