kakao-karten.de Forum

Selbstzweifel und Minderwertigkeitskomplexe

Hi ihr lieben
ihr kennt das sicherlich,das Gefühl nix zu können und total untalentiert zu sein.Auch wenn andere sagen das finde ich total toll,aber man selber als Künstler ständig in allem Fehler sieht und zu sehr versucht immer sich klein zu machen.Bei mir kommt noch dazu das ich wenig Bekannte und Freunde habe und sehr isoliert bin durch arbeitslosigkeit und persönlichen Problemen nicht gross weg komme.
Ich kann zwar mit Menschen auskommen aber habe dann oft zu grosse zweifel und hemmungen über mich “uninteressante”,langweilige,untalentierte" Person zu sprechen was ich mache.Künstler werden ja nicht immer ernst genommen und ich seh mich nicht als besonders gut oder wertvoll an überhaupt andern davon zu erzählen,weils sicher viel bessere gibt.Und manchmal frage ich mich " ok …und der hingerotzte Mist soll kunst sein ?Wer ist hier wem in den A… gekrochen um eine Ausstellung zu bekommen?" Da zweifelt man oft an sich und den finanziellen Mitteln/Materialen.
Online kann ich hingegen zeigen was ich kann und man fragt mich sogar manchmal was zu machen,das tut dem Selbstwertgefühl so unglaublich gut.Trozallem auf was Stolz zu sein oder ein Lob im echten leben zu bekommen damit kann ich ned so umgehen,weil ich das was ich gemacht habe nix tolles finde.
Davon kann ich keineswegs Leben aber mal mehr im monat zu haben ist schon viel.

Wie seht ihr das bei euch Problem ?Was tut ihr um euch zu überwinden anderen Leuten zu erzählen was ihr macht ?Wie schafft ihr das zu überwinden ?Wie könnt ihr auf euch selber Stolz sein ? Darf ich mich für Dinge toll finden oder ist das eingebildet ?
Und wichtig wie schaffe ich es von mir reden zu machen ohne Leute zu bedrängen?

( edit: bitte mal verschieben bin verrutscht im forum)

Als Künstler steht man generell dem Problem gegenüber unglaublich selbstkritisch zu sein. Ich merks beim Fotografieren. Meine erste eigene Kamera habe ich vor mittlerweile 19 Jahren bekommen. Insgesamt habe ich in dieser Wohnung etwa zehn Kameras, die alle mehr oder weniger in Gebrauch sind. Ich weiß , dass ich nicht schlecht fotografiere. Immerhin bin ich 2010 gebeten worden auszustellen. Wenn ich mir dann aber meine Fotografien so anschaue denke ich nur: WTF? Warum wollte die, dass ich mit ihr zusammen ausstelle? Meine Fotos taugen nichts!
Ich habe mittlerweile einige Fotokalender verkauft und frage mich immer noch: Warum gibt jemand Geld für meine Fotografien aus?

Es gibt in meiner mir eigenen Sammlung eine Fotografie, die ich jahrelang als mein Meisterstück betrachtet habe. Sie war emotionsgeladen, überaus kontrastreich und alles andere als gewöhnlich. Ich habe unglaublich viele positive Kritiken bekommen. Dann habe ich meine Photografie (Fotozeitschrift) aufgeschlagen und im nächsten Moment den Kunstdruck meines Meisterstücks zerstört vor lauter Frustration. Ich fotografiere nun schon so lange und habe so viel Zeit und Geld investiert um dieses Hobby - mittlerweile - sogar zum Beruf zu machen und dennoch kommen irgendwelche Kids daher, die mit ihrer iPhone-Kamera einen Schnappschuss schießen und damit auf dem ersten Platz landen. Da könnte ich jedes Mal heulen.

Was bei mir geholfen hat? Immer weiter zu machen. Ich habe manchmal Phasen, da würde ich am Liebsten die Kamera, meine Stifte, sämtliche Objektive und Blöcke, Fotos und was nicht alles in eine Ecke pfeffern und nie wieder rausholen. Eine Woche später merke ich dann, dass ich ohne die Fotografie nicht kann. Und dass ich auch ohne das Zeichnen oder das Designen nicht kann. Dann setze ich mich hin und versuche meine Fehler systematisch auszumerzen. Bis zum nächsten Tief. Und dann stelle ich fest, dass ich mich weiter verbessert habe.

Ob ich gut bin? Das müssen dir andere beantworten. Ich kann dir das nicht sagen, weil ich meine Arbeiten aus den Augen des Erschaffers betrachte. Ich kenne alle Emotionen, die ich während der Entstehungsphase hatte. Wenn eine Proportion fünf Mal ausgebessert wurde, fällt mir das auch beim fertigen Motiv auf - ein Störfaktor. Wenn ich ein Auge dreimal neu zeichnen musste, dann passt die Größe auch hinterher nicht - zumindest in meinen Augen - selbst wenn ich sie mit dem Zirkel gemacht habe. Als Künstler erlebt man den Schaffensweg, den ein Betrachter gar nicht sieht. Man sieht sein Werk nicht als Gesamtes, sondern betrachtet es quasi als Einzelteile - die Einzelteile, die man während des Enstehungsprozesses herausgearbeitet hat und an denen man teilweise beinahe verzweifelte. Diese Dinge sehen die Betrachter nicht. Ihnen fehlt der Blick hinter die Kulissen, weswegen ihre Ansichten im Bezug auf das fertige Werk oft unschuldig sind. Sie können das Gesamtwerk betrachten und genießen, die Emotionen, die solch ein Werk ausdrücken, empfinden ohne, dass sie die Emotionen fühlen, die der Künstler während der Entstehung fühlte und die er vielleicht gar nicht ins Bild einarbeiten wollte, die er aber jedes Mal fühlen wird, wenn er das Bild betrachtet.

