Bestimmt habt ihr gehört von dem neuen Vorschlag von Spahn - der Widerspruchslösung in der Organspende.
Aktuell ist es bei uns in Deutschland so geregelt, dass man von vorn herein kein Spender ist, wenn man nicht einen Ausweis ausfüllt, der darüber informiert ob und was man spenden möchte (oder wenn Angehörige nach dem Tod das entscheiden. Im besten Falle hat man es vorher mit ihnen besprochen).
Mit der neuen Regelung wäre es so, das jeder automatisch Spender IST, außer man widerspricht indem man so einen Ausweis ausfüllt. Also genau umgekehrt im Prinzip. In einigen anderen Ländern ist das so schon Gang und Gäbe, wie Österreich und Frankreich, wenn ich mich nicht irre.
Meine Frage an euch: Wie würdet ihr die neue Regelung finden?
Ich persönlich bin überrascht von dem teils heftigen Widerspruch. Von Argumenten, die behaupten, man würde die Menschen bevormunden oder sogar entmündigen, dass man Menschen in Deutschland Rechte nehmen würde.
Mit einer neuen Regelung wäre man immer noch nicht gezwungen zu spenden, man müsste nur - anders als bisher - aktiv werden.
Ich persönlich denke, dass sich viele Menschen zu wenig auseinander setzen mit der Thematik und allein deswegen keinen Ausweis ausfüllen, oder aber weil sie zu bequem um sich einen zu besorgen. Vermutlich haben sogar viele gar kein Problem damit oder würden spenden. Zumindest ist es das, was ich häufig in meinem Umfeld zu hören bekommen habe, wenn das Thema auf dem Tisch kam. Viele kennen diese Ausweise nicht einmal und wissen gar nicht, wie wenig Aufwand es macht sie auszufüllen.
Daher finde ich persönlich die neue Regelung besser. Wie steht ihr dazu?
