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Aquarellbuntstifte - Tipps und Tricks zur Anwendung

Ich besitze den 120er Albrecht Dürer Aquarellfarbstiftkasten von Faber Castell, schön und gut, mein Problem ist nur, ich hab keine Ahnung wie ich es anstellen soll, dass die Colo mal nicht fleckig ist. Bei kleinen Flächen klappts schon einigermaßen, aber größere sind die absolute Katastrophe.
Gerade jetzt, da ich ein Bild für meine Facharbeit aquarellieren wollte und nur diese Stifte besitze würde ich ger wissen,
wie ich die Stifte optimal anwenden kann.
Ich danke schonmal im voraus, ich bin grad echt etwas ratlos ^^’’

Super, so ein Thread hat hier wirklich noch gefehlt. Ich habe mir letztens selbst einen kleinen Kasten (erstmal nur 12 Stifte - zum Probieren) gekauft, hab aber für mich noch nicht die richtige Technik gefunden. Gerade diesen Wischiwaschi-Effekt, den ich so toll finde, bekomme ich mehr schlecht als recht hin^^

Schau mal hier nach, der Thread ist zwar schon etwas alt, aber mitunter ganz informativ. :D

Mich würde auch interessieren, was die “richtigen” Aquarellmaler von den Buntis halten. Einen Unterschied gibt es da ja garantiert.

Ich hab mir den Thread mal durchgelesen, soviel stand ja noch nicht drin, er ist ganz informativ was verschiedene Arten/Marken von Aquarellstiften angeht, aber wirklich hilfreich bei meinem Problem war er leider auch nicht, Tutorials findet man im WWW zu dem Thema auch eher selten oder nicht besonders hilfreiche, weil da immer auf winzigkleinen Flächen gearbeitet wird ._. Also bitte, bitte liebe Leute die Ahnung davon haben, erleuchtet mich -

Ich muss leider zugeben, dass ich auch nicht so viel Ahnung hab, aber bei mir hats mit den relativ fleckfreien Großflächen ganz gut geklappt, als ich schraffiert hab und mit ziemlich viel Wasser sehr schnell immer hin und her verwischt hab. Oh man versteht das jetzt einer? Tut mir Leid, dass ichs nicht besser ausdrücken kann ><

@Mamori__91: Ich glaub ich verstehe was du meinst ^^ Ich werde es mal auf einem Extrablatt ausprobieren :)

Ich arbeite nicht so oft mit Aquarellbuntstiften und bin deshalb sicher kein Experte auf dem Gebiet, aber vielleicht hilft dir mein Tipp ja trotzdem.
Meiner Meinung nach ist es für ein fleckenfreies Ergebnis wichtig, dass man die Buntstifte schön gleichmäßig aufträgt, also nicht nur grob schraffieren, sondern wirklich so arbeiten, wie du es auch mit “normalen” Buntstiften machen würdest. Wenn ich danach mit Wasser dran gegangen bin, hatte ich bisher keine Probleme mit Flecken, auch bei größeren Flächen nicht.

Dankeschön, da kann mein Problem wahrscheinlich auch schon liegen, dass ich mir denke “hm, ich geh mit Wasser drüber, also muss das nicht so ordentlich sein”. Ich werd eure Tipps gleich morgen mal ausprobieren, ich bin ja schon froh, dass sich überhaupt jemand gemeldet hat :)

Ich bin nun bei weitem kein Experte für Aquarellstifte und verwende sie nicht wirklich oft, aber gerade für Kakao-Format finde ich sie sehr praktisch. Für große Flächen sind die meiner Meinung nach weder geeignet, noch gedacht.

Allgemein finde ich normales Aquarell weitaus einfach anzuwenden als die Stifte. Bei denen muss man meiner Erfahrung nach immer ziemlich darauf achten dass das Verhältnis an Farbe die man aufs Papier gibt und Wasser das man mit dem Pinsel dazugibt wirklich stimmt, sonst werden die Farben entweder zu blass oder zu dick und “schmierig”. Ausserdem beansprucht man das Papier durch die Reibung der Stifte und des Pinsels viel stärker als bei normalem Aquarell, so dass es viel schwieriger wird in mehreren Schichten zu arbeiten. Das wird dann schnell fusselig, wellig oder eben fleckig.

Wenn es also wirklich Aquarellstifte sein müssen halte ich es bei Aquarellbuntstiften (mehr als bei jedem anderen Medium!) für wichtig ein passendes Papier zu verwenden. Ich würde einen dicken Aquarellkarton mit möglichst wenig Struktur verwenden.
Auf jeden Fall sollte das Papier fest, saugfähig/dick und relativ glatt sein.

