Was das Thema “Wasser sparen” angeht: In unserer Klimazone ist das nicht wirklich sinnvoll. Zunächst einmal haben wir (im Gegensatz zu anderen Weltgegenden) viel mehr Niederschlag als letztendlich vom Menschen genutzt wird. Wir haben hier keinen Wassermangel. Und dazu kommt, dass die Leute hier so wenig Wasser verbrauchen, dass die Stadtwerke in Zeiten mit weniger Regen kräftig nachspülen (!) müssen, damit es nicht zu Stauungen und den entsprechenden Hygieneproblemen (Mikroorganismen…) im Abwassersystem kommt. Ob man beim Zähneputzen das Wasser laufen lässt oder nicht, macht für die Umwelt keinen großen Unterschied. Na ja, solange es kein WARMES Wasser ist, das verbraucht natürlich wieder Energie. Natürlich ist es besser, den Energieaufwand fürs Erhitzen einzusparen, aber man sollte sich nicht einbilden, die Minimalbeträge für Pumpen und die Herstellung von Wasserfiltern (die übrigens jahrelang halten) fielen statistisch irgendwie ins Gewicht. Krampfhaftes Wassersparen ist reine Gewissensberuhigung mit minimalem praktischem Nutzen.
Man erreicht viel mehr, indem man kein “Mineralwasser” in Flaschen mehr kauft und stattdessen das Wasser aus der Leitung trinkt. Nicht nur, dass Plastik/Glas (nein, Glasflaschen sind NICHT ökologischer, auch wenn “Ökos” das oft glauben - das Glas wird bei hohen Temperaturen hergestellt, und nach einmaliger Nutzung werden die Flaschen wieder zerdeppert und eingeschmolzen…) und Transportwege eingespart werden - die Reinheitsanforderungen für Leitungswasser sind eh viel höher als die für abgefülltes Wasser! Das weiß kaum jemand, aber mit Leitungswasser handelt man sich tatsächlich WENIGER Schadstoffe ein. (Und “Mineralstoffe” sind genausoviele drin, mal abgesehen davon, dass der menschliche Bedarf daran eh durch die feste Nahrung mehr als gedeckt ist…)
Kleinkinder vegan ernähren zu wollen, ist ohne jeden Zweifel Kindesmisshandlung. In dem Alter, wo sich das Gehirn gerade am kräftigsten entwickelt, haben Kinder einen viel höheren Bedarf an tierischen Eiweißen als Erwachsene! Und durch planzliches Eiweiß kann das nicht ersetzt werden, Kinder unter 5 Jahren können viele Gemüsesorten noch gar nicht richtig verdauen. Evolutionär hat es durchaus einen Sinn, dass Kleinkinder - kulturunabhängig und kollektiv - Broccoli, die meisten Kohl-Arten und Spinat wieder ausspucken. Die wissen instinktiv, dass das als Nahrung für sie nicht geeignet ist. Man tut Kindern also KEINEN Gefallen (weder psychisch noch ernährungswissenschaftlich), wenn man ihnen gegen ihren Willen Gemüsebrei verabreicht, weil das ja so “gesund” wäre… Im Gegenteil. Es gibt Blähungen (und diverse Kindheitstraumata) sowie schlimmstenfalls auch Nierenprobleme gratis. Alle Tiere schaffen es, instinktiv zu wissen, was sie zu sich nehmen sollten und was nicht - warum traut man das jungen Menschen nicht zu? Wir sind genauso ein Produkt der Evolution wie alle anderen Tierarten auch…
Eine rein pflanzliche Ernährung bei Hunden ist auch nicht möglich. Hunde brauchen eben einen gewissen Anteil Fleisch (der allerdings viel höher als beim Menschen ist) in ihrer Nahrung. Hunde brauchen eine Ernährung, die fast ausschließlich aus Fleisch besteht, mit minimalen pflanzlichen Zusätzen (die sie meist selbst beim Gassigehen mit Grünzeug decken). Es geht ja nicht nur um die Nährstoffe selbst (die man in der Tat mit Zusatzstoffen im pflanzlichen Futter decken kann), sondern auch um die Bestandteile der Nahrung, die UNVERDAUT durch den Darm gehen. Die haben bei einer rein vegetarischen Diät einfach die falsche Beschaffenheit - man erhöht also die Wahrscheinlichkeit diverser Erkrankungen des Verdauungstrakts.
Ein weiteres deutlich unterschätztes Kriterium ist der Geschmack: Bekanntlich ist der Geschmackssinn dafür da, dass das Gehirn dann dem Körper signalisiert, welche Enzyme für die Verdauung ausgeschüttet werden sollen. Das bedeutet: veganes Essen, das alle Nährstoffe von Fleisch künstlich zugesetzt bekommen hat, wird leider NICHT genauso verwertet wie ein Stück Fleisch. Wenn es nun einmal nicht nach Fleisch schmeckt, wird der Körper des armen Tiers auch nicht die nötigen Enzyme ausschütten, um die Fleisch-Nährstoffe verdauen/aufnehmen zu können - das wird dann so gut wie unverdaut wieder ausgeschieden… Dann sind die tollen Aminosäuren im Kot, aber leider nicht im Tier.
Also die “vegane” Ernährung klappt dann und NUR dann, wenn das Vieh viel Auslauf hat und sich die ein oder andere Zusatznahrung fängt. (Meine Theorie: ausschließlich deswegen können “vegan” ernährte Katzen gesund bleiben… Auch wenn das liebe Esoteriker-Frauchen natürlich vehement abstreitet, dass ihr kleiner Liebling JEMALS so gemein sein und Vogelnester plündern könnte, das kenne ich aus der Nachbarschaft… lach)