Seit es diese Ampeln auf Fleischverpackungen gibt war ich auch sehr erschrocken wie viele davon Stufe 1 oder 2 sind. Klar, irgendwo kann man sich auch denken, dass billiges Fleisch billig produziert wurde –– aber wenn alles Fleisch in der gleichen Preisspanne liegt, dann verliert man das Gefühl dafür, was günstiges und was teures Fleisch ist. Jedenfalls kaufe ich Fleisch seither nicht mehr bzw. nur noch bio.
Ich hab das mit der Ampel, ehrlich gesagt, garnicht mitbekommen, weil wir schon seit Jahren an der Theke kaufen. Und irgendwie… dachte ich, dass es da, zum größten Teil, besser wäre.
Wir holen uns aber auch immer von Bekannten und Verwandten, die selbst Tiere halten. Da merkt man den Unterschied. Bei einem Bekannten hab ich das erste Mal Schweinefleisch gegessen, dass mich nicht wenigstens etwas angeekelt hat, wenn ich es nicht in Soßen ertränke. Krass was Fütterung und Haltung für einen Unterschied machen. Das war wirklich mega lecker! Sonst kann ich das wirklich nicht essen. Schon alleine deshalb würde sich eine höhere Qualität in der Haltung lohnen, wenn man den auf das Tierwohl s******.
Blöd nur, dass die Ampel freiwillig ist. Sowas sollte eigentlich von unserer Regierung vorgeschrieben werden, wenn du mich fragst. Traurig wie wenig wir Verbraucher da von der Seite unterstützt werden. Natürlich ist es nicht toll, wenn der Staat alles kontrolliert, aber er sollte seine Verbraucher dabei unterstützen kontrollieren zu können, was diese kaufen.
Und das ist ja nicht nur beim Fleisch so. Wie viele Mogelpackungen gibt es denn, bei denen man massig Material bei der Verpackung sparen könnte? Da könnte auch mal ein Riegel vorgeschoben werden. Und muss es immer eine Mischung aus unterschiedlichen Materialien sein? Unsere Sortiermaschinen scheitern ja schon, wenn man den Aludeckel nicht vom Joghurtbecher ganz abzieht. Beim Plastik ist es noch viel schlimmer. Was es da an Sorten gibt.
Aber egal, ich sollte mich jetzt nicht aufregen. Das Thema hatte ich auch schonmal, wenn ich mich recht erinnere :D
Blockquote Splitterwerk
Wie werden eure Chemikalien denn schlecht? Zerfallen die in Einzelteile, versäuern oder wie kann ich mir das vorstellen? Oder gibt es da auch Sachen, die schimmeln können?
Das kommt drauf an.
Hypochlorit (Aktivchlor, Schwimmbadchlor), Wasserstoffperoxid, Peressigsäure: Die zerfallen mit der Zeit einfach von selbst, die sind stark oxidierend.
Tenside in stark alkalischem oder saurem Milieu : reagieren langsam mit Lauge oder Säure. Nach einigen Jahren verändert sich dann die Wirkung vom Chemieprodukt
Alles im neutralen pH: Hier können Keime rein kommen. Das ist zwar immer so, aber die Konservierungsmittel zerfallen nach einiger Zeit von selbst. Ein frisches Produkt tötet die wenigen Keime ab, ein altes Produkt nicht mehr und dann wächst es.
Aldehyde: Polymerisieren oder auto-oxidieren vor sich hin in manchen Mischungen
Pulver: Können verklumpen. Das ist Wassereinwirkung und dann kann es auch dazu kommen, dass das Wasser eine Reaktion der unterschiedlichen Pulverkörnchen möglich macht. Beispielsweise reagiert eine Brausetablette mit Wasser auch ab. Das gibt es bei diversen pulverförmigen Mischprodukten.
Deswegen auch bei chemischen Dingen immer drauf achten:
Geruch
Konsistenz
Wirkungsgrad
(Waschmittel, Reiniger, Kosmetik, Pastenfarben, Anstriche, Wandfarbe, Acrylfarbe, Tusche, …)
Meine Aerocolor supra white wird langsam auch schlecht. Die bildet so würste. Ich benutz die trotzdem weiter, das stört mich bisher nicht.
