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Wählen gehen...

Nein, ich will nicht wissen, WAS ihr wählt. Das ist aus gutem Grund geheim. ^^ Ich will wissen, OB ihr wählen geht. Weil ich das Thema wichtig finde, und weil es mich ärgert, dass es erschreckend viele Leute gar nicht zu interessieren scheint. In meinem Umfeld sagen die weitaus meisten Leute, nicht zur Wahl gehen zu wollen, und ehrlich gesagt finde ich das beängstigend.

Ich interessiere mich aber doch gar nicht für Politik!

…aber leider interessiert sich die Politik für dich. Selbst wenn du nicht die geringste Lust hast, älteren Herrschaften beim Labern in irgendwelchen Talk-Runden zuzuhören: du HAST höchstwahrscheinlich ein Interesse daran, ein gutes Leben zu haben. Du möchtest vielleicht einen guten Beruf mit anständigen Arbeitsbedingungen (für den du im Idealfall sogar – der Schreck der „freien Marktwirtschaft“ – auch noch bezahlt wirst). Vielleicht hinterher auch noch eine Art Rente (obwohl daran kaum noch irgendjemand glaubt). Wenn du krank wirst, möchtest du vermutlich zum Arzt gehen können (hier NOCH selbstverständlich, aber der Blick in andere angeblich zivilisierte Länder wie die USA zeigt, dass es das nicht ist – und es ist abzusehen, in welche Richtung sich unser eigenes Gesundheitswesen entwickelt).

Ganz sicher hast du nichts zu verbergen, du bist ja nicht kriminell – aber vielleicht möchtest du trotzdem nicht, dass fremde Leute deine Liebesbriefe und sonstigen intimen Geheimnisse mitlesen, weil der Nachbar deiner Großtante zufällig im Verdacht steht, böse Leute im Nahen Osten zu kennen. (Und ganz sicher möchtest du nicht, dass diese Leute dein Gejammer im Freundeskreis über Bauchschmerzen und Migräneattacken an deine Krankenkasse weiterverkaufen, die dir daraufhin einen schlechteren Tarif gibt, weil sie dich als höheres finanzielles Risiko einschätzt. Oder an die Berufsunfähigkeitsversicherung, die dich daraufhin gar nicht erst akzeptiert.) Privatsphäre ist so eine Sache… Unterschätzt, so lange man sie hat.

Eventuell hättest du sogar ganz gerne eine freie Presse, deren Repräsentanten weder willkürlich unter Antiterror-Gesetzesvorwand festgehalten noch von staatlichen Stellen zur Vernichtung von Daten gezwungen werden – aber Vorsicht, wenn du das äußerst, sonst wirst du irgendwann selbst verhaftet! (Lustig – beim Schreiben dieser Zeilen habe ich mir sogar selbst Gedanken darüber gemacht, ob dieser Text in 10 oder 20 Jahren negative Folgen für mich haben könnte… Der Beweis: die Schere im Kopf funktioniert. Bestens.)

Es sollte also in deinem ureigensten Interesse sein, dich für Politik zu interessieren. Wenn nicht, dann behaupte ich mal provokativ: du VERDIENST das, was mit dir passiert. Wenn du dich irgendwann 14 Stunden am Tage zu Tode schuftest, von deinem Lohn trotzdem nicht leben kannst, und du nicht einmal mehr deine Meinung dazu äußern darfst… dann ist das eine direkte Folge davon. Im Zeitalter der „Eigenverantwortung“ bedeutet das: selber schuld, geh verrecken…

Warum sollte ich wählen gehen? Hat doch eh keinen Sinn, die da oben machen eh, was sie wollen.

Ja, sie machen, was sie wollen – und sie können das machen, weil man sie lässt. Wer immer die gleichen Leute wiederwählt, obwohl sie nachweislich gegen die eigenen Interessen handeln, oder noch schlimmer, gar nicht erst zur Wahl geht, der signalisiert doch genau: MACHT, WAS IHR WOLLT. Ich bin ein ewiges Opfer, ihr könnt mich belügen und bestehlen, das interessiert mich alles nicht, so lange ich nicht akut vom Hungertod bedroht bin und ich in Ruhe mit meinem Smartphone spielen und Trashfernsehen gucken kann. Brot und Spiele…

Was soll das eigentlich heißen, „Brot und Spiele“? Ist das nicht etwas veraltet?

