Also neben dem richtigen Papier (wurde hier ja schon angesprochen) ist ein hochwertiger Buntstift wirklich etwas ganz anderes als das, was man - ganz extrem gesagt - so im Euroshop bekommt. Ich male am liebsten mit den Farbstiften Polychromos von Faber Castell. Die sind zwar recht teuer (so ab 1,25€ das Stück aufwärts), haben aber wirklich sehr schöne, leuchtende Farben und decken auch sehr gut. (und sie lassen sich mit einem Wattestäbchen oder Pinsel mit Babyöl vermalen __ Geht bei den üblichen Farbstiften, wo die Farbe in den Minen mit Wachs gebunden wird nicht) Aber es gibt auch andere sehr gute Farbstifte, wie z. B. die Prismacolor (hier in Deutschland jedoch eher schwierig zu bekommen), Derwent Coloursoft (wegen der Farbauswahl eher für Naturbilder geeignet) oder andere bereits genannte Stifte.
Mit den Polychromos arbeite ich jetzt schon etwa 2 Jahre und mit ihnen und der Technik aus Zadzeneas Tutorial hatte ich da auch nie Probleme mit den weißen Punkten (das hängt allerdings auch wirklich zu einem Teil von gutem Papier ab), wobei ich normalerweise, auch ein wenig “trickse”. Ich male nämlich zusätzlich noch mit einem (manchmal auch zwei) helleren Buntstift die Fläche zuerst aus, bevor die eigentliche Farbe zum Einsatz kommt die ich haben will. Wenn ich z. B. eine eine dunkelblaue Fläche malen möchte, dann nehme ich erst einmal einen (oder eben zwei) farblich passenden, hellblauen Farbstift und male die Fläche aus (drücke nicht sehr fest aber mache dafür eine oder mehrere Schichten). Dann kommt die eigentliche Farbe wie bei Zadzenea in mehreren Richtungen drüber. Und am Ende, wenn noch irgendwo weiße Punkte zu sehen sind, gehe ich oft auch noch einmal mit dem helleren Farbstift über diese Flächen. Dann gehen die Punkte auch weg. Und, wie ich finde, wirken selbst Flächen ohne Schatten und Glanzeffekte oft viel lebendiger und nicht so “platt” wie wenn man nur eine Farbe nimmt. :-)
Falls du noch etwas Anderes ausprobieren willst, das Medium an sich aber magst, könntest du auch wasservermalbare Farbstifte ausprobieren. Das wäre dann der Mittelweg zwischen deiner bisherigen Technik und dem, was Ermelin vorgeschlagen hat. :-) Allerdings braucht man dafür auf jeden Fall wieder anderes Papier, nämlich Aquarellpapier, Druckerpapier ist dafür absolut gar nicht geeignet und auch Papier für Farbstifte würde ich erst einmal auf einem Rest testen und mir nicht allzu viel davon versprechen.
Ich hoffe, dass mein Riesenmonolog verständlich war und er weitergeholfen hat. Viel Spaß beim Rumprobieren! :-)