kakao-karten.de Forum

Alles Bio,Öko und Vegan. Meine Meinung.

Alles muss ökologisch sein.
Alles muss biologisch hergestellt sein und abbaubar sein.
Alles sollte am besten auch gleich vegetarisch oder vegan sein.

Hier schreibe ich meine persönliche Meinung zu diesem Thema, welches sich immer wieder und vermehrt in unserem Alltag breit macht.

Im Grunde genommen finde ich es gut. Die Welt gibt es nur einmal und diese sollten wir so gut wie wir können pflegen, beschützen und sauberhalten. Dazu gehört selbstverständlich die Ressourcen gut zu herzustellen, gut abzubauen, verwenden und möglichst wiederverwenden. Recycling und Mülltrennung ist heutzutage in den modernen Gesellschaften zum Standart geworden und bringt wirklich viel. Nicht nur der Umwelt sondern auch der Industrie und zuguterletzt auch uns.

Auch der Appell neben dem Recycling und der Mülltrennung, beispielsweise schonender Umgang mit bestimmten Dingen (weniger Essen wegwerfen), kleinen aber doch wirksamen Verhaltensweisen (z.B den Müll IN die Mülltonne kloppen!, Tragetaschen mehrmals verwenden) oder anderem Konsumverhalten (weniger Fleisch, mehr Teilen/Wiederverkaufen/ Second Hand) ist eine gute Sache. Die jeder mehr oder minder umsetzen kann und sollte. Viele von uns versuchen diese beherzt in ihren Alltag zu integrieren. Oftmals gelingt dies und wird automatisch gemacht. Aber seien wir mal ehrlich, nicht immer denken wir daran oder missachten diese Appelle. Ist ja auch in ordnung. Sind ja schließlich Appelle, Ratschläge und keine Zwänge oder Gesetzte.

Und genau an dieser Stelle möchte ich zu meinem Kritik-Punkt an dieser Bio-Öko-Welle kommen.
Der Grundgedanke und diese Appelle finde ich sehr gut und schön. Aber meiner Meinung nach sollte es jedem frei sein diese so umzusetzen wie er / sie kann und möchte. Ohne Zwänge, ohne Bestimmungen oder gar Gesetze. Oder das es so weit schon kommt, dass es heißt

“Oh Gott. Sie isst ein Würstchen. Aus Fleisch. Böse. Darfst du nicht öffentlich tun - nur zuhause. Aber auch nur ganz, ganz selten und nur so , sodass deine Nachtbarn nicht von dessen Geruch sich belästigt fühlen” *

Denn vermehrt fällt mir auf, dass diese Bewegung versucht ihre Gedankengänge so in die Gesellschaft einzudrängen so dass die persönliche Freiheit des Einzelnen eingeschränkt wird. Das man selbst nicht mehr bestimmen darf wann er was tuen darf oder nicht wenn es um diese Themen geht.

Ein Beispiel hierfür wäre der neue “VEGGIE-DAY” in Kantinen und ähnlichem. Gute Idee. Als Appell oder Idee. Aber nicht als Bestimmung oder Gesetz. Denn ich persönlich möchte noch so viel Freiheit bestizen selbst zu bestimmen wann und wieviel ich Fleisch konsumiere oder nicht. Ich gebe zu, ab und an mach ich auch einen Fleischlosen - Tag. Aber den bestimme noch immer ICH.
Klar, jetzt kann jeder sagen: Du musst ja schließlich nicht in der Kantine essen. Kannst ja woanders dann hingehen. Das weiß ich.
Aber es geht mir nicht um die Sache an sich. Sondern der Umgang und den Zwang dazu.

Der Umganz und Zwang immer und überall ökologisch, biologisch, schonend und und und zu sein / werden. Bestimmt von anderen / der Gesellschaft / Gesetzen -was auch immer. Das stört mich am meisten. Und ich denke vielen anderen Menschen auch.

Ich denke gar, wenn diese Bewegung und Gedanke nicht auf diesen Zwang und “Böse-Finger-Zeig”- Moral kommen würde, so würden viel mehr Menschen es freiwillig tun wollen.

Das war nun meine persönliche Sicht und Meinung zu diesem Thema. Wer anders denkt mag anders denken und gern hier kommentieren.
Ich würde mich über ein Feedback sehr freuen.
Was meint IHR dazu?

Ich finde das gut so und freue mich wenn es noch strenger wird! Was die Menschheit macht ist das letzte! Wieviele Tiere leiden müssen nur damit der Mensch ein Stück Fleisch auf dem Teller haben! Also ich finds gut so Daumen hoch^^

Na ja, Menschen sind omnivor veranlagt, Fleisch und andere tierische Produkte gehören zu einer gesunden ausgewogenen Ernährung nun einmal dazu. Das Problem ist eher, dass die meisten Menschen in wohlhabenden Ländern VIEL ZU VIEL Fleisch essen. Ein- oder zweimal in der Woche Fleisch würde genügen - jeden Tag muss nicht sein. Es wäre eine gute Idee, die Leute dazu zu bewegen, weniger Fleisch zu essen. Allerdings NICHT gar keins mehr - den meisten Veganern sieht man die Mangelernährung schon von weitem an, auch wenn sie das natürlich bestreiten würden, zur Not mit Verweis auf unwissenschaftlich-esoterische “Studien”. Nur mal in Ökoläden umschauen, die meisten Kundinnen (weibliche Form bewusst gewählt, da man Männer in solchen Läden eher selten antrifft) haben eine entschieden ungesund gräuliche Hautfarbe… Das spricht eigentlich für sich. Strikter Veganismus ist nicht mehr und nicht weniger als Sektierertum. Sinnvoller wäre es, die Menschen besser über gesunde Ernährung zu informieren.

Ein “Veggie-Day” in Kantinen ist allerdings die dümmstmögliche Methode, um Aufklärungsarbeit zu leisten: Es ist kein Geheimnis, dass Kantinenessen über längere Zeiträume warmgehalten werden muss, was bei pflanzlichen Produkten problematisch ist. Als Folge davon ist das Gemüse zwangsläufig matschig und, seien wir ehrlich, ziemlich ekelhaft. Bei den Leuten, die “erzogen” werden sollen, würde sich auf die Art und Weise nur die Erkenntnis festsetzen, dass vegetarisches Essen verdammt eklig schmeckt. Matschgemüse und welker Salat sind de facto Negativwerbung.

