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Digitale Skizzen für Kakao-Karten - Schummelei oder völlig in Ordnung?

Sollte das Thema schon existieren, gern wieder schließen und mir einen Link zukommen lassen :)
Aber leider funktioniert die Suche ja zurzeit nicht und beim groben durchklicken habe ich nichts ähnliches gefunden…

Hallo ihr lieben!

Wir der Titel schon sagt, wüsste ich gern, wie ihr zu digitalen Skizzen bei Kakao-Karten steht.
Besonders auf Facebook ist mir aufgefallen, dass die mehrheit der Leute diese Vorgehensweise (Digitale Skizze ausdrucken und mit dem Leuchttisch abpausen) als sehr verwerflich und sogar als Betrug ansehen.
Und da mir das Thema immer mal wieder über den Weg läuft, wüsste ich einfach sehr gerne, wie die Kakaoler eigentlich dazu stehen :)

Also: Sind digitale Kakao-Skizzen wirklich " schummelei "?
Wenn ja, warum?
Wenn nein, was spricht dafür?

Auf eure Meinungen bin ich sehr gespannt!

Ich habe damit kein Problem. Nur weil die Skizzen am PC enstanden sind anstatt auf dem Papier, sind sie ja trotzdem noch eigene Entwürfe des Zeichners. Manche zeichnen eben lieber digital. Ich sehe das nicht als schummeln. Dann wäre es ja genau so Schummeln, traditionell eine Skizze anzufertigen und die dann digital zu colorieren ^^ Jeder hat seine eigene Arbeitsweise und solange das Bild aus dem eigenen Können heraus ensteht, spricht meiner Meinung nach nichts dagegen.

Ich stelle es mir auch praktisch vor, denn am PC kann das Papier nicht aufreiben und man kann schnell mal ausprobieren, ob die Farben überhaupt zusammen wirken ohne gleich das ganze Bild zu opfern.

Von mir ein klares “Es kommt drauf an!”.
Wenn die Skizze nur ein Entwurf ist und auf der entsprechenden Größe gefertigt wurde, empfinde ich das als absolut okay. Von mir auch detaillierter.
Aber wenn da jemand azf die Idee kommt größere Bilder zu verkleinern, find ich das genauso unschön wie wenn eine Tradi-Skizze via Kopierer verkleinert und dann gepaust wird.
Generell fahre ich aber “was ich nicht weiß macht mich nicht heiß” und ich denke, dass andere das zumindest ähnlich sehen.

Ich sehe es so wie Nelia.

Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß^-^
Und es steckt, meiner Meinung nach, überall die gleiche Arbeit drinne.

LG Kiro

Ich seh da kein Problem. Ich fände es auch nicht verwerflich wenn man erst mal auf nem grösseren Format rumskizziert probiert und sich dann denkt “Hey das wäre ein gutes Kartenmotiv” und es dann nochmal in kleiner neu zeichnet.
Ein bereits existentes nicht-Kakao-Motiv nochmal kleiner neu zeichnen fände ich auch okay, man sollte dann nur dazu schreiben dass es noch eine andere Variante gibt.
Solange man es neu zeichnet ist es ja dennoch immer ein neues Bild da man niemals 100% genau gleich arbeitet.

Hauptsache es wird kein fertiges Motiv einfach kleiner kopiert.

Ich seh persönlich jetzt nicht unbedingt nen Vorteil digitale skizzen zu machen und erst recht nicht grössere. Spätestens beim Übertragen wird’s sowieso nur ne grobe Richtline und man muss das Motiv sowieso nochmal quasi neu zeichnen.

Ich hab damit auch kein Problem. Teilweise scanne ich meine traditionellen Skizzen ein und bessere sie dann digital aus (Spiegelfunktion ist super, um Fehler zu erkennen). Oder einfach nur ein zu groß gewordenen Körperteil verkleinern oder für Muster und so. Das ganze wird dann ausgedruckt und durch den Leuchttisch abgepaust - also wieder traditionelle Lines. Und da stimme ich Tarrlok zu: Ganz genau wie die digitalen Lines kriegt man das eh nicht wieder hin. Doppelte Arbeit hat man dadurch vielleicht auch.

