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Ernährung

In Anlehnung an die Ausschweifungen an im ich denke Thread möchte ich den Plauderthread über Essen und Ernährung eröffnen. Dabei wirklich mit Schwerpunkt Ernährung, einfach Essensfotos so haben wir ja schon einen Thread für.

Als Wissenschaftler kann ich zu dem Thema sagen: Kaum ein Feld ist so schwierig zu erfoschen wie Ernährung. Wir essen jeden Tag und wir haben jeden Tag bock auf irgendwas. Und wir erinnern uns oft gar nicht mehr. Ernährungstagebücher führen ist nervig und verändert teilweise das Ergebnis (bei mir führt es z.b. schnell in Richtung Störungsentwicklung). Daher ist es auch so schwierig, gute Studien dazu zu erzeugen.
Aber es gibt inzwischen mehr und mehr Studien.

Da die wenigsten hier eine Wissenschaftsliteraturausbildung haben, möchte ich das kurz erklären:

Die Qualität der neuen Erkenntnis im Sinne von “beschreibt das am Nähesten die Wahrheit?” staffelt sich. Oma Erna hat erzählt wenn sie Oliven isst, bekommt sie Durchfall ist z.B. nichtmal in der Pyramide dargestellt, weil das eine Anekdote ist ohne viel drumdum zu fragen.
Schreibt jetzt jemand einen Leitartikel über Oma Ernas Durchfall, hat das mehr Aussage, weil er sie systematisch gefragt hat: Wann isst du Oliven, wie viele Oliven, welche Oliven, kann ich mit mehr Menschen sprechen, die diese Oliven gegessen haben? Was isst du sonst noch so?
In der Einzelfallanalyse wird dann richtig Buch geführt und Oma Erna muss sich nicht nur erinnern wie viele Oliven sie wann gegessen hat, sondern das richtig aufschreiben, pro Olive.

Dann werden es mehr und mehr Studienteilnehmer, die so untersucht werden und es gibt Blind-Oliven, also Oliven die gar keine sind. Noch besser: Der der die Oliven verteilt darf irgendwann nicht mehr wissen, was die echten und falschen Oliven sind und der Auswerter der Protokolle auch nicht.

Danach kommt, diese Gruppenstudien werden wiederholt von anderen Wissenschaftlern.

Ganz oben sitzt jemand, der zusammenfasst, was die Gruppen an Wissenschaftler über ihre Studiengruppen festgestellt haben und der auch ganz genau darauf schaut, wer wie genau seine Ergebnisse erhoben hat. Und ob da die Olivenindustrie vielleicht jemanden gesponsort hat, damit der schreibt “Nein, Oliven machen schöne Haut und führen nicht zur Durchfall!”.

Das größte Problem, was all diese Stufen haben:
Man kann ja nicht alle zum Woyzeck machen. Vielleicht beeinflusst Milch die Olivenaufnahme? Aber wie will ich verbieten, die zu konsumieren? Die Teilnehmer brauchen eine ausgewogene Ernährung.


Wir kommen zurück zum Thread.

Lasst uns über Ernährung reden, was nicht einfach ist wie wir sehen.
Wo gerade der Schuh drückt, was man spannendes erfahren hat, offene Fragen, was auch immer.

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Ich bin immer ganz schlecht bei Diskussionen dran zu bleiben aber ich wollte zu den Punkten die im “ich denke” angesprochen wurden zwei Videos da lassen die ich sehr interessant fand.

Eine Person hat ADHS und Essen angesprochen und für mich war dieses Video sehr hilfreich - es geht viel darum wie sich Übergewicht und ADHS verstärken aber auch viele Punkte die auf Normalgewichtige Einfluss haben und speziell auch dieses “warum ADHSler ne Tendenz zu cravings und binge eating haben”, weil das mit dem Dopamin Release ja nicht so gut funktioniert wie bei den meisten Menschen und ein Keks dann viel weniger Satisfaction gibt und dann braucht man noch einen und noch einen, usw…

Und was die Zuckersache und cravings angeht find ich die Theorie hinter Glucose Spikes sehr interessant, die ja auch durch Brot, Nudeln und co entstehen:

