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Aquarell

Ja, ja genau! Den hab ich auch in 300g. ^^ Die Struktur muss ich sagen ist ja sehr schön und hat schon ihren optischen Reiz aber sie beißt sich leider immer ein bisschen mit meinen Lines, weshalb der Block auch traurig in meinem Schrank verstaubt… :(

Ich kann Kampfmieze aber nur zustimmen was das Papier betrifft. Durchpausen geht da auch bei 200g auf keinen Fall.
Ein Papier das ich dir empfehlen kann ist Etival 200g von Clairefontaine( http://www.gerstaecker.de/shop/unser-angebot/markenwelt/clairefontaine/clairefontaine-etival-aquarellblock-200-g-feinkoernig-15484a ). Es hat eine sehr feine Struktur und ist auch etwas leichter mit dem Pausen. (klappt bei mir 1A) Da kann ich dir auch einen Testbogen zukommen lassen wenn du magst

@Eisblume: Also wenn du das auch sagst, dann streich ich es auf jeden Fall von meiner Liste. Danke! ^^
Oooh ich bin ja eh ein großer Fan von Clairefontaine, dass die auch Aquarellpapier machen, hatte ich aber irgendwie gar nicht auf dem Radar. Vielen Dank für den Tipp!
Waah meinst du wirklich?! Das wär ganz furchtbar lieb von dir, ich trau mich kaum das anzunehmen aber ich würde das Papier natürlich wahnsinnig gerne mal testen. Aber nur, wenns dir nix ausmacht! Ich schick dir auch das Porto, wenn du möchtest. w

@ Twisted: Ich schreib dir ne PM

Das Hahnemühle Burgund gefällt mir gut.Leicht raue Textur die gut für Kreide,Grafitt,Acryl,Kohle.Buntstifte und Aquarell ist.Die Probe die hatte hat einiges großzügig mitgemacht.Hat eine schöne Filzprägung. 220g/m² kann man super durchpausen.
Das Canson Imagine Dessign Blanc ,würde ich nicht für klassische nass in nass pantscherei raten,taugt aber gut für feine Motive weil sehr glatt,wellt sich schnell aber preiswertes Allroundpapier von 200g/M².

@Lunalight: Danke auch für deine Empfehlungen! :D
Besonders das Canson hört sich ja seeehr interessant an… vor allem weil mein alter Lieblings Block auch von denen war und ich eh nicht sehr wasserintensiv arbeite. Gesehen hab ichs aber hier bei uns noch nie im Laden. Wo hast du deinen Block denn gekauft? Internet?

Ja bei Amazon glaub knappe 9 € für 50 Blatt.
http://www.amazon.de/Canson-200006008-Zeichenpapier-Blatt-Block/dp/B00B2NUL2G/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1399164013&sr=8-1&keywords=canson+imagine

Mal so nebenbei: Was für Aquarelle benutzt ihr am liebsten/ was habt ihr für Erfahrungen gemacht? Immerhin wird das traditionelle Aquarell, das in den kleinen Näpfchen kommt, immer mehr abgelöst von Aquarellbuntstiften und Aquarell aus der Tube (z.B. von Stylex). Wie arbeitet ihr mit denen? Arbeitet ihr überhaupt mit denen?

Ich persönlich arbeite eigentlich nur noch mit Aquarell aus der Tube. Die Farben werden einfach am leuchtendsten und lassen sich auch am besten verarbeiten, was z.B. gleichmäßiges Anmischen und Lasuren angeht. (Und billiger sind sie auf Dauer auch - kosten nicht viel mehr als ein Näpfchen, aber es ist viel mehr Farbe drin.) Näpfchen nehme ich eigentlich nur noch unterwegs, also dann, wenn ein Hantieren mit Palette und Wasserglas unmöglich ist. Und in letzter Zeit schleppe ich tatsächlich immer häufiger Klapp-Palette und verschließbaren Wasserbecher mit mir herum… XD Wahrscheinlich werde ich die Näpfchen zwar noch mit aufbrauchen, aber nicht nachkaufen.) Aquarellstifte benutze ich gar nicht - die Farben werden einfach nur blass und schlammig, das mag ich überhaupt nicht. Ich nehme aber ab und zu auch wasservermalbare Wachsmalkreiden, mit denen kriegt man ganz hübsche Effekte.

