[Eller, 17. November 2014, 13:59:4]
Eller, du antwortest auf etwas, was ich nie geschrieben habe.
Kageko schrieb: Auf Fleisch brauchst du nicht komplett zu verzichten, aber es hilft, wenn insgesamt mehr Menschen weniger Fleisch essen,
Ich schrieb darauf: Und für die Tage dazwischen braucht man auch keine Veggieersatzprodukte. […] Und es gibt auch genug pflanzliche Lebensmittel, die viel Protein aufweisen.
Du liest anscheinend: Fleisch soll man nicht essen und jedes Gramm Protein soll man durch Pflanzen ersetzen oder gar nicht.
So etwas würde ich nie schreiben.
Nur weil ich kein Fleisch esse, heißt es nicht, dass ich jedem aufbürde, das so wie ich zu tun. Ich habe mich sogar positiv über Fleisch ausgedrückt: “Und gegen den Sonntagsbraten ist ja nichts einzuwenden. Solange ich ihn nicht essen muss und er mir nicht drölf mal doch wieder angeboten wird.”
Die 200 g Fleisch, die ich da anprangere, sind bei einigen Leuten sogar zu wenig. Du musst nicht nur das bare Stück Fleisch auf dem Teller rechnen, sondern auch all die Wurst, das Mett und so weiter hin zu. Da kommt man bei nicht wenigen Leuten sogar auf 400 g täglich. Vor allem in der Grillzeit oder zu Bratentagen. Wenns Buletten gibt, verdrückt mein Onkel gleich 8 davon.
Ich halte vegane Ernährung für gesünder. Für gesünder als mein Onkel. Gesünder als McDoof. Gesünder als Käsesuchtis. Aber nicht gesünder als jemand, der vll. 2 mal pro Woche Fleisch isst (WENN er eine gesunde Schilddrüse hat) und gemäßigt Milch- und Eiprodukte isst. Warum ich das mache, wenn ichs doch nicht für gesünder halte? Weil mir Fleisch nicht schmeckt. Weil ich Eier widerlich finde, sowohl vom Schwefel als auch von der Konsistenz. Weil ich Milch fußig finde. Und weil meine Schilddrüse nicht mehr heile ist. Wobei die tierische Dinge in kleinen mengen auch ab kann. Oder französische Milch in mittelgroßen mengen, aber komm da mal ran.
[Hanabi-chan 17. November 2014, 15:56:13]
Du schriebst: "und ich glaube ohne Soja ist man als veganer dann doch irgendwie aufgeschmissen. "
Es ist schwieriger, aber nicht unmöglich. Sowas wie Joghurt gibts dann eben nicht. Man kommt mit Weizengluten und Hülsenfrüchten aber ganz gut hin. Man muss aber viel wissen und sich überlegen, was man wann isst. Ich würde das niemandem vorschlagen, der keinen Plan hat XD
"Viele Veganer süßen ja mit Agavensirup, aber mir wäre neu, dass man als Veganer keinen Rohrzucker darf "
Das wäre mir auch neu. In den USA ist der weiße Zucker mit Knochenkohle gereinigt, deswegen ist der dort tabu. Das wird mit unseren Zuckerrüben aber nicht gemacht. Außerdem ist Agavensirup fast nur Fructose und eigentlich voll “böse”. Keine Ahnung, warum so viele Veganer auf das Zeug stehen. Wenn ich nen Sirup brauche, nehm ich Ahornsirup.
[Hanabi 17. November 2014, 16:37:09 ]
Veganer müssen nicht unbedingt diese Ersatzprodukte essen. Wenn sies tun, dann wollen sies.
Nicht jeder Veganer sieht das so wie ich und sagt “Das schmeckt alles ieh, das ess ich nicht mehr”, sondern “der weg, wies auf meinen teller kommt ist ieh, das ess ich nicht mehr”. Und der Geschmack und die Konsistenz fehlt ihnen dann. Wer moralischer Veganer ist, mag den Geschmack ja meistens trotzdem. Und dem fehlt der Käse auf der Lasagne, dem fehlt das Hackfleischgranulat. Deswegen tun sie Ersatzprodukte rein. Weil sie den Geschmack wollen.
Stell dir vor, du bekommst eine Milcheiweißallergie. Dann fehlt dir die Milch ja trotzdem als Geschmackserlebnis. Ja, der Vergleich hinkt etwas, aber du kannst dich glaube ich schlecht in “stell dir vor, du wirst veganer” reinfühlen XD