Oh wow, versteht man, was ich sagen wollte? xD

hm… ich schreibe mal etwas kurzes:
immer (wirlich immer) wenn ich jemanden sehe, der verdammt gute Bilder malt bekomme ich das bedürfniss aufzuhören. -.- “sie sind so viel besser als ich und man sollte solchen leuten platz machen, damit diese mehr aufmerksamkeit bekommen”
was mir hilft: eine zeit lang ablenken. genau diese Leuten waren auch mal anfänger! und dann einfach weiter malen und als Ziel setzten: genau so gut werden xD

Ich find es echt schade, dass sich so viele Künstler von anderen, „besseren“ Künstlern runterziehen lassen…

Ich muss sagen, bei mir war das auch mal so. Wobei ich eine beste Freundin hatte, die noch eine andere Freundin hatte, mit der sie noch besser befreundet war als mit mir. Und die konnte dann auch noch besser zeichnen als ich. Ich weiß nicht warum, aber irgendwie bin ich davon ausgegangen, dass mich Freundin A mehr mögen würde, wenn ich besser zeichnen könnte als Freundin B? Riesengroßer Schwachsinn, aber ich hab halt gezeichnet und gezeichnet, war dann kurz stolz auf meine Bilder und hab sie schon bald darauf gehasst, wenn Person XY noch ein viel schöneres Bild hochgeladen hat.

Aber ich hab trotzdem weiter gemacht. Warum? Weil ich trotz allem Spaß an der Sache hatte. Ich war glücklich beim Zeichnen und auch ziemlich oft zufrieden mit dem Ergebnis, auch wenn ich es in meinen Bildbeschreibungen oder Kommentaren auf der Rückseite gerne niedergemacht habe. Aber ich liebe das Zeichnen und das war es wert.

Inzwischen versuche ich, das Ganze nicht mehr so verbissen zu sehen. Sicher, es gibt schlechte Tage, an denen ich nichts auf die Reihe bekomme und das Gefühl habe, seit Ewigkeiten auf einer Stelle stehengeblieben zu sein. Oder ich bin mit etwas sehr zufrieden und das Feedback bleibt aus, während ein Kunstwerk, was ich in meiner schlechten Laune als viel blöder als meins empfinde, unverschämt viel Aufmerksamkeit bekommt.
Im Normalfall sehe ich andere Künstler aber nicht als Konkurrenz und lass mich inspirieren. Die haben schließlich alle mal angefangen und sich nach und nach gesteigert. Ich hab auch –bis auf wenige Ausnahmen – alle meine Bilder in Ordnern untergebracht uns sehe sie mir ab und zu an, wenn ich frustriert bin. Weil man eben wirklich immer besser wird, auch wenn es mal nicht so aussieht.

Und zu deiner Frage

Sei aktiv und sorg dafür, dass man möglichst oft über deinen Namen stolpert. Einfach nur Bild hochladen und abwarten reicht nicht. Unterstütze andere, mach das Forum unsicher, zeichne, zeichne, zeichne und such dir dabei Leute, die dir Tipps geben können. Du kannst nach Kritik oder Techniken fragen, dabei mit anderen ins Gespräch kommen und Neues lernen.

Mach einfach immer weiter, wenn es dir irgendwie Spaß macht.
Und hör auf und such dir was anderes, wenn es dich wirklich dauerhaft runterzieht.

Klar darfst du stolz auf Dinge sein, die dir gut gelungen sind.
Das ist sogar wichtig, denn wie du selbst sagst, wenn man alles immer nur negativ sieht, was man geschaffen hat, warum sollte man dann überhaupt noch weitermalen?
Das beste, was du meiner Meinung nach tun kannst, ist zu lernen, dich selbst einzuschätzen. Versuch auf jeden Fall, das realistisch zu betrachten… ohne Höhenflüge und zu viel Lobgesänge, aber auch selbstbewusst, wenn du wirklich etwas geschafft hast.
Wenn du weißt, wo deine Stärken liegen und auch wo deine Schwächen liegen, fällt es dir leichter, deine Bilder gut zu finden. Denn dann weißt du, wo und wann du dich entwickelt hast.
Dabei ist es aber wichtig, deine Stärken und Schwächen nicht daran zu messen, was andere können. Es geht um deine Fähigkeiten und nicht deren. Deshalb miss deine Entwicklung auch an deinen Schritten, die du schon gegangen bist :)
Lass dich nicht entmutigen, wenn du gute Bilder siehst, sondern sieh es als Ansporn, wo du irgendwann mal hin willst. Irgendwann… setz dir da bloß keine Frist, denn das entmutigt und wirft zurück. :)
Ist es dir so wichtig über dich zu reden? Oder über deine Bilder? Im Prinzip hast du ja mit den ganzen kreativen Plattformen ein tolles Portal für genau sowas. :)
Schreib Kommentare unter deine Bilder… ich persönlich les gerne, was sich der Künstler zu seinen Bildern gedacht hat… auch was er denkt, was gut gelungen ist und was weniger oder was ihn dazu gebracht hat, das Motiv zu malen.
Irgendwer wird es lesen und darauf eingehen. :) Nur wer Dinge von sich preis gibt, findet Leute, die es interessiert ;)

Jeder Maler hat seinen eigenen Stil. Vergleiche lohnen sich nur sehr selten. Als ich in der Moma war, da musste ich mich schon sehr wundern, was heutzutage als Kunst durchgeht.

