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Mit was "steigern"?

Hallo Ihr Lieben,

ich häng ja an meinen lieben Buntstiften. Die sind schön billig und einfach zu handhaben. Aber mich macht die Sättigung der Farben unglücklich. Außerdem sieht Alles irgendwie immer gekörnt aus.
An welchem Zeichenmaterial könnte ich mich noch probieren? Ich weiß, hier zeichnen viele mit Copics, aber da bin ich zu blöd für. Das sieht bei mir nie nach was aus und zu teuer sind mir die Stifte ehrlich gesagt auch. Weiß jemand Alternativen die ich bei meiner Art zu zeichnen verwenden kann!? Ich zeichne halt viele fließende Übergänge. Mit Lichteffekten hab ich es noch nicht so. Trotzdem will ich mehr Farbe ins Bild bekommen, ohne dass es zu grob wirkt.
Ich würde mich sehr über Tipps freuen.

Und dann wollte ich noch wissen wie Ihr die weißen Lichtpunkte auf die Karten bringt. Irgendwo hab ich gelesen, dass jemand Gelstifte benutzt. Aber für die eher schimmernden Leuchtpunkte doch nicht… Oder lasst Ihr das weiße einfach frei? Aber dann kommt das doch auch nicht so raus, oder o_O?

LG, Micchon

Wenn du lange genug mit Buntstiften vorsichtig schraffierst, bekommst du mit vernünftigem Papier problemlos saubere leuchtende Flächen hin.

Um Licht und Schatten hübsch darzustellen ist es besonders bei Buntstiften wichtig auch mal zu anderen Farbtönen zu greifen ;)

Haut lässt sich zum Beispiel ganz wunderbar an den dunkelsten Stellen mit Violett schattieren. Passt auch ganz wunderbar zum Standard gelben Licht :)

Lichtpunkte werden zumeist mit weißer Tusche oder Gelstift gesetzt. Und wie du hellere Flächen setzen möchtest musst du selbst ausprobieren.

Wenn du sauber genug arbeitest reicht es, die hellen Flächen ganz leicht (und vor allem sauber) mit dem jeweiligen hellsten Farbstift einzufärben.

Übrigens ist es interessant, das du denkst, Buntstifte wären leicht zu handhaben :) Ich höre da oft ganz andere Töne :D

A la " dauert zu lange" “zu aufwendig” usw.

Danke für deinen Kommi. Werd versuchen deine Tipps demnächst umzusetzen =).

Das stimmt, mit Buntstiften kann man sehr tolle, leuchtende Farben hinkriegen :) Es gibt da zum Beispiel ein wundervolles Tutorial zu von Zadzenea: http://www.zadzenea.de/Tutorials/buntstift-farben.html

Wenn du mal ein anderes Medium versuchen möchtest: Wie wäre es mit Aquarell? ^^ Es kommt mir so vor, als würden sich die Künstler hier aufteilen in diejenigen, die mit Copics gut umgehen können und Aquarell nicht mögen, und diejenigen, bei denen es umgekehrt ist xD

Für kleine weiße Lichtfflächen nehme ich am liebsten einen sehr feinen Pinsel in Stärke 10/0 und Deckweiß. Auch weiße Tusche geht einigermaßen, ist aber oft leicht durchsichtig. Weißer Buntstift geht auch, sofern man den Rest des Bildes nicht mit Buntis gezeichnet hat- Da muss man aber sehr aufpassen, dass der Buntstift deckend ist, nicht bröselt und vor allem dass er immer scharf gespitzt ist.
Bei Aquarell nehme ich am liebsten Rubbelkrepp (diese durchsichtige bis weiße Masse, die nach dem Trocknen verhindert, dass das Papier an dieser Stelle Farbe annimmt, und die man am Ende einfach wegrubbeln kann, wenn man fertig ist <3).

Tolle Tipps! Danke! Ich hab meine Skizze gerad fertig. Morgen werd ich mich mal mit Hilfe des Tutorials austoben XD.

Wenn du gerne mit Buntstiften arbeitest, dann könntest du dir ja mal die Anschaffung von Polychromos überlegen. Sind zwar auch nicht gerade billig, aber dafür sind die Stifte wahnsinnig toll. Ich konnte früher auch nie glauben, dass es bei Buntstiften solche Qualitätsunterschiede gibt. Mit der Farbsättigung hast du da sicher keine Probleme mehr.

Die Körnung bei Buntstiftcolos nerven mich auch immer ziemlich, aber es gibt da einen ganz einfachen Trick die Colo weicher zu machen. Ich male über colorierte Flächen immer mit dem weißen Polychromo drüber und verwische sozusagen einfach die Farbpigmente und frische danach die Farbe nocheinmal ein bisschen auf. Das funktioniert aber nur bedingt mit anderen weißen Buntstiften, da die meisten eine zu harte Mine haben. Ich hab mir früher deshalb immer nur einen weißen Polychromo gekauft und sonst mit meinen Billig-Buntstiften gemalt.