Und wenn ein Künstler durch den digitalen Schritt eine bessere Karte hinkriegt, ist es doch super. Mich würde es auch nicht stören, wenn traditionelle größere Skizzen auf Kakaogröße durch Kopieren verkleinert werden. Müsste ja auch nochmal gepaust werden. Ich sehen Kakaos auch nicht “Wettbewerb” bei dem man durch digitale Hilfsmittel schummelt oder so. (Was darf man denn überhaupt für Hilfsmittel nehmen? Ist Lineal auch schummeln?) Geht ja darum tolle Karten zu gestalten. (Ich bin auch nicht auf die Idee gekommen, dass Leute damit ein Problem haben könnten. Wenn die Lines ausgedruckt werden, ist es natürlich nochmal was anderes, interessiert vielleicht auch wegen Lichtechtheit und so.)

Das Ding ist einfach, wenn du A4 Lines nimmst und die einfach auf KaKAO runter skalierst, dass es die besondere Herausforderung des kleinen Formats völlig aus hebelt. Persönlich finde ich das absurd.

(Wo man imho relativieren muss, sind Foto-KaKAOS, da geht es ja, in gewisser weise, nicht anders. Aber die haben eh so eine Sonderstellung, dass ich sie bei dieser Frage nicht weiter beachte.)

Größere, fertige Bilder verkleinern und als Kakao drucken ist so oder so gemogelt und nicht erlaubt, das ist denke ich klar.

Bei allem anderen… Mich beschleicht manchmal das Gefühl, einzelne Individuen (bitte, ich rede von keinem der Anwesenden!) werten generell alles an Hilfsmitteln ab.
Von eigenen Fotos abzeichnen- bäh, hast du dir ja nicht selber ausgedacht.
Referenzen nutzen? Najanaja, aber möglichst wenig, ist ja eigentlich nicht selbst aus dem Kopf und so.
Skizzen am PC korrigieren?- Hast es ja scheinbar nötig!
Lines und Skizzen verkleinern?- Damit macht man sich es ja einfach!
Copics- sind sowieso Zauberstifte!
Abpausen bei jungen Anfängern, die das Zeug zu Hause liegen haben und nie irgendwo hochladen?- Egal,Todesstrafe!
Irgendwann darf man nichtmal mehr erst eine Skizze machen und dann für Lines abpausen. :wiiii:

Alles schon gelesen. Und alles Quatsch. Ohne die Realität zu beobachten verfällt man in sein generiertes Wissensbild und entwickelt sich kaum weiter. Profi-Künstler leisten sich btw. oft gleich richtige Models. Hilfsmittel sind wunderbar, um mit ihnen seine Ideen verwirklichen zu können, experimentieren fördert die Kreativität.
Ob die Skizze am PC, im A4 Buch oder an der Tapete ist- total egal. Die eigene Leistung, die eigene Idee ist die Gleiche.
Die Herausforderung, auf Kakao-Format sauber zu arbeiten ist die Gleiche.
Also- kein schlechtes Gewissen haben, sondern kreativ austoben!

(Kleingedrucktes: Natürlich muss man sagen wenn man abzeichnet und Referenzen angeben und blablabla.)

Jein, da kann ich nur halb zustimmen. Bei Skizzen hat jeder eine andere Vorgehensweise, der eine braucht Platz, der andere arbeitet winzig, bei digitalen Skizzen sind die Maße sowieso total egal, weil man eh zoomen kann wie man mag. Lines muss man auch verkleinert immer noch sauber übertragen und bereits bei A4 Skizzen darauf achten, sich nicht zu sehr in Details zu verzetteln, die auf Kakao-Größe nur noch wie ein schwarzer Fleck wirken. Auch die Herausforderung der Colo ist nach wie vor gegeben.

