Ich habe mir auf der Connichi ein Starterset von den Pebeo Colorex Aquarelltuschen zugelegt.
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FARBSORTIMENT:
Das Farbsortiment erscheint mir im Großen und Ganzen ausgewogen. Wichtig ist, dass es Cyan, Magenta und primäres Gelb gibt, aus denen man dann alle anderen Farbtöne Mischen kann.
Mein Starterset enthält die Farben Cyan, Magenta, primäres Gelb, Kobaltblau, Violett, Sepia, Sanguine (ein Rotbraun), Schwarz und Weiß. Mir fehlt hier eigentlich noch ein Grünton. Man kann ihn sich zwar gut aus Gelb und Cyan selbst mischen, aber irgendwie fehlt er einfach.
Allerdings stört mich ein Fakt etwas, der eigentlich als „hilfreich“ deklariert ist: Die drei Grundfarben Cyan, Magenta und primäres Gelb sind als einzige Farben der Reihe nicht komplett wasserlöslich. Einmal durchgetrocknet, kriegt man die Farben nicht mehr angelöst. Andererseits kann man so auch ziemlich gut ticksen (Violette Schatten aus Cyan und Magenta und gelbes Licht gehen nie mehr weg beim Übermalen, höhöhö). inwieweit mich das behindert oder mir hilfreich ist, muss ich erst noch durch weiteres Gebrauchen der Farben eruieren. Alle anderen Farben kann man nach dem Trocknungsvorgang wie auch bei „normalem“ Aquarell wie gewohnt wieder mit etwas Wasser anlösen. Solange die Farben aber noch feucht sind, lassen sie sich allesamt noch mit Wasser bearbeiten.
FARBINTENSITÄT:
Sehr intensive Farben, wie erwartet. Jedoch können sie in keinster Weise mit den Ph.Martins Aquarelltuschen mithalten, die ich ebenfalls kurz antesten durfte (im direkten Vergleich wirken die Colorex-Farben direkt stumpf - aber die PH-Martins verursachen ja auch fast schon Augenkrebs… und ich hatte nicht die selben Farben zur Verfügung wie bei meinem Ph-Martins-Testbild.). Aber dennoch sind die Farben intensiver oder gleich intensiv wie bei anderen mir bekannten Aquarellprodukten. Das Grün, das ich aus Gelb und Cyan gemischt habe, kreischt schon fast. Die Brauntöne und Mischungen mit Braun werden allerdings sehr schnell stumpf, was schade ist, aber das liegt wohl einfach am Braun und somit in der Natur der Sache.
VERARBEITUNG UND MALVERHALTEN:
Die Fässchen, die ich habe, sehen stabil aus, allerdings wirken sie auch etwas billig. Die „richtigen“ Fässchen samt Pipettendeckel kann ich mangels Vorliegen nicht beurteilen.
Die Farben fließen wunderschön auf angefeuchtetem Papier und sie lassen sich prima vermalen. Pur sind die Farben sehr kräftig, man kann sie sehr gut mit Wasser verdünnen. Verläufe lassen sich gut erstellen. Die Farben sind sehr ergiebig.
TRANSPARENZ:
Die Farben sind allesamt transparent. Lasieren ist ohne Probleme möglich.
LICHTECHTHEIT:
Keine der Farben ist sonderlich lichtecht, was auch auf der Verpackung angegeben wird. Man soll nach Fertigstellung laut Hersteller am besten einen UV-Schutzfirnis auftragen. Einzelne Lichtechtheitsangaben konnte ich auf den Fässchen und auf der Homepage des Herstellers nicht finden.
DEKLARATION:
Auf einigen Fässchen fehlen die Farbbezeichnungen in Worten und auch der Farbcode. Angaben zur Lichtechtheit und Zusammensetzung der Farben fehlen, diese kann man auch nicht auf der Homepage des Herstellers einsehen. Die Fußnoten der Farbkarten auf der Homepage enthalten zwar Sternchenbewertungen für die Lichtechtheit, bei den Farben in der Farbkarte selbst lassen sich diese jedoch nicht wiederfinden.