Für die Lichtpunkte benutzen die Meisten wohl wirklich Gelstifte oder weiße Tusche. Wenn du mit der Feder zeichnen willst, musst du bei der weißen Tusche aber unbedingt darauf achten ob sie federgeeignet ist, denn oft sind sie nur für Pinsel geeignet und das ist dann sehr ärgerlich, wenn man sich ein Fläschchen umsonst gekauft hat. Mit dem Pinsel funktioniert es auch, allerdings finde ich persönlich es schwer sehr feine Linien zu zeichnen.
Und wenn du einen schimmernden Effekt willst, dann würde ich dir Diamanttusche empfehlen, das sieht sehr hübsch aus.

Ich hoffe das war einigermaßen hilfreich ;)

Ich hab kein Wort verstanden. Aber ich werde artig Google bemühen =D. Und dann wird rumprobiert =)!

lach
Jaaaa … so ähnlich hab ich anfangs auch oft reagiert xDD. Wenn du einen mehr wachsstiftartigen Effekt magst, also dass die Stifte einen sehr weichen Abrieb haben, probier mal Prismacolor. Ich durfte Arvensis’ Stifte mal ausprobieren und fiebere jetzt schon meinem Geburtstag entgegen, da gibts die für mich :D. Generell, wenn du einen großen Künstlerbedarf in der Nähe hast, also einen, der mehrere Stiftesorten im Sortiment hat, probier da ruhig mal rum. Es ist erstaunlich, wie unterschiedlich Buntstifte sein können.
Wenn du keinen weißen Polychromo hast (der ist sehr, sehr weich und außerdem auf Ölkreidebasis und eben dadurch gibt es diesen samtigen Abrieb) macht es auch ein Papierwischer. Das sind sozusagen Stifte aus Papier … oder wie auch immer man sie beschreiben soll. Mir haben sie jedenfalls schon gute Dienste geleistet.

Und, eine Frage am Rande: Was für Papier benutzt du?

Was die weißen Lichtreflexe angeht, wurde ja schon alles gesagt.

Wir haben hier einen sehr großen Papier- und Bastelladen mit sehr vielen Stiften in der Stadt. Ich krieg im Prinzip was immer ich will, wenn ich wüsste was ich wollen soll ^^. Aber jetzt hab ich ja schon gut Anhaltspunkte. Danke! Ich denk ich weiß auch was ich mir ungefähr demnächst anschaffe. Ich denk mal es werden Polychromos ^^.

Ich zeichne auf ganz normalem Druckerpapier XD.

Früher habe ich auch gerne Druckerpapier benutzt, bestimmt noch bis zu meiner 150. Karte oder so. ^^ Manchmal mag ich das auch heute noch gern, gerade wegen der Papierkörnung. Aber wenn ich das Problem mit der Körnung umgehen will, nehme ich lieber weißen Zeichenkarton. Der verträgt es nämlich auch etwas besser, wenn man mal radieren muss - und ich glaube, dass die Bilder darauf in 200 Jahren noch besser aussehen werden als Bilder auf dünnem Papier (aber ich denke, das vernachlässigbar, weil sich darüber höchstens die Ur-Ur-Urenkel deiner Tauschpartner aufregen werden xD).

Mein liebster Karton für Buntstiftcolos ist übrigens der URSUS Zeichenkarton von MacPaper, weil er schon fast so dick ist wie eine KaKAO-Karte sein sollte, gaaanz glatt ist und nicht zu vergilben scheint, soweit ich das bisher beurteilen kann. Angeblich verträgt er sogar minimal Aquarell, aber darauf würde ich nicht wetten.

Ach Ermelin, lass mich auch erstmal bis zu meiner 150. Karte kommen. Gern auch mit Druckerpapier XD.

Ich kann das mit der Körnung bei Druckerpapier aber auch nur unterschreiben. Was ich statt Zeichenkarton ganz gerne nutze sind Blanko-Karteikarten. Die, die ich habe sind viel glatter als Druckerpapier und vertragen trotzdem ein paar Schichten Farbe (tun ja die meisten).

Was kosten die Karteikarten ungefähr? Muss ich die nochmal verstärken?

Also meine A6-Karteikarten haben 90 Cent gekostet … für 100 Stück unschlagbar. Verstärken wäre aber empfehlenswert, ja. Notfalls einfach mit einer zweiten Karteikarte, oder eben mit einem Motiv/Farbkarton.

Also neben dem richtigen Papier (wurde hier ja schon angesprochen) ist ein hochwertiger Buntstift wirklich etwas ganz anderes als das, was man - ganz extrem gesagt - so im Euroshop bekommt. Ich male am liebsten mit den Farbstiften Polychromos von Faber Castell. Die sind zwar recht teuer (so ab 1,25€ das Stück aufwärts), haben aber wirklich sehr schöne, leuchtende Farben und decken auch sehr gut. (und sie lassen sich mit einem Wattestäbchen oder Pinsel mit Babyöl vermalen __ Geht bei den üblichen Farbstiften, wo die Farbe in den Minen mit Wachs gebunden wird nicht) Aber es gibt auch andere sehr gute Farbstifte, wie z. B. die Prismacolor (hier in Deutschland jedoch eher schwierig zu bekommen), Derwent Coloursoft (wegen der Farbauswahl eher für Naturbilder geeignet) oder andere bereits genannte Stifte.

