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Einsendeschlüsse bei STAs

@HopesDead
Ich hätte das nicht als eine neue Aktionsform angesehen, es ist einfach eine STA. Der Leiter bestimmt doch die genauen Regeln einer STA, wie sie im Detail abläuft und wenn das mal ein Leiter so machen möchte, wär das doch keine neue Form der Aktion.
Für den Leiter würd ichs als Entlastung sehen, er muss sich nicht darum kümmern, ob auch alle ihre Karten rechtzeitig abgeben, er muss sie nicht daran erinnern, er muss keine negativen Bewertungen schreiben oder ermahnen, wenn jemand nicht fertig wird. Ich seh das nicht als neue Aktionsform an und für die Teilnehmer wäre so auch der Druck nicht so hoch. Sie müssten sich auch nicht mehr abmelden. Eine Anmeldephase entfällt und jeder der möchte, könnte sofort loslegen mit dem Zeichnen.

Aber zurück zum Thema, das gehört hier eigentlich ja nicht rein (sorry für die Abweichung)

Zu deinen Fragen:
Mal angenommen ich melde mich für eine STA an und merke gegen Ende, ich schaffs nicht.
Ich würde mich nicht wohl dabei fühlen, mich abzumelden. Eben weil ich es bei anderen auch nicht mag, wenn jemand etwas sagt und es dann nicht macht. Das ist wie jemand, der mich besuchen will, ich richte schon alles her und ein paar Minuten bevor der Besuch kommt wird abgesagt. So was ist ärgerlich, deswegen würde ich mich selbst absolut nicht wohl dabei fühlen mich abzumelden, wenn ich mich mal wo angemeldet hab.
Aus diesem Grund wäge ich mittlerweile auch sehr lange ab, bevor ich mich wo anmelde und melde mich auch erst an, wenn ich schon grob die drei Motive, die ich zeichnen möchte im Kopf hab.

Also ja, ich würde mich selbst als unzuverlässig ansehen, wenn ich so was machen würde. Ich fühle mich auch gar nicht gut dabei, wenn ich etwas sage, was ich machen werde und ich machs dann nicht, egal aus welchem Grund. Wenn wegen mir mal eine STA verschoben werden würde, das könnte ich nicht zulassen, ich würd mich selbst für meine fehlende Disziplin verabscheuen, da arbeite ich lieber die Nächte durch.
Wenn es natürlich Dinge sind, wie: ich muss jetzt 4 Wochen ins Krankenhaus oder so, dann ist das was anderes. Aber selbst da würde ich andere darum bitten, mir mein Zeichenzeug zu bringen (soweit ich noch dazu in der Lage wäre einen Stift zu halten), egal wie geschwächt ich bin, damit ich den Abgabethermin einhalten kann.

So, ich sag jetzt auchmal was dazu.

Ich selbst habe meine Skizzen meist zimlich schnell fertig, bin aber dennoch wohl jemand der eher gegen Ende fertig wird. Ich habe häufig das Problem, dass viele für mich tolle Themen zu einem Zeitpunkt gestartet werden, dann melde ich mich bei irgendwas davon ab und fange an zu zeichnen. Häufig lasse ich die Skizzen eine Woche liegen und schaue sie mir dann nocheinmal kritischer an. Momentan schaut auch noch immer mal jemand über meine Skizzen um mir bei Proportionsproblemen etc. zu helfen. Also nehmen Skizzen + Outlines meist so 1 1/2 bis 2 Wochen in beschlag. Natürlich sind es dann nicht immer nur 1 oder 2 Skizzen sonden gleich ne Menge. Dann fange ich an zu colorieren. Momentan übe ich viel mit Markern, allerdings landet da dann auchschonmal ne fast fertige Colo im Müll, weil ich es versaut habe, oder die Farben doch nicht so zusammenpassen, wie es schön gewesen wäre. Mit Buntstiften brauche ich häufig 6-8 Stunden aber manchmal auch deutlich mehr. Marker liegen bei mir so bei 4 Stunden +. Ich schaffe es, ich glaube ich brauchte bisher einmal eine Verlängerung, weil ich Krank geworden bin, aber trotzdem rechtzeitig, manchmal auch erst auf den letzten Drücker fertig zu werden.