Mein größtes Problem ist 100% Stress und die ganze Dopaminsache. Bin ich entspannt und ausgeglichen, weil ich viele positive Aktivitäten, Bewegung, Erfahrung aber keinen Stress von Beruf, Familie, etc. habe ist gesunde Ernährung plötzlich ganz einfach. Aber sobald ich Faktoren im Leben habe die mich mental belasten oder stark ablenken ist es super schwer Junkfood und Zucker nicht als “positiven Stimulus” zu verwenden. :upside_down_face:

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Ich hab so viele Gedanken zum Thema essen, aber ich bin grade zu faul, die alle aufzuschreiben, als werde ich sie wahrscheinlich so nach und nach immer mal wieder häppchenweise so hier reinwerfen aber nicht alle auf einmal.

Ein Thema was auch schon angesprochen wurde war „keine Lust zu kochen“ oder auch „kein Platz kochen weil schon so viel dreckiges Geschirr“ oder auch „keine Lust zu kochen weil ich dann nachher spülen muss“ oder was weiß ich.

Als jemand der kochen abgrundtief hasst, fühle ich diese Punkte alle sehr. Wenn meine Küche voll ist mit Geschirr und ich gar nicht mehr gescheit an den Herd komme und eigentlich auch gar keinen sauberen Topf mehr hat, Koche ich nicht. Ende :joy:.

Aber auf das dreckige Geschirr wollte ich jetzt auch gar nicht eingehen, ich wollte nur verdeutlichen wie sehr ich kochen hasse und dass ich niemand bin, der einfach so mal eben beschließt, ja lass mal was gesundes kochen.

Ich finde es Wahnsinnig wichtig, dass man, wenn man eh noch nicht in der kochgewohnheit drin ist, nicht alles auf einmal über den Haufen schmeißt, weil das hält man auf Dauer dann eh nicht durch.
Erstmal mit kleinen Schritten anfangen. Z,b. Eben nur eine Mahlzeit am Tag optimieren und die anderen erstmal so lassen wie sie sind.
Wenn man diese eine Mahlzeit dann wirklich guten Seine Gewohnheit integriert hat, kann man irgendwann mal die zweite dazunehmen.

Wenn ich mal wieder in so einer kein Bock Phase bin, ist bei mir meistens das Frühstück, dass ich als erstes wieder anfasse weil Frühstück ist für mich was ich am einfachsten in den Griff kriege.

Ob ich dann abends noch weiterhin nutellabrot esse, ist mir dann erstmal egal. Morgens gescheit essen und abends nutellabrot ist besser als morgens und abends nutellabrot weil ich diese 180 grad Wendung von „ich mach alles besser“ nach einer Woche wieder aufgegeben hab :joy:.

Auch sehr hilfreich: vorkochen.
Mein Mittagessen koche ich immer für 2 Tage, dann muss ich nur halb so oft kochen.

Frühstück mach ich grade sogar immer für 5 Tage.
Ich esse zum Frühstück immer porridge weil ich keinen Bock hab, mir Gedanken Darüber machen zu müssen, was ich denn heute schon wieder esse. Wenn ich jeden Tag das gleiche esse, muss ich nicht denken.
Da ich gerne 200ml Milch in mein porridge reinmache, Kipp ich einfach gleich die komplette literpackung rein, das kommt dann eben bei 5 Portionen raus. Eine esse ich sofort, 2nkommen in den Kühlschrank und 2 in die Tiefkühltruhe, weil ich trotz sehr viel googeln niemanden gefunden hab, der sagt, man kann das Zeug auch länger als 2-3 Tage im Kühlschrank aufbewahren und ich bin essenshypochonder und hab immer Angst dass ich an gammeligem essen sterbe :joy:.

Einmal eingefrorenes und wieder aufgetautes porridge schmeckt zugegebenermaßen SEHR durchschnittlich. Aber man kann es essen und ich hab damit keine Arbeit und keine Arbeit ist in meiner prioritätenliste weiter oben als leckeres Essen.

