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Von nicht-Zeichnern ernst genommen werden

Ich glaube das Thema ist hier schon in mehreren Threads immer mal wieder nebenbei aufgekommen. (Beispiel Kostenlose “Aufträge”)
Es gibt einige Leute, die Zeichner/Künstler egal ob Hobby oder Beruflich nicht erst nehmen. Mir geht es in diesem Fall allerdings weniger um Fremde, sonden um Leute im direkten Umfeld (um die man auch nicht drum rum kommt).

Meine persölichen Erfahrungen beziehen sich in diesem Fall auf die Eltern meine Freundes. Die sagen zwar, dass sie sich freuen, dass die Freundin ihres Sohnes “solche krativen Sachen” macht, lassen aber auch immer wieder mitschwingen, dass malen nur etwas für Kinder ist. Ich musste mir schon oft von ihnen anhören, dass ich mittlerweile zu alt für sowas bin. Jetzt ist es aber nicht nur so, dass ich nicht nur zeichne, sondern auch viel Bastle (sogar noch schlimmer). Ich höre mir dann Dinge an, wie dass sich das irgendwann noch verlaufen wird, wenn ich mal älter bin werde ich schon noch sehen. In einem Ton, wie man das zu einem Kind sagt. (Zum Verständnis: Ich bin 22, studiere und führe mit meinem Freund einen eigenen Haushalt.)

Ein Fallbeispiel: Ich habe zu Weihnachten echt tolle Karten gemacht. Jeder, der eine bekommen hat hat sich riesig gefreut. So auch die Mutter meines Freundes. Als sie mich gefragt hat, wo ich die gekauft habe habe ich ihr natürlich gesagt, das die selbst gemacht ist. Ich konnte n ihrem Blick sehen, dass es ihr schon nicht mehr so gut gefällt und sie hat sehr abschätzig gesagt, dass ihre Söne schon nach der Grundschule aufgehört haben Karten selbst zu basteln.
Das ist auch nicht, das einzige Beispiel, aber das heftigste.
Ich höre auch immer wieder, dass ich ein Messie bin, weil ich so viele Stifte (Copics und Polychomos) und so viel Papier (zum zeichnen und Motivpapier) habe. Ich habe zwar wirklich recht viele Sachen,a ber alle feinsäuberlich sortiert und in einem Schrank untergebracht. Außerdem ist es nicht gut, dass ich stängig Geld für so einen sinnlosen Kram rauswerfe, den eh keiner braucht. (Das Geld geht von meinem privaten Geld ab und nicht von dem Konto, das ich mit meinem Freund für Miete und Lebensunterhalt habe.)

Ich habe solches Unverständnis schon bei vielen leuten gesehen, aber noch nie so extrem. Es gibt wirklich viele Leute, die Zeichnen für Kinderkram halten.
Und jetzt meine Frage: ist euch sowas auch schon mal passiert? Und wie geht ihr damit um? Was erwiedert ihr auf solche oder ähnliche Kommentare?

Achja der Messie Vorwurf weil man seine Zeichnungen in denen viel Arbeit und Mühe steckt nicht wegwerfen will, das man dazu zu alt sei und das Kinderkram ist ausser man kann damit Geld verdienen.
Aber man darf damit dann nur Geld verdienen/das beruflich machen wenn es eben nur beruflich ist, tatsächlich daran was man macht und der Industrie darum(aka was andere Leute bereits professionell machen) Interesse zeigen darf man natürlich nicht, ist ja alles Kinderquatsch und blah.
Vllt. sollte ich echt in die Pornosparte wechseln da kann keiner sagen das ist Kinderkram den ich da male… aber dann meinen die Leute direkt man denkt an nix anderes… vllt. doch eher Horror aber dann gibt’s auch so Experten für die ist alles was es so nicht gibt automatisch Kinderkram weil Fantasie blabla

Keine Ahnung wieso aber gerade Familie usw gehöre zu der Sparte die einerseits der Ansicht sind dass die Resultate ja supertoll sind und Talent und blah aber gleichzeitig der Ansicht sind das müsse verboten sein dass ein Erwachsener sowas macht.

Kurz gesagt: Die Eltern deines Freundes sind schlechte Menschen und sollten sich schämen oder zumindest um ihren eigenen Kram kümmern.
Und wenn nochmal sowas wie das mit der Karte ist, mach sie vielleicht aufmerksam dass so eine Kart zu kaufen ca 20 euro+ kosten würde. Zumindest finden die meisten Leute es noch schlimmer solche Arbeit angemessen zu bezahlen als es selber zu machen.

Mit der Erfahrung bist du nicht alleine, Finn. In meiner Familie ist es genau das gleiche. Besonders meine Mutter und meine Tante kommentieren meine Bilder oft so als wäre ich 5 und hätte ein Strichmännchen gemalt.

Ich habe meine Mutter letztes Jahr um ein ernsthaftes Gespräch gebeten und ihr erklärt, dass ich ein nichtkünstlerisches Studium gewählt habe, dass Kunst für mich aber privat eine große Rolle spielt und dass es mich sehr verletzt, dass sie mir immer wieder deutlich macht, dass sie einen wichtigen Teil meines Lebens für Zeitverschwendung hält. Immerhin ist sie sogar selbst Künstlerin und in unserer Stadt für ihre Landschaftsquarelle und abstraktere Bilder bekannt. Ich habe sie gebeten zu verstehen, dass meine Art von Kunst ebenso ernsthaft ist wie ihre, dass ich nur einen anderen Stil habe.
Ihre Antwort war eiskalt: " Deine Bilder sehen aus wie aus Kinderbüchern. Solange du kindische Bilder malst, musst du verstehen, dass ich dich nicht ernst nehme. Ich bin einfach geistig viel weiter als du ."
Mein Gegenargument, dass Kinderbücher in der Regel von professionellen Illustratoren und nicht von Kleinkindern illustriert werden, hat sie schon nicht mehr gehört, weil sie plötzlich dringend telefonieren musste.