Ich denke solange man sich regelmäßig im Thread meldet, bzw im Notfall(also Krankheit etc.) bescheid sagt, kann ruhig verlängert werden. Allerdings würde ich eine Verlängerung von Beispielsweise einem Monat nicht gut finden. Ich denke es kommt auch darauf an, wie viele Teilnehmer spät dran sind^^

Zu dieser Idee. Ich habe jetzt auch bei großen STAs häufiger eine Anmeldebegrenzung von 30 Leuten gesehen. Ich vermute dass es damit zusammenhängt, dass die Verteilung ja auch Stress macht. Deshalb ziehe ich meinen Hut z.B. vor Rattata, ich glaube wir waren bei der Disney STA jetzt so um die 60 Teilnehmer. Ich kann mir gut Vorstellen, dass damit nicht jeder Aktionsleiter etwas anfangen kann. Zudem denke ich auch, dass der Aktionsleiter besser planen kann, wenn er weiß, wie viele Karten auf ihn zukommen. Andererseits hätte ich als Teilnehmer nichts dagegen wenn es ein STA Leiter einmal ausprobieren würde.

Ich habe einmal um Verlängerung gebeten in einer MSTA, weil ich in meinem Beruf als freischaffende Musikerin schon mal ganz plötzlich und unverhofft ein Aushilfs-Engagement bekomme, und es bei diesem Projekt ein sehr schweres Programm war, für das ich wirklich ordentlich üben musste,
und während der jetzt laufenden Bastel-STA habe ich mich an einem Finger der li Hand verletzt, Malen geht zwar, aber zum Basteln brauche ich immer beide Hände. Die Schiene ist ab, der Verband kommt auch bald ab, und ich muss noch zwei Karten dafür machen. Ich werde auch umdisponieren, weil das, was ich eigentlich machen wollte, auch länger noch nicht gehen wird, der Faden würde beim Handarbeiten genau über die verletzte Stelle am Finger laufen, trotzdem versuche ich es noch bis zum Termin zu schaffen, vielleicht, dass ich einen oder zwei Tage länger brauche…

Ich persönlich brauche immer sehr viel Zeit für meine Karten, das liegt nicht daran, dass das Riesenformat xDDD so schwer zu füllen wäre, ich mache mir aber immer viele Gedanken um das Motiv, studiere stunden- bis tage- bis wochenlang Referenzen und brauche Zeit für die Planung des Bildaufbaus. Da sind andere bestimmt viel schneller als ich´, ich bewundere sie dafür…

Ich persönlich strebe immer an meine Pflichten in einer STA rechtzeitig und so gut, wie ich es nur kann, zu erfüllen, das erwarte ich auch von meinen Mit-Teilnehmern,
aber ich bin auch dankbar, dass es die Möglichkeit einer Verlängerung gibt, und habe es, wie gesagt, auch schon mal in Anspruch genommen (war mir auch peinlich), werde dies aber nie leichtfertig tun, nur weil ich mich verzettle.

Ich habe mich auch schon von STAs abgemeldet (fast zu Beginn der Zeichenphase, so dass wirklich noch genug Zeit war), wenn ich gemerkt habe, dass es eng werden könnte.

Kreatiefs sind aber immer etwas Tückisches, davor ist niemand gefeit, und sie können plötzlich kommen, hatte ich auch schon…

Ich neige eher dazu, das Thema Verlängerung mit Nachsicht zu beurteilen, wir sind ja alle Menschen und keine Maschinen, und wenn eine grobe Fahrlässigkeit dahintersteckt, ich denke, das wird ein Aktionsleiter durchaus unterscheiden können, kann man den Betreffenden ja auch ausschließen von einer STA und/oder mit einer entsprechenden Bewertung quittieren.

Ich kann zu Chians Beitrag nur sagen : Amen. Genau so sehe ich das auch.

