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Unterschiede im Sommer/Winter?

Letztens stand ich an der Bushaltestelle und sah da Werbung für ein Pudding mit Kokos-Maracuja. Da unter stand: “Nur im Sommer erhältlich!” Das war der Auslöser für eine Diskussion:

Was ändert sich in unser Leben wenn es Sommer/Winter wird?

Dabei kann man an fast alles denken. Mentalität, Essgewöhnheiten, Schlafrhythmus. Und noch viele andere Sachen!

Ich habe zBs. bemerkt, dass in meiner Stadt die Leute freundlicher und offener sind wenn es Sommer ist. Im Winter sind sie eher zurückhaltend und unfreundlich. Im Sommer sind sie mit alles und jedem zu frieden, während sie im Winter sehr kritisch sind. Da starten sie eine Diskussion “Sollen wir noch mehr Ausländer zulassen?” während sie im Sommer keine Probleme damit haben, dass es so viele Ausländer gibt. Sie heisen sie stattdessen willkommen und feiern mit sie auf Party’s.

Auch das Essen ist unterschiedlich: Im Sommer werden massenweiße ausländische Produkte gekauft, während man im Winter eher traditionell kocht.

Wie sieht ihr das? Liegt es daran, dass es Sommer ist? Ist es etwas natürliches, was nicht durch die Jahreszeiten beinflusst wird? Wie erlebt ihr dieses… Phenomen?

Ich beobachte im Winter eher das Gegenteil von traditionell. Während im Sommer in den Läden Früchte aus Deutschland und Europa verkauft werden, gibt es im Winter z.B Erdbeeren von sonstwoher zu erwerben. Das traditionelle (???) Kochen hängt wohl eher damit zusammen, dass wir Deutschen/Europäer Weihnachten feiern. Ansonsten schaufeln wir auch Fertigfutter, Tendenz steigend.

Wobei ich mich frage: Was genau meinst du mit traditionell? Immerhin leben hier auch viele Ausländer wie Asiaten oder Afrikaner, die ihre ureigenen Gerichte haben.

Kritischer im Winter?
Möglicherweise hängt das mit der Sonne und der Wärme zusammen. Immerhin ächzen wir schon, wenn das Thermometer über 30°C klettert oder wenn es permanent regnet. Im Winter freuen wir uns über Schnee, aber auch nicht mehr, wenn er unter der Woche die Straßen blockiert. Ich denke, unsere Schmerzgrenze hängt eher mit unserer Laune zusammen als pauschal mit den Jahreszeiten.
Dass Ausländer im Winter kritischer betrachtet werden, ist möglicherweise damit zu erklären, dass im Sommer Touristen (aus dem Ausland) kommen, die Geld mitbringen. Ich glaube, dass wir Deutschen, wenn wir uns im Ausland einnisten, auch nicht in Massen außerhalb der Saison gern gesehen sind. Erst recht nicht, wenn Arbeitslosigkeit herrscht. Dann wird immer ein Sündenbock gesucht. Und wenn der dann auch noch ungeniert auf Kosten der Steuerzahler lebt…
Aber irgendwie bezweifle ich, dass es die Jahreszeit selbst ist, die den Leuten auf die Gemüter schlägt.

Andererseits sagt man ja, dass der Frühling die Zeit der Liebenden wäre.

Mit traditionell meine ich das traditionelle holländische Essen. Snert, Boerenkool, etc. Ich glaube dass man bei uns mehr auf seine eigene Kultur zurück greift im Winter, weil die Leute alle zuhause sitzen. Im Sommer, da können die Leute nach draußen, da sehen sie andere Leute, und essen auch viel mehr andere Dinge.
Wie ich das hier da gestellt habe ist also aus die Perspektive einer Holländerin, die in eine kleine Stadt wohnt.