Bedauerlicherweise teilt der Rest der Familie diese Meinung. Zentangle ist hip, realistische Aquarelle sind toll und emotional hingeklatschte Farbflächen sind hohe Kunst, weil man damit seine Gefühle ausgedrückt hat. MEINE Bilder sind… zum Belächeln.
Im Klartext bedeutet das: Wenn man in einem Wutanfall einen Pinsel in rote Farbe taucht und auf eine Leinwand einprügelt, ist das Kunst. Wenn ich 2 Tage an einem Bild mit schwerer Perspektive und vielen Details arbeite, ist es Kinderkram… :öhh:

Was macht man da am besten? Ich für meinen Teil habe es einfach aufgegeben. Ich bin natürlich verletzt, aber ich rede bei meiner Familie nur gegen Wände.
Meine Konsequenz ist, dass ich mir ein Publikum außerhalb suche und meine Familie nicht mehr nach ihrer Meinung frage. ICH mag meine Kunst und will mich nicht an den Hausfrauen-Midlifecrisis-Mainstreamstil anpassen, nur damit unsere Nachbarn mich beachten. ICH weiß, dass ich genug Ernsthaftigkeit hinein stecke, weil ich sehr viel übe und über meine Motive nachdenke, bevor ich zeichne. Und ich bin so selbstbewusst von mir zu behaupten, dass ich auf vielen Gebieten mehr kann als meine Mutter und meine Tante! Die beiden kriegen kaum ein anatomisch korrektes Strichmännchen hin, geschweige denn richtige Menschen - also kann mir ihr Urteil über meine Bilder herzlich egal sein.
Es gibt Menschen, die meinen Stil sehr mögen, das ist die Hauptsache. Die sehe ich zwar eher selten im “Reallife”, aber zum Glück gibt es das Internet, wo man Menschen kennen lernen kann, die einen ähnlichen Geschmack haben! ^^

Also, keine Sorge Finn, du bist nicht kindisch, die Mutter deines Freundes hat nur einfach keine Ahnung vom Thema. Sei selbstbewusst! ^^
Falls du ein Fan eines berühmten Künstlers bist, den man üblicherweise auch im “Reallife” kennt und den man nicht als kindisch bezeichnen würde, dann kannst du ihr ja vielleicht erklären, dass das in etwa das Niveau ist, das du anstrebst.
Meiner Mutter schien zumindest kurzzeitig ein Licht aufzugehen, als ich ihr Bilder von John William Waterhouse gezeigt habe und ihr erklärt habe, dass ich gerne dieses Level an Können erreichen möchte. Da schien sie ansatzweise zu verstehen, dass Zeichnen für mich nicht reines Zeittotschlagen ist, sondern dass ich meine Arbeit tatsächlich ernsthaft als KUNST verstehe, auch wenn meine Bilder nicht abstrakt sind. Sie sagte tatsächlich sowas wie: “Die Bilder sind wunderschön. Ich glaube ich verstehe jetzt, zu welchem Kunstgenre du gerne gehören würdest, da gibt es schon Parallelen zwischen deinen Bildern und diesen hier…”
Ich wollte jubeln, weil dass das erste Mal war, dass sie über ihren Tellerrand hinaus geschaut hat und etwas anderes als Kunst bezeichnet hat, als die beiden Stilrichtungen, die sie sonst mag.

Ich kenne nur:
“Ohhh, das schaut aber nett aus! - Du lernst aber schon was Vernünftiges?!”
im Bezug auf eine spätere mögliche Ausbildung /mögliches Studium und folgende Arbeitsstelle… jetzt, wo ich meine Lebenszeitsichere Stelle habe, sind die Bedenken allerdings zerstreut und ich “darf” machen, was ich will… hätte ich “irgendwas mit Kunst” studiert, wie es mir andere geraten haben, wäre das wohl eher nicht so.

Ich find schade, dass so viele Menschen unser Hobby belächeln und als “Kinderkram” abtun. Grad bei Ermelins Bildern - halleluja, siehts halt aus wie aus einem Kinderbuch, ich MAG Kinderbuchillus! Und dass selbstgemachte Sachen bei Offenbarung weniger Wert sein sollen wie es bei Finn wohl war - was zum Teufel soll das?

Ich bin gerade ein wenig schockiert, was ich hier lese o.o

Ich kann es vollkommen verstehen, wenn man dann mit diesen Leuten nichts mehr zu tun haben möchte.
Es ist ja an sich schlimm genug, dass die Wertschätzung dafür nicht da ist.
Aber eure Kunst als Kinderkram zubezeichnen, finde ich ehrlich gesagt eine Frechheit.

In meinem Alter bezeichne ich ja selbst nicht mehr meine Bilder als “Kinderkram”, einfach aus dem Grund, weil die Ernsthaftigkeit und das Niveau ein komplett anderes ist.

Am besten ist es diese Leute wirklich zu ignorieren, vielleicht brauchen sie einfach jemanden den sie runterziehen können, weil sie selbst unzufrieden sind und das nicht können, was ihr könnt. Es ist vermutlich Neid…

Ich habe ehrlich gesagt in meinem direkten Umfällt gar keine Probleme damit. Ich werde von meinen Eltern darin unterstüzt, wo es nur gut und damit meine ich nicht unbedingt die finanzielle Seite.
Meine Eltern finden es großartig und sagen selbst, dass sie so etwas leider nicht können.

Was ich ab und zu mal erlebt habe ist, wenn es heißt mal doch mal für Person XY (Oma,Tante…) ein Bild zum Geburtstag.
Das geht einem ein wenig auf den Zeiger, weil ich keine schnellen Kindergribsel Bilder mehr male.
Es ist mir größten Teils wirklich zu aufwendig, für eine Kakaokarte brauche ich ja schon 4-6 Stunden…

Ich bin auch ein wenig erschrocken was für Erfahrungen manche sammeln mussten/müssen …o_o
Erstaunlich das viele das so abtun wenn man beobachten kann wie lange die eigenen Kinder schon an dem Thema dran bleiben - da kann man ja nicht mehr von “Phasen” sprechen oder “einfach nur die Zeit tot schlagen”. Besonders aber wenn man selbst zeichnet, wie eben die Mutter von Ermelin, dann weiß ich erst recht nicht wie man darauf kommen könnte man verfolge das nicht ernsthaft oder macht es irgendwie nicht richtig…

Ich muss sagen, das ich zumindest in diesem Punkt zum Glück keine negativen Erfahrungen sammeln musste - eher umgedreht. Die direkteren Menschen in meinem Umfeld sind recht angetan davon oder aber äußern sich gar nicht dazu wenn sie mit der Thematik nichts anfangen können bzw. generell keine Interesse an Kunst in irgendeiner Form haben.
Die Mutter und Schwester meines Lebensgefährten sind Ergotherapeuten und dementsprechend auch viel am “basteln”, und die machen wirklich auch alles. Von tollen Holzarbeiten bis zur Töpferei oder selbst genähten Wärmekissen und all diese schönen Dinge. Nur zeichnen können sie beide nicht, sind aber sehr begeistert von meinen Zeichnungen weil sie eben die handwerkliche Arbeit auch wertschätzen können. Der restliche Teil der Schwieger-Familie inklusive Freund sind nicht kreativ unterwegs, unterstützen mich ansonsten aber gern und äußern sich nicht abfällig dazu.