Was auch gut ist, ist TK Gemüse. Muss man nix mehr selber schnibbeln. Schneiden nervt und macht wieder brettchen und Messer dreckig xD
Und auch wenn Tk fraß ja generell eher nicht so toll ist (im Sinne von Fertiggericht), hat TK Gemüse ja mittlerweile einen sehr guten Ruf und Leute behaupten teilweise sogar das ist besser als frisches, weil beim Frischen die Vitamine so schnell verloren gehen?

Aber selbst wenn nicht, Tk Gemüse ist garantiert immer besser als ne Pizza.

In mein porridge haue ich auch immer TK Obst rein, weil ich einfach absolut keinen Bock auf Obst schneiden hab.
Vor allem sowas wie Mango. Die schälen und dann vom Stein abkratzen führt dazu dass ich sie kaufe und dann solange rumliegen lasse, bis sie gammelt weil ich mir jeden Tag sag, ja mach ich morgen weil heute keine Lust.
TK Mango kaufen, Packung aufschneiden, reinkippen, fertig.

Ich koche zwar inzwischen auch mittags fast ausschließlich mit frischem Gemüse, das man selber schneiden muss (:scream:), aber mein Abendessen ist mir aktuell z.b. zu viel. Das auch noch ordentlich zu gestalten. Phasenweise hat das zwar immer schon geklappt. Aber momentan schaffe ich es nicht, mich gedanklich und Aufwandlich und geschirrspültechnisch auch noch um gutes Abendessen zu kümmern, also gibts abends bei mir einfach Brot. Immerhin Vollkorn (und ja tatsächlich Vollkorn und kein braun eingefärbtes Weißmehl) und wenn möglich nicht mit Nutella :joy:.

Finde Brot ernährungsteschnisch tatsächlich gar nicht toll und es macht auch nicht lang satt, was auch nervt, aber es geht schnell und einfach und mehr schaffe ich aktuell einfach nicht, wenn ich nach der Arbeit jeden Tag noch zum Pferd muss und oft bis um 9 oder länger am Stall bin.

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So sieht bei mir aber auch ein typischer Wochentag aus.
Früher hatte ich morgens auf der Arbeit Müsli, aber seitdem ich von overnight oats gehört habe, die ich nun zu Hause esse, nimmt das für mich sooo viel Stress raus. Ich habs auch mit Porridge verglichen, die overnight schmecken mir einfach besser.

Ich bereite die dann trocken in Gläsern vor und wenn ich morgens das eine gequollene Glas aus dem Kühlschrank nehme und ja sowieso drüber nachdenke, nehm ich gleich ein trockenes und füll Sojamilch rein, schütteln, in Kühlschrank für den nächsten Tag.

Heute für 2 Wochen vorgemischt:

Für Mittags esse ich eine vorgekochte Hauptmahlzeit (auch min für 2 Tage). Seit gestern nehm ich wieder an der Mittagspause auf Arbeit teil. Die wird in der Mikro aufgewärmt.
Als ich jetzt so lange krank war, habe ich aber auch oft vorgekocht oder eben deutlich mehr Menge.

Und abens gibts Brot. Wir sind schließlich ein deutscher Haushalt!

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2 Wochen ist natürlich mega, ich neide ein bisschen xD
Ich muss leider kochen, ich find overnight oats ungenießbar, ich möchte mein Essen bitte todesmatschig haben und todesmatschig wird es nur beim kochen und nicht bei overnight xD
Und wenn einmal gekocht ist dann die Haltbarkeit auch nur noch begrenzt, meh xD

Hab tatsächlich aber auch schonmal mit dem Gedanken gespielt, mehr Dosen zu kaufen und dann gleich 10 Tage zu machen und einzufrieren, aber das passt 1. nicht in meinen Topf und 2. hätte ich dann 7 Tage gefrorenes und wieder aufgetautes porridge und das schmeckt halt doch nicht so toll, also bin ich bei alle 5 Tage frisch geblieben und kann damit grade eigentlich ganz gut leben :sweat_smile:

