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Aquarell

Könntet ihr ein Bild davon zeigen wie das aussieht wenn sich die Farbe weiter ausbreitet? Um ehrlich zu sein kenne ich das gar nicht oO

Sich weiter-ausbreitendes Nass-in-Nass kenne ich eigentlich nur wenn die Flächen drumherum nicht oder nur oberflächlich trocken sind (wenn es sich kühl anfühlt ist es noch nicht trocken, auch wenn die Farbe nicht mehr verschmiert/es trocken aussieht) oder bei manchen Papieren die unschöne Krisselränder erzeugen… Bei Botanical UltraSmooth hatte ich das Problem.

Canson XL Aquarelle hab ich hier, da gabs kein Ränder-Problem bei mir.

Ich habe nach ca. 20 Minuten die Oberfläche abgetastet, ob es schon trocken ist. Ich weiß ja nicht, wie lange Trocknen normalerweise dauert. Dann wird es vielleicht noch nicht “innen” durchgetrocknet sein ._. Es fällt mir irgendiwe schwer zu fühlen/sehen, ob etwas trocken ist, auch der Tipp mit der Temperatur (also wenn es sich kühl anfühlt) hilft bei mir nicht so gut. Ich habe eine schelchte Temperaturwahrnehmung (zB war die Temperatur draußen bei 0°C, mein Partner hat gefroren und ich empfand es als 8°C. Ich bin wirklich nicht gut darin sowas wahrzunehmen.)
Gibt es da noch andere Methoden wie man herausfindet, ob etwas noch leicht feucht ist?

Wenn man das Papier biegt kann man auch feststellen, ob es trocken ist. Nasses Papier verhält sich da anders. Ansonsten kann man es auch über Nacht liegen lassen. Da ist es dann auf jeden Fall trocken.
Dieser Effekt ist besonders stark, wenn das Papier richtig durchnässt war und nicht nur die Oberfläche benetzt war. Da fühlt sich die Oberfläche schon trocken an, während es innen noch nass ist.

Die Methode das Blatt zu biegen klingt gut. Das probiere ich auf jeden Fall beim nächsten Versuch :)
Vermutlich muss ich erst ein Gefühl für sowas entwickeln.
Ihr seid alle wirklich freundlich und hilfsbereit, danke dafür <3

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Das Problem mit dem fühlen ob etwas kühl ist, hab ich auch. Wenn ich zum fühlen nicht die Finger sondern den Handrücken benutze funktioniert das besser, vielleicht kannst du das mal ausprobieren.

Ja, mir hilft es auch mit dem Handrücken oder anderen Teilen der Hand zu fühlen - du musst auch nicht direkt erkennen dass es kühl ist sondern nur feststellen ob es einen Unterschied zu den Flächen gibt die du noch nicht bemalt hast, vielleicht hilft das :)

Wenn du ganz sichergehen willst dass es trocken ist kannst du auch mit einem Heißluftföhn (oder normalem Föhn, der ist aber ineffektiver) drübergehen sobald es nicht mehr sichtbar nass ist.

20 min kann lange ausreichend zum trocknen sein oder noch zu wenig, das kommt sehr darauf an wie nass das Papier war.

Auf die Idee mit dem Handrücken wäre ich nicht gekommen (ich dachte der sei noch unsensibler).
Diesen speziellen Föhn habe ich in vielen Videos gesehen, aber ich habe nicht mal einen normalen für die Haare :’) Was passiert eigentlich, wenn man es auf die Heizung legt? kann dadurch ein unangenehmer Nebeneffekt entstehen (zB stärkere Wölbung)? Ich habe mich nicht getraut, das auzuprobieren ^^

Ob sich das Papier stärker verformt, wenn man den Trockenvorgang beschleunigt, kann ich jetzt garnicht sagen. Das müsste ich mal direkt vergleichen. Aber um dem vorzubeugen kann man das Papier mit Tape oder dergleichen fixieren. Wenn man viel Wasser nimmt ist das sowieso ratsam.

Ich hab mir den Inktense Aquarellkasten bestellt. Er ist noch nicht da, aber ich bin schon richtig gespannt. Hat jemand Erfahrungen mit dem Kasten?
Ich weiß es sind nicht wirklich Aquarellfarben, aber dem Medium kommen die Inktense Sachen wohl ziemlich nahe.

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Ich besitze den Inktense 12er Kasten und habe ihn auch schon getestet. Leider kann ich keine fertigen Karten vorzeigen die damit gemalt wurden.
So sehr ich die inktense stifte liebe (wobei ich meistens auch nur die Farbe mit einem Pinsel abnehme) so enttäuscht bin ich über die Inktense Pans.
Sie wirken auf mich weniger leuchtend als die Farbe aus den mienen und die Farben werden beim mischen erstaunlich schnell dreckig trüb.
Außerdem sind sie weniger wasserfest nach dem trocknen als die stifte.
Finde ich seltsam, aber evtl. Wurde zwischenzeitlich auch die Zusammensetzung geändert und die neuen stifte Pakete verhalten sich genauso?
Ich weiß es nicht.
Vermutlich bin ich auch mit zu hohen Erwartungen an die Sache rangegangen. Objektiv ist es ein netter kleiner Kasten mit ein paar schwächen.

Die Verarbeitung des Kastens selbst ist für Kunststoff übrigens ziemlich gut.

Ich entschuldige mich im voraus für die wahllose groß und kleinschreibung. Ich habe am Handy gerade keine Zeit und keinen Bock das zu korrigieren.