Ich wohne in eine Stadt wo es eher wenige Touristen gibt im Sommer, die bringen auch relativ wenig Geld mit. Und der Arbeitsmarkt ist stabil, sowohl im Sommer als im Winter. Ich frage mich also, ob es wirklich am Wetter liegt, am Klima, dass man im Sommer eher tolerant ist. Werden die Leute fröhlicher, und vergessen sie einfach das es Ausländer gibt?

Mit Ausländer hier sind nicht nur Immigranten und Steuerzähler gemeint; auch die Deutscher die jedes Wochenende zum Markt hier kommen (und zum kiffen…) Obwohl das im Sommer weniger sind als im Winter, weil die meisten dann im Urlaub sind.

Wie würdest du diese Situation erklären? Immer noch dasselbe wie vorher, oder siehst du es jetzt anders?

Ich behaupte einfach mal, dass das mit der Sonne zu tun hat. Sonneneinstrahlung macht zufrieden, wach, glücklich. Ich rede nicht von der Hitze, die macht eher träge. Aber wenn ich morgens aufwache und die Sonne strahlt in mein Fenster, dann bin ich gleich wach und richtig gut gelaunt (was bei mir Morgenmuffel schon was heißt ;) ). Dann mach ich Pläne, schneide Obst zum Frühstück auf, suche mir ein buntes Oberteil raus und verbringe nach Möglichkeit den Rest des Tages draußen. Und das alles mit einem fröhlichen Lied auf den Lippen. ;)
Im Winter, wenn es den ganzen Tag lang nicht hell wird, werd ich auch den ganzen Tag nicht wach, und erst recht nicht gut gelaunt. Da kann dann höchstens noch Kerzenschein, selbstgebackene Kekse und eine heiße Schokolade was reißen. ;)

@heartlessivy

Ach so, musst du auch dazu sagen, dass du dich auf eine kleine holländische Stadt beziehst. Ich kann mir gut vorstellen, dass es in deutschen Dörfern/Kleinstädten ähnlich aussieht.
In der Großstadt (wo ich wohne) ist der Unterschied zwischen Sommer und Winter (abgesehen davon, dass es im Sommer warm und im Winter kalt ist) geringer, da wir hier alles um die Ecke haben und sich quasi nichts ändert außer die geschlossenen Eisdielen.

Auf dem Land ist es generell so, dass Ausländer selten sind. Je kleiner die Gesellschaft, behaupte ich mal, desto auffälliger ist der Fremde. Allerdings vergisst man zu keiner Zeit, dass es sich um einen Ausländer handelt.
Wenn du in Deutschland, egal wo, auf einen Türken (Name und/oder Aussehen) triffst, der perfekt deutsch spricht, wunderst du dich darüber, weil du eigentlich erwartest, dass derjenige wie “alle Türken” nur Dönerdeutsch stammelt. Egal ob die Sonne scheint oder nicht.

Ich wohne in einer Stadt, die auch kein (ausländischer) Tourist auf seiner “Muss ich gesehen haben”-Liste stehen hat. Hier wohnen sehr viele Türken bzw. Moslems, um mal zu verallgemeinern. Wir sind es gewohnt, diese Leute zu sehen. Ob die einen deutschen Pass haben, spielt erst einmal keine Rolle. In den allermeisten von ihnen sehen wir trotzdem Fremde. Und ich bin davon überzeugt, dass viele, die einen deutschen Pass besitzen, im Herzen einer anderen Nationalität angehören.
Im Winter sind sie aber, genau wie wir, überwiegend in ihren Wohnungen, während sie im Sommer draußen sind. Ein besonderer Dorn im Auge sind dann Gruppen von Jugendlichen, die vor Läden rumlungern, oder türkische Großfamilien, die im Park grillen, aber nie ihren Müll danach wieder wegräumen. Meiner Erfahrung nach wird sich deshalb besonders im Sommer über Ausländer (“Moslems”) aufgeregt. Würden sie im Winter ihre Grillfeste halten, würde man sich bestimmt im Winter über sie ärgern.