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Wenn es schonmal diesen Thread hier gibt, nutze ich den mal: Gibt es hier Leute, die zu den Personen gehören, die bestimmte Lebensmittel nicht essen können, obwohl weder Allergie, normales “mag ich nicht” oder eine der bekannteren Essstörungen das verhindern würde? Da ich so jemanden in meinem Umfeld habe, bin ich darauf gestoßen, dass die Forschung dazu noch sehr jung zu sein scheint und es gibt aktuelle eine Umfrage dazu von der Universität Leipzig: https://selektive-essstoerung-verein.jimdosite.com/news/

Falls das hier auch jemanden betrifft, könnt ihr euch die Umfrage ja mal anschauen. Ich würde mich sehr freuen, wenn bei dem Thema mehr Forschung zu mehr Erkenntnissen führt :slightly_smiling_face:

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Weißt du wie “nicht essen können” da definitiv wird?
Mehr als physisches Ding, von wegen “dann geht’s mir schlecht”, psychologisch oder ethisch “das bekomm ich nicht runter” wie Fleisch bei manchen Veganern oder ganz anders?
Ich bekomme z.B. bei Pudding, Milchhaut und ähnlicher Textur Würgreiz und könnte es vermutlich irgendwie runterbekommen aber es wäre extrem schwer für mich.

Und was ja auch weit verbreitet ist, dass man von Lebensmitteln nicht viel Essen kann wenn man es nicht gewöhnt ist, weil der Magen sonst später rumzickt und da schreitet bei mir recht schnell das Gehirn ein und meint “kein Bissen mehr, uns ist jetzt schon schlecht” obwohl das Zeug sooo schnell auch garnicht im Magen sein sollte… :thinking:

Oh, aber bedeutet das es gibt Leute die nicht zumindest ein Nahrungsmittel haben bei dem ihnen physisch schlecht wird ohne “logischen” Grund?
Ich dachte jeder muss doch mindestens eine so ne Sache haben und in meinem Freundeskreis/Familie ist das total üblich?

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Keine Ahnung, ob das passt: aber wenn ich eine Olive in den Mund nehme, bekomme ich fast sofort einen Würgereiz… Keine Ahnung, warum.
Und andere Sachen, wie Muschel oder ähnliches, esse ich nicht, weil mich schon die Idee gruselt. Und ich bin froh, das ich nie in die Verlegenheit kam, Hummer essen zu sollen.
Aber auch Geschling und Flecke sind so Sachen, da hungere ich lieber… :)

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Ich kenne ja nur einen konkreten Fall (der auch nicht offiziell diagnostiziert ist, aber es klingt schon seeeeehr passend). Diese Person kann sehr viele Lebensmittel aufgrund der Konsistenz nicht essen. Davon wird der Person schlecht. Auf dem Link gibt es einen Bereich “Info”, da steht eine ganze Menge zu einzelnen Formen.

Es geht nicht um etische Gründe. Bei einzelnen Lebensmitteln (Beispiel Milchhaut und Olive) bin ich mir nicht so sicher, ob das schon zählt. Ich zitiere mal von der Seite: “Einige Betroffene haben Schwierigkeiten nur mit einzelnen Lebensmitteln, während andere ganze Lebensmittelgruppen meiden, wie zum Beispiel Obst, Gemüse, Fleisch oder Fisch. Es gibt auch Personen, die nur eine sehr geringe Anzahl von Lebensmitteln (< 10) essen können.”. Der Fall den ich kenne fällt in die Lebensmittelgruppen Kategorie. Das ist auch kein einfaches “mag ich nicht”. So etwas hat die Person zu einzelnen Lebensmitteln zusätzlich und das ist natürlich völlig normal. Aber alle Lebensmittel aus dieser Kategorie kann die Person halt überhaupt nicht essen, das wird als absolut eklig empfunden und das schon seit der Kindheit. Abgesehen davon, dass es mit der Konsistenz zusammenhängt, sind uns die Gründe völlig unklar.

Ich schätze mal, da die Forschung hier noch so neu ist, wird es noch keine klare Abgrenzung gehen. Ich glaube bei der Umfrage geht es auch genau darum, festzustellen, welche Variationen es geht. Im Beschreibungstext habe ich gesehen, dass das Ziel eine bessere Diagnose ist.