Ich hab den Kasten jetzt ein wenig ausprobiert und finde sie allgemein deckender, als Aquarellfarben. War aber schon irgendwie zu erwarten.
Die größte Problemfarbe ich für mich dieser Lilaton. Der Ton selbst gefällt mir zwar sehr, aber er ist von sich aus schon sehr schlammig, lässt sich kaum gleichmäßig auf dem Papier verteilen und zum Mischen eignet er sich kaum, da der Ton nur dunkle Farben zulässt und die Mischungen dann auch schlammig sind. Ein Magentaton wäre da meiner Meinung nach angebrachter gewesen. Es gibt viele Mischfarben, die durch das Fehlen eines kalten Rottons nicht gemischt werden können.
Der Wassertankpinsel ist auch mega schlecht. Die Pinselspitze ist drehbar und nicht fest. Das ist unpraktikabel. Sowohl beim Anlösen der Farben, als auch beim Auftragen.
Aber ansonsten finde ich die Farben ganz schön. Die meisten sind sehr farbintensiv und lassen sich auch gut mischen. Man kann die Farben auch aus den Näpfchen nehmen und sie wie Kreidestücke benutzen.
Gibt es die Farben auch als Sticks? Das wäre wohl meine favorisierte Form, falls vorhanden. Sticks kann man selbst brechen und in Näpfchen verstauen, wenn man das will und wenn man das nicht will spart man sich das lästige Spitzen und es ist einfacher große Flächen auszumalen, als mit dünnen Buntstiften.

Ja alle Inktense Farben gibt es auch als blöcke .
Diese kannst du theoretisch in Stücke brechen und in näpfchen aufbewahren.

Ich hätte ein Frage zum Thema Aquarell: Ich habe mein Papier an einem festen Untergrund (alle vier Seiten) mit Klebestreifen fixiert und dennoch wölbt es sich (das passiert sowohl bei Canson Aquarelle 300g/qm, als auch bei Hahnemühle). Ganz glatt bekomme ich die Bilder damit nicht. Wie kann ich denn die Karten im Nachhinein “glätten”?

Wenn ich Papier strecke, dann befeuchte ich es meist von beiden Seiten und tackere es dann auf einer Holzplatte fest. Bei KaKAOs ist das wegen der Größe besonders einfach. Man braucht nur einen Rand.
Je nachdem wie sich das Papier wellt kann es helfen die fertige Karte im Nachhinein nochmal auf der Rückseite mit Wasser zu befeuten und dann trocknen zu lassen.
Bei mir erledigt sich das Problem mit dem Wellen meistens, wenn ich das Motiv auf die Rückseite aufklebe, ausschneide und dann in den Ordner mache. Durch den Druck beim Trocknen der Klebefläche bleibt die Karte dann flach.

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Von beiden Seiten habe ich es nie befeuchtet, danke für den Tipp :)
Das Glätten im Nachhinein werde ich mal bei meinen anderen Karten versuchen, klingt als wäre das eine gute Lösung :3
Darf ich noch fragen, welchen Kleber du nutzt? Ich hatte mal einen tollen Klebestift, habe mir den nochmal gekauft, weil mein alter nach ein paar Jahren nun leer war und die haben leider die Formel(?) geändert. Nun klebt es kaum normales Papier zusammen, geschweige denn KaKAO Karten ._.

Ich habe für alle Kärtchen ein altes Buch. Aquarelle lege ich nach dem Trocknen und Fixieren und auch, wenn ich sie dann auf Rückseiten klebe, in ein altes Buch, damit sie nirgendwo festkleben, zwischen zwei Stücke beschichtetes Backpapier, und auf das Buch kommt ein großer Stein. =)

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Ich benutze den Klebestift von Uhu. Aber der klassische Pritt Klebestift soll auch ziemlich gut sein.
Bei zu langer Lagerung können die auch kaputt gehen.

Die Idee von @Lauredin ist auch ziemlich gut. Darf ich fragen, wie lange du die Karte presst?

So ein, zwei Tage. Gerade wenn noch ein bisschen Restfeuchtigkeit drin war, geht das ganz gut. Und wenn man gleich die Rückseite befestigt, ist sie innerhalb von 24 Stunden, wenn der Klebestift (habe auch den von UHU) eingezogen ist, in Ordnung. =)

Vielen dank Euch beiden für die Tipps, das mit Buch und Backpapier klingt auch interessant :3 Werde mir dann auch den Klebestift von UHU holen.

Noch ne kleine Info zum Klebestift von Uhu. Ich habe mit Aquarell bisher nur gute Erfahrungen gemacht, allerdings habe ich schon von Leuten, die Marker benutzen, Schlechtes gehört. Gerade bei dünnem Papier läuft man wohl Gefahr, dass die Zusammensetzung des Klebers die Farben angreift/verändert. Die schwören auf den Klebestift von Pritt.
Wobei ich selbst bei Markern mit meinem Uhu-Klebestift noch keine Probleme hatte. Aber ich benutze auch immer dickeres Papier. Oder es liegt an einer besonderen Kombination von Kleber und Papier, dass sich die Farben verändern.
Ich erwähne es nur, weil ich gesehen habe, dass du Copic Marker benutzt.

Meine Copic Marker habe ich verkauft, aber ich übe gerade Outlines mit Fineliner (anstelle von Buntstiften) und da könnte die Information sicher auch gut sein. Vielleicht verfärbt es bunte Fineliner ja auch manchmal?
Wenn Pritt genauso gut klebt und weniger damit Probleme hatten sollte ich dann vielleicht doch eher dazu greifen. Danke für den Hinweis :)