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Blutspenden gegen Entgeld

Ich wollte schon seit langem mal Blut spenden gehen, aber bisher ist es immer vom Tisch gefallen als eines der unzähligen “wollte ich schon immer mal machen”-Themen.
Jetzt habe ich mich dazu aufgerafft etwas zu recherchieren und stoße dabei immer wieder auf das Thema, dass Blut gegen Geld zu spenden vollkommen den Sinn der Sache verfehlt. Persönlich bin ich noch nicht ganz sicher wie ich zu der Sache stehe. Einerseits geht es bei der “guten Tat” ja wirklich darum anderen zu helfen, andererseits ändert es nichts an der Sache ob ich nun ein paar Euros dafür bekomme oder nicht.

Hat jemand sich da schonmal Gedanken darüber gemacht oder Erfahrung im Blutspenden? Seid ihr ins Krankenhaus oder zum DRK gegangen?

Blutspenden braucht Zeit, man riskiert seine Gesundheit. Warum sollte man also nicht für die Umstände entschädigt werden?
Ich darf leider kein Blut spenden, weil es zu gefährlich für mich wäre. Aber wenn, dann würd ich zum Krankhaus, wo es Geld dafür gibt.

Ich kenne es teils auch so, dass man "nur"ein Getränk und eine kleine Mahlzeit gegen das Blut erhält, was ich bei größeren Blutspenden auch gerechtfertigt finde, immerhin ist Blut Spenden nicht gerade unanstrengend für den Körper. Ich selber werde wohl leider nie Blut spenden gehen. Erstens habe ich panische Angst vor Nadeln. Und zweitens zerhauts mir schon den Kreislauf, wenn ich Blut für ein großes Blutbild abgeben muss, was ich schade finde. Andererseits habe ich mit Blutgruppe Null, Rhesusfaktor positiv auch nicht die seltenste Blutgruppe (ganz im Gegenteil :p), so dass ich mir einbilde, es ist nicht so schlimm, gibt genug andere Nuller. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob das als Ausrede so hinhaut, weil ich wohl auch als Besitzerin einer seltenen Blutgruppe meine Skrupel hätte (Nadeln, brrr).
Geld ist ein netter Anreiz, allerdings ist das dann nicht “Spenden”, sondern “Verkaufen”, aber dagegen ist eigentlich nichts einzuwenden… Ich find das in keinster Weise sittlich anstößig.

Der Großteil der Blutspenden geht an Pharmakonzerne, oder teils sogar an Kosmetikkonzerne die ihre Tests damit machen, oder Medikamente draus entwickeln die sie wieder gewinnbringend verhökern. Nur ein Bruchteil dessen was gespendet wird geht an Menschen die ne Blutspende brauchen. Von daher stellt sich zumindest für mich die Frage nicht mehr, ob man aus humanitären Gründen sein Blut einfach so, oder für Geld geben sollte. Ohne Bares würd ich überhaupt nicht gehen. Früher, als ich mir darüber nicht im Klaren war hab ich mein Blut für nen belegtes Brötchen und ne Tube Heparinsalbe gegeben und mind. 2 Wochen blaue Arme, als hätte ich nen schweres Drogenproblem. Würde mir heute im Traum nicht mehr einfallen. Und die Tatsache, dass das DRK einfach nicht transparent macht was mit den Spenden geschieht schließt für mich jede weitere Spende aus. Übrigend spricht man den DRK in einem extra Zettel auch davon frei für Folgeschäden zu haften, d.h. Alles was sich aus der Blutspende im Nachhinein ergeben kann bleibt Risiko des Spenders. Doppelt unverschämt!

Ich habe von jemandem, der im Krankenhaus arbeitet, gehört, dass ihnen die Blutspenden extrem fehlen und öfters Operationen verschoben werden müssen, weil die benötigte Transfusion nicht zur Verfügung steht. Problematisch ist das dann bei Unfällen, die SOFORT Blut brauchen. Beim DRK kann ich mir schon vorstellen, dass die das Blut anderweitig verwenden, zur Forschung etc. Aber im lokalen Krankenhaus können sie ja nicht so viel anderes damit anfangen.

Im Krankenhaus war ich nie spenden. Ich weiß nicht wie es sich dort verhält, außer dass man hier bei uns 10€ im KH für eine Blutspende erhält. Ich nehme mal an, dass sie dort auch intern verwendet werden, insofern es passt.