Wenn du sagst, dass die Kiffer überwiegend im Winter kommen, glaubst du nicht, dass die bessere Laune der Holländer im Sommer eher daherrührt, dass die Kiffer dann nicht da sind… und eher weniger mit der Jahreszeit als solche zu tun hat?

Aber ich stimme prayer_at_night zu. Sonnenschein macht uns zufriedener. Allerdings ist das kein Patentrezept, sonst würde in Europa stets Friede-Freude herrschen während einer Schönwetterfront. Stimmt aber leider nicht.
Und im Winter sind wir auch nicht nur miesepetrig. :)

ich denke der Punkt mit vorhandenem oder fehlendem Sonnenschein trifft durchaus zu. Im Winter ist es allgemein dunkler, man bleibt im Haus - und es fehlt dadurch evtl. auch eine Ladung Frischluft, die man im Sommer durch mehr Aktivität im freien doch häufiger bekommt - und das macht nicht nur den Körper träger sondern auch die Nerven angespannter als dies im Sommer vielleicht der Fall ist. Nicht umsonst sind auch Migräne und Depressionen im Winter häufiger als im Sommer… . Alles auf das Licht zurückzuführen ist jedoch nicht ausreichend. Da spielen viele Faktoren mit rein, u.a. wie von Kageko angeführt auch die generellen Umstände, in denen man sich befindet. In einer Großstadt sind die Leute generell etwas anders eingestellt, als sie’s auf dem Land sind.

Ich persönlich denke, dass sich früher mein Leben schon je nach Jahreszeit stärker verändert hat als es dies jetzt tut. Die Jahreszeiten existieren immernoch ziemlich gleich, allerdings haben sich meine Lebensumstände verändert: Früher lebte ich in nem 7000-Seelen-Dorf mitten auf dem Land, jetzt in Düsseldorf, was ja doch eine etwas größere, belebtere Stadt ist. Früher wohnte ich in einem Haus mit Balkon, großem Garten und dem Wald direkt vor der Haustür, heute in einer 1Zimmer-Wohnung mitten in der Stadt, die dazu nur drei Dachfenster hat. Früher war ich Schüler, der - wenn nicht gerade daueronline - mehr Party machte als alles andere, jetzt hänge ich meist hinter dem Laptop (die letzten Semester dazu noch viel viel in der Uni und der dortigen Bib). All das beeinflusst natürlich meinen Umgang mit den einzelnen Jahreszeiten und damit auch das jeweilige Befinden. Wenn ich in meinem Elternhaus bin sitze ich zum Beispiel auch öfters mit dem Laptop auf der Terasse in der Sonne und arbeite da, hier in meiner Wohnung ist das nicht wirklich möglich, also sitze ich immer drin. Damit verändert sich Nichts so wirklich, egal welche Jahreszeit gerade ist (höchstens vielleicht, dass ich im Winter nen Pulli und lange Hosen und im Sommer nur ein T-shirt und ne Short trage…). Beim Essen ist es denke ich auch je nach Familienstand unterschiedlich. Wohnt man mit Familie oder Partner zusammen isst man sicherlich etwas differenzierter - auch im Bezug auf die Jahreszeiten - als man dies vielleicht als studentischer Single tut… .
Ich würde auch wagen die These aufzustellen, dass Kleidung sich auf unsere Freundlichkeit auswirkt. Haben wir einen dicken Mantel mit Kaputze an sind wir vielleicht auch innerlich “abgeschirmter”, “verschlossener” als wir mit T-Shirt oder Top sind…

Ich denke es gäbe bestimmt noch mehr Beispiele, die zeigen, dass unterschiedliches Empfinden und unterschiedliche Freundlichkeit zwar auch bedingt vom Lauf der Jahreszeiten, vor allem aber durch allerlei (ich nenne es mal: ) soziale Bedingungen abhängt.