Jeder soll essen was er für richtig hält. Ich könnte es mir nicht mal wenn ich wollte leisten mich nur vegan zu ernähren. Mich kostet frisches Gemüse einen Batzen mehr Geld, als es die Fertiglasagne aus Pferdefleisch tut. Ich koche gern frisch. Aber wenn dann für 2 Personen 30€ über die Kasse wandern und ich davon nur zwei Teller zubereitet bekomme wird mir schlecht. Dann doch lieber die 2,99€-Lasagne und wir sind beide satt. Gemessen an allen Lebensmitteln die letztendlich verwurstet wurden sieht die CO2 Bilanz dann wahrscheinlich auch nur noch halb so gravierend aus.

Sich mit, oder ohne Fleisch zu ernähren hängt von der Lebenseinstellung ab. Ich glaub man kann sich das nicht einfach so verbieten. Ich könnte es mir jedenfalls nicht vorstellen und würde es von niemandem verlangen. Ich kenne Vegetarier und Veganer. Die gehen in ihrem Ernährungsstil auf, wie ich vor meinem Hamburger aufgehe. Alles top, solange jeder mit dem was er tut glücklich ist und niemand anderem damit auf den Keks geht. Aber ehrlich gesagt, weder die Vegetarier, noch Veganer haben je versucht mich vom Fleischkonsum abzuhalten. Ich glaub hier gibt es wie in jedem anderen Bereich einfach so ein paar Extremisten die das Ganze zu ernst nehmen und die Allgemeinheit missionieren wollen. Da steckt dann aber nicht die persönliche Einstellung dahinter (sonst kann man das auch mit sich selbst ausmachen), sondern irgendein anderes persönliches Defizit, dass man mit seiner Überzeugungskampagne auszugleichen versucht.

Der einzige Grund für mich auf Fleisch zu verzichten, oder meinen Fleischkonsum einzuschränken wären gesundheitliche Folgen. Aus medizinischer Sicht halte ich Aufklärung für absolut notwendig. Eigentlich ist die auch gegeben, nur interessiert sich kaum einer dafür.

Das es keine gravierenden qualitativen Unterschiede mehr zwischen Biolebensmitteln und Industriefutter gibt wurde bereits mehrfach erprobt und nachgewiesen. Das Biosiegel ist für mich von daher einfach nur Abzocke. Eine vorausgenomme Abzocke die früher, oder später auf alle Lebensmittel übergreifen wird. Es sollten sich alle Leute freuen, dass sie aktuell noch kaufen können was sie wollen. Die Inflationsrate wird früh genug dafür sorgen, dass kein Fleisch mehr auf unseren Tellern landet, weil wir es uns einfach nicht mehr leisten können werden (oder zumindest deutlich weniger).

Ich denke auch, dass die Erziehung zur bewussten Ernährung und dem gesunden Umgang mit Essen das A und O ist. Wäre sicher auch eine Überlegung wert, dass in der Schule mehr zu thematisieren, denn ob das zu Hause durchgezogen wird, das weiß ich nicht.

Auch für angemessene Tierhaltung sollte eingetreten werden! Was in manchen Anstalten abgeht, ist wirklich nur widerlich.

Ich denke ebenso, dass viele ihren Fleischkonsum einschränken könnten und das man VIEL WENIGER wegwerfen sollte! Allein wenn ich höre, dass der Abfall der westlichen Gesellschaft die Weltbevölkerung dreimal ernähren könnte - und dann Aussagen wie: Sobald das Mindesthaltbarkeitsdatum erreicht ist, werfe ich es weg! Ich könnte heulen…

Denn ich komme vom Dorf und hier wird so selten was weggeschmissen - wirklich nur ein Fehlkauf (mal probieren > schmeckt scheußlich) oder Angegammeltes, sollte es doch mal so weit kommen, was aber selten genug passiert. Wir bauen auch selber Gemüse und haben Obststräucher und - bäume. (Meine Oma macht noch selber Marmelade oder kocht Kirschen ein - echt lecker!)

Wer Vegetarier oder Veganer sein möchte, der soll das tun - die geforderte Freiheit schließt auch ein, dass diese Menschen ihre Ernährung bestimmten dürfen.

Was mich wirklich stört, ist das Weltbild mancher Hardcore Veganer/ Vegetarier, die sich aufgrund ihrer Ernährung zu den besseren Menschen und “Halbgöttern” erklären. Alle, die Fleisch konsumieren, sind dann “böse”, “unmoralisch” und einfach “schlechte” Menschen. DAS ist es, was mir auf den Wecker geht. Wenn man über meine Ernährung auf meinen Charakter schließen will. >.>

Gruß
Ermelyn

Für zwei Teller Essen 30€? Bei ausschließlich GEMÜSE? Kann ich mir nicht vorstellen - kauft ihr beim Nobel-Catering-Service oder was? Man bekommt doch eigentlich für nen Euro mehr Gemüse als eine Person essen kann… kopfkratz

Jein… Ich fände es eigentlich recht gut, wenn Fleisch deutlich teurer würde! Man darf nicht vergessen, dass Fleisch aus Massentierhaltung momentan nur so billig ist, weil die Tiere unter unwürdigen Bedingungen gehalten werden. Die aktuelle Massentierhaltung gehört schlichtweg verboten… Und artgerechte Haltung ist eben teurer, sorgt also auch dafür, dass am Ende das Fleisch teuer ist. (Wenn man beim Einkauf darauf achtet und nur entsprechendes Fleisch kauft, ist das übrigens auch jetzt schon deutlich teurer als Gemüse…) Dann essen die Leute eben nur einmal die Woche Fleisch - das ist sowieso gesünder als die tägliche Fleischmahlzeit. Und es würde auch kein Fleisch mehr weggeworfen. (DAS finde ich pervers… Ich meine, dafür ist ein Lebewesen gestorben, wie kann mans einfach wegwerfen?)