Auch auf Arbeit gibt es drei Kollegen, die sich regelmäßig nach neuen Zeichnungen erkunden bzw. ein Auge auf meine Künstlerseite haben auf Facebook, was ich auch sehr schmeichelhaft finde:'D Natürlich kommen auch hier manchmal schnell gesagte Sachen wie: “Mach mir doch auch mal sowas!” aber ich kenne die Leute ja und weiß, das sie einfach nur nicht abschätzen können was für ein Aufwand “mal eben” ist.

Bei meiner eigenen Familie in meiner Kindheit war es früher auch eher so, das man sich entweder nicht geäußert hat oder dachte, das sei meine Zukunft. Lustigerweise hieß es bei mir nie dass das nichts sei, womit man seinen Lebensunterhalt verdienen könnte. Mir war nur immer klar das ich das nie zum Beruf machen wollen würde, aber wenn es nach meiner Mutter gegangen wäre, hätte ich sicher etwas in diese Richtung lernen “müssen”. Von Kinderkram hat da zum Glück nie einer gesprochen und es taktvollerweise nie geäußert, wenn es mal jemand gedacht hat.

Ganz ehrlich, bei diesem Thema kräuseln sich mir die Nackenhaare o.O Solche komplette Verständnislosigkeit und gänzliches Nicht-Einsehen-Wollen lässt mich immer komplett sprachlos werden, ich hab dann echt keine Worte mehr dafür und würde meinen Kopf liebend gerne gegen die Wand schlagen.

Im Bezug auf Kunst hab ich das zum Glück noch nicht so stark erlebt - mein Vater ist begeistert von dem, was ich mache, findet meine Entwicklung toll und guckt immer gern mal, was ich gerade male.
Meine Mutter meinte immer mal, wenn ich gerade am Zeichnen war, ich solle mich doch sinnvoll beschäfigen (dann sagte ich gerne, ok, ich könne auch zocken), als ich dann aber irgendwann 'ne Karte verkaufen konnte, hat es bei ihr offenbar ein bisschen klick gemacht, jetzt fragt sie ab und an, ob ich denn nicht mal wieder 'ne Karte zum Verkaufen mache :x

Bei einem anderen Thema tritt allerdings diese komplette Verständnislosigkeit auf. Und zwar bei meiner Oma im Bezug auf Pokémon und Videospiele und all das. Sie ist schon alt und kennt das natürlich alles nicht so, bei ihr war ja alles noch anders, aber trotzdem macht es mich immer wieder fassungslos. Sie ist der Meinung, dass alles, was nicht mit echten Menschen ist, Kinderkram ist und ich mich, jetzt wo ich angeblich erwachsen bin, nicht mehr damit aufhalten sollte -.- Ich kann sagen was ich will, ich rede da auch einfach nur gegen eine Wand. Ändert aber nichts dran, dass ich meine Oma ganz dolle lieb hab :)

Ich hatte von Seiten meiner Familie, mit Ausnahme meines Vaters, der „Kunst“ und der gleichen generell nicht schätzte, bisher das Glück dass alle, wenn sie nicht selber irgendwas kreatives zum Hobby machen sehr viel Kunstverständnis und Interesse an bildenden Künsten etc. haben, so auch die Eltern meines Partners. Ich erhalte rundum Support und dafür bin ich sehr Dankbar.
Am niedlichsten ist meine Schwiegermutter, sie hat schon so viele Bilder von mir an der Wand. <3
Und mein Schwiegervater möchte immer alles sehen und erklärt haben. ^^

In der Schule wurde ich immer darum beneidet und da war eigentlich niemand der mein Hobby belächelt hat (ich war eh immer der nerdige Außenseiter, das war das einzige worum ich beneidet wurde XD), aber da war Manga auch noch nicht IN und ich habe zu der Zeit auch noch kein Manga gezeichnet, das kam viel später, ich bin einfach zu alt. ^^;

Aber jetzt kommt das was ich mit allen Negativen Erfahrungen die ich mit euch teile!
Mein Vater, der hat gar nicht verstanden warum mir das so viel Spaß macht, zwar hat er mich unterstützt und mir neue Blöcke gekauft wenn mal wieder einer voll war oder mir Geld geborgt für neue Stifte, damals hab ich noch nicht so hochwertiges Zeug benutzt wie alle heute. Ich hab Herlitz Filzer, Buntis und Edding, Stabilos und 0/8/15 Blöcke von Herlitz benutzt. Ich staune wie weit alle Zeichner in dem alter wo ich damals war jetzt sind. ^^; Mein Vater hätte mit spätestens bei Copics den Vogel gezeigt. XD
Aber wie gesagt verstanden hat er es nicht, er hat es hin genommen. ^^