Der Unterschied zwischen Sommer und Winter und die Reaktion der Menschen ist sehr einfache Chemie. Im Sommer sind die Tage länger. Damit scheint die Sonne deutlich länger. Während am längsten Tag des Jahres die Sonne rund 17 Stunden scheint, sind es am kürzesten nur etwa 7! Die Tage drum herum unterscheiden sich natürlich nicht deutlich. (Wir sprechen übrigens von Deutschland) Der Mensch braucht die Sonne aber, um Vitamin D zu produzieren. Damit werden Muskeln aufgebaut, Proteine aufgespalten, die Verdauung beschleunigt und vor allem Hormone im Gehirn gesteuert. Viele Menschen leiden unter der im englischen so niedlich abgekürzten Krankheit SAD - Saisional Admidet Depression. Bei uns nennt man sie Winterdepression. Vor allem Menschen, die von einem äquatornahmen Land in ein polnahes Land ziehen leiden sehr darunter, aber auch Menschen, die nie umgezogen sind können Winterdepressionen bekommen. Auf jeden Fall sind durch die Bank weg alle Menschen von Sonnenbedingten Stimmungsschwankungen betroffen. Es gibt sehr interessante Forschungen mit Menschen, die jenseits des Wendekreises leben, die also ein halbes Jahr lang keinen Sonne/Mond-Wechsel haben. Aber ich glaube, das führt zu weit.

Es hat auch Kulturelle Hintergründe. Bei uns endet das Jahr im Winter. Die Christen hatten von je her Angst vor dem Ende und die meisten Menschen haben vor allem Angst vor einem neu Anfang. Im Herbst, wenn die Natur um uns herum stirbt, werden wir an unsere eigene Vergänglichkeit erinnert. Das macht melancholisch, nostalgisch und depressiv. Im Frühling dagegen lebt alles auf, die Welt erneuert sich und bringt Freude und Euphorie mit. Diese hält sich für gewöhnlich über die warmen Sommermonate, wir werden umgänglicher, offener und so weiter.

Es gibt sicher Unterschiede, wie sich die Gesellschaft verhält und das ist sicher auch durch die Sonne bedingt, aber das ist nicht bei allen gleich. Ich liebe Schnee und Regen, vertrage aber viel Sonneneinstrahlung und Hitze überhaupt nicht. Entsprechend ist meine Laune im Sommer dauernölig und genervt, während ich im Winter wesentlich ausgeglichener bin. Das geht bestimmt auch anderen so.

Yep, da kann ich Icy nur zustimmen. Im Sommer bin ich die ganze Zeit Müde und angenervt weil es so heiß ist, während ich zBs. Frühling und Herbst sehr gerne habe. Ich liebe Regen, da wache ich dann erst wirklich auf.

Was die Sonne angeht; es stimmt, dass die meisten Menschen von Natur her dann fröhlicher und offener werden. Da spielt das Wetter sicherlich eine große Rolle.

@misa88

Ich glaube nicht das Kleidung eine Auswirkung hat auf unseres Ich. Im Winter tragen wir 'ne dicke Jacke, während wir dass im Sommer wohl eher nicht machen würden. Außerdem bilden andere Leute eine Meinung über dich, basierend auf die Kleidung die du jetzt trägst. Wenn du im Winter einen Trenchcoat trägst, werden die Leute dich auf dem ersten Blick als positiv bewerten. Trägst du allerdings eine Jacke und hast du deren Kapuze bis weit über die Augen gezogen, werden die Leute dich eher negativ wirkend bewerten. Um das kurz zu fassen: Ich glaube, dass Kleidung mehr aussagt über welche Person wir sind, als dass Kleidung unsere Persönlichkeit formt.

@kampfmieze
Ich finde das, was du in deinem letzten Absatz schreibst, sehr interessant. Es stimmt das die frühe Christen den Winter als extrem negativ sahen. Was bei mich die Frage aufwirft, ob es iwie möglich wäre, dass diese alte Weise von denken noch in unser Unterbewusstsein existiert, und das wir daher eher depresiv sind im Winter. Oder könnten wir dieses verhalten der frühen Christen als eine art “Tradition” bezeichnen, die wir jetzt immer noch folgen (vielleicht auch unbewusst?).