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@Das Clownteil:

Echt hart was du schon alles gehört hast 0_0

LG Kiro

Das hört man überall, an allen möglichen Ecken. Besonders, wenn es um Referenzen und abpausen geht, da eben jeder eine andere Definiton von Referenz hat.
Es gibt einige, die Referenzen allzugern verteufeln, auch wenn es kein Abzeichnen ist die Grenzen sind etwas fließen. Aber meines Erachtens beginnt Abzeichnen erst, wenn die Eigenleistund zu gering ist, d.h. dass man sich beim Betrachten denkt: “Das sieht ja fast genau aus wie…”
Gerade ob Anfänger pausen dürfen ist ja ganz stark diskutiert. Ich finds in Ordnung, hab ich früher auch gemacht, die Bilder lagen eben nur daheim rum, keine Ahnung wo die jetzt sind. Ich fands hilfreich, wirklich. Man hat so ein schönes Gespür für die Formen bekommen und solang man es nirgends hochlädt oder als sein Eigenes ausgibt, finde ich das völlig in Ordnung^^ Ich mein, wen kümmerts, was in einer verstaubten Mappe mit Kinderzeichnungen abgepaust ist? Als Anfänger malt man eh noch nicht so gut, dass mans mit dem Original verwechseln könnte aus Versehen xD

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Ich finde Digitale Skizzen auch nicht schlimm. Und von mir aus können sie es auch in DIN A0 auf dem PC vorzeichnen. xD
Es ändert nichts an dem Prozessschritt, dass es geschrumpft und danach am Leuchttischt durchgepaust werden muss.
Ich habe fast das Gefühl, dass hier teilweise gedacht wird, dass die Skizze dann ausgedruckt und direkt angemalt wird.

Wie bereits gesagt wurde, man muss sich trotzdem überlegen, ob der Detailgrad auf die Karte passt und ob es danach überhaupt gut aussieht… oder überhaupt möglich ist. Traditionellmalen hat auch seine Grenzen.

Was Hilfsmittel angeht bin ich auch teilweise schockiert, was für eine Mentalität herrscht. Ich spiegel meine Skizzen auch, sei es mit einer Handyapp oder einem Handspiegel. Ich lege manchmal digital Farbe drüber um zu schauen, wie es wirkt. Oder mache am PC redlines.
Komplette Skizzen am PC hab ich einmal probiert, aber bin einfach daran gescheitert, weil ich durchpausen echt ungern mache. xD

Von demher, ich hab absolut kein Problem mit digitalen Skizzen, solange die Karte dann komplett traditionell ist.

Ansonsten wäre es für mich auch nicht so schlimm, es muss halt gesagt werden, wenn man z.B. die Outlines digital gemacht hat und ausgedruckt hat. :'D Da würde ich mir zwar schon zweimal überlegen, ob ich sie tauschen/kaufen würde. Aber da ich selbst digital arbeite und weiß, was für ne Arbeit dahinter steckt. Wäre das auch nicht so tragisch.
Nur wenn man sich dazu entscheidet eine digitale Karte zu machen, sollte sie eben schon die richtige Bemaßung haben und dann eben nicht von A4 oder so verkleinert werden.

Ich finds spannend wie oft ‘dürfen’ und nicht ‘dürfen’ geschrieben wird ^^’
Ich meine damit, dass mir und jedem anderen keiner vorschreiben kann, was ich machen kann/soll/DARF oder eben nicht ;) Was ich mache - und was ihr macht - ist meine/eure Sache, ich nutze Referenzen, eigene Fotos, ich zeichne Tutorials nach, ich versuch auch mal Colo- oder Zeichenstile nachzuahmen - Wieso auch nicht? ;)