Wenn es ums Geld geht bietet sich doch auch eher eine Plasmaspende an. Dafür erhält man mehr Geld und man kann auch deutlich öfter spenden. Nur kann das nicht jeder machen, weil die Venen dafür wohl nen bestimmten Durchmesser brauchen.

Ich stimme Micchon zu. Früher dachte ich auch, dass Spenden eine tolle Sache sei. Aber seitdem ich das aggressiv-werbende Verhalten des DRKs auf dem Campus erlebt habe, frage ich mich, warum ich nicht auch einen Teil des gewinnbringenden Kuchens abhaben sollte. Immerhin kostet die Instandhaltung meines Körpers viel Geld, das mir keiner gibt. Das DRK investiert nicht in mich als Spender, tut aber so, als sei Blutspenden reine Ehrensache. Auch wenn viele in diesem Unternehmen ehrenamtlich arbeiten, gibt es dennoch Leute, die damit ihren Lebensunterhalt bestreiten. Sie sammeln und verteilen die Spenden keineswegs selbstlos.

Es gab/gibt von den Öffentlich Rechtlichen eine interessante Doku, wieviel das DRK an jeder Spende verdient. Leider finde ich sie nicht. Aber dafür gibt es eine andere, neue Doku zum Thema Blutspenden:
http://www.ardmediathek.de/ndr-fernsehen/45-min/zwischen-ehrenamt-und-geschaeft-das-rote-kreuz?documentId=16571708

Leider ist Organhandel in Deutschland illegal, worunter auch Blut fällt. Aber zum Glück gibt es “Aufwandsentschädigungen” in Form von Geld, nicht nur ein Brötchen für 30 Cent.

http://www.wdr.de/tv/westpol/sendungsbeitraege/2012/1216/blutmarkt.jsp
http://www.derwesten.de/staedte/essen/drk-in-essen-sucht-dringend-blutspender-id8587369.html

Ich persönlich bevorzuge aus diesen Gründen entweder Krankenhäuser oder eben private Blutspendedienste, die Aufwandsentschädigung zahlen und nicht an meine Nächstenliebe appellieren und mir nichts in die Tasche lügen von wegen das Ganze sei kein Geschäft. Würde mir das DRK eine Aufwandsentschädigung zahlen (nicht in Form einer 60-Cent-Milka-Schokolade, die ich eh hasse), würde ich auch dort eine Spende in Erwägung ziehen.

Wer nur spenden will, um Menschen zu helfen, könnte z.B. direkt ins Krankenhaus gehen. Das ist viel effizienter. Das Blut wird nicht verkauft, sondern landet direkt beim Patienten. (Die “Aufwandsentschädigung” kann man ja dankend ablehnen, wenn man das nicht mit dem Gewissen vereinbaren kann.) Wenn dort nicht genug gespendet wird, muss das Krankenhaus nämlich Blut einkaufen. Zum Beispiel beim DRK.

Das Blut, das man im KH abgibt, landet genauso im nationalen Verteiler wie das vom DRK. Das kommt auf keinen Fall direkt zum Patienten, unter anderem muss es zuerst auf Krankheiten etc untersucht werden.

Ich bin mir sowieso nicht sicher, wie viel von dem gespendeten Blut schlussendlich für Patienten verwendet wird. Das Zeug kann man doch sicher nicht ewig bunkern, oder es wird wie oben schon gesagt für andere Dinge verwendet.
Jedenfalls bin ich der Meinung, dass eine kleine Entschädigung durchaus angebracht ist, es ist immerhin seine eigene Gesundheit, die man damit schwächt. Mal so einen Liter Blut abgezapft zu kriegen ist ja auch keine Kleinigkeit.

Für mich selbst ergibt sich die Frage so und anders nicht, weil ich das mit meinen Kreislaufproblemen nicht machen könnte. Aber ich weiß von Bekannten so ein paar Geschichten, die mir sehr schnell die Freude am Blutspenden verderben würden.

Ich sehe es etwas anders. Wenn man Blut verkauft, wie weit haben wir es dann noch zur Miet-Mutter, Eizellen und Organverkauf? Ich halte allerdings auch nichts von bezahlter Samenspende, da für die interessanten Spender, Erfolg und Intelligenz in den Genen etc, die Spende dann eh erst zu umbezahlbaren Preisen lukrativ wäre. Die Spende von Produkten des Körpers sollte meiner Meinung nach ideell sein.

Solange das alles auf freiwilliger Basis geschähe, hätte ich mit keiner dieser 3 Varianten ein Problem.