Ich persönlich bin auch eher ein Zwischenjahreszeitentyp. Aus verschiedenen psychologischen Abartigkeiten heraus liebe ich Kleidung. Nicht im Sinne eines Fetischs, sondern als Mittel der Geborgenheit. Ich bin nicht gerne nackt, es macht mir Angst, meinen Körper und vor allem meine Haut zu präsentieren obwohl ich wahrscheinlich rein ästhetisch keinen Grund dazu hätte. Außerdem hasse ich es, wenn mir zu heiß ist. Wenn mir kalt ist, ziehe ich mir einen Pullover an, kuschele mich in eine schöne flauschige Decke oder an meinen Freund, im Sommer kann man nicht mehr tun, als sich auszuziehen. Spätestens, wenn man nackt ist stößt man an die physischen Grenzen. Außerdem macht mich schwüle Hitze müde und antriebslos.
Wenn aber Tagelang die Sonne nicht rauskommt krieg ich auch die Motten. Ich denke mir, die Mischung machts.

Ivy, ich glaube, aus Tradition heraus depressiv zu werden ist sogar für uns Menschen zu blöd xD Aber wie schon gesagt, das Ende, der Neuanfang, das ist, was uns durch unsere Erziehung Angst macht. Ein Buddhist hat kein Problem damit, da für ihn die Ewigkeit sowieso eine Endlosschleife ist. Wenn man unserer Kultur über Generationen hinweg beibringen würde, dass ein Ende nicht zwangsläufig etwas schlechtes ist, dann hätten wir damit insgesamt weniger Probleme.

Aber es ist nicht nur die Kälte, die kürzeren Tage und die traditionelle Angst, sondern auch, dass es im Winter weniger zu tun gibt. Jeder, der schon mal arbeitslos war wird mir Recht geben, dass Nichts-Tun auf die Dauer sehr depressiv macht. Früher gab es einfach im Frühling, Sommer und Herbst wahnsinnig viel Arbeit, während man im Winter nur das nötigste tun konnte und hoffen, dass die Vorräte reichen. Sobald man wieder regelmäßig und viel arbeitet, geht die Trübsinnigkeit zurück. Im Sommer, wo die Tage länger sind, wird die Zeit oft deutlich besser genutzt.
Natürlich steuern wir mit künstlichem Licht und Klimaregulierung ganz stark gegen unsere Instinkte, aber ein Instinkt wäre keiner, wenn er sich komplett abtrainieren ließe.

Natürlich gibt es solche und solche Menschen, jeder reagiert anders. Aber der gros folgt einem bestimmten Pfad, der sich aus Urinstinkten, Erziehung, Gewohnheit und Genetik zusammen setzt.

Mh…also ich persönlich mag auch lieber Frühling und Herbst als Sommer oder Winter…wobei, wenn ich die Wahl zwischen Sommer und Winter hätte, würde ich wahrsch. Winter wählen >__<. Das liegt daran, dass ich Hitze ganz schlecht vertrage…vor allem so Schwüle… und wenn mein Kopf in der Sonne ist bekomme ich superschnell Kopfschmerzen. Zudem hasse hasse hasse ich Schwitzen…
Wenn ich im Winter friere dann zieh ich eben ein paar Pullover an usw und drinnen, im Haus, zB. am Kamin mit nem Buch und ner Tasse Tee zu sitzen, schön zugedeckt…das ist einfach so ein kleines Paradies für mich XD.
Was meine Stimmung angeht…ich hab nicht das Gefühl, dass die vom Wetter abhängt. Ich hatte schon Phasen im Winter in denen ich superglücklich war als auch im Sommer und ebenso “Depri-Phasen” in Winter und Sommer…trotzdem ich glaube dass mich und meine Stimmung so warmes (NICHT heißes!!!) Wetter, so ca 23° positiv beeinflussen :).

