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Alles Bio,Öko und Vegan. Meine Meinung.

Ich persönlich habe auch sehr empfindliche Haut und kann keine der üblichen Cremes,Shampoo oder Duschgel nutzen. Von allen üblichen Firmen bekomme ich Ausschlag.
Seit knapp einem Jahr stelle ich mir alles was ich an diesen Produkten brauche selbst her. Bei den Zutaten achte ich genau darauf woher sie kommen und wie sie verarbeitet wurden.
Ich spare damit Geld und meiner Haut geht es viel besser. Das einzige “Problem” ist eben die Haltbarkeit. Solche Produkte sind höchstens 1-3 Wochen haltbar.

Bei Haarfarben (ich färbe sehr oft ._.) bin ich zu Goldwell Produkten (Elumen) gewechselt weil sie sich gegen Tierversuche aussprechen.

Was das Pelz Thema betrifft. Auch ich habe einen Pelz von meiner Oma geerbt der schon einige Generationen in der Familie ist. Da ich das Stück aber nicht haben wollte, habe ich ihn meiner Cousine gegeben. Ich will einfach keinen Pelz besitzen.

Erben ist was das Thema betrifft eine Sache… aber wer Pelze kauft von Tieren die nur deshalb getötet werden und dem das egal ist… mit solchen Menschen will ich nichts zu tun haben.
Viele der Tiere bekommen bei lebendigem Leib die Haut abgezogen weil es den Pelz wenn das Tier vorher schon stirbt stumpf macht.
Lammfelle oder Leder sind meiner Meinung nach was anderes (je nachdem wo sie herkommen) da wird das Tier nicht nur für seine Haut/ sein Fell getötet.

Schrecklich finde ich auch den Kunstpelz-Skandal… schrecklich das Echtpelz billiger in der “Herstellung-Verarbeitung” ist als Kunstpelz.
Die verwenden Katze und Hund und deklarieren es als Synthetik also Vorsicht!

https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2013/_11/_26/Petition_47404.nc.html

Wäre toll wenn diejenigen die noch nicht unterschrieben haben das machen.

Schrecklich finde ich auch den Kunstpelz-Skandal... schrecklich das Echtpelz billiger in der "Herstellung-Verarbeitung" ist als Kunstpelz. Die verwenden Katze und Hund und deklarieren es als Synthetik also Vorsicht! https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2013/_11/_26/Petition_47404.nc.html Wäre toll wenn diejenigen die noch nicht unterschrieben haben das machen.

Find super, dass du hier Werbung für die Petition gemacht hast und bin auch voll happy, dass sie das Quorum erreicht hat!
Deine Einstellung zu Pelz kann ich absolut teilen. Einen Pelz als Erbstück hätte ich auch nicht gewollt … einfach widerlich.
Sollche Fälle wie bei dem Kunstpelz-Skandal treten leider so oft auf. Ich habe so viele Bekannte, die sich Echtpelz gekauft haben, weil sie nicht geglaubt haben, dass es für den Preis Jacken mit Echtpelz gibt und weil nichts am Etikett stand. Ich habe auch den Skandal bei Colloseum aufgedeckt sich voll was drauf einbild xD, die Mützen mit Echtpelzbommel für 3€ verkauft haben und auf dem Etikett stand 100% Polyacryl.
Ich glaube jeder Kunstpelz aus Plastik ist ökologischer als ein Echtpelz. Die Tiere brauchen ja auch Futter, Wärme, Wasser und ein Pelz wird sehr stark mit Chemikalien und Farbe behandelt, was auch für die Leute, die Pelz tragen schädlich sein kann.

@SchneeAmsel

Da muss ich dir leider widersprechen. Es verhält sich genau anders herum: Echtpelz ist ökologischer als Kunstpelz. Warum? Plastik wird aus Erdöl hergestellt, einer begrenzten Ressource. Wie gefährlich Erdöl für die Umwelt ist, kannst du zum Beispiel im Golf von Mexiko verfolgen. So viel Chemie können die Leute für Leder- und Pelzproduktion gar nicht ins Wasser kippen, wie da aus den Erdölquellen fließt.
Auch sollte man unterscheiden zwischen Tieren, die extra für den Pelzgewinn gezüchtet werden, und “Abfällen” aus der Fleischtierhaltung. Was hält zudem länger: Kunstpelz oder Echtpelz?
Ein Chemiecocktail steckt wohl in beidem drin.