Grade für Menschen, die Wert auf Kenntnis der verwendeten Pigmente und Lichtechtheit der Farben legen, ist das ein Nogo. Für Otto-Normal-Hui-Schau-mal-Aquarelltusche!-Nutzer ist das allerdings zu verschmerzen. (bei Copics weiß auch keine Sau, was eigentlich drin ist und lichtecht sind sie auch nicht hust)
PREIS-LEISTUNGS-VERHÄLTNIS:
Die Farben halten definitiv, was sie versprechen. Beim Preis von 16 Euro für 7 Farbtöpfchen á 20ml plus je ein 20 ml-Töpfchen in Schwarz und Weiß und 20 ml Rubbelkrepp und 3 Pipetten ist wirklich nichts verkehrt. Jedoch sei dazu gesagt, dass ich das ganze zum Messe- und Einführungspreis ergattern konnte, dieses Einsteigerset kostet normal 28 Euro (meinmangashop.de). Ein 45-ml-Fässchen kostet je nach Bezugsquelle zwischen 5 und 7 Euro (meinmangashop.de, gerstaecker.de, amazon.de,…)
Man sollte sich nur noch ein paar Pipetten und eine Mischpalette (zur Not leere, gereinigte Toffifee-Packung) zulegen, weil man die Pipetten definitiv nicht wirklich farbfrei bekommt, und die Farben dann zu verunreinigen wär ne ziemlich blöde Idee. Und niemals mit einem Pinsel in die Farbfässchen gehen. Anders als Näpfchen und Tuben lassen sich Farbreste nämlich gar nicht erst entfernen :/ weil flüssig und so.
Eventuell liefern andere Papiere auch andere Ergebnisse die Leuchtkraft und Anlösbarkeit betreffend, aber ich hatte gerade nur das Hahnemühlepapier Echtbütten rau zur Hand und das hat (mal wieder) ganz bös gefusselt. Ich werde den Test dann noch entsprechend updaten, wenn mir nach dem Bekleckern von anderen Papiersorten noch was auf- oder einfällt.
Schwarz (Eigentlich China-Tusche und keine Aquarellfarbe), Weiß und das Rubbelkrepp habe ich noch nicht getestet, werde ich dann aber ebenfalls hier updaten :D
Hier noch mein kleines Testbildchen auf einem Postkartenaquarellpapier, von dem ich nicht weiß, woher es kommt oder wie es heißt, aber icc meine es könnt Fabriano sein… (Die Farben leuchten mehr als auf dem Hahnemühle und es fusselt vor allem nix…):
http://31.media.tumblr.com/252bed5a3c4af9b7b3221cc573343cf2/tumblr_mta5haZtxf1s3dfv4o3_1280.jpg](
FARBSORTIMENT:
Das Farbsortiment erscheint mir im Großen und Ganzen ausgewogen. Wichtig ist, dass es Cyan, Magenta und primäres Gelb gibt, aus denen man dann alle anderen Farbtöne Mischen kann.
Mein Starterset enthält die Farben Cyan, Magenta, primäres Gelb, Kobaltblau, Violett, Sepia, Sanguine (ein Rotbraun), Schwarz und Weiß. Mir fehlt hier eigentlich noch ein Grünton. Man kann ihn sich zwar gut aus Gelb und Cyan selbst mischen, aber irgendwie fehlt er einfach.
Allerdings stört mich ein Fakt etwas, der eigentlich als „hilfreich“ deklariert ist: Die drei Grundfarben Cyan, Magenta und primäres Gelb sind als einzige Farben der Reihe nicht komplett wasserlöslich. Einmal durchgetrocknet, kriegt man die Farben nicht mehr angelöst. Andererseits kann man so auch ziemlich gut ticksen (Violette Schatten aus Cyan und Magenta und gelbes Licht gehen nie mehr weg beim Übermalen, höhöhö). inwieweit mich das behindert oder mir hilfreich ist, muss ich erst noch durch weiteres Gebrauchen der Farben eruieren. Alle anderen Farben kann man nach dem Trocknungsvorgang wie auch bei „normalem“ Aquarell wie gewohnt wieder mit etwas Wasser anlösen. Solange die Farben aber noch feucht sind, lassen sie sich allesamt noch mit Wasser bearbeiten.
FARBINTENSITÄT:
Sehr intensive Farben, wie erwartet. Jedoch können sie in keinster Weise mit den Ph.Martins Aquarelltuschen mithalten, die ich ebenfalls kurz antesten durfte (im direkten Vergleich wirken die Colorex-Farben direkt stumpf - aber die PH-Martins verursachen ja auch fast schon Augenkrebs… und ich hatte nicht die selben Farben zur Verfügung wie bei meinem Ph-Martins-Testbild.). Aber dennoch sind die Farben intensiver oder gleich intensiv wie bei anderen mir bekannten Aquarellprodukten. Das Grün, das ich aus Gelb und Cyan gemischt habe, kreischt schon fast. Die Brauntöne und Mischungen mit Braun werden allerdings sehr schnell stumpf, was schade ist, aber das liegt wohl einfach am Braun und somit in der Natur der Sache.
