nochmal zum Neapelgelb :
Ich verwende auch Schmincke und habe eben Anfangs auch gern Neapelgelb für Haut verwendet, bis ich dann eine Alternative gefunden habe, nämlich Neapelgelb rötlich. Ist wie der Name sagt eben weniger gelbstichig als das normale Neapelgelb und sieht bei Haut auch somit etwas “gesünder” aus.
Das normale Neapelgelb habe ich wie Eller schon vorgeschlagen hat immer gern noch gemischt, z.B. mit ein wenig rötlicher oder ockerner Farbe, bei dem Neapelgelb rötlich ist das eigentlich nicht mehr nötig und man kann es wenn man möchte auch direkt aus dem Napf verwenden. Das hat auch was für sich, gerade wenn die Farbe decken soll.
Hahnemühle Nostalgie habe ich früher ausschliesslich verwendet, als ich mit Aquarell anfing und da auch für eine ganze Weile.
Ich habe es gewählt weil ich darauf sehr gut meine detaillierten Vorzeichnungen machen und radieren konnte ohne dass sich was von der (nicht vorhandenen) Struktur aufgelöst häte, und weil es so glatt ist kann man auch gut sehr feine Outlines darauf ziehen ohne dass es “bröselig” aussieht wie das bei rauherem Aquarellpapier passieren kann.
Ob es empfehlenswert ist hängt von der Arbeitsweise ab. Wer eher Stück-für-Stück arbeitet (sprich, flächenweise, und nicht das ganze Papier auf einmal mit Wasser und Farbe tränkt), eher wenig Wasser verwendet und nicht unbedingt auf diese Nass-in-Nass Aquarelleffekte aus ist (aber vll. eher mit Buntstift und Markern mischt, die funktionieren darauf auch bestens ohne dass der Marker sich gleich leerblutet) dem kann ich das Papier bedenkenlos empfehlen.
Ausserdem kann mans wegen seinem A-4 Format super abheften, durch den Drucker jagen :)
Ich würde es nicht wirklich als Aquarellpapier sehen, sondern eher als Allroundpapier, aber dafür find ich es super.
Wer es dann doch aquarelliger mag, sollte mal Hahnemühle Bamboo ausprobieren, ich finde es saugt ganz gut. Es wellt sich nicht leicht, man kann darauf sehr sehr schöne weiche Aquarelleffekte erzielen aber auch “genauer” arbeiten, es ist schön dick und stabil und eigentlich kriegt mans überall. Ich finde es ganz gut und benutze für meine Aquarell-Kakaos nur noch dieses Papier. Das gibt es übrigens für die bequemen auch in praktischen kleinen Blöckchen die nur etwas größer als Kakao sind. Mit ca. 1,20€ für 10 Blatt nicht ganz billig, aber sehr praktisch zum mitnehmen und man saut sich nicht versehentlich Reste von einem großen Block ein. XD
Was ich bisher nicht so empfehlen kann ist Hahnemühle D’Aqua (sind so bunte Wirbel vorne drauf). Ich kann nun nicht behaupten extrem viele Schichten oder Wasser zu verwenden aber trotzdem rubbeln sich bei mir immer Fasern aus der Oberfläche bis das ganze unschön aufgelöst und zerfetzt aussieht :/ das wird ganz schnell frustrierend.
Mach ich da vielleicht was falsch oder hat jemand anders Erfahrung damit?
Lana Aquarelle finde ich auch nicht schlecht - schön glatt und auch für “trockeneres” Aquarell geeignet, allerdings habe ich schon mehrmals unschöne Flecken darauf bekommen wenn etwas mehr wässrige Farbe auf einem Fleck gelandet ist. Irgendwie schien das Papier das dann direkt eingesaugt und verteilt zu haben, da konnte ich auch mit abheben mittels Wasser und Papiertuch nichts mehr machen. War irgendwie seltsam, aber wenn ich darauf aufpasse ist es ein wunderbares Papier.