Ich für meinen Teil trage zwar auch keinen Pelz, finde es aber nicht schlimm, wenn z.B. das Fell von Kühen, Schafen oder Kaninchen und anderen Fleischtieren weiterverwendet wird. Denn während an dem einen Ort das Fell der süßen Hasis entsorgt wird, werden andernorts extra Kaninchen nur wegen ihres Fells gezüchtet. Würde ich Kaninchen züchten, würde ich auf jeden Fall schauen, ob und wie ich deren Fell nach der Schlachtung weiterverwenden könnte. Gibt schöne Videos auf Youtube dazu, die ganz anders sind als Peta und Co. verbreiten. Allerdings sind das auch eher kleine Züchter, die zeigen, wie man schnell und effektiv schlachtet und häutet, keine “Fabriken”.

Was ich generell ablehne, sind Pelze, die von Tieren stammen, deren “Rest” weggeworfen wird. Das ist absolute Verschwendung!

Was ich an der ganzen Pelzdiskussion oft ein bisschen heuchlerisch finde, ist die Tatsache, dass es Leute gibt, die einen auf Pelzgegner machen, aber bevorzugt Billigstfleisch aus Massentierhaltung und Ledersachen kaufen. Dann argumentieren sie mit böser Chemie, decken sich aber alle paar Wochen mit massig neuen Klamotten ein, färben sich die Haare in allen möglichen Farben, konsumieren Medikamente und pinkeln die Chemikalien in die Toilette. Aber wehe, das Fell oder die Haut wird von Knopfaugentieren (aus der Fleischindustrie) weiterverwendet! Das ist dann natürlich ein ganz großer Skandal!

Das Problem bei der Sache mit dem Abfallprodukt ist, dass du, wenn du auf Fleischqualität achtest, bei der Zucht, nicht unbedingt schöne Felle bekommst, und anders herum. Aber wirklich Abfall kommt nicht unbedingt bei rum, da Abfallfleisch normalerweise für die Herstellung von Tiernahrung verwendet wird. Vor allem Fleisch von Wildtieren wie Nerz etc sind beliebt, weil dieses Fleisch Abwechslung in die Nahrung von zB Hunden bringt und dafür sorgt, dass sie weniger Allergien entwickeln etc.

Da hast du recht. Aus Massentierhaltungsställen, wo sich die Tiere selbst und gegenseitig annagen vor lauter Stress, kommt ganz sicher nichts Gutes. Allerdings muss man für kleine Dinge wie Schuhe, Taschen und Geldbörsen keine komplette Schweinehaut benutzen, sondern schneidet die guten Stücke aus dem Leder und die mit den Macken wirft man weg.

Mal ganz davon abgesehen, finde ich es eh ziemlich ärgerlich, dass man als Verbraucher in der EU und insbesondere Deutschland kaum Möglichkeiten hat, sich über die Herkunft und Herstellungsbedingungen von Produkten zu informieren.

Wo ist denn Nerzfleisch beliebt als Hundefutter? Ist das nicht in Deutschland verboten als Tiernahrung?

Ich denke an dem ganzen Zeugs ist vielleicht zu 50% was dran, aber mehr wirds auch nicht sein… Meine Freundin hat mal versucht vegan zu leben und es war immer so schwierig, was zu essen aufzutreiben, da ja auch vieles ziemlich teuer ist…es gibt aber auch Anleitungen für günstiges “Vegandasein”. Ich finde es auch blöd, dass Tiere mit Aufputschmitteln zu höheren Erträgen gezwungen werden, aber ich helfe dann doch auch nicht, wenn ich tierische Produkte nicht esse. Das Problem müsste man irgendwie an der Wurzel packen, aber wie?

Du hilft schon in dem Moment, wo du weniger Fleisch isst. Die Fleischindustrie jammert rum, weil immer weniger Fleisch gegessen wird. Es gibt in der Tat einen Effekt. Nicht für die verbleibenden Tiere jetzt in diesem Moment, aber es tut sich was.