Wie seht ihr das bei euch Problem ?
Selbstzweifel sind mein ständiger Begleiter, seit ich vor 10 Jahren zum ersten Mal ein Bild, das ich eigentlich sehr mochte, auf animexx hochgeladen habe und erstmal gesagt bekommen habe, wie untalentiert und doof ich doch bin. Es gab Zeiten, in denen ich unter jedem meiner Bilder absichtliche Beleidigungen oder unabsichtlich verletzende Aussagen stehen hatte. Besonders oft habe ich sowas gelesen wie: *"Sorry, aber du bist echt schlecht und wirst niemals was können, egal wie viel du übst. Lass es einfach."* Gut war ich damals zwar wirklich nicht, aber diese Aussage hat sich für immer eingebrannt. Ich hätte wohl damals aufgehört, wenn ich nicht viele Künstlerfreundinnen gehabt hätte, mit denen ich dann kein gemeinsames Gesprächsthema mehr gehabt hätte. ^^" Inzwischen bekomme ich keine beleidigenden Kommentare mehr, sondern oft sogar sehr freundliche und positive. Wenn ich mal negative Kritik bekomme, dann ist es Kritik auf hohem Niveau, für die ich sehr dankbar bin, weil sie mir wirklich hilft besser zu werden. Zudem: Wenn mir jemand erklärt, wie genau ich XY besser machen kann, dann zeigt mir derjenige damit, dass er mir zutraut, etwas zu lernen, statt zu glauben, dass bei mir eh Hopfen und Malz verloren ist. Weil ich in den letzten Monaten so viele liebe, positive Rückmeldungen bekommen habe (und hilfsbereite Kritik natürlich), habe ich an Selbstvertrauen gewonnen- das gebe ich ehrlich zu. Ich habe inzwischen keine Angst mehr, meine Bilder hochzuladen, im Gegenteil :) Ich denke, meine Bilder muss ich nicht mehr verstecken, weil sie mühevoll und ordentlich sind. Vielleicht gehöre ich nicht zur Elite hier und ich habe keinen sehr berühmten Namen, aber schämen muss ich mich auch nicht mehr. Inzwischen behaupte ich von mir sogar, dass ich einen eigenen Stil habe, auf den ich stolz bin und den ich beibehalten/weiterentwickeln möchte, auch wenn er nicht so populär ist, wie viele 'Kulleraugenstile'. Trotzdem: Selbstzweifel habe ich immer noch ^^" Zum Beispiel in Momenten, in denen mir jemand ein Stilmerkmal, das ich absichtlich auf allen Bildern verwende, ohne böse Absicht als Fehler ankreidet. Oder wie neulich, als vor meinem Scanner eine krakelige Zeichnung aus der Hand einer 11-jährigen lag und meine Mutter mich angeschrien hat, ich solle * **meine** * Zeichnungen nicht überall rumliegen lassen ^^" In solchen Momenten fühle ich mich dann doch wieder wie früher und beginne zu zweifeln, ob die ganzen Kommentarschreiber nicht nur höflich und lieb zu mir sein wollen, während meine Bilder in Wahrheit total grottig sind. Ich glaube, die Angst werde ich niemals loswerden... Andererseits frage ich mich auch, ob ich wohl arrogant werden würde, wenn ich überhaupt keine Selbstzweifel mehr hätte.

**Falls sich nun jemand fragt, wieso ich das ins Forum schreibe: ** Ich hoffe, dass es vielleicht jemanden motiviert, dem es ähnlich geht wie mir früher. Ich bin mir sicher, dass jeder mit entsprechender Anstrengung ein guter Zeichner werden kann und dass es absolut fies und ungerechtfertigt ist, jemandem einzureden, dass er ein blöder Anfänger ist und immer bleiben wird.
Du musst dir das übrigens auch nicht selbst einreden, Lunalight, weil du ein paar ungewöhnliche und schöne Karten in deiner Galerie hast, auf die du ruhig stolz sein darfst.

Was tut ihr um euch zu überwinden anderen Leuten zu erzählen was ihr macht ? Wie schafft ihr das zu überwinden ?
Ich muss mich nicht überwinden, dazu zu stehen was ich zeichne. Außer vielleicht bei Zeichnern, die Lichtjahre besser sind als ich- Ich gebe zu, dass mich das doch ziemlich verunsichern kann... ^^" Wenn ich aber doch in die Situation komme, mit einem Zeichner über unsere Karten zu plaudern, der sehr viel besser ist als ich (passiert z.B. manchmal auf Treffen), dann vermeide ich unter allen Umständen eine Situation, in der der andere gezwungen ist, mir eine generelle Einschätzung meiner Fähigkeiten zu geben. Ich würde immer versuchen, nur über bestimmte Details zu reden, zum Beispiel über Colotechniken oder einfache Wege um Hände zu konstruieren. Solche Gesrpäche können sehr inspirierend sein, wenn man mit jemandem redet, der mehr Erfahrung hat ^^ Aber ich würde auf jeden Fall versuchen zu verhindern, dass derjenige mir sagen muss, ob er meine Bilder insgesamt gut oder schlecht findet, weil das nur schief gehen kann. Würde er mir sagen, dass meine Bilder mies sind, würde ich mich schämen. Würde er mir sagen, dass sie mittelmäßig sind, wäre ich frustriert. Und würde er mir sagen, dass er sie toll findet, würde er entweder lügen, oder ich würde glauben, dass er lügt. Also: Einfach die Situation vermeiden... ^^"
Wie könnt ihr auf euch selber Stolz sein ? Darf ich mich für Dinge toll finden oder ist das eingebildet ?
Sei ruhig stolz auf dich selber, das finde ich okay ^^ Insgeheim ist jeder von uns ab und zu mal stolz auf eins seiner Bilder, sonst würde doch niemand hier etwas hochladen ;D Stolz ist nur dann was Schlechtes, wenn man nicht mehr bereit ist, sich Bilder anderer Zeichner anzusehen und anzuerkennen, was jemand anders gut kann. Solange du noch Bilder von einem Anfänger anschauen kannst und bereit bist zu sehen, dass derjenige zwar die Perspektive verhauen hat, aber dafür wundervolle Farbübergänge hinkriegt, bist du nicht eingebildet ^^
Und wichtig wie schaffe ich es von mir reden zu machen ohne Leute zu bedränge
Keine Ahnung, hinter dieses Rätsel bin ich auch noch nicht gekommen ^^" Allerdings hatte ich mal ein AL auf animexx und das hat mich die wertvolle Lektion gelehrt, dass ich gar nicht will, dass Leute von mir reden....