Leider würde die Realität anders aussehen. Denn diejenigen die kein Geld haben und “Not” leiden, wären durch diese Möglichkeit Geld zu machen, indirekt immer dazu gezwungen mitzumachen.

In der Lage kann von “freiwillig” keine Rede mehr sein.

Apropro was meinst mit Miet-Mutter?
Ich dachte die Leihmütter, die für andere die Kinder bekommen werden auch finanziell entlohnt?
Etwas derartiges gibt es dann doch schon??
Oder ist das grundsätzlich nicht legal und wird unter der Hand geregelt?
Vermutlich…

EDIT: Ah okay Tatsache. Ist tatsächlich verboten. Wieder etwas Neues gelernt.

Blut zu verkaufen ist aber was völlig anderes als eine Leihmutterschaft.
Ich verstehe deinen Vergleich hier ehrlich gesagt nicht, mieze.
Denn Geld gibts ja bereits ewig für Blutspenden. Und die Leihmutterschafft ist noch immer verboten und bleibt es auch.

Ich bekomm schon wieder Wut-Pusteln wenn ich so uninformiertes, populistisches Halbwissen lese! :argh:
Der Spruch von Dieter Nuhr ist mal wieder uneingeschränkt anwendbar. >__<

Wem das Gewissen beim Blut “verkaufen” drückt, kann es ja auch unentgeldlich spenden. In meiner Stadt gibts ein Blutspendezentrum, welches privat ist und ein Entgeld anbietet. Offiziell ist das natürlich nur eine Aufwandsentschädigung, aber von verkaufen zu sprechen ist dann doch richtiger.
Die Krankenhäuser machen das hier unentgeldlich, kriegst n bisschen Obst und was zu trinken und weißt, du hast etwas gutes getan.
Ich persönlich hab kein Problem, mich dafür bezahlen zu lassen. Wie schon so oft angesprochen wurde ist es schließlich auch eine Belastung für meinen Körper, danach bin ich erstmal geschwächt und muss meinen Körper erstmal Ruhe gönnen. Außerdem profitiert das Zentrum auch davon, sonst könnten die nicht jeden Tag hunderte Spender auszahlen (und ja, bei uns ists immer extrem voll, da warteste gut mal 1 1/2h bis zu spenden kannst).

Ich denke auch nicht, das man Blutspenden mit Organhandel, Leihmutterschaft etc vergleichen kann. Das sind ganz andere Kaliber. So haben enige Leute wenigstens einen Anreiz zu gehen, die ohne das Geld vllt nicht gehen würden. Und auch wenn die Gründe vllt die Falschen sind (wobei das ja dann eher ein Karmaproblem ist xD), tut man dennoch gutes und rettet womöglich Leben.

@Unicate

Blut zählt aber zu den Organen. Und da in Deutschland Organhandel verboten ist, darf mit Blut weder gehandelt werden, noch darf es verkauft werden. Aus dem gespendeten Blut werden allerdings “Blutprodukte” gewonnen, die widerum als “Arzeneien” verkauft werden. So jedenfalls habe ich es verstanden.

Nach dem Spenden lässt du dich natürlich nicht fürs Spenden bezahlen, sondern erhältst offiziell eine “Aufwandsentschädigung”. Verkaufen darfst du dein Blut nämlich nicht, weil das unter Organhandel fiele.

(Aber ich stimme dir zu. Ich finde Lebend-Organspende (mit Hirntod-Diagnostik), Lebend-Organspende (z.B. Niere) und Blutspende auch nicht vergleichbar.)

Tja… ich spende, wenn ich an dem Tag wo es ist grad eben an der Uni bin… Man kriegt dann ja auch ne kostenlose Mahlzeit in der Mensa (was nicht unerheblich ist, wenn man sich da mal das 7€-Gericht incl. Getränk gönnt :D) und kann sich auch was von dem Zeugs aussuchen, was sie da hinlegen (von Plüschtieren über Taschenlampen und Erste Hilfe-koffern bis zu Rezeptbüchern). Ach ja und man wird literweise mit Früchtetee abgefüllt :D Also so 4 Mal hab ich glaub ich schon gespendet. Also vom Stoffwechsel her machts mir auch nix aus. Wo andere auch nach den empfohlenen 15min vl noch schwindlig sind, kann ich schon nach 10min ohne Probleme aufstehen und rumlaufen. An dem Tag vermeid ichs aber trotzdem irgwas körperliches zu machen oder Auto zu fahren.