Es wundert mich immer wieder, dass bei einer STA zwei Monate Zeit zum Zeichnen sein können und trotzdem fängt ein großer Teil der Teilnehmer erst in der letzten Woche an. Das finde ich traurig, weil für mich zu einer STA auch dazu gehört, jeden Tag mal vorbei zu schauen, was andere Leute eingereicht haben. Das Schöne an STAs ist für mich, dass alle sich mit dem selben Thema beschäftigen und man sich anschauen kann, auf wie viele verschiedene Arten es umgesetzt werden kann- und natürlich, sich mit anderen drüber auszutauschen :) Aber die Zeichner, die erst in der letzten Woche anfangen, sehen STAs oft nur als Gelegenheit, mal schnell irgendwie 3 Karten zu tauschen (aber wehe sie kriegen nicht ihre Favokarten zurück!). Und wenn speziell diese Kandidaten dann auch noch anfangen zu jammern, weil sie es nicht mehr rechtzeitig schaffen, dann wünsche ich mir manchmal, dass sie einfach aus der Aktion fliegen, anstatt die anderen auch noch zum Warten zu verdammen. Wenn man erst in der letzten Woche anfängt und dann was dazwischen kommt… sorry, aber dann ist man echt selber schuld ^^" Man könnte ja auch einfach in der Woche nach Startschuss anfangen, statt prinzipiell bei jeder Aktion erst ganz am Ende loszulegen.
Ich bin auch eine der Zeichnerinnen, die 8-10 Stunden pro Karte braucht- aber ich melde mich wirklich nur dann bei STAs an, wenn ich weiß, dass ich in den nächsten Wochen genug Zeit haben werde. So schaffe ich vielleicht nur 3-5 STAs pro Jahr, aber bei denen war ich dann wenigstens zuverlässig.

Ich weiß leider auch, wie schwer es als Starterin sein kann, irgendwann mal einen Schlussstrich zu ziehen und jemandem zu sagen, dass er jetzt rausfliegt. Ich hatte tatsächlich mal das Problem bei einer Mini-STA, dass eine Teilnehmerin Gründe angeführt hat, die ihre Verspätung zwar entschuldigt hätten- die ich ihr aber aus mehreren Gründen nicht wirklich geglaubt habe. Ich konnte ihr keine schlechte Bewertung geben, weil ich ja nicht beweisen konnte, dass sie mich angelogen hat, aber als ich gesehen habe, wie sie später bei anderen STAs ähnliche Ausreden benutzt hat, bin ich doch ziemlich sauer geworden…
Im Nachhinein tut es mir den anderen Teilnehmern gegenüber Leid, dass ich dieser einen Person zuliebe noch eine Woche jeden Tag auf Post gewartet habe, statt einfach zu verteilen. Für die Zukunft werde ich mir was überlegen, wie ich sowas verhindern kann- eventuell durch eine Regel, dass die Karten eine Woche vor Abgabeschluss abgeschickt werden müssen- und die eine Woche ist der Puffer für Notfälle.

Ich muss sagen, dass ich auch ein bisschen enttäuscht bin, wenn ich mich anmelde, meine erste Karte hochlade, meine zweite, und dann relativ oft (es muss ja nicht täglich sein) vorbeigucke und es passiert nichts bis zur vorletzten oder letzten Woche, meine Motivation leidet da auch, es entsteht praktisch kaum eine Gemeinschaft.

Jetzt beim Basteln war ich auch spät dran wegen meiner Verletzung ( mit Schiene und Verband an der linken Hand kann man einfach nicht basteln, weil man da ganz anders festhalten muss), aber seit zwei Tagen geht es wieder und ich habe meine Karten heute, 2 Tage vor Einsendeschluss, abgeschickt, habe fast Tag und Nacht dran gesessen. Das mit meinem Finger hätte auch anders laufen können. Ich war sehr dankbar, dass Nogoranz auf mich gewartet hätte, und ich bin froh, dass ich es nicht in Anspruch nehmen musste.