Generell ist mir egal, was andere Leute so essen… Wenn sich jemand vegan ernähren will, möge er das ruhig tun. Leute dürfen ja auch rauchen, saufen und sonstige bedenkliche Dinge mit dem eigenen Körper anstellen - selbst herbeigeführte Mangelernährung ist ohne jeden Zweifel im Rahmen der persönlichen Entfaltung, man schadet ja niemandem sonst damit. (Es sei denn, man ernährt seine Kleinkinder vegan - aber das machen zum Glück nur ganz wenige Hardcore-Sektierer.)

Zum einen ja, du hast Recht - Selbstbestimmtheit und Freiheit und so weiter und so fort ist ja (fast) jedem, der in einem der fortschrittlichen Industriestaaten lebt und aufgewachsen ist, ein hohes hohes Gut.
Leider haben unglaublich viele Menschen auf diesem Planeten nicht dieses große Glück, selbst zu entscheiden, was sie täglich essen und ob es Fleisch sein kann. In vielen Ländern ist nicht einmal Weizen ein erschwingliches Grundnahrungsmittel - oft in den Ländern, die ein Groß Ihres Weizenanbaus zu uns exportieren. Viele Menschen füllen den Großteil ihres Wochenspeiseplans mit vegetarischem Essen, nur zu ausgewählten Anlässen gibt es Fleisch.
Das war früher hier auch nicht so viel anders.
Wo du hier entscheiden kannst, können es leider viele andere nicht.

Und grade den Veggie-Day in den Kantinen unterstütze ich daher absolut. Denn die wenigsten Kantinen können sich den Luxus leisten, Fleisch verantwortungsvoll einzukaufen. Ich komme aus der Gastronomie, ich habe den Kantinenalltag kennengelernt, daher wag ich die Behauptung, dass es für viele Gastronomen auch mal eine Erleichterung ist, günstig was gutes kochen zu können (und ja, am Pasta-Tag ist tatsächlich öfter der Braten übrig geblieben). Täglich Fleisch auf dem Speiseplan zu haben ist einfach verflucht teuer. Sogar wenn man das billigste Angebot wählt. Also lieber nur zwei Mal Fleisch die Woche, einmal Fisch, und wenn der Küchenchef seine Arbeit gut macht, meckert auch keiner am Speiseplan rum. Dann kann man auch mal besser einkaufen oder dem Personal ein bisschen mehr zahlen.

Ich lebe selber Vegetarisch und finde es immer wieder faszinierend, als einziger Veggie in Gesellschaft zu essen. Man braucht sich nur mit seinem Teller hinsetzen und meistens wird dann vor lauter Fragen und Gelöcher das Essen kalt. Weil das anscheinend immer noch unglaublich kurios ist und sehr vielen Leuten total das Weltbild zerschießt, dass da jemand freiwillig auf etwas verzichtet, obwohl er hierzuland doch alles haben kann.
Missionieren oder andere sektiererhafte Bekehrungstechniken zum Wahren Glauben habe ich noch nie versucht - und ich würde es auch nicht hinbekommen. Dagegen habe ich schon oft recht verletzende unreflektierte Kommentare anhören müssen, wo jemand mal wieder sein kleines Ego vor der vegetarischen Reispfanne verteidigen musste. Diese böse “Fingerzeig-Moral” ist oft nur eigenes Empfinden. Sehr viele Menschen sind sehr tolerant, und sehr viele andere sind es nicht.
Jedenfalls haben die meisten Vegetarier, die ich kenne, nicht die Angewohnheit, mit Ihrem Essverhalten zu prahlen, sondern wollen einfach nur ihre Mahlzeit zu sich nehmen. Unkommentiert. Aus gutem Grund.
Meine Meinung.

Und es würde auch kein Fleisch mehr weggeworfen. (DAS finde ich pervers... Ich meine, dafür ist ein Lebewesen gestorben, wie kann mans einfach wegwerfen?)
@ Eller: Jedes Nahrungsmittel war irgendwann ein Lebewesen. Für Fleisch stirbt unterm Strich sogar mehr als ein Lebewesen. Dementsprechend tut auch jedes bisschen Essen gleich verflucht weh, wenn mans wegwerfen muss. Und wenn man mal 20 Liter frisch zubereiteten, hervorragenden Krautsalat, für den man sich am Vortag noch die Finger wundgearbeitet hat, wegkippen musste weil eine einzelne Person sowas nicht kannte und entschieden hat, dass das unbekannte Zeug gar nicht erst auf den Tisch kommt, dann ist die Woche gelaufen.

Danke an alle für die reichlichen und langen Antworten.

Ich möchte gerne nochmal betonen, dass ich nichts gegen Veggie´s und co generell habe.
Noch anden Veggie Day und den Fleischkonsum generell.

Aber ihr setzt euch SEHR mit dem BEISPIEL Fleischkonsum auseinander.
Ich meinte nicht nur diesen Themenschwerpunkt an sich, sondern den generellen Öko-Bio-Zwang in allen unseren Lebensberechen. ;) Über ein paar Ansichten über die ALLGEGENWÄRTIGE Sache würde ich mich ebenfalls sehr freuen!!!

Kantinen können es sich üblicherweise nicht leisten, auch nur IRGENDWAS verantwortungsvoll einzukaufen. Resultat sind dann eben zum Beispiel keimbelastete Tiefkühl-Erdbeeren aus China. ;)
Wenn du den Kantinenalltag kennst, dann weißt du auch, wie lange das Essen teilweise warmgehalten / immer wieder aufgewärmt werden muss. Und was das mit Gemüse anstellt, selbst wenn es anfangs sachgerecht zubereitet wurde. (Wobei selbst das nicht immer gegeben ist - das meiste Kantinengemüse ist eh Tiefkühlware aus Fernost und hat somit eine miesere Ökobilanz - und insgesamt mehr tote Tiere zur Folge - als frisches Fleisch…)

Mal völlig abgesehen von den ökologischen Gesichtspunkten: Hältst du die Gemüsepampe, die man in Kantinen vorgesetzt bekommt, tatsächlich für eine gute Werbung für vegetarische Ernährung? Ich meine - ich esse so wenig Fleisch, dass viele meiner Bekannten mich tatsächlich für eine Vegetarierin halten. Aber in einer Kantine oder Mensa ein vegetarisches Gericht bestellen? Das bringe ich nicht über mich, das ist einfach zu widerlich… (Mal abgesehen davon, dass es manchmal auch diese komischen Soja-Bratlinge gibt, die ich eh nicht vertrage.) Bei einem “Veggie-Day” würde ich ehrlich gesagt lieber ein Brot von zu Hause mitbringen - und zwar nicht, weil ich unbedingt jeden Tag Fleisch bräuchte, sondern weil Kantinengemüse erfahrungsgemäß ungenießbar ist. Und ich würde davon ausgehen, dass andere das auch so sehen. Da könnte man die Kantine ebenso gut einen Tag lang schließen, das wäre zumindest ehrlicher.