Was das Essen angeht…naja im Sommer gibt es viel viel mehr frisches Obst und Gemüse, das dann den Weg in meinen Kochtopf findet! Meine Oma hat auch nen Garten mit 1000Gemüse- und Obstsorten, was das ganze nochmal beeinflusst xD. Im Sommer, wenn es so warm ist, dann esse ich auch viel lieber mal einen Salat oder was leichteres…im Winter hingegen lehne ich Salat (vor allem Blattsalat) meist ab und möchte lieber ne warme Suppe oder ein richtiges warmes Essen :).

Naja…allgemein bin ich froh, dass die Jahreszeiten sich ändern…das bringt Abwechslung :D. Wobei ich es lieber hätte, wenn der Sommer nicht ganz so heiß und der Winter nicht ganz so kalt wären…dann wäre es perfekt!! :)

Aus verschiedenen psychologischen Abartigkeiten heraus liebe ich Kleidung. Nicht im Sinne eines Fetischs, sondern als Mittel der Geborgenheit. Ich bin nicht gerne nackt, es macht mir Angst, meinen Körper und vor allem meine Haut zu präsentieren obwohl ich wahrscheinlich rein ästhetisch keinen Grund dazu hätte. Außerdem hasse ich es, wenn mir zu heiß ist. Wenn mir kalt ist, ziehe ich mir einen Pullover an, kuschele mich in eine schöne flauschige Decke oder an meinen Freund, im Sommer kann man nicht mehr tun, als sich auszuziehen. Spätestens, wenn man nackt ist stößt man an die physischen Grenzen.

Ganz genau SO gehts mir auch. :D
Ich mag den Wechsel der Jahreszeiten zwar auch, aber als wir 2006 sechs Monate lang geschlossene Schneedecke und bis zu -20°C hatten, hab ich mich sehr sehr wohl geüfhlt - mir waren da die anderen Jahreszeiten nicht zu kurz. Es ist zwar schön, wenns übers Jahr wechselt, aber von mir aus kann ein halbes Jahr Winter sein. :)

ich persönlich bin total der frühlings/herbst typ.
und zwar aus einem ganz einfachen grund; ich arbeite in einem stall xD
früher konnte ich mich gut jeder jahreszeit anpassen, aber sobald man richtig streng körperlich und mit tieren arbeitet, fallen einem ein paar dinge auf, die einen sonst nicht so sehr stören. da wären:

winter; natürlich erst mal die kälte. man zieht sich 30 schichten an und arbeitet draussen, das geht ja noch.
das wasser friert über nacht ein und die pferde können nicht trinken, also erst mal überal die tränkebecken aufbrechen morgens. und mit nem eimer warmem wasser durch die boxen laufen um alle trinken zu lassen.
dann versucht mal, in der dicken skihose zu reiten. geht kaum bis gar nicht. und die gefütterten reitstiefel sind auch so eine sache die erst erfunden werden muss (ja es gibt bottinen die gefüttert sind, aber bei -15 grad bei schnee und sturm beim ausreiten… ehrlich, man merkt nichts davon dass die gefüttert sind)
die pferde können nicht auf die weide weil alles zugefroren ist. sie sind unruhiger als im sommer und das boxen misten macht definitiv mehr arbeit.

sommer; bremsen! überall sind die lästigen, stechenden mistvicher! jeder der schonmal im sommer geritten ist, kennt das problem. kaum ein pferd das nicht durchdreht, wenn 30 von den mistdingern an seinem körper kleben. da wird gekratzt, gebockt, gestolpert…
und auf der weide stechen die vicher auch, wesshalb man die pferde trotz fliegenmaske und fliegendecke spätestens um 11.00 wieder reinholen muss…
das heisst natürlich man muss um 6 im stall sein um gleich alle pferde so früh wie möglich rauszulassen…
und bei 30 grad im schatten in der prallen sonne zu misten ist auch nicht so dolle…

das sind so die unterschiede die ich merke was sommer und winter angeht xD sehr ich-bezogen

Oh, das mit den Bremsen kenne ich auch, das Problem. Ganz besonders geil ist es, wenn man beim Ausreiten relativ plötzlich bewusstlos vom Sattel rutscht, weil eine Bremse knapp unterm Ohr eine geeignete Stelle für einen kräftigen Biss gefunden hat. Ich reagiere allergisch. Zum Glück kein katatonischer Schock, mitten aus der Pampa raus ins Krankenhaus dauert nämlich leider ein paar Stunden.