Mit den Polychromos arbeite ich jetzt schon etwa 2 Jahre und mit ihnen und der Technik aus Zadzeneas Tutorial hatte ich da auch nie Probleme mit den weißen Punkten (das hängt allerdings auch wirklich zu einem Teil von gutem Papier ab), wobei ich normalerweise, auch ein wenig “trickse”. Ich male nämlich zusätzlich noch mit einem (manchmal auch zwei) helleren Buntstift die Fläche zuerst aus, bevor die eigentliche Farbe zum Einsatz kommt die ich haben will. Wenn ich z. B. eine eine dunkelblaue Fläche malen möchte, dann nehme ich erst einmal einen (oder eben zwei) farblich passenden, hellblauen Farbstift und male die Fläche aus (drücke nicht sehr fest aber mache dafür eine oder mehrere Schichten). Dann kommt die eigentliche Farbe wie bei Zadzenea in mehreren Richtungen drüber. Und am Ende, wenn noch irgendwo weiße Punkte zu sehen sind, gehe ich oft auch noch einmal mit dem helleren Farbstift über diese Flächen. Dann gehen die Punkte auch weg. Und, wie ich finde, wirken selbst Flächen ohne Schatten und Glanzeffekte oft viel lebendiger und nicht so “platt” wie wenn man nur eine Farbe nimmt. :-)

Falls du noch etwas Anderes ausprobieren willst, das Medium an sich aber magst, könntest du auch wasservermalbare Farbstifte ausprobieren. Das wäre dann der Mittelweg zwischen deiner bisherigen Technik und dem, was Ermelin vorgeschlagen hat. :-) Allerdings braucht man dafür auf jeden Fall wieder anderes Papier, nämlich Aquarellpapier, Druckerpapier ist dafür absolut gar nicht geeignet und auch Papier für Farbstifte würde ich erst einmal auf einem Rest testen und mir nicht allzu viel davon versprechen.

Ich hoffe, dass mein Riesenmonolog verständlich war und er weitergeholfen hat. Viel Spaß beim Rumprobieren! :-)

Danke für Eure Antworten. Ich geh jetzt erstmal los und shoppe ein paar Poly-Stifte und Karteikarten. Und dann mal sehen was draus wird XD. Danke vielmals nochmal. Ihr seid echt tolle Ansprechpartner!

Also, ich könnte dir in diesem Fall -wie playgo zuvor- sehr zu Aquarellfarbstiften d.h. zu wasserlöslichen/wasservermalbaren Farbstiften raten, die erst in Kontakt mit Wasser ihre richtige Farbenpracht entfalten. Diese kommen Leuten, die sehr gern mit Buntstiften zeichnen, aber gerne auch malerische Effekte haben wollen ohne richtige Malkünstler zu sein, sehr entgegen. Mit Aquarellfarbstiften kann man auch sehr viel kontrollierter arbeiten als mit reinem Aquarell. Und es ist eine gute Hilfe, wenn man noch nicht so sicher mit dem Pinsel umgehen kann. Zudem kann man wasserlösliche Stifte auch gut mit den normalen wasserunlöslichen Stiften und auch mit Aquarellfarben kombinieren. Da bekommt man ungeahnte Variationsmöglichkeiten…
Wenn dich das interessiert, kannst du dich ja auch in dieser Richtung noch etwas weiter informieren. Zu Aquarellfarbstiften gibt es hier auch weitere Forenthreads zu:
http://www.kakao-karten.de/forum/index.php?topic=5360.0
http://www.kakao-karten.de/forum/index.php?topic=2131.0

Ich bin ein sehr großer Fan von Aquarellfarbstiften, zeichne/male sehr gerne mit ihnen.

Da du ja schon viele und gute Antworten hast, möchte ich nur noch kurz eine Anmerkung zu Gelstiften machen. Die halten nämlich nur sehr schlecht auf Buntstiftcolorationen, weil der Untergrund dann zu glatt ist. Das funktioniert nur noch mit ganz wenig Druck und herumprobieren. Also wenn du nur mir Buntstiften malst, solltest du eher zu weißer Tusche greifen ;)

Danke für Eure Beiträge.
Ich habe auch Aquarellstifte, aber damit komme ich nicht zurecht. Die Bilder sehen immer gut aus solange ich nicht mit Wasser drüber geh. Und dann gehen die ganzen Schattierungen flöten XD.

Deckt weiße Tusche gut, oder muss ich da ne freie weiße Fläche lassen wo damit arbeiten will?

@ Aquarellstifte: Klar, die Schatten werden dann auch verwaschen. Aber was hindert dich daran, die Schatten danach mit (Aquarell-)Farbstiften nachzuarbeiten? Gerade Aquarell lebt ja von je nach Technik auch von übereinander liegenden Farbschichten. War mir bis vor kurzem auch nicht so bewusst und ich war da genauso frustriert wie du. XD Aber seitdem ich mehr auf so was achte gehts deutlich besser. :-)