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Aquarell

Bei mir sind die ganzen Reisekästen gefloppt, weil ich keine 3 Arme habe.
Stattdessen habe ich diesen sehr großen Clip und mache einen klassischen 12er (aus Platzgründen ist die untere Lade weggemacht) zusammen mit einem Zewa direkt an der Buchseite fest, die ich gerade nicht verwende.
Dazu Da Vinci Casaneo schraubbare Reisepinsel und ein Plastik Wasserfläschchen, das extra für Flüssigkeiten gedacht ist. Mit Glas hatte ich immer das Problem, dass der Deckel undicht wurde und es auslief.
Die Flaschen kann ich euch leider nicht nennen, da sie aus der Firma sind uns palettenweise für Rückstellmuster Chemikalien gekauft werden.

Das bunte Tuschwasser bleibt da drin. Egal wie bunt. Das wird dann zu Hause ausgetauscht oder wenn ich einen echten Abfluss finde. Da ich Cadmiumfarben habe, gieß ich nix davon in die Umwelt.

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ich schmeiß mich mal ins thema hier.
Würde mir gerne mittlerweile Aquarell richtig aneignen und bevor ich das ganze Thema von 2008 an durchsuche - hat irgendwer gute Tutorials? Oder generell Tipps?

Papier hab ich verschiedenes hier - hab hab ich damals viele tolle Proben bekommen - da würde ich mich durchtesten. Ich hab nur generell…übelste Probleme mit dem Colorieren. Daher - falls wer brauchbare Tutorials hat: Nehm ich gerne! ;v;

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Mh, ich hab ein paar step-by-steps online, weiß aber nicht, inwiefern die dir weiterhelfen. Ist halt nur meine persönliche Arbeitsweise…

https://eller.dreamwidth.org/1515.html
https://eller.dreamwidth.org/978.html

Ansonsten ist es halt auch generell schwierig, das ultimative Tutorial zu finden, gerade weil Aquarell ja technisch so variabel ist, dass mehr als “die Farben brauchen mehr oder weniger Wasser, und der Pinsel gehört mit der flauschigen Seite aufs Papier” nicht generalisierbar ist - grade weil du ja vermutlich eher kein Lernmaterial für Anfänger brauchst. XD Zeig vielleicht mal ein WIP und gib eine genauere Beschreibung, was konkret das Problem ist, bzw. was für Effekte du gerne erzielen würdest? Dann können wir dir hier auch konkretere Antworten geben.

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Danke dir! ;v;

Ein WIP hab ich aktuell nicht - wenn ich bisher mal was gemacht hatte, hatte ich immer das Problem mit dem Wasser. Entweder zu viel…zu wenig…und ich hab echt drauf geachtet. Teils hab ich dann gefühlt keine Schatten geschafft…es ist für mich noch ein Mysterium! XD

Ich schau mir aber gerne deine Links an und teste demnächst mal rum! Techniken von anderen helfen auch schon ungemein. Danke dir! :heart:

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…wer kennt es nicht? XD Gerade das ist aber echt was, das sich in einem Text nicht wirklich beschreiben lässt, sondern einfach ausprobiert werden muss. Ist auch eine Frage des persönlichen Stils! Ich persönlich tendiere zu extrem wenig Wasser und habe sogar schon Farbe pur aus der Tube aufs Bild gehauen, ohne sie weiter zu verdünnen. Das machen andere Zeichner aber auch sehr anders!

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Jaa, das hab ich mittlerweile schon öfter gehört. :joy:
Ich denke, ich werd mich da mal demnächst mal rumtesten.

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Welche Farben und welches Papier benutzt du? Ich dachte sehr lange, dass ich Aquarell einfach nicht kann, obwohl ich alle Tipps beachtet habe, aber kaum habe ich andere Farben (und kein satiniertes Papier mehr) benutzt, ging es plötzlich und üben hat funktioniert. Also vielleicht hilft ein Markenwechsel?
Bei mir war es Cotman von Winsor & Newton, und nach dem, was andere erzählen, sind sie mit den Farben auch nicht klar gekommen.

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´Farben habe 2 Kästen. Einen habe ich mir vor Ewigkeiten selber gekauft - von Winsor and Newton und ich hab dann mal zum Geburtstag quasi einen bekommen. Einen großen von Schmincke! :)

Papier teste ich mich aktuell eher durch - hab von Zeolith und Cynea damals gaaaanz viele Proben bekommen und da schau ich mich aktuell durch. Als Block habe ich das Hahnemühle Expression und Canson Montval da! x)

Hm, kann sein, dass das dann auch Cotman ist, und es deshalb nicht geht :thinking:.
Schmicke Akademie ist okayisch, aber Horadam ist schon was anderes. Vielleicht liegt’s also auch an den Farben?