Danke für die zt. umfangreichen und ermunternden Antworten.Einige Sachen sind gut zu lesen das andern auch so geht im Alltag.

Mir geht es nur so…
Das hat vor allem mit der Krankheit zu tun und ja…nun ist es bei mir so,dass ich sooo viele Dinge sooo unglaublich gerne mache!
Ich lese,zeichne,singe,tanze,spiele Tennis,spiele Gitarre,youtube Videos sind in Planung,schreibe Geschichten und ich hoffe,dass ich in allem besser werde.Stück für Stück halt.Aber mich trotzdem verbessern kann.Meine Mum sagt,man sollte sich auf EINE Sache konzentrieren und richtig gut darin sein,dann gewinnt man Selbstvertrauen,aber ich kann das nicht:/
Weil alle diese Sachen zu meinem Leben gehören und ich sie abgöttisch liebe<3
Und ich gebe mir überall Mühe.Meint ihr man könnte sich trotzdem verbessern?
Viele raten ja zu dem Spiegeltrick:Jeden Tag im Spiegel sagen,wie toll man ist.ch hab’s einmal probiert,es war wirklich ein tolles Gefühl,aber ich hab’s leider nie wieder gemacht,weil ich mir so unglaublich egoistisch vorkomme.Was ihr alle geschrieben habt trifft auch sehr gut zu und du solltest an dich glauben,auch wenn dir das bestimmt schon tausende gesagt haben.Einfach üben und wenn du dann gelobt wirst,dann freu dich darüber und überlege realistisch,was die Personen wirklich meinen:Viele sagen es nicht nur aus Nettigkeit und wenn man sich unsicher ist,dann fragt man nach;)Ich übe das gerade.
Ich wünsche dir,dass du zu dir findest:)Viel Glück dabei;)

Ich gehöre definitiv zu den Menschen, die sehr unter Minderwertigkeitskomplexen leiden.
Selbstzweifel liegen bei mir an der Tagesordnung.

Eine Zeit lang war ich vollgepumpt mit Selbstvertrauen und war sogar ab und an mal stolz auf mich. Aber diese Zeit hat nicht lange angehalten.

Heute werde ich fast täglich mit Selbstzweifeln und dem Gefühl nicht gut genug zu sein gequält.

Ich bin vielleicht die Beste in meiner lasse, was das Zeichnen angeht, oder das generell kreative, aber ich bin ein Außenseiter. Das macht es nicht besser. Ich habe eine Kollegin im Hörsaal, die ist sowas von selbstbewusst. Jeder sagt jedoch von ihr, dass sie nicht wirklich toll aussieht oder dass sie eine ist, die eben von fast jedem als Matratze benutzt wird und sie es auch noch mit sich machen lässt, aber warum ist sie dann so selbstbewusst???

Aber auch im kreativen Bereich stehe ich oftmals vor einem Abgrund. Ich versuche ständig neues auszuprobieren und versuche besser zu werden, aber jedesmal, wenn ich dann etwas hochlade, worüber ich sehr stolz bin, dann sehe ich, dass es keiner beachtet (oder fast keiner).

Und momentan mache ich echt eine schwere Zeit durch. Ich sitze 5 Tage die Woche allein in einer Bundeswehr-Stube und versuche nicht wahnsinnig zu werden. Das Einzige, was mich aufmuntert ist das Zeichnen und das Surfen auf kakao…

Selbstzweifel kommen bei mir auch auf, weil ich sehe, wie wenig Freunde ich habe. Meine Freunde kann man an einer Hand abzählen und selbst die sind kaum für mich da, weil sie meine Situation einfach nicht verstehen können.

Naja… allein zu sein macht den Minderwertigkeitskomplex auch nicht geringer…

Das mit den Minderwertigkeitskomplexen ist bei mir immer eine Sache… Wenn ich zeichne bin ich glücklich, wenn meine Bilder fertig sind bin ich glücklich. Dann lade ich sie hoch um anderen zu zeigen was ich geschafft habe und worauf ich stolz bin und zurück kommt: Nichts.

Ich erwarte von niemandem, dass er mich oder meine Bilder liebt oder mir ständige “awwwww wie cute” Kommentare schreibt, weil es einfach auch nicht zu meinen Bildern passt.
Ich lasse mein ganzes Herzblut in meine Bilder fließen und bekomme vielleicht bei jedem 10. Bild das mir viel bedeutet einen Kommentar, dann sehe ich wiederum diese in der Masse hochgeladenen Shojobilder die dann bedeutend mehr Kommentare bekommen und ich denk mir: Bin ich wirklich so schlecht, dass meine Sachen es nicht wert sind kommentiert zu werden?
Lade ich dann mal eine Chibikarte oder Pokemonkarte hoch, die sind dann meistens ganz schnell weg, aber meine Motive in meinem Stil interessieren nicht wirklich jemanden, macht es für mich den Eindruck.
Ich freu mich immer unglaublich über Feedback, auch oder viel mehr gerade wenn es Tipps und Verbesserungsvorschläge enthält.
Aber irgendwie scheinen meine Sachen es nichtmal wert zu sein zu schreiben: Das kannst du aber noch verbessern oder Versuch doch mal das so und so zu machen…

Auch wenns nicht öffentlich sage nach aussen um keinen auf den schlips zu tretten oder zu wirken das ich einen minderwertigkeits komplex hätte wenn keiner meine Bilder hoffiert,aber tatsächlich bin ich auch immer etwas enttäuscht wenn so überhaupt nix kommt von den Leuten.Wenn man auf deviantart ist ist das eh noch schlimmer.Aber habe mir gesagt wenn die Leute beginnen deine Bilder zu Faven oder zu kommentiern biste immerhin “bemerkenswert”

neulich gesagt bekommen das ich ganz tolle bilder amchen würde und sogar austellen könnte…aber das vertrag ich dann wieder nicht mit zuviel lob.