Keime = alles, was Verderbnis macht. Schimmel, Bakterien, Hefen, Algen.
Grusel vor schlechtem Essen:
Das habe ich bei roter Marmelade. Die verschwand in unserem Kühlschrank immer ganz hinten. Ich brach sie an, sie verschwand. Ich fand sie ewig später wieder, sie war verschimmelt. Daher traue ich nur originalverpackter oder meiner eigenen roten Marmelade. Ich mache ein Glas Marmelade auf und erst dann eine andere Sorte, wenn die erste leer ist.
Aber wie Hopes’s Freund Familie lebt, das finde ich gruselig, sorry… Das hat doch nichts mit Warenhaltungssystem zu tun und stimmt einen richtig traurig. Natürlich werf ich auch mal was weg oder kauf was zu viel. Aber ich achte sehr darauf, dass es meistens klappt. Und es klappt meistens auch wirklich.
Hopes, Honig kann doch schlecht werden. Es gibt eine spezielle Hefesorte, die den verderben kann. Aber bei normalem Gebrauch passiert das nicht.
Jedes Nahrungsmittel welches wir zu uns nehmen hat einen Einfluss auf die Umwelt. Hafermilch schadet der Umwelt zu ca 70% weniger als halbfette Kuhmilch (Link zur Quelle: Albert Schweizer Stiftung - hier sind auch nochmal andere Faktoren wie Flächennutzung und Energieverbrauch mit aufgezeigt, auch zu Sojamilch ^^)
Ich trinke seit einiger Zeit nur noch Hafermilch(war am Anfang gewöhnungsbedürftig, jetzt habe ich aber meine Lieblingsmarke gefunden). Die günstigste Hafermilch die ich bisher gesehen habe hat 1,19€/Liter gekostet. Für mich ist das viel Geld, darum habe ich nun ausprobiert selber Hafermilch herzustellen:
Man braucht nur 1 Liter kaltes Wasser, 100g Haferflocken(zart) und eine Prise Salz. Wer mag kann auch noch Zucker(alternative) und/oder einen Esslöffel Öl hinzufügen :) Beim Wasserverhältnis kann man ja ausprobieren was man mag, habe schon Rezepte mit weniger Haferflocken gesehen. Alles dann für ca 2-3 Minuten in den Mixer geben (zwischendurch schauen dass es nicht zu heiß wird, sonst wird es eher wie Haferschleim. Hier kann man auch ein paar Eiswürfel zwischendurch mit reintun um dem entgegen zu wirken). Normalerweise würde man die Milch nun mit einem Nussbeutel oder Geschirrhandtuch filtern, wer sich aber nicht an kleine Stückchen stört, der kann es auch einfach so abfüllen und verwenden ^^ Im Kühlschrank ist das ca. 3 Tage haltbar. (Link zum Originalrezept)
500g Haferflocken im Supermarkt fangen schon bei 40 Cent an: für einen Liter selbstgemachte Hafermilch braucht man nur 1/5 davon, somit ist diese Alternative sehr günstig. Noch ein positiver Effekt: man reduziert Verpackungsmüll. Aus eine Tüte Haferflocken kann man 5 Liter Hafermilch herstellen und hat nur das dünne Tütchen, wo hingegen bei 5 Liter (Pflanzen-)Milch die fünf dicken Tetrapak-Verpackungen oder die Glasflaschen mehr Müll erzeugen und somit umweltschädlicher sind. Glasflaschen und Müll muss auch recycelt werden, was wieder Energieaufwand bedeutet.