Sei beruhigt, niemand, der aus dem Anfängerbereich raus ist, steigt dauerhaft auf Farben oder Produkte von Stylex um. Wenn man einmal eine gewisse Qualität gewöhnt ist, gruselts einem vor Toppoint-Kram.
Um ein Gefühl für Tubenfarben zu kriegen waren sie…“in Ordnung” (inzwischen hab ich Vergleiche nach oben, die man eigentlich gar nicht Vergleiche nennen darf), aber warum du ausgerechnet Stylex als Marke anführst um von Vorliebenwanderung zu sprechen ist mir ein Rätsel.
(AUßER sie haben in den letzten jahren einen gigantischen Qualitätssprung gemacht, dann hab ich nix gesagt!)

/OnT: Näpfchen und flüssige Farben aussm Glas :D Näpfchen sind meine Comfort-Zone, die flüssige was erfrischendes, neues. Hab mich gegen Tubenaquarelle als Neuanschaffung entschieden, um nicht wieder auf dem zu sitzen, was ich schon kenne, sondern mal bewusst was andres lernen wollte. Und ich mags. Aquarellstifte waren bei mir immer nur bessere Buntstifte bzw. ergänzend zu Polychromos im Einsatz und meine Tubenfarben waren meine erste Aquarellberührung und qualitativ eher…nicht…so…toll.
Klar kann man mit malen wenn man sich dran gewöhnt, aber es is einfach ein Unterschied nach oben hin.

Ich kenne tatsächlich auch niemanden, der freiwillig die Stylex-Farben benutzt. Aber das sagt nichts über die Qualität von Tuben-Aquarell im Allgemeinen aus! Es sagt einem eigentlich nur: Finger weg von Billig-Schrott. ;) Der Vergleich zu echtem Künstlermaterial sollte hier wirklich nicht gezogen werden. lach

Danke für die Antworten! Ihr habt mich beruhigt. War bis jetzt immer auf Näpfchen (ich sehe die Aquarellstifte auch es als etwas bessere Buntstifte - enweder richtig Aquarell oder gar nicht). Die Farbe habe ich mir nicht selbst gekauft (Stylex ist furchtbar), aber meine Mutter wollte mir eine Freude machen. Sie versteht den Unterschied nicht wirklich, für sie sind Farben Farben. Und da ich noch nicht mit den gearbeitet habe und die Farben nicht wegschmeißen wollte, habe ich es probiert und war minder begeistert. Deswegen die Frage hier, mehr ein abchecken, ob es sich lohnt, bessere Tubenaquarelle zu kaufen oder lieber bei den Näpfchen zu bleiben.

Dass Nicht-Zeichner keine Ahnung von Künstlermaterial haben, ist nichts neues - ich hab auch zu Ostern ein paar nett gemeinte, aber im Grunde vollkommen unbenutzbare Sachen geschenkt bekommen. lach Nimm es deiner Mutter bitte nicht übel. Wer nicht selbst malt, KANN gar nicht verstehen, welche gewaltigen Unterschiede es geben kann.

Ob du letztendlich mit Tuben-Aquarell zurechtkommst oder nicht, ist eine Frage deiner persönlichen Arbeitsweise. Da du bereits Aquarellfarben in Näpfchen besitzt, würde ich dir empfehlen, einfach mal zur Probe irgendeine Tuben-Aquarellfarbe zu kaufen. Sie lässt sich problemlos mit deinen Näpfchenfarben kombinieren. Solltest du mit der Handhabung absolut nicht klarkommen, kannst du die Farbe ja immer noch in ein Näpfchen füllen, durchtrocknen lassen und sie dann als Näpfchenfarbe weiterverwenden. (Ich kenne auch mehrere Zeichner, die ihre Näpfchen aus Tuben nachfüllen, weil das Geld spart. Die Maleigenschaften sind aufgrund des etwas anderen Bindemittels dann nicht mehr GANZ so gut, aber man kann sich damit arrangieren.) Und wenn du damit klarkommst, kannst du dir ein Farbsortiment nach und nach zusammenkaufen, ganz entspannt.

