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Aquarell

Ich wollte nur nochmal anmerken, dass teurere Pinsel keine besseren Bilder malen. Ich kenne das, Kunstlehrer wollen immer sauteures Zeug, aber aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es das nicht bringt.
Ich male immer mit den billigsten Pinseln, von Müller (die mit den hellen Haaren, nicht die Schulpinsel) oder von DaVinci (wenn Müller die Größe nicht hat).

Bei uns früher waren es immer die Buntstifte. Wir sollten sauteure Polychromos für 20 Euro holen. Meine Mutter hat sich geweigert und mir die Aldi Dose für 2 Euro nochwas geholt.
Und wer hatte die beste Note in Kunst? Richtig. ;)

Es stimmt schon, dass Leute, die Aquarell gut beherrschen, auch mit billigeren Pinseln keine Probleme haben…
Das heißt aber im Umkehrschluss nicht, dass teurere Pinsel unnötig sind ö___Ö
Ich hab auch lange nur Synthetikhaar-Pinsel benutzt (dass sind die, die du meinst), und muss sgen, dass Echthaarpinsel schon ziemlich praktisch sind, besonders wenn es um das Aufnahmevermögen geht, Echthaar nimmt um einiges mehr Flüssigkeit auf.
Allerdings heißt das jetzt nicht, dass Synthetikhaar Mist ist, mit denen lässt sich eigentlich auch gut arbeiten, aber men muss sie z.B. öfter befüllen.

Allerdings stimmt es schon, dass Synthetik für den Schulunterricht vollkommen ausreicht. Echthaar lohnt sich nur, wenn man regelmäßig damit arbeitet :/

Hm, ich für meinen Teil erziele mit den teuren Pinseln bessere Ergebnisse. aber ich denke das ist auch Nutzerabhängig.

Dito. Ich habe es auch mal mit Synthetikhaarpinseln versucht, aber ich mag sie einfach nicht. Meist sind diese auch “härter” im Vergleich zu Echthaarpinseln, da die Borsten ja doch ziemlich starr sind.

Also ich bin mir auch ziemlich sicher, dass gute Pinsel (gut, nicht teuer; auch wenn es oftmals auf’s gleiche hinausläuft) einem die Arbeit auf jeden Fall leichter machen. Auf’m Kakaoformat mag das nicht auffallen, aber gerade wer mit einmaligem Farbauftrag auch große Flächen “lasieren” will, der kommt um gute Pinsel echt nciht herum. Und gut heißt in den allermeisten Fällen einfach mal teuer, weil eben Echthaar.

Ich bin auch der Meinung, dass man mit guten Pinseln um einiges weiter kommt. Auf Din A4 wird’s für mich schon schwierig, mit Synthetikpinseln, obwohl es die teuren von Da Vinci sind. Ich habe sie damals gekauft, weil sie eben günstiger waren als die Haarpinsel.
Das Ergebnis wird mit den Syntetik-“Haaren” viel scheckiger und es ist schwierig, damit im größeren Format zu arbeiten. Und ganz ehrlich: A4 ist echt nicht groß!
Die Farbe am Pinsel trocknet sehr schnell und dadurch malt man oft mit zu viel Farbe, was sich irgendwann auch finanziell bemerkbar macht, wenn man ständig neue Näpfchen kaufen muss, obwohl man wenig damit malt. ^^

Generell finde ich, man kann es gut mit dem Gebrauch von Markern vergleichen. Langfristig ist man da besser beraten damit, gutes Markerpapier zu kaufen und bei Aquarell sollte man über eine langfristige Nutzung von Echthaarpinseln nachdenken, wenn man wirklich die Vorteile dieses Mediums komplett ausnutzen möchte.

Also ich merke auch deutliche Unterschiede zwischen guten (und leider entsprechend teuren) Pinseln und Billigware!
HotaruYagami, du hast natürlich insofern Recht als auch gutes Material die Bilder nicht von selber malt - dafür ist immer noch der Künstler selbst verantwortlich. Wenn der nichts kann, hilft ein teurer Pinsel auch nicht weiter. XD Und jemand mit den entsprechenden Fähigkeiten kann sicher auch mit Billigware tolle Bilder fabrizieren. Aber es erleichtert technisch die Arbeit ungemein, wenn man nicht gleichzeitig malen und gegens Material ankämpfen muss.
Ich habe zum Beispiel festgestellt, dass die Pinsel aus dem Supermarkt einfach keine so stabile und feine Spitze haben wie meine guten Aquarellpinsel von Raphael und daVinci. (Und die Supermarkt-Pinsel haaren auch noch… Bäh.)