Was hilft, ist das, was schon oft gesagt wurd, auch in anderen Themen: Ich gebe dann einfach an, wo ich was her hab, was mir geholfen hat und welche Person hinter meinen Hilfsmitteln steckt ^^
Dann kann einem keiner was, egal was für nen Müll sie noch in die Kommis schreiben :) (Copics sind Zauberstifte? Aha? Ich komm mit Zauberei dann wohl so gar nicht klar :D)

Ich lass mich da nicht nieder reden, nur weil ich super gern SenshiStocks Referenzen nutze oder eben mal ausprobiere, wie die Tutorialersteller zu zeichnen/zu colorieren ^^

Und das gilt auch, wenn ich meine Bilder oder Skizzen irgendwie weiter verwende, Hinweis zu, was ich gemacht hab bzw. dass das schon ein älteres Bild ist oder ähnliches… Muss ja keinem dringend gefallen, muss mir ja auch keiner abnehmen/tauschen, das liegt ja bei euch, beeinflusst meinen Spaß am Hobby ja nicht ^^

Digital ist eben viel viel VIEL möglich, warum sollt ichs net nutzen? =)
Ich DARF was ich möchte :)

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Ich finde deine Text super formuliert Neflite -

Du triffst den Nagel auf den Kopf!!
Kunst ist frei und genauso frei gestaltet man diese auch nach Herzenslust’^’
Egal mit welche Hilfsmitteln und unabhängig der Meinung anderer.

LG Kiro

Also mir ist die Herausforderung ziemlich egal, ich find das Format eignet sich lediglich besser zum Tauschen und sammeln.

Wenn ich mit meinem Fuss oder meiner nicht dominanten Hand male ist das auch ne Herausforderung.
Gibt ja auch Leute die superstolz darauf sind das sie mit der Maus malen weil das ja so viel schwieriger ist.

Ich sehe jetzt auch nicht warum ein A4-Bild runterskalieren die Herausforderung nimmt weil ich finde ein Bild dass für ein grösseres Format konzipiert ist auch einfach anders funktioniert. Wenn man das runterskaliert zerstört es das Bild und das finde ich eigentlich schlimmer.
Ich meine ein einfach runterskaliertes Bild so umzusetzen dass es trotzdem gut aussieht ist ja dann wiederum ne eigene Herausforderung für sich.

Wenn es jetzt Kopien eines grösseren Bildes also Auflagen sind dann sind ja es ja im Prinzip bloss Miniprints. Ob man die jetzt als Kakao bezeichnen darf oder nicht ist dann ja auch wieder egal da man Kakaos ja auch gegen nicht-Kakaos und anderen Kram tauschen darf.
Sprich man dürfte diese runterskalierten Kopien trotzdem tauschen man darf sie dann bloss nicht Kakao-Karte nennen.
Und ob man überhaupt Printz haben will oder ob es einem lieber ist ein Original zu haben ist ja nochmal ein anderes Thema.

Bei Drucktechniken kommt ja dann nochmal hinzu dass der Aufwand, die Mühe verhältnismässig geringer ist, aber dennoch jeder Druck einzigartig ist weil es unmöglich ist den 2mal genau gleich so hinzubekommen.

Auf der anderen Seire gibt es natürlich auch zeichnerische+malerische Arbeiten die aus gutem Grund grösser gemacht werden aber dennoch dafür vorgesehen sind runterskaliert zu werden(wie zbsp. Comics/Manga, die ja idR ca. doppelte Grösse sind, wäre ja auch dumm da in Druckgrösse zu arbeiten).

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Euren Argumenten, und den Gedanken dahinter, kann ich völlig zustimmen. Ich wollt hier jetzt keinem zu nahe treten; hatte nur eher den Fall im Kopf, dass es Zeichner X zu schwer ist, auf dem kleinen Format zu malen, und dann deswegen der PC angeschmissen wird oder das A4-Blatt hergenommen wird, um in Groß die Lines zu machen, das am PC zu säubern, zu verkleinern, auszudrucken und dann anzupinseln. Von so ernsthaften Ansätzen wie gestalterischer Konzeption ist das völlig entfernt.