Das schon, abe man müsste sich besser noch zusätzlich einer Organisation anmelden, das wäre gut^^

Wozu das? Die Entscheidung fängt meiner Meinung wohl beim eigenen Konsumverhalten an und nicht, indem man Geld an Organisationen gibt, die in Timbuktu Straßenhunde an reiche Europäer vermitteln oder nicht-fette, nicht-hässliche Frauen nackig in die Fußgängerzone legen lassen, um auf die ausbeuterische Sex … äh, Fleischindustrie aufmerksam zu machen.

Auf Fleisch brauchst du nicht komplett zu verzichten, aber es hilft, wenn insgesamt mehr Menschen weniger Fleisch essen, vielleicht sogar Fleisch aus Massentierhaltung ablehnen und stattdessen aus Freilandhaltung (oder dergleichen) kaufen. Der Supermarkt stellt sein Angebot allerdings nicht von jetzt auf gleich um, nur weil du einen neuen Lebensstil hast.

Natürlich scheint die Änderung erst einmal an den eigenen Geldbeutel zu gehen. Aber wer sonst immer 1kg Fleisch täglich für 3€ konsumiert hat und seinen Konsum auf 1kg für 21€ pro Woche reduziert, ist nicht ärmer als zuvor.

Und für die Tage dazwischen braucht man auch keine Veggieersatzprodukte. Viele Fleischesser rechnen einem das dann 1:1 in Veggie-Vleisch um und kommen dann teurer raus als bei Massentierfleisch. Das ist natürlich Unfug. Eine Ernährung mit täglich 200g Fleisch, wie die meisten Deutschen es tätigen, stellt eine viel zu hohe Proteinzufuhr dar. Das ist kein eigenes Ermessen, auch kein Wunschdenken, sondern wissenschaftlich festgestellt.
Die Proteinzufuhr zu drosseln schadet also nicht, sie kann nur helfen. Und es gibt auch genug pflanzliche Lebensmittel, die viel Protein aufweisen. Vor allem Hülsenfrüchte, aber auch Getreide wie Weizen (enthält 11% Protein!) können da helfen und sind sehr preiswert.

Ich esse z.b. vegan ohne Soja, weil ich Soja nicht vertrage. Ich finde Seitan (Weizenkleber von der Stärke befreit) wabbelig und eklig. Und ich lebe trotzdem sehr gut. Supplementieren tu ich nur B12.
Ich sag nicht, dass das jeder so machen soll. Ich möchte nur darauf hinweisen, dass es funktioniert, ohne dass man gleich vom Stuhl kippt ^^ Und gegen den Sonntagsbraten ist ja nichts einzuwenden. Solange ich ihn nicht essen muss und er mir nicht drölf mal doch wieder angeboten wird.

Momentmomentmoment! Rein logisch betrachtet ist das in dieser Form nicht zu halten. Dass 200g Fleisch täglich zu viel sind, mag stimmen. (Stimmt sogar ziemlich sicher. Wer erreicht eigentlich solche Mengen Fleisch? Dafür müsste man abartigerweise jeden Tag ein Steak oder eine andere Fleischmahlzeit essen. Das tut doch kein normaler Mensch!) Das bedeutet aber noch lange nicht, dass es nicht auch ein “zu wenig” gäbe. Man kann die Proteinzufuhr ganz sicher nicht beliebig weit drosseln. Genauso wenig wie man Protein aus Fleisch in Protein aus Getreide oder Hülsenfrüchten “umrechnen” kann. (Tierische Proteine sind nicht das gleiche wie pflanzliche Proteine und werden auch vom Körper anders verwertet.)

Ehrlich gesagt, ich höre dieses Gesundheits-Argument immer wieder von Veganern, aber ich halte die Art und Weise dieser Argumentation für unredlich. Klar schneidet Veganismus als Lebensstil gesundheitlich super ab, wenn man ihn mit einem anderen ungesunden Lebensstil (mit ZU VIEL Fleisch oder gar, wie gerne gemacht, mit jemandem, der jeden Tag bei McDoof isst) vergleicht. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass es gesünder wäre als eine normal-gesunde abwechslungsreiche Ernährung. Aktuelle Empfehlung unter gesundheitlichen Gesichtspunkten ist meines Wissens, ein- oder zweimal die Woche Fleisch zu essen.