Wer sich so richtig über „Uns“ lustig macht sind die Künstler und Maler!
Ich bin durch eine Freundin viel auf Vernissagen und kenne viele Maler/Künstler aus Düsseldorf, gut genug um sie nicht zu mögen!
Meine Freundin selbst ist ehemalige Meisterschülerin eines Profs. der Kunstakademie in Düsseldorf, er ist wohl sehr bekannt in der Kunstszene Düsseldorfs (mir ist sowas ja Wurst) aber ich möchte euch damit deutlich machen wie elitär und überkandidelt sich die Kunstszene gibt!
Wenn man jemandem vorgestellt wird, ist die erste Frage: Und was machst du? Malst du auch? Auf welcher Akademie warst du… und so weiter. Die Leute sind so Arrogante, Ichbezogene Träumer, viele haben ein langjähriges Studium, aber sorry, mehr als von Fotos abmalen können die nicht.
Und wenn du gaaaaanz vorsichtig und nicht blöd klingen willst auf die Frage hin, wie du das Bild findest (weil du nicht sagen willst wie sch… du es findest) sagst „mir gefallen besonders gut die Farben, bekommst du vor den Bug geballert „Das ist eine Farbkomposition!“ Ja was, ach ne, nach Grafikausbildung und eigenem Grundwissen hätte ich das auch gewusst!
Aber zurück zur Frage was man denn selber macht und warum man denn nicht Kunst studiert hat und (in meinem Fall) nur nen popels Grafiker ist und dann auch noch sagt „ich zeichne gern“ und dann auch noch Manga sagt, steht man plötzlich ganz alleine da, vorher hat man aber einen vernichtenden Blick geerntet. Meine Freundin gehört aber nicht zu den arroganten Heinies und mag selber sogar Manga. :)
Aber sie ist auf die Kunstszene angewiesen, sie verdient mit ihrer Kunst halt ihren Lebensunterhalt.

Das sind so meine Erfahrungen. ^^;
Und dann eben noch die Klassiker, in etwa „Ah Manga, Porno-Bildchen aus Japan…“, oder …“kleine Mädchen mit großen Tixxxx…“, oder „Kinderzeichentrickfilme aus Japan“ oder, oder. ^^;

Dass ich gerne zeichne, wurde immer ernst genommen, von jedem.
Nur was ich zeichne führte manchmal zu Kontroversen. Das fing schon in der Grundschule 1. Klasse an, wo wir einen Zettel mit Häusern bekamen und darum die Umgebung natürlich malen sollten. Also Häuser, Bäume etc. Und alles bitte in der Farbe, wies auch real ist. Ich malte drum herum eine Vulkanlandschaft in korrektem graubraun mit korrektem fluoreszierend orangenem Lavastrom quer durchs Dorf. Nein, das war nicht korrekt, was für eine Verschwendung!
Generell hatte ich Probleme mit dem Kunstunterricht und bekam schlechte Noten, weil meine Aufgabeninterpretation anders war.

Später malte ich dann ja nur noch “Animekram”, was wertlos in allen belangen ist. Die Verwandtschaft fragte oft, ob ich auch mal was richtiges malen könne. Auf die verwirrte Frage was denn was richtiges sei, kam “Landschaft”. Böööh, 13jährige Jugendliche malen doch keine Landschaften! Was war mit denen los? In Punkto Haarfarbe lief es genau so ab. Eine “richtige” Haarfarbe war braun, meine Haare waren aber stets gelbblond, grün oder blau. Kleidung haben sie dann nicht mehr angesprochen, da haben sie die Aussichtslosigkeit gleich erkannt.

Inzwischen male ich ja allerhand Durcheinander, da ist für jeden was dabei und keiner meckert mehr. Nichtmal über das Format, denn wir wissen ja, dass Kunst nur groß sein kann, genau, so ist das.

Ich seh mich da in Nelias Text auch ziemlich wieder. Aber sie bekommt das wahrscheinlich heute noch zu hören :/

Was ich hier alles lese@~@

Ich bin zwar erst 14(fast15) Jahre, treffe aber langsam auch auf die ersten die meine Kunst, Manga, und die Arbeit dahinter nicht, mehr, ernst nehmen oder falsch einschätzen.
Nur weil es die “falsche” Kunstrichtung ist?
Z.B. Habe ich für meine Ma zum GB mal etwas anderes gezeichnet, einen Löwen und diesen auch auf ihrer Timeline(FB) geteilt.
Was kommt von einem Bekannten:
“Uii, mal was anderes als Manga, zeigt dass du doch irgendwie Talent hast”
Ich denke mir jetzt nur, warum zeigt Manga dies nicht?
Es steckt genauso viel Arbeit,Zeit und Herzblut drinne.
Warum wird diese Kunstrichtung so runter gemacht?
Oder überhaupt Kunst, ohne Studium oder so, nicht so geschätzt und ernstgenommen?
Meine Mutter steht mir zum Glück bei und hält auch immer die Augen offen ob irgendwo etwas für mich nützliches sieht>\~\<
Ihr Lebensgefährte gibt mir sogar seine Bankdaten, damit ich jederzeit verkaufen kann!
Bewahre sie an einem sicherem Ort auf, da er mir erlaubt, diese jederzeit rauszugeben.

Mein Vater ist da leider GANZ andersseufz
Er guckt meine Kunst nur schief an und weiß gar nicht warum ich mich so für KaKAOs interessiere.
Wenn ich ihm stolz sage das ich eine Karte verkauft habe, sagt er nur, ich solle mal mehr verkaufen um damit auch das Hobby finanzieren zu können, dabei wohne ich gar nicht bei ihm!!
Und mir geht es doch nur im den Spaß und die Verarbeitung von Gefühlen beim Zeichnen.

LG Kiro

Also Ich bin geschockt was ich hier so lese. Ich scheine ja was meine Hobbies angeht echt Glück mit Verwandtschaft zu haben.

Wenn es ums zocken geht verstehen meine Eltern und meine Oma warum ich das gerne mache. Dazu wissen sie das es nicht nur Kinderkram ist. Es nervt sie zwar das ich viel zocke, aber sie wissen auch das ich was zum Ausgleich mache.
Aber meine anderen Großeltern verstehen mich nicht. Sie meinten ein Hund würde mein leben kaputt machen. Ich könnte ja nicht mehr feiern gehen mit Hund, dass ich das aber noch nie gemacht habe wird ignoriert. Ich sage dazu nur noch: “Besser als Komasaufen!”. Ich habe aber mit denen eh wenig zu tun aus diversen Gründen.
Mit Manga und Anime können meine Familie nicht viel anfangen. Finden es aber toll, dass ich mich für andere Kulturen interessiere. Auch finden Sie es toll das ich auf Conventions gehe, dass ich mit Freunden unterwegs bin und meine Hobbies mit anderen Teile. Sie finden es besser als rumgammeln und saufen. xD
Zum malen und zeichnen finden es alle toll, sogar mein Vater der mit Kunst nicht viel anfangen kann. Mein Vater weiß zwar nie was er zu meinen Karten sagen soll, aber er findet es gut, dass ich zeichne. Meine Mutter sowieso, sie zeichnet hier auch Karten und so teilen wir das Hobby. Das ich einen anderen Zeichenstil habe stört sie nicht sondern findet es gut. Noch nie hat jemand zu mir gesagt, dass es Kinderkram sei. Oo

Sitze gerade in der Schule und rede mit ner Mitschülerin über kakao-Karten.
Haut die raus: “Das ist wie diddel.” Ich erstmal kapiernix. Dann sie: “Na man sammelt es bis man aus den alter raus ist und schmeißt es dann weg oder verkauft es.”