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@Taddi
Ich hab ja mit Aquarell dank Eller’s Random Art Supplies Challenge angefangen. Hätte mich sonst nie zugetraut mit Pinsel und Farbe umzugehen.

Ich kann bloß sagen… trau dich, “falsch” zu malen. Meine Karten haben eine große ugly stage, ich kann immernoch nicht gut mit Wasser umgehen und meine Grundierung wird oft fleckiger als ich es gerne hätte. Aber nichts davon hält davon ab am Ende eine schöne Karte zu haben. Finde das was für dich funktioniert und mische auch andere Medien dazu, wenn es für dich funktioniert!

Oh, und trau dich viel Pigment aufzunehmen und richtig reinzugehen mit dem Pinsel (auch wenn wir natürlich tendenziell eh wenig Farbe brauchen für so eine kleine Fläche).

Ganz am Anfang habe ich viel abgetupft weil ich immer zu viel Wasser benutzt habe oder die Farbe zu intensiv wurde. Viiiiel schichten.

Das ist vielleicht nicht die hilfreichste Antwort, aber ich hoffe du probierst dich bald daran. <3

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Mit den Cotman bin ich auch nur nach viel Quälerei klar gekommen. Schmincke Akademie war mein erster richtiger Anfängerkasten nach ein paar extremen Billigaquarellfarben. Die mag ich heute noch sehr gerne. Die Van Gogh von Talens finde ich auch echt klasse.

Insgesamt muss ich aber sagen, dass ich die Erfahrung gemacht habe, dass auf schlechtem Papier selbst die teuersten Farben nicht gut abschneiden. Umgekehrt kannst aber auf gutem Papier sogar mit Billigfarben ganz gute Ergebnisse erzielen.

Was das Verhältnis von Wasser und Farbe angeht muss ich dir leider sagen, dass du dir da ein Gefühl erarbeiten musst, indem du einfach übst. Da führt kein Weg dran vorbei. Anfangs hatte ich damit auch große Probleme und irgendwann hat es dann einfach Klick gemacht. Und mein Rat wäre in dieser Phase einfache und zuverlässige Farben zu nehmen und auch die Art des Papiers nicht ständig zu wechseln. Damit kannst du auch noch experimentieren, wenn du mit dem Medium sicherer geworden bist.

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Lustigerweise komme ich mit den Tubenfarben von W&N Cotman problemlos klar. Es sind bloß die Näpfchen, in denen das Bindemittel so ungleichmäßig verteilt ist, dass man nie so recht weiß, wie viel Farbe man eigentlich am Pinsel hat… XD

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Die Tubenfarben habe ich noch nicht probiert. Ich hatte damals diesen kleinen Kasten mit den Näpfchen. Hab ihn an das Nachbarmädchen verschenkt. Im Vergleich zu Kindermalfarben sind sie nämlich immer noch verdammt gut.
Bei den Professional war es genau umgekehrt. Da hatte ich nie die Näpfchen, sondern habe gleich die Tubenfarben gekauft. Wobei ich nicht sonderlich viele habe.

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Das gilt allerdings für praktisch alle Aquarellfarben - ich habe das Gefühl, die klassischen Malkästen für Kinder sind so designt, die Kinder möglichst zu demotivieren und von künstlerischen Betätigungen abzuhalten. (Ich benutze Schul-Tuschkästen! Für Skizzen, und für Sachen wie “Cheap Art Supply”-Challenges. Aber ich rede mir dabei nicht ein, es wären gute Farben…)

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Das Gefühl habe ich auch oft. Da wird am falschen Ende gesparrt. Und wenn ein Kind dann doch kein Interesse hat lässt sich das hochwertigere Zeug auch wieder gut verkaufen, während man das Billigzeug einfach nur in die Tonne kloppen kann.

Mein Sohn hat auch schon mit meinen professionelleren Farben gemalt. Ich sehe es auch nicht ein ihm tonnenweise Billigzeug zu kaufen, das dann am Ende nur rumsteht. Natürlich gibts auch gute Kindermalsachen, gerade wenn sie noch kleiner sind ist es auch sinnvoll Sachen zu kaufen, die, äh, genießbar sind, aber ansonsten sehe ich da auch keinen Bedarf. Ich geb ihm natürlich nicht meine Tuben, weil die sonst in Kürze alle leer sind, aber den ein oder anderen Kasten darf er benutzen.

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Ja, definitiv! Das Ding ist halt: je schlechter das Material ist, desto mehr technisches Können erfordert es, damit ansprechende Bilder zu gestalten. Es ist theoretisch möglich

(und das war einer der billigen Schultuschkästen, nicht mal das “gute Zeug” von Pelikan oder so)… aaaaber was hab ich geflucht dabei!

