In meinem Schrank steht auch so ein 120ger Kasten Albrecht Dürer Stifte und ich liebe die Dinger abgöttisch. :wiiii:
Mit Aquarellfarben habe ich zwei linke Hände ohne Daumen, das einzige, was ich damit zu Stande bekomme sind Rohrschach Bilder ;) Deshalb bin ich für Wasserfarbeffekte auf die Stifte angewiesen und komme auch super mit ihnen klar.
Ein spezielles Papier braucht man eigentlich nicht. Ich hab sie schon auf Copic- und Druckerpapier eingesetzt, dort muss man mit dem Druck etwas vorsichtig sein. Am liebsten nehme ich Hahnemühle Nostalgie, das ist stabil genug um den Minen zu widerstehen und nicht gleich aufzuweichen, wenn man mit Pinsel drüber geht. Aquarellpapier geht natürlich auch gut, aber die rauhe Struktur passt nicht zu jedem Motiv und es ist schwieriger die Farbe gleichmäßig zu verteilen.
Mehrere Farbschichten kann man anlegen - der Trick ist dabei, die einzelnen Schichten mit möglichst wenig Wasser zu vermalen und gut trocknen zu lassen, damit das Papier lange durchhält. (Das Aquarell sollte man hier nicht so wörtlich nehmen ;) Ist halt doch etwas mehr Belastung, jedesmal wieder mit einer Stiftspitze über aufgeweichtes Papier zu kratzen.)
Diese Karte (Nostalgie Papier) hat ca. 5 Farbschichten durchgehalten, danach hat die Oberfläche angefangen auszufransen. Bei starkem Aquarellkarton geht noch einiges mehr. Bei der hier habe ich nicht mitgezählt, aber allein vom draufgucken sehe ich gerade 13 Schichten.
Große Flächen würde ich nicht nur mit Aquarellstift colorieren … dafür sind sie einfach nicht gemacht. Die wahre Stärke der Kleinen liegt in der Kombinierbarkeit mit anderen Medien. Copics wurden ja schon genannt, damit vertragen sie sich wunderbar. Übrigens lassen sich zumindest die Dürer auch mit Alkohol (also z.B. dem Copic Blender) vermalen. Sieht dann auch ein klein wenig anders aus als mit Wasser … ich bilde mir ein es bleibt mehr Pigment auf dem Papier. Das würde ich allerdings nur dem Blender antun, denn die Copicspitze sieht danach saumäßig aus. ^^
Ansonsten habe ich sie mit Acrylfarben, Wasserfarben, Buntstiften und Airbrush getestet - funzt super. Womit man eben am Besten klar kommt.
Ich benutze meine Aquas am Liebsten um mehr Farbschattierungen auf eine grundierte Fläche zu legen. Dadurch, dass man nur wenig Wasser braucht, lässt sich sehr leicht kontrollieren wo die Farbe hin soll und wo nicht.
Fleißig ausprobieren ist genau das Richtige. Meine Schwester benutzt ihre Aquarellbuntis komplett anders als ich und ihre Bilder sehen aus wie mit Farbkasten gemalt. Keine Ahnung, wie sie das hinkriegt ;)