Aber nimm auf jeden Fall Künstlerqualität, keine Studienqualität! “Sparmaßnahmen” in Form billiger Farben rächen sich gerade bei Aquarell leider sofort. Die seriösen Anbieter hochwertiger Aquarellfarben (Schmincke Horadam, Winsor&Newton Professional Watercolour, Daler Rowney Artists’ Watercolour, Mijello Mission Gold, Blockx, Maimeri Blu, Sennelier l’Aquarelle, Daniel Smith, Old Holland, Art Spectrum, …) tun sich untereinander qualitativ nicht viel, da kann man also bedenkenlos alles nehmen (nur jeweils auf die Lichtechtheit achten, die sich von Farbe zu Farbe unterscheidet) - aber die qualitative Kluft zum “Studienfarben”- oder gar Billig-Preissegment ist ganz gewaltig. So ist zum Beispiel “Schmincke Horadam” bis auf wenige Ausnahmen (ein paar nicht ganz so tolle Farben gibts bei jeder Firma… XD) großartig, aber die billigere “Schmincke Akademie”-Linie ein Fall für die Tonne, obwohl beides von der gleichen Firma stammt. Gleiches gilt für die Unterschiede zwischen “Winsor&Newton Professional Watercolour” (Künstlerfarbe) und “Winsor&Newton Cotman” (Studienfarbe). Und man berichtete mir, dass die Studien-Linie von Daler Rowney auch eine echte unbenutzbare Katastrophe sei (aber die Künstlerfarben sind meiner Erfahrung nach klasse!).

Wobei ich hier Eller ein WENIG entkräften möchte (unter dem Gesichtspunkt, dass sie wirklich sehr hohe und fundierte Ansprüche an ihr Material hat und sich WIRKLICH, WIRKLICH gut mit der Materie auskennt!!!), ich mag die Mittelklassefarben, Schmincke Akademie und W&N Cotman recht gerne.
In der Farbintensität gibt es Unterschiede zur Preisoberschicht, aber sie bilden für mich eine wunderbare Balance zwischen Qualität und Preis, lassen sich schön vermalen und mischen, fühlen sich nicht so billig, krisselig an wie Billigfarben…
Im rein subjektiven Vergleich ist der Sprung zwischen Ober- und Mittelklasse um ein vielfaches geringer als zwischen Mittelklasse und Billigschrott.
Mir werden meine 2 Kästen auf jeden Fall noch lange eine Freude bereiten, auch wenn ich inzwischen langsam aus purer Dekadenz leere Mittelklasseware gegen teure Ersetze. NÖTIG ist es für MICH nicht. (Und nochmal zum Vergleich: Eller kennt, glaube ich, jede Farbe und ihre genaue Chemische Zusammensetzung. Ich…nicht!)

Ich stehe dazu, ich bin ein Material-Nerd. Ich MAG Materialwissenschaften. ;)

Wie lustig, ich empfinde es als genau andersherum… Wenn man ausschließlich die Leuchtkraft der Farben als Kriterium heranzieht, magst du Recht haben, aber von den Maleigenschaften her liegen Billigfarben und “Mittelklasse” oft sehr nah (ununterscheidbar nah) beieinander - ich hatte schon Tuben aus dem Supermarkt, die in ihren Fließeigenschaften deutlich besser abschnitten als zum Beispiel W&N Cotman (das, gelinde gesagt, GAR NICHT fließt; gleichmäßiger Farbauftrag wird damit für immer eine Illusion bleiben…). In Ausnahmefällen gibt es sogar Billigfarben, die mit Profiqualität mithalten können - weil einige Pigmente in der Herstellung sehr, sehr billig sind, so dass die Produzenten keinen Anlass sehen, zu sparen. Ich habe zum Beispiel ein Billig-Preußischblau (auch Supermarktware), das sich weder in Leuchtkraft noch in Lichtechtheit oder Mal-Eigenschaften hinter teuren Profi-Farben verstecken muss. Aber so was ist natürlich eine absolute Ausnahme… (Der Fairness halber muss gesagt werden: auch die teuren Farbsortimente haben gelegentlich den ein oder anderen Totalausfall. Sprich: einige Farben zum Beispiel der Horadam-Linie von Schmincke halte ich auch für gänzlich untauglich. Aber das sind eben auch… Ausnahmen.)

ich habe bis jetzt immer (und tu es noch heute) zur studienqualität gegriffen, statt der künstlerqualität.
ich habe einfach nicht das geld dafür und bin eigentlich auch sehr zufrieden mit der studienqualität meiner aquarellfarben. keine ahnung, wie ‘billige’ aquarellfarbe ist, die studienqualität kostet ja auch nicht gerade wenig (hier in der schweiz sowieso nicht), da habe ich also keinen vergleich.
ich habe aber auch schon mit seeehr teurer aquarellfarbe gemalt (20 sFr. ein klitzekleines Tüblein). Für mich ist es den Preisunterschied nicht wert, wo ich doch mit meinen Farben zufrieden bin :)

Das ist schön! Darf ich erfahren, um welche Firma es sich handelt? Studienfarbe ist ja nicht gleich Studienfarbe, und wenn du da welche hast, die tatsächlich gute Qualität liefert, wäre das ja interessant. Und auch sonst: wenn du mit deinen Farben glücklich bist, ist ja alles in Ordnung.