Was das ordentliche ausmalen angeht: Je nachdem wie viel Wasser man im Nachhinein verwendet ist das mehr oder weniger wichtig. Ich verteile die Farben oft gleichmässig aber nur grob, also nicht in jedes einzelne kleine Detail am Rand. Das kommt dann wenn ich mit Wasser drübergehe.
Mischen von Farben durch “übereinanderlegen” von Schichten ist meiner Meinung nach aber sehr schwierig, darum lege ich alle Farben von Anfang an so an wie sie am Ende sein sollen, wie bei einem Buntstiftbild.

Das vermalen muss schnell gehen, ein großer Pinsel bietet sich also an.

Danke Monkey, deine ausführliche Erklärung hat mir sehr geholfen :) Ich hab es gerade mal an einem älteren Bild ausprobiert und muss sagen all eure Tipps in Kombination haben mich wirklich weiter gebracht ^-^ Ich werde mir zwar wohl noch einen Aquarellkasten zulegen, aber jetzt bekomme ich wenigstens kein Schaudern mehr, wenn meine Aquarellstifte ansehe ;)

Nochmals vielen lieben Dank an euch, mein Problem ist also vorerst gelöst, aber wer weiß, vllt. findet ja irgendein Aquarellstift-Profi diesen Thread und möchte mich mit weiteren Tipps und Techniken erhellen, ich bin da gern offen für neues :)

Ich kann in Verbindung mit Aquarellbuntstiften die Verwendung eines Wassertankpinsels empfehlen. Damit kannst du die Farbe direkt vom Stift abnehmen und es ist quasi wie beim Malen aus der Palette/ dem Napf.

Da habe ich auch mal ein Tutorial drüber gemacht. Ist bei Animexx zu finden.

Ich arbeite noch nicht lange mit Aquabuntis, hatte anfangs aber auch riesige Probleme. Dann hab ich aus Zufall bemerkt, dass es viel besser aussieht, wenn das Blatt bereits farbig ist, weil dadurch die ganze Struktur des Blattes nicht so hervor kommt und eben gefüllt ist. Also z.B. eine helle Hautfarbe am Pc ausdrucken, da kann man mit jeder Farbe super drüber malen (aber besser im Pastelbereich bleiben) oder aber auch mit einem hellen Copic Marker die ganze Fläche vorfärben. Am liebsten arbeite ich mit 3 Copics vor (haut, haar, hintergrund - alles in hell) und male dann mit den Buntis weiter. Ist auch nicht der riesige Kostenaufwand, wenn man sich nur Copics in den Hauptfarben zum Grundieren kauft.

Vielleicht ist das ja auch eine Option, um mehr mit den Buntis anfangen zu können, auch wenn es sicher nicht das klassische Vorgehen ist ;)

Ich besitze auch genau die Albrecht Dürer Aquarellfarbstifte, wenn auch “nur” einen 24-er Kasten, der für meine Bedürfnisse völlig ausreicht. Ich benutze die Dinger nämlich hauptsächlich dafür, Vorzeichnungen für meine Aquarell- und Acrylbilder zu machen, die dann halt nach der “richtigen” Colo nicht mehr sichtbar sind. XD
Auf großen Flächen… Nu ja, ich habe da auch nie was wirklich gleichmäßiges hingekriegt, und ich würde da meist lieber zu meinen wasservermalbaren Wachsmalkreiden greifen… Generell sind Buntstifte mMn auf größeren Papierformaten ein Alptraum.

Ich hab früher -alles- mit Aquarellstiften coloriert - jetzt hab ich sie vor kurzem wieder rausgekramt und muß feststellen, daß ich das gar nicht mehr richtig kann ( Meist nutze ich sie nur noch für kleine Details und touch-ups, dabei habe ich noch solche unmengen wunderbarer Aquarellstifte… wenns mal irgendwo ein wirklich gutes Tutorial gäbe, das wär schön, aber bislang hab ich nur so komische gefunden, die eher anfängerhaft waren.
Muß wieder üben!