Ist mir klar. Und für andere Dinge sterben auch Lebewesen. Im Grunde kann man nicht existieren, ohne gleichzeitig andere Lebewesen zu töten, ob nun direkt oder indirekt. Aber ganz ehrlich? Damit kann ich leben. Selbstmord aus moralischen Gründen ist für mich KEINE Option. Und ich brauche nun einmal Nahrung…

Was ich übrigens so unlogisch am Vegetariertum aus “moralischen” Gründen finde: Von der Menschheit werden eine Menge Tiere getötet, aber nur GANZ wenige (weniger als ein Prozent) zur Nahrungsmittelgewinnung. Die weitaus meisten Tiere sterben als “Nebeneffekt” der Erdölindustrie. Wenn ich mein Zimmer heize, sterben dafür Tiere. Wenn ich ein benzinbetriebenes Fahrzeug nutze, sterben dafür Tiere. Wenn ich Kunststoff/Plastik kaufe, sind dafür MEHR Lebewesen gestorben als für ein gutes Steak. (Deswegen finde ich es auch höchst amüsant, wenn Veganer sich Plastikschuhe kaufen, weil sie Leder “aus moralischen Gründen” ablehnen… prust) Ich finde es ja durchaus lobenswert, die Summe an Tierleid möglichst gering halten zu wollen. Allerdings: ausgerechnet bei der Ernährung anzusetzen macht schlichtweg keinen Sinn. Der Effekt ist nahe Null und man schadet sich auch noch selbst damit. Lustigerweise sind die Bewegungen “wir heizen mal ein bisschen weniger und schlafen nicht bei gekipptem Fenster” oder (oh Schreck) “wir gehen mal zu Fuß zum Supermarkt” nicht halb so populär wie “wir essen kein Fleisch mehr, weil die armen Tierchen und so”. Vermutlich weil der Zusammenhang “Fleisch → Tier” für die meisten Menschen leichter zu erkennen ist als zum Beispiel “Heizen → Erdöl → sehr, sehr viele tote Tiere”. Dabei wären das Ansätze, bei denen man sich nicht einmal selbst zu schädigen braucht.

@ Schwarzekreide: GENERELL halte ich es für eine gute Idee, verantwortungsvoll mit der Umwelt umzugehen. Das ist ein Zwang - allerdings kein politischer, sondern ein sachlicher. Wenn es keine Gesetze zum Schutz der Umwelt gäbe, würden unsere lieben Großkonzerne sie zur persönlichen Gewinnmaximierung gnadenlos zerstören. Und dann gäbe es in kürzester Zeit für NIEMANDEN mehr sauberes Wasser oder nutzbare Böden für die Landwirtschaft. Von daher: ja, Gesetze müssen sein. Selbst wenn die meisten Leute schon von sich aus verantwortungsvoll handeln würden (was sie im Normalfall - aus Unkenntnis, aus Kostengründen oder schlichtweg aus Faulheit - nicht einmal tun), würde ein einziger (!) verantwortungsloser Egoist bereits riesigen Schaden anrichten, wenn er zum Beispiel seinen Giftmüll in ein Trinkwasserschutzgebiet kippt. Das hat dann auch nichts mehr mit freier Entfaltung der Persönlichkeit zu tun: die hört bekanntlich da auf, wo sie anfängt, anderen Leuten zu schaden.

Aber jetzt mal ehrlich: Zwang?? :iik: Im Ernst???
Man muss sich mit dem Thema ja immer noch nicht befassen, auch wenn es immer gegenwärtiger wird. Man kann auch weiter Mäckes essen und ignorieren. Ein Zwang hierzu existiert nicht. Genausowenig, wie ein Wahl-Zwang existiert, oder ein Schlankheitszwang. Das ist persönliche Empfindung der einzelnen Person, aber nicht generelle Regel.

Viel von der Bio-Welle ist reines Marketing. Vieles von der Öko-Bewegung Esoterik. Leider. Dazu gibt es allerdings schon einen Thread.

Liebe Eller, wenn du aus meinem Beitrag “Kantinen als gute Werbung für Vegetarisches Essen” herausgelesen hast, dann lies bitte nochmal.

Jep.

Du schriebst, dass du einen Veggie-Tag in Kantinen befürworten würdest. Ich habe darauf nur eingewendet, warum ich das eben nicht gut finde bzw. sogar für kontraproduktiv halte. Nämlich dass Gemüse in Kantinen / Großküchen aller Art schlichtweg nicht schmeckt (nicht schmecken kann) und dass man damit letztendlich Leute abschreckt. Das ist nicht im Interesse der Kantine (weniger Umsatz), nicht im Interesse der Kunden (kein Essen) und nicht einmal im Interesse der Umwelt (miese Ökobilanz von importiertem Tiefkühlgemüse - und noch miesere Ökobilanz seitens der Leute, die sich genötigt fühlen, sich in ihrer Mittagspause ins Auto setzen und schnell zum nächsten Imbiss zu fahren. Ja, das WIRD passieren. Bei uns in der Uni-Mensa ist das Standard…). Nur darauf wollte ich hinaus. ^^ Bei einem “Veggie-Tag” verlieren ALLE.