Vll. prallen bei der Beantwortung der Frage auch eher die Vorstellungen aufeinander, warum man ausgerechnet KaKAO-Karten malt und sammelt. Persönlich finde ich als Zeichner die Größe halt viel reizvoller als Großformate. Als Tauschpartner/ Käufer muss ich sagen: Wenn ich A4 wöllte, dann würde ich das auch kaufen. Mag ich aber eben nicht und es dann doch zu bekommen, in dem A4 einfach verkleinert wird, finde ich persönlich eben doof. Gerade im Vergleich mit anderen Zeichnern, die sich die Mühe machen und halt original in der Größe malen.

Was Skizzen angeht: Natürlich schmiere ich auch auf A4 Blättern rum und probiere Ideen aus, ohne auf das KaKAO-Format zu achten. O.o Hätte von anderen auch nichts anderes erwartet. Wie die Leute üben und probieren, ist ihr Ding. Aber die Vorzeichnung wird halt separat gemacht, auf der KaKAO. (Bei Copics mit Durchpausen, weil sich auf dem Copicpapier schei*e Radieren lässt.) Dann zieh ich die Linien nach und die Vorzeichnung wird wegradiert. Verlässt mich dann irgendwann die fertige KaKAO, habe ich immer noch die Skizze, die auch sehr viel anders aussehen kann.

Aber letztlich: Muss jeder selbst entscheiden, wie er es macht. Ich mag den Ansatz von Neflite, dass man es einfach dazu schreibt. Dann können Interessenten immer noch entscheiden, ob ihnen das zusagt oder nicht. Mir geht’s ja auch nicht um so ein stupides darf man/ darf man nicht.

Mensch, kaum ist man mal ein Wochenende nicht da, geht hier die Post ab :DD
Vielen Dank schonmal für eure Meinungen, sehr interessant zu sehen, wie sich das doch von Facebook abhebt hier

Und kurz zur Erklärung: Mir ging es tatsächlich NUR um digitale Skizzen, die dann als Traditionelle Outlines gepaust werden. Outlines ausdrucken geht für mich auch garnicht, aber digitale Skizzen mache ich selbst ab und zu, daher interessiert mich das Thema sehr |D!

Um mal ein konkretes Beispiel zu liefern, das ist meine digitale Skizze, in Originalgröße. Sie hat 350x487 pixel, ist also tatsächlich ein kleines bisschen größer als eine Kakao-Karte. Diese drucke ich aus und pause die Lines auf Aquarellpapier und das Endresultat sieht man dann hier
Vorallem weil meine Skizzen so mega krakelig sind, finde ich, ich mach es mir eigentlich damit noch schwerer hahaha XD

Habe ich nix gegen einzuwenden,wenn aus dem digitalen wieder was traditionelles entsteht,kann man doch machen.Da ich selber Digitaler Zeichner bin , steh ich da offen sich da zu behelfen, was zu komponieren.
Solange es dein geistiges Eigentum ist und nicht woanders geklaut wurde.Sehe auch kein Problem mit vergrößern oder verkleinern.Die Kunst ist die Harmonie und Komplexität der kleinen Karte nicht außer acht zu lassen.Und wer Zentangle bzw sehr feine Details mit einem 0,02 stift gemacht weiß wie sehr hier man auf jeden strich achten muss auf der kleinen Fläche.Ruck zuck hat sich das Motiv verhunzt,daher sehe ich sich zu behelfen als völlig legitim an.

Es gibt Gruppen von Menschen auf Facebook die halten sich für sowas wie ne “Elite” weil sie denken wir sind besser als ihr wir “betrügen” ja nicht ,es wird nur mit der Hand gemalt.Leider finde ich diese Einstellung sehr engstirnig und verbissen.Meistens sind Leute die wenig Kritik ertragen an eigenen Werk und nicht sachlich zugänglich sind.Lieber werden dann andere kritisiert.Habe inzwischen davon abgesehen mich mit so Leuten abzugeben,macht nur graue Haare und kostet Lebenszeit.