Auf dA hat das aber nichts mit der Qualität deiner Arbeiten zu tun. Es ist einfach eine riesige Community und in der täglichen Flut an neuen Werken gehen die eigenen Zeichnungen sehr schnell unter.
Du kannst versuchen, deine Bilder in möglichst vielen Gruppen zu präsentieren. Allerdings akzeptieren viele Gruppen einfach alles, wodurch die Galerien und Messages überfüllt werden, sodass die Mitglieder da kaum noch reingucken und der Sinn der Gruppe eigentlich verloren geht… ist halt schwierig, da erst mal das richtige für sich zu finden.

Ich habe festgestellt, dass man mehr beachtet wird, wenn man erstmal selbst viel gibt und andere Künstler unterstützt und Kontakte knüpft - dazu gibt es auch einen schönen Artikel.

Das nicht, es gibt nur eben Stile und Motive, die bei der Masse besser ankommen als andere. Ist manchmal ärgerlich, aber so ist es nun mal.
Es ist deine Sache, ob du viele Kommentare willst und häufiger Chibis oder Pokémon zeichnest, oder ob du lieber weiter dein Herzblut in etwas steckst, was DIR wirklich etwas bedeutet, auch auf die Gefahr hin, dass sich damit nicht so viele Leute auseinandersetzen wollen.
Außerdem ist so ein hübscher Shojo-Bildkommentar meistens schneller verfasst als eine halbwegs hilfreiche Kritik… und jetzt hab ich den Faden verloren. Was ich nur sagen wollte - lass dich nicht so sehr entmutigen.
Oh, und was mir in deiner Galerie auffällt - ausführlichere Kommentare zu deinen Karten (Was hast du dir dabei gedacht? Was war schwer, was hältst du für gelungen? Wo bist du dir vielleicht besonders unsicher und würdest gerne Meinungen einholen? Etc.) würden vielleicht eher dazu einladen, ein paar Worte da zulassen. Zumindest geht es mir so, dass ich nie so richtig weiß, was ich sagen soll, wenn der Künstler sich nicht selbst zu seinem Werk positioniert.

Danke für deine Tipps :)

Ein wichtiger Punkt ist, dass man lernt, mit den eigenen Dingen zufriedener zu werden. Das bezieht sich nicht nur auf Kunst.
Mir wurde früher oft gesagt, ich solle mein Licht nicht untern Scheffel stellen, zu deutsch: mich nicht schlechter machen, als ich bin. Ich hab mich oft schlecht gemacht, weil ich mir nicht zutraute, irgendwas gut zu können.
Man darf stolz sein auf das, was man erreicht hat. Nur sich selbst mit anderen zu vergleichen, das bringt nichts. Man wird immer etwas finden, das der andere hat und man selbst nicht, und man lässt dabei gern zu schnell außer Acht, dass man dafür andere Dinge hat, die sich der andere sehnlichst wünscht und nie haben wird.
Und man muss ehrlich sein mit sich selbst: Ja, ich bin eifersüchtig auf Menschen, die mehr Aufmerksamkeit bekommen als ich. Ja, ihr seid vor Eifersucht auch nicht gefeit.
Und es ist absolut okay!
Eifersucht kann gut sein, wenn man nicht übertreibt und dem anderen nichts missgönnt.(und DAS, meine Lieben, ist der Punkt.)
Es ist nicht, dass ihr in irgendeiner Weise unfähig seid, oder uninteressant. Es gibt nur inzwischen eine große Masse an Menschen, die Dinge machen, die anderen gefallen und die daher viel Resonanz bekommen. Wenn man selbst wenig Resonanz bekommt, heißt das nicht automatisch, dass das mit eurem Können zu tun hat.
Für mich war es lange Zeit sehr schwer zu akzeptieren, und manchmal denk ich mir heute noch, da geht doch noch mehr. Andererseits denke ich mir dann, anderen gehts schlechter.
Nein, daran geile ich nicht meinen Selbstwert auf. Ich klicke mich dann durch die Galerien der Seiten, auf denen ich aktiv bin, und schreibe ein paar Kommentare. Ich erwarte nicht, das was zurückkommt. Aber ich hoffe einfach, dass derjenige sich über liebe Worte gefreut hat und dann zu sich sagt:“Hey, die mag mein Bild!” Und dann den Stift in die Hand nimmt und weitermalt. Weil ihn oder sie der Eifer packt.