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Ich find es gut, dass die sowas angehen. Im Text stand jetzt auch, dass man anrufen kann, um Näheres zu erfahren und/oder abzuklären, ob man selber dazu zählt oder nicht (was aber auch nur hilfreich ist, wenn man nicht gerade das Telefonieren meidet, wie die Pest :sweat_smile:) und aber auch Antworten von Nichtbetroffenen hilfreich sind.

Ansonsten hab ich vom Thema Ernährung eher weniger Ahnung und schaff’ es da auch nicht, mich aktiv selber zu informieren, daher freue ich mich, dass es jetzt diesen Thread hier gibt. :heart:

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Da sind so viele Fragen wo es drauf an kommt!
Isst du gerne? Sicheres essen ja total! Aber wenn unsicheres Essen auf dem Tisch steht, dann rühre ich das nichtmal an.
Hast du Angst vor dem Essen? Bei sicherem essen überhaupt nicht, ich fress wie ein Müllschlucker! Aber wenn ich Bedenken habe, etwas könnte glibbrig sein, dann hab ich wirklich Probleme.

Ich bekomm inzwischen auch die Krise wenn ich auswärts essen muss und die haben kein echtes Essen auf der Karte. Und genau so möchte ich das unterstrichen haben, sicheres Essen ist für mich echtes Essen.
z.b. Wenn die nur Floisch haben, rohen Fisch, was mit Ziegenkäse, Spargelgerichte und Spagetti. Wieso, für Vegetarier haben wir doch was! :grimacing:
Dann ist mir tatsächlich zum Weinen zumute und ich muss hart kämpfen, es dann zu unterdrücken. Weil ich halt doll Hunger habe und sehr enttäuscht bin und Angst habe, hungrig ins Bett zu gehen (was mit meiner Thyroxin Dosis einfach super pain ist und ich auch sehr schnell Gewicht verliere und super antriebslos werde).

Früher hatte ich dann Desserts als Joker, die sind nun weg. Die haben mich oft gerettet.
Jetzt hab ich immer Notfallnüsse und Notfallproteinriegel in der Tasche.

Ich hoff immer, das merkt einfach keiner. Also dass es mir dabei so schlimm geht. Mir wurde immer beigebracht, dass das negativ ist und man so nicht zu sein hat.
Habs 3 Jahre im Bachelorstudium versucht, alles zu essen. Das lief nicht gut. Ich habs aufgegeben und freue mich, so viel Ekel nicht mehr zu haben. Uuuaaah schwabbelige Fettkante!

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Habe das tatsächlich mit reifen Bananen und sämtlichen Corn Flakes die länger als 15 min in der Milch schwimmen lol
Meine Mutter versucht mir seit Jahren Porridge anzudrehen und jedes Mal erkläre ich ihr wie sehr mich die Konsistenz schüttelt. “Aber gerade das ist doch so toll” ja dann Mama, ein ganzes Glas Porridge nur für dich!
Diese matschige schleimige Konsistenz bringt mich einfach zum würgen. Also esse ich nur halb grüne Bananen oder schneide sie mir klein. Zum Glück beeinträchtigt mich das alles null. Ich möchte gar nicht wissen was für ein Horror das annehmen kann für andere…
Früher hatte ich das auch mit Fisch. Bis vor 1-2 Jahren habe ich kaum Fisch gegessen. Ich habe es gehasst, fand’s ekelig und einfach schrecklich. Alles daran. War meinen Eltern früher herzlich egal aber das ist ne andere Geschichte.
Aber seit kurzem liebe ich Fischgerichte. Egal ob Lachsfilet oder sone Olle bordolaise (wird Safe nicht so geschrieben lol). Weil das ist das einzige was ich mir als Vegetarier an Fleisch auf den Tisch hole anderfalls steigt mir der Arzt auf’n Dach wegen meinen niedrigen Omega 3 wert (könnte auch einfach leinenöl kaufen aber den vergesse ich immer aaaaa)

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… Die Liste der Lebensmittel die ich esse ist kürzer als andersherum. Es ist inzwischen zwar besser als noch vor 15 Jahren, weil ich vieles was mir damals noch sofort Würgreize verursacht hat jetzt zumindest runter bekomme, aber Scheisse ist es trotzdem.