DAS ist allerdings als Argument für Studienfarben unlogisch… Auf Dauer sind Studienfarben nämlich tatsächlich teurer. Zwar kostet eine einzelne Tube erst einmal weniger - aber dadurch, dass sie weniger Pigment und mehr Bindemittel enthält, ist sie auch deutlich schneller aufgebraucht. Bei Künstlerfarben verbraucht man deutlich weniger Farbbrei, um die gleiche Farbintensität zu erhalten. Ich würde schätzen, dass Studienfarben in erster Linie ein gutes Geschäft für Farb-Hersteller sind. Künstler bekommen dagegen schlechtere Qualität für auf Dauer deutlich mehr Geld… Hm.

äähm, ich guck, sobald ich zuhause bin xD
aber gut möglich, dass du da ganz anderer ansicht bist^^ ich bin echt kein profi in sachen farben, du kennst dich da ja sehr gut aus und hast sicher schon viel mehr erfahrung und mehr sachen ausprobiert/verglichen.

ich nenn das jetzt mal das mumm-problem (figur aus einem pratchett-roman^^). der meinte, reiche leute werden immer reicher, weil sie sich teure stiefel für 20 dollar leisten können, die 10 jahre halten. arme schlucker müssen sich stiefel für 5 dollar kaufen, die nach einem jahr durchgelatscht sind…
und trotzdem brauchen sie stiefel und können nicht sparen, bis sie sich die guten leisten können ;)

Wobei meine Ansicht ja für dich irrelevant ist, wenn du mit den Farben zufrieden bist. ^^ Ich habe auch schon von Leuten gehört, dass sie mit den Maleigenschaften irgendeiner Studienfarbe ganz besonders gut klarkommen und diese aus Überzeugung kaufen. Das kann jeder Künstler natürlich für sich selbst entscheiden.

Mumm kenne ich natürlich, der kommt auch gleich in mehreren Pratchett-Romanen vor. ;)
Aber ein guter Vergleich. So ähnlich ist das, ja. Wobei im Falle von Aquarellfarben immer noch die Option bestünde, weniger Farben zu kaufen, und dafür bessere - was in den meisten Fällen die bessere Herangehensweise sein dürfte als sich zum Beispiel ein 24er-Set schlechterer Farben zuzulegen, wie es viele Zeichner machen. Dann lieber nur 4-5 hochwertigeTuben…
Ich denke allerdings mal, in vielen Fällen steht hinter dem Kauf von Studienfarben auch einfach die Unkenntnis des Problems. Viele Kunden machen ihren Preisvergleich nur anhand der Füllmenge der Tube (dann kommt man nämlich leicht mal zu dem Ergebnis: was solls, die Studienfarbe sieht auch hübsch aus, und die Tube gleicher Füllmenge kostet weniger), weil sie gar nicht erst WISSEN, dass die billigere Farbe sich erheblich schneller verbraucht. (Ich meine, wir reden hier nicht über kleine Unterschiede, sondern man braucht grob geschätzt locker mal doppelt bis dreifach so viel Tubeninhalt für die gleiche Intensität… Das beim Preisvergleich zu vernachlässigen ist schon problematisch.)

Mir kommt es im Endeffekt auf die Farbe an sich an. Ich habe nicht so viele Farben (bin definitiv kein Profi, Kunst ist für mich ein Ausgleich), aber das ist nicht so schlimm. Beim Kauf achte ich in der Regel darauf, wie die Farbe auf mich wirkt. Ich kaufe meistens beim Großhandel direkt, da die die größte Auswahl haben (und ein Freund dort arbeitet, der mich reinschmuggelt :wiiii: ) Ich habe in der Regel nur 10 bis 13 Farben. Das liegt nicht umbedingt am Preis, sondern daher, das ich bei Aquarell vor allem das Mischen von Farben sehr wichtig finde. Eine Farbe direkt aus dem Napf zu nehmen wirkt oft sehr unnatürlich, daher mische ich mir die Farbe lieber selbs zurecht. Aber wie gesagt, ich bin bestenfalls ein Laie. Ich bin nicht besonders gut, aber auch nicht schlecht. Denke ich. Malen und mit Farben experimentieren macht mir einfach Spaß^^