Wenn man aus moralischen Gründen kein Fleisch essen mag, ist das die eine Sache. Das ist Privatsache und ich kanns respektieren. Allerdings: gesünder als eine normale Ernährung ist das - auch nach aktuellem Stand der Wissenschaft - nicht. Ich denke, man sollte sich schon im Klaren sein, dass man im Zweifelsfall Abstriche bei der Gesundheit macht, um ein reines Gewissen zu haben. Das, was einem die Veggie-Bewegung immer vorpredigt, man wäre moralischer UND gesünder dabei, ist schlichtweg nicht haltbar. Man ist gesünder als jemand, der sich hauptsächlich von McDoof ernährt - aber mal ehrlich, das gilt für so ziemlich alle Ernährungsweisen. Das ist also eine argumentative Nullnummer…

Also ich muss sagen, dass ich gegen vegetarische oder vegane Ernährung nichts habe, aber ich würde es wohl nicht durchhalten. (An alle, die es schaffen Respekt!) Leider mag ich diese ganzen Milchersatzprodukte nicht (Soja etc. Mandelmilch ist lecker, aber leider viel zu teuer) und ich glaube ohne Soja ist man als veganer dann doch irgendwie aufgeschmissen. (Oder möchte mich da irgendjemand eines besseren belehren?)

Ich habe allerdings das Gefühl, dass vegan genauso wie Low-Carb/Eiweißernährung/etc.(Keine Ahnung, was es in der Richtung gibt) momentan eine Modeerscheinung ist. Und wohl auch eher nicht gegensätzlicher sein kann lol Ich glaube zumindest, dass die 200g Fleisch bei einer Eiweißernährung locker hinkommen. (Ich meine was isst man denn da sonst als Hauptmahlzeit? Meist ist es doch Fleisch/Fisch mit Gemüse, oder irre ich mich da nun?)

Naja, ich als “Durchschnittsverbraucher” (ich nenne mich jetzt einfach mal so XD Ich glaube ich bin noch verhältsnismäßig arm als Student) esse zwar alles, aber ganz sicher nicht jeden Tag Fleisch. Wenn ich Fleisch esse, dann meist in Form von Wurst (Brot und Wurst esse ich allerdings eher selten), in Fertigprodukten (Lasagne, Ravioli, Bami Goreng… so Kram eben o.O) oder auswärts.
Ich glaube so bewusst(Einkaufen + Zubereiten) esse ich Fleisch vermutlich höchstens 1 Mal in der Woche.
In meiner Ernährung würde ich mir eher etwas Gedanken um Zucker machen, was aber beim vegetarisch/vegan ja nicht direkt verboten ist. Viele Veganer süßen ja mit Agavensirup, aber mir wäre neu, dass man als Veganer keinen Rohrzucker darf und es gibt ja auch einige vegane Süßspeisen, die vollkommen in Ordnung sind. (Kuchen, Muffins …)

Zucker ja/nein hat nichts mit vegan zu tun. Ich meine… ist nicht so, als wäre Zucker ein tierisches Erzeugnis. Das hat dann wohl eher mit Ökofimmel und Panik vor “Chemie”, sprich, industriell aufbereiteter Nahrung, zu tun… Was zugegebenermaßen häufig mit Veganertum korreliert. Den direkten Zusammenhang gibt es aber nicht. (Es gibt auch keinerlei direkten Kausalzusammenhang zum Esoterikertum, trotz relevanter Korrelation.)

Übrigens gibt es JEDE MENGE vegane Speisen, die völlig in Ordnung sind. Nicht nur Süßspeisen. Ist ja nicht so, als wäre man als Nicht-Veganer irgendwie verpflichtet, tierische Bestandteile in jedes beliebige Nahrungsmittel zu hauen. Wenn ich ein Gemüsegericht zubereite, das nicht gerade eine Sahnesauce oder Käse beinhaltet, ist das auch “vegan”. Oder wenn ich einfach einen Apfel esse. Meine geliebte Bitterschokolade ist übrigens auch ohne Milch (und ohne Fleisch, oh Wunder XD).