Das ist ein Zitat des römischen Dichters Juvenal, der sich darüber lustig macht, wie sich das abgestumpfte Volk verdummen und ruhigstellen lässt, so lange Grundnahrungsmittel und Unterhaltung sichergestellt sind. Heutzutage geht natürlich niemand mehr in eine altrömische Arena, heutzutage müsste es also vermutlich „Tiefkühlpizza und DSDS“ heißen – das Prinzip ist aber vollkommen identisch und somit auch aktuell. Die Leute - gerade auch die jüngere Generation - lassen sich mit Fernsehen, Kino, Playstation, Smartphone-Spielereien, Fratzenbuch etc. so zurieseln, dass für wirklich wichtige Themen gar kein Platz im Hirn übrigbleibt. Politik? Laaaangweilig. Das ist ja nicht so schön bunt und dudelig… seufz (Ja, es ärgert mich.)

… ich bin auf Meinungen zu dem Thema gespannt.

Eigentlich kann ich deine Aussagen nur unterstreichen.

Auch wenn ich sehr politikfaul bin, gehe ich immer wählen. Ich finde den Spruch “wer nicht wählt, wählt falsch” sehr treffend und wenn es nur darum geht, extrem fanatischen Parteien Prozente zu nehmen.
Zudem sollte man immer das Privileg im Auge haben, das wir wählen DÜRFEN! Ohne Angst zu haben. Ohne um unser Leben fürchten zu müssen. Klar mag die Auswahl nicht berauschend sein, aber wenn man nicht wählen geht, braucht man sich über die Politik auch nicht zu beschweren.

Ich weiß gar nicht so richtig was ich schreiben soll, ich kenne niemanden von denen die ich wählen soll wirklich. Kommt mir so vor als wären sie alle gleich, jeder Versuch mich damit zu beschäftigen, jeder Versuch mir klar zu werden welche Partei denn was unterstützt und herauszufinden für was sie sich einsetzen, macht mich wütender… Meistens komm ich dann auf irgendwelche Gruppen die ich unterstützen würde, die aber nicht zur Wahl stehen.
Mir sagt das ganze System an sich nicht wirklich zu, jeder kann für alles stehen und alle unterstützen Dinge, die ich nicht unterstützen möchte, jeder will überall mitmischen und kennt sich doch nicht damit aus und alle miteinander Lügen sie um die Wette.

Lustig – beim Schreiben dieser Zeilen habe ich mir sogar selbst Gedanken darüber gemacht, ob dieser Text in 10 oder 20 Jahren negative Folgen für mich haben könnte...
Haha, den selben Gedanken hatte ich auch, als ich mir gerade überlegte hier zu Antworten oder nicht. Aber meine Neugier siegte dann doch, denn ich möchte gerne eine Frage dazu werfen: ** Wie steht ihr zum absichtlichen ungültig wählen? Das gleich wie nicht wählen?**

@Sockenzombie: Für mich ist absichtlich den Wahlschein ungültig machen das gleiche wie nicht wählen, oder zu einer Scheinwahl gehen. Da kann man auch gleich zu Hause bleiben.

Ich stimme Eller mit ihren Aussagen voll und ganz zu. Sicher, bei jeder Partei gibt es ein paar Punkte, die einem nicht ganz so gut gefallen, aber das sollte einem nicht davon abhalten die möglichst beste Wahl zu treffen.

Mein Bruder wird dieses Jahr 18 und als mein Freund und ich ihn gefragt haben, ob er denn schon weiß wen er wählen will meinte er nur er würde nicht wählen gehen. Wir haben versucht ihn davon zu überzeugen wählen zu gehen, aber ich weiß nicht, ob es etwas gebracht hat :/
Ich würde es jedenfalls traurig finden, wenn er nicht wählen geht.
Seit ich 18 bin, bin ich zu jeder Wahl gegangen! Und ich finde es toll, dass ich wählen darf!

Ja, kommt aufs gleiche raus - ungültige Stimmen werden nicht erfasst und nicht mitgezählt, so dass man sich die Aktion ebenso gut sparen kann. Da würde es mehr Sinn machen, sinnfrei eine Splitterpartei zu wählen, das würde wenigstens unter “Sonstige” aufgeführt.

