Ich äußere mich nicht weiter zu diesen Bis(s)/Twilight… Dingern weil ich sonst Gefahr laufe mich unbeliebt zu machen.
Ich bin auch eher Anhänger der ‘normalen’ Version (meint Vampire waren mal Menschen und es ist möglich, dass man durch den Austausch von Blut zum Vampir wird etc.) aber ich habe gerade erst ein Buch gelesen, dass den Titel ‘Fevre Dream’ trägt, es ist von George R.R.Martin.
Es geht theoretisch auch um Vampire, jedoch mit dem Ansatz, dass Vampire eine komplett andere ‘Rasse’ als Menschen sind, das heißt man wird als ‘Vampir’ - der Ausdruck wird nur unter Vorbehalt verwendet - geboren und kann nicht wenn man ein Mensch ist durch Biss/Blutaustausch zum Vampir werden.
Es ist ein ziemlich gutes Buch und auch interessant geschrieben - allgemein ist die Theorie sehr gut erklärt und es ist mal ein anderer Ansatz zum Thema Vampire. Die ‘Vampire’ in diesem Buch werden auch von der Sonne verbrannt, haben aber sonst nicht die übliche Aberglaubensabwehrmethoden, was in dem Kontext allerdings verständlicherweise auch nicht passen würde.
Wie gesagt, die ‘normale’ Version und diese Theorie sind nicht kompatibel, doch beide haben ihren Reiz. Wäre ich früher mit der beschriebenen ‘Fevre Dream’ Theorie als mit der ‘normalen’ in Kontakt gekommen würde ich sie vielleicht sogar bevorzugen, aber da dem nicht so ist habe ich die ‘normale’ Version auch für meine eigenen Vampircharas übernommen und das lässt sich (weil wie gesagt nicht kompatibel) nicht mehr ändern.
Im Allgemeinen finde ich aber auch die richtig Klassischen Versionen interessant - Nosferati sind irgendwo zwischen gruselig und grotesk. Wobei Nosferatu ja nur eine von X Vampirarten ist, die in der ‘Mythologie’ der ganzen Welt herumspuken. In jedem Land gab es eigene Geschichten und Legenden von Vampirähnlichen Wesen - die Übergänge zwischen kanibalistischen Montern, Zombies und Vampiren sind da fließend. Eine wirklich ‘richtige’ Art Vampir gibt es nicht, man kann nur wie schon gesagt bestimmte Theorien bevorzugen.
Theorien sollten aber immer eine gewisse Grundlage haben, nämlich die der Verletzlichkeit. En Vampir ist kein Gott, er muss meiner bescheidenen Meinung nach Schwächen haben um wirklich als ‘Vampir’ gelten zu können. Man kann sich darüber streiten inwiefern religiöse Symbole eine Rolle spielen - das sehe ist auch eher skeptisch, denn die chirstliche Kirche ist ja nun nicht die einzige Institution und warum sollte sich - wie in Tanze der Vampire so schön bemerkt- beispielsweise ein jüdischer Vampir von einem Kreuz abschrecken lassen. Knoblauch ist wieder eine andere Sache, wenn man Vampire als hochsensible Raubtiere betrachtet kann man sich vorstellen, dass so starke Gerüche wie der von Knoblauch abschreckend wirken können. Aber auch das ist arbiträr.
Die wichtigste Schwäche allerdings, die niemals fehlen darf ist das Sonnenlicht.
Ein Vampir der am Tag herumlaufen kann ist kein Vampir für mich.
Er muss nicht sofort in einem Häufchen Asche aufgehen, aber die Sonne muss Schaden anrichten. Ein Vampir, der diese grundlegende Schwäche (und auch sonst alle)nicht aber dafür alle Stärken hat ist einfach nur unglaubwürdig und lächerlich.
Und wenn er dann noch glitzert… dazu muss ich wohl nichts mehr sagen…