Ich denke auch, dass die Regeln ausreichend sind, beobachte aber des öfteren, dass ein STA-Leiter in seinem Begrüßungstext Pünktlichkeit anmahnt, Konsequenzen nennt, also so richtig die Zähne zeigt, dass ich mich kaum traue mich anzumelden, und dann doch z.T. mehrmals verlängert. Ganz abgesehen davon sind auch STA-Leiter nur Menschen und können unvorhergesehen krank werden, umziehen, Job verlieren oder wechseln, Liebeskummer haben, trauern müssen etc.

Vielleicht könnte man ja die Kommentarzeit als Pufferzeit nehmen. Also:

  1. Anmeldetermin,
  2. Abmeldetermin (!), (wenn ich natürlich im Krankenhaus im Koma liege, geht das halt auch nicht)(ich kann mir auch vorstellen, dass das großzügiger gehandhabt werden kann, wenn noch Plätze frei sind, weil man dann ja niemand anderes blockiert hat)
  3. Abgabetermin, der nicht allgemein verschoben wird, sondern nur für die, die ein echtes Problem haben, das aber innerhalb der Kommentarzeit bewältigt werden kann, (vielleicht regelt man das dann über PM, damit nicht andere jetzt meinen trödeln zu können)
  4. Kommentarzeit (z. B. eine Woche),
  5. Verteilung.

Im Prinzip ist es so ähnlich wie es Chian vorschlägt und praktiziert.
Denn es gibt ja einfach mal doch triftige Gründe!
Leider gibt es auch Unaufrichtigkeit, das in jedem Fall unterscheiden zu können stelle ich mir sehr schwer bis unmöglich vor (da widerspreche ich gerade selber meinem letzten Beitrag ), aber davor ist man halt nie sicher, zum Glück betrifft das nur eine winzige Minderheit … davon möchte und werde ich mir mein Vertrauen nicht zerstören lassen.

@ Sockenzombie:
Also für mich persönlich wäre das der absolute Horror, weil ich bei meinen STAs immer für jeden Teilnehmer ein Extra mache und auch die Briefe handschriftlich schreibe. Ausserdem bereite ich die Verteilung immer schon im Vorfeld stückweise vor, damit sie nach Kommentarschluss nicht solange dauert. Okay, damit gehöre ich wohl zu den Ausnahmefällen unter den Aktionsleitern, aber wenn ich mir jetzt vorstelle, dass ich nicht weiß wer und wieviele teilnehmen - das wär für mich unzumutbar. Stell dir einmal vor, dass du für ein solche Aktion ein Thema wählst, wo du mit wenigen Teilnehmern rechnest und dann plötzlich 80 Leute dran teilnehmen. Das wär in meinen Augen nicht mehr handhabbar - für keinen! Ich persönlich sehe da also gar keine Entlastung für den Leiter, sondern ein sehr hohes Risiko.

Und was das Thema unwohl fühlen angeht: Hier geht es um ein Hobby und nichts, wo es “zwingend notwendig ist”, dass man auch teilnimmt, wenn man es sagt. Klar ist es schöner, wenn man sich an seine Zusagen hält, aber mir persönlich ist z.B. einfach bewusst, dass das reale Leben mit seinen Anforderungen Priorität hat vor dem Ausleben des Hobbies. Ich würde es sogar ganz im Gegenteil der jeweiligen Person immer positiv anrechnen, wenn sie sich rechtzeitig abmeldet. Aus dem einfachen Grund, weil mir dabei klar ist, dass derjenige sich über seine Zeiteinteilung bewusst ist und nur Qualität abliefern möchte. Bleibt mir persönlich ehrlich gesagt positiver im Gedächtnis, als wenn derjenige 3 Karten noch irgendwie fertig bekommt, die zwar in Ordnung sind, aber im Vergleich zu dem sonst gezeichneten minimal schlechter sind.

@ Ermelin:
Danke. ^^
Also ich kann nur sagen, dass ich mit meinen Aktionen keine Probleme mehr hatte, seitdem ich mir meine Pufferwoche eingebaut habe.