Hey, hey, danke für eure ganzen Tipps :)

@Chian: Ich werd mir dein Tut mal anschauen, danke :)

Ich hab auch einen 12er Kasten Aquarellbunties und naja, ich glaube wenn man aquarellierend malen will wäre ein echter Kasten schon sinnvoller, bei den Buntis ist es meistens geschickter bereits vorgefärben Untergründe zu übermalen (wie schon vorgeschlagen mit Copics oder ausgedruckt- obwohl bei zweitem das Papier warhscheinlich nicht die allerbeste Quali haben kann weil mehr als 200g Papier würd ich durch meinen Drucker nicht durchjagen^^)

Ich jedenfalls schätze es, das die Stifte den Untergrund, also die Körnung des Papiers, mit einbeziehen und einen fleckigen Effekt erzielen können, auf den würd ich hinarbeiten (das klappt ganz gut wenn man schraffiert und dann mit einen nur mehr feuchten, also nicht tropfenden Pinsel recht fleckig drübergeht, also an manchen stellen mehr farbe ürbig lassen und nicht gleichmäßog verschmieren ;) )

Hier ein Beispiel aus meiner Galerie:

Ich habe hier wirklich nur Aqarellstifte eingesetzt und ein wenig Deckweiß, ganz Oben bei der dunkelgrünen Ecke war auch ein Klecks grünbrauner Gouache dabei (und der Rote Punkt im Rabenauge), aber der Rest ist Bunties + Wasser = Fleckig ;)

https://www.kakao-karten.de/karten/108213

aquarellbuntis benutz ich nur in kombination mit richtigem aquarell. wie eller bereits sagte, buntis sind eher ungeeignet für große flächen. deshalb mache ich kaum noch reine buntstift colos.
ich verwende aquarellbuntis gern zum vorzeichnen von falten in klamotten oder für kleine stellen, die ich dann mit nem nassen pinsel vermale.
ich kenne aber auch leute, die aquarellbuntis erst wie normale buntis verwenden und dann alles vermalen. oder welche, die mit einem nassen pinsel den aquarellstift wie ein näpfchen verwenden und farbe entnehmen.

Ich habe gestern den Fehler gemacht - weil ich wiedermal nicht warten konnte, ich Dussel - dass ich erst mit den Buntis angefangen habe und dann zwischendrin mit dem Pinsel drübergegangen bin. Das geht - zumindest mit meiner Stift-Papier-Kombi - absolut gar nicht. Über die Stellen kann ich nicht mehr drüberzeichnen. Schön blöd.
Hat das zufällig shonmal jemand ausprobiert? Ich hab für den Versuch mal nicht das typische Aquarellpapeir von Hahnemühle genommen, sondern etwas rumexperimentiert. Vielleicht lag es auch daran.

@caileala: ich kenne das Problem, das du beschreibst auch. Die vermalten Aquarellbuntstifte erzeugen immer eine sehr glatte Oberfläche, auf der die Farben danach nicht so deckend haften bleiben. Ich hab es auf Hahnemühle Bamboo gemacht, also eigentlich auf einem Papier das passend wäre. Auch auf dem Copicpapier hab ich es schon versucht und es ist auch hier das gleiche Problem aufgetreten. Einzig auf dem etwas gröberen Aquarellpapier von Jerwitz ging es etwas besser, aber nach zwei Schichten war’s wieder ähnlich.
Außerdem muss man bei den Stiften so extrem darauf achten, dass der Untergrund vollkommen trocken ist, weil man sonst gegliche Papierstruktur glattwalzt und wenn die weg ist, hat man wieder den glatten Spiegel vor sich.

Also ich für meinen Teil verwende meine Aquarellbuntstifte (120er-Kasten Albrecht Dürer) nur als Ergänzung zum Aquarellkasten oder zu den Copics als Polychromoersatz, weil ich auch verschiedenste Probleme mit ihnen hab.

Danke für die Info :) Das ist natürlich schade, aber ich wil die Buntis eh erstmal nur nutzen, um zu schauen, ob ich für die Techniken an sich zu haben bin. Copics gehen langfristig zu sehr ins Geld, als das ich weiterhin jede Karte damit colorieren will.
Derweil werde ich mal weiter verschiedene Papiersorten durchprobieren^^

Danke für die zahlreichen Tipps, die bis jetzt kamen, die haben wirklich sehr geholfe. Ich denke auch, dass ich mir noch einen Aquarellkasten zulegen werde und die Feinheiten dann mit den Albrecht Dürer mache, aber bis ich das Geld zusammen hab, fleißg weiter ausprobieren und eure Tipps umsetzen :)

Ich habe übrigens noch eine Methode gefunden wir man gut mit den Stiften arbeiten kann :3
Man reibt die Farbe auf einem rauen Kunststoffstück ab und löst sie in Wasser :3 so hat man auch
einigermaßen ergibige Farben, die Aquarellfarben sehr ähnlich sind :3