WTF das ist Kunst und nicht diddel. -.-
Die soll mal versuchen auf dem Format zu zeichnen. Echt sowas is mir noch nie passiert. X.x
Das macht mich gerade echt traurig.

Das ist ja mal ne Aussage, serenity025… :/
Wobei ich mich schon frage, was die Leute mit ihren Karten machen, wenn sie irgendwann aufhören, zu sammeln - manche kommen ja nie wieder los von dieser Sucht, aber ich habe schon mit Leuten getauscht, die irgendwann “verschwunden” sind.
Aber ich kann mir kaum vorstellen, dass jemand so unsensiblel wäre und den Ordner einfach so entsorgen würde.

@Topic
Mit meiner Familie hab ich Glück, was mein “Hobby” angeht (es ist viel mehr als das). Sie haben mich da immer unterstützt, es nie schlecht geredet und mir Material zum Geburtstag/Weihnachten geschenkt etc. Manchmal kommen zwar diese typischen “Mal doch mal für Person xy ein schönes Bild”-Sprüche, bei denen ich immer das Gesicht verziehe, weil ich nicht einfach so schöne Bilder als Geschenk aus dem Ärmel schütteln kann… na ja. Inzwischen ist mir meine Mutter nicht mehr allzu böse, wenn ich dann “Nein” sage.
Auch beim Studienwunsch Design unterstützen mich alle - niemand versteht so genau, wovon ich rede, aber da meine Augen immer leuchten, hören sie zu. Und meine Tanten oder Großeltern fragen regelmäßig: “Wie läuft es denn so mit der Mappe?”

In der Schule war ich “die, die immer zeichnet”, was manchen Lehrern natürlich nicht so gefiel… das ist auch mein besonderes Merkmal im Abi-Jahrbuch… und setzt sich jetzt in der Ausbildung fort. Auf Arbeit finden das meine Kollegen toll, dass ich zeichne und die Lehrer in der Berufsschule schauen auch gerne mal zu - sie wissen ja, dass ich gleichzeitig zuhören und antworten kann. Aber gut, ist auch ein kreativer Beruf, da ist von vornherein mehr Verständnis da.

Joah… und auch meine nicht-zeichnenden Freunde kann ich mit typischen Zeichnerproblemen und WIPs belästigen. Manchmal kommt zwar ein stichelndes “Künstler…Kopfschütteln”, wenn ich meinem Freund vom aktuellen Drama in der “Szene” berichte… aber das ist halt so, manchmal nimmt man sich auch selbst zu ernst. :D

Ich denke, ich hab im Großen und Ganzen Glück gehabt.
Schon im Kindergarten hab ich viel gemalt und ich schätze, meine Mutter hat gehofft, dass es irgendwann mal aufhört, weil viel zum aufheben.
Es hat aber nicht aufgehört.
Und das war okay. Mit meiner Mutter spreche ich oft über Bildideen und mein Vater gibt mir sogar ernsthafte Kritik. Die eine Oma findest auch toll, die andere hat’s eher belächelt aber nie etwas böses gesagt.
In der Mittelstufe war ich dann der “Möchtegern”. Hab nicht realistische Portraits von irgendwelchen Stars und Sternchen gemalt oder dergleichen wie zwei andere in meiner Klasse. Ich hab im Mangastil gemalt. Und mein Kunstlehrer, der sehr gerne Popkunst mag, meinte mal zu mir:
“Schon wieder der Kram, Manga ist der Untergang des Comics!”
Spätestens mit meiner Berufswahl, dem Grad meiner Ernsthaftigkeit und meinem ‘am Ball bleiben’ hat dann mein Umfeld verstanden, was das für mich ist. Meine Eltern und auch mein geschwisterliches Anhängsel, das ich zum zeichnen gebracht habe, standen zwar hinter mir, dafür hab ich anderswo schon das eine oder andere böse Wort gehört. Zumal ich auch bastel und gerne in vielen Sparten kreativ unterwegs bin.
Jetzt gibt’s eher so Anmerkungen wie: “Hä, du kannst Plakat, Flyer und Broschüre nicht mit nem Finger schnippe machen und willst auch noch Geld?” Jedes Handwerk will doch entlohnt werden.
“Mach mal schnell was hübsches!”

Die eine oder andere Story hier ist schon ziemlich krass und schockiert mich.
Bei mir ist es so, dass meine Mutter mich in der Hinsicht nie ernst genommen hat. Diverse Sprüche wie “So eine Kinderkacke, damit kannst du später kein Geld verdienen.” oder “Schon wieder dieser Mist.” kamen da schon häufiger, später hat sie es komplett ignoriert. Ob sie sich auch über selbstgebastelte Sachen gefreut hat, bezweifle ich.
Ob mein Vater es ernst genommen hat, weiß ich nicht. Zumindest ist er mit mir damals immer zum Bahnhof und hat mir die aktuellste Sailor Moon Zeitschrift gekauft. (Da gab es halt einen Zeitschriftenladen.^^) Oder eben andere Zeitschriften, die etwas mit Zeichnen und Manga zu tun hat.
Heute muss ich sagen, dass mein Vater meine Hobbys mehr schätzt. Er hat von mir schon ein Fotoalbum mit Kinderfotos von mir bekommen, weil seine beim Hochwasser weggekommen sind, einen Schal und hat auch schon ab und zu mal Skizzen von mir gesehen. Und ich glaube, er freut sich, dass ich mich für sowas interessiere und mich auch verbessert habe. Er sieht halt, dass es mir Spaß macht. Meine Stiefmutter ist da eher Feuer und Flamme.^^ Sie ist nicht kreativ und wenn ich dann von einem neuen Cosplay erzähle oder eben aktuell von Deko-Möglichkeiten für die Hochzeit, dann hört sie da schon gerne zu. Aber ich werde nicht jedes Mal gefragt: “Und? Hast du wieder was gezeichnet oder genäht?”