@ doublebass:
So handhabe ich das:

  • Anmeldung (Start der Zeichenzeit)
  • Hochladeschluss
  • eine Woche Kommentierphase
  • Abgabetermin

Die Kommentierphase nutze ich dafür, dass Karten, die auf den letzten Drücker gezeichnet wurden und nicht so sind, wie sie sein sollten, nochmal überarbeitet werden können. Oder wenn noch eine Karte wegen Krankheit oder ähnlichem fehlt, nachgereicht werden kann. So habe ich die Möglichkeit zum Hochladeschluss alle eingereichten Karten zu beurteilen und hab nicht den Druck, eine Karte zuzulassen um nicht zu verlängern, weil sie ja einigermaßen okay ist, ich aber weiß, dass der Zeichner es besser könnte.

Ausserdem lasse ich mir immer die Möglichkeit offen, jemanden notfalls auch nur mit zwei Karten teilnehmen zu lassen. Damit können dann diejenigen, die aufgrund von was auch immer es nicht schaffen, trotzdem teilnehmen.


Was mich persönlich noch immer etwas ärgert ist folgendes: gerade wenn ich weiß, dass ich zu denjenigen gehöre, die immer erst zum Schluss unter Druck funktionieren - warum um Himmels Willen lasst ihr eure Ideen/ Skizzen vom Aktionsleiter nicht absegnen?
Der Aktionsleiter hätte viel weniger Stress, wenn er weiß, dass die Ideen da sind. Ich persönlich gehöre auch zu denen, die unter Druck wesentlich besser arbeiten können. Aber ich bin so ehrlich und sage das, bzw. melde mich dann nur bei Sachen an, wo ich auch weiß, dass ich “im Notfall” 3 Karten in kürzester Zeit regelkonform und auf dem Niveau meiner aktuellen Werke hinbekomme.
Ich habe also kein Problem damit, wenn es anderen auch so geht. Solange sie damit leben können, dass ich ihre Karten im Ernstfall (= nicht regelkonform oder schlechter als bisherige Karten) auch einfach ablehne. Wenn mir also jemand im Rahmen einer STA mitteilt, dass er/sie eh immer erst kurz vor knapp was einreicht, aber die und die Idee/Skizze hat, wäre das viel entlastender für mich.

Manchmal habe ich nämlich einfach das Gefühl, dass die Arbeit der Aktionsleiter als selbstverständlich hingenommen wird. Da wird teilweise ein Riesenfass aufgemacht, weil nicht nach Kommentaren verteilt wird, keine Übersichtsliste gepostet wird oder keine Bewertung geschrieben wird. All dies liegt in der Freiwilligkeit der Leiter und ist keine Pflicht. Aber zum Thema “Lesen der Regeln” könnte ich hier noch ganz andere Sachen schreiben… seufz

Meine STA-Erfahrung hält sich zwar in Grenzen… aber ich geb trotzdem mal meinen Senf dazu.

Generell hab ich kein Problem damit zu warten, solange die Kommunikation stimmt. Sicher freut man sich als Teilnehmer auf die Verteilung, ein oder zwei Wochen länger zu warten fände ich aber nicht schlimm.

Trotzdem stimme ich Chian zu.
Es kann ja sein, dass ein Teilnehmer wirklich gerne dabei sein möchte, während der Zeichenzeit überhaupt keine Zeit hatte, es aber in einer zusätzlichen Woche schaffen könnte, 3 gute Karten zu kreieren. Das könnte ich aber als Aktionsleiter (was ich nicht bin, aber egal) nicht wissen/ einschätzen, und so hätte ich die Befürchtung, der Teilnehmer hatte keine Zeit, hat sie immer noch nicht und liefert jetzt unter Druck etwas ab, was sich auch nicht mehr verbessern lässt, falls es nicht der üblichen Qualität entspricht.
Angenommen, die Verlängerungskarten sind in Ordnung, dann ist wäre ja alles gut. Aber wenn das nicht so ist - zähneknirschend zulassen, ein zweites Mal verlängern (zum Ausbessern) oder ablehnen, sodass die erste Verlängerung unter Umständen sogar umsonst war?
Um solche Entscheidungen beneide ich die Aktionsleiter nicht…