Habe ein echtes Problem mit Konsistenz von Essen. Der Geschmack mag im Zweifel ja okay sein, aber wenn die Konsistenz nicht stimmt dann war’s das.

Abgesehen von allem was aus dem Wasser kommt gibt es aber immerhin keine andere komplette Kategorie an Lebensmitteln wo ich gar nichts von esse.
Aber alles was aus dem Wasser kommt ist tatsächlich bis heute ein Garant dafür das mir mindestens schlecht wird wenn ich nicht direkt kotzen muss.

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Ich empfinde die Liste der Lebensmittel die ich esse viel länger als die, die ich nicht esse:

Ich esse:
[jedes Lebensmittel haarklein aufgelistet]

Ich esse nicht:
alles, was eklig ist.

Und beim Einkaufen fühlt es sich auch wie große Auswahl an, in der Gemüseabteilung kann ich alles bis auf Spargel und Rosenkohl in den Wagen legen und daraus lecker Essen machen. Die meisten Läden hier haben keine Okraschoten, also muss ich nur 2 Gemüse aufzählen die nicht gehen. In Okra ist Glibber. Der Geschmack ist aber gut.
Bei Stachelbeeren dasselbe Problem. Lecker, aber ieh.
Wenn es mehr Okra gäbe, dann würde ich das vielleicht aber so entwickeln im Rezept, dass der Glibber gebunden wird bsp mit Mehl.

Ich hab letztens eine Doku über einen Pilzanbauer in Offenburg gesehen, der hat auch Pilzsorten die es hier so nicht gibt. Neben Maitake, die ich unbedingt mal probieren will hat er auch das japanische Stockschwämmchen. Und dann holte er aus, was ich interessant finde:
Die meisten Deutschen, die keine Pilze mögen, tun das wegen der Konsistenz.
Generell mögen die Deutschen die Pilze mögen auch lieber trockene feste Pilze.
Japaner dagegen mögen gerne auch weiche glibberige Pilze wie das japanische Stockschwämmchen. Das schleimt dazu auch noch.

Es sieht wunderschön aus in seinem Keller, aber danke nein, für mich dann nur den festeren Maitake bitte.

Ich hab in Japan aber viel Glibber beobachtet. Wer Glibber liebt, der ist da total gut beraten.
Es gibt sehr viel Süßigkeiten mit weichem Jelly, der ganze rohe Fisch ist für mich Jelly, Pilze sind teils Jelly, dann gibt es Konjakwurzel-Jelly. Was von der Konsistenz ok war, weil fest genug. Aaaber… mein Magen sagt “Das ist kein Essen und du hörst sofort auf, das runter zu schlucken!!” und das ist so krass, dass ich auch Rügenwalder Salami vegan die großen Scheiben nicht essen kann. Sofort “Aufhören zu schlucken!”. Die kleinen Scheiben sind ohne, die gehen.

Ich find an Konjak echt nichts eklig oder unwohl schmeckend. Aber anscheinend ist das wohl kein Essen für mich.

Ich habe die Umfrage eben ausgefüllt und da ich echt nicht noch ein Problem brauche werde ich die Umfrage jetzt direkt wieder vergessen :sweat_smile: aber ja mir war bewusst das ich einen leichten Schatten habe was das angeht.

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Ich hab es gerade versucht, aber da macht mir mal wieder meine Ubsicherheit einen Strich durch die Rechnung. Ich hab in den letzten vier Wochen das Haus so gut wie nicht verlassen und antürlich haben wir eigentlich nur das zu Hause, was wir gern und gut essen. Also bin ich eigentlic, was das Ergebnis angeht, ein Störfaktor, weil ich keinen Plan habe, inwieweit ich das dann bewerten soll. Im Vergleich zu was? Ich hab keinen Vergleich. Mein Mann isst das, was ich esse, wenn er daheim ist. Was er auf Arbeit so treibt, weiss ich nicht. Und durch mein Einbunkern zuhause fehlt mir der Vergleich zu anderen… :sweat:

Ich habe ihr Buch mir als Hörbuch angehört und folge den Regeln seit einer Weile. Also Heißhunger Attacken hatte ich kaum welche gehabt. Ob es davon kommt müsste ich weiter machen es war ja auch sehr heiß in letzter Zeit, da ist mein Apetit generell geringer.
Was aber meine Waage sagt ist, ich habe seitdem gut abgenommen und ja Fett kein Wasser, das ohne Kalorien zählen.
Da ich mich damit gut fühle und Energie habe behalte ich es bei. Da ich mir auch Zucker nicht mehr verbiete bekomme ich auch keine gier darauf was wohl psychologisch durch ein Verbot bei mir ausgelöst wird. :sweat_smile:

Danke für den link. Es wäre echt hilfreich, wenn sowas auch einfach bekannter würde, einfach damit das Problem einen Namen bekommt und eine bessere diagnostik ist da ja schonmal ein guter Schritt.

Für alle anderen, vielleicht hilft das bei der Einordnung. Da ich mit einer wahrscheinlich betroffenen Person Zusammenlebe, habe ich dahingehend schon bisschen recherchiert und praktische Beobachtungen x’D
Diese Person isst extrem eingeschränkt, es gibt auch noch ein anderes Feld, aber das überspringe ich beim Lesen immer, weil für mich konkret nicht relevant.
Nehmen wir das große breite Feld ab Obst und Gemüse. Sie isst Gurken, ohne Schale ohne salatsauce oder ähnliches. Sie isst Äpfel, ebenfalls ohne Schale, keine druckstellen, kein braun und wehe der ist auch nur ein klitzekleines bisschen säuerlich, dann kann man davon ausgehend, das es für das nächste halbe Jahr keine Option mehr darstellt, mit Pech hat es sich ganz erledigt.
Das wars, das ist die komplette Liste an Obst und Gemüse. Andere Felder sehen ähnlich aus.
Wenn ich Süßigkeiten ausrechnen (das einzige unproblematische Feld) kann ich alle Nahrungsmittel, die diese Person isst, an einer, maximal zwei Händen abzählen und nein, das ist leider nicht übertrieben.

Picky Eating ist eine Sache, das ist nochmal zwei Stufen krasser. Eine Essstörungen halt, die aber halt bisher noch recht unbekannt ist. Picky Eating in extrem, quasi.

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Ich track jetzt wieder ne Weile mein Essen, um zu lernen in was wie viel Protein ist. Und was mich am besten satt macht. Mein Ziel: stärker werden. Länger durchhalten. Vielleicht verspreche ich mir auch zu viel…
Aber wenn ich darüber nachdenke wie das ideale Bild ist wer ich gerne wäre wenn ich alle Freiheiten im Charaktereditor gehabt hätte, dann wäre ich schon eher eine körperlich starke Person, auch wenn ich das eigentlich gar nicht benötige.

Dafür muss man aber mehr essen und das richtige essen, wenn man trainiert zum Muskelaufbau und das lerne ich gerade.
Und ich find das so schwer :see_no_evil: ich hätt gern alles vegan, aber ich krieg das nicht so wirklich hin, weil ich nicht wirklich alles aus Tofu machen will, mir New Meat meistens zu teuer ist und dann bleiben Hülsenfrüchte in solch benötigten Mengen dass Klogehen Angstpotential erhält.
Naja, stufenweise. Ich helf derzeit mit Quark und Eiern nach und lern stück für Stück wie ich trotzdem immer mehr veganes Protein einbauen kann.

Vielleicht hilft auch so ein Wochenplan :thinking: 2x Tofu, 2x Hülsenfrüchte, 1x New Meat und der Rest ergibt sich irgendwie.
Dieses Pumperpulver habe ich seit Monaten erfolgreich ins Müsli einbauen können, das ist schon implementiert.

Habt ihr sowas schonmal gemacht?

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Gemacht mich nicht aber ich bin auch drum und dran abzunehmen und muskeln aufzubauen. Das kaputt wieder nur mit der richtigen Ernährung.
Lese daher hier mit :hugs: