Wie Eller sagt würde ich das nicht so verallgemeinern.
Dieser Eindruck kommt daher dass man bei weissen zwar eine breitere Vielfalt zu sehen bekommt(trotzdem nicht breit genug)/bzw persönlich tagtäglich sieht, man bei anderen Ethnien aber eben nur Darstellungen zu sehen bekommt die Vorurteilen oder “Idealen” entspricht.
Ich meine die meisten wissen nicht dass es naturblonde Schwarze(Ich find den Begriff eigtl. passender weil Aussehen ja nicht wirklich was über Nationalität preisgibt, ich bin dunkelhäutig aber trotzdem Europäer) gibt sowie naturrothaarige jedweder Ethnie(gibt sogar ne ganz winzige Menge dunkelhäutiger mit blauen Augen).
Es gibt auch dicke dunkelhäutige Japanerinnern, aber die wirst Du nicht in den Medien zu sehen bekommen.
Ich glaube am besten wäre es wirklich Du hast ne konkretere Idee was für nen Typ Person Du zeichnen willst und suchst Dir ein Photo zur Referenz oder mehrere.
Wenn ich zbsp. einen Mann mittleren Alters Japaner zeichnen will, suche ich erstmal random nach zbsp. Schauspielern und google dann nochmal die jeweiligen Namen von denen die mir passend scheinen. Ich weiss die Bilder von Promis sind idR sowieso gephotoshoppt, aber für die Grudnzüge die man sucht reicht es meist dennoch.
Manchmal nehme ich auch nur zbsp die Augen einer Person als Referenz, aber Gesichtsform einer anderen etc.
Und wenn ich dann nochmal einen anderen zeichne versuche ich zwar zu behalten was ich dass letzte mal gelernt habe, suche mir aber neue Referenzen, damit es eben dennoch ein individuelles Gesicht wird.
Wenn man sich nur auf bestimmte stereotype Merkmale beschränkt läuft man das Risiko unfreiwllig nahe an rassistische Karikaturen zu geraten und man landet auch wieder beim verhassten same-face Syndrome.
Ich hab zumindest gemerkt dass viele solche Shortcuts benutzen un es dann irgendwie uwähh wird.
Bei Indern scheinen viele halt grosse Nasen als Merkmal zu sehen, zu dass man dann sobald man sagen will “dieser Char is indisch” ne grosse Nase malt +dunklere Haut und sobald dann jemand eine indische Person ohne grosse Nase malt wird rumgheult das sähe nicht indisch genug aus.
Gut das ganze ist eigtl. komplexer und es ist durchaus angebracht zu kritisieren dass wenn man eine andere Ethnie darstellt, sich ausgerechnet für die Schönheitsidealen entsprechendste Form zu entscheiden, ich denke mal Schlüssel ist hier eben Variation zu haben und nicht nur ein Standardmodell.
Ich find sowas dann doch unangenehm weil es die Person dann irgendwie auf dieses Element reduziert.
Wenn man jemanden wie sich selber darstellt sind die Entscheidungen die man trifft in einem anderen Kontext als wenn jemand anderes der selber nicht Teil ist, die Gruppe zeichnet und dabei die gleichen Entscheidungen trifft.
Bei den meisten Leuten sieht man ja eh nicht so genau wo die herkommen, man kann ja vom Aussehen nicht sagen ob einer Deutscher oder Franzose ist.
Ka jeder nicht-weisse kennt vermutlich das Ratespiel bei dem andere Leute versuchen zu erraten wo man denn herkommt, ich kann da mit Thailand, Sri Lanka, Pakistan, Nepal und Türkei dienen(und noch mehr die mir auf Anhieb nicht mehr einfallen) von denen keines zutrifft.
Es ist aber auch effektiv so dass man bei Ethnien von denen man nicht viel Vielfalt sieht Tendenz hat gar nicht wahrzunehmen dass die Leute verschieden aussehen.
Ich kann mir die kurzen Haare Grün färben und werd trotzdem mit meiner Schwester, welche langes dunkles rot-getöntes Haar hat verwechselt. Wir haben auch deutlich verschiedene Hauttöne sowohl in punkto hell/dunkel als auch Farbstich.
Ironischerweise sind die 2 Leute mit wirklich schmalen Augen die ich kenne (so à la Fotograf sagt “mach doch die Augen auf” “die sind auf!”) beide weiss.