Alles muss ökologisch sein.
Alles muss biologisch hergestellt sein und abbaubar sein.
Alles sollte am besten auch gleich vegetarisch oder vegan sein.
Hier schreibe ich meine persönliche Meinung zu diesem Thema, welches sich immer wieder und vermehrt in unserem Alltag breit macht.
Im Grunde genommen finde ich es gut. Die Welt gibt es nur einmal und diese sollten wir so gut wie wir können pflegen, beschützen und sauberhalten. Dazu gehört selbstverständlich die Ressourcen gut zu herzustellen, gut abzubauen, verwenden und möglichst wiederverwenden. Recycling und Mülltrennung ist heutzutage in den modernen Gesellschaften zum Standart geworden und bringt wirklich viel. Nicht nur der Umwelt sondern auch der Industrie und zuguterletzt auch uns.
Auch der Appell neben dem Recycling und der Mülltrennung, beispielsweise schonender Umgang mit bestimmten Dingen (weniger Essen wegwerfen), kleinen aber doch wirksamen Verhaltensweisen (z.B den Müll IN die Mülltonne kloppen!, Tragetaschen mehrmals verwenden) oder anderem Konsumverhalten (weniger Fleisch, mehr Teilen/Wiederverkaufen/ Second Hand) ist eine gute Sache. Die jeder mehr oder minder umsetzen kann und sollte. Viele von uns versuchen diese beherzt in ihren Alltag zu integrieren. Oftmals gelingt dies und wird automatisch gemacht. Aber seien wir mal ehrlich, nicht immer denken wir daran oder missachten diese Appelle. Ist ja auch in ordnung. Sind ja schließlich Appelle, Ratschläge und keine Zwänge oder Gesetzte.
Und genau an dieser Stelle möchte ich zu meinem Kritik-Punkt an dieser Bio-Öko-Welle kommen.
Der Grundgedanke und diese Appelle finde ich sehr gut und schön. Aber meiner Meinung nach sollte es jedem frei sein diese so umzusetzen wie er / sie kann und möchte. Ohne Zwänge, ohne Bestimmungen oder gar Gesetze. Oder das es so weit schon kommt, dass es heißt
“Oh Gott. Sie isst ein Würstchen. Aus Fleisch. Böse. Darfst du nicht öffentlich tun - nur zuhause. Aber auch nur ganz, ganz selten und nur so , sodass deine Nachtbarn nicht von dessen Geruch sich belästigt fühlen” *
Denn vermehrt fällt mir auf, dass diese Bewegung versucht ihre Gedankengänge so in die Gesellschaft einzudrängen so dass die persönliche Freiheit des Einzelnen eingeschränkt wird. Das man selbst nicht mehr bestimmen darf wann er was tuen darf oder nicht wenn es um diese Themen geht.
Ein Beispiel hierfür wäre der neue “VEGGIE-DAY” in Kantinen und ähnlichem. Gute Idee. Als Appell oder Idee. Aber nicht als Bestimmung oder Gesetz. Denn ich persönlich möchte noch so viel Freiheit bestizen selbst zu bestimmen wann und wieviel ich Fleisch konsumiere oder nicht. Ich gebe zu, ab und an mach ich auch einen Fleischlosen - Tag. Aber den bestimme noch immer ICH.
Klar, jetzt kann jeder sagen: Du musst ja schließlich nicht in der Kantine essen. Kannst ja woanders dann hingehen. Das weiß ich.
Aber es geht mir nicht um die Sache an sich. Sondern der Umgang und den Zwang dazu.
Der Umganz und Zwang immer und überall ökologisch, biologisch, schonend und und und zu sein / werden. Bestimmt von anderen / der Gesellschaft / Gesetzen -was auch immer. Das stört mich am meisten. Und ich denke vielen anderen Menschen auch.
Ich denke gar, wenn diese Bewegung und Gedanke nicht auf diesen Zwang und “Böse-Finger-Zeig”- Moral kommen würde, so würden viel mehr Menschen es freiwillig tun wollen.
Das war nun meine persönliche Sicht und Meinung zu diesem Thema. Wer anders denkt mag anders denken und gern hier kommentieren.
Ich würde mich über ein Feedback sehr freuen.
Was meint IHR dazu?