(Ich bin dafür, eine Partei mit dem Kürzel “LMAA” zu gründen. Wäre sicher ein durchschlagender Erfolg…)

Ich gehe wählen seit ich dazu berechtigt bin. Selbst Uninteressierten wird es doch mittlerweile mit dem Wahl-O-Mat denkbar einfach gemacht die richtige Partei zu finden und ein entsprechendes Kreuzchen zu setzen. Einfach mal 5 Minuten investiert um ein paar Fragen anzukreuzen und gut ist. Hat doch sonst auch jeder Zeit sinnlose Klicks für Farmville und CO. zu verschwenden. Warum dann nicht mal für die eigene reale Zukunft? Ist auch kostenlos XD!!
Aktuell wirtschaften beinahe alle Parteien gegen das Wohlergehen der jungen Generation. Umso weniger verstehe ich, wieso sich gerade diese Wählerschaft ihrer Pflicht entzieht und um keine Ausrede verlegen ist. Nicht zu wählen hat nichts mit Selbstbestimmung zu tun, sondern ist in unserem Demoktratiesystem schlichtweg dumm.
Ich bin auch nicht zu 100% damit einverstanden was die Partei durchsetzen will die ich schlussendlich wähle. Aber Kompromisse gehören immer irgendwo dazu und die fallen immer noch geringer aus, als wenn ich der Merkel und ihren Gelblingen ne neue Chance lasse.
Besser irgendwas gewählt, als seine Stimme verfallen zu lassen und damit automatisch die aktuelle Regierung zu unterstützen. Denn auch mit Nichtwählerei wird gewählt. Und die Merkel freuts (mich nicht >_<).

Kurz und knapp: ich hasse Politik wegen der Verlogenheit, und ich interessiere mich eigentlich nicht für aktuelles Tagesgeschehen … und ich gehe wählen. Eben weil ich die Verlogenheit und die Dauerbeaufsichtigung hasse (ich wette, ich bin dank meiner paar Unterschriften auf Petitionen im Visier von irgendwem), und mir gewisse Parteien auf keinen Fall an politischem Einfluss gewinnen sollen. Egal, wie sehr mir das alles auf den Keks geht, für diese paar Stunden alle paar Jahre raff ich mich dann mal auf. Ist schließlich auch meine Zukunft.

Ich gehe auch wählen :)
Zwar gibt es keine Partei, die in allen Punkten das vertritt, was mir besonders wichtig ist - aber es gibt einige Parteien mit Zielen, die mich einfach nur fassungslos und wütend machen. Also gehe ich hin, um meine Stimme den anderen Parteien zu geben. ^^

Außerdem gibt es drei Parteien, die wenigstens zum Teil für Ziele eintreten, die ich gerne verwirklicht sehen möchte. Ich bin noch unentschieden, welche davon ich wähle, aber ich habe ja noch etwas Zeit zum Überlegen. ^^


Ich gehe wählen, und seit ich so langsam in das Alter kam, wo ich mir darüber bewusst war, was es bedeutet, Wählen zu dürfen (also vor meiner ersten Landtagswahl mit 16), war ich ziemlich heiß drauf.
Bin eh so eine kleine Protestnudel, die einfach gern mitmischt, und seit dem Sozi-LK an einer meiner Schulen hats für mich nochmal einen ganz anderen Geschmack bekommen:
Viele dort haben bewusst ungültig gewählt. Sie waren sich vollkommen im klaren über die Konsequenzen, wollten damit aber zum Ausdruck bringen, WIE unzufrieden sie mit der Situation sind. Da beginnt man dann nochmal, sich genauer mit dem Wahlrecht an sich zu befassen und darüber nachzudenken.

Ansonsten-ich bin politisch interessiert, ehrenamtlich engagiert und in sozialen wie beruflichen Kreisen unterwegs, in denen man sich zwangsläufig kritisch mit Politik, Lokal- wie auf Bundesebene, auseinandersetzt.
Ich gehe wählen, und wenn nur, um den eleganten Mittelfinger rauszuholen.

Interessantes Thema.
Mitdiskutieren möchte ich jedoch nicht. xD

Seit ich darf, gehe ich wählen. Ich informiere mich meist jedoch nur grob in den Wahlprogrammen.
Ich weiß jedoch zumindest, dass ich nicht das selbe wie meine Eltern wähle.