Zum Thema abmelden… ich glaube, dass es deshalb nicht so gut funktioniert, weil man sich erst einmal selbst eingestehen muss, dass man es einfach nicht schafft. Man meldet sich ja an, weil einem das Thema sehr zusagt und wenn dann erst einmal die ersten tollen Karten hochgeladen sind, bedeutet eine Abmeldung ja, dass man keine davon mehr bekommen kann… was sehr ärgerlich ist und einen doch anspornt, es irgendwie zu versuchen.
Aber auch wenn es für mich schade ist, wenn ich mich abmelden muss oder wenn sich ein von mir favorisierter Zeichner abmeldet, finde ich das besser als “schlechte” Karten einzureichen.
@ Sockenzombie:
Deinen Vergleich mit dem Besuch finde ich da ganz passend… wenn ich schon alles vorbereitet hätte und dann eine Absage bekomme, wäre ich auch genervt. Wenn er aber schon zwei Wochen vorher feststellt, dass er es nicht schafft, und rechtzeitig absagt, ist das zwar immer noch schade, aber schon weniger schlimm. Das hat für mich dann auch nichts mit Unzuverlässigkeit zu tun.

Also ich habe jetzt nicht alles gelesen, aber ich muss bei der Sache permanent an die Erläuterung unseres Professors denken, als er sich zu Studenten äußerte, die ihre Hausarbeiten aus den diversesten Gründen nicht abegeben konnten…

Er würde seitenlange E-Mails bekommen mit persönlichen Geschichten bis ins Detail warum und wieso die Personen die besagte Hausarbeiten nicht schaffen würden. Das wäre ihm ziemlich unangenehm, insofern, als dass es ihn einfach gar nichts angeht und er auch nicht in der Rolle des Psychologen auftritt (er unterrichtet psychologische Fächer, wie “Psychische Störungen”). Letztlich ist das Problem an der Sache, dass es Leute gibt, die trotz tausender Belastungen die Arbeit irgendwie schaffen. Diese bekommen dann mitunter schlechtere Noten, weil sie weniger Zeit hatten. Wenn jetzt die Personen, welche die Hausarbeiten nicht rechtzeitig geschafft haben, ohne Sanktionen einfach so länger schreiben können würden, wäre das sehr unfair.

Seine Meinung ist - der Meinung bin ich übrigens auch - dass eine Verlängerung des Arbeitszeitraums nur dann fair ist, wenn es dafür für die betreffende Person merkbare Konsequenzen oder Zusatzbedingungen gibt.

Jetzt geht es hier zwar nicht um Pflichtaufgaben oder um Noten. Allerdings ist es trotzdem unfair, denn wenn man Stress hat merkt man meist schon Wochen vorher, ob man etwas schafft oder nicht - dann könnte man sich abmelden und gut ist. Wenn man es jedoch nicht rechtzeitig schafft, dann ist es schon irgendwie dreist die Verlängerung als **selbstverständlich ** hinzunehmen. So wirkt es nämlich zum Teil auf mich.
Natürlich gibt es triftige Gründe, warum man jetzt nicht rechtzeitig fertig wurde, die jeder nachvollziehen kann (Studium, Familie, usw.) - aber diese Zusatzbelastungen könnten genauso andere Teilnehmer getroffen haben, die einfach trotzdem ihr Ding durchziehen und ihr Privatleben nicht jedem auf die Nase binden.

Ich denke, dass es daher fair wäre, dass Teilnehmer, die es nicht rechtzeitig schaffen (und sich auch nicht vorher Abmelden), zum Beispiel eine neutrale Bewertung erhalten, oder etwas zusätzlich zeichnen oder zur STA beisteuern “müssen” (könnte sich z.B. um Papier für die restlichen Teilnehmer handeln).

So interessant ich den Beitrag zum Thema Hausarbeiten finde, hinkt der Vergleich in meinen Augen gewaltig.