VERARBEITUNG UND MALVERHALTEN:
Die Fässchen, die ich habe, sehen stabil aus, allerdings wirken sie auch etwas billig. Die „richtigen“ Fässchen samt Pipettendeckel kann ich mangels Vorliegen nicht beurteilen.
Die Farben fließen wunderschön auf angefeuchtetem Papier und sie lassen sich prima vermalen. Pur sind die Farben sehr kräftig, man kann sie sehr gut mit Wasser verdünnen. Verläufe lassen sich gut erstellen. Die Farben sind sehr ergiebig.
TRANSPARENZ:
Die Farben sind allesamt transparent. Lasieren ist ohne Probleme möglich.
LICHTECHTHEIT:
Keine der Farben ist sonderlich lichtecht, was auch auf der Verpackung angegeben wird. Man soll nach Fertigstellung laut Hersteller am besten einen UV-Schutzfirnis auftragen. Einzelne Lichtechtheitsangaben konnte ich auf den Fässchen und auf der Homepage des Herstellers nicht finden.
DEKLARATION:
Auf einigen Fässchen fehlen die Farbbezeichnungen in Worten und auch der Farbcode. Angaben zur Lichtechtheit und Zusammensetzung der Farben fehlen, diese kann man auch nicht auf der Homepage des Herstellers einsehen. Die Fußnoten der Farbkarten auf der Homepage enthalten zwar Sternchenbewertungen für die Lichtechtheit, bei den Farben in der Farbkarte selbst lassen sich diese jedoch nicht wiederfinden.
Grade für Menschen, die Wert auf Kenntnis der verwendeten Pigmente und Lichtechtheit der Farben legen, ist das ein Nogo. Für Otto-Normal-Hui-Schau-mal-Aquarelltusche!-Nutzer ist das allerdings zu verschmerzen. (bei Copics weiß auch keine Sau, was eigentlich drin ist und lichtecht sind sie auch nicht hust)
PREIS-LEISTUNGS-VERHÄLTNIS:
Die Farben halten definitiv, was sie versprechen. Beim Preis von 16 Euro für 7 Farbtöpfchen á 20ml plus je ein 20 ml-Töpfchen in Schwarz und Weiß und 20 ml Rubbelkrepp und 3 Pipetten ist wirklich nichts verkehrt. Jedoch sei dazu gesagt, dass ich das ganze zum Messe- und Einführungspreis ergattern konnte, dieses Einsteigerset kostet normal 28 Euro (meinmangashop.de). Ein 45-ml-Fässchen kostet je nach Bezugsquelle zwischen 5 und 7 Euro (meinmangashop.de, gerstaecker.de, amazon.de,…)
Man sollte sich nur noch ein paar Pipetten und eine Mischpalette (zur Not leere, gereinigte Toffifee-Packung) zulegen, weil man die Pipetten definitiv nicht wirklich farbfrei bekommt, und die Farben dann zu verunreinigen wär ne ziemlich blöde Idee. Und niemals mit einem Pinsel in die Farbfässchen gehen. Anders als Näpfchen und Tuben lassen sich Farbreste nämlich gar nicht erst entfernen :/ weil flüssig und so.
Eventuell liefern andere Papiere auch andere Ergebnisse die Leuchtkraft und Anlösbarkeit betreffend, aber ich hatte gerade nur das Hahnemühlepapier Echtbütten rau zur Hand und das hat (mal wieder) ganz bös gefusselt. Ich werde den Test dann noch entsprechend updaten, wenn mir nach dem Bekleckern von anderen Papiersorten noch was auf- oder einfällt.
Schwarz (Eigentlich China-Tusche und keine Aquarellfarbe), Weiß und das Rubbelkrepp habe ich noch nicht getestet, werde ich dann aber ebenfalls hier updaten :D
Hier noch mein kleines Testbildchen auf einem Postkartenaquarellpapier, von dem ich nicht weiß, woher es kommt oder wie es heißt, aber icc meine es könnt Fabriano sein… (Die Farben leuchten mehr als auf dem Hahnemühle und es fusselt vor allem nix…):
http://31.media.tumblr.com/252bed5a3c4af9b7b3221cc573343cf2/tumblr_mta5haZtxf1s3dfv4o3_1280.jpg)