Letztendlich ist jedoch alles in den Wahlprogrammen müllig und utopisch, weswegen ich eigentlich nur darauf achte, in welche Richtung die Parteien ungefähr gehen. Wie oft hatten wir schon Programmpunke, welche eh nicht behandelt wurden, oder noch besser, genau andersherum gelaufen sind. (Atompolitik lol wir erinnern uns liebe CDU)

Aber ich muss zugeben, wenn sich jemand überhaupt nicht damit auseinander setzt, dann brauch er auch nicht wählen zu geben. Wie oft hab ich schon von jungen Leuten gehört. “Ich wähl die Piraten, weil die cool sind und voll dagegen.”
Ich wette die haben das Programm nicht mal in Händen gehalten. Piraten waren zumindest bei der letzten Wahl die Partei, welche ich als Letztes gewählt hätte. Dieses Jahr hab ich mich mit denen noch nicht beschäftigt, weil die so nen bissl bei mir unten durch sind. Aber mal schauen, einen Punkt finde ich auch dieses Jahr schon zum Augenrollen.

Ich geh auch wählen, seit ich das Alter dafür hab.
Damals fand ich es super, dass ich endlich das Recht dazu hatte, meine Stimme jemanden zu geben, der mein Interesse vertritt. Mittlerweile seh ich das ein wenig nüchterner, geh aber trotzdem brav hin und mache meine Kreuze, und sei es nur eine kleine Partei. Mein Vater hat mir eben auch dies beigebracht, lieber den sonstigen Parteien eine Stimme geben, statt nicht hinzugehen und somit beispielsweise der NPD was zu schenken.
Ich kenn mich aktuell nichtmal mehr aus, habe irgendwann das Interesse an Politik verloren. Aber das kommt vielleicht auch daher, dass es für mich fades, zähes Zeug ist. In der Schule musste man da durch, hat alles gelernt, aber hinterher hat man da keine Lust mehr drauf. Allerdings würde ich mich gern wieder mehr mit Politik beschäftigen, immerhin geht es da ja auch um mich und meine Zukunft.

Ich selber gehe wählen und versuche meinen Freund seit Jahren davon zu überzeugen, dass er auch wählen sollte und dass er nicht das Recht hat sich über Frau Merkel zu beschweren, weil er nichts getan hat, dass die CDU nicht so viele Prozente bekommt.

Politisch bin ich allerdings eher inaktiv. Ich bin mir auch nicht sicher, ob sich das so bald ändern wird, denn irgendwie hab ich auf das hohle Gerede der meisten öffentlich tätigen Politiker einfach keine Lust mehr (davon abgesehen, dass ich deren Launen in der Gesetzgebung ja quasi als Beamte im öffentlichen Dienst direkt abbekomme und mich ständig für deren geistigen Dünnpfiff rechtfertigen darf). Das Problem ist nur, ich weiß nicht wie man es besser machen kann. Nur dass man mir bitte keine Stammtischmoral vorwirft - nur meckern und nix ändern tu ich nämlich auch nicht. Aktiv meckern tu ich auch nicht. Ich hoffe einfach, dass die nächste Wahl zeigen wird, was wir von den tollenPlänen unserer Parteien so halten.
Schade ist nur, dass sich kaum etwas am Gesamtbild ändern wird, da sich die Parteien ggf. zu Koalitionen zusammenschließen - wie immer - und damit dann dennoch die Macht an sich reißen, um es mal so zu formulieren. Genau deswegen ist es umso wichtiger, dass man seine Stimme nicht durch Nichtwahl oder ungültiger Wahl verschwendet, sondern dass alle dazu beitragen, das Politikruder herumzureißen.

Früher hielt ich die Piraten übrigens auch für eine echte Alternative - bis sie anfingen, untereinander Kindergarten zu veranstalten und peinliche Dinge an der Öffentlichkeit taten und scheinbar nie genau wussten, was sie überhaupt tun… da folgten ja mehrere peinliche Auftritte bei Polittalkshows oder auch bei Interviews, was sie sehr viel Glaubwürdigkeit kostete und noch immer kostet.

Eine Partei namens LMAA fänd ich übrigens auch interessant. Eller, was könnte denn deren Poltisches Programm sein?

ich bin politisch nicht sehr interessiert, jedoch aufgrund meines berufs muss ich mich mit bestimmten Dingen herumschlagen
seit ich 18 bin gehe ich wählen, egal ob zur Bundestagswahl oder zur Bürgermeisterwahl ;)
denn dafür habe ich schließlich eine Stimme und ich muss Eller voll und ganz zustimmen, ich finde es auch absolut nicht nachvollziehbar, wie sich manche Leute beschweren können und dann nicht wählen gehen!