Ich bin sicher kein Experte, sondern habe nur etwas recherchiert und mir zu dem Thema Gedanken gemacht und wollte gerne diese Gedanken mit euch teilen :)
Wenn jemand noch Ergänzungen zu diesem Thema hat oder andere hilfreiche Tipps in anderen Gebieten, würde mich das auch sehr freuen! :3
(Ein Rezept bei dem man nicht viel falsch machen kann bei Mandelmilch findet man hier: Link. Besonders toll weil auch wenig Müll, schnell gemacht und tier-/umweltfreundlicher als Kuhmilch ;) Allerdings teurer als die Hafervariante :P
Noch ein Tipp zum schnellen Reinigen vom Mixer: ein wenig warmes Wasser + einen kleinen Tropfen Spülmittel in den Mixer und diesen dann kurz in Betrieb nehmen :D
Die Corona-Pandemie wirkt sich positiv auf die Umweltbelastung während der Tour de France aus. Mehrere Millionen Fans bleiben in diesem Jahr der Strecke fern - mit dem positiven Nebeneffekt, dass deutlich kleinere Müllberge in den Tour-Städten zurückbleiben. Denn wenn der Tross mit seiner ganzen Entourage - in diesem Jahr sind es nur 3000 statt 5000 Personen - durch das Land rollt, leidet die Umwelt.
Seit Jahren protestieren die Umweltschützer. Rufe, die - unabhängig von Corona - auch Tourchef Christian Prudhomme vernommen hat. “Die Tour hat sich seit Jahren schon dem Umweltansatz verpflichtet. Es werden weniger Kunststoffprodukte verteilt und die Tour-Organisation fährt ausschließlich Hybridautos”, sagt Prudhomme.
Die Umweltbelastungen der Tour sind für die Gemeinden entlang der Strecke in der Vergangenheit oft hoch gewesen. So hat das Département Haute-Savoie hat in der Vergangenheit schon einmal 43 Kubikmeter Müll auf 150 Kilometern entlang der Strecke eingesammelt.
Fans jubelt den Fahrern der Tour de France zu | Bildquelle: AFP
Vergangenes Jahr wurden 15 Millionen Gegenstände wie Kappen, Armbänder, Schlüsselanhänger ins Publikum geworfen.
Der größte Müllproduzent ist dabei die Werbekarawane, die täglich als Vorauskommando der Tour die Strecke entlang fährt. 2019 wurden 15 Millionen Gegenstände ins Publikum geworfen. Viel nutzloses Zeug wie Kappen, Armbänder, Schlüsselanhänger bis hin zu Waschmittelproben. Wie sehr das noch alles zeitgemäß ist, wird beim Veranstalter nicht diskutiert. Schließlich gehört die “Caravane publicitaire” bereits seit 1930 zum Inventar. In diesem Jahr sind aber nur noch 100 der sonst 160 Fahrzeuge - oftmals aus Kostengründen im Zuge der Corona-Einbußen - vertreten.
- Tagesschau 01.09.2020 (https://www.tagesschau.de/newsticker/liveblog-coronavirus-dienstag-143.html#Tour-de-France-Weniger-Umweltbelastung-wegen-Corona)
DAS wusste ich nicht. Irgendwie hatte ich mich mit der Tour-de-France bisher nie so wirklich beschäftigt, aber ich hatte nicht erwartet, dass sie umwelttechnisch so ein großes Problem darstellt. 43 m³ Müll auf 150 km. Echt übel.
Das bringt mich auch zu einer weiteren Frage. Werbegeschenke. Was haltet ihr davon?
Hier im Büro bin ich ganz froh, wenn wir mal ein paar Kugelschreiber oder Taschenkalender bekommen. Solche Sachen nutzen wir auch alle. Viele Firmen verzichten allerdings inzwischen aufs Verschenken solcher Kleinteile. Deshalb musste ich mir dieses Jahr meinen Kalender selbst kaufen.
Ich persönlich habe noch nie einen besonders großen Nutzen in Kappen, Armbänder, Schlüsselanhänger o.ä. gesehen. Wenn man nicht zur Firma gehört sehe ich nur wenig Sinn darin sowas zu tragen. Ich will sowas auch garnicht. Bei Kugelschreibern hingegen… die können praktisch sein, aber hundert davon braucht man auch nicht. Und gerade das Werfen solcher Sachen in eine Zuschauermenge kommt mir fehl am Platz vor. Das erinnert mich etwas daran, wie manche Leute aus dem Auto ihre Müllsäcke werfen.