Also bitte, macht euch nicht schlecht. Es ist schwer zu akzeptieren, dass etwas, das man macht, gut ist. Aber nur, wenn man die negativen Gefühle ablegt, kann man akzeptieren, wie es ist und dann (!) erfolgreich den nächsten Schritt gehen. (z.B. zu akzeptieren, dass man ganz grattelige Hände malt. Tief Luft holen, eigene Hand ausführlich betrachten, betasten, Hilfslinien aumalen, ja, das hab ich getan… und dann die eigene Hand mit den Hilfslinien erfassen und zeichnen.
Probleme mit Anatomie? Schicke Bilder suchen, ausdrucken, mit Buntstiften Achsen, Gelenke, Formen nachempfinden, z.B. mit Transparentpapier pausen, Bild weglegen, aus den Körperlinien lernen und was eigenes schaffen usw. Usf.)
Das ist zumindest das, was ich lernen musste, immer noch lerne, und icb lebe ganz gut damit, seit ich mir sage, ich male die Bilder für mich, mich ganz allein, und weil ich so happy bin, darf die Welt an meinen Bildern teilhaben, vielleicht macht mein Bild jemanden auch happy.

Ich hatte nur die Überschrift gelesen und dann schossen mir die Worte in den Kopf und schwupps aus den Fingern :)
Da mein letzter Beitrag daraufhin sehr Off-Topic war, kommt nun eine themenbezogenere Antwort.

Also, was die Kunst angeht stehe ich in meinem Umfeld echt wie ein einsamer Kämpfer auf dem Schlachtfeld (ohje… die Lyrik hat mich gepackt).
Ich “leide” auch des öfteren darunter, dass ich auf - meiner Meinung nach - tolle Karten/Bilder etc. einfach keine oder nur sehr kurze Kommentare erhalte. Ich finde, man lernt ja auch aus den Kommentaren.
Ich versuche mich zwar ständig zu verbessern, hänge wie jeder andere auch mal an einem gewissen Punkt fest und komme einfach stiltechnisch oder qualitätstechnisch nicht weiter, aber irgendwann kommt dann wieder ein Schub und es entstehen Bilder, wo ich zuvor gar nicht geglaubt hatte, dass sowas von mir kommen würde geschweige denn könnte.
Doch die Zweifel an dem eigenen Können bleiben, denn die Kommentare oder einfach nur die Wertschätzung für das Geleistete bleibt meist aus.

Unter dieser Wertschätzung verstehe ich auch den Zuspruch von außen. Klar, hier in dieser Gemeinschaft findet sich meist immer jemand, der mal ein kurzes “oh ist das toll”-Kommentar verfasst, aber das reicht doch nicht aus.
Von Außen erhalte ich meist ein Lob und die Sätze: “ich würde auch gerne so zeichnen können”, “du bist echt super” oder von meiner Mutter, wenn sie denn mal genauer hinsieht: “schön”.
Klar, viele können mit dieser Art der Kunst nichts anfangen, aber es ist ein Teil meines Lebensinhaltes und ich würde womöglich sterben, wenn man mir ab heute verbieten würde, jemals wieder einen Bleistift/Copics/Polys oder sonstige Materialien in die Hand zu nehmen.

Ich versuche auch mich durch meine Bilder auszudrücken. Ich zeige nicht gern, wie ich mich fühle, aber meine Bilder zeigen es und dann versinkt man, wo man gerade eh schon in einer eher schlechten Verfassung ist, auch noch in Selbstzweifel, weil keiner deine Bilder kommentiert oder sonst was.

Ich weiß noch, wie ich hier auf der Seite angefangen habe und anfangs sehr euphorisch an die Sache rangegangen bin. Wollte meine Karten verkaufen und habe gemerkt, dass es nicht geht. Meine Karten waren gerade mal gute Unterschicht vom Können her.
Damals war ich echt am Boden zerstört, da ich mir echt sehr viel Mühe gegeben habe, aber es für die Allgemeinheit einfach nicht ausgereicht hat.

Heute kämpfe ich auch noch mit diesem Gefühl, aber so langsam fängt man wirklich an, so zu denken, wie Nelia es so schön beschrieben hat:

Das ist zumindest das, was ich lernen musste, immer noch lerne, und icb lebe ganz gut damit, seit ich mir sage, ich male die Bilder für mich, mich ganz allein, und weil ich so happy bin, darf die Welt an meinen Bildern teilhaben, vielleicht macht mein Bild jemanden auch happy.

Ich freue mich immer, wenn ich nette, aufbauende oder auch mal konstruktiv kritische Kommentare erhalte. Ich lerne noch und werde wohl auch zeichnerisch niemals ausgelernt haben. Mein Stil verändert sich immer wieder und dann eine Rückmeldung zu erhalten ist zwar schön, aber für mich auch kein absolutes Muss mehr.

Zeichnen tue ich sowieso und wenn ich mit meinen Bildern jemanden glücklich machen kann, weil diesem gerade das Bild X oder Y gut gefällt, dann freut ich das und zeigt mir, dass es sich echt lohnt weiter zu machen.

Man sollte definitiv nicht am Selbstzweifel und an dem Gefühl minderwertig zu sein festhalten. Man muss nach vorne sehen und wenn gerade keiner auf deine Werke schaut, dann mach einfach weiter, denn es kommen immer mehr “Neue”, die dann total begeistert sind von deinen Werken.

Ich versuche auch immer neuen Zeichnern ein paar Kommis dazulassen. Denn ich weiß ja, wie es ist, wenn man die ersten Karten hochläd und dann nichts passiert. (Ich muss sagen, die Einstellung früher, dass man sehen konnte, wie viele Leute deine Karte schon angeschaut haben richtig gut. Auch das Sterne-Bewertungs-System fand ich klasse.)
Konstruktive Kritik bekommt man von mir auch, soweit ich mir das zutraue, denn ich bin auch nicht perfekt.

Ich kann auch jedem nur ans Herz legen:

Wenn ihr solche Zweifel habt, dann sucht euch einen “Mentor” auf der Seite. Ich habe das damals auch gemacht und hatte die liebe Mentha-chan, die mit mir sogar in meiner Anfangszeit getauscht hatte, obwohl ich meilenweit schlechter war als heute :)
Ihr braucht keine Angst zu haben, denn die etwas älteren Hasen unter uns sind sehr nett, wenn man sie nur richtig anspricht und nicht gleich mit der Tür ins Haus fällt.