Ich muss Briefwahl machen, weil ich am Wahlsonntag selbst als stellvertretende Wahlleiterin in einem Wahllokal hocke v.v
aber ich würde nie auf die Idee kommen meine Stimme verfallen zu lassen
und ich war ehrlich gesagt etwas erschrocken, als ich im Fernsehen vor kurzem eine Umfrage dazu sah und soo viele Leute soo dumme Ausreden dafür haben, warum sie nicht wählen gehen wollen…

Die Piratenpartei wurde soweit ich das sehe auch von vielen Leuten gewählt, die es als eine Art “Protestpartei” gesehen haben - anstatt also entweder nicht zu wählen oder einen ungültigen Schein abzugeben, wählt man eine Partei, die irgendwie kurios ist. Dass es so viele machen hat wahrscheinlich keiner - als letzter die Piraten selbst - erwartet.

Ich habe mir neulich als ich in der Stadt unterwegs war mal überlegt, was man wählen würde, wenn man nur nach den Wahlplakaten ginge - also versucht, seine bereits bestehende Meinung zu den Parteien außen vor zu lassen und nur davon ausgeht, wessen Plakate einem am meisten zusagen. Und da kann ich mir vorstellen, dass besonders bei jüngeren Leuten die Wahlplakate der Piraten am besten ankommen.

Ich habe mir neulich als ich in der Stadt unterwegs war mal überlegt, was man wählen würde, wenn man nur nach den Wahlplakaten ginge - also versucht, seine bereits bestehende Meinung zu den Parteien außen vor zu lassen und nur davon ausgeht, wessen Plakate einem am meisten zusagen.
In unserer Stadt gibt es seltsamerweise NUR Wahlplakate von der CDU/CSU - und ich glaube, ich habe ein einziges von der FDP gesehen. (Ist so einseitige Werbung eigentlich erlaubt? >__>) Ich denke, diese Plakate sprechen von der jüngeren Generation *niemanden* an. Auf einem einzigen Plakat stehen überhaupt Parteiziele, ansonsten ist auf allen einfach nur der Kopf eines Politikers zu sehen und sonst nix. Aber Informationen werden vermutlich als unnötig angesehen, weil in diesem Kaff seit dem Dinosaurierzeitalter sowieso jeder nur die CSU wählen geht. Ich denke, das wird einfach auch den jungen Erwachsenen von ihren Eltern eingebläut und damit ist die Sache für alle hier erledigt, ohne dass irgendwer drüber nachdenkt.

In den letzten Jahren gab es manchmal noch Plakate von der Partei Bibeltreuer Christen und der NPD, aber auf die wurde dieses Jahr verzichtet XD

Interessant an diesen Werbeplakaten ist auch, wie hoch sie je nach Bezirk hängen bzw. ob sie verschönschandelt wurden … Das einzige, das hier verschont wurde, war eins für eine Partei mit Hammer und Sichel - do I need to say more? Ich habe den leisen Verdacht, die Dame auf dem Plakat wird auch nicht ernst genommen …
Aber diesen allgemeinen Trend, außer einem Porträt und vielleicht einem nichtssagenden Satz drauf zu schreiben, habe ich auch bemerkt … gibt es jetzt nichts mehr, womit man für sich werben könnte?

Wenn man ehrlich ist: nein. XDD

KEINE der großen Parteien hat ein Interesse daran, dass die “untere” Hälfte der Gesellschaft menschenwürdig leben kann. (SPD/Grüne haben die Hartz-Gesetze eingeführt, CDU/FDP hatten lange genug Gelegenheit, etwas daran zu ändern und haben es nicht getan…) Oder gar an Dingen wie Bürgerrechten, Datenschutz und Pressefreiheit. (Eins muss man den Piraten lassen: egal, was für ein unprofessioneller, zerstrittener Haufen sie sind, sie haben Themen ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt, die von sämtlichen anderen Parteien lieber totgeschwiegen werden.)

Ich bin ja gespannt auf den diesjährigen Wahl-O-Mat.

Wenn ich nach den Wahlplakaten gehe, die hier so hängen, würde ich niemanden wählen - allein schon deswegen, weil die so dermaßen nichtssagend sind, dass ich nicht mal mehr weiß, welche Person von welcher Partei abgebildet war. Und dazu dann immer dieses gewichtige, falsche Lächeln und dem kalten Berechnen in den Augen.

Ich wähle dieses Jahr zum zweiten Mal. Letztes Mal hab ich nach Idealen gewählt, dieses Jahr gehe ich den Weg des geringsten Übel. Wer nicht wählt, darf sich mMn nicht beschweren wenns schief geht.