Also ich würd auch ohne Entgeld spenden (wenn ich Zeit hab). Auch wenn ein (Groß-)teil vom Blut vl nicht bei Patienten landet, ist das immer noch besser, als wenn irgein armer Mensch im OP dann umkommt, weil kein geeignetes Blut da war (@Nelia: Hab auch +0 also spende ich mal quasi mit für dich :D).
Allerdings wär ich auch voll dafür, wenn jmd. ne Entschädigung fürs Spenden bekommt. Wie schon oben erwähnt: Blut ist ein kostbares Gut und wenn man sich schon die Mühe macht, Teil seines Körpers für andere zu opfern, wär es auch angemessen, wenn man mit etwas mehr als nur einem ‘Danke und auf Wiedersehen’ hinaus geschickt wird… (nur übertrieben gesagt - mir ist klar, dass sie einem zumindest was zu Essen und Trinken anbieten).
Ich kenn auch viele Leute, die gern spenden würden, aber aus gesundheitlichen Gründen nicht können. Man soll sich auch des Risikos bewusst sein, dem man als Spender ausgesetzt ist. Selbst wenn jmd. im KH spendet, kann mit mangelnder Hygene, kontaminierten Nadeln, etc. ganz viel schief gehen (und das hab ich von meiner Mom, die mal im KH gearbeitet hat, also glaub ich ihr). Ist natürlich ein gaaaanz kleines Risiko, aber es ist da. Vergleichbar damit, nach einem Kaiserschnitt später querschnittgelähmt zu enden.

Natürlich ist "Organ"handel ein Knackpunkt. Da stell ich mir glatt organisiert Banden vor, die Leute dafür ausschlachten (gibts ja eh, aber wenn’s legal wäre, wär’s die Hölle). Und es kann ja vl auch sein, dass Leute gezwungen werden Blut zu spenden (wenn man jmd. zur Prositution zwingen kann, warum dann nicht zur Blutspende?). Man kann’s jemandem ja nicht wirklich ansehen, aus welchen Gründen er spendet.

Fazit: Geld für Blutspenden ist eine Dose Würmer, die man lieber nicht öffnen möchte. Ich würds begrüßen (es wär bestimmt super für Leute, die bisschen Geld brauchen und würde auch die Blutbanken um ein Vielfaches füllen), aber damit muss man sehr vorsichtig umgehen.

Ich sehe das wie star-behind-the-moon. Ich gehe auch regelmäßig spenden und natürlich gibt man da ein Stück von seinem Körper her und die Situation selbst ist weniger angenehm. Aber genauso gibt es auch Studien die sagen das regelmäßiges Spenden gut für den Körper ist:

«Auf diese Weise wird die Neubildung von Stammzellen und der gesamte Kreislauf angeregt», erklärt Düppe «Laut einer aktuellen finnischen Studie senkt regelmäßiges Blutspenden sogar das Herzinfarktrisiko bei Männern, weil dabei auch Cholesterin ausgeschwemmt wird.» Den Blutverlust kann ein gesunder Körper gut ausgleichen. «Allerdings gilt es, vorher und im Anschluss ausreichend zu essen und etwa mehr als sonst zu trinken», betont Noack. http://www.stern.de/gesundheit/gesundheitsnews/blutspenden-aderlass-der-leben-rettet-590856.html

Wegen der Blutgruppe 0, die vorher im Gespräch war, habe ich auch was interessantes gefunden:
“Welche Blutgruppe ist besonders gefragt?
Die häufigste Blutgruppe in Deutschland ist Blutgruppe A. Bei den Blutspendediensten am begehrtesten ist jedoch Blut der Blutgruppe Null, erklärt Düppe: “Die können Sie auf Empfänger aller Blutgruppen übertragen.” Patienten mit Blutgruppe Null können jedoch kein anderes Blut empfangen als Null.” http://www.berlin.de/special/gesundheit-und-beauty/gesundheit/ratgeber/1829048-212-blut-spenden-staerkt-die-eigene-gesundhe.html

Ich frage mich bei vielen Kommentaren wieviel Angst, Unwissenheit und ein gewisser schlechter Ruf hier weitergetragen wird. Ich habe bei den 5-mal bei denen ich unentgeldlich bei unserer Gemeinde spenden war keine körperlichen Nachteile verspürt. Natürlich möchte ich auch, dass mein Blut in die richtigen Hände gerät. Deswegen informiere ich mich und kann auch wirklich sagen wohin mein Blut kommt. Ich verstehe aber auch, dass viele einfach Angst haben oder Probleme mit dem Kreislauf bekommen. Da ist es doch ganz gut, dass das alles auf freiwilliger Basis passiert.