Für Kinder, die mit keinerlei technischer Erfahrung an die Sache herangehen, sind solche Farben definitiv nicht geeignet. Ich weiß noch, was für eine enorm frustrierende Erfahrung es ist, wenn man ein Bild malen will und alles sich in graubraunen Matsch verwandelt! (Besonders schlimm: im Kunstunterricht “Farben mischen lernen”. Ich hab da wirklich nur gelernt: egal was man tut, man kriegt halt “faszinierende” Abstufungen von Graubraun. Hurra…)

Na jaaaa, also, ich hab mir damals hier von mehreren Personen ganz gezielt ihre alten Tuschkästen geschnorrt - weil ich die tatsächlich gebrauchen kann. Und weils bei meinem Farbverbrauch einen erheblichen finanziellen Unterschied macht. (Danke nochmal an alle Beteiligten! XD) Für Skizzenbücher find ich das Zeug jetzt nicht soooo schlecht! Teilweise will ich da ja eh nur monochrom interessante Lichtstimmungen festhalten, und da ist es dann völlig egal, ob das Grau, mit dem ich die Schatten setze, nun das teure Schmincke Horadam ist oder das billige Schwarz (das de facto auch nur ein dunkles Grau ist) aus dem Tuschkasten.

Einen echten Unterschied macht es mMn nur, wenn es wirklich auf die Leuchtkraft und gute Mischbarkeit / Schichtbarkeit der Farben ankommt - und natürlich die Lichtechtheit. Aber das Billigzeug hat durchaus seine Existenzberechtigung.

Richtig, das ist ein wichtiges Kriterium! Aber der Grund, dass Schulmalkästen so - grob gesagt - kacke sind, ist ja nicht, dass man keine ungiftigen Farbstoffe mit kräftig leuchtenden Farben fände (bei Lebensmitteln kriegt man das Färben ja auch hin!), sondern dass man diese halt mit billigen Füllstoffen so weit wie irgend möglich streckt. Der Gedanke dahinter ist wohl echt, bei Kindern käme es nicht so darauf an… Aber wenns um Spaß am Malen geht, ist das mMn grundfalsch.

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Bei Aquarell hat man oft gar nicht die perfekte Farbe, die man an einer Stelle haben will, im perfekten Wasserverhältnis auf dem Pinsel, davon brauchst du dich nicht verunsichern lassen. ^^ Häufig arbeitet man in mehreren Farbschichten und tastet sich so an das Ergebnis heran, dass man haben möchte - abdunkeln, anderen Farbschlag reinbringen und in Maßen auch wieder aufhellen … Zur Unterstützung dieser Arbeitsweise haben die Farben meist Informationen, wie deckend sie sind, wie gut sie sich wieder vom Papier ablösen lassen…

Meine Tipps wären daher nur, von hell nach dunkel zu arbeiten (weil Farbe nachträglich zu entfernen schwieriger ist als hinzufügen) und “follow the fun”. :)
Mit Aquarell spielen und beobachten, wie es sich verhält und alles machen, was Spaß macht, damit die Motivation bleibt.

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Ich ergänze noch, dass man zu meiner Schulzeit beigebracht hat, dass man mit einem Borstenpinsel so lang im Farbnapf schrubbt, bis es zu schäumen beginnt. Zu SCHÄUMEN! Versuch mal mit schaumiger Farbe gescheit zu arbeiten xD
Ich dachte ja jahrelang, das nasse Medium mit Pinsel liegt mir nicht.
Inzwischen ist das n bisschen anders.

Und das Kind bekommt einfach direkt von Anfang an vernünftiges Zeug und wenn die Schule explizit Schrott fordert, wird das Kind darüber aufgeklärt, dass es Schrott ist und gut. Denke man erspart sich damit auf lange Sicht doch einiges an Frustration.
Außer halt der Frustration, dass in der Schule nur Schrott verwendet werden darf.

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“Viel Farbe, wenig Wasser!” Und irgendwann hatte man dann endlich eine sämige Paste am Pinsel, mit der sich absolut nicht malen lies… ich hatte, zusätzlich zum Pelikan Deckfarbenkasten, noch einen weiteren Kasten, der generell lasierender wirkte. Also mehr wie Aquarellfarbe, aber eben doch keine war.
Ich hab noch nen Pelikan Deckfarbenkasten, den ich als eigenes Medium wahrnehme und mit dem ich nicht umgehen will wie mit Aquarellfarben. Ich hab den als Gouache-Ersatz für diese Karte: a place on earth - #6 (III) – Rosa-canina | kakao-karten.de verwendet (warum Ersatz steht in der Kartenbeschreibung…)
Den Geruch diese Farben mag ich aber irgendwie bis heute.

Irgendwie hätte ich da Lust auf eine Challenge: das selbe Motiv; einmal mit Deckfarbe auf Schulmalpapier (auch so ein Kapitel…), mit Deckfarbe auf Aquarellpapier, mit Aquarellfarbe auf Aquarellpapier und für ganze Masochistische noch mit Aquarell auf Schulmalpapier.

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Exakt das. Schaumbad im Kasten!

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