Den Veggie Tag in Kantinen halte ich nicht für sinnvoll. Wie ich am Beispiel meines Vaters sehe: Er isst noch nicht einmal in einer Kantine und regt sich trotzdem schrecklich darüber auf, dass man anderen Leute vorschreiben will, was sie essen sollen. Und genau da sehe ich das Problem: Ich halte es für sinnvoll, dass es mehr ins öffentliche Bewusstsein rückt, weniger Fleisch zu essen. Aber mit einem erzwungenen Veggie Tag in der Woche erreichte man vorerst wahrscheinlich nur, dass sich die Leute bevormundet fühlen und dann vegetarischer oder veganer Lebensweise nicht unbedingt positiver gegenüberstehen, frei nach dem Motto “Die Öko-Terroristen mischen sich in mein persönliches Leben ein!”. Somit wäre es in meinen Augen eher kontraproduktiv.

Find ich zu allgemein gesagt, dass dabei alle verlieren. Das hängt stark von der Kantine ab.

Bei uns hieß Veggie-Tag meistens nämlich Pasta-Tag, Curry-Tag, Salatbar mit mal etwas außergewöhnlicheren Salaten oder Käsespätzle, Kartoffelgerichte, Eintöpfe, Gratins oder gefülltes Gemüse. Und das kam in der Regel hervorragend an. Das Angebot war übrigens so, dass man durchaus Fleisch bekommen konnte, aber das musste am Vortag vorbestellt werden. Auch das finde ich durchaus im Sinne eines Veggie-Tags.
Gut, in der Standard-Aufwärm-Mensa-Kantine habe ich nicht gearbeitet, sondern in einer etwas hochwertigeren mit sehr gut abgestimmten kleinen Essensschichten, (nicht 3000 Menschen in 15 Minuten sondern 100 Leute in 10 Minuten, dafür von 11.30 bis 13.00 nonstop) wo wirklich auch zeitlich sehr gut abgestimmt gekocht werden konnte und sehr viel frisch gekocht wurde. Nachdem der Durchsatz sehr hoch war, stand auch selten ein Essen länger als 15 Minuten. Dafür gab es kein paniertes Fleisch und Fisch, bzw. kaum Convenience-Produkte. Die Kehrseite der Medaille war ein hart arbeitendes, schlecht bezahltes Team.

Kantine+Veggie = immer und überall schei*e find ich einfach etwas zu vorschnell geurteilt. Das hängt sehr viel am Konzept. Uni-Mensa ist tatsächlich nur ein kleiner Teil des Ganzen.
Aber im Wesentlichen sind wir uns schon einig. An meiner alten Uni war das Essen zum Teil so ungenießbar, dass wir uns zum Spaß mal einen Gänseblümchen-Löwenzahn-Sauerampfersalat aus den Uni-Grünflächen zusammengestellt haben. Der war zumindest Bio und gut.

Also ich empfinde es auch nicht wirklich so, dass ein “Öko-Zwang” herrscht. Es stimmt, dass das Thema auf jeden Fall immer öfter irgendwo aufgegriffen wird, ja. Aber ein direkter Zwang? Würde ich so noch nicht sagen. ^^
Eine Veganerin aus meinem Seminar musste sich eher immer mal wieder so Sachen anhören wie die Frage: “Sach´ mal…ist Veganismus jetzt so´n neuer Hipster-Trend?” :P

Natürlich gibt es Leute, die die böse angucken, wenn du ein Würstchen knabberst. Aber das sind eben wirklich nur die nervigen Extremisten, die ihren Lebensfrust anscheinend darüber loswerden wollen. Normale Vegetarier/Veganer wollen dir dabei vielleicht nicht unbedingt zusehen, aber sie lassen dich trotzdem deine Wurst essen. Wie schon gesagt wurde: oft sind SIE diejenigen, die sich was anhören müssen. Ich werde manchmal auch schon fragend angesehen, wenn ich beim gemeinsamen Grillabend kein Fleisch, sondern lieber Baguette/Maiskolben bevorzuge. Ich bin kein Vegetarier, aber anscheinend ist es umso komischer, dass mir Fleisch meistens schlichtweg nicht schmeckt. ;)

Da zum Fleisch schon ausreichend disktutiert wurde, nur mal kurz meine Meinung: Ich kann nur beipflichten - ich wäre auch dafür, dass Fleisch hierzulande teurer wird. Ein 100%tiges JA. Ich kaufe mir schon jetzt recht wenig Fleisch, zum einen weil ich es einfach nicht so dringend brauche und zum anderen esse ich ohnehin lieber mal Fisch. Fleisch MUSS teuer werden, damit wir sein Wert besser einschätzen können. Die Japaner machen es uns vor und ich finde diese Lösung echt genial. Habt ihr schon mal von den japanischen Kobe-Rindern gehört? Man sagt, dass sie so ziemlich die edelsten Rinder auf der Welt sein sollen - einfach, weil sie würdevoller behandelt werden. Sie werden sogar mehrmals am Tag stundenlang gebürstet, weil sie das gern haben. Sie fühlen sich mordsmäßig wohl und darum schmeckt das Fleisch später auch viel besser (zumindest wird das immer gesagt ^^). Und ist auch vieeel, viel teurer. Aber ganz ehrlich, da esse ich lieber mal zu einem festlichen Anlass ein Stück von nem Tier, dass glücklich über die Wiesen flaniert ist, als von einem, dass bis zur Schlachtung eingepfercht irgendwo rumgestanden hat.

Ich war fast nie in der Mensa essen, weil ich lieber selbst koche, aber ich würde mich jetzt durch so ein Veggie-Day nicht belästigt fühlen. Allerdings gebe ich euch recht, dass das nicht immer gerade ein Positiv-Image schafft, wenn die Qualität des “Veggie” zu wünschen übrig lässt.