Manche Sachen sind in kleineren Mengen sicher ganz praktisch. Gerade wenn es Dinge sind, die Mitarbeiter nutzen können (für den Fall, dass man sie an Infoständen oder im Laden nicht an den Kunden los wird), aber das großflächige “Verteilen” solcher Dinge ist einfach nicht mehr sonderlich zeitgemäß.
Ich bin auch nicht so für Werbegeschenke, auch Kulis. Was macht man denn, wenn die leer sind? Man wirft den Korpus weg, weil irgendein Firmenname draufsteht, oder die Mine innen so komisch ist, dass man keine Nachfüller bekommt. Nee, ich nehm lieber meinen Füller, oder selbstgekaufte Kulis ( im Büro ist das vll. anders, da wandern solche Sachen ja gern von Geisterhand, glaube ich…). Taschenkalender nehme ich auch lieber meinen eigenen. Es ist einfach schöner und selbstbestimmter, wenn ich mir selbst das kaufe, das ich benötige. Bei zu vielen Werbegeschenken komme ich mir wie ein Trashsammler vor. ^^“
Daheim nehme ich auch meistens meinen Füller, aber im Büro muss man aufpassen. Da ist schnell mal der Lieblingskulli weg, der 16€ oder mehr gekostet hat. Da finde ich es wirklich praktisch.
Den Taschenkalender habe ich auch auf der Arbeit. Da ist es mir ziemlich egal, wie er aussieht, hauptsache ich habe genug Platz. Der Arbeitsplatz ist bei mir aber auch der einzige Ort, an dem ich Dinge mit Aufdruck verwende. Daheim möchte ich es schön habe.
Wir haben natürlich auch Werbekullis zu Hause (wie schnell ist mal einer in der Einkaufstasche dabei, ohne dass man es merkt) und benutzen sie dann auch. Alles andere wäre eine noch größere Verschwendung.
Ich habe tatsächlich keinen Schwund an Schreibmaterial auf Arbeit. Derzeit ist viel Eigener Kram da, der Stück für Stück aufgebraucht werden will, vor allem Bleier.
Der Beitrag über die Tour de France ist interessant! Ich habs an die Autorin von Ass of Bike weiter gegeben, die interessiert sich viel für Müllvermeidung. Vielleicht baut sie das Thema ein ^^
Das mit der Tour de France habe ich auch nicht gewusst ö_ö Ich dachte gerade Fahrradfahrer wissen Umwelt mehr zu schätzen. Aber ich sehe auch Spaziergänger die den Wald “genießen” und dann ihren Müll dort liegen lassen. Sind für mich zwei Sachen, die nicht wirklich zusammen passen ^^"
Thema Werbegeschenke: mein Schwiegervater sammelt Kugelschreiber (gerne leere) mit Werbeaufdruck. Werbegeschenke (oder generell Dinge die ich nicht brauche/möchte) versuche ich zu vermeiden: sollte sich doch mal ein Kugelschreiber in Form eines Werbegeschenks zu uns verirren, machen wir ihn erst leer und dann bekommt der Schwiegervater das für seine Sammlung xD
Es sind ja nicht die Radfahrer, sondern die Firmen, die das ganze finanzieren. Zumindest zum größten Teil. Sicher wirft auch der ein oder andere Radfahrer mal ne leere PET-Flasche weg. Hier geht es immerhin um Leistung und Geld und nicht darum die schöne Stecke zu genießen.
Aber gerade bei Leuten, die das in der Freizeit machen, kann ich es garnicht nachvollziehen. Es ist nicht sonderlich schwer seinen Müll einfach in die Tasche zu stecken und mit heim zu nehmen. Sicher kann auch mal etwas unbeabsichtigt aus der Tasche fallen, aber das erklärt nicht die großen Mengen, in denen man den Müll vorfindet.
Oha, das ist ein interessantes Hobby. Halten die Aufdrucke denn auch alle so lange? Ich hab einen daheim, da hat sich der Aufdruck schneller verabschiedet, als der Kugelschreiber leer ging.