Nur als dauerhafte Ernährungsform wäre mir “vegan” zu einseitig. Ich esse normalerweise das, worauf ich gerade Appetit habe - was bedeutet: zwar wenig Fleisch, aber ziemlich regelmäßig. Wenn ich zu lange kein Fleisch hatte, kriege ich auch regelrechte Heißhungerattacken darauf, also mein Körper scheint es in gewissen Maßen zu benötigen. Und darauf höre ich dann eben auch.

Ich glaube bei mir haben Gemüsegerichte immer Käse oder Milch drin, wenn auch nur in geringen Mengen. (Nudeln mit Gemüsesauce, Auflauf etc.) Ich meine selbst Salatdressing hat bei mir meistens Joghurt o.O XD
Genauso geht es mir bei Obst. Obst kann man zwar auch so essen, aber ich mag eigentlich kein Obst, außer Mandarinen :( Wenn ich mal Obst esse, dann als Müsli oder Smoothie, wo ich meistens auch noch Milch, Joghurt, Quark oder ähnliches reinpacke… (Meistens zwar nur ein bisschen als Zusatz zu Saft, aber es ist vorhanden)
Ich bin da wohl ein Mensch, der irgendwie das Obst verstecken muss, damit es appetitlich wird lol

Mit dem Zucker meinte ich eher, dass ich mich vermutlich als Veganer hauptsächlich von Süßspeisen ernähren würde. In meiner Familie gibt es einige Veganer und habe da auch schon öfter mitgegessen, z.B. Sushi geht sehr gut vegan (Ich mag sowieso kein Sushi mit Fisch), aber ich finde es furchtbar, wenn sich Veganer dann Ersatzprodukte aufzwängen müssen.
Z.b. vegane Lasagne: Da muss dann UNBEDINGT Sojaschnipsel (oder wie das heißt o_o;) als Hackfleisch und ein selbst gemachter veganer Käse her. Wäre ich vegan, würde ich mir vermutlich einfach eine normale Gemüselasagne ohne Käse machen… bzw. ganz auf die Lasagne verzichten und Nudeln mit Gemüsesauce (Tomate/mediterran) essen.
Und wieso man als Veganer Raclette essen möchte, entzieht sich vollkommen meinem Verständnis. Veganer Raclette Käse war vermutlich das ekligste, was ich bis jetzt an veganen Sachen gegessen habe XD

@Eller
Das mit dem Hunger auf Fleisch kenne ich auch… Ich war mal eine Woche bei meiner Cousine zu Besuch (Vegetarierin) und ich mag auch wirklich gerne Gemüse etc., aber nach ein paar Tagen musste ich dann doch Fleisch essen… >_<

Das ist dann einfach der Körper, der sich meldet. Menschen SIND nun mal von Natur aus omnivor, und wenn dem Körper irgendwelche Nährstoffe fehlen, meldet er sich halt in Form von Heißhunger auf ganz bestimmte Nahrungsmittel. Zumindest bei Menschen mit gesundem Körpergefühl.

Ich war mal drei Wochen bei einer veganen Freundin zu Besuch. Die hat dann halt auch vegan gekocht. Wohlgemerkt: das Essen war super. Wirklich lecker - mit keiner einzelnen Mahlzeit gab es irgendein Problem, das hab ich alles sehr gern gegessen. Aber auf dem Rückweg… Ich bin noch mit Koffer und allem ins nächste Block House und hab mir ein riesiges Steak reingezogen. Es ging einfach nicht anders. Also… das Fleisch hat gefehlt, definitiv. Ich kann mich auch besser konzentrieren, wenn ich Fleisch gegessen habe. Zum Beispiel habe ich bei Schachturnieren eine deutliche Korrelation festgestellt: wenn ich in den Tagen vorher kein Fleisch hatte, spiele ich schlechter. Ganz eindeutig - ich hab mein Ernährungstagebuch (ja, so was hat man als Turnierspieler) statistisch ausgewertet. Andere Proteinquellen scheinen einfach nicht den gleichen Effekt zu haben.