Das hat mir damals sehr geholfen, denn ich hatte die Tipps von einer der besten Zeichnerinnen der Seite und wurde von ihr gelobt, wenn auch nicht per Kommi, sondern eher per PN, aber das hat mir ausgereicht und hat mir wieder Selbstvertrauen geschenkt.

Also nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern einfach mutig weitermachen, auch wenn mal schwere Zeiten kommen.

Ich empfinde es auch immer als sehr frustierend, wenn man ei für sich wichtiges Bild oder sowas online stellt und es dann niemanden interessiert, ja sich noch nichtmal jemand dazu herablässt, auch nur ein Wort zu schreiben. Das ist niederschmetternd, da kann man sich noch so oft einreden, dass man sich nicht über die Meinungen anderer definieren brauch. Aber wir sind nunmal Menschen und die Gesellschaft hat uns dazu gemacht, dass wir auf die Meinungen der anderer Wert legen. Oder warum gibt es wohl Mobbing in Schulen, oder warum sind bei Vorstellungsgesprächen neben dem Chef und dem Personaler oft noch ein Azubi im letzten Lehrjahr und ein weiterer Mitarbeiter dabei? Klar, weil die Meinung der anderen zählt. Das impft man uns von kleinauf ein.
Darum ist es umso niederschmetternder, wenn kaum jemand dazu bereit ist, seine Meinung kund zu geben.
Ich merke es auch beim Bloggen. natürlich gibt es hin und wieder User, die dann kommentieren, aber es ist anstrengend, wenn man immer und immer wieder bloggt, Themen breit tritt, die interessant sind, vielfältig arbeitet, seine zeit und sein Geld für Recherechen aufwendet, Fotos macht, etc. und dann keiner einen Kommentar dazu abgibt. Das tut weh und entmutigt auch.

Aber es hilft alles nichts. Man bloggt weiter, zeichnet und schreibt weiter, man malt und bastelt und hofft halt doch insgeheim darauf, dass irgendwann irgendwo einer aufkreuzt und sich dochmal dazu herablässt einen Kommentar abzugeben.

Ich bin mal so frei mein Empfinden zu posten und damit den Selbstzweifeln den Rücken zu kehren ^^. Ich mein, ein bisschen sollte man immer an dem zweifeln was man tut. Wäre man zufrieden, gäbe es keinen Anreiz mehr sich zu steigern. Aber das mit dem Streben nach Anerkennung… nun ja, das seh ich nicht so wie viele hier. Ich mein, im Alltag sagen viele Freunde “Oh das sieht aber gut aus. Mensch kannst Du schön zeichnen, das würde ich auch gern können.” Aber am Ende liegt die besagte Zeichnung rum und hat dann irgendwann keine Bedeutung mehr für mich und auch für niemand anderen. Da macht es mich aber -zig Mal glücklicher mit ähnlich motivierten Usern hier zu tauschen und zu wissen, dass meine Kärtchen und meine Arbeit ein Zuhause bekommen wie sie es verdienen ^^. Und ich bekomme ja auch wunderschöne Kunstwerke zurück. Manchmal sind sie so toll, dass ich mich auch frag womit ich sie verdient hab, weil ich nichts Gleichwertiges im Tausch abliefern kann. Aber dann merke ich, dass es darum nicht geht. Jeder versucht besser zu werden und legt Herzblut in seine KAKAOs. Das mache ich ja auch und ich schaue nicht in Abhängigkeit vom Zeichentalent meines Tauschpartners wie viel Mühe ich jetzt investiere. Es soll einfach besser werden. Punkt.
Klar gibt es viele begabte Künstler hier die auch viel besser sind und schneller Erfolge verzeichnen. Ich häng mich da nicht dran auf. Im Gegenteil, ich speichere mir deren Karten ab und gucke was sie machen, um zu lernen. Vielleicht krieg ich es ja auch irgendwann mal hin. Und wenn es nie klappt, mein Gott, ich habs versucht und bin auch darauf stolz.
Was die Kommentarsammlerei betrifft. Klar, wenn es gar keinen Kommi gibt frage ich mich auch, ob ich was grob falsch gemacht habe. Aber im Original gefallen mir meine Karten, da ist es nicht schlimm, wenn niemand was zu den Fotos zu sagen hat. Ich seh auch selbst, dass dann beim Motiv das gewisse Extra fehlt. Damit kann ich gut leben, weil es eine stille Kritik ist die ich erkennen und bei der nächsten Karte berücksichtigen kann.
Im Übrigen bin ich jemand der nur selten andere Karten kommentiert. Ich kanns nämlich einfach nicht. Ich hab mir schon mehrfach vorgenommen mir einfach mal ne Stunde Zeit zu nehmen und einfach zufällig einige Karten zu kommentieren. Es klappt einfach nicht. Ein Bild muss mich spontan anspringen. Da muss einfach auf den ersten Blick ein Gedanke kommen den es lohnt niederzuschreiben. Das heißt lange nicht, dass ich die Mehrzahl unkommentierter Karten nicht gelungen finde. Und ich denke da geht es nicht nur mir so.
Wir sind hier ALLE Künstler und nicht unsere beste Freundin, unsere Mutti, oder unser Bekannter ohne Null Zeichentalent die bei jedem Strichmännchen in ein euphorisches Kreischgelage verfallen. Vor allem erkennen wir die Zeit und den Gedanken der dahinter steht und nicht bloß das Bild. Wir sehen Dinge kritischer, haben ganz andere Ansprüche an das was uns gefällt. Jeder von uns favorisiert irgendwelche Motive und Themen, Farben und Materialien. Wir gehen mit allem nicht so wahllos um. Da find ich es nicht verwunderlich, dass wir uns schwerer damit tun nen ordentlichen Kommi zu verfassen. Vor allem wird ja auch immer gern nen aussagekräftiger Text gesehen. Aber hey, manchmal will ich einfach nur schreiben dürfen, dass ich etwas “süß” finde und nicht zum Kunstkritiker mutieren. Bin ich nämlich nicht ^^. Dann vernachlässige ich aber wieder die Gefühle des Zeichners. Wobei mich kurze Kommis gar nicht jucken, weil ich keinen Seelenstriptease mit ner Karte hinlegen will und mir ein “süß” Kompliment genug ist.
Ist das mit der Kunst so ein Kampf? Mein Leben fordert so genug von mir. Warum soll ich mir etwas an dem ich Spaß habe durch lauter Selbstzweifel auch noch kaputt machen?