Oh tut mir Leid dann habe ich das falsch verstanden, ich differenziere in der Regel zwischen Müll und Werbeartikeln(sofern unbenutzt), auch wenn sie sich sehr ähneln :’) Dachte mit “in die Menge werfen” ist eher “verteilen” gemeint, weil ich die Vorstellung Kappen, Schlüsselanhänger etc an den Kopf geworfen zu bekommen, gruselig finde ö_ö
(Edit: wobei dort ja auch steht, dass Müll auf der Strecke von 150km verteilt war, also sind Radfahrer die Müll aus den Taschen werfen - wie du schon sagtest - auch das Problem)
Wenn die ihre Werbeartikel ungefragt wortwörtlich in die Menge werfen, müssten die das dann nicht wieder einsammeln?
Bisher hatte ich noch keinen Aufdruck der abgegangen ist. Dauert ca 6-12 Monate bis bei uns ein Kugelschreiber leer ist und obwohl sie täglich genutzt werden bis sie endgültig leer sind, behalten alle ihre Aufdruck und da reibt sich nichts ab :)
Wir hatten aber bisher erst zu zweit 10 Kugelschreiber in den letzten Jahren, davor habe ich sowas nie lange in die Hände bekommen um es besser beurteilen zu können,
ob doch mal was abgegangen ist (die gingen in der Familie immer rum/ausgeliehen, bis es vermutlich irgendwann leer ist).
Bei uns in der Firma herrscht tatsächlich ein sehr hoher Verbrauch an Kugelschreibern. (Nicht mehr ao schlimm, seit sie endlich das Lastschriftverfahren abgestellt haben.)
Und ich muss sagen, die besten Kulis, die ich besitze/besessen habe sind oder waren Werbekulis. Bei meinen selbstgekauften bin ich meist echt unzufrieden mit Tintenfluss, Schriftbild und die m Schreibgefühl. Die Aufdrucke stören mich nicht und bei manchen Firmen freue ich mich drauf, wenn der Vertreter wieder Kugelschreiber mitbringt, selbst, wenn ich die Produkte nie kaufen würde.
Generell sehe ich aber den Werbeeffekt bei diesen Kleinteilen nicht. Man liest vielleicht einmal, was drauf steht, hat es direkt wieder vergessen und hat dann einen Kugelschreiber/Einkaufswagenchip etc. und die Firma ist einem egal.
Um zum Thema zurück zu kommen:
Ganz schlimm finde ich Blisterverpackungen, Kleinstpackungen und diese Kinderzeitschriften, die den ganzen Müll als Beigaben dazu geben und dann nochmal in Plastik verpackt sind.
Als Mitarbeiter im Einzelhandel sehe ich auch generell, wieviel Müll wir so als Laden produzieren. Das ist nicht mehr feierlich. Kartonage und Folien werden gesammelt und an einen Verwerter gegben, das da was recycelt werden kann, aber Lebensmittel (geht z. T. auch zur Verwertung, aber bei weitem nicht alles) das doofe Thermopapier, Verbundverpackungen…
Und neben unseren Müllbergen. (Wir haben zwei große Restmülltonnen, die 2x die Woche geleert werden), gibt es dann noch Kunden, die einfach ihren Hausmüll mitbringen und bei uns in die Mülltonnen im und vor dem Laden schmeißen. Natürlich nicht sortiert. Da fasst du dann als Mitarbeiter auch nicht rein um das auseinander zu pflücken.
Bei unserer Firma haben sie glücklicherweise umgestellt und unsere Ware kommt hauptsächlich in Papiertüten/ eingewickelt in Papier und in Kartons. Einzig die Palette selber ist noch in Folie eingewickelt (klar, muss ja beim Transport zusammenhalten) und Glückwunschkarten/ Postkarten sind in Plastiktüten. Wenn ich da zurückdenke als wir anfingen, da haben sie den Plastikmüll bei Lieferungen zu 95%+ (gefühlt) runtergefahren. Leider gibt es dennoch einzelne Produkte, die aus Kunststoffen bestehen, und Teile unserer Produkte/ Produktreihen sind aus Kunststoffen also in der Hinsicht ist da noch Luft nach oben. (Und ich brauch gar nicht erst von den Produkten reden, die man per se als Schnulli bezeichnen könnte. Spielsachen für Kinder, die du auch angsprochen hast, bspw. Wir haben auch so Spaßbrillen oder Kulis mit Squishies dran, bei denen man die Mine nicht austauschen kann, und dann noch die nutzbarere Ware wie Tritantrinkflaschen für Kinder, etc. pp.)