Mein Freund hat nichts gegen meine Hobbys. Außer ich will nicht im Garten helfen. xD Dann wird er grummelig. Er ist aber leider ein schlechter Kritikgeber. Wie er manchmal sagt, dass ihm das nicht gefällt, hat dann doch schon recht rein. “Deine Skizzen sehen immer super aus und dann kommt das da raus…”, “Sieht komisch aus…”, “Es geht…” und was nicht noch alles, womit ich nichts anfangen kann. Mittlerweile habe ich mir angewöhnt nichts mehr dazu zu sagen. Gerade am Anfang kam dann halt “Wie, es geht? Hat’s Beine? Läuft’s über die Wiese?” oder eben “Komisch? Bringt’s dich etwa zum Lachen?” Tja, das lass ich sein.^^° Aber oft genug kommt auch, dass er es toll findet. Gerade, weil er eben auch ein wenig zeichnen kann. Was heißt ein wenig. Er kann schon ganz gut zeichnen, kriegt sogar manchmal Dinge auf Anhieb hin und dann bin ich beleidigt, weil ich es nicht kann. xD

Dann gäbe es ja noch meine Schwiegerfamilie. Meine Kakaos kennen die nicht. Die kennen jetzt nur die großen Bilder, die ich mit Acryl gezeichnet hab und die finden die toll. Die sind dann eher von meinem Bastelzeug begeistert. Letztes Jahr zu Weihnachten haben unsere Neffen und Nichte Leinwände mit ihren Namen darauf bekommen. Ich habe die Leinwände vorher mit gefärbter Seide “eingepackt” und Falten entstehen lassen und darauf habe ich dann einzeln die Buchstaben (ebenso mit gefärbter Seide) beklebt. Das kam sehr gut an.

In der Schule…ja…da hab ich in den meisten Fällen immer meine 1en bekommen.^^ Die Lehrer fanden den Mangastil immer sehr interessant und als wir damit begonnen uns zu zeichnen, war ich erstaunt, dass es keiner hinbekam. Keine Ahnung, ob das einer von euch auch hatte. Aber wir mussten damals einen Spiegel mitbringen und dann unsere Hand zeichnen, unser Auge, verschiedene Nasen und am Ende ein komplettes Portrait von uns machen. Mit Bleistift. Die Lehrerin hat alle Zeichnungen dann an die Tafel geheftet und man konnte nur zwei Schüler erkennen. Ein anderes Mädel und mich, aber der Rest…das waren eher schlechte Phantomzeichnungen. Damals habe ich nicht verstanden, wie die das nicht hinbekommen können. Ich fand das total einfach, in den Spiegel zu schauen und dann eben alles “abzumalen”. Tja, so unterschiedlich kann das Auge sein.^^°

Jedenfalls hatte ich nie solche krassen Situationen wie andere hier erlebt. Bis auf meine Familie mütterlicherseits, die ja eh nie was ernst genommen hat.

Ach ja… ein herrliches Thema! ^^°

Also was mich angeht - ich bin ja ein absoluter Allrounder! Ich zeichne und male ja nicht nur, ich bastle Karten und Geschenkboxen, mache Schmuck, gieße Kerzen, häkle, nähe, modelliere mit FIMO, mache Glasgravur und Holzbrennerei, recycle alte Klamotten, Papprollen, Milchtüten und leere Joghurtgläser und wenn ich mehr Platz hätte, würde es vermutlich auch noch in Holzsägearbeiten, Töpfern und Speckstein ausarten.

Nun war ich nicht von vorneherein kreativ, dass hat bei mir erst so im Teenie-Alter angefangen. Meine Mutter ist jemand, der zwar viel Handarbeit betreibt (Stricken, Sticken, Knüpfen, Häkeln) und von der ich auch die meisten Grundlagen gelernt hab, aber ansonsten hat sie mich mit dem Zeug (zunächst!) nicht begeistern können. Für sie ist das Ganze auch mehr ein Zeitvertreib.
Da ich generell auch eher ein Chaot bin, war sie doch einigermaßen geschockt, als sich bei mir dann zahlreiche Bastelmaterialien anhäuften. Dennoch war sie doch immer mäßig interessiert, was ich denn da treibe. Allerdings hat auch sie schon mehrfach den Vogel der Unverschämtheit abgeschossen.

Ich erinnere mich gezielt an eine Situation, ungefähr einen Monat vor Muttertag, ich war so 19 oder 20 Jahre alt, und meine Mutter in ihrer Neugier: “Sag mal, bekomm ich denn auch was zu Muttertag?” Und ich antworte geheimnisvoll lächelnd: “Wer weiß?” Und die Antwort von ihr war dann: “Ich will aber nix von deinem selbstgebastelten Sch***dreck!”
Das hat mich dann doch recht hart getroffen und in diesem Jahr hat sie dann tatsächlich NIX zu Muttertag bekommen. Ich muss aber auch dazu sagen, dass Taktgefühl noch nie eine sonderliche Stärke meiner Mutter war. ^^°

Mittlerweile sind wir auf einer Ebene angelangt, wo jeder das Werk des anderen zu schätzen weiß, insbesondere wenn ich ihr in Dingen wie Zeichnen und Malen oder auch mittlerweile im Häkeln überlegen bin oder ihr einfach Sachen zeige, die sie so noch überhaupt nicht kennt. ^^

Mein Vater ist ein Mensch, der sich einfach nicht für sowas interessiert und meine präsentierten Werke meistens mit einem gutmütigen Lächeln, einem leichten Nicken und einem zustimmenden Brummeln absegnet. :-D

Mein Freund ist selbst sehr kreativ und gerade was das Zeichnen angeht, ein absoluter Meister. Er war auf einer Zeichenschule und hat ein Design-Studium hinter sich und wenn ich seine Zeichnungen sehe, fühle ich mich manchmal doch sehr sehr klein. Er gibt mir aber immer sehr viele und sehr gute Tipps und Kritiken und unterstützt mich voll in dem was ich tue.