[Eller, 17. November 2014, 13:59:4]

Eller, du antwortest auf etwas, was ich nie geschrieben habe.

Kageko schrieb: Auf Fleisch brauchst du nicht komplett zu verzichten, aber es hilft, wenn insgesamt mehr Menschen weniger Fleisch essen,
Ich schrieb darauf: Und für die Tage dazwischen braucht man auch keine Veggieersatzprodukte. […] Und es gibt auch genug pflanzliche Lebensmittel, die viel Protein aufweisen.

Du liest anscheinend: Fleisch soll man nicht essen und jedes Gramm Protein soll man durch Pflanzen ersetzen oder gar nicht.

So etwas würde ich nie schreiben.
Nur weil ich kein Fleisch esse, heißt es nicht, dass ich jedem aufbürde, das so wie ich zu tun. Ich habe mich sogar positiv über Fleisch ausgedrückt: “Und gegen den Sonntagsbraten ist ja nichts einzuwenden. Solange ich ihn nicht essen muss und er mir nicht drölf mal doch wieder angeboten wird.”

Die 200 g Fleisch, die ich da anprangere, sind bei einigen Leuten sogar zu wenig. Du musst nicht nur das bare Stück Fleisch auf dem Teller rechnen, sondern auch all die Wurst, das Mett und so weiter hin zu. Da kommt man bei nicht wenigen Leuten sogar auf 400 g täglich. Vor allem in der Grillzeit oder zu Bratentagen. Wenns Buletten gibt, verdrückt mein Onkel gleich 8 davon.

Ich halte vegane Ernährung für gesünder. Für gesünder als mein Onkel. Gesünder als McDoof. Gesünder als Käsesuchtis. Aber nicht gesünder als jemand, der vll. 2 mal pro Woche Fleisch isst (WENN er eine gesunde Schilddrüse hat) und gemäßigt Milch- und Eiprodukte isst. Warum ich das mache, wenn ichs doch nicht für gesünder halte? Weil mir Fleisch nicht schmeckt. Weil ich Eier widerlich finde, sowohl vom Schwefel als auch von der Konsistenz. Weil ich Milch fußig finde. Und weil meine Schilddrüse nicht mehr heile ist. Wobei die tierische Dinge in kleinen mengen auch ab kann. Oder französische Milch in mittelgroßen mengen, aber komm da mal ran.

[Hanabi-chan 17. November 2014, 15:56:13]

Du schriebst: "und ich glaube ohne Soja ist man als veganer dann doch irgendwie aufgeschmissen. "
Es ist schwieriger, aber nicht unmöglich. Sowas wie Joghurt gibts dann eben nicht. Man kommt mit Weizengluten und Hülsenfrüchten aber ganz gut hin. Man muss aber viel wissen und sich überlegen, was man wann isst. Ich würde das niemandem vorschlagen, der keinen Plan hat XD

"Viele Veganer süßen ja mit Agavensirup, aber mir wäre neu, dass man als Veganer keinen Rohrzucker darf "
Das wäre mir auch neu. In den USA ist der weiße Zucker mit Knochenkohle gereinigt, deswegen ist der dort tabu. Das wird mit unseren Zuckerrüben aber nicht gemacht. Außerdem ist Agavensirup fast nur Fructose und eigentlich voll “böse”. Keine Ahnung, warum so viele Veganer auf das Zeug stehen. Wenn ich nen Sirup brauche, nehm ich Ahornsirup.

[Hanabi 17. November 2014, 16:37:09 ]

Veganer müssen nicht unbedingt diese Ersatzprodukte essen. Wenn sies tun, dann wollen sies.
Nicht jeder Veganer sieht das so wie ich und sagt “Das schmeckt alles ieh, das ess ich nicht mehr”, sondern “der weg, wies auf meinen teller kommt ist ieh, das ess ich nicht mehr”. Und der Geschmack und die Konsistenz fehlt ihnen dann. Wer moralischer Veganer ist, mag den Geschmack ja meistens trotzdem. Und dem fehlt der Käse auf der Lasagne, dem fehlt das Hackfleischgranulat. Deswegen tun sie Ersatzprodukte rein. Weil sie den Geschmack wollen.
Stell dir vor, du bekommst eine Milcheiweißallergie. Dann fehlt dir die Milch ja trotzdem als Geschmackserlebnis. Ja, der Vergleich hinkt etwas, aber du kannst dich glaube ich schlecht in “stell dir vor, du wirst veganer” reinfühlen XD