Wir reden jetzt die ganze Zeit immer von unseren Breitengraden. Ich, beziehungsweise meine Familie mütterlicherseits kommt ursprünglich aus Málaga. Das liegt an der Südküste Spaniens. Es gibt dort einen Fluss, der heißt eigentlich nur Río Seco, trockener Fluss, weil dort eigentlich nur im Winter überhaupt Wasser drin ist. Im Sommer wird es gut und gerne bis über 40°C warm, wobei man in Málaga noch dankbar ist, nicht im Landesinneren zu leben. In Sevilla kommt man nicht selten über die 50° C. Am Meer hat man wenigstens noch die frische Luft, mit etwas Glück aus Richtung des Atlantiks.
Genau diese Luft ist es, was man im Winter verflucht. Es wird nicht richtig kalt, so wie bei uns hier in Deutschland, es liegt niemals Schnee. Letztes Jahr ist meine Familie 50 km weit gefahren, weil es ein paar Städte weiter geschneit hatte. Das erste mal seit über 100 Jahren oder so. Meine Familie kannte keinen Schnee. Nur die, die als Gastarbeiter in Deutschland gewesen waren. Dafür ist die Luft widerlich feucht und die klamme Kälte kriecht durch jede Ritze. Man baut dort etwas anders als bei uns, aber auch mit deutschen Standards kann es zu feuchten Matratzen kommen, wenn man nicht aufpasst. Während man sich hier bei uns einfach nur eine dicke Jacke anzuziehen braucht, damit man in der trockenen Kälte nicht friert, ist es im Süden Spaniens etwas aufwändiger, da dicke Jacken, selbst wenn sie Wasser abweisend sind, nach einiger Zeit schwer und feucht sind, die Kälte kriecht durch alle Schichten. Das ist wirklich ekelig.

@Kampfmieze

Nun ja, ist ein bisschen schwierig, über Themen zu sprechen, in denen die meisten von uns keine Erfahrung haben. In Asien, Afrika, Alaska, am Nordpol und sonst wo sieht es natürlich anders aus als hier bei uns. Aber wir alle leben hier in Mitteleuropa (behaupte ich mal) und können aus eigener Erfahrung sprechen.

Ich kannte einige Ausländer (z.B. Austauschschüler), die aus anderen Klimaverhältnissen stammten, und mit einigen Wetterbedingungen hier absolut nicht klar kamen, während es für die Einheimischen völlig normal war. Schau nur, wie in Spanien mit der Mittagshitze umgegangen wird. Hierzulande gehen die Leute ein wie Fliegen, wenn’s mal über 30°C warm/heiß wird.
Insofern ist es, wie dein Beispiel von Málaga ja auch zeigt, besonders eine Frage der Gewohnheit. Auch unsere Kleidung hier ist auf unser Klima zugeschnitten. (Bzw. sollte es sein. ;)) Diese Erfahrung trägt viel zum Komfort und damit zur Stimmung bei.

im frühling und im sommer sind die leute mehrstimmich gut gelaunt.
hier bei uns,ist es im winter auch lustig,aber man regt sich schneller auf hab ich bemerkt.
ich esse im winter eindeutig mehr :D
es liegt einfach daran,dass es warm ist!
die menschen sin gereizt,wenn sie frieren und sind “einskalt”.
im sommer erwachen die menschen erst richtig,sie gehen raus und so.
ich meine,wollt ihr im freibad,ein eis essen wenn ihr euren adventskalender aufgestellt habt?
auserdem ist man einfach glücklicher,es IST ein phänomen,das ich mir nicht beschreiben kann :O
aber schön ist´s trotzdem :3