Ich muss sagen, das mit den Selbstzweifeln kenne ich sehr gut, sie sind sozusagen ein immerwährender Bestandteil meines Lebens. Ich würde sogar behaupten jeder hat ein gesundes Maß an Selbstzweifeln, sie sind auch auf den ersten Blick nichts schlechtes, denn wer nie an sich zweifelt, der verändert sich auch nie und kann an vielen Dingen auch nicht wachsen.
Gefährlich wird es jedoch, wenn die Selbstzweifel Überhand gewinnen. Bei mir ist dies oft der Fall und ich bekomme Depressionen und Angstzustände.
Als Künstler mit sich selbst kritisch umzugehen ist schon ok, wenn man nicht den Dranghat sich zu verbessern oder neu zu erfinden, dann hat das mit Kunst nichts mehr zu tun, sondern ist mehr wie “Malen nach Zahlen”. Problematisch wird es dann, wenn das Selbstwertgefühl so gering ist, dass man niemandem seine Werke zeigen möchte, weil sie einem peinlich sind. Das ist das Schlechteste, was man tun kann, denn wenn keiner die Bilder sieht, kann man weder Lob noch Verbesserungsvorschläge bekommen. Deswegen zeige ich jede (fast) alle meine Skizzen meinen engsten Vertrauten, denn bei denen kann ich ehrliche und konstruktive Kritik erwarten und werde nicht für etwas ausgelacht, was ich vielleicht mal nicht so gut hinbekommen habe.
Bei mir jedoch betrifft das geringe Selbstwertgefühl nicht meine Zeichenkünste. Es betrifft andere Menschen. Ich habe ein großes Problem mit fremden Menschen, ich fühle mich nur im Kreise meiner engsten Vertrauten wirklich wohl. Deswegen habe ich auch wenige Freunde und lebe recht isoliert (oder vielleicht habe ich diese Ängste auch nur, weil ich so isoliert lebe, kann auch sein).
Ich für meinen Teil kann sagen, dass ich natürlich alles in meiner Macht stehende versuche, um diesen Selbstzweifeln und meiner Angst anderen Menschen gegenüber entgegenzuwirken. Ich habe mit meinem Freund verschiedene Aktivitäten ausprobiert, um mehr mit Menschen in Kontakt zu kommen. Anfangs ging es auch immer recht gut, aber die Tendenz ging mit der Zeit natürlich immer wieder zurück in mein sicheres Schneckenhaus, daher habe ich da irgendwann ein wenig resigniert und igele mich jetzt so ein. Ich bin zwar nicht allzu unglücklich damit, aber so ganz glücklich bin ich auch nicht.
Daher werde ich es jetzt mal mit einer Verhaltenstherapie versuchen. Ob es fruchtet… ich glaube zwar nicht, aber ich werde mir große Mühe geben, dem positiv gegenüberzustehen, da es sonst bestimmt nichts bringt.

Bei mir kommen die immer so in Wellen. Mal ist die ganze Welt super, ich bekomm alles hin… dann läuft etwas mal nicht nach Plan und dann kommen eben wieder die Zweifel… meine schlimmste Baustelle ist da allerdings das Studium:

War es die richtige Entscheidung das zu machen? Werde ich eine gute Lehrerin sein oder komm ich in 10 Jahren zur Besinnung und stell fest, dass ich Kinder hasse? Werd ich irgendwann so fertig sein wie die Leherer die man manchmal im Lehrerzimmer beobachten kann… Was ist wenn ich fertig bin und die keine Lehrer mehr brauchen, was mach ich dann? Was wenn mein Notendurchschnitt zu grottig ist… Bin ich überhaupt eine Respektsperson? Wie stehts mit Klassenführung? Zu leise Stimme? …

Solche Kriesen werden meistens durch aufmunternde Nachrichten aus dem Kultusministerium, schlechte Noten, Prüfungsstress, Stress mit Mitstudentinnen… ausgelöst und halten sich dann hartnäckig über ein paar Wochen (dann gehts wie ein Ping Pong Ball zwischen ja, nein, vielleicht im 10 Min Takt hin und her). Ich ende dann meistens damit, dass ich mir im kommenden Semester noch mehr Klausuren aufhalse um mein Studium + 2 Erweiterungsfäche möglichst in Regelstudienzeit zu schaffen (=Wahnsinn) oder ich die Studienberatung, die mich dann an die Psychotante in der Uni weiterschickt, zu der ich aber noch nie hin bin…
Im Moment ists durchs Praktikum wieder sehr positiv, weil ich die Lieblingspraktikantin der Kiddies bin stolz

Hier beim Zeichnen kommt das eher durch keine, wenige oder kurze Kommentare… oder eben dadurch abgelehnt zu werden weil meine Bilder nicht gut genug sind doer der Stil nicht gefällt. Aber das ist halb so wild.