Die anderen Menschen in meinem Umfeld, also Freunde, Verwandte, Bekannte, haben entweder einfach kein Interesse an dem was ich tue und kommentieren es dann auch nicht weiter, oder sie sind so interessiert, dass sie mir zu Leibe rücken und unbedingt gezeigt bekommen wollen, wie das geht. Aus dieser Masseninteresse sind dann auch meine privaten Bastelnachmittage/Workshops entstanden, die ich früher immer veranstaltet habe. ^^

Fakt ist: Ich bin nun mal ein kreativer Mensch und manchmal habe ich das Gefühl, dass es das einzige ist, was ich wirklich gut kann. Deshalb will und werde ich mir das auch von niemandem nehmen lassen. Ich bin ein Mensch, der etwas mit seinen Händen schaffen muss und wenn ich das nicht kann, bin ich unglücklich.
Leute, die das nicht akzeptieren wollen, gehören nicht in meinen Freundeskreis und Leute, die in meinen Freundeskreis wollen, akzeptieren es oder machen im Optimalfall sogar mit. ^^

Bin grade auf diesenThread gestoßen und finde die Fragestellung wirklich interessant…, aber das was ich gelesen habe hat mich zum Teil wirklich schockiert…

Ich habe zwar das Glück, dass meine Familie relativ liberal meinem Hobby gegenüber ist und es schön findet, dass ich zeichne egal was für einen Stil ich bevorzuge, aber ich habe trotzdem immer die Angst in der Gesellschaft nicht anerkannt zu werden. ( ich weiß auch nicht warum das so ist xD )

Ich habe mein Hobby lange vor meiner Umgebung geheim gehalten, weil ich gerade nichts herruntermachendes über diese Subkultur hören wollte, doch irgendwann habe ich angefangen mein Interessengebiet meiner Umgebung zu offenbaren ( klingt bestimmt irgendwie blöd xD ), aber erstaunlicher Weise war es meinen Freunden egal ob ich auf Anime und Manga stehe und dass ich auch in diesem Genre zeichne und auch andere waren dem gegenüber ziemlich gleichgültig. Ich hab auch bemerkt, dass viele, auch wenn sie nichts mit dieser Scene anfangen können, meine Preferenzen dennoch wertschätzen, gerade weil es auch Kunst ist!

Also ich habe vllt mit meinem Umfeld noch Glück gehabt, aber falls es bei anderen nicht so ist …Es ist dennoch Kunst, nicht jeder kann das was ihr könnt, jeder hat seine Begabung , bei manchen ist es Sport und bei anderen Kunst, und Kunst ist in vielerlei Hinsicht Kunst, egal ob Manga und Comic oder Real…Man sollte sich von unüberlegten, dummen Kommentaren nicht entmutigen lassen und das tun was einem Spaß macht.

lg^^

was ich hier lese bestätigt meine eigenen Erfahrungen das es auf der welt viel zu viele dumme und ignorante menschen gibt :(

ich habe zwar mit meiner Malerei und zeichnerei, und allem was ich sonst so bastel (viel, sehr viel verschiedenes), noch nicht so gravierende schlechte Erfahrungen gemacht.
aber das mit dem: du bist ein messi…
kenne ich nur zu gut.

ich bin vor einem halben jahr bei einem ex ausgezogen und es stehen ein paar viele kisten mit zeug bei meinen Eltern im keller. immer wieder darf ich mir anhören ob ich nicht mal was von dem müll weg schmeißen will -.-
was für meine mutter wie müll aussieht (sie hat keine Hobbys), ist mein bastelmaterial, ja es ist ein bisschen viel und auch nicht so top sortiert. aber was ich halt so über die jahre angesammelt habe.
da ich immer wieder verschiedene Sachen bastel und ausprobiere, zb tabletop (da kann man fast alles für gebrauchen), weihnachtskarten für ein guten zweck ( viel papier, sticker, glitzer), Perlenschmuck… etc.
eigentlich alles teure Materialien und manches auch selten und schwer zu finden, aber für meine mutter ist das alles müll…
und da ich nicht viele andere Sachen besitzte, keine Möbel, keine Klamottenberge, oder was normale menschen so besitzen, besitze ich hat nur meinen bastelkram, ein paar Klamotten, meinen Laptop und mein Auto.
es verletzt mich sehr wenn sie das sagt, weil es mir das gefühl gibt mein leben besteht nur aus müll -.-
das paradoxe, über eine gebastelte karte freut sie sich immer :-/

zu meinen Kritzeleien und so stehe ich auch bei freunden und bekannten oder kolegen.
da kommen bei mir immer so sprüche wie: warum machst du so was nicht beruflich XD
die haben manchmal so was von keine Vorstellungen -.-
einmal habe ich ein Fachwerkhaus mit Buntstift gemalt in einer Umschulung, da kam dieser spruch auch, ich solle doch so was beruflich machen und so was verkaufen, aber das ich an diesem dina4 blatt ca 10-14h gesessen habe, das also mal Mindestlohn 8,50€ , damit dieses blatt papier ca 85€ kosten würde. da wird dann nur große augen gemacht und dann kommt der spruch den jeder kennt: das gibt dir doch keiner da für -.-

ich habe für mich entschieden, ich mache solche Sachen zu meinem vergnügen und teile es mit leuten die das verstehen und auch Freude daran haben, alle anderen können mich mal ^^

meistens sind es eh die die selbst nichts auf die reihe bekommen und dann über irgentwen her ziehen müssen.

und würde niemand kitschige Sachen malen gäbe es keine Bilderbücher!

Lasst euch nicht unterbuttern, ihr macht tolle Sachen :) !

…und damit meine ich nicht nur Kakaos, auch wenn mich da total interessiert, was andere, die man nicht mit dem Sammeltauschen anstecken konnte, dazu sagen, dass ihr Briefchen an teilweise auch Fremde aus dem Internet schickt :grinning:

Sondern wie ist der Stand allgemein, was halten andere Leute, vor allem die, die selber nicht so kreativ sind, von eurem Hobby Zeichnen/Malen? Denn die meisten malen ja hier auch mal oder haben früher auf größerem Format gemalt :blush: Oder weiht ihr Außenstehende nicht so wirklich ein, weil es manchmal unschöne Kommentare gab? :(

Ich erzähl mal von mir, da ich gerade Mitteilungsbedürfnis hab, auch wenn ich das gerade in einem anderen mehr oder weniger passenden Thread teilweise schon erzählt hab :sweat_smile:

Ich hab zwei Freundinnen, die noch aktiv zeichnen, den Austausch mag ich total :blush: Das ist mir sehr wichtig und da ist in meinem Alter einfach viel zu wenig Zeit dazu (an alle Jüngeren, genießt die Zeit in der Schule, wo man jeden Tag seine Freunde sieht und dann noch meist seine ganzen Skizzen und Bilder dabei hat um sie in der Pause zu besprechen…und natürlich NICHT im Unterricht weiterzumalen!! *nervige Befehlsstimme von jetziger Lehrerin,damals gar nicht so Musterschülerin​:wink:)

Mein Freund kann manchmal nicht so viel damit anfangen, er mag Malen und Basteln selber nicht…das find ich oft schade, aber ich hab einen Plan dafür, ihr müsst nicht Beziehungsratgeber sein…aber erzählt mal, redet ihr mit euren Partnern über Skizzen, was erzählt ihr über eure Gedanken zum Prozess/Thema , was sagen sie dazu? :grinning: ich find das so wichtig, schließlich kriegen die Partner das ganze Zeichnen/Malleben am meisten mit, vor allem, wenn man zusammen wohnt :blush:

Meine Familie ist immer sehr unterstützend gewesen und ich bin sehr stolz, dass ich immer mal meinen Instagram Account zeige und was drüber erzähle, irgendwie hatte ich früher total Probleme, meine Kunst zu zeigen…vielleicht geht es manchen genauso, weil Leute, die nicht selber malen oft auch komische und verletzende Sachen sagen und man hat dann keine Lust, dafür zu sorgen, ihren kleinen Horizont zu erweitern, also versteckt man lieber sein Skizzenbuch…

Videos wie dieses gibt es viele, Vieles hat hier jeder wohl schonmal gehört :sweat_smile:
Das kam bei mir aber soweit ich mich erinnere immer nur von fremden Klassenkameraden, halt Random Personen, die in der Schule über die Schulter geschaut haben.

Meine Familie äußert sich sehr lobend, früher gab es auch mal ernst gemeinte ehrliche spontane Kritik (die ich in der Pubertät nur nicht so gut vertragen hab :joy:), die wünsche ich mir manchmal zurück :blush: Aber ich freu mich trotzdem einfach über jeden Austausch, meine Mama hat jetzt sogar einen Instagramaccount, wo sie meine ganzen Bilder liket und kommentiert, das find ich total süß :blush: Sie lädt da ein paar Fotos hoch und folgt auch Fotografen, das scheint ihr Spaß zu machen :blush:

Freunden zeige ich zu Hause auch manchmal Sachen, an denen ich arbeite. Die zeigen sich interessiert, aber wissen glaube ich nicht viel damit anzufangen. Finde ich nicht schlimm, aber irgendwie merke ich, das ich mit anderen Hobbys z.B. Gitarre spielen/Wintersport leichter mit mehr Menschen ins Gespräch komme, da hat jeder ne Meinung zu, auch wenn er es noch nie ausprobiert hat (sowas wie "ich könnte das nie, hasse Schnee und Kälte/breche mir alles, wenn beide Beine auf ein Brett geschnallt sind usw.)
Aber bei Kunst…das finden die dann schön und fragen, was das für Farben sind und dann erzähle ich kurz was über Aquarell, aber will ja auch keine Vorträge über die Kunst des Pigment-Wasser-Verhältnisses und dessen Auftrag auf dem richtigen Papier halten, deswegen ist das Thema an der Stelle meist vorbei…aber vielleicht liegt das ja auch an mir und meiner Herangehensweise und Unsicherheit​:see_no_evil: Deswegen erzählt bitte! :blush:

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Ein sehr interessantes Thema. Mein Freund ist leider nicht sonderlich interessiert an Kunst. Er sagt zwar immer wie gerne er doch zeichnen könnte, versucht es aber nie wirklich, oder macht sich danach selbst nur runter. Das finde ich immer sehr schade. Trotzdem zeige ich ihm immer wieder gerne was ich gerade mache, und meine neue Leidenschaft zu Kakao-karten ist ihm auch wohl bekannt (auch wenn er den ganzen Tausch und Sammelaspekt nicht besonders nachvollziehen kann). Abgesehen von den Karten ist er aber generell immer sehr unterstützend was meine Kunst angeht. Aber besonders konstruktive Kritik kann ich von ihm nicht wirklich bekommen. Das ist aber vollkommen in Ordnung, da ich wenn es mir um die reine Kritik geht besonders gerne eben andere befreundete Künstler um Rat frage bzw. eben auch nur in solchen Kreisen thematisch mehr in die Tiefe gehen kann.
Seit den letzten Jahren in denen mein Stil immer mehr in Richtung Manga ging, habe ich aber aufgehört meinen Eltern zu zeigen was ich mache. Schulaufgaben sahen sie noch, und bekamen auch eine überraschend konstruktive Kritik, aber ich meine mich zu erinnern, dass meine Mutter mal zufällig ein Bild von mir hat rumliegen sehen, auf das ich damals recht stolz war und kommentierte es ziemlich abfällig auch über Ausdruck und Körperproportionen “das ich ja sowas nicht machen würde”. Mit der Zeit habe ich mir aber auch diverse Social Media Accounts zugelegt, von denen ich es bis heute tunlichst vermeide sie meinen Eltern zu zeigen um nicht aufgrund von Motivwahl verurteilt zu werden. Ähnliches habe ich aber auch schon von einigen befreundeten Zeichnern gehört, die auch ihren Hauptkunst-account eher vor ihren Verwandten geheim halten wollen und statdessen einen “sicheren” Dummyaccount vorschieben den sie im Grunde nur aus diesem Grund verwalten.
Ich hoffe auf jeden Fall das sich das bei mir, und auch allen die damit Probleme haben, noch irgendwann wandeln wird.

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