Bei Hausarbeiten ist es das Ziel, dass unter vergleichbaren Bedingungen alle etwas fertigbekommen, was dann anhand gleicher Maßstäbe benotet werden kann. Jeder will eine gute Note, aber wenn jemand anders weniger leistet und trotzdem dieselbe Note bekommt, ist das unfair, weil man mit den Noten ja konkurriert, sei es nun um die begrenzte Anzahl Plätze im Master oder um einen potenziellen Arbeitgeber, der viel auf die Noten guckt.

Bei STAs gibt es aber keine Konkurrenz; Alle haben etwas davon, wenn alle Teilnehmer gute, schöne Karten abliefern. Im Prinzip könnte man sogar sagen: Die anderen Teilnehmer haben mehr davon, wenn A schöne Karten abliefert als A selbst davon hat, denn nur weil man selbst gute Karten zeichnet, kriegt man ja nicht automatisch genau so hochwertige Karten zurück. Einem anderen Teilnehmer also zu erlauben, mehr Zeit in die Karten zu investieren, damit sie (hoffentlich) schöner werden als unter massivem Zeitdruck, ist eigentlich für alle von Voteil.

Doof ist es natürlich trotzdem, wenn man länger warten muss. Ganz unglücklich ist es bei einer jüngeren STA gelaufen (wer dabei war, weiß vermutlich, was ich meine), wo noch auf einen Brief gewartet wurde der später kam und die Karten dann wegen Regelverstößen, die nichts mit dem Motiv zu tun hatten, noch abgelehnt wurden.

Letztlich liegt es in der Hand des Leiters, wie streng ein Abgabedatum gehandhabt wird. Viele erwähnen das ja schon im Beschreibungstext, wenn sie schon von vornherein sagen, dass eine Verlängerung nicht in Frage kommt. In dem Fall würde ich es einem Leiter sogar ankreiden, wenn er plötzlich doch verlängert, auch wenn ich wie gesagt eigentlich nicht finde, dass eine Verlängerung etwas Schlimmes ist.

Ich muss sagen, dass ich bei Mini STA Verlängerungen etwas unfair gegenüber den Nachrückern finde. (Vielleicht wurde es hier schon mal angesprochen, habe nun nicht alles gelesen)
Ich hatte einmal bei einem Thema 100%ig damit gerechnet, dass ich noch nachrücken kann und dann wurde plötzlich der Abgabeschluss 2 Wochen nach hinten verlegt. Finde ich dann doch etwas schade, schließlich wollten die Nachrücker genauso gerne mitmachen wie die ausgelosten Teilnehmer.

Ich finde diese Aussage ein bischen seltsam. :hmm:

Wenn bei einer Mini-STA gelost wird, dann fallen auch immer Leute raus, die kein Nachrücker sein wollen/können. Die hätten auch gerne am Thema mitgemacht. Das hört sich geradezu an, als würdest du hoffen, dass es jemand nicht schafft, damit du nachrücken kannst. Das wäre auch nicht gerade fair.

(Letztens hab ich nämlich irgendwen wo schreiben sehen, so in etwa: “Yay, immerhin bin ich Nachrücker, hoffentlich springt einer ab!”, deswegen kommt mir das gleich so rüber).

Ich finde es nicht seltsam, denn es hört sich nicht danach an, dass sie sich das ausrechnet, sondern sie hat es sich ausgerechnet. Und dass sie es tut, finde ich absolut logisch und nachvollziehbar.
Ich finde daran auch nichts Verwerfliches. Erst einmal steht da das Bedürfnis, an der MSTA teil zu nehmen. Dann kommt man nicht rein. Dann schwächelt ein Teilnehmer und man sieht seine Chance wachsen. Nach den Regeln, die in der MSTA vorne besprochen wurden, wird der schwächelnde Teilnehmer durch den Nachrücker ersetzt, da haben alle mit ihrer Anmeldung am Anfang zugestimmt. Und nun wird diese Vereinbarung gebrochen. Natürlich ruft das Enttäuschung hervor.