hach ja, die lehrer!^^
die scheinen geld vom kunstladen zu kriegen fürs promoten!! xDD
meine jetzige lehrerin is zum glück nich so! x3

jopp, der künstler malt die bilder, die utensilien sind nur hilfsmittel! :D

ich muss aber gestehen, dass ich nun doch die echthaarpinsel bevorzuge, da sie praktischer sind. man kann mit ein und demselben pinsel sowohl große als auch kleinste flächen bemalen und das nervige wechseln der pinsel is geschichte! xD
nur… hoffentlich müssen keine tierchen für die pinsel sterben! >__<

hey, ich male seit einiger Zeit mir Lukas Aquarellnäpfchen und muss sagen, dass ich immer wieder den Eindruck habe, dass die Farben so stumpf und matt wirken. Das selbe Problem habe ich auch mit den Acrylfarben von Lukas. Hat einer dieselbe Erfahrung und Tipps was man machen kann, damit die Farbe etwas mehr Glanz bekommt oder ob ich das vielleicht nur meine. Kann das auch mit dem Papier zusammen hängen auf dem man malt? Ich habe nen recht großen Farbkasten mit vielen Lukasfarben die noch zum großen Teil voll sind und möchte mir jetzt ungern ne komplette neue Ausrüstung an Aquarellfarben kaufen.

ach hab ichs gut :D kann immer die pinsel von meinem vater benutzen(fehhaar usw) ;)

@jacaj: kp benutze die farben von schmincke. die haben sehr schöne farben

hast du mal nen bsp?

benutze die Farben von Schmincke

Die Farben von Schmincke benutze ich auch !
Das sind tolle,leuchtende Farben,aber leider auch sauteuer :höhö:

Schmincke ist aber auch jeden Cent wert. ^^
Muss leider sagen, dass ich mit Lukas enorm schlechte Erfahrungen gemacht habe. Meine Mutter hatte so einen Kasten, und… Nie wieder. Die Farben sind einfach nicht gut verarbeitet, und für die miese Performance noch dazu völlig überteuert. Da ist leider nichts zu retten…

mal eine Frage an die, die Aquarellpapier längere Zeit bunkern:

kann das auch “alt” werden? Auf manchen Papieren steht “alterungsbeständig”. Was genau bezeichnet das, ich meine, wie zeigt sich das “altern” eines Aquarellpapiers im genauen? Ist mit Alterungsbeständigkeit des Papiers die Zeit VOR oder NACH dem Bearbeiten gemeint, oder beides?
Ab welchem Lagerungszeitraum ist eine gewisse Alterung überhaupt spürbar?

Ich habe einige Papiere die sich seltsam verhalten und das auch nicht immer tun/taten. Als ich ein paar Leuten mein Leid geklagt habe, hat man hat mich gefragt obs am Alter des Papieres liegen kann… gute Frage, ich weiss das nicht. Aber so 2-3 Jahre Lagerung (nicht im feuchten Keller, ganz normal) sollten doch nichts ausmachen, oder?

Das Malverhalten eines Papiers sollte sich eiiiigentlich mit dem Alter nicht ändern.
Wichtig ist, dass Papier säurefrei sein (und im Idealfall einen Säure-Base-Puffer haben) sollte, da einige Farbpigmente sehr säureempfindlich sind und sich ansonsten im Laufe weniger Jahre unerwünschte chemische Reaktionen (mit damit verbundener Farbänderung) einstellen. Die Angabe “säurefrei” hast du sicher auch auf vielen Blöcken stehen.
VOR dem Bemalen kann ein Papier höchstens vergilben, wenn es säurehaltig ist bzw. falsch gebleicht wurde. NACH dem Bemalen will man sowohl das Vergilben als auch die chemische Reaktion von Farbpigmenten mit dem Papier oder untereinander vermeiden. Weiterhin möchte man auch nicht, dass das Papier mit dem Alter brüchig wird.
Ansonsten kommt es auf das Material des Papiers (Holz oder Hadern) und die chemische Zusammensetzung der Leimung an.
Es gibt auch Papiere, die zusätzlich mit einem Mittel gegen Schimmelpilze (Feind Nummer 1 von Papier) präpariert sind.
2 bis 3 Jahre machen aber so oder so nicht viel aus. Säurefreies Papier, das aus Holz produziert wurde, sollte einige Jahrzehnte gilbungsfrei und unzerbröselt halten. Bei Büttenpapier (aus Hadern) beträgt die “Lebenserwartung” sogar einige Jahrhunderte. Ein Papier, das nach 2 bis 3 Jahren schon Alterungserscheinungen zeigt, wäre natürlich als Künstlerpapier herzlich ungeeignet… (Aber genau deswegen sollte man ja auch die Finger von Supermarktware lassen - da kann man durchaus so etwas erleben.)

Meine Markenware die ich hier habe ist allesamt als säurefrei und alterungsbeständig ausgezeichnet.

Lustigerweise hab ich meine Probleme die zu der Frage veranlassten eher auf dem teureren Künstlerpapier. Die Billigblöcke aus dem Supermarkt machen nach Jahren noch genau das gleiche wie vorher. xD

Ich konnte mir auch nicht vorstellen dass das Papier nach ein paar Jährchen vernünftiger Lagerung sich so verändert. Rein äußerlich wirkt es noch wie am ersten Tag, die Probleme kamen ja erst beim Aquarellieren.
(ähm, wie oft kommt denn bitte Schimmel auf Papier vor? o_O Ich meine… gut das KANN wohl passieren wenns am falschen Ort gelagert wird da ich mir denke dass Papier recht leicht schimmeln KÖNNTE, aber so eigentlich…?)

Komisch ist z.B. dass ein bestimmter Block an manchen Stellen gerne Farbe “abperlen” lässt und gar nicht erst aufnimmt. Als wäre eine Fettschicht drauf. Ich kann aber versichern dass die nicht von meinen Händen kommt, und eigentlich sind die einzelnen Bögen dann auch absolut taufrisch.

Ein anderer macht genau das Gegenteil und “frisst” die Farbe regelrecht, aber auch wieder nur an einzelnen Stellen. Da sickert die Farbe dann richtig ein und bildet Flecken die sich absolut nicht mehr herauslösen liessen.

Mich irritiert eben dieses stellenweise Gehabe, und Fall 1 hat eine Freundin mit dem gleichen Block auch. (kann jetzt allerdings gar nicht sagen wie er heisst, ist einer von Boesner mit dem ich abgesehen davon nur gute Erfahrungen habe)

Oh, Schimmel auf Papier ist SEHR häufig. In den meisten Fällen ist der Schimmel gar nicht zu sehen, sichtbar wird der ja erst bei seeeeehr schwerem Befall… Aber einige Sporen sind quasi immer da, sobald Papier längere Zeit bei normaler Luftfeuchtigkeit unter wenig Sauerstoffzufuhr gelagert wird. Wie gesagt, deswegen sind einige Künstlerpapiere extra mit Fungiziden präpariert. Es macht Sinn. Ein Bild in einem Bilderrahmen (wo Aquarelle bestimmungsgemäß ja häufiger mal landen ^^) bietet ansonsten quasi ideale Bedingungen für Schimmel. Feuchtigkeit ist immer gegeben und die Glasscheibe sorgt sowohl für Kondensflüssigkeit als auch für weitgehenden Luftabschluss, also Sauerstoffarmut…

Was du da an Problemen beschreibst, hängt aber ganz eindeutig mit der Leimung zusammen. Die Papierfasern werden ja immer von irgendwas zusammengehalten und sind beschichtet, damit die nasse Farbe nicht ins Papier einzieht wie in Löschpapier (das “Einsickern”, was du beschreibst, deutet auf eine zu schwache Verleimung hin.). Eventuell wurde die Leimung einfach in der Fabrik ungleichmäßig aufs Papier aufgetragen - oder sie hat sich mit dem Alter angelöst und ist klumpig neu angetrocknet. Letzteres würde aber wirklich auf eine zu feuchte Lagerung hindeuten…

Ok, an die Rahmung habe ich gar nicht gedacht, aber das ist natürlich eindeutig problematisch was Schimmel angeht.

Ab wann ist eine Lagerung für Aquarellpapier zu feucht? Raumklima 30-55% je nach Jahreszeit? Ich wüsste nicht wie ichs trockener lagern soll, und das Problem gibts nur bei dem einen Block. Also vielleicht doch eher ein Problem des Blocks. Vielleicht hängts auch damit zusammen wie sich meine Technik im Laufe der Zeit verändert hat und das Papier nun nicht mehr so dafür geeignet ist.

Solches Papier kann man dann wohl auch nicht mehr retten, oder? Vielleicht gibts ja Tricks mit denen man dem Leimungsproblem beikommen kann.

Keine Ahnung - ich hatte bei meinem Aquarellpapier noch nie Lagerungsprobleme, habe mich also nie genauer mit der Problematik auseinandergesetzt…

Ein Papier, das zu schwach oberflächenverleimt ist (Einsicker-Problem), könntest du vermutlich noch nachpräparieren, indem du es mit stark verdünntem Gummi arabicum einpinselst… Mehr enthält Papier-Verleimung ansonsten auch selten. (Und ich mache das mit Gummi arabicum sowieso ganz gerne, weil dadurch die Farben kräftiger und transparenter herauskommen. Für Lasurtechniken ist das ein netter kleiner Trick. XD Für nass-in-nass aber herzlich ungeeignet…)
Bei zu stark verleimtem Papier (also Stellen, die die Farbe nicht mehr annehmen) weiß ich aber auch nicht so recht… Man könnte versuchen, es mit einer Sprühflasche zu befeuchten, in der Hoffnung, dass das Zeug angelöst wird und sich verteilt… Aber das ist vermutlich eher unwahrscheinlich.

Bei dem Abperl-Problem könnte mans mal mit Ochsengalle probieren :)
Wenn man das in Farben mischt, stellt sich eigentlich dieser Einsickern-Effekt ein, also grade das Gegenteil zum Abperlen.
Weiß aber nicht, ob das an der Verleimung liegt…

Ich hab keine Ahnung von der Wirkung von Ochsengalle bei sowas, aber bevor man den Block in die Tonne kloppen muss, wärs nen Versuch wert, finde ich.

Ochsengalle setzt die Oberflächenspannung des Wassers herab. ^^ Eigentlich nimmt man das Zeug, um Trocknungsränder zu vermeiden, aber dadurch sickert die Farbe auch leichter ein, das stimmt. Insofern… Eine kreative Idee. Müsste man ausprobieren.