Im Allgemeinen fände ich es schon schön, wenn dem Menschen “bio” und “öko” nicht nur durch absolut sinnfreie Bio-Siegel-Produkte eingeprägt wird, sondern für alle Lebensbereiche. Wie Eller schon sagte: Das Plastik-Problem auf unserem Planeten ist um einiges schwerwiegender…deswegen kann ich auch nur den Kopf schütteln, wenn ich beispielsweise besonders ökologische Haarwaschmittel in Plaste-Verpackung rumstehen sehe. Der Ansatz ist gut, aber nicht wirklich zu Ende gedacht. U__U;

ChibiInkWarrior, eine Kantine, wie du sie beschreibst, ist ja de facto ein richtiges Restaurant. Ich kann dir aber versichern, dass das nicht der Standard ist. Und da du etwas von Essen zu verstehen scheinst, brauche ich dir wohl nicht zu erzählen, wie eine Gemüsepfanne schmeckt, die vorher 4-5 Stunden warmgehalten wurde. (Und welche Konsistenz sie hat… schauder)

Das zeigt doch nur, dass es sich bei den meisten “Umweltschützern” eben NICHT um Leute handelt, die über die Thematik nachdenken und sachlich fundiert etwas dafür tun, die Umwelt zu schützen. Es handelt sich bei dem Reflex, “Öko”-Produkte zu kaufen, um eine unreflektierte Kulthandlung. In der Hinsicht trägt die Bio-Öko-Vegan-Bla-Szene auch deutlich religiöse Züge: diese Typen sind idealistisch, überzeugt, aber Sachargumenten gegenüber völlig unzugänglich und tun unverständliche, teilweise sogar widersinnige Dinge. (“Tierschützer”, die ihre Katze vegan ernähren? Kein Leder kaufen, aber Plastik als Ersatz ist kein Problem? Mit dem Auto 50km zum Einkaufen fahren, weil es in der Nähe ja keinen Bio-Supermarkt gibt? Natürlich mit “Biosprit”, der nicht nur anderen Leuten das Essen verfeuert sondern nebenbei auch dafür sorgt, dass Regenwald für riesige Monokulturen gerodet wird? Glühbirnen durch quecksilberhaltige (!!!) Energiesparlampen ersetzen?) Leider beschädigt dieses Verhalten dann auch den Ruf von Personen und Organisationen, die ernstzunehmende (!) Konzepte zum Umweltschutz haben. Die werden dann eben in die Ecke solcher spinnerten Sektierer gerückt…

Habt ihr schon mal von den japanischen Kobe-Rindern gehört? Das sind so ziemlich die edelsten auf der Welt - einfach, weil sie wahrhaft würdevoll behandelt werden. Sie werden sogar mehrmals am Tag stundenlang gebürstet, weil sie das gern haben. Sie fühlen sich mordsmäßig wohl und darum schmeckt das Fleisch später auch viel besser (zumindest wird das immer gesagt ^^).
Ich glaub die werden immernoch zwangsgefüttert mit Bier, kriegen nichtmal Weidegang und kriegen Getreide gefüttert ([noembed] [link1](http://www.youtube.com/watch?v=dI4oiId47dM)[/noembed] [link2](http://www.buedelmeatup.com/2012/12/04/the-difference-between-kobe-and-wagyu-beef/)). Das Fleisch ist zu 95% sicher nur köstlich, weil es von dieser bestimmten Rasse kommt, die viel Fett zwischen den Muskeln einlagert. Rind muss keine Kobe-Preise haben um "gut behandelt gewesen" zu sein. Galloway aus Weidehaltung kriegt man schon für Rund 6 Euro das Kilo (natürlich kein Bio), ist zwar das billiges Brustfleisch für Suppen, aber absolut günstig genug um es täglich zu essen. Auch irisches Rindfleisch ist hauptsächlich aus Weidehaltung und nicht unbedingt Bio (also normale Metzgerpreise).

Letztens hab ich mich auch schon amüsiert über eine Sendung im Fernsehen, wo irgendwelche Tierschützer(?) einen allgemeinen Fleischlos-Tag einführen wollten, als wär das irgendeine Neuerung! Einfach nur Enten, Biber und Fisch Freitags aus dem Speiseplan streichen, die meisten Leute hier sollten das doch schon zu Hälfte gewohnt sein? (Ich glaube allerdings nicht, dass man ungesünder lebt, nur weil man täglich Fleisch ißt.)
Ich finde, die Leute sollten eher an mehr Abwechslung an Gerichten herangeführt werden. Ein Ratatouille ist z.B. von Natur aus vegan. Daher find ich die Idee nicht schlecht, in Kantinen sowas wie Currytage einzuführen.

Ich habe diesen Öko-Zwang weniger bei den Lebensmitteln bemerkt, sondern eher beim Anbauen vom eigenen Gemüse. Wenn ich spezielle seltene Gemüsesorten will, find ich die manchmal nur als Biosaatgut = unnötig teuer. Ich habe keine Biolizenz, alles was ich daraus anbaue wird eh nicht Bio sein. Viele Pestizide wurden verboten, die im konventionellen Landbau noch erlaubt sind. Warum? Glauben die der Heimgärtner wäre so doof und trinkt das Zeug? Am Umweltschutz kanns ja nicht liegen, wenn die großen Betriebe es noch dürfen.
Dank eines alten Fungizids, das ich in der Garage gefunden habe konnte ich meine Kartoffeln vor dem Krautfäuletod retten, wer weiß ob es mit den biozugelassenen Mitteln auch so gut geklappt hätte. (Ja ich war selbst Schuld, weil ich Kartoffeln nach Tomaten geplanzt habe.)

Oh ein heiß diskutiertes Tehma!
Ich muss ganz ehrlich sagen, ich empfinde den gesamten Bio/Öko hype als Medien-Trend der gerade aufgebauscht wird weil eine große Zielgruppe da ist oder die vorhandene Zielgruppe dadurch eine höhere Markentreue entwickelt. Die Medien machen mit und bauschen noch mehr auf, umso besser dann spare ich Promotion-Kosten. Ich habe ein Produkt, schreibe “Ökologisch top” drauf und schon kaufen meine Kunden mit einem besseren Gefühl weil sie der Meinung sind etwas für die Umwelt zu tun, erzählen Freunden etc. davon die Kaufen dann auch usw. usw. Das ist Marketing!

Mir ist es egal ob etwas ein Bio-Siegel hat oder nicht. Ich kaufe was mir und meiner Familie schmeckt! Es gibt sinnvollere Wege etwas für die Umwelt zu tun. Ich habe meinem Freund z.B. mühsam abgewöhnt das Wasser beim Zähneputzen laufen zu lassen (das es tatsächlich Menschen gibt, die so etwas tun, unglaublich!), ich benutze einen Einkaufskorb und keine Plastiktüte und ich fahre mit dem Fahrrad zur Arbeit als Beispiele.