Aber da ich direkt nur für eine Firma arbeite, ist es für uns natürlich leichter, Einfluss auf unsere Firma zu nehmen, dass Müll vermieden werden soll. Im normalen Handel, wo ein Laden wie bspw. Rewe verschiedene Firmen führt, ist das ja nicht ganz so gegeben, vor allem wenn jede Firma ihre eigenen Lieferungen macht (und nicht alles ausm Zentrallager von Rewe kommt).
Wir müssen alles in eine spezielle Plastiksorte verpacken, weil es keinen umweltfreundlichen Werkstoff gibt, der 50%ige Salpetersäure und Natronlauge aushält und Chlorbleiche.
Metallfässer auch unmöglich. Und Glaskanister… jaaaaa XD
Einfach mal wieder ne kleine Info:
Synthetische Kleidung ist in beiden Berichten nur in einwandfreiem Zustand in die Altkleidersammlung zu geben. Was garnicht dabei steht sind Gürtel. Ansonsten ist hier eigentlich alles gut zusammen gefasst.
Oh, und für Schuhe gibt es bei uns einen extra Container. Ist das bei euch auch so?
Und was würdet ihr als “gut erhalten” definieren. Ich finde sowas ja immer sehr vage ^^°
Schuhe hätte ich noch drei Paar zum aussortieren, wobei ich für zwei noch keinen Ersatz habe. Und das eine Paar trage ich fast noch jeden Tag XD
Das sind meine Hausschuhe… Naja, Haussandalen. Wobei ich inzwischen wohl meine geschlossenen wieder aus dem Schrank holen kann. Meine Trekkingsandalen will ich diese Woche ersetzen. Die landen dann aber auf jeden Fall im Restmüll. Ich hab sie über den Sommer kaputt gelaufen. Aber ich brauche sie noch als Referenz, ich will die gleichen nämlich nochmal.
So, ich spamme hier mal noch etwas weiter. Einfach, weil ich den Bericht so mega ernüchternd fand:
Kein einziger pestizidfreier Ort mehr in Deutschland… Das macht mich irgendwie traurig, aber es überrascht mich auch nicht wirklich, wenn ich ehrlich sein soll.
Wir müssen weg von Pestiziden und damit auch weg von Monokulturen, wenn wir auf lange Sicht etwas ändern wollen.
Ich habe so den Eindruck, dass uns jetzt alles auf die Füße fällt, was die Menschen in den letzten 200 Jahren vermasselt haben. (Auch wenn diese Verfehlungen der eigentliche Grund für unseren Wohlstand sind. ^^“) Und dass sehr vieles hätte vermieden werden können, wenn man rechtzeitig Alternativen gefördert hätte, auch wenn dazu keine Notwendigkeit war. Fühlt sich so an als müssten wir nun in drei Stunden zehn Hausarbeiten und eine Doktorarbeit (Klimawandel) schreiben, und alles bedingt sich gegenseitig und man weiß gar nicht wo man anfangen soll. 
Ich habe mir grade einen Doppelpack Kinder bueno gelauft (einzeln gabs keine) und als ich die Plastikpackung aufgemacht hatte musste ich feststellen, dass die beiden Riegel auch nochmal einzeln, in Plastik, verpackt sind. Eine Trennung, dass die beiden nicht zusammenkleben, hätte man sicher auch durch einen Papiertrenner erreichen könnten. Und nicht durch transparentes Plastik. Das transparente hat in der Herstellung den höchsten Wassergebrauch. Sowas regt mich auf. Würde auf den Packungen außen drauf stehen, dass die Sachen innen nochmal extra verpackt sind, dann würde ich wohl vieles überhaupt nicht erst kaufen. Sowas sollte von der EU verboten werden.
