@Lufia
Das ist ja schön, dass du keine körperlichen Nachteile gespürt hast. Aber du solltest nicht von dich auf andere schließen.
Ich habe deinen Beitrag so verstanden, dass du Meinungen, die nicht deiner entsprechen, mit Angst, Unwissenheit und schlechtem Ruf abtust. Eigentlich sei Blutspenden ja voll gesund, also solle man “freiwillig” spenden?
Wenn man Argumente anführt, sollte man auch recherchieren, wer der Urheber des Zitats ist. Im Stern-Artikel steht, dass Dübbe vom DRK sei. Das DRK hat ein großes Interesse daran, dass Menschen spenden kommen. Sie erzählen dir zur Not das Blaue vom Himmel. Wie in der Werbung.
Dass Blutspenden keineswegs “gut für den Körper” ist, verdeutlicht auch der Artikel:
“Nach der Spende braucht der Körper etwas Zeit, sich auf den Blutverlust einzustellen.”
Der Körper ist also keineswegs glücklich, dass du ihm Blut entziehst, sonst würde er sich regelmäßig auf natüriche Weise selbst entleeren (Menstruationsblut eignet sich nicht zum Spenden, ist also Abfall und zählt deshalb nicht) oder zumindest Endorphine ausschütten.
Im Gegenteil ist der Artikel sogar skeptisch gegenüber den herangeführten Studien: “Möglicherweise könnte Blutspenden sogar positive Effekte auf die Gesundheit haben”, “Hartnäckig hält sich zudem die Meinung, dass Blutspenden das Blut erfrische und damit den Körper leistungsfähiger mache”. Konjunktiv I und Konjunktiv II.
Das soll dich natürlich nicht daran hindern, weiterhin Blut zu spenden. Auf welche Weise, ob mit oder ohne Geld, sei dir selbst überlassen. Aber bitte lass anderen ihre Gründe, ohne sie emotional zu untergraben und den Leuten etwas zu unterstellen.
Mich würde dennoch interessieren, woher du so genau weißt, wohin dein Blut geht. Wird es in deinem Blutspendedienst etikettiert, so dass du es über das Internet bis zum Patienten verfolgen kannst? Oder begleitest du das Blut in den OP? Oder verlässt du dich nur darauf, was eine Krankenschwester(?) behauptet, obwohl nicht sie persönlich dein Blut weiterverarbeitet, sondern es lediglich weiterreicht, wo es dann normalerweise in den Firmenstrukturen verschwindet.