Zum Thema Vegan hat mir mal eine !zwölfjährige! (Hallo Zwölf???) einen Vortrag gehalten vom Allerfeinsten! Die erfüllt wirklich das Klischee von Hardcore-Veganern. Das volle Programm von Tierhaltung und Morden über versteckte Gelantine in Lebensmitteln. (Irre fand ich aber, dass Sie als Berufswunsch so eine Pathologin? oder wie die heißen die Leichen Obduzieren? werden wollte… ??? Man muss ja nicht alles verstehen!" Immerhin wird sie dann keine Vegan-Extremistin in der Politik!) Crazy echt! Da frag ich mich nur, was ist den mit den bööösen Tieren die andere Tiere essen?

Meine ganz klare Meinung dazu ist: Biologisch ist es einfach vorgesehen, das der Mensch Fleisch isst (Wie bei den bösen fleischfressenden Tieren auch!)! Ohne Fleisch gäbe es die menschliche Rasse nicht. Punkt. (Also heute natürlich schon aber so weit hätte es der Mensch ohne Fleisch nicht geschafft)
Als Zusatz: Vegetarisch / Vegan lebende Menschen die damit zufrieden sind finde ich super und ich käme nie auf die Idee sie dazu bringen zu wollen das anders zu machen! (Aber so einen Vortrag brauch ich nicht nochmal!)
Ich glaube auch nicht, dass zu viel Fleisch ungesund ist. Ungesund ist einfach der durch die Gesellschaft und den technischen Fortschritt beeinflusste Bewegungsmangel! So viel rumsitzen ist für unseren Körper einfach nichts. Wir haben immernoch den gleichen Körperbau wie der frühe Mensch der sich seine Nahrung jagen musste und dabei sehr weite Strecken zu Fuß zurück gelegt hat. Darauf ist unser Körper ausgelegt! Nicht auf einen 8h Büro-Popo-platt-sitz-Tag! Der technische Fortschritt war einfach zu schnell für die Evolution. Deshalb essen wir ja auch so gerne ungesundes und salziges! Der frühe Mensch bekam davon nur sehr selten. Da hat der Körper dann einen “Heißhunger” rausgehauen damit der Mensch so viel wie möglich davon zu sich nimmt. Wer weiß wann es wieder was gibt. Das ist heute immernoch so (und ist z.B. der Grund dafür das wir nicht mehr aufhören können Chips zu essen wenn wir einmal angefangen haben) sehr zum Leidwesen der heutigen Menschen!
Aber ich schweife ab… eine ausgewogene Ernährung mit regionalen und saisonalen Produkten halte ich für Sinnvoll und auch für ökologisch! Ich brauch keine Erdbeeren im Dezember!

Im Prinzip find ich Thementage in Kantinen “nett”, aber es ist wirklich fraglich, inwieweit das dann umweltschonender ist als wenn es doch ein Fleischgericht gäbe. Da fänd ich es sinnvoller jeden Tag die Auswahl an vegetarischen Gerichten zu erweitern. Bei unserer Kantine ist es leider immer wieder das selbe traurige Bild an vegetarischen Gerichten, und an Abwechslung ist nicht zu denken. Und das schlimmste ist, dass 2 von 5 Tagen Süßspeisen als vegetarisches Gericht serviert werden. Ich finde eine Süßsspeise ab und an nicht schlimm, aber als Vegetarier, der nicht auf Süßspeisen steht, ist das ne schlimme Sache. Und immer nur Brokkoli-Nudel-Auflauf ist auch nicht das Wahre…

Was Öko, Bio und all das betrifft ist das meiste leider reine Augenwischerei. Ich achte dann eher darauf, auf andere Weise was für meine “Ökobilanz” zu tun, zB. schicke ich meinen Freund zu Fuß mit Leinentaschen und der “BigShopper” einkaufen. Da spar ich Benzin, tu der Umwelt was Gutes und mein Freund kommt zu Bewegung und jammert mir hoffentlich nicht mehr die Ohren voll er sei zu dick fiesgrins Drei Fliegen mit einer Klatsche.

Auch was den Verbrauch von Wasser angeht, mache ich es wie AstridS. Ich mach das Wasser beim Zähneputzen erst an, wenn ich es brauche, zum Händewaschen muss es nicht voll aufgedreht sein, genauso wie beim Duschen. Und beim Shampoonieren und Einseifen muss auch kein Wasser laufen. Wenn ich Wasser in der Küche benötigt habe um zB. meine Tomaten zu häuten (Tomatenhaut ist doof beim Kochen), dann lass ich das Wasser auskühlen und benutze es zum Giesen. Meine Mama sammelt Regenwasser für ihre Pflanzen.

Was den Fleischkonsum betrifft versuche ich mehrmals die Woche zu verzichten oder wenigstens mal Fisch auf den Tisch zu bringen. Ich achte hierbei ehrlich gesagt nicht darauf, wo das Fleisch her kommt.
Ich versuche auch nur das zu kaufen, was ich wirklich brauche. Wenn ich mal mehr kaufe, wird das, was ich gerade nicht benötige, eingefroren. Ich koche auch gern Riesenportionen und friere mir das dann ein.