Ich bin ehrlich gesagt überrascht, wie positiv digitale Skizzen hier aufgenommen werden, denn bisher hatte ich auch immer den Eindruck, dass es total verpöhnt ist. Es soll ja auch Leute geben, die denken, dass Zeichenprogramme wie Photoshop einem die Arbeit komplett abnehmen und da kaum mehr Eigenleistung drin steckt. (Ein Klick und du hast einen fertigen Menschen auf dem Bildschirm.)
Ich bin jedoch der Meinung, dass es egal ist, ob man digital oder traditionell skizziert, es ist und bleibt doch immer noch eine Eigenleistung. In beiden Fällen hat man einen Stift in der Hand und kreiiert ein kleines Kunstwerk. Wenn man die Anatomie noch nicht so gut beherrscht oder es einem an Kreativität mangelt, bringt auch das beste Zeichenprogramm keinen Vorteil. Klar, gibt es traditionell keine Möglichkeit das Motiv zu spiegeln oder mal eben einen Kopf proportional kleiner zu machen. Aber wer das digital macht, tut es ja nicht, weil er anderen bloß vorgaukeln will, dass er zeichnen kann, sondern weil er das bestmöglichste Ergebnis rausholen will. Das bringt einem meiner Meinung nach lediglich einen Zeitvorteil, weil man den Kopf dann nicht nochmal komplett neuzeichnen braucht.
Natürlich kann man es sich auch einfach machen, auf größerem Format arbeiten und dann die Skizze fürs Abpausen auf Kakaoformat verkleinern. Jedoch kann man sich damit auch ganz schnell ins eigene Bein schießen, wenn man vorher massig Details draufhaut und dann hinterher feststellt, dass man gar nicht so feine Linien ziehen kann.
Letzten Endes läuft es aber doch immer darauf hinaus, dass man die Outlines irgendwie im richtigen Format zu Papier bringt. Ob die Skizze dann von Anfang an so klein war oder vorher digital doppelt so groß, macht für mich jetzt nicht so den Unterschied.
Mir persönlich ist es auch egal, ob mein Tauschpartner das erwähnt oder nicht. Ich fühle mich auch nicht betrogen, wenn hinterher rauskommt, dass die Skizze mal digital war. Wenn mir das Endergebnis gefällt, ist es mir egal, ob auf dem Weg dahin auch digital gearbeitet wurde; davon mache ich meine Entscheidung, ob ich eine Karte will oder nicht, nicht abhängig.

nein, kein Schummeln. Es ist ein Werkzeug und es macht Dinge einfacher. Fertig.

Da steht immer noch ein Mensch mit einer kreativen Vision dahinter. ;)

lg fi

Ashtray: Tatsächlich differenziere ich da zwischen digitaler Skizze und digitaler Karte.

Digitale Karten sind für mich ein absolutes No-Go, Digitale Skizzen dafür insofern in ordnung, dass es keinen großen Unterschied macht, jetzt auf einem Papier vorzuschmieren und rumzuprobieren oder digital. Solang die weitere Arbeit, also das Übertragen, linen, colorieren, wasauchimmer dann traditionell erfolgt.
Gedruckte Lines sind dann so ein zwischending: Wenn man einfach keine farbigen Liner o.ä. hat aber mal bunte Lines haben will->so what. wenn man DIESE EINE SKIZZE gerade SO verdammt geil findet und sie auf biegen undbrechen nicht mit genau dem Charme übertragen kriegt->so what.
Wenn ich Karten mit wirklich vielen Details, vielen Charakteren oder komplizierten Posen/Perspektiven zeichne, mach ich die Konzeptskizzen auch erst größer, passe dann alles zusammen. Dann gibts n digitales Puzzle, ich drucks in der entsprechenden Größe aus und muss die Lines eh nochmal neu, händisch, übertragen.