@bluecat11
Also meinst du, dass die bessere Laune vom Essen kommt?
Aber ist es im Sommer nicht auch warm? Warum isst du da nicht so viel wie im Winter?
Kann es vielleicht sein, dass man sich im Winter eine andere Beschäftigung sucht, weil man im Sommer ja andere Dinge zu tun hat wie z.B. ins Freibad zu gehen?

mag schon sein,daran hab ich gar nicht gedacht,aber wenn ich überlege klingt das logisch.
ja,ich bin echt zickig,wenn ich hunger habe…
manche werden wohl auch depri wenn ihnen im winter langweilig ist,weil sie nicht rausgehen können.
ich esse gerne mal aus langeweile mehr,das wird´s wohl sein.
aber es ist doch einfach schöner,wenn der körper angenehme temperatur hat,was heißt,das man sich im frühling am wohlsten in der haut fühlt.
also,die größere menge,es gibt ja auch kälte-fans :o
sonst mag ja keiner kalt hände und füße oder dicke kleidung in der du dich eingeengt fühlst.

Also ich sag mal, dass viele Leute andere Gründe haben, wieso sie zB im Winter mehr essen, als im Sommer.
Im Sommer ist die Wärme einfach eher unangenehm, zumindest, wenn es den ganzen Tag warm ist, egal wo man hingeht, hingegen es im Winter angenehm ist, wenn man ins Warme kommt, weil es draußen kalt ist. Also hat der Hunger nicht hauptsächlich mit der Wärme zu tun, zumindest nicht bei mir und auch nicht bei den meisten Leuten, die ich kenne. Da es im Sommer meist zu warm ist oder man zumindest so denkt, trinkt man meist mehr und deshalb hat man oft keinen so großen Hunger oder keine Lust auf schweres Essen, sondern isst lieber was leichtes oder einfach was erfrischendes. Im Winter hingegen braucht man nicht unbedingt so viel Flüssigkeit, zumindest glaubt man das im Unterbewusstsein oder was weiß ich. Und i-wie sind wir Menschen ja auch wie Tiere, im Winter fressen wir uns halt nen Winterspeck an XD

Was Kageko da gesagt hat, ist auch zu beachten, natürlich hat man andere Beschäftigungen im Winter, als im Sommer, was natürlich auch die Launen und den Appetit ändert usw.
Ich zB mache im Winter mehr Sport, als im Sommer und daher esse ich auch meist mehr, weil ich auch mehr Energie brauche. Is aber bei jedem Unterschiedlich, andere zB haben keine andere Beschäftigung und essen aus Langeweile.

im frühling und im sommer sind die leute mehrstimmich gut gelaunt.
kann schon sein, aber ich kenne genügend Leute, die den Sommer nicht wirklich mögen, wegen der Hitze und den Touristen und dem ganzen Stress, weil dann viele in der Firma im Urlaub sind und dann mehr an den anderen hängen bleibt. Sprich, es gibt solche Leute, die den Winter nicht mögen, und es gibt auch die, die den Sommer nicht mögen, kommt meist auf die persönlichen Erfahrungen an.
Im Sommer werden massenweiße ausländische Produkte gekauft, während man im Winter eher traditionell kocht.
also ich glaub ja, dass es hauptsächlich daran liegt, dass eben zB zu Weihnachten gerne traditionell gekocht wird, weil es sich einfach so gehört. Bei uns gab es schon immer die Nudelsuppe mit Frankfurter, is bei den meisten Österreichern ziemlich gleich. Im Sommer hingegen hat man gerne erfrischende Früchte oder man schaut denen, die weiter im Süden leben, ab, was die bei der Hitze essen.

Ja, schon möglich, natürlich,so geht es mir manchmal auch. Aber wenn man sich die mänge objektiv anschaut-