Ich hatte leider schon einmal mit sehr militanten Veganern zu tun, als ich mein FSJ machte (auf einer Wochenstation). Die Eltern haben tatsächlich versucht, ein Neugeborenes mit einer “Haselnussmilch” (auf jeden Fall wars aus Haselnüssen) zu ernähren, damit es sich durch die Muttermilch gar nicht erst an tierische Produkte gewöhne(!). Problem an der Sache war nur, dass die beiden so dermaßen stur waren und nicht mal die “normale” Ersatzmilch geben wollten (Die sei ja auch mit tierischen Produkten). Denn ein Neugeborenes kann einfach nichts anderes verwerten außer Muttermilch bzw. der Muttermilch nachempfundenen Ersatzmilch. Das Kind hat von diesem veganen Prudukt Durchfall bekommen und wär fast draufgegangen, bis das Jugendamt sich eingeschalten hat und es eine gerichtliche Verfügung gab. Wie genau das ganze ausgeganen ist, weiß ich leider nicht, ich hab nur mitbekommen, dass das Kind dann gegen den Willen der Eltern mit normaler Ersatzmilch gefüttert wurde, aufgrund der Verfügung. Ich meine, das Kind kam in eine Pflegefamilie. Und da hört der Spaß wirklich auf. Mir erschließt sich nicht, wie man einem Neugeborenen so was antun kann, genauso wie ich nicht weiß, warum man Katzen ums Verrecken vegan ernähren muss.
Es gibt einfach Lebewesen oder Phasen im Leben, da verträgt man nur bestimmte Nahrung bzw. bestimmte Nahrung nicht. Kind und Katze können sich beide nicht anders äußern, außer dass sie krank werden, und dann ist das ja “nur weil sie sich umgewöhnen müssen”… Klar.
Ich hab nichts dagegen, wenn sich jemand ohne Fleisch oder auch frei von jeglichen Tierischen Produkten ernähren will, aber man sollte niemals irgendwen nötigen sich so zu ernähren, wie man es selber tut. Das gilt auch für uns Omnivore.
Wie es so schön hieß, die eigene Freiheit endet da, wo die Freiheit des anderen beginnt.

Nochmal zum Veggie-Tag: Ich finde den Namen ehrlich gesagt absolut bescheuert.
Meiner Meinung nach ist der Begriff “Veggie” bei vielen negativ konnotiert, was für einige Leute Grund genug ist sich über diese Aktion aufzuregen. Selbst das Wort “vegetarisch” oder “vegan” lässte ja manche Menschen sauer aufstoßen und erinnert viele einfach an das Clichee der extremen Tierschützer, die anderen ihren Willen aufzwingen wollen.
Aus dem Grund: einfach anders nennen, wenn man fleischlose Tage in Kantinen einführen möchte. Keiner wird sich aufregen.
Es gibt sehr leckere fleischlose Gerichte. Wir machen Spaghetti zum Beipsiel grundsätzlich ohne Fleisch… schmeckt hervorragend und man hat nicht das Gefühl, dass was fehlt. Genauso Reisgerichte oder was weiß ich. Da gibt es doch so viel… Selbst Kartoffeln und Quark kann man machen. xD

Ich hatte leider schon einmal mit sehr militanten Veganern zu tun, als ich mein FSJ machte (auf einer Wochenstation). Die Eltern haben tatsächlich versucht, ein Neugeborenes mit einer "Haselnussmilch" (auf jeden Fall wars aus Haselnüssen) zu ernähren, damit es sich durch die Muttermilch gar nicht erst an tierische Produkte gewöhne(!). Problem an der Sache war nur, dass die beiden so dermaßen stur waren und nicht mal die "normale" Ersatzmilch geben wollten (Die sei ja auch mit tierischen Produkten). Denn ein Neugeborenes kann einfach nichts anderes verwerten außer Muttermilch bzw. der Muttermilch nachempfundenen Ersatzmilch. Das Kind hat von diesem veganen Prudukt Durchfall bekommen und wär fast draufgegangen, bis das Jugendamt sich eingeschalten hat und es eine gerichtliche Verfügung gab. Wie genau das ganze ausgeganen ist, weiß ich leider nicht, ich hab nur mitbekommen, dass das Kind dann gegen den Willen der Eltern mit normaler Ersatzmilch gefüttert wurde, aufgrund der Verfügung. Ich meine, das Kind kam in eine Pflegefamilie. Und da hört der Spaß wirklich auf. Mir erschließt sich nicht, wie man einem Neugeborenen so was antun kann.

Wie blöde kann man eigentlich sein?! Jetzt mal ehrlich. Muttermilch ist das beste, was ein Neugeborenes so bekommen kann, man sollte es nur anders ernähren, wenn es wirklich absolut keine andere Möglickeit gibt und selbst dann nicht mit iregendwelchem Humbuk, den es nicht verträgt… Außerdem ist der Grund dafür ja absolut… mir fehlen die Worte. :wtf:

Ich denke auch, wenn man es anders nennen würde, könnte man sogar 2 Tage die Woche einen fleischlosen Tag einführen…
Pastatag oder Eintopftag wie oben schon erwähnt wäre viel netter… Das wäre aber auch nur fleischlos und nicht immer vegan, sofern Sahne oder Käsesoßen drin wären.
Und Zwang führt zu Gegenwehr… Gerade bei Männern, die sind da wie kleine Kinder… Ich glaube Frauen würden das eher mitmachen…

Ich ernähre mich nie vegan… Ich nehm auf der Arbeit immer ein Bütterchen mit Käse mit…
Und nen Jogurt morgens ins Müsli…
Bei uns gibts grob 2 mal die Woche Fleisch. Ich hab Tofu für mich entdeckt und mein Freund mag den auch…
Mal ne Abwechselung zu immer nur Huhn… Ich mag kein Rind, Kalb, was es da auch alles gibt… Und Schwein ist mir meist zu fettig… Das alle so beim Grillen auf Bauchfleich abgehen… mit den Fettstriemen drinnen… bah…
Sonst gibts Nudeln oder Fisch oder Salat

Ich hab auch die Fleischmenge reduziert, ohne das mein Freund es gemerkt hat ^^
früher hab ich immer die Packung mit 500 oder 600g gekauft… für 2 Personen…
Ne irre Menge…
Jetzt gibts die mit 300-400 und dann auch eher Bio.
Bei Gemüse ist mir das eher Bums obs Bio ist, die Gurke leidet nicht wirklich. Das Hühnchen im Käfig schon…

OMG… Muttermilch ist das natürlichste der Welt… wie kann man nur so dämlich sein… Sind dann Kühe auch Fleischfresser, weil sie als Kälber die Milch ihrer Mütter drinken ??
Genauso wie ich abrasten könnte, dass Hunde vegetarisch ernährt werden…
So ein Schmarn…

Und Plastik ist wirklich schlimmer, als das Thema… aber wie kann man Plastik vermeiden, es ist einfach überall…