@Lufia

Das ist ja schön, dass du keine körperlichen Nachteile gespürt hast. Aber du solltest nicht von dich auf andere schließen.

Ich habe deinen Beitrag so verstanden, dass du Meinungen, die nicht deiner entsprechen, mit Angst, Unwissenheit und schlechtem Ruf abtust. Eigentlich sei Blutspenden ja voll gesund, also solle man “freiwillig” spenden?

Wenn man Argumente anführt, sollte man auch recherchieren, wer der Urheber des Zitats ist. Im Stern-Artikel steht, dass Dübbe vom DRK sei. Das DRK hat ein großes Interesse daran, dass Menschen spenden kommen. Sie erzählen dir zur Not das Blaue vom Himmel. Wie in der Werbung.

Dass Blutspenden keineswegs “gut für den Körper” ist, verdeutlicht auch der Artikel:
“Nach der Spende braucht der Körper etwas Zeit, sich auf den Blutverlust einzustellen.”
Der Körper ist also keineswegs glücklich, dass du ihm Blut entziehst, sonst würde er sich regelmäßig auf natüriche Weise selbst entleeren (Menstruationsblut eignet sich nicht zum Spenden, ist also Abfall und zählt deshalb nicht) oder zumindest Endorphine ausschütten.

Im Gegenteil ist der Artikel sogar skeptisch gegenüber den herangeführten Studien: “Möglicherweise könnte Blutspenden sogar positive Effekte auf die Gesundheit haben”, “Hartnäckig hält sich zudem die Meinung, dass Blutspenden das Blut erfrische und damit den Körper leistungsfähiger mache”. Konjunktiv I und Konjunktiv II.

Das soll dich natürlich nicht daran hindern, weiterhin Blut zu spenden. Auf welche Weise, ob mit oder ohne Geld, sei dir selbst überlassen. Aber bitte lass anderen ihre Gründe, ohne sie emotional zu untergraben und den Leuten etwas zu unterstellen.

Mich würde dennoch interessieren, woher du so genau weißt, wohin dein Blut geht. Wird es in deinem Blutspendedienst etikettiert, so dass du es über das Internet bis zum Patienten verfolgen kannst? Oder begleitest du das Blut in den OP? Oder verlässt du dich nur darauf, was eine Krankenschwester(?) behauptet, obwohl nicht sie persönlich dein Blut weiterverarbeitet, sondern es lediglich weiterreicht, wo es dann normalerweise in den Firmenstrukturen verschwindet.

Ich spreche vorallem aus eigener Erfahrung, mein Vater hat es für sich selbst ausprobiert, da er enorme gesundheitliche Probleme hat und das Blut spenden ihm wohl geholfen hat. (Entschuldige dass ich den Bericht nicht genau durchgelesen habe bevor ich ihn verlinkt hab) Ich denke es ist wichtig abzuchecken, wie groß man ist und wieviel man wiegt und wieviel dass im Vergleich zum Blutvolumen im Körper ausmacht. Ich bin groß und auch nicht unbedingt superschlank und mir macht dass nicht viel aus und solang ich vielleicht einem Menschen irwie geholfen habe und für mich persönlich keine Nachtteile erkennen kann befürworte ich es.

Es ist nur so, dass ich bei den meisten Posts nicht rauslesen kann, in wie weit der Poster es selbst mal ausprobiert hat. Nein, es wird im vornherein schon gesagt, dass tut mir nicht gut, dass will ich nicht. Natürlich will ich das jetzt auch nicht pauschalisieren. Aber ich vertrete da die bös radikale schlimme Position, dass mans einfach mal ausprobieren soll. Wenn jemand vorher schon weiß, dass im schwindlig usw wird, klar sollte er das dann nicht machen. Ich weiß zumindest in unserer Gemeinde wohin mein Blut geht, weil ich selbst freiwillig dort helfe und es zumindest bei uns zu 80% ans regionale Krankenhaus geht…

Ich finde die Tatsache, dass sich der Körper auf etwas einstellen muss kein Beweis, dass es schlecht ist für den Körper.
Wenn ich aus einem dunklen Raum hinaus ins helle laufe, dann müssen sich meine Augen auch erstmal ans Licht gewöhnen. Das heißt aber nicht, dass das Licht schlecht für mich ist.