@Lacerta
Also ich geh nicht recht viel anders zu Werke als mit Farbstiften, außer dass ich die Farben statt mit dem Finger mit einem nassen Wattestäbchen oder Pinsel verwische, wenn die Luftfeuchtigkeit zu gering dafür ist.
Zu den Schichten, bei mir halten da schon sehr viele aufeinander. Vielleicht liegt das auch daran dass ich die wasserlöslichen benutze (neocolor II). Ich verwende normales dünnes Druckerpapier. Am Anfang wellt sich das, die obere Schicht löst sich auch manchmal, wenn es zu nass wird, aber ich übermale die Stellen einfach und nach ein paar mal drüber Zeichnen wird alles wieder schön glatt ^_^
Und mit Druck arbeite ich kaum, ich drücke nicht weniger oder mehr auf als bei Buntstiften, außer dass ich, wenn ich weniger Farbe will mehr über dem Papier schwebe als es zu berühren. Für mich ist das eher minifuzelarbeit, ich achte viel auf Details. Ich empfinde es auch nicht als grober mit Wachsmalkreiden zu arbeiten, es ist eher viel… hm, schwer zu beschreiben, also ich muss mit ihnen genauer arbeiten als mit Farbstiften. Man bekommt nach einer Weile ein Gefühl dafür, wo genau sich die Farbe ablöst vom Stift. Ich spitze meine Wachsmalkreiden übrigens nie. Dabei geht mir zu viel Farbe drauf und die waren eh so teuer (mittlerweile hab ich 40 Stück freu) mit den fetten Spitzen ist es zwar schwerer zu arbeiten, aber ich bin es gewohnt, ich hab auch meine Farbstifte selten angespitzt und trotzdem feine Details mit ihnen gezeichnet. Das geht.
Wie du siehst bin ich kein Könner, ich denke da ziemlich wenig drüber nach übers Papier und Arbeitstechnik, ich mach einfach.
Verwischen wird wohl bei den Neocolor I nicht so leicht gehen, bei den wasservermalbaren ist das total einfach, mit nem Wattestäbchen, einem Pinsel, dem Finger, alles geht. Hab nur die Erfahrung gemacht, dass es nicht zu nass werden darf (keinen Eimer drüber kippen) :D
Das mit dem mehrere Schichten und wegkratzen ist mir noch nicht passiert, aber manchmal benutze ich diese Möglichkeit mit Absicht, damit kann man tolle Details zeichnen, wenn man zum Beispiel eine Farbe als grundierung nimmt, mit der anderen drüber zeichnet und dann die obere Schicht an den gewünschten Stellen wegkrazt (mit Zahnstocher, Messer, sonstiges spitzes Ding)
Ich merke gerade, meine Arbeitsweise unterscheidet sich sehr zu der von Feigenkaktus :D
Ein Tutorial mit Wachsmalkreiden hab ich ebenfalls noch nicht gesehen, aber ich schreibe momentan an einem Coloring Tutorial, vielleicht lasse ich ja ein wenig was über Wachsmalkreiden miteinfließen, auch wenn es nicht viel ist was ich weiß ;)
Kann mir vorstellen, dass es mit deinen Stiften vielleicht einfacher wird wenn du zum Beispiel vor einer Heizung arbeitest. Hab die Erfahrung gemacht, dass man bei Wachsmalkreiten auf die Umgebungstemperatur achten sollten, in der man arbeitet, je wärmer es ist, destol weicher werden sie und lassen sich dann auch leichter verwischen.