In der Hinsicht sind wir uns absolut einig. ^^ 400g Fleisch täglich sind vollkommen abwegig. Das ist dann aber auch irgendwie krank, oder nicht? Ich meine, bei einem gesunden Menschen würde sich das doch letztendlich dadurch selbst regulieren, dass er dann halt keinen Appetit mehr auf Fleisch hat.

Dass sich allgemein gehaltene “Ernährungs-Empfehlungen” generell an gesunde Menschen richten, ist klar. Bei manchen gesundheitlichen Problemen sollte man halt kein Fleisch essen. Das ist genauso wie… äh… Äpfel sind gesund. Es sei denn, man hat ne Apfel-Allergie. ;) Wenn man was nicht verträgt, isst man es halt nicht, das ist irgendwie selbstverständlich.

Ich habe mich auch nicht direkt auf deine Aussagen bezogen, sondern auf das, was der generelle Tenor aus der Veganer-Bewegung ist. Du weißt schon: die ganzen lustigen Broschüren, die man im Biomarkt immer mitgegeben bekommt, wo drinsteht, wie viel gesünder Veganer doch sind. XD Und DIE sind halt absoluter Bullshit. Haben ganz tolle Statistiken bzgl. Kreislauferkrankungen etc., aber wenn man genauer nachforscht, stellt sich dann raus, dass die Kontrollgruppe durchschnittlich dreimal täglich ein McMenü gegessen haben muss. Du weißt schon. ^^ (Oder die lustige Peta-Kampagne, Milch würde Autismus verursachen… Der ganze Scheiß halt.) Und diese Tendenz, so zu werben, finde ich halt… bedenklich. Das geht schon in Richtung Verbrauchertäuschung. Weil das alles darauf aus ist, bei statistisch/wissenschaftlich nicht ganz so kenntnisreichen Personen den Eindruck zu erwecken, vegane Ernährung wäre gesünder als eine normale Ernährung.

Was die Sache mit dem Agavensirup angeht: der ist bitteschön nicht für Veganer reserviert. Ich MAG Agavensirup! Das Zeug ist superlecker, und wenn ich könnte, würde ich fast ausschließlich damit (und mit Ahornsirup) süßen. Das scheitert im Alltag eigentlich nur am Preis.

400g Fleisch täglich sind noch nicht zu viel für die meisten Menschen. Das sind grad mal 80g Protein. Man verträgt locker 120g-300g Protein am Tag, je nach Körperkröße und Aktivität. Erst darüber wird es toxisch. Ich hab schon mehrere Monate lang meinen Proteinkonsum aufgezeichnet und liege meistens bei 40-80g am Tag.
Ich finde mit Erdnüssen kommt man über die gesunde Grenze schneller als mit Bratwürstchen.

Zum Thema vegan süßen: Ich kann nur immer wieder mit dem Kopf schütteln, wenn ich solche Veganer höre, die keinen Honig verwenden weil “die armen Bienen werden ausgebeutet”, sich dann aber umdrehen und sich massenweise Mandelmilch und andere Mandelprodukte und Obst/Gemüse aus industriellem Anbau reinpfeifen.
Das ist inkonsequent und schreit nach schlechter Recherche. Dann lieber keine Madelmilch und Honig vom kleinen Imker aus dem Nachbarort.

Diese gruseligen Petabroschüren sind von der vorletzten “Schrot + Korn” übertroffen worden, wo gleich mehrere Artikel darüber drin standen, dass uns der Weltuntergang bevor steht. Ich fand das so gruselig, dass ich sie nicht zuende lesen konnte.
Und dann diese ganzen halbgaren Dinge da drin…

An der Mandelkritik ist was dran. Ich habe letztens eine Reportage zum kalifornischen Mandelanbau gesehen. Da ging es großteils auch um die Bienen, die da durch geschoben werden.